Ausgabe 
15.4.1911 Zweites Blatt
 
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Zweiter Blatt

(61. Jahrgang

Nr. 89

Erscheint täglich mit AuSnahmr bei 6onntagS.

In

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Die letzt erschienenen

Neuheiten

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sind wieder in grosser Auswahl neu eingetroffen.

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DieKietzener LmniliendlStter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, dal Krdiblatt für den Kreis «letzen" zweimal wöchentlich. Die .Landwirtschaftlichen Lett- fragen" erscheinen monatlich zweunal.

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Käsematte pr. Ct. 56 Pia., Tauben pr. Br. 0,601,00 £)IL Hühner pr. et. 1,001,60 Mk £*abnen pr. Stuck 0,801,80 Aik^ Enten pr. St. 1,80 -2,20 Bit., Gänse da« Pid 75-80 Pfq^ Ochsen- fleisch pr. Pid. 88 96 Pfg^ 3iiudsteisch pr. Pfund 8690 Bia, Kubfieisch 70 Psg^ Schweinefleisch pr. Pfund 7090 Psg Kalo- flcisch pr. Psd. 8892 Psg., Hammelfleisch pr. Pid. 6088 Big., Kartoffeln vr. 100 Kg. 8.00 bis 9.00 Pik., Weihkraut das Stück 20 bis 30 Psg., Zwiebeln per Ztr. 10,0012,00 1UU Milch daS Viter 20 Pig Birnen per Psd. 00-00 Aepfel per Ztr. 10 bis 20 Mk., Sliisse 100 Stück 5060 Big., vcr Ztr. 000, Bohnen per Pid. 0000 Psg Aiarktzeit von 71 Uhr.

Zuchtvereinigung

Alsfeld

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1 S-

Samstag, 15. April (911

Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen Universität! - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienst st eile Gießen.

Derlaui der Witterung seit gestern früh: TaS Tiefdruck- aebiet im Norden Europas hat sich oeistärkt und lagert beute vor der norwegischen Küste. Gleichzeitig besteht über Südiveneuropa em Hochdruckgebiet und bringt bei schwachem West Süd- und Plttteldeutschlaud heiteres und wärmeres Wetter. Ter Norden des Reiches fleht L>ere,ts unter der Herrschaft der Zyklone, es i|t dort windig und trüb. Die nördliche Zyklone zieht südostwärts und bringt Trübung.

WetterauSstchten in Hessen am Sonntag dem 16. Apru 1911: Trübung, stärkerer West, strichweise geringer Regen, kühl.

Markte.

Gießen, 15. April. Marktbericht. Auf heutigem Wochen- marfte kostete: Butter pr. Pfd. 1,201.30 TU Huhitereier 1 St. 78 Pfg.. Gänseeier I Stück 1520Pfg. Käse vr. St. bf.,

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sind ebenfalls wieder in allen Grössen,

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Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberheffen

Aus Stadt und Land.

Gießen. 16. April 1911.

- Der neue Roman, mit besten Abdruck wir in der heutigen Nummer der Gießener Familienblätter be­ginnen, stammt auS der Feder deS bekannten Romanschrist. stellerS Freiherrn von Ompteda und heißt Herzelokde. Mit der ihm eigenen klaren Gestaltungskraft schildert er unS daS Schicksal eine« Offiziers und zweier Frauen, die unser innigstes Mitgefühl erwecken.

Der Berbandstag Hess. Privat-Archi- letten fand am Soirntaa hier ftatt. Architekt Rohr- Worms, 1. Vorsitzender, erstattete den Jahresbericht, Ttrti) dem die Mitgliederzahl gestiegen und die Bestrebungen des Verb indes weitgehende Förderung erhalten haben. Ein offizieller Empfang des Vorstandes im Ministerium gab Gelegenheit -u einer ergebnisreichen, dankenswerten Aussprache durch Anerkenming der Verbandsbestrebungen. Die konkurren^ichen Nebenarbeiten der Beamten sind hier­nach verboten. Auck) die Kreisbauämter werden, durch die Hess. Finanzrefvrm, sich im Gemeindebauwesen mehr als technische Verwaltungsbehörde betätigen. Architekt Küch­le r - Darmstadt gab den Kassenbericht des Verbandes und es wurde ihm Entlastung erteilt. Nach dem einstimmig angenommenen Anträge des Architekten Gewin-Darmstadt ist die Beschickung der s ä h r l i ch e n Ausstellungen den Mitgliedern zur Pflicht gemacht. Das Ergebnis des Verb'andstages war in allen Punkten sehr befriedigend.

♦♦ D i e Ausstellung für baukünstlerische Entwürfe und Modelle in der alten Klinik, Liebig- straße, erfreut sich eines angesehenen Besuches. Nicht nur von der Bevölkerung Gießens, sondern auch aus den be­nachbarten Städten ist eine lebhafte Aufmerksamkeit zu verzeichnen. Fachkollegen suchen in ernstem Studium die dort zur Schau gestellten Baugedanken zu ergründen, und finden auch in diesem Sinne ein reiches Arbeitsfeld. Den ^ichtsachleuten, die sich für künstlerische Bestrebungen in- teresfieren, ist auf leichte Weise Gelegenheit gegeben, sich über die in Hessen bewegenden Architekturleistungen gründ­lich zu orientieren. Neben großstädtischen Geschäftshäusern und Industriebauten sind insbesondere idyllische Lösungen des Einfamilienhauses zu verzeichnen. Die Außen- und Innenarchitekturen sind zum größten Teil in meisterhaft moderner Zeichen- und Malkunst ausgeführt, ein Reinerer Teil in künstlerischer photographischer Aufnahme. Der Be­such der Ausstellung, von 106 Uhr täglich geöffnet, ist sehr zu empfehlen.

Kreis Büdingen.

X Nidda, 13. April. Der Blumentag der Groß- fteraoain wird hier am 7. Mai gehalten werden. An den

Bahnzügen, auf den Straßen, in den Häusern werden durch junge Mädchen die Blumen zum Verkauf angeboten werden. Abends finden in Krafts Saalbau musikalische und theatralische Darbietungen statt, zu denen jedermann gegen geringes Entgelt Zutritt hat. Das engere und weitere Komitee hat alle vor­bereitenden Schritte getan. Tie letzten Frosttage haben an den Blüten, die nahe am Alifbrechen waren, großen Schaden getan. Sind auch die Blütenblättchen in ihrer Hülle noch weiß, der Stempel der Blüte ist schivarz. DaS betrifft namentlich die Kirschen und auch die Jrühbirnen. Gestern starb hier der in weiteren Kreisen bekannte Kaufmann SuSmann. Er stammte auS Homberg in Preußen, wohnte aber schon lange hier. In ihm verliert unsere Stadt einen tüchtigen Bürger, unsere Klrchengemeiude einen regen Vertreter. Er war allgemein beliebt und geachtet.

-n. Von der Ronneburg, 14. April. Die Zweig­vereine Büdmgeu, Gelnhausen, Hanau, Frankfurt und Offen- bach beabsichtigen, am Himmelfahrtage auf der Rönne- bürg ein gemeinsames Volksfest zu veranstalten, daS als .Rönne burgfest" eine alljährlich sich wiederholende Ein­richtung bleiben soll, wenn die Beteiligung dieS wünschens­wert erscheinen läßt.

X. Mittel-Gründau, 13 .April. Einen schreck- lichen Tod erlitt der Landwirt Dauth hier. Er war auf dem Felde mit Eggen beschäftigt, als die vor die Egge ge­launten Kühe scheuten und durchgehen wollten. Dauth tarn dabei zu Fall und geriet unter die Egge, wobei er schwere Verletzungen erlitt, an denen er verschied.

Landwirtschaft.

D e r R i n d v i e b b e 11 a n ö m L-. erliessen stellte sich, soweit er als reinrassig angekört und in das Zucytregister etngelraaeu ist, nach den Festsiellungen des Landwirtschailskammer-Ausschusses vom 1. Januar d. Js.:

Simmentaler-Rasse

Zur Pflege des Haares wird neuerdings das nachstehend verzeichnete Rezept empfohlen, da es sich vortrefflich zur Förderung des haariouchses, zur Be­seitigung der Kopfschuppen und damit zur Vorbeugung der Kahl­köpfigkeit eigne. ,

1 Gramm kristallisiertes Menthol wird zunächst tn 8d G^amm Bay-Rum aufgelöst, alsdann füge man 80 Gramm Livula de . omposte hinzu und - falls man einen Wohlgeruch gern hat em Teelöfielchen voll eines besseren Parfüms.

Das Ganze wird tüchtig durcheinandergeschüttelt und ist dann nach etwa halbstündigem Stehen gebrauchsfertig. Die Anwen­dung geschieht durch leichtes Einreiben in die Kopfhaut, morgend und abends.

Da vielleicht andere Leser dieses Rezept gerne auch probieren möchten, sei hier noch erwähnt, daß dasselbe von jedem Apotheker ober Drogisten nach obigen Angaben leicht zusammengestellt wer­den kann. Bei Verwendung der richtigen Bestandteste in den genannten Quantitäten sollte die Mischung von klarer, gologelber bis lichtbrauner Farbe sein und ihr Herstellungspreis ungefähr 3 Mark betragen.________

Kräftige MuSkel und Knochcuenttvicklnng und blübenbeS Aussehen erzielt man bei Kindern Im zarten Atter durch die Er uährung mit Nestle'S Kinderrnehl. Einfach in der Zubereitung, ausgezeichnet in der Wirkung und billig im Preise. Eine halbe Dose kostet überall 75 Psg. und eine ganze 1.40 Mk Probedose und illustrierte Broschüre gratis durch Nestle Gesellschast, Berlin W. 5/, Blltowstrahe 56 H.______________________________l»«"/»

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Büdingen

260

19

430

Friedberg

534

39

836

Lauterbach

479

35

932

Gießen

3X2

47

698

zusammen 2355

-273

4065

Vogelsberger-

Rasse

Gießen

388

21

340

Schotten

322

85

479

zusammen 710

06

819