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23.6.1911 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt

161. Jahrgang

General-Anzeiger für Oberhessen

Ur. 145 Erstes Blatt 161. Jahrgang Zreitag, 25. Juni 19U

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-LLE" General-Anzeiger für Oberhessen ShSk ^d^^ag^uunn?,» Rotationsörud und Verlag der vrühl'schen llnio.-vuch- und Sleindruckerei R. Lange. Redaktion. Lrpedition und vruderei: Zchulftratze 7. Lan^:^Lveb^ür den bis vormittags 8 Uhr. Bübingen: Fernsprecher Nr. 50 Leschäslsftelle vahnhofstratze fba. Änzeigenuu: *t>. Beck.

Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten.

Die Königsfrönung in England.

iv.

London, 22. Juni.

Tic ganze 'Jlad)t vor bcm Krönungslagc hak Lon­don wenig Ruhe gesunden Als um 1 Uhr srüh eine Batterie im Hyde Park den Tag mit 21 Kanonenschüssen begrünte, herrschte in den Straßen be­reit» ein rege» H'cben. Auf allen Bahnhöfen, aus und unter der Erde, quillt unaufhörlich eine bunte Menge. Tic Lager und Biwaks in den Part» sind bereits mobil; licrt, und die für die Absperrung bestimmten Truppen in der Stärke von >OOUO Mann jctzen sich in Marsch. Ter Polizeidiensk ist entsprechend verstärkt. An allen Zu­gängen, die aus die Feststraße führen, sind starke Holztore ausgcrichtet, um den Andrang der Menge aufzuhalten. Um 8',.. Uhr srüh ist die Feststraße gefüllt uuö abgcsperrt, und alle Tribünen sind besetzt. Auf dem Charing-v5roß war der Andrang der Menge so gewaltig, daß sie die Polizei­kette durchbrach. Tod) gelang es den Beamleik, die Ord­nung ohne Schwierigkeit aufrcchtzuerhalten. Ilm 8 Uhr setzte leichter Regen ein.

Um ü'/r Uhr wurden die großen Pforten der West­minster Abtei geöffnet, und in glänzenden Staats la ross en begannen die Peers und Peeresse in ihren roten, mit Hermelin verbrämten Roben, die indischen Fürsten in ihren juiuelcngcfduiiüdlen tieivänbcrn und die anderen Krönnngsgäste einzutreffen Tic Wagen mit den fremden Fürstlichlekten fuhren ziemlich sd>ncll vorüber, zuerst eine Reihe von Landauern, feder von zwei braunen Pferden gezogen, deren reidjc Beschmüdung in Scharlach und Gold gehalten mar; bann folgten eine Anzahl von vierspännigen Equipagen. Tic Zuschauer bestrebten sich, die fürstlichen In- fassen zu erkennen, aber dies war meist unmöblich, außer wenn es sid) um besonders hervorstchende Persönlichkeiten handelte, wie die Prinzen vvii China und Cghvten und den Bertreter non Aethiopien. Mehrere Prinzen trugen über den Uniformen die Mäntel ihrer britischen Crbrn Ter deutsche Kronprinz, Prinz Heinrich von Preußen uno der Gio ß h c rz 0 g v o n H esse n hatleii die Roben der Ritter des Hosenbandordens angelegt. Um 9 Uhr waren alle Geladenen in der Abtei versammelt, um die Au tunst der Majestäten zu erwarten.

Gegeti 9"-, 3 Uhr verließ der glanzende Zug'der fr cm den Fürst e u unb Vertreter den Buckingham-'Palast und begab sid) auf den Weg n a d) d e r W e st m i n ft er Abtei Tic Spitze des Zuges bildeten das Trompetcrkorps und die Musil der Leibgarden in ihren roten, reich mit Gold gestickten Uniformen und schwarzen Samtkappen. Ter Zug bestand aus 14 Staaiswagen mit Borreitcru und Poftillioiien in fcharlachnen Livreen. Tic Eskorte wird durch Royal Horfe-Guards in dunkelblauen Uniformen und Silbernen Müraffen gebildet. Um 10 Uhr verließ der Zug des P r i n z e n v o n W ales . der von Royal Horsc-Gnard» eskortiert wurde, den Palast. Ter Prinz wurde von der Menge lebhaft begrüßt.

Um IO1/.. Uhr tündigte die Artillerie im Hydc Park burd) 21 Kanoneiischüsse an, daß der Ziig der Maie (täte ii fiel) in Bewegung setze. Au der Spitze des Zuge» marschierten m mittelalterlichen Kostümen die königlichen Sdiiffskuechte, hinter ihnen ritten die Adjutaiiten des Königs. Es folgten die Generäle, darunter die Feldmar fälle Sir Ivl n Hamilton und Sir John Freuch, alle in großer Uniform, in roten Waffen rocken mit fcdergeschmüdteil Hüten und ordengeschmückt Tie Hurrarufe begannen, als an der Spitze der löniglicheu Eskorte die Offiziere der fiibifd)cit Kavallerie norbcirittcn, uno sie wuchsen immer stärker an, sobald die große Staatskarosse der Majestäten mit ihren Lorreitcrn und Postillionen in Sicht tarn Tiefer Wagen, der ganz aus Gold nnt> Glas besteht, wurde von acht ijQbellcnforbcncn Pferden gezogen. Es folgte die Standarte, darauf Lord ttitchener, begleitet von dem Herzog und Prinz Arthur von Eonnaught. Prinz Ludwig von Battenberg, dein Herzog von Teck. Prinz Christian von Schleswig-Holstein, und eine glänzende Kavalkade von Ad­jutanten und Leibgarden.

Alle Abteilungen des Krönungszuges wurden auf dem ganzen Wege mit lauten Zurufen begr Ü.ß t. Wäh» renb de» Borbeifahrens der ersten Abteilung regnete es und die Equipagen waren deshalb geschlossen Zn bcm Augenblick, wo die Equipage des Königs in die Mall ein­bog, hörte es zu regnen tuif und die Sonne begann zu scheinen. Ter Beifall schwoll so gewaltig an, als des Königs Equipage vorüberfuhr, daß er den Tonner des Salutschießens her Batterien im Hvdepar! übertönte

Um 12 Uhr mittags haben die M a i est ä t c n die Abtei betreten. Ten Geistlichen folgten die großen Wiirdenträger des Hofs, denen Pagen die Kronen trugen, mit den Stan­darten Englands, Schottlands. Zrlands, des Bereinigten Königsreichs und denen des größeren Britanniens, die von früheren Bizekönigen unb Generalgouverneuren getragen wurden. Run erschien bie Königin, die große, 18 Fuß länge Schleppe von sechs jungen Mädchen, den schönsten des englischen Adels, getragen, bann bet König, dem Edel- leute mit den Regalien voranschritteii. König Georg selbst int Krönungsornat trug bie Halskette bcs Hosenbandordens unb das samtene StaatSbarett. Sein langer vuruurner, mit Hermelin besetzter Krönungsmantel wurde von acht Pagen getragen. Zu den Seiten des Königs gingen zwei Bischöfe unb die königliche Leibwache. Tic jugendlichen Stimmen der Schüler von Westminster begrüßten das Königspaar mit den traditionellen ßufen:Bivat Regina, Vivat Rexl"

Ehe der König unb die Königin die Thronscisei e nahmen, lnieten sie zum Gebet nieder. Tann folgte der

cr|tc A l, der Krönung, die feierlicheAncrlcn- n u ii g" des Königs. Ter E r z bischof von (Sauter- b ury, begleitet von dein Lordlanzler, dem Tord Groß- lammerer, dem Lord High Conetable verzog von Fifc, dem Earl-Marschall und dem Wappenkönig des .Hosenband ordcne, stellte den König dem versammelten Volk vor mit den Worten: ..Hier zeige idi Euch den K-nig Georg,T>en unzweifelhaften König dieses uomgreid)? Seid ihr alio, die ihr licryergckoinmen seid, um die Hu! bigung und eure Pflicht zu leisten, bereit, cs zu tun?" Eine Lroinpeteilfansare und Zurufe:Gott schütze König Georg", vollzog bie Anerkennung Tann begann der reit giöse Teil der Zeremonie. Rach der Predigt trat der Erz i'ischof vor den Uönigyunb fragte ihn, ob er den K r ö - nungöcib leisten wolle. Ter König erhob sich, rnicie am Hochaltar nieder und leistete mit entblößtem Haupt den Eid auf die Bibel. Tann trat er vor den Krönung, stnhl König Eduard', über bcm die Lords Rosebery, Cade gan, Crewe unb Miuto einen Baldad)in hielten, unb der Erzbischof vollzog die Salbung, der sid) die Investi- tur mit den Insignien der iöniglid cn Madst anschloß. Mit den Symbolen seiner Macht beileidet, bestieg der König nun den Thron zur Krönung. Ter Erzbischof sprad) ein kurzes Gebet, die Krone mürbe in Prozession vom Altar gebracht unb der Erzbischof setzte sie dem König auf> Haupt. Zn demselben Auaeuvtick setzten alle Peers unb die Waffenlönige sich ihre Kronen auf, und die Bersamni hing brach in den lauten Ruf aus:Gott schütze den König!" Trompeten schmetterten, die Kanonen des Towers und die Batterien in den Paris lösten Freudenfd)üsse, und alle Glocken der Stadt begannen zu läuten. Tic Zn schauer auf den an der Abtei errichteten Tribünen stimm ten die HymneGod save thc King" an unb die ganze Whilehallstraße cniiang wurde der Gesang von der Menge aufgenommen Auf die Krönung folgte die Huldigung. Ter König, auf dem Haupt die Krone mit dem berühmten Cullinan", saß auf bcm Throy, umgeben von ben Groß Würdenträgern bcs Reiches Als erster leistete der Prinz von Wales die Huldigung. Er nahm seine Krone ab, tnictc vor seinem Baker nieder bie übrigen Prinzen des niglichen Hauses knieten gleidzfalls unb leistete den Treueid. Ta rauf berührte er die Krone des Königs unb küßte ihn auf die Wange. Es folgten die übrigen Peers nach ihrem Range. Runmehr (chatt der Erzbischof von <Saiilerburn zu der Krönung der Königin, die hierzu unter einem Bältzachin/de von ben Herzoginnen von' Montrose, Sutherland, Portland unb Hamilton getragen wurde, zu den Stufen des Altars trat. Ter Erzbischof salbte bie Königin mit dem heiligen Tel, übergab ihr ben Ring unb setzte ihr die Krone aufs Haupt, worauf sid) die Pccresses mit ihren Kronen vebeetten.

Rach der Spendung des Heiligen Abendmahls stimmte der Chor ein Te Tcum an, und die Maiestäten zogen fid) tn bie Kapelle hinter bcm Altar zurück. Ihre Rückkehr in bie Kirche gab das Zeichen zu erneuten brausenden Rufen:Gott schütze den König" und unablässig sich stei gerate Freudeurufe begleiteten bas Königspaar, bis es die Kirche verlassen hatte Turch Whiteball, Trafalger Square, Pall Mail, St. James Strec. und Piecadilly lehrte der l ö n i g l i d) c Zug n a ch b c m Buckingham Palast zurück, aus ber ganzen Feststraße von der ver­sammelten Menge aufs sebha.teste begrüßt

Tas S ck) a n f p i c l in der Abtei war von w u n > b c r b n r c r Pracht Ter Glanz der Roben des Adels, die Toiletten der Tarnen und bie vielen militärischen Hof uniformen, alles vereinigte sich zu einem eindrucksvollen Bild von uolllommcncr Schönheit Im Chor des südlichen Längsschiffes saßen die diplomatischen Korp:-. Gegenüber befanden iid) die Platze der fremden Fürstlichkeiten. Rack) dem Einzug der Mitglieder des Königshauses war bie Abtei bis auf den Raum vor bcm Altar völlig, gefüllt. Tas ganze Bild konnte keinen würdigeren Rahmen finden als die edle Archilettur der Abtei, bereu Wirkung durch keinerlei Ausschmückung beeinträchtigt wurde. Bewun­dernswert war die Leitung der Feier und bie Ordnung, mit der fielt alles vollzog. Jeder Teil des Altes kam >o zu voller Geltung. Tic mehrtach wiederholten Huidigungs rufeGod save King George" crtlangcn in buchstäblicher Einstimmigkeit wie von einem gut geschulten Korps. In würdevoller Weise entfaltete sich die Handlung der Krö­nung und der Huldigung. Sichtlicki bewegt war der König, als der Prinz von Wales als erster Peer des Reiches bic töulbiauug leistete. Er drückte feinem Sohne die Hand unb liißtc ihn. Als der tönigliche Zug die Abtei verließ, durchbrausten mächtige Hurras für die Königin, ben König unb ben Prinzen von Wales bic Kirche Eine ähnliche Begrüßung wurde ganz fpontan bcm deutschen Kronprinzen zuteil.

Tie Spitze des K r o n u n g s u g c s mit d- n Mai, Hüten, dahinter in kurzen Abstanbcn der Prinz von Wales, bic anderen englischen Fürstlichkeiten, sowie bic ausländischen Fürstlichkeiten, erreichte kur zvor 3 Uhr den Bücking h a m Pala st. Wenige Minuten später, uadibem die Majestäten ausgestiegen waren, erschienen sie im Krönungsornat auf dem Ballon des Schlosses, von ber Menge mit brausendem Jubel begrüßt. Tic Truppen schlossen sich den Freuden tuudgebungeu der Menge an, indem sic ihre Waffen m der Lust schwenkten. Ttc Feierlian uen verliefen bisher, ohne daß die Polizei einzuschreiten brauchte Ter Am bulanzdienst und alle militärischen Borkehrungcn iunktio- nierten ausgezeichnet. Es ereigneten sich nur wenige machtsfälke.

Ganz London war nachts feenhaft beleuchtet und alle SlCbtreile in ein Meer von Licht gctaudii. Tausend­fältig erstrahlt bic Rose von England an den Fassaden von Klubs, großen Handclsinstitn'cn, öffentlichen Gebäuden, ber Bant von England, dem Mansionhauje und zahllosen Ge­

bäuden der Stadt llcberall istGod save the King" in fnntchibcn Lettern zu scheu, tibcrall sind Kronen und die Bildnisse der Majestäten in leuchtenden Linien uadi- gczogen. Ilm 10 Uhr wurden 2000 Freudenfeuer entzündet, die wie ein glänzende Geschmeide von Hügel zu Hügel ziehen. Wegen ungünstiger Witterung wurde bic Illu­mination der vor Spithead liegenden Flotte bis mor­gen verschoben.

Berlin, 23. Juni Tic englische Molo ui c ber« anstaltctc gestern nachmittag aus Anlaß der Königskronung ein Gartenfest im Restaurattt HundeTchIc.

Die Vorgänge im hanjabund.

TerNationalzeitung" zufolge richtete ber Borstanb des Bundes der Ind ustr ic11cu au den Hanfabnub anläßlich des Ausscheidens des Landrales a. D.'Rötger eine Kundgebuna, in der bcm P r ä j i b i u m des Hanf ab u n « des bas Bert raue n ausgesprochen tuirb. Auch von verschiedenen anderen Bereinigungen, unter anderem vom gcschäftsführctidcn Borstand des Landesverbandes und von der Ortsgruppe Mannheim sind beim Präsidium des Bundes BcrtrauenSkundgcbungeu eingegangen.

Geheimrat R t e ß e r hat das Schreiben des Landrats Rötger folgendermaßen beantwortet:

Sehr geehrter Herr Landrat! In Ihrem Geehrten hont 21. d. M. gehen Sie bavon ans, baß in den letzten Lagen ein Werbeausrut des Haniabundes erschienen sei, welcher ohne Zu­stimmung des Präsidiums einen wesentlichen Teil meiner uer wnlichcn Austührungen auf dem Haniatage unzulässiger Weise wiederholt habe. Tcingcgciüibcr stelle ich zunächst for» mell fest, daß mir seitens des verstärkten Präsidiums ausdrück­lich die Genehmigung zu derartigen Werbe- und Wahlfonds- Ausrufeu generell erteilt worden in. Sachlich aber iorbert jener Aufruf in Gemäßheit der Richtlinien des Hansabundes lediglich den Stow Di gegen dieUeberaatarier", also speziell gegen den Bund der Landwirte, einen Kamps, den auch Sie Nets als Ziel des Haniabundes bezeichnet und immer auch Ihrer­seits mit Entschiedenheit vertreten hatten. £>iernad) kann Ihr Austritt nur den Sinn haben, daß Sie letzt ans Gründen poli- tischee Taktil wünßZieii, daß der Hansabtind nicht mehr den saynngsmäßigen wirtschaitsvvl,tischen Kampf gegen die lieber» griffe des Bundes der Landwirte führe, sondern einen satzungs- widrigen Kampf gegen alles, was links steht, aufnehme. Ein solches Berfahren widerspricht nach meiner lieberjeugung in hohem Maße den dauernden Lebensinteressen des gesamten deut­sche.! Gewerbestandes. Ter Hansabund wird, gestutzt auf die begeisterte Zummmnng weiter Kreise des denpchen Gewerbe- stände., fein Programm unbeirrt iortseven und durchführen, seine Aktionskraft und Geschlossenheit wird durch Ihren Schritt nicht gemindert. A'achdem Sie gestern Ihr Schreiben vom 21. d. M. der Tcffentlichkeit übergeben haben, bin ich genötigt, mit diesem meinem Schreiben in gleiche!. Weue zu verfahren.

Der Ausstand der Seeleute.

Amsterdam, 23. Juni. Gestern nacht trafen mit der Bahn etwa 30 deutsche .Seeleute ein und begaben sich nach dem Bureau der Eomvagnie Ronale Maritime. Tie Polizei richtete einen strengen Ordnungsdienst em, um Betastigunaen der Seeleute durch die Ausständigen zu verhindern. Bei der Ankunst aiu dein Bahnhof wurden die Teiitschen von den Ansstaiidlgeir ansaevusten. Tie Polizei inaa,te von der Waffe Gebrauch. Einige Personen wurden verletzt Auf dem Bahnhof erfolgte eine Ver­haftung

Rach einer Versammlung >er Seeleute veifuchten zweihundert Ausständische einen Zug zu bilden, wurden aber durch bic Polizei Daran gel indert Tic Seeleute bewarfen die Polizei nut Steinen, worauf oiefe blank zog Tru Seeleute wurden verletzt, zwei Verhaftungen vorgenoninicn.

Rotterdam, 22. Juni. In Zusammenhang mit dem Ausstand der Seeleute ereigne: sich in Der letzten Nacht ein b c - deutlicher Z w if ch e nfal 1. Tie entlassene Mannschaft des TarnpfersMaas-Haven" erstieg den Tamp'er mit Hilfe einer Schaliivve und schlug die Türen des Maniischaftslogis ein, um die n i ii Ak ann schäft . n ihre Revolver gebrauchten, zogen sie iid) zurück Infolgedcsseir Hellte der Polizeikommii'ai allen Kapitänen, die den Wunsch äußerten, mit Karabinern bewaffnete Polizeibeamte zur Der- füginig. _

Southampton, 22. juiu. iie flauer haben cmit- Dic vi l b c i t aufgenomm cn. Tic White Star Line Hal den SeAeuten in Son'.hamvton die gleichen Bedingungen angeboten, ,vic in Liverpool angenommen worden sind.

Ausland.

Bei der Beratung des Marinebudgets erklärte Marineminister Telcaifä un französischen Senat, mit Dem Flotten- material i?unfcc cs nicht so, wie es sein müßü, aber seit zwei Jahren sei feine Zeit verloren worden und alle neueren großen Schiffe seien in den itano gesetzt, unter den besten Be liege die Sache weniger günstig, aber Die Uebcricgenheit der Unterseeboot, erlaube, mit Ruhe die Bolleiwung Des Flotten- vrojramms abzuwanei' Tr 2di;*'e der Tantonflanc, Die vom mu;:ariid Standpunkte aus ,.i Dm stärksten gehörten, müßten verband ausgenommen zu iDeroci Tas würde im August der Fall, und Dann die Lage sehr günstig sein. Tic Minister werden iirh bemühen, eine einheitliche Ausbildung der Seeoffiziere ticher- zustellen.

Tie französische 1 a ni m c r l>at heute bei der Beratung der Wahlreform mit 311 gegen 223 Stimmen einen Zusatz anira i verworfen. Der Die Wahl Der ' ammcrmiiglifber aufgruno ovn Majoritätswahleit festietzen will. Tiefes Abstimmungsergeb­nis beamtet einen großen Erfolg der Aiihäiig.r Der Proportional wählen.

Tic portugiesische konstituierende Berfa m in lung nahm du-ck, 3uruf einen Antrag an, in Dem sie Englan c als befreundete und verbündete Nation begrüßt und sich Der seinem Köniz erwiesenen Huldigung anschließt.

Jimf Meldungen, Die bei Der türkischen Rcgieruna aus den tiuaiets cmlic'cn, begannen die Jialifforen gestern mit Den Unterrorrri'.ngen.

Langer nird i meidet. Dir in E l K s a r cina .rosfene spanische Tbcm Sylrestro habe dein stwnverneur mügeteih, daß