161. Jahrgang
Zweites Blatt
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Der ttalienisch-türilsche Krieg.
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Eintritt frei
Nr. 250
Gießen ab 11®21
Schiffenberg an 1152, ab 1152 Gardenteich an 115®, ab 1122 Lich an 1222, ab 1221 Langsdorf an 122L ab 1222 Hungen an 1212, ab 1212 TraiS-Horloff an 12«, ab 12« Ober-Widdersheim an 12« ab 12« Borsdors an 122«, ab 1237 Nidda an 125®.
Alle Züge sühren 3.-4. Klaffe.
" Kandidaten für das höhere Lehramt. Am Schluffe des Sommersemesters 1911 haben hier 74 Kandidaten die Prüfung für das höhere Lehramt bestanden, und zwar 4 mit der Note ausgezeichnet, 24 mit sehr gut, 28 mit gut, 18 mit genügend. Ihrer Vorbildung nach verteilen sich diese Kandidaten, n. d. .Tarmst. Ztg.^, folgendermaßen auf die drei Gattungen der höheren Schulen: Gymnasium: ausgezeichnet 3, sehr gut 12, gut 11, genügend 8, zus. 34; Realgymnasium: ausgezeichnet 1, sehr gut 7, gut 10, genügend 6, zus. 24; L berrealschule: sehr gut 5, gut 7, genügend 4, zusammen 16. Als Hauptfächer haben 28 die neueren Fremdsprachen, 15 die alten Sprachen, 28 Mathe-
Zug 4067:
Hungen ab 7"
Villingeu an 7”, ab 780
Wetierseld an 7**, ab 7"
Laubach an 7i0, ab 800
Laubach-Wald an 807, ab 8M
Freienseen an 8“, ab 816 Weickartshain an 8”, ab 8” Stockhausen an b”, ab 8” Mücke an 8“.
Zug 4507:
Hungen ab 825
Langsdors an 921, ab 922
Lich an 92®, ab 912
Garbenteich an 922, ab 921 Schiffenberg an 922, ab 9®£ Gießen an 912.
Zug 4509
Nidda ab 1221
Borsdors an 122_7l/>, ab 122®
Ober-Widdersheim an 12®, ab 125
Trais-Horloff an 12®, ab 112
Erscheint tligllch mit Ausnahme des Sonntags.
Die „Eichener Zamillenblätter- werden dem .Anzeiger* Biennal wöchentlich beig-legl, da» „Kreiiblott für den Krtls Siehen" »weimal .vöchentlich. Tie „landwirtschaftlichen SeU.
fragen" erscheinen monatlich irocnnoL
Akts Stadt und Land.
Gießen, 24. Oktober 191L
Triebwagenfahrten.
Am 1. November treten an Stelle der vorgesehenen Tricbwagenfahrten, die noch nicht zur Ausführung kommen können, Lokomotivdampfzüge und zwar in folgenden Fahr-
Die Wahlen in Elsatz-Lothringen.
Straßburg, 23. Okt. Nachdem nunmehr aus samt- lichen. Wahlkreisen die E r g e b n i s s e der gestrigen Wahlen vorliegen, ergibt sich einstweilen folgender Besitzstand der Parteien in der neuen Kammer: Zentrum 18 (dazu gerechnet die Nationalisten Wetters, Pfleger und Gilliot), Liberale zwei (Wehrung und Michel), Lothringer Block neun, Sozialdemokraten fünf und ein unabhängiger Agrarier (Rudolph).
Tic Nachwahlen sind in 25 Wahlkreisen am kommenden Sonntag vorzunehmcn.
’ktplatz U.
In Den Ghast.
Die Agenzia Stefani meldet aus Ben Ghasi von heute: Tie türkischen Truppen, die sich am 19. und am Morgen des 20. Oktober der Landung der italienischen Trirppen widersetzt hatten, hatten sich später in Unorb» nung in das Innere des Landes zurückgezogen, wo sie sich gegenwärtig wieder sammeln. Wie es scheint, sind sie auch im Besitz einiger Kanonen. Truppen von Beduinen be un ruhigcnauchweiterhin zur Nachtzeit unsere vorgerückten Posten, ohne ihnen indessen Schaden zuzusllgen. Unsere militärische Lage ist gut und bessert sich vollständig, ebenso die poetische Lage. Mit der Ent- waffnung der Bewohner der Stadt und der Umgebung fährt man fort. Tic Häupter der Grcnzstämme stellen sich jetzt ein, um sich Italien zu unterwerfen. Tas Truppenkommando trifft Vorkehrungen, um die verschiedenen Tienstc in Ordnung zu bringen und die Landung des Materials zu beschleunigen, die wegen der stürmischen See und infolge , Mangel an geeigneten Hilfsmitteln gegenwärtig ziemlich langsam vor sich geht.
wechsel im englischen Kabinett.
London, 23. Okt. Im Kabinett traten folgende Aen- dcrungen ein: Carrington wurde zum Lordgeheim- iegelbewahrcr ernannt. Mac Kenna übernahm das Staatssekreiariat des Innern, Churchill wurde erster Lord der Admiralität, Hobhouse Kanzler des Herzogtums Lancaster, Runciman Landwirtschaftsminister- Pease Unterrichtsminister. Ferner wurden Mac Kin- non Wood zum Finanzsekretär im Schatzamt, Ackland zum Parlamcntsuntersekretär iin Auswärtigen Amt, Lucas zum Parlaments-Untersekretär im Landwirtschaftsamt und Emmett zum Parlaments-Untersekretär des, Kolonialamts ernannt.
Zug 4068: Mücke ab 11“ Stockhausen an 11“, ab 11“ Weickartshain an 11”, ab 11“ Freienseen an 11“, ab 11“ Laubach-Wald an 11", ab 11" Laubach an 11M, ab 1161 Wetterield an 12", ab 12“ Billingen an 12“, ab 12“ Hungen an 12“.
Die Aushebung der hilsUassengesetzer.
:: Berlin, 23. Okt.
Ter Reichsversicherungsausschuß setzte heute die Beratung des Gesetzentwurfs über die Aufhebung des Hilfskancn- gesetzes fort. Er wird die erste Lesung morgen zu Ende fuhren und vermutlich daran sofort die zweite Lesung schließen. Tann beginnt die Beratung des P r i v a t b e a m t e n g e s e tz es , also morgen oder spätestens übermorgen. L D .
Neber die kleinen Hilfskassen wurde auf Grund eine» konservativen .Antrags in 8 4 des Gesetzentwurfs folgender Beschluß gefaßt '^brsichcrungsvercine, deren Leistungen in den Grenzen des 8 508 der Reichsversicherungsordnung bleiben, sind ledensalls dann als kleinere Vereine im Sinne des § 53 des Gesetzes über die privaten Versicherungsunternehmungen anzuerkennen, wenn sie Teilt Sterbegeld oder ein solches von weniger als 300 Mark zahlen. _ r £ .. .
Sodann wurden die bei 8 3 zu ruckgestellten Anträge der Sozialdemokraten beraten, die eine Sicherung gegen Verbote von Kassen aus politischen Gründen einsühren wollen. Als §3a_nnrb entsprechend § 354 R. V. O. die Bestimmung emgcsugt, daß ,die politische oder religiöse Ueberzeugung oder Betätigung der Kapen- mitglieder oder Kassenbcamtcn an sich nicht als Grund für die Niriilgenebmigung von Kassen gelten darf. Mehrere sozialdemo- kratische Anträge, die in ihrer Tendenz, dem Gesetz betretend dte .Haftung des Reiches für seine Beamten entsprechen, werden unter Hinweis aus das Gesetz als überflüssig abgelehnt. Es wurde sodann eine Bestimmung eingeschaltet, die die Etnberusung der Hauptversammlung, die Wahlsristen, Ersatz der Reisekosten und Auslagen und des entgangenen Arbeitsverdtenstes für dte Teil- nchmcr an der Hauptversammlung regelt. Weiter wurde nahezu einstimmig folgende Bestimmung auf Antrag der Sozialdemokraten cingesügt: Ter Ausschluß des Rechtswegs wegen der den MU- ! gliedern zustehenden Rechte ist unzulässig.
Tie Weiterberatung wurde dann auf morgen vertagt.
zum Rebstock
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•5. Chobtr 1911;
»chtfest 5
Rllsieiich mit Staut, ein Aagaet Lamm.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhehen
Zur Bekämpfung dc8 BaufchwindelZ.
Man schreibt uns aus Berlin: , I
Von vcrschiedeiten Handwerkskammern ist in letzter Zeit die Forderung erhoben worden, ben zweiten Abschnitt des Rcichsflesctzes über die Sicherung der Bauforderungen unverzüglich in Kraft zu fetzen, um den Bauschwindel wirksamer bekämpfen zu können. Tiefer zweite Abschnitt handelt bekanntlich von Neubauten und trifft Schutzbestimmungen für die Lieferanten des Baues. So soll u. a. ein I B a u s ch ö s f c n a m t eingerichtet werden, für nicht befriedigte Baugläubigcr wird eine Bau Hypothek eingeführt, welche Priorität vor der Baugcldhypothek hat. Es wird nun behauptet, das; seit dem Jahre 1904 den kleinen Handwerkern 10 Millionen Mk. durch Bauschwindcl verloren gegangen seien. Ten Klagen aus Handwerkcrkreisen ist die Reichsrcgicrung in bett letzten Wochen nachgegangen und hat diese Klagen erneut geprüft. Nach der Meinung der maßgebenden Regierungsressorts besteht zurzeit kein dringendes Bedürfnis für die Einführung dieser Bestimmungen, die bekanntlich nur fakultativ vom Reichstage bc- schlVisen worden sind. Nach den Ermittelungen, die in neuerer Zeit angcstellt worden sind, hat cs sich heraus- gcstcllt, daß der Bauschwindcl im allgemeinen nicht so umfangreich betrieben werde, wie man annimmt. Sehr häufig'sind die Handwerker selbst schuld an den Verlusten, weil sic die Verhältnisse ihrer Auftraggeber zu wenig prüfen. Man ist der Meinung, daß durch schärfere An- wendung des § 35 Absatz 5 der Reichsgewerbeordnung' (Untersagung der Ausübung des Baugewerbes bei erwiesener Unzuverlässigkeit des Bauherrn) und auf dem Wege der Treuhändlervcrmittlung genügende Abhilfe geschaffen werden könnte. Tie Inkraftsetzung des zweiten Abschnitts des Reichsaesctzes für das gesamte Reichsgebiet würde nicht unerhebliche wirtschaftliche Eingriffe für die Kommunalverwaltungen bedeuten, eine Stagnation des Bauens veranlassen, den Arbeitsmarkt einschränken, und das Bauen noch mehr verteuern, namentlich durch die erheblich erhöhten Kosten der Baugcldbeschaffung. Die Nachteile würden somit die Vorteile überwiegen. Wenn tatsächlich in einzelnen Gemeinden der Bauschwindel einen größeren Umfang annehmen sollte, so bleibt es diesen Gemeinden überlasten, Anträge auf Einführung des zweiten Abschnitts des Reichsgcsetzes für die betr. Gemeinde bei der Regierung zu stellen.
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Hungen an 1£.
Auf der Strecke Hungen—Friedbe rg Zug 4058: ab 2“
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Auf der Strecke Hungen — Mücke:
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Dienstag, 24. Oktober 19U
Rotationsdruck und Vertag der vrühl'scheu Unroerfttäta • Buch- und Creindruckeret.
R. Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- ftraße 7. Expedition und Verlag: 5L
Redaktion:^« 112. Tel.-Adr^ AirzeigerGießen.
Deutsche Kolonien.
— Der vorzeitige Heimats urlaub de? Gouverneurs von R c ch c n b c r g wird in der Presse als ein Snmpton für den Rücktritt des Gouverneurs auf- gefaßt. Wie wir aus Berlin hören, wird diese Auffassung n maßgebenden Kreisen nicht geteilt. Herr v. Rcchenberg hat zwar den Posten in Ostafrika nur ungern übernommen, hatte sich aber in dem Jahre seiner Amtsführung gut ein- gelebt und sich auf seinem Posten gut bewährt Irgend welche Rücktrittsgedanken hat der Gouverneur bis jetzt nicht verlauten lassen, man nimmt deshalb auch an, daß der Gouverneur im nächsten Jahre in die Kolonie zurückkehren wird, wenn es sein angegriffener Gesundheitszustand erlauben wird. Maßgebend für die vorzeitige Heimkehr war der Beginn der heißen Jahreszeit, der er auf Anraten eines Arztes diesmal auswcichcn sollte. Seme Anwesenheit in Berlin wird der Kolonialverwaltung bei der parlamentarischen Vertretung der neuen ostasrikanischen Bahn- orderungen sehr zustatten kommen. Tie Aufgaben, die n Ostafrika in den nächsten Jahren zu lösen sein werden, erfordern eine starke Persönlichkeit^ die man in Herrn 0. Rechenberg gefunden zu haben glaubte, so daß ein Wechsel im Gouvernement lebhaft zu bedauern wäre.
Zug 4054:
Hungen ab 9"
Inheiden an 9n, ab 9”
Obbornhoien-Bellersheim an 980, ab 9" Berstadt-Wohnbach an 9", ab 9M WöllerSheim-Södel an 9", ab 9" Melbach an 9M, ab 9", Beienheim an IO01, ab 10°’ Torhcim an 10", ab 10" Friedberg an 10"
Zug 4055:
Friedberg ab 11"
Dorheim an 11", ab 11“ Beienheim an 11“, ab 11“ Melbach an 12°7, ab 12" Wöllersheim-Södel an 12", ab 12" Berstadt-Wohnbach an 12", ab 12" Obbornhcüen-Bellersbeim an 12”, ab 12” Inheiden 12", ab 12"
Ncuverx- "S-K-
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politische Tagesschau.
lieber ben -lnieihebedarf PreuhenS
schreibt man uns: Es dürste bereits heute seststehen, daß die prcußisme Finanzverwaltung im nächsten Jahre ohne eine neue Staatsanleihe nicht auskommen wird. Nachdem Preußen in diesem Jahre trotz erheblicher Ausgaben im Verkehrswesen ohne eine Anleihe ausgekommcn ist, ist beabsichtigt, im nächsten Jahre große Summen für eme Vermehrung des Wagenparks bei der Preußischen Staatsbahn bereit zu stellen, die auf dem Wege der Anleihe gedeckt werden soll, dazu kommen die Kosten für die beabsichtigte Elektrisierung der Berliner Stadtbahn. Tic Vermehrung des Wagenparks ist notwendig geworden durch die große Inanspruchnahme der Güterwagen im letzten Jahre, in dem infolge der Dürre die Schiffahrt zeitweise gänzlich aussetzen mußte. Auch die Klagen ans dem rheinisch-westfälischen Kohlenrevier über die Nichtgestellung von Güterwagen haben dazu geführt, dem Gedanken einer Vermehrung des Wagenparks näher zu treten. Tie neue preußische Anleihe dürfte erst in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres gegeben werden. Was das Reich anbe* langt, so hofft man, im nächsten Jahre mit Rücksicht auf | die steigenden Einnahmen des Reichs ohne Reichsanleihe! auszukommen.
Tie Vorarbeiten fiir die gesetzliche Negelnng des Postschekverkelirs werden in nächster Zeit abgeschlossen werden, nachdem das Reichspostamt die Wünsche der Interessenten nach deren Anhörung geprüft hat. Eine Reihe berechtigter Wünsche aus diesen Kreisen wird Erfüllung finden, dagegen hat die Reichspostverwaltung eine Vermehrung der Postscheckämter abaelchnt, weil durch eine Vermehrung der Aemter der .Geschäftsgang noch schleppender werden würde und vielfache Klagen, die heute in dieser Richtung schon laut geworden sind, noch verstärken lassen. Es sei darauf hingewiesen, daß in Oesterreich nur ein Postscheckamt in Wien besteht und diese Einrichtung zu Klagen kaum Veranlassung gegeben hat. Auch aus technischen und finanziellen Gründen ist es nicht möglich, jeder Provinz ein Postscheckamt zuzn- gestchen.
plänen: Auf der Strecke Gießen—Nidda
Zug 4508:
Deutsches Reich.
Die „Norddeutsche Allgemeine Zcitnng" schreibt: Ueber die dem Ausnahmetarif sür Fu11cr - und Streu- mittel zugrunde liegende Absicht antwortete der Minister der Oeffentlichen Arbeiten auf eine Anfrage derDeut- schen Land wir tschaftsgesell schäft, die Frachtermäßigung fei ausschließlich den Verbrauchern von Futter- und Streumitteln zugedacht, damit die Folgen der ungünstigen Futterernte für die Viehhaltung gemildert wur- den. Ter Tarif selbst drückt diese Absicht dadurch aus, daß er nur auf Sendungen mit überwiesener Fracht (Zahlung der Fracht durch den Empfänger) angewendet werden kann. An der Tarifgrundlage ändert sich durch die Neuausgabe des Tarifs vom 22. September 1911, die auch die Sendungen von Händler zu Händler einbezog, nichts. Verweigert ein Teil der Verkäufer den Verbrauchern tue Ermäßigung, so verstößt dies gegen die Absicht des Tarifs. Es möchte zunächst abzuwarten sein, ob dte notige Aufklärung genügt, die fraglichen Handelskreise im wohlverstandenen eigenen Interesse zu dem Aufgeben einer derartigen ! grundsätzlichen Weigerung zu bewegen.
Zu den deutsch-französischen Komp ensa- tionsverhandlungenüber den Kongo verlautete am gestrigen Montag im Reichstag mit großer Bestimmtheit, daß diese Verhandlungen kurz vor dem Abschlüsse ständen und der Vertrag in spätestens einer Woche unterzeichnet werden würde. Nach Vereinbarung der betberfeihgen Regierungen sollen die Marokkoanfragen in Berlin und Paris in der zweiten Novemberwoche beantwortet werden. Im Reichstage werde dies wahrscheinlich am 8. oder 9. No
vember der Fall fern. .
Ter Vertrag zwischen dem Deutschen Rerche und Großbritanren über die gegenseitige Auslieferung von Verbrechern zwischen Deutschland • ,und aewifsen britischen Protektoraten in Afrika bestimmt,
Neue Angriffe der Türken in Tripolis. baft ber Auslieferungsvcrtrag vom 14. Mai 1872 sich auch
Tripolis, 23. Okt. (Agenzia Stefani.) 4-ie letzte britischen Protektorate in Afrika erstrecken soll. Es
Nacht ist ruhig verlaufen. Heute morgen hat von einigen 1 , ,urxff{q die zwischen beiden Staaten beliebte Aus-
Trupps arabischer Kavallerie und einigen re- J narf) Verständigung der beiderseitigen Re-
gulären türkischen Soldaten ein Angriff aus . ' » - anbere britische Protektorate auszudehnen,
verschiedene Punkte stattgefunden. Ter Angriff war gegen » Oberlandesaerichtsrat Tr. Schultz- Frankfurt a. M. V2IO Uhr überall zurückgeschlagen. Zu dieser Zeit jedoch be- be Reichsgerichtsrat ernannt.
gönnen einige Araber der Oase hinterrücks aus die Vor- $ie delegierten und Geschäftsführer sämtlicher Zweig- postcn zu schießen. Man hat deshalb strenge Maßnahmen oraanifationen des H a n s a b u n d e s sind zu einer außer- zur Turchführung der Waffenauslieferung ergriffen und o-rdentlichen Tagung auf den 7. November in B er- zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. liu in den Sälen der Handwerkskammer einberufen
Tie allgemeine Lage ist, so meldet das amtliche italre- ro0I^ctL
uische Bureau, weiter nach wie vor befriedigend. Die Mesi TeT gemeinschaftliche Landtag des Großherzog- duugeu aus dem Landesinnern lassen glauben, daß sich e 06ur g*öotl)a nahm die vom Landesausschuß die Araber in einem Zustande der Ungewißheit be- .. Staatsregierung gerichtete Teuerungs-Ent- linden wie seinerzeit in Tripolis vor unserem entscheiden- . . .. - den Vorgehen. Sie zögern, eine bestimmte Partei zu er-1 • J, d. «
an die Staatsregierung gerichtete ^euerungs-^ni- schließung an in der die Regierung dringend ersucht , .. v r . . . X... . . «wird, alle Maßnahmen zur Linderung der Teuerung der
greifen, weil sie Vergeltungsmaßregeln seitens der -^rfei o b ' ■ te( und Futtermittel zu ergreifen.
befürchten, solange sie nicht endgültig von ihr erlöst nnd. ~ --.. ■■■»■
Zwei Nonnen, die sich gestern nach Terna einschiffen woll-! Ausland
tcn, erzählen, daß sie von den Türken in Derna gefangen 1Lincinnati ist unter großen Feierlichkeiten ein I ah n-
geietzt, von den Arabern aber aus Tanibarkeit für früher ^nkmal ein Geschenk des Deutschtums an die Stabt, enthüllt erwiesene Pflegcrmnendienste befreit worden feien. Aus ift bQ§ erste Jahndenkmal Amerikas.
der Türkei treffen noch fortgesetzt chiffrierte Briefe und ^er persische Med>aitis hat ein u:ues Wahl- Tepejchcn ein, was hier die Vermutung veranlaßt, daß die gcsek angenommen, nach Dem die Zahl dec Abgeordneten 136 türkische Regierung das Volk glauben machen will, Tripolis beträgt. Tas pasiche Wchstr.cht b: !.u ;.....3: verbuche
sei noch gar nicht von den Italienern okkupiert. I Bürger, das Wahlsystem ist direkt.
me
,eit Jahren bewährt I jrkannt beste ■ Ofenpolitur I macht Herde nnd serne Oeten
mühelos ss”/, I schwarz glänzend, ibt nicht! Riecht nicht' |
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