Ausgabe 
14.3.1911 Zweites Blatt
 
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Der Danlerlah der prinzregenten Luitpold.

Märkte.

ged. 8nlter.

Preis

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Lander-Geflügelaurftellung aus der Liebigrhöhe.

Gießen, 14. März.

(Schluß der Prämiierung.)

Abteilung Tauben.

Römer:

/)

H. Sauerbier, Butzbach, Ehrcn-

I. Reuhl, Heldenbergen, G. H.

faßen

und L. Al.

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DieGießener LamlNenblLtter" werden dem ,Änjeiflcr* viermal wöchentlich betgelegt, daS Krdsblott fir den Krds Gießen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlich«« SeU» fragen" erscheinen monatlich zweimal.

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Pollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner

^ebendgeivlchl........

Pollsleifcyige Schweine über 2 Zentner

Lebendgewicht

Vollsleijchige Schweine über 2*/, Zentner

Lebendgewicht

pro 1UU Pfd. Vebenb» ^Llachc« qewichl von-bisvon-bis

rin) <hr itn X tht jnj rp oft

.Harth, Kloppenheim, 2. und 3. G. A. zweimal 2, 3. und L. A. Chr. Riegel-

Pitz, Laubach, 3.

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Konzert

i ro Pis- lilS

pruch auf Unterstützungen. Von fortschrittlicher Seite wird beront, die Aufgabe der Schillerstiftung sei, ein Gegengewicht zu schaffen gegen Die Schundliteratur und unsere Jugend an die Stätte der gewaltigen Erinnerungen zu führen. Der Staats­sekretär erwidert, daß der Schtllerbund andere Aufgaben habe, als die Schillerstiftung. Bei den Aufführungen in Weimar sei es in dem Verkehr eines Teiles der männlichen und weiblichen: Jugend zu mißlichen Dingen gekommen. Der Bevollmächtigte für Sachsen-Weimar unterstützt den Wunsch des Weimarschen Abge­ordneten. Dieser bittet, den Betrag von 10 000 Mark aus einem Dispositionsfonds des Reichskanzlers zu entnehmen, was ihm der Schatzsekretär auch in Aussicht gestellt habe. Dieser bestreitet das und erklärt, er könne die »Öffnung des Abgeordneten nicht unter­stützen. Ter Wortführer des Zentrums ist aus etatsrechtlichen Gründen gegen den Antrag. Der Antrag wird gegen zwei Stim­men abgelehnt.

Dienstag: Bittschriften und Kali-Propaganda.

(ßcricbtsfaal.

Magdeburg, 13. März. Im M ordproreß Knii telius, der an unerwarteten Wendungen reich war, be­jahten die Geschworenen die S ch ul d f r a gc auf vorsätzliche Tötung und die Schuldfrage, ob der Angeklagte bei der Bc- gehung des Verbrechens, um ein entgegenstehendes Hinder­nis zu beseitigen, oder um sich der Ergreifung auf frischer Tat zu entziehen, vorsätzlich einen Menschen getötet hat Der Staatsanwalt beantragte lebenslängliche Zuchthaus­strafe und dauernden Ehrverlust. Ter Gerichtshof ver­urteilte Knitelius zu 14 Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust.

«3w*

Dienstag, 14. März 19fl

Rotationsdruck und Verlag der Drühl'schen UnwersnälS - Buch» und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

sclunttspreis pro 100 Pfund Vebcn»; Lchla.hl« «eivichc

Der haushalt des Reichsamt» des Innern im Budgetausschuh.

:: Berlin, 13. ALäiH.

Der Budgetausschuß hat die Verhandlung über die Kali- Propaganda wieder unterbrochen, um zunächst die sonstigen dem Ausschuß überwiesenen Titel zu beraten. Im Laufe der Sitzung ürtzt sich der Abg. Dr. »eim, Der der heutigen Sitzung bis dahin nur als tzÄst beiwohnte, wieder von dem polnischen Mitgliede des

««- '/et

Fleischige Schweine unter 80 kg Lebend­

gewicht 4647 5961 46 60

Ueberstand: Rinder, Kalber, Schafe und Schweine langsam geräumt.

Kartoffelmarkt-Bericht vom 13. März 1910. Krefeld: Rote Daber Alk. 0.00O.Ou, andere rote Sorten 0.000 00, Magnnm bonum Mk. 3.904.00, Gelbfleischige rote Ulk. 3.90 bis 4.00, weiße Mk. 0.000.00. Köln: Role Taber Mk. 2.80 bis 2.90, andere rote Sorten Tlf. 2.65 bis 2.70, Magnnm bonum Mk. 3.50-3.80, wetße runbe Mk. 2.70 bis 2.80, Gelbfleischige blaue 0.000.00, rote Mk. 3.904.00, weiße 0.000.00. Dortmund: Plaguum bonum 3.550.00, weiße runde 2.650.00, Gelb­fleischige weiße 0.00, rote Alk. 3.75000. Plaidt: Rote Daber 0.00 bt3 0.00, andere rote Sorten 0.00 bis 0.00, Magnnm bonum Mk. 3.600.00, weiße runde 4.00, Gelbfleischige rote 3.600.00, weiße Mk. 0.00O.uO. Magdeburg: Role Daber Mk. 2.25 0.00 andere rote Sorten Mk. 2.10 2.30, Alagnum bonum Mk. 2.90 bis 3.10, weiße runde Dlk. 2.200.00, Gelbfleischige rote Alk. bts 0.00, weiße Alk. 3.200.00. Regensburg: Rote Sorten Pik. 2.402.50, Magnnm bonum Mk. 0.00O.uO, weiße runde Mk. 0.000.00. (Alles für 50 Kg.)

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I An cb- mit unter 17a a« r erbeten, wird anflt- ,,u°mmen.

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u» Dilbelmiir.z iter etbJfohu itmttaiie 11.

iiTank w Wege unser« u Freunden u ine uni in s,

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- ftraße 7. Expedition und Verlag: öl.

Redaktion:e^AI12. Tel.-Adr.: AnzergerGteßen.

H. Will, Bod-Ranheim, 2.

G- A. Walter, Bauernheim, 3.

Porzellan-, Ei: und Fl üa clt a ub en: D. Winter, Gießen, 1. und Ebreupr., 3. und L. A, 3. C 'fappes Büdesberm, 2. und breimat 3. . .

Starenhälse: v. Jager, .Cbcrborgcrn, 3.

Kupfer-Gimpel: A. .Hanack III., Ktrchgvns, 3. und

Lobende Anerkennung. 1

Schow-Homer: H. Wcifel, Muschenherm, L. A.

Brief taub en: E. Neuling, Gießen, 2. und Ehrenpr, 3. und zweimal 2. A., Otto Nuhn, Lollar, Joh. Altenseen, Gießen, Gg. Forbach, Gießen je L. A.

Geflügel döse: Job. ^d)ätcr, Greßen, besetzt nut 1,6 silberhalsige Italiener, Sieger^Ehrenpr., 9tuygeslugelzucht Hassia, vosgill, besetzt mit 1,6 gelbe Orvington und 1,6 werße Wyan dottes, je 3., <o. Fischer, Selters, besetzt 1,6 tverßc Wvandottcs, 3.

Für beste Gesamtleistung in Hühner- nnb Wasser­geflügel erhielt Conrad Rübsamen als Ebrenprets eine hierfür vom Gießener Verein gestiftete Brutmaschme.

Der Beginn der für Jicutc nachmittag vorgesehenen L>cr- losuna mußte aus 4 Uhr verlegt werden und loirb vor­aussichtlich um 7 Uhr Bern bet setn.

Der Prinzregent hat bestimmt, daß das Erträg­nis der Landessammlung, welche zu seinem 90. Ge­burtstage veranstaltet worden ist, in folgender Weise verwendet werden soll: 1. 500 000 Mk. zur Errichtung einer Landesheilstätte für tuberkulöse Mnder, 2. 500 000 Mk. alsLuitpold-Jubiläumsspende für Jugendfürsorge", zur Unterstützung der Bestrebungen auf dem Gebiet der Jugend­fürsorge, 3. 300000 Mk. zur Unterstützung hilfsbedürftiger Kriegsteilnehmer aus dem Kriege 1870/71 sowie aus den Feldzügen und Kämpfen früherer und späterer Jahre, 4. lieber den Restbetrag behält sich der Regent die Ver­fügung zugunsten von wohltätigen oder gemeinnützigen, bem ganzen Lande zugute kommenden Zwecken vor.

Der Reichskanzler v. Bethmann-vollweg hat an den Prinzregenten Luitpold nachstehendes Glückwunsch- Telegramm gerichtet:

Eure Königliche Hoheit bitte ich, am heutigen Tage, an dem Eure Königliche Hoheit mit hellem Ange auf neun schicksalsreiche ^ahrzehiue der Geschichte zurückblicken, aus tiefstem Herzen meine «hrerbietigen Segenswünsche bnrbiüiqcn zu dürfen. Die Grüße, Sie heute ganz Deutschland nach München sendet, entspringen nicht nur der Ehrfurcht vor dein ehrwürdigen Aller des Seniors der deutschen Fürsten und seiner in der Arbeit langer Jahre bewährten Aegemenweisheit, (onöern sie gelten auch dem kra'tvollen deutschen 2)1 a n n, der uns allen vorbildlich zeigt, ivie innige Liebe zur Heimat und Stammesart ihrer Söhne der rechte Boden ist, auf dem unerschütterliche Treue gegen das große Vaterland und die gesamte Nation erwächst. In tieiftcr Ehrfurcht Eurer Königlichen Hoheit untertänigster Diener v. Bethmann» Hollweg.

Der Prinzregent hat dem Reichskanzler folgende Er­widerung gesandt:

Ich danke Ihnen, mein lieber Herr v. Bethmann-Hollweg, aus ganzem Herzen für die Glückwünsche, mit denen Sie mich zum brütigen Feste erfreut haben. Mtt Befriedigung blicke ich auf alles Troße zurück, das ich mit dem Werdegang des Deutschen Reiches daul Gottes gnädiger Fügung mitcrlcbt habe. Der Zukunft und Aohlfahrt des Reiches gellen meine innigsten Wünsche. Gott segne den Kaiser, Gott segne das deutsche Volk'. Tas ist der Gedanke, der mich heute an meinem Freudentage erfüllt. Ihnen aber und Ihrem Wirken sei der Erfolg befchiebcn, den mein Ver­trauen für Sie erwartet. Luitpold, Prinzregent von Bayern.

Tendenz: Rinder, Kälber, Schafe und Schiveine mittelmäßig. Preis Durch-

ätion zu. u .

Der Fonds für Hilfsleistungen und Anfertigungen von Uebersetznngen ist in den letzten Jahren erheblich über,chntten worden, so daß diesmal zu seiner Verstärkung o0 000 Mark mehr in den Etat cingeftdü sind (228 000 Mark statt 178 000 Mark I Ter Staatssekretär verweist auf die Belastung des Reichsamts bev I Innern durch die mit der Rcichsversichcrunasordnung zmammcn- hängcndcn Arbeiten, die Versicherung der Privataiigestellten, die Handelsverträge und namentlich auch die Llusgestaltung und Er- Weiterung der Produktionsstat ist i k, da die Handel^stattstik I besonders mit Rücksicht auf das Müllereigewerbe nicht genügt. I Die Einführung der M ü h l en n m f a tz st e ne r sei nicht möglich, es müßten mm aber andere Vorschläge geprüft werden, I wie z. B. die K o n t i n g en ti e r u n g bc r Muller eibc- triebe. Ein baherifches Zentrumsmitglied und der Voriitzene^ des Ausschusses, Freiherr von Gamp, rügen die Umständlichkeit der Mühlcustatistik. Die Fragebogen enthielten vielzuviel Fragen, von denen man gar nicht wisse, was sie sollen. £>et Staatssekretär erwidert, die Fragebogen seien aut Grund von Verhandlungen mit Interessenten unbearbeitet. Bei den pro- duktionsstatistischen Erhebungen setzt sich daS Reichsamt de^ Innern mit den Fachverbänden, und Innungen in Verbindung.

Beim Patentamt werden neun ständige höhere Beamten- stellen verlangt, wogegen vier Stellen für nichtständige Mitglieder m Abgang kommen Ter Ausschuß bewilligte die neuen stellen.

In das Extraordinarium ist diesmal ein Titel von 30 000 JJtf. eingestellt zur Fortführung der wissenschaftlichen Erforschung der Brustseuche der Pferde. Dieser Anteil des Reiches wird mit dem militärischen Interesse begründet. Von fortschrittlicher Seite wird eine Entschließung beantragt, die für das nächste Haushalts- iahr auch die Einstellung von Reichsmitteln zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche verlangt; die Fleischversorgung sei auch Reichssache. Auf Anfragen aus dem Ausschuß wird von der Regierung mitgeteilt, daß in einem Ausschuß unter Zuziehung von Vertretern der statistischen Landesämter und der städtischen

Ausschusses das Mandat ab treten. Berichterstatter des Ausschusses ist Abg. Freiherr von Richthofen (Toni.), ©egcnbmditcruatter Abg Hoch (Sozd. . Tie Organisation,der vom Rctchsamt des Innern herausgegebenen Nachrichtenfü r H a. n b et u ii d In d u |t r i c gab, wie schon im vorigen Jahre, Anlatz zur Besprechung. Von weiten der Linken wurde darauf hingewtfien, datz die Nachrichten so spät erscheinen, daß Handel und Industrie zuntetst schon vorher aus der Fachpresse orientiert sind und daß die Handclskrett' aus die Nachrichten in der bisherigen Form einen nur sehr geringen Wert legen. Freilich wird die Beibehaltung dieses Organs ge­wünscht. Ter Staatssekretär sagte eine zweckmäßigere Crganp

alle Zeiten!

Der bayerische Miliisterpräsident hat alt den Vorstand des Lande sverbandesderbayerischen Presse nachstehen­des Schreiben gerichtet: ..

Dem Vorstand des Landesverbandes der bayerischen Pre,,e ' jbcelrre ich mich im Allerhöchsten Auftrag ergebenft rnitzutcilen, baf; ec. kgl. .Hoheit der Prinzregent sich über die rege und viel­seitige Tätigkeit gefreut haben, die die bayerische Presse an­läßlich des Allerhöchsten Geburtsfestes entfaltet hat. Seine kgl Hoheit haben für die Hingabe, mit der die Presse irt diesen Tagen ihrer "Aufgabe gewaltet hat, in Worten aufrichtiger Anerkennung gedankt und wollen den Verlegern, den Leitern und Mitarbeitern unb bem Personal all der zahlreichen Blät­ter, bic bem Empfinbcn der bayerischen Bevölkerung so schön Ausdruck gegeben und ihr die .Kenntnis aller Feiern mti> Ver­anstaltungen so getreulich vermittelt haben, allerhöchst Ihren wärmsten Dank entbieten."

ssen nm Stfl.J*#» I u.ffli«.1?!!'

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Tas Wunderland lvo die Zitronen blühn, kann natürlich nicht feder aufsuchen. Wer aber mit seinen Brust- und Halsbeschwerden, mit seinem Bronchialkatarrh zu Hause bleiben und arbeiten muß, braucht darum nicht zu verzagen. Fans ächte Sodener Mineral-Pastillen helfen ihm ebenso sicher, nur erheblich schneller und bequemer von seinen Leiden, als solch eine teuere Reise. Man kauft die Sodener für 85 Pfg. in Apotheken, Drogerien und einschlägigen Handlungen, laste sich aber unter feinen Umständen Nachahmungen ausschwatzen. (ss21/.,

Vor Katarrh sich schützen tist wichtiger als ihn vertreiben und leichter dazu; denn es genügt bei drohender Erkaltung, rauhem Hals u. drgl. ein paar der be­kannten Wybert-Tabletten zu nehmen, die dem Hals =o wohl tun, die Verschleimung beheben und die Stimme frei und klar machen. Die Schachtel kostet in allen Apotheken 1 Mark.

Depot in tile»»en: Pelikan-Apotheke, Kreuz 2. (86%

Gießen, 14. März. Marktbericht. Auf heutigem Wochen» markte kostete: Butter pr. Pfd. 1,051.15 Alk., Hühnereier 1 St. 78 Pfg., Enteneier 1 Stück 0 Pfg., Käse pr. St. 68 Ps., Käsematte pr. St. 56 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,801,00 Alk., Viilmec pr. St. 1,001,60 Mk., Hahnen pr. Stück 0,801,80 Alk., Enten pr. St. 1,802,20 Alk., Gänse das Pfd 7580 Pfg., Ochsen- fleifcb pr. Pfd. 8492 Pfg., Rindfleisch pr. Pfuiid 8488 Pfg., oer Negierung imigureiu, uaK m cuicm au3,u,un unu, , Kuyfleisch 70 Psg., Schiveinefleiscy pr. Pfund 8096 Psg., Slalb-

von Vertretern der statisttschen Landesämter und der städtischen vr. Psd. 8188 Pfg., Hamniclsleisch pr. Pfd. 6088 Pfg.. statistischen Aemter darüber beraten werden wird, ob und wie eine stavtoifcln vr. 100 Kg. 7.50 bis 8.00 Alk., Weißkraut das Stück 20 Zentralisation unter Aufrechterhaltung der selbständigen Landes-1 bis 30 Psg., Ziviebeln per Ztr. 8,0010,00 Alk., Milch das ämter erfolgen kann. Für Forschungen auf dem G.'bietc der Be- ^ttcr 20 Pfg., Birnen per Psd. 00-00 Alk., Aepfel per Ztr. kämpfung von Pflanzenschädlingen sind, wie im Dor-1 jo bi5 20 Mk., Äüsse 160 Stück 5060 Pfg., per Ztr. 000 Alk., fahr, 30 000 Mark eingestellt. Von konservativer Seite wird eine Bohnen ver Pfd. 0000 Pfg. Marktzeit von 82 Uhr.

Erhöhung des diesjährigen Fonds aus eine halbe Million bej x.o. Wiesbaden. Biehhof-Marktbericht vom 13. März, antrogt, insbesondere zur Bekämpfung der Rebschädlinge.^ Ter >-Auftrieb: Rinder 90 (Ochsen 68, Kühe 22, Bullen 00), Kälber 29, Vorsitzende des Ausschusses richtet au den Antragsteller die Frage, I Scheie 40, Schweine 469. woher er dic Mittel dazu nehmen wolle. Der Staatssekretär erklärt, r * , "" nach dem jetzigen Stande der Wissenschaft würde dic Regierung« nicht wissen, was sie mit einem so großen Fonds tun solle, e»I fehle zurzeit an wissenschaftlichen Aufgaben auf diesem Gebiete i und gerade besonders in bezug auf die Bekämpfung des Heu- und ^chs en

Sauerwurms. Es ist die Einberufung einer Konferenz erwogen a.,Lgemästetc höchsten

worden. Der konservative Antragsteller ermäßigt den Betrag auf Schlacht,verles höchstens 6 Jahre alt 4749 85-89

300 000 Mark. Es komme bn dteser Formung auch auf uictit ausaemaficte und

moralische Unterstützung an. Dre Deckung könne er ruhig den äUcre auägemäfteU 9 . . . 4446

befähigten Köpfen des Budgetausschusses überlasten, oie icboit Hnne;ocßtc 9 .4951

bei den einzelnen Titeln Abstriche ausfindig machen würden. Der u 1 ' tg ü i i e n

Schatzsekretär erhebt Einspruch gegen diese Erhöhung des Fonds, m ausaewachs'ene. höchsten

Tie Kosten der Bekämpfung von Krankhetten haben bie Einzel-1 Scklachliverles 9 ) 4346

Itaalen zu tragen, das sei.allgemeiner Grundsatz. Der konservative * * 40-42

Antrag wird abgelehnt. Von fortschrtttltcher ^3 fite wird nunmehr 9 härten K ühe

die Forderung zur Be^nrpfung der Maul- und Klauen- Dollsieüchige ausgemä'stete Färsen höchst.

euche fchon für bte)e§ Jahr gestellt unb bie Ernstellung von Schlachtwertes . . ... 45-51

50 000 Mark hierfür beantragt, unb im Laufe ber ^us.prache ausgemästete Kühe höchst,

auf 30000 Mark ermäßigt. Tn fier Antrag wird abgelehnt unb Schlachtwertes bis zu 7 Jahren . . 39-43

statt besten eine Ent,chlreßung für bas nächste Jahr angenommen ^Eitere al.sgemästete Kühe und wenig

Getterung des Katser-WÜH^m-Kanals entivicfelte füngereKühe u. Färien 34-38 68-73 betragt. 48 Mülwnen Mark d, t. 27 Mtllronen mehr als btcLy^ ^vte ^ye und Färsen . . 30-33 66-67 oorjahnge Rate. Ter Tttel mirb bewrlltgt. y M Kälber

Der Abgeordnete für Weimar beantragt dic Einstellung ^cinfle gjlaftfälber 63-65 105-108 eines Titels von 10 000 Mark f ür den De u t > che n^ ch c l l e r- Pj,lere Mast, und beste Saugkälber . 58-63 96-106 bund zu den Festfprclen , n W emn.ar.unter^BMnahme ^ermgere Blast- und gute Saugkälber " auf eine im vorigen Jahr cinittmmig beschlofsene Enstchlreßung. ° Scha f e.

Staatssekretär Delbrück widerspricht aus grundsätzlichen 5yeibeinafl{d)aie ....

sichtspunkten: denn dann hättfir auch andere Kunstrichtungen An- Schweine '

iitigti Imlit, :b zuiAdovtio» leflcnltitigeBev ifltu fqlingSbti». h 1$ ibernunm » iJQclauitn. uit. yrann II., luptftr. 56. I**1 Angelaufen.

AbzuüolenNilst almlar. MSI

M. 62 Zweites Blatt 161. Jahrgang

General-Anzeiger für Gberheffen

München, 13. Marr. Der Prinzregent Lmtpold hat dem Dank für die Kundgebungen dieser Festtage durch nach­stehenden Erlaß vom 13. März Ausdruck gegeben.

Bewegten Herzens blicke ich in diesen Tagm zuruck auf cm langes, wechselvolles, r c i ch g e s e g n e t c s L e b e n. Fan ein Jahrhundert ist an mir vorübergezogen, eine Zeit ungeahnter nationaler Entwickelung, bewundernswerter Fortschritte aus allen Gebieten des mcnschlrchcn Wissens und Könnens. Win ltcdes Bayern hat an den Errungenschaften dieser Zett lebhaften und mittätigen Anteil genommen. Mit Stolz unb Freude ruhen mein Lugen auf dem Lande, dem von Jugend ans merne ganze Liebe gehörte und auf dem Volke, dessen Glück und Wohl ergehen durch 25 Regierungsjahrc all mein Denken und Sorgen nwr und das mir unb meinem Haus in altbewährter Liebe und Treue so innig verbunden ist. Neberwälttgendc Beweise dieser oiebe unb Treue habe ich In den Tagen der Feier meines 90. Ge­burtstages erfahren. Wohl hatte ich prunkvolle Ehrungen und Feste dankend abgelehnt, das Volk selbst hat jedoch in allen Bemsskreisen unb in allen Gauen unseres. lieben Vaterlanbcs, ia auch außerhalb bes Landes, meinem Geburtstag in herzlicher Feier zu seinem Festtage gemacht. Arm unb Reich, Hoch unb Rieber, Stabt unb Laub, Körperschaften «unb Ein.zelpersonen haben iid) in Dem Bestreben vereint, mir auf sinnige Weise ihre Glüst münschc barzubringen burch festliche Veranstaltungen, in Schritt unb Bilb, durch Gedenkst eine und Anlagen, bic meinen Nainn tragen werben, burch Stiftungen unb Spenben für cblc Zm cj". Dank, innigsten Dank, sage ich allen, bic an biesen Tagen meiner qebacht haben. Mit besonberern Tanke nehme ich br bedeutende Landcsspende entgegen, die mir für wohltätige und gemeinnützige Zwecke gewidmet wurde und die ich um so höher anerkenne, als gerade die vergangenen Jahre mit ihren mannigfachen schweren tzcimsuch^ ringen die Opferwilligkeit und den Gemcinsinn des Landes in Mßerordentlid>em Maß in Anspruch genommen haben. Ich habe oas Erträgnis der Spende zur Förderung der Jugendfürsorge ain negenaebraditm I tat verschiedensten Gebieten, zur Unterstützung bedürftiger Bete yiumenlDcnbe! I tonen aus den Kämpfen, an denen un,er Vaterland Anteil ge- IdenenHochmr xommen hat, und zu anderen wohltätigen Zwecken bcfttnimt. er ond Iran | Hon Herzen wünsche ich, baß bic Gaben int Sinne ber Spender

*" reichen Segen wirken und stiften mögen. Treu und warm schlägt allen mein Herz entgegen, die mich in den vergangenen Tagen huldigend umstanden hoben, meiner braven Armee und meinen bewahrten Beamten, der pflichttreuen Geistlichkeit, den SOlännern unb Frauen ber Wissenschaft unb Kunst, in Unterricht und Er­ziehung, in Industrie, Handel und Gewerbe, in Landwirtfchaft unb allen anderen Berufen, sowie der lieben 'lebensfrohen Jugend, bereit Wohl mir besonders angelegen ist. Tie Erinnerung nn die vergangenen Tage wird wie heller,warmer Sonn c n- scyein leuchten auf das Leben, das mir noch beschieden ist. Dieses Leben wird auch künftig in liebevoller Sorge unb Arbeit hem Wohle und dem Frieden meines teuren Vaterlandes geweiht bleiben. Ter Allmächtige, der Bayerns Volk bisher so gnädig geleitet hat, halte über ihm seine schirmende, segnende Hand für

Luchs tauben:

.Straßer: I.

Walter, Bauemheim, mann, Gießen L. A.

Koburger: K. . ..

Engl. Kröpfer: C. PH. und Paul Müller, Gießen, 3.

Franz. Kröpfer: Ehr. a ----

preis, 2. 3. und dreimal L. A.

Deutsche Kröpfer: I.

Sauerbier, Butzbach, je L. A.

Altdeutsche Kröpfer: H. Jäger, Oberhögern, 2.

Brünner Kröpfer: £>. Keller, Ossenheim, Ehrenpr.

und 2., sowie L. A., Hch. Högy, Laubach, L. A.

Steiger., rot: E. PH. und Paul Müller, Gießen, L. A.

Weiße P f a u t a u b c n: Apotheker Schwieder, Gießen 1. unb Ehrenpr., 2., L. A.

Perücken: L. Riegelmann, Gießen, Ehrenpr., L. A. ?lpotheker Schwieber, Gießen, breimal L. A.

Mövchcn: Jak. Kappes, Büdesheim, zweimal 2., Chr. Nebe, Gießen, W. Graulich, Rainrod je L. A.

Tümmler: A. Hanack XXXI., Kirchgöns, 3.

Sck)nippentauben: Chr. Nebe, Gießen, Ehrenpr., 3.