Nr. 2(8
Erschein, lägst- mtt Ausnahme bei «onntags.
Eeneral-Anzeiger für Oberhch'en
Tie ..Olehener Aamlllenblätter- werden dem .Anzeiger* viermal wöckentlick beigelegl, bat „Krtlsblatt für btt Kreis eichen" iroeunal wöchentlich. Tie „tandwlrtlchaftllchen Leit- frage»" erscheinen monatlich zweimal.
Zweites Blatt M. Jahrgang
Eichener Anzeiger
Samstag, 16. September |0U
Rotationsdruck und Beda» der Br üblichen UntwerTufiti • Buch- und Cteinbrucfenl 9t Lange. Sieben.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Ecknk- ftrafee 7. Expedition und Verlag: M»
Rtba.'uon:fce®lli. rel.--ldr^Anzeigcr ließen.
Tie Erhöhung der Futter
zwingen
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Der Stelle erbebt, rco bekanntlich Fürst 6isma:d
lQü neben feine berühmte Rede Hutt,
unftricnne reichtet roorotn, die mit 0>\v
Zwischen Der Tribüne und Dem Denkmat
landen bekränzt war.
kehr von Wien und lotausgeschlagene Ti
Oeim»
, Hile
Er- lunch
die Mannschaften gibt es nichts. _ „
Mittelpreise, die Steigerung aller Lebensmittclpreise Reich, Staat und itommunen »iinbert: von Mittioncn mehr aufzuwenden, teils direkt, teils ind. ekt. Direkt insofern, als der Staat Levensmittel für die Krankenhäuser, Siechenhäuser und nicln zuletzt für Die Gefängnisse z_ höheren Preisen kaufen
dein Säckel dieser Herren in Die dieich^fafie fließt, steht durchaus nicht im Verhältnis zu den Leistungen, die von Dem armen Arbeiter verlangt werden Ader immer wieder wird dieselbe Heuchelei bervorgebradn. daß cs heißt, die Arbeiter hätten weniger Steuern in zahlen als die Reichen, da die Reichen angeblich für Die besseren Sorten auch höhere Stenern zu zahlen hätten Dieselbe Heuchelei zeigt sich and, bei der Üirdje Die evangelische Mirdic nicht ausgenommen. Wenn wir jetzt einen Mrie.j bekommen, bann wird aut allen Kanzeln Deutschlands für den Sieg gebetet. Dasselbe tuen aber auch die Franzosen, Engländer und Spanier. Und da wir nicht mehr, rote in allen Zeiten die Griechen und Romer, einen nationalen Gott haben, sondern einen internationalen, so kommt Du arme Gott in Die größte Verlegenheit Heiterkeit In der Militärvenialtung haben wir unsererieits eure sehr wichtige Forderung zu stellen. Bereits 1906 haben wir den Antrag eingebracht, daß
der Sold des gemeinen Mannes
von 22 Pi. pro Tag erhöht werde. Diese 22 Pscnnige ejutieren schon seit Jahrhunderten Man bat von den Unterontzieren bis zum Geneialseldmarschall die Gehälter ganz erheblich erhöbt, nur der gemeine '.Wann ist leer ausgegangen. Und ich empfehle Ihnen bei den nächsten Reichstagswahleu, wenn da wieder von unserer nationalen Feindseligkeit erzählt wird, zu erjäblen, daß wir den armen Temeln bis notroenötge Erhöhung geben wollten.
mit der Palme in der Hand, als FriedenScngel, an sie gelehnt August Bebel. Aus einem weiteren Wagen hatte Leör- b o u r Maurenbrecher vor und feilte ihm den Mopf ein, und zwar nicht zu knapp. Auch der Reichstagsabaeorbnctc Leber, Der in einer Rede auf dem Parteitage die Genossen ermahnt hatte, fleißig das Vollst)ad zu besuchen, war aus einem Wagen vertret.n Er zeigte sich als glücklicher Beiitzcr c.ner Badewanne, die er ini- ermüblid) anpries. Tas schönste bradite aber ber Schluß Tv" fuhr ein Tienstmann eine kleine Handkarre, bie das gebniv bes Parteitages in kurzer aber uiclfagenbcr Weise fanimensaßtc: einen Haufen Mut' Ter Zug bewegte von 1 Uhr an durch die Hauptstraßen Der Stabt und war über all der Gegenstanb lebhafte st en Interesses
da mit schlotternden Shticcn.
An Stelle des tzotteiitoti ublocks trat dann der idnvariblauc Block Ter iß homogen, die Rechte unb Zentrum gehören zusammen. In Agrarpolitik, Schulpolitik, Kircktenpolitik, Militär- unb ßlotlcnpoluit, uno ikunst und Wmcnicyatt benehen geuiein- schattlickte Anschaltungen zwilchen Zentrum unb .'konservativen. Wenn bas Zentrum irgend etwas encidtcn will, io wird die StulturlauiPiiabnc erhoben und die katholische Religion in ('kiahr erklärt unb bann werden all die alten Phrasen lecvorgeholt, an die kein denkender MatbohF mehr glaubt Wir müssen alles am* bieten, um den schwarzblauen Block zu sprengen, ihm seine Mandate abnehmen. Das Zentrum übt allerdings bei den Wahlen eine ganz gute Taktik Es schert sich um keine Grundsävc unb i’oiuif Es tritt in Bahern mit unseren Genossen von Der Sozialdcmokcatte für das allgemeine Stiinmred)t ein, ebenso in Baden iür das allgemeine <stimnircd>t, wahrend es in Preußen und Hessen alles aufbictct, um das allgemeine Stimmrecht zu Fall zu bringen. Es richtet iidi ganz nad) deii Möglichkeiten und fragt nicht, ob dabei seine Ueoer- zengung zum Teuicl geht. Ick, habe eben von Dem Bundni s in Bayern gesprochen, das luat so regelrecht abgeschlossen wie nur irgeiid möglich unb wenn das Zentrum bei den nächsten Wahlen mit ulk'!len '"Winein gegen uns antampicn will, gilt es vor allem, an diese- Bündnis zu erinnern. Es ift hbgcidiloiirn von dem verstorbenen Erzbischvi von Attiuck>en mit unserem leider ebenfalls verstorbenen Genossen Gerhard
im Do in »u Speyer a n möglichst ruhiger stelle, nämlich unten bei den alten Maiiergrabern. (Große Heiterkeit.) Dort ist die Verabredung für die nächit.'n Landtagswahlen getroffen worben. Das müssen wir in jeder Volksversammlung unseren Gegnern vorhalten unb den Schwarzen unter bie 'Jt a f e reiben. Denn es sind Zeugen für jene Unterredung vorhanden Gerade der neue Erzbischof von München ist einer der schärfsten Heyer gegen die Sozialdemokratie. Ausschlaggebend ist ferner bi c Haltung deö Zentrums im Reichstage. Tic Verteuerung aller Lebensmittel hat das christliche Zentrum in erster Linie ai;i Dem Gewissen. Wir kampsen für bie Mühseligen und Beladenen, unb das müßte eigentlich die Aufgabe des Zentrums fein, ^üi habe den Herren vom Zentrum schon einmal im Reichstage ztigern «en: Wenn Euer Herr Christus wieder aus die Erde tarne, w wurde er nid)t bei Euch, sondern bei uns Platz nehmen, weil wir Die einzige Partei sind, bie seine Grundsätze verfolgt. Tas Zentrum hat aud) die Militär- und Marinesorderungen unterstützt. Ent letzt wieder nimmt es in der Marolkosrage eine höchst zweideutige Haltung cm. Man buhlt jetzt um bie Gunst des Kaisers, bau es einen gcrabeju anekeln und anwidern muß. Wir und ja ld)on _in eine gewisse Klemme gebracht, was wir tun sollen bei den Stichwahlen. Mit aller Lchärse muß immer wieder betont werden, baß bas Zentrum es war, das bic Erbickattssteuer zu jall brachte.' Die Liberalen waren bereit, 400 Millionen zu praien- tieren. Das Zentrum hatte in seiner^ Eigen,cha't als chnniichc Partei die uiibcbingte Pflicht und Lchuldigketi gehabt, J>a iur zu sorgen, daß diese Hunderte von Millionen nur auj Die -schultern der Reickien unb nicht derDllrmen unb Elenden gelegt wurden. Statt dessen hatte das Zentrum noch Die Unvei chamthcit, nach Erledigung der Reichsiinanzrcform seinen Patriotismus in Da-.- Reich hinauszuposaunen unb sich seiner Erfolge zu rühmen. -sclDn* Deritänblid) ist das Zentrum nicht allein schuldig xie Liberalen waren ja ausnahmsweise bei ber Reichsjinan-reiorm m ber lppo- Ütion. Aber die Mittelstandsleute, Komeroatipe und Antueiniten benutzten bic Gelegenheit, sich als große Politiker und Retter des Vaterlandes aufzuspielen. Besonders die An tu ernt ten dachten nicht Daran, bie Rettung des Kleinhandroctts und des Mittelstandes überhaupt sich angelegen iem zu lallen, von ber sie bod> sonst so viele schöne Worte machen -sie tun bas Gegen tetl von dem, was sie tun müßten. Der Etat iür 1910 hat angeblich einen Ueberschuß von 117 Millionen gebracht, was große §reube und großen Jubel bet Den staatserhaUenben Parteien her vorries. Sie riefen: Ta letzt Ihr, in welch gute JinanUage das Reich kommt. 'Jlber Herr Wermuth hat gleich VeraiUai'ung genommen, zurückzupfsisen, unb sagte: Redet nicht von guten Hinanzen, das ist gar nicht der Soll, wir haben eine Menge Schulden zu decken und wir können von den 11< '.Viilltonen Ueberschuß auck nicht einen einzigen P ennig zur Bezahlung unterer Schulden verwenden. Die Natwnalliberalen haben u a. die Forderung aufgeftellt, die alten Schiftsplatten anszuschalten und neue Schisse zu bauen Das bedeutet natürlich eine neue ,V.r Itärfuiig der Flott? unb eine gewaltige Mehrbelastung des Etats. Tie Herren appellieren an den Patriotismus des Volles, aber eigentlich müßten bie Leute, bic bar aus den Vorteil : aben. Du Mehrkosten bezahlen. Und das sind die uapitalb.cu, denn D.:raj bic Flotte werden durchweg nur tapitalv.-.idie Interessen ge'diutzt. Wird Deutschland aber in einen xrieg verwickelt, so sind es bie großen Massen, bie die Zech? zu be ahlcn haben Das zahlen denn Du besitzenden Klassen, B an ka-u. uns SuderrSteuer, im Verhältnis -u ihrem Einkommen. Was aus
Aut einem Balkon d.s naierbauicn Palast Hotels „Fürstcnhos" sah zuialllg der Abgeordnete Liebknecht herab, als bet Zug oorbtiiog Als er sein EbcnbilD auf einem Der Wagen m < .nah, bat. ihn in dem Moment Darftelltc, wie er feine Marokko Protest- rede im Treptower Park hält, brehrc er sich ärgerlich um uno ging ins Zimmer zurück, während bie Stubemen unten »Heil Dir im Sicgerkranz" fangen.
Vor ban Hotel „Zur Sonne" stieß.n bie Studenten auf den Abgeordneten Lebebour, ber beim V.nblil bei . rotto-Eppreß-Zug unD 'eines Äonicrkio un Zuge nch edc,i alls seitwärts in Die Büsche schlug SobalD überhaupt unci cec uhren- Dai Genossen oon Den Stubemen ertamu wurde, begrüßte man ibn nut Der „Wacht am Rhein", ober dem Liebe „Scuiic ianb, Deutschland über alles", unb jcbeemal erregter H ü r i Heiterkeit, wenn Dann Der put einem M obc 1 - wagen sitzende Bebel betrübt den .'topf schüttelte unb vergeblich Die „Marseillaise" anzustimmen suchte. Zn der Nähe Der Universität verstärkte »ich der Zug durch eine neue originelle Gruppe Vür einem Schmeer- karren erschien Der kur vor b. m Paneitagc ausge ' 1 os - i c n c 91 e o a f t e .
sitzend, in Der Hand eine kleine ich.varz-weig-rote Fahne haltend. Em blutrot gekleideter Henker zog Den Marren, Den andern Wagen zum Richtsatz nach. 'Eine weite Au-'ahrt Der Studenten auf dem Mar'tplatze wuro? u '.-.zeitig ton Der Polizei inhibiert, die sich üahir Icbtiiie Prou- : und '1.ciie.iniic grallen lanen mußte. Jiarbbcm 'ich Die SstDcnicn u ; . tntt hatten, pcrianrrndiui sic ich m den Wem-mben am Markt bezw. m einem Dor: beftnDlutzen rtorpoiotionshaui,. Vor c>er W ci.;- llubevon Göhrc tarn cs alsbald zu Plänkeleien zi . dien . .chtung des Matt:'.:.? tetigen Srrmern und be.i Studenten, Die lebhaft Dagegen proteuurten, Dag Der ganze . ’.artt ab gesperrt wurde Ter Wcinstubenbe'itzer Göhre selbst tvr..;dne mit Gewalt die auf feinem Vorplätze von Dm Lrcnem i. fgcftcllten Tische und Stuhle zu entfernen, mur,u aber bald .:. Ucr.i~iad< weichen.
Inzwischen war unmittelbar vor dem Bismarck-Brunnen, Der Den Play seit dem Jahre 1892 schmückt, unb ? an
Sozialdemokratischer Parteitag.
~ Jena, 15. September
Bebel über hie NtichstagSmahlen.
Nach Eröffnung ber heutigen Sitzung burdj den Borsitzendeii Reichstagsabgeorbneleii Leber ergreift Bebel bas Wort:
Parteigenossen! Bevor ich aus mein Referat entgehe, bin ich genötigt, meinen gestrigen Ausführungen eine flaue Berich lassen. Ich habe angenommen.
aus bau internationalen Äongreß 1908 bi' Franzosen in ihren veriduebenen Araftioncn sich für ben Massenstreik i m Kriegsfälle erklärt hätten. Das war an Irrtum Sic haben sich entschicbcn bagegen ausgesprochen unb sür unsere Resolution gestimmt.
Bebel fährt bann fort: Ter diesjährige Reichstag geht nun mehr seinem Ende zu. Wenn nicht uncnoartetc Ercignni'e ein treten, werden die Neuwahlen in der ersten Hälfte des Januar, also in vier Monaten ftattfinbcn, in ber zweiten Hälfte bcs 3otuai bie Stichwahlen In ben ersten Tagen be^ Februar würbe ban über neue Reid»tog lufainmcnlreten. Im Laufe Der Jahrzehnte ist gewiß ein Truck von Regierung unb Untei irchmettum bei ben Wahlen ausgcübt worben So viel wie bei ben letzten Wahlen aber war es nie geschehen
vom Minister bis zum letzten Nachtwächter.
Ter Erfolg war, baß wir Sozialbemokratcn zwar eine Bienel- million Stimmen mehr erhielten, baß wir jebvch 36 Manbate verloren unb von 79 auf 48 Abgeordnete zurückgingen. Großer Jubel herrschte nicht nur in ber bcutidicn, sonban auch in ber ganzen internationalen bürgerlichen Welt. Nun ,|t ber Hottentottenblock jugruubc gegangen. Tcruburg hat auch Idion ben Ministersessel verlassen unb loirb letzt dnrck) unsere Laub, (oute, bic schwarzen Buschmänner, gehörig geärgert Heilakci! Bei ber Reickisfinanzresorm soll ja Fürst Bülow an Den Kaiser herangetreten sein unb ihn gebeten haben, er solle ben Reichstag auslösen. Ta soll ber Hohe Herr gesagt haben:
iLebhaflcS Hört! Hört!) D- --------------- . . c
zeigt, bah wir nicht tot waren. Wir eroberten un Laute der Iahte eiitc ganze Reihe von Manbalen, mehr als alle burgi'rltdicn Parteien zusammen unb' heute flehen bic bürgcrlid)eii Parteien
Tie studentische Gegenkmidgebung
anb bereit» unmittelbar nad) ber Sitzung statt, rooDuid) bic Genossen Dollftänbig überrascht würben Ter hier antveienbc c- " ber Jenenser Stubnitenidiart halte iid) eine Anzahl o b <•: • wagen besorgt, bic mit lauter amüsanten, aut bic Vcrhaiiblun.un bezüglichen Inschriiten bebeckt roaren Aus bem ersten Wagen betanb sich eine Musikkapelle, ber leboch bas Spielen unurmt war. Mit Rücksicht au| bas vom Bejuksducktor ut 'ApoIva bis zur Stabtocnualtung von Jena bett Soii-ilbeniofraicn nci.u- über bewiesene Entgcgenlommcn war bie ganze Vcranstultiiug als eine Veiulkung dieses Entgegenkommens gedacht -o hall' ber Bejirksbirektor von Apolda die B e t' ckt w e r b e bes W - t n tubenbei'ivers Paul Äohre abgelcäni, roonad- bui.r ich Genossen bas Recht abfttcücn ivolltc, ben Platz vor feinem Lokal mit Tischen unb Stühlen zu besetzen. Ferner hatte ber Bei i tzc r bes ne n erbauten Eas 6 s Passage ber bort konzer- tierenben Kapelle untersagt, wältenb bes Part
das Lieb „Teutschlanb T c u t i d) 1 a n b üb e r a 11 c •. an Rücksicht au 1 bie Genossen z u spielen x 11 c .1 würbe auch aut teilen ber Schutzmannschaft ein sehr lil»ralcs Verhalten gegenüber Dem Parteitage bewiesen. Aus bicien <ürun- ben hatten bie Stubenten aus bem »weiten Wagen den Besitzer
EasL-s Passage, Morgenstern, plaziert und an bem Wagen bie Inschrift angebracht:
L bu mein lieber Morgenstern, Tu haft bic Sozi gar zu gern!
Ter Wagen würbe flankiert von zwei imitierten Schutzleuten, bie über ber Uniform rote Schärpen trugen. Aut bem folgenden Wagen
s a h man Rosa Luxemburg in rotem Schlepp- g e ro a n b c
daß sie aber abgeleönt würbe, weil kein Qklb vorhanbcn war Ti. Erhöhung wurde jährlich 18 bis 20 Millionen Mark kosten Tas ist naturlid) zuviel. Wenn cs sich aber um andere Tinge in Der Militärverwaltung handelt, dann werden Hunderte von Millionen aiutgegcbcn, ohne mit der Wimper zu zucken, für
über ben Bestrebungen, England unb Deutschland i vc.t'etz n. die großen gemeinsamen Intcrefsen der arbfiirnbtn m ."fit l'fib i Länder an Der Erhaltung und Festigung Der fn Dr.d'ci Bez"'' zwischen Zrnen darlegt und das ,,alt'chivicl der Hetzet .iu> .
Lohsck» Dortmund begründet einen Antrag, am
die Arbc.t aiiszuiftzen B?i der Wahl 1907 war bic icnttiu > n möglich, weil an vielen Crkn die Arbeiter nicht tut Wahl komm konnten, bezro. bic Vorbereitungen zur Wahl nicht erolgcn len " >
Scheibe Bochum^ spricht sich m äbuhdinn Sinr ans, hJ aber bic Donmunder Forberung für zu ro.itgchend
In seinem Schlußwort betont Bebel noDniale. das, r nicht in icbcm Falle Die Untentützung der Liberalen propon: : sondern ihn mir als ba- kleinere Uebd hingestellt h.ie?
Daraus wirb Die Parleitagsentsdiließung angenommen. . Antrag TortmunD wird zurückgezogen.
Bebel spricht noch zur Geichasisordnung: Es idm-irrcn bin auf dem Panfltag allerlei Früchte Es ist mir mügetiill wotd . . daß der Teil der
Jenenser Studentenschaft.
der fid) zurzeit hier befindet, ben Gebauken erörtert, ob nu in irgend einer Form unh't Markliesl flciiöri werben konnte halle bas »unudift natürlich für einen llnimn, beim ich bin . » Meinung, daß bic Stubcntcn, bie doch ben Kreisen von Bilbuni und Besitz angehören, (Znrus: anqchören sollen! iid) idroinni müßlen. Derartige Demonstralionen l.ervorzuru'e» Sollte das Gerücht aber richtig sein und sollte cs vertu du werben, da la>i;i wir mit uns rebe» unb ich kamt ben Herrn nur den Rat gebe*:, ihre Buckel sich cttvas anSzuwatliercn.
Rcidislagsabg. Leber: Wir haben unsere Mai,regeln V. reils getroffen. Danadilrdi Hal im hiesigen „Weimarisd en -- eine Sitzung der Stubentcnschast staltgcfunden, in bei über em. Gegenbcmonslration beraten würbe Wir haben lorort uiifii: Gegenmaßnahmen getroffen unb wissen, baß bie Studenten eimn Umzug arrangiert haben. Wir werben tun, was wir für nötig halten.
ES werben baraut noch einige Anträge crlcbigt k.nioi u u loerbcn noch ctniflc Anträge erlcbigt, bie Berichte Der B hl nun, fommitiion cntgcgcngcnonun u. bie Vorstandswal >en vorgenomr? rooranf mit ber Wahl des LrteS bes nächsten Partfiiages bet bicSjäHrige fein Enbc erreicht.
werben gezwungen sein, burd)
Forderung von Lohnerhöhungen
einen Ausgleich zu fd?aifcn. Tas mögen sich bic Unternehmer hinter bie Ohren schreiben.
Wenn aus irgenb einem Gebiete bie Frage ber Sozialisierung Ijcrantritt, so wird diese bei Drr Landwirtschaft am ajlcr- leichtestcn durchzufuhicn sein. Tie Fleischpreise macht gegenroartig nicht der Fleischer, die Preise für Backwaren nicht ber Bäcker, bie Preise rnadxn bie Innung unb bie Organisattoir. Jede Steigerung bcs Marktes, bie eine Preissteigerung ermöglicht, wirb auch grünbhd) ausgenutzt Wo ein Preisausschlag von 10 Prozent reichlick) genügen würbe, ba werben 15 bis 20 Prozent genommen. Tic Arbeiter aber bürsen so etwas nicht tun, sic müssen ihre Arbcitskrast so billig als möglich verlausen. Tic Ungercditigfcit liegt auf ber Hand, aber bas tut nichts. Wenn irgend jcmanb Schutzmaßregeln braucht, so finb eS bic Arbeiter, bie Mleingcroerbctrcibenbcn, bic Hanbwcrker und sind es die Beamten. Tte Agrarmaßregeln müssen fallen, daiür werden wir sorgen. Jetzt droht man wieder mit einem Verbot der Einjuhr nir Gcslugel. Tie deuli'd)e Laiidwirtschaft erzeugt nicht genug Geflügel. DaS liegt nicht am Land, bas liegt an der schlechten Ausnutzung bcS Grunb und Bodens.
Teutschland könnte 100 Millionen Menschen ernähren.
Tozu gehört nichts als eine völlige Umwälzung des Produktion^ systems .lebhaste Zustimmung-. Statt dessen verlangt man, baß unsere Lanbslcute auswanbern, baß sie nach Marokko gehen, roo ihnen bie Sonne noch viel heißer aus ben Schädel brennt als uns lyier in bi es em Sommer. Heiterkeit.) _ Wir haben aud) iür ben nächsten Reidrötag bas neue Strafgesetzbuch zu erwarten, bas ganz scharfe Ausnahmegesetze gegen bic Arbeiter in greifbare Nahe rückt. Sie wissen, baß man schon so lief gesunken ist, baß man ben Arbeiter, ber bas Koalitionsrecht auSübt, als Erpresser bestrafen will.
Tann nod, ein ganz besonders wichtiger Punkt: bet neue Reichstag wirb sich auch mit der
Beratung bcs Zolltarifs
iu beschäitigcn haben. Dir müssen btese Frage also jetzt bei ber Agitation besonbers venvenben Tre 'Agrarier werben reicher höbe Zolle verlangen. Wir müssen gegen bic neue Zo11vor- läge Sturm laufen. Wir werben auch wahrscheinlich bic Frage bes Treiklasiemoahlrcchts im Reichstage zu erörtern Haben. Wir müssen im nächsten Wahlkampf alle Kräfte Daran setzen, um etwas 511 erreichen Ich will Euch aber nochmals vorhalten: S e i b feine Optimisten! Wir bürien uns nichts in Siegeshoff nungen wiegen. Tamit schwachen wir innere Stoßkraft. Laßt cs an einiger Agttatwnsarbeit nicht fehlen Wir haben allerdings in den letzten Jahren um 120 000 Mitglieder zugenommen und Die bürgerliche Preffe ist ja Darüber ciuictzt. Ist es doch doppelt io viel, als Die süddeutsche Volkspartei zusammen ausmacht. Seid Euch klar, baß bie in unserer Vorstandsresolution auigcüellien Forderungen mit aller Macht erhoben werden, aber datz sie das geringste oarilcllcn, was rci: überhaupt von den Stichwahl- kandidaten ber Gegner fordern müssen. Tie Forderunaen sind wirklich sehr bescheiden. Zustimmung, Wahlcnthaltung..' 'Ja, meine verehrten Genossen aus SüDDeutjcblanb. Was tun? Etwa Stimmenthaltung preDicjen? Sie wissen bock, wie es früher war, tic Wähler icmien in gebaren zur Wahlurne unb laffcn es sich nicht nehmen, rür ben Mann zu stimmen, b.-n sie für den beferen lallen. Wir haben gesehen, wohin wir mtt diesen Stimmenthaltungen lammen. Wir rocröen Diese Dummheit nickt noch einmal machen
io ztthcn wir sie ben NichUibcralen vor" hat natürlich nur ben Sinn, baß wir aus bic Erfüllung dieser Forderungen in erster Linie schcn.
Sie sehen also, daß die kommenden Wahlen die wichtigsten sitid, die rotr icmals hauen und baß bei diesen ^Wahlen Die wichtigsten Interessen der Ärbetterktafse auf dem Spiele stehen unb ba müsfen wir schon jetzt dcnlatcntenKriegsznstanb proklamieren. Alle Mann auf Teck! Stürmiidxr BeisaU.'
Eduarb Bernstein begrünDcte bann ben Antrag: „2er Patteivorstanb möge, wenn möglich, noch vor ben Rerchstags- wahlen, Die Ausgabe einer Broschüre veranlassen, welche gegen
muß, inbirekt aber inioiern, als Reich, Staat unb Gemcinben I ch trau mich nicht! die Beamtengehälter nicht unwcscntlid) erhoben mußten. (Zuruf:
Tie Nachwahlen hatten ja auch ge ! Z i v i 11 i N ?' Ja, gani recht, bem preußischen König würben ^.,c uamivayien ijaircn » aud) 3* . Millionen Mark mehr bewilligt, ba er mit ben
16 Millionen nicht mehr auskomincn konnte Die kopilose «teuer- Politik hat aud) bas Zentrum nntverfchulbet, gegen bas wir ben Kamps bcionbers richten müssen, «o geht cs nun Nicht mehr weiter, cs müssen Stcucrreiormforschläge für Den neuen Reichstag lommcn. Aud) eine neue F l v 11 c n v o r 1 o g e stehl uns im Rcld.slagc bepor. Auck in Frankreich beabsichtigt man eine Vernarlung ber Flotte. Ta aber tann man sich bas eher leinen, Deivt Die Franzoicu haben feinen io großen Bepölkcrungs- ;uwad)s wie Tentichlano. England wirb cuai nicht bei seinen jährlichen Ausgaben von 880 Millionm stehen bleiben können Die jetzige Preissteigerung, bic nickt bloß burd) bic Zoll unb Steuerpolitik, sondern aud) durch bic Hitze bcs Sommers Per ursacht ist, roirb längere Zeit bestehen bleiben. Tic Arbeiter


