Ausgabe 
16.2.1911 Erstes Blatt
 
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Das Holz lagert in der Nähe der KreiSstratze Dudenrod- Wolf und ist sehr gut abfahren.

Ein Pollzeidiener ist am Bahnhof anweiend, der Steigerer, die mit dem 10 Ubr-Zuge ankommen, an Ort und Stelle führt.

Zusammenkunft vormittags 10 Uhr aus dem Sandhof. Ab­marsch um 9'/« Uhr vom Gasthaus zum Stern.

Büdingen, den 13. Februar 191L

Grohh. Bürgermeisterei Büdingen.

Holzverfteigerung.

Mittwoch den 22. Februar l. FS., vormittags 1OV8 Ubr anfangend, komm: im Budinger Stadtwald in den Dlstriklen Kallenwiesenrain und Salzlache nachstehendes Nutz- und Brennholz zur Versteigerung: v L ,

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28 Stück desgleichen, 1116 Ctm. Durchmester, 1220 Mn Lange. 7 Fftm. Inhalt.

200 Stück Fichten-Derbstangen, 610 Ctm. Durchmesser, 612 Mtr Länge, zu Leiterbäumen und Gerüst-Stangen iauglich.

2. Brennholz.

Bekanntmachung.

Es ist eine Beratungsstelle für Säuglingspflege rn Büdingen errichtet worden, die den Zweck bat, Müttern unentgeltlich ärzt licken Rat in Ernährung und Pflege ihrer Säuglinge zu erteilen. Diese sollen möglickst früh nach der Geburt» zur Matserteilung und regelmähigen Beobachtung zur Beratungsstelle gebracht werden. In geeigneten Fällen wird auch die Unterstützung durch Lieferung guter Milch, oder Gewährung von Sllllprämien oder Kiuderwäsche ermöglicht werden.

Leiter der Beratungsstelle ist Herr Dr. med. Otto Brettel. Sprechstunde findet alle 14 Tage Freitags, von 1011 Ubr vormittags, beginnend Freitag den 24. ds. Mts. in einem Zimmer des neuen BolkSi'chulgebäudes (Erdgeschoß) statt.

Ich fordere alle Beteiligten aus, vertrauensvoll tue Hilfe der Beratungsstelle in Anspruch zu nehmen und bitte die Bevölkerung, vor allem die Herren Aerzte, die Hebammen, die Stadtschwestern, die Krankenkassen und die Damen des Alicefrauenoereins der Einrichtung ihr lebhaftes Interesse zuzuwenden und anregend aus den Besuch der Stelle hinzuwirken. (Bd18/,

Büdingen, den 13. Februar 1911.

Der Vorsitzende der Zweigstelle im Kreise Büdingen:

Boeckmann.

Bekanntmachung.

Betreffend: Kriegsbeorderungen.

Die Mannschaften des Beurlaubtenstandes werden daraus auf­merksam gemacht, dah in der Zeit vom 10. bis 25. März dS. IS die Kr'egsbeorderungen und Paßnotizen zur Ausgabe gelangen. Tie Aushändigung derselben erfolgt durch die Bürgermeistereien. Falls die Mannschaften während dieser Zeit nicht selbst zu Hause sein können, haben sie eine andere Person des Hausstandes mit Empfangnahme der Kriegsbeorderungen bezw. Pahnotizen zu beauftragen.

Die bis setzt noch nickt zur dienstlichen Kenntnis gebrachten Wohnungsveränderungen stnd sofort zu melden.

Jeder Mann ausgenommen die aus Wanderschaft abpe- meldeten Leute der bis zum 25 März ds. Js. abends keine Kriegsbeorderung oder tzahnonz erhallen hat hat hiervon sofort seinem Bezirksieldwebel mündlich oder schriftlich Meldung zu erstatten.

Dte vom 1. Avril ds. IS ab nicht mehr gültigen alten toter Kriegsbeorderungen und weihen Pahnotizen mit roter Umrandung sind an dieicm Tage durch die Mannschaften selbst zu ver­nichten, die neuen gelben Äriegsbeorderungen und die weiden Pahnoiizen mit gelber Umrandung an der inneren Seite des vorderen Pahdeckels einzukleben.

ES wird ferner noch darauf hingewiefen, dah die Kriegs beorberunnen und Pahnotizen nur für den Kontrollbezirk (Haupt meldeami Friedberg oder Bezlrkskomvagnie Büdingen) Gültigkeit haben, in dessen Bezirk der beir. Mann wohnhaft ist, beim Ver ziehen ,n einer, anderen Bezirk also ungültig und vom Bezirksfeld roebel des seitherigen Bezirks abgenommen werden.

Weiter werden die Mannschaften noch darauf aufmerksam gemach», dah die Gendarmen und Polizeibeamten berechtigt find, die Militär-Vaviere insbesondere auch hinsichtlich der Striegdbeotbe- rungen und Pahnotizen zu prüfen, und den etwaigen Aufforderungen der obigen Beamten auf Borzetgung der Militär-Papiere alle unbebmgt Folge zu leisten ist.

Frtedoerg, den 14. Februar 1911.

Grofcherzogliches Bezirkskorrnnafdp.

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Stiftungen. Die Leopold Koppelstiftung zur Förderung der geistigen Beziehungen DeulschlandS zum AuSlande hat sich bereit erklärt, für ein physikalisch- chemisches Forschungsinstitut einen einmaligen Betrag von 700 000 Mk. zur Verfügung zu stellen. Die Sunune

DemB. T." aiiolgc herrscht in Beilin znrz«t eine Znsluenza-Evidemie Etwa 12 000 bis 14 000 Per­sonen sind crfranlt. Die jlranfhcit zeigt heftigere Svmptorne und die Sterblichkeit ist größer als im Boriahrc

Dem Rektor Schilien und dem Prorektor der Universität

DessauBitterfeld Probefaftrren vcranstattetc, bat sich währt. Es wurde mit einem Versuchs zug von 260 loroten crnstmid-slvs eine t Geschwindigkeit von 105 Kilometern er-

alMfibent i.$. Teilnahme zw lenen wurde ar nochcn. »iem l unter %itber legten fträn;: rdes des Land^- nbemann sin i Roten Krem ien Fakultät dr enc war. Zusttz Hess. Anwati^ des Diakon»»^ igold sür da

Jnftuenza Blindbarmentziindung 1 (1)

ES starben an : Zusammen: Erwachsene. 'm

1. Lebensjahr:

im Antrieb bei ter bem janM in irgend eine® 4°i Ä nennen, der w Bußpredigten^ entgegen Zähre >n ^nnel 40000 eilen, die kM e nicht etw® d» e auch

Summa 6 (3) 4 s2) 1 1 (1)

A n m.: TU in tuu.muern gehvi>-* Ziffern geben an, wie otcl der Todesfälle in der betreuenden Krankheit auf von auswärts nach Wirfn-H iphrnffif,* f? kommen

bis zu Ende an. _

Gin altrömisches Laftschiff. In einer Kies­grube nördlich der bei Straßburg gelegenen Wanzenau haben große Dampsbaggec eine Menge altrömischer Gegenstände, die offenbar die Reste einer untergegangenen Schiffsladung verstellen, zu Tage gefördert. Es tarnen über 30 Mühlsteine mit entern durchschnitt­lichen Gewicht von 50 Pfund zum Vorschein. Das Material ist dasselbe, aus dem die meisten in der Umgegend gefundenen römi­schen Mühlsteine bestehen: Basaltlava, die nach der Ansicht Sach­verständiger ans den Basaltlagern bei Niedermendig gebrochen, wurde. Von den Mühlsteinen wurden 28 ins Straßburger elsässische Museum gebracht; sie allein machen ein Gewicht von 770 Kilogramm aus: das Schiff muß also recht tragfähig ge­wesen fein. Man fand von ihm größere Holzteile, darunter auch ein fast l'/s Meter langes gebogenes Holzstück, das offenbar als Schiffsrippe gedient hat. Außerdem sind zum Vorschein gekommen ein 37 Zentimeter langer Schifssbohrer, eine Ruder ftange, ein eiserner Schiffsstachel mit zwei Spitzen und eine 4 Kilogramm schwere Bleikugel, bie, an einer Stange befestigt war. Einige Kupfer- und Bronzekessel sowie verschiedenartige Werkzeuge sind Reste des Küchen- und Handwirkszeuges und zahlreiche Münzen mit den Bildern der Kaiser Gallicnus, Quintillus unb Tetrius geben Aufschluß über die Zeit, da das Schiff den Rhein hinauf fuhr: es war im letzten Drittel des zu Ende gehenden dritten nachchristlichen Jahrhunderts, als das Schiff seine Ladung von Mühlsteinen von der Moselmündung den Rhein herauf zu bringen hatte unb unterging.

Kleine Tageschronik.

Emil Masse, der frühere langjährige Mitinhaber der Firma Rudolf Mossc, ist in Berlin gestorben.

Ein in Altona wohnender Geschäftsmann, der seit längerer Zeit kränklich war, nahm vor etwa zehn Tagen ein Schlafs pulver, nach dem er in einen sechstägigen Schlaf verfiel, und daran starb ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben. Untersuchung ist eingeleitet.

Sn Duisburg drang der Hafenarbeiter ©auberg in ohnuna des Hafenarbeiters Kratz und verlangte von dessen Frau zehn Mark. Als sie ihm das Geld verweigerte zog Sauberg einen Revolver und verletzte die Frau durch zwei Schüsse schwer und erschoß sich dann selbst.

Auf bem Düsseldorfer Friedhof wurde bei der Leichenfeier für seine Frau der Schauspieler Germain Haine vom Schlage getroffen.

Die erste preußische Vollbahn lokomotive mit elektrischem betrieb, die kürzlich auf der Strecke

fielt.

DemB. T.

soll für die Erbauung uni» Einrichtung be§ Instituts sowie des Direktorhauses verwandt werden. Ferner hat die Stiftung einen Betrag von 350 000 Mark in zehn Jahresbeiträgen von je 35 000Mark für die Erhaltung des Forschungs­instituts zur Verfügung gestellt. Die Koppelstiftung hat dabei die Bedingung gestellt, daß der preußische Staat einen Zuschuß für das Institut bewilligt. Das Institut, von dem schon früher die Rede war, soll in Dahlem errichtet werden, wie daS chemisch-organische und anorganische Forsch­ungsinstitut, das die Kaiser-Wilhelm-Gesellfchaft zu errichten beabsichtigt.

* Tas Muscum der Straßenrufe. Die Gründung eines Museums des Wortes in Paris, in dem die Wand­lungen des Sprachgristes phonographisch feftgehalten werden sollen, bat einen unternehmenden Pariser Lehrer dazu getrieben, auch seinerseits ein Museum zu errichten, das zum mindesten eine interessante Ergänzung der bereits bestehenden Einrichtung bringen soll: ein Mus eum der Straßenrufe. Mit einem statt­lichen Grammophon ausgerüstet, liegt der Lehrer in seinen Muße- stunden in den Straßen und Boulevards auf der Lauer, nm all die langgezogenen, wechselnden und charakteristischen Rufe der Pariser Straßenvertaufer auf die Platte seines Apparates zu bauneu. Wo immer sich irgend ein Verkäufer sehen läßt und durch seine Ruse die Aufmerksamkeit her Hausbewohner erweckt, eilt der eifrige Lehrer mit seinem Grammophon herbei und bittet um Wiederholung. Die Fischfrau, die Gemüsefrau, der Vogel­futtermann, der Korbmacher, der Blumenverkäuser und die schrillen Tenorrufe der italienischen Gipsfigurenhändler sind bereits für die Naänvelt gesichert. Nur zwei haben den Verlockungen des fanatii'd?en Sammlers getrotzt: die Frau eines Stuhlflechters, die singend in den Straßen einherzieht, um Aufträge für ihren Mann zu erlangen, und jener stämmige Herkules, der in den Seitenstraßen in seiner dumpfen Baßstimme mit dem gröhlenden RufeTonneaux, tonnoaux!" die Bürger erschreckt wid leere Fässer Taufen will. Die Frau des Stuhlflechters hatte emo Heidenangst vor dem Apparate, uni) keine Macht der Welt hätte sie dazu gebracht, vor der großen Schalltrompete ihren Ruf zu wiederholen. Der Faßkäuser aber wandte dem Straßenruf- iammler verächtlich den Rücken unb hörte die Bitte nicht einmal

Amtlicher Wetterbericht.

Verlauf der Witterung seit gestern früh: Die eurovaischr. Druckverteilung wird für eine Fortdauer bc8 Frostes immer un­günstiger. Hebet dem atlantischen Ozean tauchen fortgeleht tiefe Z»)klonen auf, die feuchte und milde Siidwestwinde von Westen her langsam über Europa führen. Heber den britischen Inseln bis Westfrankreich ist sehr mildes Wetter eingetreten und nur noch über Mittel- und Snddeutschland, von Osteuropa abgesehen, herrscht uüter dem Einfluß eines südlichen Hochdruckgebietes Frost. Rand- wirbel der Tiefdruckgebiete im Nordiveslen des Erdteiles bringen auch in unserem Webtet Erwärmung und geringe Regen.

Wetteraussichten in Hessen am Freitag, dem 17. Febr. 1911: Lebhaftere südwestliche Winde, trüb, geringer Regen, Tauwetter auch im Gebirge.

Mittelgebirge (Taunus, Vogelsberg) leichte Neuschneedecke, sehr gute Schlbahn.

Letzte Nachrichten.

Rouen, 16. Fedr. Der Kapttän eines spanischen Schisses teilte bem hiesigen spanischen Konsul mit, daß ein gleichzeitig mit seinem Schiff in Rotterdam auSge« laufen es spanisches Schiff Schiffbruch gelitten habe. Dabei seien 70 Passagiere umgekvmmen. Eine Be- stätigung dieser Nachricht liegt rricht vor.

Moskau wurden die A b s ck i e d s g e f u ck e bewilligt.

Ter Komponist der seinerzeit sehr populären Ope­retteMadame Ang et", Charles Leeoeg, ist im Alter von 79 Jahren in Paris gestorben.

Als der oortugissische KriegSmimster die Kaserne der Stadt D u a r d a besuchte, stürzte der F u ß b o d e n des ErnpsangSsaaleS ein. 150 Personen wurden verwundet.

In Paris ist die Prinzessin Rodziwisl, eine Schwester des Spiclbankpächters von Monte Carlo, ge­worben.

IDöchentL Uebersicht -er Todesfälle L ö. Statt Siede«.

6. Woche. Vorn 5. bis 11. Februar 1911.

Einwohnerzahl: angenommen zn 31,300 (int1. 1600 Manu Militär).

SterblichkeitSziffer: 10,0 a, nach Abzug von 3 Crt6ivemoen : 5,0 Kinder

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Reihen QUi ^derltniüer. ^erbungs. ;e, Ausgabe ge. ^ngen. Lu ^uizusendeii

Äennruon c Angabe bei Abung ist an ®fe! der Uni. berinnbigt bi(

«weiaverern Darmstadt der Deutschen SchDerftiftung, Prvfesior 1 Diugeldei sür den Borori Weimar der Deutschen Schiller- stifttmg, Oberleutnant a. D. Lotheisen für die Freiimllige ^amtät^Hairptkolonne, ferner der Evang. Arbeiter und Hand- nrt-rftrrocrcui, die Vertreter der Zweigvereit« und Haupttolonnor tvm Roten Kreuz in Mainz, (Kriogerverein, Gießen unb 2llzep, der Verein Feierabend u. a. Außerordentlich groß war cnc Zahl der sonst noch gespendeten Kränze, unter denen auch ein solcher von dem Großherzogspaar zu bemerken war.

Zu dem Lisenbahnunglück bei Courville.

Das schauerliche Eisenbahnunglück bei Courville, wo drei Züge auseinanderfuhren und in Brand gerieten, hat seit gestern glücklicherweise keine neuen Opfer gefordert. Es ist vorläufig bei zwölf Toten geblieben. Tie Ursache soll im letzten Grunde in dem stürmischen Wetter zu suchen sein. Nach einer ErNärung des Direktors ist der Lokomotivführer des auffahrenden Zuges und der Bahnhossvorsteder von Courville verantwortlich. Wir erhalten darüber folgende Drahtnachrichten:

Paris, 15. Febr. Nach den letzten Nachrichten über die auf der verstaatlichten Westbahn stattgehabte ^ata= sttophe von Courville beträgt die Zul)l der Toten zwölf und die der Verletzten fünfzehn. Tie Au fräumungsarbei- t e n auf der Westbahn werden längere Zeit beanspruchen, da die eisernen ^Schwellen, die infolge der Hitze vollständig verbogen sind, und die losgerissenen, in kleine Stücke zer­borstenen Schienen einen wirren Trümmerhaufen bilden. Das ^euer glimmt noch in den Ueberresten. In der Holzverffeiduna des Speisewagens wurden noch ver­schiedene Leichenteile gefunden, deren Jdenttfizierung sehr schwer sein wird. Ein Reisender erkannte unter den Leichen die seiner Frau und seiner Schwiegertochter. Drei andere Personen seiner Begleitttng und vier weitere Mitglieder seiner Familie befinden sich unter den Verwundeten und Toten, die noch nicht identtfiziert werden konnten.

DerFigaro" schreibt anläßlich der Katastrophe: Es deraeht keine Woche, ohne daß sich irgend ein Unfall auf dieser unglückseligen Bahn ereignet. Wenn dabei nicht immer Menschenleben zugrunde gehen, so ist das lediglich dem Zufall zu verdanken. Die Verantwortlichkeit des Staates ist darum keine geringe; wenn der Staat wirklich unfähig ist, die Sicherheit der Reisenden zu verbürgen, dann muß er zum mindesten dafür sorgen, die Gefahren, von denen die Reisenden bedroht sind, nicht noch zu vergrößern. Der Staat muß die Zahl der Züge unb ihre Geschwindig­keit verringern und oie Zalil der Aufentl)alte vermehren. Der Verkehr wird darunter leiden, man wird die Unfähigkeit des Staates verwünschen, der ein industrielles Unternehmen leitet, das offenbar über seine- Kräfte hinausaeht. Aber zum mindesten darf man hoffen, daß man keine Toten mehr zu beklagen haben wird.

Courville, 15. Febr. Der Direktor der Staats- bahn erklärt, die Verantwortung für das gestrige Eisen­bahnunglück trügen der Lokomotivführer des auf­fahrenden Zuges, der die Signale nicht beobachtete und der Stationsvorsteher von Courville, der den Güterzug zur Zeit der Durchfahrt des Schnellzuges rangieren lteß. Der angeschuldigte Lokomotivführer erklärte dem Staats­anwalt, der infolge des Windes niedergeschlagene Rauch habe ihn gehindert, die Signalscheiben zu sehen. Der Brand der Wagen war um Mitternacht gelöscht. Drei von den zehn Getöteten konnten noch nicht aus den Trümmern geborgen werden. Von den Verletzten schweben vier in Lebens­gefahr.

Courville, 16. Febr. Die Aufräumungsarbeiten sind derart gefördert, daß bis zum Rachmtttag ein großer Teil der Strecke freigelegt ist. Man hofft, morgen den Zugverkehr über ein provisorisches Gleis aufnehmen zu können. Es wurden noch menschliche Uebcrrefte, die aber unkenntlich waren, geborgen.

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