Konnte nur auf einer mitttercn'Sinie erfolgen, dahin, daß" rasch Bespannungen zur Beförderung der Feuerlöschmittel zur
Mar die schwedischen Zollerhöhungen in größerem Umfang hingenommen wurden, daß aber doch insgesamt das schwe- ' dische Zollniveau auf einen Stand herab gebracht wurde, der unserer Ausfuhr den Fortbestand möglichst sichern wird. Dieses Ziel dürfte im lallgemeinen erreicht sein. Durch den neuen Vertrag ist unsere Ausfuhr in umfang- reicherein Maße gesichert, als dies durch unseren bisherigen Handelsvertrag mit Schweden der Fall war.
Die erste Lesung des Entwurfs wird int Reichstage zu Beginn der nächsten Woche erfolgen.
Verfügung zu haben. Ob die Stadt selbst Pferde ankauft oder mit einem Unternehmer einen Vertrag abschließt, soll
Da; Uronprinzenpaar in Petersburg.
Petersburg, 18. Mai. Nach der Frühstückstafel im Anitschkowpalais besuchte das Krouprinzenpaar die Großfürstinnen Militza Nikolajewna und Alexandra Josiphowna. Später stattete der Kronprinz sämtlichen in Petersburg weckenden Großfürsten, dem deutschen Botschafter Graf von Pour- t a l e s, Ministerpräsident Stolypin, dem Minister des Hofes Baron Fredericksz und dem Verweser des Ministeriums des Auswärtigen, Neratow, Besuche ab. Die Kronprinzessin besuchte das deutsche Alexanderhospital. Um 3 Uhr nachmittags kehrte das Kronprinzenpaar in das Wintecpal-ns zurück, wo Graf von Pourtales die Spitzen der hiesigen deutschen Kolonie vorstellte, die der Kronprinz ins Gespräch zog.
Heute abend fand auf der deutschen Botschaft zu Ehren des Kronprinzenpaares ein Diner statt, dem sich ein Konzert und ein Rout anschloß. Außer dem Gefolge waren viele hochgestellte Persönlichkeiten und Vertreter des diplomatischen Korps zugegen.
Arrs Stadt und Cand»
Gießen, 19. Mai 1911.
Aus der Sitzung der Stadtverordneten.
Unsere Stadtväter waren zu der gestrigen Sitzung rech» zahlreich erschienen. Offenbar hat die Verlegung dec städtischen Aeinter in die alte Klinik und die Errichtung eines städtischen Fuhrparkes, welche beiden Punkte wieder einmal auf der Tagesordnung standen, den starken Besuch der Sitzung veranlaßt. Beide wichtigen Gegenstände wurden auch diesmal nicht entschieden. Die Umwandlung der alten Stlini ' zum Rathaus wurde vertagt, weil Beig. Georgi, der Gegner der Verlegung ist, nicht anwesend sein konnte, und weil noch einmal versucht werden soll, die Klinik auf andere Weise zu verwerten. Alan will nämlich versuchen, sie zu verkaufen, wobei Bedingung sein soll, daß die Stadt bei der zukünftigen Bebauung des Grundstückes ein MitbestimmungSrecht erhält. Die Beratung über die Einrichtung eines städtischen Fuhrparkes gestaltete sich eigentlich zu einer ausgedehnten Besprechung über unser Feuerlöschwesen. Die bei dem Brande in der Marburger Straße vorgekommenen Mißstände wurden von derVerwaltung teilweise zugegeben, des. dasPlatzen von Schläuchen. Hoffentlich gelingt es der Arbeit des neuen Branddirektors, als welcher in der nichtöffentlichen Sitzung Stadtbaumeister Braubach gewählt wurde, diese Mängel zu beseitigen, damit unsere tüchtige Feuerwehr nicht durch solche Kleinigkeiten an der Ausübung ihrer gemeinnützigen Tätigtet gehindert wird. Der Fuhrpark soll dazu bienen, immer
Aus tzegerr.
Landtagswahl in Gießen.
Wie Uns mitgeteilt wird, ist für die durch die Wandats- urederlegung des Geh. Justizrats Dr. .Gutfleisch erforderlich gewordene Ergänzungswahl von deur zur Leitung der Wahl bestellten Wahlkommissär, dem Großh. Provinzialdirektor Dr. Usinger, Termin auf F r e i t a g, 26. l. M., v o r - mittags 10 Uhr, angesetzt worden. Die erforderlichen Einladungen an die Wahlmänner werden alsbald ergehen.
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Der Zweiten Kammer ist ein Bericht des Dritten Ausschusses über die Ersatzwahl eines .Abgeordneten im 4. Wahlbezirk der Provinz Oberhessen, Hungen — Lich, zuaegangen. Der Ausschuß beantragt einstimmig, die Wahl des Abgeordneten Fenchelfür gültig zu erklären. — Der Abgeordnete Wo lf-Stad ecken und Gen. stellt folgende dringliche Anfrage:
Ist die Regierung bereit, dem nächsten Landtag sofort nach seinem Zusammentritt einen Gesetzentwurf vvrzulegen, nach welchem die Berechnung der Beiträge zur land-und forst- wirtsch östlichen B e ru f s g env s sen s cha s t auf der Grundlage des gemeinen Wertes land- und forstwirtschaftlich benutzter Grundstücke erfolgen muß?
Ferner ist der Kammer der Bericht des Zweiten Ausschusses über die Regierungsvorlage: Entwurf eines Gesetzes zur Aenderung der Gebührenordnung für die Großh. Notare vom 30. Dezember 1904 zugegangen. Der Ausschuß beantragt Annahme des Entwurfs.
Letzte Nachrichten.
Die Elektrische ttebertandzentrale Wölfersheim angenommen!
R. B. Darmstadt, 19. Mai. Zn der heutigen Sitzung der Zweiten Kammer wurde die Regierungsvorlage wegen der Errichtung einer Brikettfabrik und einer staatlichen Ueberl and zentrale bei Wölfersheim angenommen.
Aus Marokko.
Paris, 19. Mai. Der Kriegsminister erhielt am 18. Mai von General Moinier ein Telegramm, daß die dritte und letzte Staffel der Hckfskolonnc gestern den lieb Bethr überschritten haben. Die Kolonne befindet sich gegenwärtig an der äußerlten Grenze, von wo aus eine Verständigung mit Hilfe des von dec Kolonne mckgesührten Funkenspruchapparats noch möglich i|t. Deshalb wird man mehrere Tage ohne Nachricht von der Kolonne bleiben. Gerüchtweise verlautet, die Auf st ändischen hätten Alt-Fez besetzt, womit die Lage natürlich sehr kritisch wäre.
Roosevelt über Tafts Schiedsgerichtsentwurf.
Washington, 18. Mai. Präsident Taft erhielt aus allen Teilen der Welt Glückwünsche zu seinem Leitern erwähnten) Schiedsgerichtsentwurf. Roosevelt vcrösfentlichte in der Zeitschrift „O u t l o ck" zwei Artikel, die viel besprochen werden. Er äußert sich sarkastisch über die SchiedsgerichtS'Be- weaung. Gewisse Beleidigungen ließen sich nicht durch ein <2cccth>* gericht erledigen. Eine schiedsgerichtliche Beilegung sei nur Zwilchen zwei Nationen möglich, die in der Kultur so vorgeschritten jeien, daß es ihnen unmöglich sei, selche Beleidigungen zu begehen. England und die Unionstaaten feien so weit vorgeichritlen. ~'-un aber zum Beispiel eine Nation bestehen sollte, die den Umonstaaten eine unwillkommene Einwanderung aufzwingen wollte, wurde Die öffentliche Meinung nicht einen Augenblick auf den Bor)chlag der schiedsgerichtlichen Behandlung solcher Fragen hören.
Leipzig, 19. Mai. Eugen Pollak, der Kapellmeiswc des Neuen Theaters in Leipzig, wurde von Direktor Zöllner, Dcnt zukünftigen Intendanten dec Fcanriurle^ BuhM lux iX.r.fläl* iyrt fe Msis.ensßflißltf
werden hier verabreicht. Der Milchkuranstalt wurde ein Stall angeb aut, in welchem einige Schweizer Kühe stehen, o daß die Kurgäste allezeit frisch gemolkene Milch erhalten können. Die Kurgäste waren seit Jahrzehnten gewohnt, ihre Zeitungen usw. kurz vor der Kurhausterrasse in der og. Schieß Halle zu kaufen. Die Schießhalle wurde diesen Winter abgebrochen. Nun hat der Staat fast an derselben Stelle einen Zeitungskiosk erbaut, der demnächst eröffnet wird. — Das Kettelerhcim, gegründet von dem kath. Kettelerverein, das erst Ende April bezogen wurde, ist bereits sehr besetzt. Das Heim kam in den Lindenhof (ein rüheres Sanatorium) und besitzt 80 Zimmer.
-m. Friedberg, 18. Mai. Ter Bureaugehilfe Anton Billasch von Friedberg-Fauerbach, der seit seiner Schul- entlaffung bei der hiesigen Bezirkskaffe beschäftigt war, ist nach Unterschlagung einer größeren Summe amtlicher Gelder, deren Betrag noch nicht festgestellt werden konnte, flüchtig gegangen. Billasch hatte trotz seiner Jugend— er ist noch nicht 20 Jahre alt — da§ volle Vertrauen seines Vorgesetzten genossen. Ec hat auch erhebliche Steuerbeträge, die er für andere Leute abliefern sollte, nicht abgeliesert, sondern für sich verwendet. Gegen den Flüchtigen wurde von der Staatsanwaltschaft Gießen ein Steckbrief erlasfen. — Heute nacht wurde in der Russensabrik des Bauunternehmers Theodor Mörschel ein Einbruch verübt. Gestohlen wurde außer erheblichen Geldbeträgen eine größere Partie Kleidungsstücke. Den Tätern ist man auf der Spur.
-1- Butzbach, 18. Mai. Der älteste Einwohner unserer Vaterstadt und älteste noch lebende hiesige Veteran Heinrich Braun I., geboren zu Renzendorf am 28. Juni 1819, starb gestern nach kurzem Krankenlager im Alter von 92 Jahren. Er hatte 1848—49 den badischen und holsteinischen Feldzug im Großh. Garde-Cheoeauxleger-Regiment mitgemacht. Bis vorgestern war er noch im Felde in seiner Landwirtschaft tätig. Er war ein treues Mitglied des Kriegervereins, der ihn mit militärischen Ehren zur letzten Ruhe bestatten wird. — Im Jahre 1910 wurden hier folgende Schlachtscheine abgegeben und dafür vereinnahmt: 599 Stück für Großvieh ä. 90 Pfg. ----- Mk. 539,10, 2716 Stück für Kleinvieh ä 40 Pfg. ---- Mk. 1086,40, .2 Stück für Schaflämmer und Spanferkel ä 20 Pfg. — Mk. —,40, 4 Stück für Ziegenlämmer L 10 Pfg. == Mk. —,40; Sa.: Mk. 1626,30.
Hessen-Nassau.
? Kinzenbach, 18. Mai. Die hiesige Gemeindevertretung hat dem Hauptmann Poly-Gießen die Jagd- Nutzung zuerkannt zum Preise von 550 Mk. Bisher betrug der Pachtbetrag nur 300 Mk.; die Jagdzeit ist auf 6 Jahre bemessen.
sl Marburg, 18. Mai. Auf dem vom Vaterländischen Frauenverein veranstalteten Margaretentag wurde eine Reineinnahme von 9407,15 Mk. erzielt.
X. R. H o l z h a u s e n, 18. Mai. Unter großem Pomp fand heute in dem Freiherrlich v. Stumrnschen Schlosse Neu-Potsdam die Vermählung des deutschen Generalkonsuls und Gesandten in Kairo, Prinz Hermann v. Hatzfeld, mit Freifräulein Marie v. Stumm statt. Die kirchliche Trauung wurde in der katholischen Kirche zu Roßdorf durch Kaplan Dr. Arnold aus Fulda vollzogen. Den Feierlichkeiten, die gestern abend durch ein großes Feuerwerk eröffnet wurden, schloß sich heute auch ein Fellmahl und Tanzlustbarkeiten für die Dorfbewohner an.
fc. Frankfurt a. M., 18. Mai. Hier fanden zwttcken Vertretern der vereinigten Landwirte und des Milchhändlei- Vereins Verhandlungen wegen Beilegung des Milch- k r i e g s statt. Die M i l ch h ä n d l e r erklärten sich grundsätzlich mit dem Aufschlag der Landwirte auf 1/ Pfg. für das Liter Milch einverstanden, da dieser Preis von den meisten Händlern in Frankfurt a. M. offen oder der- steckt doch bezahlt werde. Die Landwirte wollen die Milchhändler, die den erhöhten Preis nicht bezahlen, boykottieren. Das sind in der Hauptsache einige Großsirmen. Tie Milchhändler, die den Landwirten sich nachgiebig zeigten, haben, wie wir hören, die Absicht, sich an den Konsumenten schadlos zu halten, und wollen in etwa 14 Tagen den Milchpreis um 1 Psg. für das Liter erhöhen. Die Landwirte wollen die Händler in diesem Vorhaben unterstützen. Es sollen noch Mitgliederversammlungen der Produzenten und Händler zu diesen Abmachungen Stellung nehmen.
F. C. Wiesbaden, 18. Mai. lieber das Projekt der Taunusquerbahn Bad-Nauheim—Rhein referierte in der heutigen Schlußsitzung des Kommunallandtags 2lbg. Geh. Regierungsrat Beckmann-Uiingen. Der Kommunal- landtag beschloß nach dem Antrag des Wegebauausschusses wonach die Staatsregiernng und die Eisenbahnverwaltung um alsbaldige Ausführung res Bahnbaues gebeten werden.
mentaler Vieh statt.
** Der Verein für Luftschiffahrt in Marburg hielt kürzlich im physikalischen Lehrsaal der Universität eine Sitzung ab, der außer dem Vorsitzenden des Gießener Schwester Vereins dec Leiter der Gießener Wetterdienststelle Dr. Peppler beiwohnte. Die Ver- ammlung beschloß, daß die Gießener Vereinigung als Sektion dem Verein in Marburg beitreten kann und begrüßte einen dahin von Gießen aus gestellten Antrag. Den Gießener Vertretern wurde die Zusage gemacht, daß noch vor Pfingsten von Gießen aus eine Ausfahrt unternommen werden soll.
** Submissionsergebnis. Die Submission für das neue Amtsgericht hat drei Angebote gezeitigt. Es handelt sich um Herstellung der Erd-, Beton- und Maurerarbeiten und Lieferung der dazu benötigten Materialien. Die Vereinigten Gießener Bauunternehmer verlangten 122 366,80 Mk., die Lolat-Werke-Gießen 120 919,30 Mk. und Busches-Münster (Westfalen) 117 505,24 Mk.
Landkreis Gießen.
ch. Eberstadt, 18. Mai. Bei der heute hier vorgenommenen Bürgermeisterwahl wurde Bürgermeister Görlach mit 112 Stimmen wiedergewählt. Ein Gegenkandidat war nicht vorhanden.
Kreis Büdingen.
-1. Stockheim, 18. Mai. Am Mittwoch verunglückte in Grebenhain der 27jährige Dreschmaschinen- und Kreissägebesitzer KarlHeinrich. Beim Holzschneiden flog ihm ein Stück Holz gegen den Unterleib; er trug sehr schwere innere Verletzungen davon. Der Verunglückte wurde noch am Abend mit dem Zug nach Gießen in die Klinik überführt.
Kreis Alsfeld.
Hälfet Wilhelm in England.
London, 18. Mai. Der Kaiser unternahm heute vor- toittag eine Ausfahrt in Begleitung des Obersten Segge. Um 1 Uhr folgte der Kaiser . einer Einladung zum Frühstück beim Kriegsminister Haldane. Die Kaiserin frühstückte mit der Königlichen Familie im Buckinghampalast und besuchte vormittags in Begleitung des Botschaftsrats v. Kühlmann und der Oberhos- meisterin v. Bockdorf das deutsche Waisenhaus und das Hospital Dalston, wo sie u. a. von Bruno v. Schröder, Sir Hermann Weber, Sir Edgar Speyer und Alexander Siemens empfangen wurde. Die Kaiserin besuchte auch die Krankenabteilung der Kinder und sprach mit den kleinen Patienten. Vor dem Hospital waren die Kinder der deutschen Schulen aufgestellt, die die Kaiserin mit „Deutschland, Deutschland über alles" begrüßten. Auch hier unterhielt sich die Kaiserin mit verschiedenen Kindern. Die Abfahrt erfolgte unter großem Jubel der Klemen.
Die Kaiserin und die Königin fuhren heute nachmittag im Automobil vom Buckinghampalast nach Windsor. Der Kaiser und der König folgten eine halbe Stunde später. Ungefähr 400 Kinder der katholischen Schule, die sich in Hammer- smith-Road aufgestellt hatten, jubelten den Majestäten zu und schwenkten Fahnen. . _ .,
Die Prinzessin Viktoria Lun e machte heute morgen eine Ausfahrt. Der Kaiser stattete vormittags dem Zoologischen Garten einen Bestich ab. <r , _ .
Das Kaiserpaar kehrte um 7 Uhr aus Windsor nach London zurück. 9Lbenby gaben Lord und Lady Landsdowne zu Ehren des Kaiserpaares ein Diner, an dem außer den Majestäten die Prinzessin Viktoria Luise, der deutsche Botschafter und andere hervorragende Persönlichkeiten teilnahmen.
Ausland.
Eine amtliche Pariser Note besagt, daß am 16. Mai eine Rekognoszierungsabteilung, die von Debdu nach Merada ging, von einer ScharMarokkanerinder Nähe von Aluana, 12 Kilometer westlich von Debdu, angegrinen wurde. Infolge dichten Nebels konnte die Artillerie nicht em- schreiten. Ein Hauptm ann soll getötet, ein Leutnant verwundet und etwa zehn Mann getötet oder verwundet sein. Der Feind wurde zurückgetrieben. .Eine Truppenabteilung wurde ausgeschickt, um die Angreifer zu verhindern, den Muluyafluß wieder zu überschreiten.
§ Ruppertenrod, 18. Mai. Gestern nachmittag gegen vier Uhr bildete sich direkt über unserm Dorfe ein Gewitter. Obgleich dasselbe räumlich geringe Ausdehnung hatte, war es sehr schwer. Zweimal schlug der Blitz in nächster Nähe des Ortes ein. Ein Strahl fuhr in die Telefonleitung die nach Mücke geht. Auf dem hiesigen Postamt, wie auch in einem Privatanschluß wurden die Blitzröhren zertrümmert. Ein anderer Blitz traf eine Eiche am Hainer- berg. Außer diesen festgestellten Blitzschlägen schlug der Blitz noch mehrmals ein.
= Homberg a. d. Ohm, 18. Mai. Wie wir schon mitteilten, hat sich für das hiesige dem Staat gehörige Schloß ein Käufer gefunden, der 42 500 Mark und für die daneben liegenden Grundstücke 7500 Mark bezahlen rollt Die seither in dem Schloß untergebrachte B e z i r k s k a s s e soll in die Bahnhofstraße verlegt roerben, wozu das Haus des Kreisstraßenmeisters Schaffner für 13 000 Mark erworben werden soll. Mit den Kosten der inneren Einrichtung usw. stellt sich das Gebäude auf 16 000 Mark, so daß dem Staat durch diese Verlegung eine ansehnliche Summe gespart wird.
Kreis Friedberg.
L. Bad-Nauheim, 18. Mai. Die Milchkur- anftalt unserer neuen Trinkturanlage ist vollendet und wird am Samstag mittag dem Gebrauche übergeben. Die Anstalt liegt im östlichen Teile der Trinkkuranlage. Ein geräumiger Saal, der eine schöne Aussicht auf den Jttart bietet« dient als. Wirtschaftssaal, .Alle Arten Vdn WN
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen.
Welteraussichten in Hessen am Samstag Dem 20. Mai 1911: Strichregen, lebhaite nördliche Winde, sehr kühl.
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erst später entschieden werden, wenn die Erfahrungen von auswärtigen Städten vorliegen, die an Ort und Stelle ein- geholt werden sollen.
• • Pfarrpersonalien. Der Großherzog hat den eoang. Pfarrer Karl Vetter zu Klein-Karben auf sein Nach- uchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten )ienfte und unter Verleihung der Krone zum Ritterkreuz 1. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, in den Ruhestand versetzt.
*'Lehrerpersonalien. Der Großherzog hat dem Lehrer Jak. Schumacher zu WormL aus Anlaß seines 50jährigen DienstjubiläumS das Ritterkreuz 2. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Phil. Angel aus Partenheim eine Lehrerstelle an der eoang. Schule zu Wald-Michelbach.
Baupersonalien. Dem Bauaspiranten Albert Conrad aus Gießen (Baubureau Irrenanstalt) wurde die Stelle des ersten Baubeamten der Stadt Neu-Isenburg mit Wirkung vom 1. Juni ab übertragen.
• * Die diesjährige Generalstabsreise des .8. Armeekorps wird unter Leitung des Chefs des General- stabS 18. Armeekorps, Oberst v. Hofacker in der Zeit vom 7. bis 20. Juni d. I. erfolgen. Das Kommando wird in einer ungefähren Stärke von 30 Offizieren, 3 Unteroffizieren, 45 Gemeinen und 50 Pferden ausrücken und die Kreise Hanau, Gelnhausen, Marburg und Biedenkopf berühren.
** In der nichtöffentlichen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wurde Stadtbaumeister Braubach zum Branddirektor gewählt. Zum Armenpfleger wurde Kohlenhändler Hahn und zu dessen Stellvertreter Kaufmann Otto Rath sch lag ge- wählt.
** Schwurgericht. Behufs Bildung der Spruchliste für die am 12. Juni 1911 beginnende Sitzungsperiode des Schwurgerichts für das 2. Vierteljahr 1911 wurden die^Namcn nachstehender Hauptgeschworenen ausgclost: 1. Aug. Jochem, Land-, wirt in Laubach: 2. Christian Jckel, Beigeordneter in Hungen; 3. Karl Schmidt V., Metzgermeister in Hungen; 4. Mart. Dörr, Schlossermeister in Gießen: 5. 211fr. Körte, Professor in Gießen; 6. Georg 2ldam Philipp Pflug, Rentner in Nieder-Wöllstadt; 7. Gust. Krüger, Geh. Kirchcnrat in Gießen; 8. Hch. Flach III., Schreinermeister in Crainfeld; 9. Konr. Stegk, Pächter zu Hof- Ringelshausen: 10. Wilh. Reuß, Landwirt in Echzell: 11. Karl Schneider, Landwirt in Berstadt; 12. Peter Franz Möbs I., Rentner in Nieder-Mörlen; 13. Theodor Ickes, Gemeinderechner und Landwirt in Bellmuth; 14. Adam Dinding VI., Landwirt in llnter-Widdersheim; 15. Karl Hesse, Gutspächter in Otterbach; 16. Hch. Döpfer II., Landwirt in Röthges; 17. 211 fr. Bock, Fabrikant in Gießen: 18. Hch. Größer II., Rentner in Großen-Buseck; 19. Karl Schweitzer I., Landwirt in Ober-Mörlen; 20. Gg. Rockern er, Kaufmann in Schotten; 21. Adam Hofmann, Metzger in Schotten; 22. Karl Vorbach, Mühlenbesitzer in Okarben; 23. Otto Lenz I., Landwirt und Beigeordneter in Effolderbach; 24. Hch. Mäser, Landwirt in Ruppertsburg; 25. Kl. Nieolay III., Wägermeister in Blofeld; 26. Dan. Jung IV., Beigeordneter in Freienscen; 27. Ludw. Dorfeld I., Wirt in Staufenberg; 28. Karl Dorfeld I„ Bauunternehmer in Wieseck; 29. Karl Steller, Rentner in Gießen; 30. Karl Keßler I., Landwirt in Großen-Linden.
* * Landw. Versammlung. Morgen nachmittag 4 Uhr findet in Lich im Gasthaus zum Löwen die Hauptversammlung des Kreis-Rinderzuchtvereins für Sim-


