Ausgabe 
13.12.1911 Zweites Blatt
 
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Zweites Blatt

161. Zahrgang

Nr. 295

tk-Nch mtt «utnaDme des Bwtnlagk

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660 Tif.

In diesen Klassen werden folgende Bcilr ge erhoben:

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15gebdube verlas, so

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Höchste Temperatur am

0,2 »m.

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Niedrigste v.iedenchlaa:

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Nach der Hölie des I a l) re Zarbe.:S verdien sie- werden für die versicherten Angestellten folgende EehaltSllassen

aenen Villa entflohen waren ?nlc Unge weisen nach Hamburg.

Was bringt die Aiigeftclltenoersichcrnng?

Yon Lande-versia'.amgöLtsessor -cd manu, Lloenimtg i.

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Wat laßet und leistet die «ngeslrMeovtrsicheraag?

Tie *#ie|tmn $eeflleibiatttr4* rnttben dem ,Liuetger^ otermal wöchentlich deigäegl, bat Krdibloti fkr Hi Mrd» »tetzea" zweimal wöchentlich, ^raadwIetlchaNllche» Lett- (regel" erscheinen monatlich zweimal.

GerichtsfaaU

Reimar, 11. Tez. Lie ctroifainmer des Reimern Land» aeticbie beid)ättifli< fiaj in vieriuflia<r cigung mtt u in ' a u g- reim en ^landschein schiede rcien, deren ich der ^eucr der hiesigen Piandiechanstalt m Gemen,schaü mit zivei anderen ttomouzen schuldig gemacht hatte. Ler Inhaber der Wanftlcib» anstatt. TreofuS. wurde zu zwei Monaten deienanui und ifr<u Mk. ivltoüia e wegen Betruges iuiD zu 800 Mk. u>eiOUte1e wegen nnerlaublen Vteuvewerves verurteilt. Ter zivene Hu« »,e,chulbigie, Buettner aus WteSdade». ertytli ivegen veirnge» im tHüd'aüe rin 3abr utdängnie und 1 uo Ml. cheldnia'e, und der dritte A»geschuldigte, l'cvi), vier Monateioesängnia. um vierter Angettagter wurde freigeiprochen.

Pedoissessel und Klosetlstflble, rerstejlbare Bohr - Cniiselon^oe. W* Durch meinen zegenwärtijr grossen Lagerbestand verkaufe leb zubedeutend herabgesetzten Freisen.__________ 7N

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Ekdraiilhte Oefen und Herde falb farö Dorränn und werden yi den bidtQÜcn Preisen abgegeben Ofengeschäft Dürbcck Aavtausga'r»:, Tcl. 589. " ' CQ <-»<»000052

märlte.

fc. RrauThttt a «., JZ. Tez. Heu- und Strobmarkt. Angelo Kren waren 4 Wagen Heu und 0 Wogen Stroh. Man notierte: Heu 4.4U4.6u Ml., Stroh (ftonitangftroo) O.UU-o.OO Alk., Wirrstroh 0,000,0 Mk. Aüe« h'it 6u Kilo. Geschält schleppend. Tie Zuluhren waren anS Lberhessen und dem Kreise Tieburg. Meteorologische Beobachtungen Cer Station (Sieben.

Ph, Henke!

14 Sonnenetraeae 14 empfiehlt L bekinntffutQualität Rohr- 0. ftetoel

Mittwoch, 15. Dezember 1911

SUtarten«btutf und fedeg der YrOdllche» Un»«fuM - v.ich- and ©tembrüdem.

R. Sonß«. Sieben.

Äebflhten, Erpedirion und Trude tri: Bcbu!» strod» 7. Ervedinon und yeriag fcHN 5L «edakNEwE llT rcl-ridr^ ÄnzetgerGieira.

aebildet:

Klasse A bis zu

, B von mehr als , C ,

. D , ,

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, 0 , , ,

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1L di« 12.

11. , 12.

Sn »ehauoklasse A ein Monat-beitrag von 1,60 Ml. . _ B , , , MO .

Sport.

Rudern. Am Scan-.. j t.i a un DootLhau- M 91 ubei* (lubLMaffia" die Vertetlung bei wm Vorstand für bic beftc Fahie-Ictstung im Rudern ausgeschriebenen üüouikterpieise» statt, d.'ach Ausweis deü Fahrtenbuches sind in der diesjährigen Rudersarion von 46 Ruderern, darunter 6 studierende und eine Vierer-Mannschaft des kaiser-LuHc.m-Regiment-, insgesamt bU4 0 ahn en ausncmhrt und habet 1232,3 Silorncer zurückgelegt mor- ben Ten Ätlz-nteferprcid, beste Hk nd in einer silbernen Violette, errang Karl Ioedt mit *223 Fahrten 103,7 Kilometer. Wcitcre vorzügliche sportlrittnugen eizicltcn Sarl Wenzel 19.» Fahrten 357,3 Z.üomctcr, L 3oebt 190 Ehrten 343,5 Kilometer, vcrnmnu Kuiier A ' nährten 309,7 Kilometer, H. Rohr­bach 169 Wahrten *293,6 Kilometer. 1*. Renzel 173 Foyrtcn 2ti2 Kilometer, Karl So.nmcrkvrit 16o Zährten 239,1 Kilometer, ^rnst jiobcl 113 ucbTkn 206,3 Htlontcicr, omiOkibe 105 Wahrten 192 Kilometer, E. k?itt 103 Sahnen lbu,b Kilometer, Karl L9ols 39 sZahrten 151,8 üunmetet, jrib Lcliüstler 90 stahrten lab.l Kilometer, G. Teruscher 63 Zahnen 127,7 Kilometer, O. Bah 53 Zahnen 93,6 Kilometer, Karl fcullct 44 Mahnen /8,3 Kilo- meter. Ttese Ruderer erhielten mit der Kludslagge geschmudte iAebrauchSgegenstünde als Anerkennung.________________________

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Diese Beiträge werd n von den Versicherten und ihren Arbeitgebern je zur Hälfte aufgebracht. Beschäftigen mehrere Arbeitgeber den Versicherten während de§ Nonuts oder findet die Beschäfligmtg nicht den ganzen BeitragS- monat hindurch statt, so hat jeder Arbeitgeber acht Han- dertstel bcö für die Beschäftigung gezahlten Entgelts als Beitrag zu zahlen. Tie Beit rag Leistung erfolgt in an­derer Weise wie bei der Invalidem?eriicherung. Zunächst werden die Beiträge nicht wöchetitlirl), sondern monatlich gezahlt, und zwar sind sie an die dafür zu errichtenden Beitragsstellen abzufuhren. Ticje Beitrogchtetlen quit­tieren über den Empfang der Beiträge durch llebersendung von Marken an den Arbeitgeber. Letzterer Hebt die Marken in die Qutttungskar-e des BersicheNen ein. Tiefe Quit­tungskarten sind nicht identisch mit den QuittungSkarten der Invalidenversicl)erung. Es kann eine andere Quit- lungsleistung und Beitragszahlung zugelassen werden.

Auf Erund dieser Beiträge erhalten die versicherten Angestellten ein RulKgeld, sobald ,ie 65 Jahre alt find oder scbon früher, wenn sic vor diesem Zeitpunkt beruss- unsähig werden. Ferner wird der Witwe cineö verstör- Venen versicherten eine Witwenrente gewahrt, auch wenn uiDalibilut nicht vorlicat, und den hiinerbliedenen »tin- bem unter 18 Jahren Waisenrente. In Ausnahmefällen erhält auch der Hinterbliebene Witwer einer verstorbenen weiblichen Angestellten eine WiUverrente.

Tas Ruhegehalt der Angestellten betragt nach Ablauf von 120 Bciiragsmonaten ein Viertel der in dieser Zeit entrichteten Beiträge und ein Achtel der übrigen Beitrage. Tritt bei weiblichen Versicherten der Vcr,icherungsfall nach Ablauf von 60 Beitragsmonaten und vor Vollendung von 120 Beitragsmonaten ein, so beträgt das Ruhegeld ein Viertel der in den ersten 60 Beitragsmonaten entrichteten Beiträge. Ein Retchszuscl/uß wird nicht gewahrt. Hier­nach können sich die Bereicherten die zustchenden Renten jederzeit berecimen. Wenn ein Versicherter mit einem Ge­halt von 20002500 Mark zehn Zai-re hindurch Beiträge in der Klasse F leistet und dann berufsunfahig wird, so sind für ihn cingezahlt 13,20 Mark (Monatsbeitrag) x 12X10 - 1584 Mk. Das Ruhegcholt betragt also cm Viertel davon, = 396 Mk. Tritt die Berussun^higkeit erst nach 20 Jahren ein, so eri-oqt sich die Rente um ein Achtel der weiter eingezahlten Beitrage, also um 1^4 Mk. 8 - 198 Mk., so da st das Ruhegehalt im ganzen 594 Mk bctcäat Liegt auch Invalidität tm 3mnc der Reichsversiä^e- runasordnung vor, und hat sich der Ber.icherte nach den Bestimmungen der Reiche versicl)erungSordnung werter vn> Mert, so kommt zu diesem Ruhegeld die rerch-gcsetzliche Invalidenrente. r . . . .. ,

Die Witwen- und die Wuwerrent» betragt zwei Fünstel bc5 Ruhegeldes, das der Ernährer zur Zerr seines Todes bezog oder bei BcrufSunfähigkeit bezogen batic Waisen

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für O'oerhesjen

EingejanSt.

(öür Form und Inhalt aller unui Die .1 JlabtU stchenben 'Jltlilel ubvintmmt die Revaktion dem 'L'id >lum ocgcnflb-c lemcrki Verantwortung.)

L j ch. Jede Stabt und jedes Torf, welche Bahnstationen iinb, beiidcn einen sauberen Weg ober vuhstcig zum Bahnhof, nur Lid, nicht. Wenn man das Bahnhossgebaude verlagr, so mun man durch einen dicken Schlamm waten und in die 'Psutzen treten, die zum Teil schon auf dem Burgerueig ausyebenert sind, ab.* doch noch genügend vorhanden sind, um na||c Füste zu erhalten. Tann ist oie Uebersahrt am scliwersten zu pafitcren US würd' zum Wohle der Stadt dienen, wenn bad -trottoir, dar bei d-m 'tzellersdKn Lager endet, bi- -um Bahnhofsgebäude bal­digst ergänzt würde. Immer ist noch eine schwer pafiterbarc Stelle vorhanden, bic öetterbrüde, auf deren Bürgersteig das Regenwasser in ben Fugen wochenlang stehen bleibt. Wie mir bereits zu Obren gekommen ist, soll diesem Uebelilanb durch Erweiterung bc4 Bürgersteigs abgeholfen werden. Aber es wäre sehr zu enipfehlen, die beiden Stellen von Wasser und Schlamm

erhalten je ein fünftel, Doppelwaisen je ein Drittel dcS Betrages der Witwenrente, jedoch dürfen die Hinterblie­benenrenten zusammen den Betrag des RuhegädeS nicht übersteigen.

CS ergibt sich hieraus, dast üch die Berechnung der Renten viel günstiger gestaltet, wenn in den ersten zehn Zähren '. ohere B:uragc entrichtet sind, und da if: es beim uon besonderer Bedeutung, dast die Verncherten bis zum vollendeten 25. Lebensjahre in eine bonere GehaitLLas>c als der ^>ohe ihres ,^tthreSarbeilSverbiciistes enuprecheud nbcr.rc.cn können. Amt) wenn der ItthrcSarbeitSverdienst finit, ist Weiterocrsicherung in der höheren Lohnklasje äulässig.

2ic Wartezeit betragt beim Ruhegeld für männliche Versicherte 120 BeitragSmona.c, für weibliche Versicherte 60 Beuragsmonate, bei den Hinterbliebenenrenten wieder 120 Leitragömonaie. linier Umständen ist sie langer. Zur btc erjicn Za. re sind jedoch Ucbergang: uchimniungen ge­troffen. Die Reichsver ittierungr an stau kann nämlich in ben ersten drei Zähren nach Ziilrafttreten des Gesetzes ein­zelnen Vcriicherien nach vorhergci/ender ärztlicher Unter­suchung gef:nircn, bic Wartezeit zum Bezüge der Leistungen durch Einzahlung der entsprech.nden Vramicnreicrve ab- zulurzen. Zur Erfüllung d.r Wartezeit bei bat Hinter­bliebenenrenten genug: ferner in ben ersten zehn Zähren nach Znlrasttreten des (bejeyeS das ^uriidlegcn von icchztg Beitragsmonaten auf Grund der Versicherungspflicht.

Zur Abwendung drohender BernfSunfähigleit kann cm HeilvcrfahLcn gcwäi-rt werden, ferner an Steile von Ruhe­geld und 9lciuc Lcrpf.egung in einem Znvalidcu- ober Waisenhaus. Wenn weibliche Personen ocriierbcn ober hei­raten, ohne in den Genust von diente gelangt zu sein, so besteht ein Anspruch aus Erstattung der Häl|te der für stc geleisteten Beiträge, ^cun Ausscheiden aus der versiche- rui'.gspflichtigen Beschäftigung wird weiblichen Personen auch an Stelle der ircnuiliigcn Weiterocrsicherung oder der Erstattung von Betragen eine Leibrente gewahrt.

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Spionage in Deutschland.

Ter Schu tz in annElaust in Wilheimöhavcn ist unter dem ernstesten Verdacht schwersten Landesv erratS verhaftet worden, und man hat bei ihm in feiner Woh­nung, wie gemeldet wird, das hübsche Sümmchen von 75 000 Marl gefunden, die ihm von englischer Seite als Sünderlohn für den Verrat fernes Landes gezahlt woroen waren. Schon diese Summe, die selbstfür Spionage- Honorare" nicht ganz alltäglich ist, hätte, so schreibt die Post", den deutschen Behörden zeigen muffen, was für ein schwerer Junge und eine wie wichtige Persönlichtcit des englischen Spionagedienstes chr da ins Netz gegangen mar, ganz abgesehen davon, dast auch die bei ttlauö ge­fundenen Aufzeichnungen und das Verhalten der übrigen verhafteten Komplizen Herrn Clauß als das Haupt der ganzen Spion enbande erkennen ließen Man hat den guten Clauß also pflichtgemäß verhaftet und ihn in Kummer Sicher gebracht, und aus feiner Zelle hat sich nun der Schwerverbrecher nachts froh und munter wieder seitwärts in die Büsche geschlagen. Wie war das möglich? Man steht vor einem Rätsel. Da nicht wohl anzunehmen ist, daß die Mauern des Wilhelmshavener Untersuchungsgefängnisses aus Rabitzwanden bestehen, oder daß die Eifengittcr vor den Remtern aus Blumenoraht ge­zogen sind, so bleibt die Flucht des Verhafteten unerklarluh.

TieBraunschweigische LandeSzeitung" berichtet ferner, daß die nach der Verhaftung von Clauß vorgenommene Untersuchung die Notwendigkeit ergab, mehrere andere Per­sonen gleichfalls festzusetzen, die in einem Gartenhause unangemeldet wohnten. Man wollte nun in der folgenden Nacht das Nest ausnehmen. Als man dort aber einbrang, fand man keine Spur mehr von ihnen vor; sie waren auf unerklärliche Wrnsc verschwunden. Gleich­zeitig entdeckte man im MUitärgesangnis, daß auch der Dcrfjafietc Schutzmann Clauß entflohen war, vermutlich mtt Hilfe der bereits aus dem Gartenhause entwichenen Helfershelfer, die, nne sich später herausgestellt hat, durch einen unterirdischen Gang nach einer nahegele-

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