Zweiter Blatt
161 Zahrgang
ltt. 195
Erscheint täglich mH Ausnahme de? Sonntag».
Meteorologisch^ v^obachtungen der Station Gtefcat.
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3
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August
1911
Sonnenschein
-Lew. Hnnmel Sonnenschein
17.
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- öqfte Temperatur am i'iiedngite . ,
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Ti« „«leimt Lamlliendlätter" werden dem .Anzeiger' otermal wöchentlich beiqelegt. da? „Krtlsbletl für bei Knli riehen" zweimal wöchentlich. D,e ..landwlrifchastllche, Lett- trage«" erscheinen monatlich zweimal.
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16.
16.
IfisiteM liefert rasoh and billig« ßrühl'KheJW^f^1
Uleinigleiten in hessischen Schulhäusern.
3n der „Korrespondenz de» Tenlschen Lehrervcrein Tdei?mir betvegliche.Klagen:
Müller'sche vadeanstalt.
Was i erwärme der Lahn am 18. August: 16' U.
(Ein Brief -es „Grafen ve paffq".
Ter aus dem Heilbronner Gesangnis »um Zweitenmal aus gebrochene Hockstaplcr Lchieinangk, der sich mit Vorliebe Ci r a f de P as sy-Schi em a ngk nennt, bat von Eharlot tcnburg aus folgenden Bries an das Bert. Tgbl. gericbtei:
Berlin, 16. 8. 11.
Lehr geehrter Herr Rebaktenr!
Uj- j;. -'n Ver
Id, mir Ihnen mirzuteilen, daß ich auch die zweite Flucht mit
-k
Die deutsche flagge im Ausland.
ließet die deutsche Flagge in den außerdem scheu Htzsen werden in der Stotifnf des Teimdien Reichs lleberiiducn vcrönentlicht.
Wenn die Bedcutung der deutschen Seeschiffahrt richtig gewürdigt werden soll, muß neben dem Anteile der deutschen Alagge am Leeverlebre des eigenen Landes auch ihr Anteil am sec- verkehr der außerdeutschen Länder in Betracht gezogen und mit dem Seeoirkehre der schifte anderer Staaten in Bergleich ge I stellt werden. Zu diesem 3ivcd in in der Nachweisung neben einer Darstellung des Seeverkehrs der einzelnen Länder und! I ihrer wichtigsten Haien der '?üiteil der deutschen Flagge, derl Flagge des betreffenden Landes und der am Seeverkehr über -1 baupt am stärksten beteiligten britischen Flagge gegeben. Um I die tintiridlung des Seeverkehrs roäbrcnh einer Reihe von Zähren I verfolgen ;u können, werden die erorbcrlichen Zahlen, soweit! es möglich war, für die Jahre 1895, 1900, 1905 und 10< bi ! 1909 geboten.
Ans der Veröffentlichung geht hervor, dav der Anteil der deutschen Flagge am Welt'eeverkehre von Jabr u Fahr an Be- deumug gewinnt. An enter stelle, noch vor der Landesrlagge. stand sie im legten Berichtsiabr im Auslandsverkebr der rufnschen I Häsen an der Ostsee, am Weißen und am stillen _ Wette, an I zweiter in dem von Rußland int ganzen, von (troBbruannini, I Belgien. Portugal, Portorieo, Brasilien, Chile, Algerien, Map land Natal, Bersten. Britisch Indien, Cevlon, der Philippinen, I des Australischen Bundes, von Queensland, Neuiüdwales, Victoria, Süd mid Westaustralien, im Verkehre der Vereinigten Staaten von Amerika mit Europa, Asien und Afrika, wwie an I wichtigen Berkebrspunkten, wie dem suezianal, in Gibraltar, I Malta, Aden, sinqaoore und Hongkong. Tie dritte stelle bt- baiiuiete die deufche Flagge im Auslandsvcriebr schwebens, I Tänemarts, der Niederlande. Frankreichs, Spaniens, Merikos, I DCr stanari'chim Inieln, Marottos. Nlederlandi'ch Indiens, -yrau I zöfi'ch Indochinas, Japans und im Gnamtrerkehr der Vereinigten I Staaten von Amerika nm dein Auslande._____________________
märttc.
fc. rüicSbadeu, 17. Aug. Heu- und Sir oh markt Angefahren waten *2U Wagen nut Pen und Strol). Man notierte v e n alt U,UO-U,OO L'Il, n c u 9.00-9.40 Mk., Stroh (iHidjl- liroh) 6.00—6.00 wlk. — F r n ch t m arkt. Haler all 19.00—19.60 M. neu 17.0U-00.00 9)lf. Alle« tilr 100 Kilo.
eaSMUÄren - ssbgL , Moto^'y
3h'.3K.4.80. ojei* ' sAiiS. Wieder^'
Freitag, 18. August syst
Rotanonsdruck und Verlag der Br übliche» UnwersttLt4 - Buch- und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.
Redaktion. Expedition und Druckerei: vchul« (träne 7. Eroedtnon und Verlag: ^»1.
9tetartioiue=»N112. Iel.-?lbr_?lnieiger®te6cn»
-z-e
.Hochachtend
M. G ras de Vassn-Schi em a ngk.
Durch Vergleichtmg mit Briesen, die der Hochstapler aus dem Öcilbroimcr (Mängiue urlundlich verschickt bat, bat ba- > 4 ■ scslgestillt, daß der Bries echt ist. Es besteht die hohe XJahrmu'in licht eit, das; er nicht ctioa von einem Mittelsmann nach Berlin gebracht und in Ebarlotlenburg der Bost übergeben wurde
3u dem lliitersuchungögemngnis in .Heilbronn wurde der „Grat " nach seiner erftni Flucku au) erst scharf bcobod)tet. Da man immer wieder mit einem neuen Fluchtversuch rechnete. Man nahm tedoch von einer Fesselung zunächst Abstand. erst als fest« geltellt mirbe, daß er durch einen Mitgefangenen einen Briet an feinen früheren Privaliekrelar hmausichmuggelu wollte, legte man ihn an Metten und nahm ihm während der Nacht die m 1 Hb et fort, schieniaugk batte in diesem Brief darum gebeten, dast ihm Miet dungsstücke an einen bestimmten £rt gebracht ivurden hierauf neuen Fluchweriuch zu unternehmen Ei wurde daher walkend der Nacht an beiden Füßen gefesselt. Er erklärte, dal- er mit seiner Fesselung durchaus cinv erstand en sei, da dann doch wenig I stenS der Verdacht einer Flucht, der doch immer gegen ihn bestehe, von ihm genommen fei. Das B. D erhielt fchon vor einigen Tagen einen Brief eines guten Freundes oes ..Grafen', der daran' hinroHft, daß die Anklage, die seinem <rrcunbe bereit» Äugcftellt sei, auf sehr icknoachen Füßen stehe. Dem „Graten'',
। >ie Bereckitigung zu» ■' ihrung nad n eisen könne, sei lr■ ' l
geschädigt worden, und der „Graf" habe auch bei dem Maui des genommen Der Grasentitel könne ihm nicht abgeiorodwn weiden, Iba sdnemangt von einem Ausländer int Auslände adoptiere worden sei. Schiemang? sei ein gutmütig«, tollhihnei Men'M | von großem Wilsen. 2er Freund des „Grasen' 'ckiliestt leinen Bries nut der Frage: ,,sollte er auch eNva ein« von den viel
I icripottetcn, verfannten GenieS sein, die sid) erst bttrd) allerlei |scinciialsschläge emporarbeiten müssen'?"
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Mefallufilc .CbeiiHliW”*1 DUtMldoH -
Reue Gesetze für den Reichstag.
Dem alten Reichstage werden nur sozche Vorlagen noch zugehen, die einer dringenden Verabschiedung bedürfen, so der Enlwurs über die Verlängerung des dculsch-englischcn Handelsprovisoriums, der japanische Handelsvertrag und einige kleine Vorlagen. I
Unter den Vorlagen für den neuen Reichstag bc- l finden 'ich, so schreibt man uns aus Berlin, folgende in Vorbereitung: eine Novelle zur R c f o r m d e r d e u t s ch e u Fahr kartens! euer, ein Entwurf betreffend die Un halliürforgc bei Arbeiten, die freiwillig zur Rettung von Personen und zur Bergung von Gegenständen in Notfällen vorgcnommen werden, ein Entwurf eines Seeunfallgejetzes, I der das Gesetz betreffend die Nnterfuchung von secuniallnt auS dem Jahre 1877 abändern soll, um eine Beschleunigung der seeamtlichen Untersuchungen in Anlehnung au das ge richtlichc Strafverfahren yeroeizuführen, ein Entwurf nbcc I die Haftpflicht der Straßenbahnen für Dachschaden, dem aucn die Nevcttbahiu'n unterworfen sein sollen, eilt Entwurf bc I treffend Revision des sP i o n a g e ge s etz es, das gc wisse Unstimmigkeiten in den Strafbestimmungen über spio nage beseitigen soll, um die Müglichlcit zu geben, nut Aus I nähme von Hochverratsverbrechen bei Spionage mildernde Umstände zuzubilligen und für juchthaus Festungshaft cm I zuführen, eine Novelle zum Patenlgesetz, ein Reichs^ theatergesetz, ein Entwurf über die gesetzliche Rege- lung des Postscheckvertehrs, ein Entwurf rungsrnittelgesetzes, eine Novelle zum Brieftauben gesetz, ein Entwurf über die Neuregelung der s o n n t a g s ruhe im Handelsgewerbe, ein Entwurf über den Erwerb und Verlust der Staatsangehörigkeit, ein Entwurf betreffs Einschränkung in der Erteilung von ißanber^c« I wcrdescheinen, eine Mlovclle zum Rcichsbeamtengesetz betreffs Einführung des Wiederaulnahmevcrfahrens im Disz.plinar- verfahren, eine Vorlage über die Verwaltung der Einnahmen und An--gaben des Reichs und die Errichtung eines deutschen I Rechnungshofes (Reichskomptabililätsgesetz), und eine Reche llcinerer Vorlagen. . ..
lieber eine weitere Reihe von Materien find Erwa- aungeu eingeleitct worden, ohne daß sich schon absehen läßt, ob sie Gegenstand von Gesetzentwürfen sein werden.
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”Uhelm Dürh
JwÄtjjd-
Kenntnis haben müssen, wie der «aire von Pnh.mers in | der 3cit der deutschen Besatzung, der Präfekt des Deparlr ment-2- u. a. in , nie ein Sterbenswörtchen von dem Patriotismus der Delegraphenleilerin verlauten ließen. Er selbst| hatte geschwiegen und die Legende respektiert, wenn nicht aewi.se nbereiirige Leute, die ganz daran vergaßen, daß noch hinreichend zahlreiche Personen aus jener Zeit leben, Propaganda für eine Bildsäule der Juliette! T o du in Pilhiviers veranstaltet hätten. Die inzw.schen I verstorbene Tante hätte übrigens selbst die über sie gc schaffene Legende verlacht und ausgerufen-
..L^cnn idi mir das alles anfche, waS man über mich ichretbt. so must ick) mid) wirtlich fragen, ob Icaimc b'Arc tatfädHid’ alles das getan bat, was mau von ihr erzählt f
Ihr .velbinnenrunm wäre in Engyten-les-Mains bei Paris begründet loorbcn, wohin sie nach dem nnege^als Leiterin des Delegrapheii.Bureaus berufen wurde Ton machte jte die Beianntfchaft Villemeffants, des berühmten G ründers des Figaro", der kurz darauf in seinem Blatte eine wahre Tithyrambe auf die Heldin von P.thioiers Den hätte. Schon damals war t - bc
tue Lokalblätter von Pitchviers die Aufnahme dieses Ar» tifcle verweigerten. Interessant ist die Erwiderung Id er Verwandten Juliette ToduS, die uatnrlicn an ihrer Heldin mit aller Energie festhalten, daß tue deutschen Zeitungen selbst LobaNiket auf sie bei der Enthüllung Iber iv'cbculplatic des Svuvenir Francois gebracht hätten
so hätte also Deutschland eine französische Heldinnen Legende, an die die eigenen Landsleute nicht glauben wollen, I bekräftigt.__________________
polit'fcbc LaczcLscHatt.
Ljw—j»""-
(Siebener Anzeiger
General-Anzeiger für (Dberljejjcn
Mariiie»
beten, "-knecht,
Sommer
k?'b>'"ubsr» - rabcit, '^Aavekoiit^^ M. an der^' buntd ' teiliflc"- W® un - Mühen- r j cinv- ■,
lokal um8
n wie anderwärts finden sich immer noch Sdiulhäufci aus „alten Zeiten", 'Gebäude, die vorher als besitzen, nur nicht die. tue heute <
Lehrgebäude haben soll In der „Hess. Schulstatistik' von findet sich bei bei Beschreit
nungen und SchulKimmer nicht seld lall, feud nu dng". Wie des schulhauses die Ursache, daß die Lehrer sich nad) einer anderen stelle umsehen müssen! Bei der in den letzten l A'ochcu herrschenden Hitze machen nd) aber auch in sonst gut gebauten Lusern Mängel geltend, auf die man in einerI -■t ,0 viel ul'. I sd'U
luirb, die Ansmerksamkeit weiterer Kreise richten darf.
Es sind 25, ja 30 (trab im schatten. Für den Er wachsenen ist diese Glut ..unerträglich", „schrecklich", a I „furchtbar" i er macht es sich bequem, er richtet fick) feine 'Arbeit nach dieser Temperatur ein. Tausende gehen ins!
rqv, in Meer, in die Bäder, aber die Dorfjug \ iiVl hier -,u 6, zu s auf altmotuidien, unbequemen Banken, nelfad) buchnäblick) zusammengeteilt, denn in dem längst zu engen Saale werden -lassen von ■ja 80 .
-chüler untergebracht, wo und wie cs nur geht. Tie Gänge sind oft kaum ein halbe* Meter breit. Und in dieser Enge,! in dieser Lust heißt es jetzt vier stunden in Geduld, mit „Fleiß und Ausrnerksarnteit" zubringen! Wenn es möglich iräre, die Väter des Torses nur eine Woche lang hier in gleicher Lage „schwitzen" zu lassen, der Neubau wäre bald geuchmigl. Nun, im Sommer find ja Ferien! Tie dauern ircilid) nicht „immer und ewig", oft nur 14 Tage, und die Gegenden mit größerer Wiefenkultur, mit Lohrindenbau und »cwelbceren kennen diese Ernteferien überhaupt nicht.
>21 bei bei 25 Grad fällt der Unterricht doch aus? Nackr- mittags! Vormittags ist es 4 Stunden lang deshalb indn weniger heiß Es wäre aber in vielen Sälen immer noch erträglich, wenn die Fenster weniaftens mit guten $or- hänflen und mit Laden, die doch auch in der falten mhreszeit große Vorteile bieten würden, versehen wären, bst hi „stolzen" Schulhäusern, und mit <- verichten deS Lehrers wie bei -reiSschulkommifsion sdrettertl au bei angeblichen Ebbe in der «äerneindekasfe. Wie lauae ,chon führten viele Landwirte in den Viehställen die sdbit- iränfc ein, die gerade im Hochfommer von großem Vorteil I ist Auch in den Heinen Banernhösen crblidt man in muhe stall ufw. die Hähne der Wasferleitnng Wie sieht es ul' dieser Beziehung in vielen Schulhöfen aus' Die Brunnen fehlen gar ost, obwohl sie nach den geietzlickwn Bestimmungen vorhanden sein sollen. „Mensch und Tier" leckiU unter dieser Sonne nach Wasser, aber selbst inl tzercn schulhäiifern sehen sich bei 30 Grad Celsius Hun dcr:e von Minbern in den Pausen vergeblich nach Er- srischnng um, wenn nicht die Lehrer sich ihrer erbarmen unb au-> Nachbarhäusern oder von weiter abgelegenen 4,orp brunnen Wasser holen lassen. In jeden schulhof gehört ein Brunnen ober eine ausreichende Trinkanlage mit einer Reihe Becher. Tie Städte besitzen längst Röhrenbrunnen mit Wasserbecken für Vögel. Hunde und Zugtiere; warum sollte man da nickst auch diesen vielen Shnbern in den Schulhöfen Gelegenheit bieten, ihren Durst stillen in können! — Immer wieder schlägt bei Gewittern der Blitz ui Kirchen und Schulhänfer Das wird „von der! Maas bis an die Memel" nicht alles geschrieben über die schrecklichen Szenen, die sich hierbei abspielen! Geholfen ist damit gar nichts. Wie oft wird im ^anfe der Jahre ein und dasselbe Schulhans mehrmals vorn Unwetter be- schädigl, ohne daß man einen B l itz ableiter anbringt! Bei der tüchtigsten Schnlausficht, bei allem tfoit|d)ritt. Tie Sorge für Luft, Lickst und Wasser, — bei schütz unserer Schuljugend gegen all diese „Kleinigkeiten , wie i B die sonnenglut vom Juli und r'lltgust d. I., kann den Gemeindeverwaltungen nicht warm genug empfohlen
werden.
Die ZerftörungU heroinenlegende aus dem deutfch-sranzösischen Kriege
hat sich der „Matin" recht unpatriotifd) gerade ipähreiii' I der Erinnerttngstage an das große Ringen von lb<0 jur I Aufgabe gemacht. In allen Schuld ü d) e r n über den I Krieg wird unter den heldenhaften Französinnen jener tra-1 gischen Zeit eine gewisse Juliette Do du an hervor-1 ragender Stelle genannt. Diese damals zwanzigianrige I Tarne, übrigens eine geborene Kreolin, hatte nach diesen I Tarstellnngen in ihrem Amte als Leiterin des ^.elegrapben I Bureaus von Pithiviers bei Orleans während ^der beut I scheu Besetziliig der Stadt die Tepes ck)en des Feindes! a b g e f a n g e u und mit Gefahr ihres Lebens die Loire I Armee gerettet, die nahe daran war, umzingelt zu werden I Sie wurde von einer Magd angezeigt und kriegsgerichtlich zum Tobe burch Erschießen verurteilt, aber von dem Prinzen Friedrich Karl begnadigt, sie wurde auf den I Tagesbefehl der Armee genannt, 1877 mit der Militär I Gedenkmünze und im folgenden Jahre mit der Ehren legion ausgezeichnet. Nun erklärte aber vor einigen Tagen ber Maire von Pithiviers, Herr Devaux, bei der Preis Verteilung in der höheren Töchterschule, bet der Aufzählung der großen Patriotinnen der französischen Geschichten
„Mau darf darüber nicht erstaunt fein, daß ich bei oifiec Auszählung den Namen Juliette Todu's sortlasfe. Wenn die Tarftellung ihrer Heldentaten ihr geivific Hewunderungen verschaffen vermochte und selbst einigen polttifdicn Pcrfönlichleüen imponierte, so kann das gleiche nicht bei den Einwohnern int ! fercr Stadt der Fall sein, tlö gibt in Pithiviers noch zu viele Uebcrlebende von 1870, die wohl wissen, was an der Geschichte Wahres ist, einer Geschichte, die eine reine Legende bildet und deren Ursprung nicht sehr empfehlenswert erscheint."
Ter „Matin" hat sofort einen Berichterstatter nach Pi Ihiviers gesandt, um die näheren Aufklärungen Darüber von Herrn Devaux zu erhalten. Tiefer wies Denn auch recht anschaulich nackt, das; von Den Helbcntaten Des Frän lein Todu im Jahre ls<0 uirgend', eine Erwähnung zu entdecken ist und daß Per ouen, die zuerst Davon hatten
*
trotzdem ich Tag und Nackst von zwei erdilterten B .nueii deobaev- tet imirbe unb schon 'fit Monaten an oct «eile '• M'm llntersucknmgsrich.fr selbst dat mir ungewollt dis vü' ' berbe,- afirtMiit. Ich habe mckus verbrockien, als bau ick, -rutfi OKI in txr Gesellsckraft verkebrte und manche Nacht mit m .ui'ts beamten, sta.u-saiiwali, L an brät en, Polsteioffinrren imo in grnuhltd-üti Weise verbrack'te. x\m habe io lnnti: ui i ‘bulb aufrfliharrt, bi» ich jetzt sehe, bah man alle Anträge meiner Verteibiger und auw meine kurocivnnträgi < mtau' ablcbnie und in ganz einseitiger Prozestiührimg gegen mich ein Urteil lallen nolltc Man.- Mack, der Welt ill imstande, nur meinen im .tue lande mit Recht -. i-orbenen Titel abMdprcd'. n Ick, weide Ihnen baldigst meine Erlebnisse uiw. fo ictübern, oav auch die 3notier verstummen sollen, denn noch tue war id) dmnm genug, einem boitid . n Qkritfci oder r<'U;e,we,en Gelegen Heu ju geben, meine Verhältnisse ui Durchtchincn ?i. ral nu« inanb gcidkibigt, unb niemand ist gegen mid) autgciretciL ~i Reklame ber Poliiei und Gerichte hoi nur viele freunde er worben unb wirb mir noch hohe Zinsen bringen, ; erbinL ur dock nur den nnwissenden Leuten, die allerlei Vobn und spott mit meiner Person in bei Ceifcntlidiku treiben, mein >. etutnt • werben auch über Deutschland Imiaus, wo man aridere denkt uber mich wie einzelne eingebildete Narren hier Tctails über alles werde ich Ihnen baldigst zügel,en lassen. Da ick) in grohier Eile bin. so bitte ich um Eutid'uldigung meiner fluchtigen feilen.
kirchliche Nachrichten.
(Eoa.igelifd)c Gemeinde.
Sonntag, den 20. August, 10. nad) 2rinitati6. 6otte$bien|t.
3n der Stadtkirche.
Vormittags 8 U(n: Viarraffistent Schorle mmer.
Ehnstenlehre kür die Neukoiistniiierteii au5 der AtaikuS- aemeindc. ~ , r,
VormillagS 9V. Uhr: Pfarrer D. Schlosser.
Beichte unb heil. Abendmabl für die AlatthäuS- uub 1'larfuS- gemeinde. Anmelduiigcn werden für beide Gemeinden uu Marr. hau5 ttirchstraße 1 erbeten.
3n der Zohanaerkirche.
Vormittags 3 Uhr : Pfarrer Aus leid.
Eliiistenlehre für die Neiikonsirmierlen au5 der Johannes« gcnicinbc. •
Voriiiittags 97, Uhr: Pfarrer Adolp h.
Beichte und heil. Stbendinahl für die Lulas- und IohmiucS- I gemeinde. Aniiieldungei, werden für beide Gememden im Pfarrhaus Süd-Anlage v erbeten.
katholische Gemeinde.
6otttsöien|t.
SamStag, den 19. August 1911:
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: CJelcgenyeit I jur heil. Beicht.
Sonntag, den 20. Aug, 11. Sonn lag nach Pfingsten.
I Vormittags von 6Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.
, um 7 Uhr: Die erste heil. Messe.
, um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.
„ um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
w um 11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt.
-Viilitärgottc6bicnft.
Nachmittags um 2 Uhr: satrainentalische BruderschastS- Andacht.
viS 17. Zlugust — + 21,5 •<*.
. 17. , - + 124*0.
gegen Kop&^app, gegen Haarauih. Javelisiere dein Bit
JsroldasBe* /


