Ausgabe 
17.6.1911 Drittes Blatt
 
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dreist.

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er und Fräs.

3907

Nr. 140

Erscheint ttzNch mit AuSnRhme >e3 ComttaftS.

ättigung hervor

toßbohrmafchincn werden ent»

nur für weiches ^kbirge.

solche Mengen würde auch ba

Meer weder Raum noch

Lebcnsmöglichteitcn bieten.

Tic Natur reguliert die Pro

Für groß und klein

Bahnhofstrasse 30

D1'.)

Fern sp reeller 4*1

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und ruft daher nicht das Gefühl der

Vor allein sind e-? die Beigaben an

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» strotze 7. Expedition und Bettag: e=®N5L Redaktion: 112. Tel.-Adru AnjeigerGreien.

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blütern üermenbet, vor allem ihn nicht mit Gemüsen itzt Es heißt, die Sättigung burdi Fisch hält nicht vor. Tae

Scotts Emulsion besteht zur -Hauptsache au§ aller» feinstem Norweger (Lofoten) Lebertran, dessen unan­genehme Eigenschaften, wie widerlicher Geschmack und schwere Verdaulichkeit, im Erotischen Verfahren ganz beseitigt sind, denn ScottS Emulsion ist leicht ver­daulich und wohlschmeckend. Vermöge dieser Vorzüge

Gemüse ufiD

Nur «6t mit tiefer Sie rf tbe m 1 »er dem lÄcrcnttr» Seichen del GcoU» Iden ükrtabrmll

Scott» (tmurfion wird von un8 an»f6t'eft1n6 hn groben vertäust, und nie lose nach Gewrchi ober Ma< oncern nm in cerfkgelten Lnalnaiflaichen in Rarton mit uniercr ^L^uPmarke (yrifdnr mit dem Tokich, Scott & Sorone, G m. b. H., .3-ranffuu a. M.

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Diekfcener LamlNentzlitter- werden dem .Anzeiger» viermal wöchentlich beigelegt, da» Ktebblatt ffir den Kreis Sietzev" zweimal wöchentlich. Diecandwittschaftliche, Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Samstag, ft. Znm M

SUtetionlbrucf und Verlag der Brühlfcheo Unwersuät» - Luch- und Eieindruckerei.

R. Lange, Sieben.

5ccfifd> genau dieselben Gemüse und Beigaben essen als zum Fleisch. Eine Bohnensuppe, in der statt Fleisch Kabel­jau, Köhler oder Leng gelocht find, ist kräftiger mit Fisch als mit Fleisch, da ersterer weit mehr lösliche Ei weis; stosse abgibt als letzteres.

Vom Deutschen Seefischerei Bercin werdet zurzeit durch Abhaltung von Sccfischkochkursen große Ansucenguugen gc macht, dem deutschen Volke die Seefischnahrung näherzu­bringen Wenn der Seefisch erst den ihm gebührenden Plag auf jedem Tisch cinirimmt und die Hausfrauen seine Vorzüge aus unutzen verstehen, so wird die Mage über die Flcischnot erheblich abnchmcu.

Das unsere Küsten bespülende Meer birgt einen reichen Borrat an Fisch fleisch und produziert jährlich gewaltige Mengen, so daß wir nur aus dieser großen Speisekammer, ebenso wie andere Völker, unseren Bedarf zu holen brauchen. Wir sind nicht auf das Ausland angewiesen: sobald die Nachfrage nach Seefischen wächst, wird die Hochseefischerei für das Angebot sorgen und mir werden das Manko un­seres Fleischbedarfs ans der Produktion des Meeres decken können.

eignet sich Scotts Emulsion wie kein zweites Mittel zur Wiedererlangung eines gesunden Appetites und zur Hebung des Allgemeinbefindens. Allen Kindern und Erwachsenen, die sich nicht recht kräftig und widerstandsfähig fühlen, leistet ScottS Emulsion aus­gezeichnete Dienste. Man vergesse nicht, daß ScottS Emulsion in jeder Beziehung eine mustergültige Emulsion ist, die im Sommer ebenso rasch und sicher kräftigt, wie zu jeder anderen Jahreszeit.

Kassenschränke

Fr. Krogmann

n-.bcr an einem Gestell befestig! oder als Bohrhämmer von den Ar- beitem selbst gehalten. Der Unterschied zwischm beiden Gruvpeu besteht darin, das; bei der Gestell Bohrmaschine durch den Truck der abwechselnd aus dem einen und andern Ende eines Zylinders eintretenden Preßluft ein Arbeitskolben schnell hin- und her­geschleudert wird, aus dessen Kolbenstange ein Meißelbohrcr auf­gesetzt ist, während bei den Bohrhämmern iSchlagbohrmaschin.' der Bohrer mit dem Meißel ständig in Berührung mit d.w Bohrlochsohle bleibt und von dem Kolben eine sehr große Zahl von Schlägen (1200 bis löOO in der Minute erhält. Redner erwähnte zum Schluß auch die ort sehr vorteilhafte Verbindung von Elektrizität und Preßluft beim Bohrbetricb. Tie erheblichen Vorteile, welche die elektrische Kraftübertragung an und für sich bietet, und die Vorzüge, welche die Preßlusrbohrmaschineu in­folge ihrer Einfachheit und Betriebssicherheit besitzen, führten dazu, beide Betriebsweisen zu vereinigen. Tie an beliebiger Stelle erzeugte elektrische Mr art wird mittels Mabels bis in die Näl-e des Arbeitsortes gebracht und zum Antrieb eines Kompressors benutzt, der die Preßluft für die vor £rt arbeitenden Prcßlmt- bohrmaschinen liefert.

Aach einem lnrzen Bericht über die L o h n v c r h ä 11 n i s s e im h e s s ischen Bergbau int ersten Vierteljahr 1911 durch Bergasscssor Scheercr sprach Bcrgrat jkobrich über die Not- Ir endigkcit einer strengen U e b e r w a ch u n g des S p r e n g st o f s Verbrauchs int Bergivcrksbetriebe. Durch einen weiteren Vortrag des Tivlom-Ingcnieurs E. M u nker über die Buch-" führ n n g tür Alters- u. 3 il v a l i d i tsvcr s i cherun g wurde eine lebhafte Aussprache über die von den einzelnen Nassen als zweckmäßig b-esundene Art der Buchführung IjerDorgcrutcn. Es wurde daher beschlossen, diesen Punkt auf der nächsten Ver­sammlung, die voraussichtlich am 30. August in Büdingen stattfindet, noch einmal zur Besprechung zu bringen.

Konferenz ter hessischen ßergwcrfsbctricbslcitcr.

* Gießen, 15. Juni.

Bei der kürzlich hier abgehaltenen Konferenz der Leiter und Peamten der hessischen Bergwerle hielt nach den einleitenden Worten des Bergrats 51 ö o r i ch Obersteiger Freitag einen durch zahlreiche Skizzen er läuterten Porlrag iibn den Bohr- betrieb mit P rcßluft. Redner vertrat die Ansicht, daß in dem Weltkmnpse zn ischcn Elektrizität und Preßluft als An- Iriebslraft für den maschinellen Bohrbetrieb letztere keineswegs unterlegen wäre. Als Vorzüge der Prcßlu't Bohrmaschine würden ihre Verwendbarkeit auch in sehr festem Gestein, ihre verhältnis­mäßig geringen Anschaf fungs- und llnterHaltungskosten und die Nebenwirkung ter Wellenverbesserung bezeichnet. Tie misströmende trockene und gepreßte Luft ruft ein: lebhaile Bewegung der Gruben weiter iwr dem Arbeitsort hervor und wirkt aokübl nd und nassereMziehend. Dazu kommt noeh der Vorteil, daß die Preß­luftmaschine auch unbedenklich in Schlagwettergruben verwendet werden tarnt. Was die Arten der Maschme anlangt, so sind, nie auch beim elektrischen Antrieb, drehend und stoßend wirkende Bohrmaschinen zu unterscheiden. Erstere haben wegen ihren großen Abmessungen wenig Verbreitung gefunden; sie eignen sich auch

die dies bewirken. Man kann aber zum

großer Glaskasten enthält Proben einer eßbaren '''ooSgaltimg, bie noch heute in Nordalrila und in den östlichen Wüste» und Bergen wächst: das Ti anna der Bibel. Rock' beute betrachten die Be­wohner der biblischen Länder die? Moos als eine vom Himmel gefallene Svene. ..n die ngnptischen Plagen gemahnen die Bei- .ielc der norbasi dänischen Wander!'eufchrecken unb der Skorpione, (rtne besondere Abteilung führt die in der Heiligen Schrill er­wähnten Bäume und Sträucher vor, Zedern, Ebenholzbaume, Llwensträlicher unb Celbäunie. Auch ta8 Steinreich ist nicht ver­gessen und ein prachtvoll geschnittener Beryll gemalmt an den ersten Stein, den die hohen Priester in der vierten Reihe ihres juwelengeschmückten Brustgelchmeides kugeu.

Dcrniiicbtcf.

6in Militärmnsikerstreik auf der öft- deutschen Ausstellung. Ätit einem schrillen Mißklang endete Der Konkiirren;,vettslreit der zehn ostdeutschen Militär­kapellen, der aut der Ausstellung in Posen veranstaltet wurde Alles verlief der Wettstreit begann um 3 Uhr nachmittags harnionisch und jede Kapelle Halle bei der Wiedergabe der Brahmsschen Festonverture und eines selbstgewähltcn Stückes ihr Bestes getan, als die Verkündung der preisrichterlichen Entscheidung um 9 Uhr abends mit einemmal eine grelle Dissonanz in die Ver­anstaltung brachte. Tie nicht prämiierten Kapellen waren offenbar sehr enttäuscht und empfanden den Preisrichterspruch als eine un­gerechtfertigte Zurücksetzung. Ihrem Unmut gaben sie bisweilen mitten un Publikum durch Ausdrucke ivie .Schiebung* und öergL lauten Ausdruck. Nicht genug damit, beschlossen die Gekränkten, schreckliche Rache zu üben und bald nahte beim auch das Her- hängnis. Als nämlich vor dem vieltausendköpfigen Publikum, das begierig ans den Kunstgenuß wartete, die Serenade gespielt weröm sollte, fehlten, obwohl die Musikdirigeuten selbst anwesend waren, dennoch annähernd 200 Mann. Tie .Zurückgeietzten* streikten einfach und selbst das Sammllmgssignal des Armeeiniisik- mspizienteii Grawcrt brachte nicht die sonstige Wirkung. Natürlich wachte sich im Publikum, das mehr als eine Stunde über die für! Den Beginn festgesetzte Zeit hinaus (bis - «11 Uhr nachts) warten wußte, eine große Mißstimmung gellend, die mitunter recht drastisch zum Ausdruck kam. Zum abschließenden Zavfenslreich war, wie dem ,B. E.-E." mitgeteilt wird, die Schar der Getreuen gar auf 100 zusaniniengeschin olzen.

T Erne Ausstellung biblischer Naturgeschichte. 91115 London wird berichtet: Im Britischen Naturhistorischen Ttuicum ist in diesen Tagen eine eigenartige AuSstellrmg eröffnet worben, die Den Zweck verfolgt, den Besuchern alle die Tierarten und Pstanzenformen, die iit_ der Bibel erwähnt find, anschaulich vorzufrchren. Ter .Große Fisch*, der nach dem 2Uten Testamente Jonas verschlang und wieder ans Land spie, ist durch das Modell eine-5 Pottwals veranschaulicht und neben ihm sind Beispiele aller anderen Tierarten der biblischen ?anna ausgestellt. Ta sehen wir ?a5 Nilpferd, das die Alten als Wasserochsen ansvrachen, Ehamc- lioiiy, gehörnte Diperu und Abarten des Frosches, der int Alten Testament zweimal und im Neuen einmal erwähnt wird. Ein

2lüd Fleisch, das normal zu einer Mahlzeit genossen wird, macht audt nicht satt, gibt auch dem Magen nicht für lungere Zeit Ärb

buttion in solcher Weise, das; Raum und Entwicklungsmög- lid)fcit für alle bleibt. Es ist fraglich, ob die menschlichen Eingriffe überhaupt eine Rolle für das Mceresleben spielen und, wenn es der Fall sein sollte, ist noch die Frage zu beantworten, wie sie auf das Ganze wirken.

Wir fangen nicht nur Fricdfische, sondern auch Räuber der gefährlichsten Art, die zu ihrem Unterhalt große Mengen ihrer Artgenossen benötigen, so das; durch den Menschen auch große Mengen konsumierender Bewohner dem Meere entnommen werden. Federt falls sind wir in Teutschland imstande, weit mehr, als cs bisher der Fall ist, auf diesem freien ProduktionSgcbicte an Fischflei sch für unser Volk zu gewinnen.

Welche Reichtümer uns das Meer bietet, das zeigen die gewaltigen Fischmengen, die von den Fischdampfern auf den großen Secsischmärtten in Geestemünde, Bremerhaven, Hamburg, Altona und Euxhaven und in nod) weit größerem Umfange in England gelandet werden. Allerdings sind diese reichen Ausbeuten aus der großen Vorratskammer nur hcrauszuhotcn int schweren Mampfe mit den Elementen. Aber dazu besitzt Deutschland die erforderlichen unterneh­menden Kaufleute, die wetterharten tapferen Fischer und das nötige Material au seetüchtigen Schiffen Was uns fehlt, um den rechten Nutzen aus der Fleifchproduttion des Meeres für unser Volk zu haben, ist die entsprechende Ausnützung des Fanges. Reiche Beute an einem Nahrnngs mittel, das unbestritten zn den allerbesten gehört, bietet uns die große Produktionskraft der Natur im Meere, an Mitteln zu feiner Gewinnung fehlt cs nicht. Wenn also die Lebensvcrhältuiffe sich sonst verteuern, so ist es ohne Zweifel möglich, durch weitere Ausdehnung des Seefisch genusscs auf eine ausreichende ipit» gesunde Volkscrnährung mit Nutzen hiuzuwirken.

Tazu gehört die llcbcrnünbung mancher Vorurteile. Ohne jeden Grund geht iin Sommer der Fischkonsum zu­rück. 3m Sommer sind die meisten Fische in besonders guter körperlicher Verfassung. Die Laichzeit ist vorüber und reichliche Nahrung an Pflanzen und kleinen Tieren ermöglicht den Fischen eine hervorragend gute Ernährung. 3m Sommer ist mehr als zu anderen Jahreszeiten eine leichte Fleischspeise angenehm und bekömmlich. Die Eis- Verpackung ermöglicht den Versand der Fische von der Küste her auf weite Strecken. Es steht dem Sccfifchgenuß im Sommer daher nicht mir nichts entgegen, fondcru er ist iit jeder Beziehung höchst empfehlenswert. Zu überwinden ist nur das unbegründete Vorurteil, daß man im Sommer keine Fische essen könne. Allerdings ist auch die Behänd Tung der Seefische noch za erlernen, denn von ihr hängt cs ab, daß auch alle die guten Eigen schäften zur Gelning kommen. Der Seefisch darf nicht sorgloser behandelt wer­den als Fleisch, vielmehr verlangt er die aufmerksamste Fürsorge und verständnisvolle Zubereitung, weil fein zartes Fleisch' gegen äußere Einflüsse empfindlicher ist als das anderer Tiere.

Zu den Vorurteilen ist es auch zu zählen, daß man in ^Deutschland den Seefisch nur in wenigen Znbereitunasfvr men kennt und ihn nicht ebenso wie das Fleisch von Warm-

Drittes Blatt M. Jahrgang

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Gdorhesien

$kifd)proöuftion im Meere.

Von F. Tuge, Fischereiinspektor.

Unter den Viehbeständen der Landwirte wütet die Maul- lunb Klauenseuche, und es gibt Sachverständige, die für den Herbst Und Winter eine Höhe der Fleischpreise Voraussagen, lüic mir sie noch nicht erlebt haben. Cb nun diese dunkle Anschauung jutreffenb ist ober nicht, mag dahingestellt fein, bie Fleischpreise sind auch ohne ein weiteres Steigen sdzon jetzt hoch genug, um es für die Hausfrau gerechtfertigt er scheinen zu lassen, nach einem Nahrungsmittel zu suchen, das geeignet ist, das Fleisch zu ersetzen, ohne den Säckel des Konsumenten in der gleichen Weise, wie es jetzt der Fall ist, in Anspruch zu nehmen. Große Anstrengungen sind gemacht worben, um die Flcischeinfuhr vom Aus lande her zn er­leichtern unb gewichtige Bcbenken diesen Bestrebungen ent gegen gestellt. Anerkannt wird aber überall die Notwendig leit einer ausgiebigen Flcischvcrforgung im Znteresse der Bolksernährung.

Crin Zeichen dafür, daß man in Teutschland noch nicht genügend mit bei See verwachsen ist und ihre Bedeutung für das Volksleben immer noch nicht voll zu würdigen weiß, ist es, daß unter diesen Verhältnissen, nicht mehr al5 geschehen, aus das Meer als die große Speisekammer hingewiesen wird, in der die Fleischtöpfe noch voll gefüllt stehen. Eine gewaltige Produktion von menschlichen Nah­rungsmitteln vollzieht sich hier ohne Zutun des Menschen in einem Gebiet, das^frei ist von all den Seuchen, bie auf dem Lande großen Schaden unb ernste Gefahren }ür ben menschlichen Körper mit sich bringen.Gesunb wie ein Fisch im Wasser", heißt ein Sprichwort und es tenuzcichnct mit Recht die außerordentlich idealen Vcrhätnissc im Meeres leben im Gegensatz zn den Kämpfen, die alle Landbewohner mit Krankheiten aller Art zu führen haben.

In bicfem Gebiete mit den gcsunbheitlick) besten Ver­hältnissen der Erde entstehen und wachsen die Seefische, Muscheln und .Krebstiere empor und bieten die beste Ge­währ für alle Eigenschaften eines gefunden und kräftigen Nahrungsmittels. Die Fische leiden weder an den Krank Heiken, die auf Menschen durch den Genuß oder auf andere Weise übertragen werden können, noch können sic als Kalt­blüter von den gefährlichen Seuchen angesteckt werden, die am Lande Tiere unb Menschen gemeinsam bebroheu. Dabei enthält ihr Fleisch bie wichtigsten Nährstoffe in reichlicher Menge unb hat anderen Fleischarten gegenüber in Bezug auf Verdaulichkeit und Bekömmlichkeit manche Vorzüge. Auch die im Reichstag erwähnte Reichhaltigkeit an Phospyor unb dessen günstige Wirkungen auf bas Gehirn können nur zu­gunsten der Scefischnahrung sprechen.

Was nun die Menge der im Meere vorhandenen Fische unb Nutztiere au betrifft, so haben fast alle eine sehr große Fortpflanzungsfähigkeit. Der Kabeljau ist imstande, büJ Z'l L Millionen Eier im Jahre abzulegen, und bei den meisten Nutzfischen handelt es sich um Huuderttauscude von Eiern, die sic jährlich produzieren. Nun wird aus jedem Ei nicht ein Fisch und nicht alle jungen Fische werben groß. Für

vörscu Wochenbericht.

Frankfurt a. M., 16. Juni.

Tii Börse zeigt eine recht unregelmäßige Haltung. Die. polttifd n Erörterungen, die Besorgnisse über die Wirkung der neuen Maßregeln bei Rcichsbank auf den Geldmarkt, die Unsicherheit über die Verband-bildungin und die Entwicklung bet Industrie untcrbuibct die Unlernehmnngslust. Die AVigung zur .'jnidlunn eiter Bezugsoerpslichttingen ist größer als die Lust, neue Geschäfte ein zu gehen. Tic Spekulation fleht Gewehr bri Fuß unb auch ba-.- Publikum > igt wenig Unlernedmungslusl. Tie Unruhen aus dem Balkan find elwa> später eiligctreten als sonst, da man cs hier aber mit einer, dem albanischen 'Volkscharakcer eigentümlichen Erscheinung zu tun hat, der ernstere Bedeutung nicht bei zu messen ist, hat sich die Börse leicht damit abgefunben Etlvas üarkcr verstimmte sie das Vorgehen Spaniens in Ma­rotte, allein inan hat die U cb erzeug im g gewinnen können, daß ernstere Vernicklungen daraus nicht entstehen werden. Trug somit die Politik nur zeitweilig dazu bei, die Börse in -ein« schkrächere Stimmung zu versetzen, so rat die Ungeivißheit über die G c ldvcr hält n i s sc zum Halbiahresschluß und über die E staltung der Lage des Montanmarkt« große llmidierhcit in den Markt getragen. Tic Vorbereitungen zum aIbjahrestermin 1 aben ihren Ansang gciunnmcn 11110 das Anziehen des Privat- diskouks zeigt, daß man mit sehr eineblichen Ansprüchen. ;n rechnen hat. Wenn der Satz für tägliches Geld noch verhältnismäßig niedrig gewesen ist, sv rührt das nur hoher, daß die iiir die Terminzahlungen bereiten .Mittel dem Markt vorerst noch ver­bleiben. An der Börse rechnet man infolge Der Verteuerung der Lombarddarlehen mit einem relativ hohen Satz für Sdiiebunge- geld, der möglickwrwcise über Prozent binausgeht. Tie Be« forgnisse wurden dadurch nicht «lemilderl. daß die Verbaltnisse am 'nterimtionalen Geldmarkt günstig liegen, denn es bleibt abzuwarlen. wie die Ernte ihre Rückwirkung auf den Gcld- inarlt ausüben wird, da die europäischen Ernten keine großen föoiinungen reditfcrtigcit, während in Amerika eine Rekordernte in Aussicht genommen ist. In Unsicherlunt ist die Börse an- bauento über die Gestaltung ocr Lage unserer Montan-Jn» buftrie. Im Kohlensynbikat ist man zu einer Einigung noch nicht gekommen und ob die gemischten Werke zu einen, Etttgegen- !ommen bereit sind, ist völlig ungewiß: gerade die letzten Wochen lassen cic Möglichkeit einer Verständigung alsämgiinstiq ericheinen. Nach dem Zcr att des Röhrciwerbaudes 11t anch der Verband der Ti anwerke der Auflösung vcrfaUen, womit die Sonherintercjsen d.-r un,einen Wette und lörupven nod) schwerer zu überminbeit jino als bisher. Unter diesen Umst nben ist es irklarlich, daß die Stimmung für Montan Papiere ins Wanten geraten ist, sie haben fast durchweg größere Kursrückgänge i-rstihreu..'In* drre Industri ePapier . verkehrten bei geringen Umsätzen in wenig einheitlicher Tendenz. Banken blieben ziemlich be­hauptet, während einzelne Bahnen aus gebesserte Betriebs- eämahmen sich befestigten. Schiffahrtswcrte logen schwacher, heimische und fremde Fonds fiitd wenig verändert. Privat­biskonto 31/» Prozent.

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