Zweiter Blatt
161. Jahrgang
Nr. 165
Erich eint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
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Der Beigeordnete erklärt,
und Boden, hier also im
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Neubau des Eießener Amtsgerichts
betrifft, uni) die der Ltaüwerordnctc Grünewald gestellt hat.
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Gießen befduiftigr und am
in welcher Weiserer die an Das schon bestchenDc
Die ..Eletzener Za-illenblätter" werden dem »Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, daS „KreUblott für de« Krell Siehen" zweimal wöchentlich. Tie .^aNdwirtschastllchen Lett, fragt«" erscheinen monatlich zweimal.
Redaktion, Expedition und Druckerei: 'schul- srraße 7. Expedition und Verlag: Redaktion:^S 112. T el.-Adr_-Anzeiger Dießen.
im®11”"
zreitag, 14. Zull 1911
"Rotatiok^druck und Verlag der Brühl'schen UniversttälS - Buch- und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.
Sir LIdon Sorst, Statthalter von Aegypten f-
Der bisherige diplomatische Agent Großbritanniens in Leayptcn, 3ir Eldon Gorst, ist am Mittwoch früh gestorben lieber die Persönlichkeit Gorsts und seine Verdienste schreibt uns unser Londoner Mitarbeiter:
£ London. 12. Juli.
Als aitcfler Sohn Sir John Gorsts wurde Sir Eldon im Jahre 1861 in Neu Seeland geboren. Seine Studien legte er in Eton- und im Trrnity-Eolleg in Cambridge zurück. Nach Verlassen dec Unromiuit bcrcdcrc er sich für die juristische Lau' imhn vor und im Jahre 18M.3 trat er al? Privatsekretär Lord ilandoph Churchills ins politische V.bcn ein Im Jahre 1886 begab sich Sir Eldon Gorst als offizieller Sekretär Lord Cromcrs nach Kairo, um vier Jahre später in den Dienst der ägypttfd/en Negierung einzutreten
Als Berater des Ministeriums den Innern wurde er nut der Reorganisation der ägnp lisch en Polizei belraur. Sein Organisationstalent fand seine prompt Anerkennung, als ir nach Durchführung der notwendigen Resorinen zum Ritter - -tjinuiaubcur des Bath Ordens ernannt wurde. Im Jahre 1904 mürbe er nach England ins Ministerium des Auswärtigen als Gehilfe des Untcrstaatssekrctärs für auswärtige Politik berufen. Glücklicherweise bedeuteten die brci Jahre Aufenthalts in Whitel/all keine Unterbrechung für die ägyptischen Erfolge. Sie bedeuteten im Gegenteil für Sir Eldon eine Vorbereitungsperiode für die großen Aufgaben, denen er sich gegenüber sal), als er im Jahre 1V07 nach dem Rücktritt Lord Croncrs zu denen Nachfolger ernannt lvurde. Als sich Sir Eldon Gorst vor vier Jahren nach Aegypten begab, da gab cs in der Seffent- lichkeit nur eine Stimme, und die verkündete, baß nur c r der richtige Mann für den Posten sei. Nicht nur, daß er arabisch verstaub, er sprach cs mit der Geläufigleit eines Angeborenen. Während Lord Cromcr die Stelle eines
Diktators in Aegypten beficibctc, kam <s,r Eldon
Gorst mit der Zriedenspalme Er war ^überzeugt, beß Aegyvtcn zur Selbstverwaltung reif sei. ^ein Ideal bnianb nicht ui der Berwaltimg Aegyptens unter cngliidier Diktatur, sondern unter englischer beratender Führung, ^rotzhem machte er sich kleiner Mißgriffe schuldig. Die Ermordung Boutros Jascha-.' war die unmittelbare Folge eines solchen. Ein Mopte ujß Ministerpräsident war den Nationaliüeii ein Dorn im Auge. - Tic stürmischen Monate, die dem mörderischen Attentat aus SoutroS Pascha folgten, waren harte Tage sür Sir Eldon Gorst, >i ihn ja selbst der Tadel Batiours traf, der aussührte, daß tu eine Politik der eisernen Hand daS Prestige Englands in Aegypten aufrecht erljaltcn ‘öiinc_____________
bett habe, durch einen Flügelanbau dem Bedürfnisse abzuhcljcri ES entstand in der Kammer die Ansicht, daß die Stadt das Proielt eines Neubaues an der neuen Querstraße, parallel mit her Lst-Anlagc, wesentlich deshalb gefördert habe, weil sie den Beginn der Bebauung dieser Straße und m Verbindung damit die Verwertung ihrer dort liegenden Wicscngrundmrcke wumchte Man wat vollkommen einig darüber, daß als die für die Rechtspflege zweckmäßigere Lösung, bet der zudem erhebliche Geld mittel erspart werden, die Erweiterung des bestehenden Justiz gebäubc« nach der Fuldaschen Besitzung zu erscheint.
Es ist klar, daß die Anschauung der leitenden Stellen in Regierung und Landtag als ob die Stadt Gießen die Verwendung staatlicher Mittel sinanuellen Interessen der Gruudbesilicr dienu bar machen wolle, außerordentlich nachteilig sein würde für die Beurteilung ihrer Wünsche und Bedürfnisse in der Jukun't und ich habe deshalb mit allem Nachdruck dem lb mm ctaatsminiiter auf seine Aeußcrung, die Errichtung eines Flügelanbaues sei lediglich behindert durch die Weigerung der Stadt bezüglich btr Führung der Landgrascusttaße, erwidert, daß ich nicht zwetile, die Stadt werde, zumal ja dtc Landgrasensttaße ohnehin keine gerade Baufluckulinie habe, gerne die Versetzung geiichmigeu, um dem Fiskus entgegenzulommen und zu ermöglichen, daß er ,o baut wie es dem Bedürfnisse entspricht und wie cs im Inter- der Staatsfinanzen cnuünidg erscheint.
An Großh. Bürgermeisterei richte ich die Anfrage:
ob dieselbe bereit ist, die Versetzung der Landgrafen,tratze um 8—10 Meter nach der Fuldaschen Besitzung zu und eine entsprechende Aenderimg der Baufluchtlinie zu bewirken. Beigeordneter Keller bemedt dazu, daß inzwischen vom Ministerium an die Bürgermeisterei der Antrag gestellt sei, ine geplante Straßcnverlängcrung über die Wiesen nach dem Philosophenwald nm 10 bis 12 Meter nach links zu verlegen, und daß demnächst der Staat der Stadt Skizzen darüber vorlegen werde, " ' Amtsgerichtsfragc durch einen Anbau
Gerichtsgebäude zu lösen beabsichtigt. 4JC[ VCIUCUIUHCLC unuu, daß die Behauptung, die Stadtverwaltung habe im Interesse der besseren Verwertung von Grund und Boden, hier also im Jnterefse der Wiesenbesiyer, es unternommen, die Erbauung eines Gerichtsgebäudes an der neuen proieltierteii Straße hcrbeizuführen, in keiner Weise zutreffe. Es siche, wie die Angelegenheit nun liegt, zu hoffen, datz die Amtsgerichtsfrage sür Gießen tunlidift den Wünschen der Juristen entsprechend gelöst werden wird.
Die Ansragc Grünewald wird zur weiteren Behandlung gleichzeitig mit dem Anträge des Ministeriums der Baudeputation überwiesen.
zu versehen, wodurd, Mehrkosten von etwa 4300 Mk. entstehen, wird zwar angenommen, rüst aber eine längere lebhafte Aus spräche hervor. Stadtv. I a n n weist darauf hin, da,» vor einigen Jahren ein Beschluk gefaßt wurde, nach dem vor allen Schulgebäuden bei Ncupflailerungen geräuschloses Pflaster her gestellt werden soll, er müsse sich wundern, weshalb der Beschluß an der Süd Anlage vor dem Gymnasium nicht Anwendung gefunden hätte. Es störe das Geräusch der Wagen auf dem Kleinpflaster den Untcrrichtcr. Beigeordneter Keller bestreitet, daß ein derartiger Beschluß der Stadtverottmeien Versammlung vorliegt. Es sei auch dec Verkehr an der Süd 'Jlnlagc vor dem Gymnasium mit dem lebhaften Wagenverkehr an der Nord-An läge gar nicht in Vergleich zu ziehen. Stadtv. Urstadt erklärt, das; der Verkehr in der Bismarckstraße Derartig gewacwen fei, daß das dadurch hervorgertiscnc Geräusck» der 'Ißaiun für deu Schulbetrieb läftig sei, besonders während der bessert Jahres zeit, wo man doch der friidpn Luit wegen gern die Fenster osicn halte. Es sei überhaupt unbegreiflich, daß man nickst schon irnii c bei allen Pflasterungen der Straßen vor den Schulen gerämch- loses Pflaster angewendet habe. Stadtv. Eichenauer regt an, bei der Befestigung des Fahrdammes der Ludwigstrane vorder Realschule und vor dem Kollegiengebäudc geräuschloses Pflaster herzustellen. Stadtv. £* a b c u i ri) t bemerkt, er wolle den Rednern, die bisher sich für gerästsckstoses Pflaster begeistert hatten, die Freude nicht verderben, er müsse aber sagen, geräuschloses Pflaster gäbe c e überhaupt nicht. das könne er aus der Erfahrung an der West Anlage jagen, wo das geräuschloseste von dem geräuschlose,i Pflaster vor Der Mädchen - schulc angeroenDct worDen sei. Das Gerassel sei auch Dort hörbar unD störend. Dagegen ließe sich eben nichts tun Beigeordn. stcllcr bemerkt, die Ansichten über das Pflaster der Wen Anlage seien sehr geteilt, Hauptlehrer Knauß habe ihm beuch- tet, daß die Lehrer der Mädchenschule sich sehr zufriedenstellend Darüber ausgelassen haben. Stadtv v a b c n i ch t bemerkt, ihm gegenüber haben sich gerabe Die Lehrer so ausgesprochen, wie er es hier in Der Versammlung getan habe. StadtverorD ncter *ö a u b a d) erfiärt, es gäbe geräuschloses Pilaster, es komme dabei ganz aui das Material an, welches man anwende, allerdings auch auf das Geld, welches man dafür bezahlen will. Der geräuschloseste Straßenbelag sei ja anerkanntermaßen Holz- pflaster, es dämpse dies das Geräusch Der Wagen vollständig, aber auck, Asphalt erfülle diese Bedingung. Stadtv. ,*ö c i d) c 1 > h c i m tritt dafür ein, daß vor den id/ulcn bei Verstellung von Ncnpflasterungen geräuschloses Pflaster Anwendung sinden soll. Beigeordneter Keller erklärt, daß an die Versammlung demnächst eine Vorlage wegen Pflasterung Der LuDwigstraße gelangen ivirD und daß dann Die Anträge von heute ja gestellt werden können.
Ein Telephon für den Branddirektor, um Diesen bei FcuerrnelDung anzurufen, wirD genehmigt. Ltadt- oerordneter Plank regt an, weitere Derartige Teleplwuvci brn-- düngen zwischen dem Polizciamt und mehreren zuverlässigen Leuten Der Feuerwehr herzustellen, uni diese zur schnellen Bereitschaft beim nächtlichen Ausbruch eines Feuers hei anzuholen. Er gibt eine scharfe, aber berechtigte Mriiü des I ein gen Feueralarms, der für die hiesigen Verhältnisse nickst mehr vastend und der die ganze Stadt icDesmal unnötig in Bewegung >etzl. Beigeordneter Keller verweist daraus, daß >a in aller Zeit darin Wandel gti'diaTTen werde. Tic Versammlung bt- willigt einen Nachtragskredii von 2100 Mk zur Besdfannng neuer Kuppelungen sür die SdiläutbcJbcr städtischen ireiwilligen Feuerwehr und zwar nad) demselben System roi. sie die (^ailicbc Feuerwehr bereits hat, Die auch Tür Das Gas und Wasserwerk, das Schlachthaus und für Das Kanalamt beschafft luerDcn, io daß wir dann in Der Stadt eine einheitliche^ Kuppelung bei allen Aemtern uno besonders au di bei beiden Feuerwehren, be kommen Ferner sollen 200 Beile zur Ausrüstung Der Leiter- manni'chaften der Feuerwehr besd/afft werden.
Verschiedenes.
MM
lelmnng des Geiuckies, was einstimmig geicksteht — W und G. Sckfuchard nwllen ihr Grundstück nach der Wolkengaf'e hin hurd) eine Bleudsteumiauer abschließen und erhalten dazu Die Genehmigung Ed Noll will in Der Großen Müblgas' an Wohii- ^us errichten und Dieses aus praktischen Gründen eine Klanig- kett hinter der Strasenilucht zurück'Nsten. and, b- -i v\ wird tie Genehmigung erteilt mit Der Bedingung, Daß Das Gebäude einen Vorbau erhält, der einen gewissen Nebergang zu Dai .hachvar- gebäuDen bilden soll. — Ein Baugeinch tür ein WohnhauS De4 Architekten PH. N i e o 1 a u s, das auf dem hinteren Teil des ehe mal-' Bottschen Anwesens am Seltersweg, nach Der cab Anlage tmauo, errickstet werden soll, wird z u r ü d g e n c I (t, weil Die Formalitäten wegen eines zu schaisenden 3ugange- vom Zelters- meg Her noch Der Regelung bedürfen. — a.ie Lchornfteinanlage im Neubau Busse, Kaiser Allee, ist gesetzwidrig angelegt und lernt nach Ansicht Der Brandversichcrungs Inspektion und auch der Baudeputation zu Mißbelligkeitcn führen, x\c Stadtverordneten treten einem Antrag bei, worin eine AenDeruug^der Anlage, die auch leicht ausführbar ist, verlangt wird. xem Fabrikanten P. I. Möbs wird die Erbamutg eines Lagers und .Kontorgebäudes 15 Meter hinter Der Baufluchtlinie aui seinem Fabrikgrundstück, Ecke RoDheitner -straße und ibarbt Alice, genehmigt. — Ebenso wird Die Anbringung von Laden vor den Fenstern des Hauses Senckenbergstraße 8 zugetanen, obgleich sich Die Fenster nur 1,50 Meter von Der Lbcrflache des Bürgersteiges befinden — Friedrich Linker Hat auf Dem vofe seines Anwesens, LuDwigstraße 16, eine Hölzern. Automobil Hal le errickstet, meldK den L»osrMim Derart cinengt, das, er nach der Bauordnung nicht mehr Die tuüigc Größe Hat, auch ist Die unschöne Valle von der Straße aus sickstbar. Aus diesen Gründen wird der ^ispcnS nicht befürwortet. — Einem Gesuch des $). L a n g sd o r f, seinen Vorgarten nad) dem Wetzlarer Weg mit einem yoliipaliei absdstießen zu dürfen, wird stattgegeben. - Der Doch- und L teibau- gesellsdxist Winn u. Co. wird Die Genehmigung erteilt, einen Graben in der Marburger Straße zu überbrüden.
Ein Antrag, vor dem Sdsttlgebäude der Stadtknabenfdstile in Der NorD-Anlage Die Straße statt mit Dem vorgesehenen Klcinpslaster mit
geräuschlosem Pflaster
SHpittß der ^t<Hdtverordneten.
Gießen, 13. Juli.
Tie gestrige Beratung Der StadtverorDueten wurde in Ab- i b< s Oberl ürgermeisterS von dem Beigeordneten K eilet ,öffnet und geleitet. Anwesend waren: Beigeordneter EmmeliUs, ;w 5tabroerorDnetcu Eichenauer, Faber, Fnedbt'rger, Grünewald, ■'abenidu, .vaubad), Heichelheim, Lielsrich, Vclm, Huhn, Jann, Jugharot, Leib, Cvbig, Petri, Plank, Lchaifstaedt, Simon, Trotz, Utstadt, Vetters und Wallenfels.
Ntitleilnngen.
Der Beigeordnete Keller verliest einen an die StadtverorD juten gerichteten Brief eines geborenen Gießeners in Basel, nani.nL Gustav Schmidt, der den Platz vor Den Kliniken unbebaut zu taffen bittet» um über das Gelände eine zweite I u g a n g s st r a ß c zu den Bahnhöfen und zur Frankfurter Straße ankgcii zu ।önnen. Tic Eingabe wird mit Zustimmung der Versammlung an die Baudeputation verwiesen. — Tic Zentralstelle kür Mutter - und Sä u g l i n g s f ü r s o r g c hat eine Eingabe ■ au die Stadtverordneten gerichtet, worin sic darauf hinweift, daß es ein Mangel vieler Universitätsstädte sei, daß mit ihnen leine
Kinderklinik
verbunden sei. Aus diesem Grunde, der ja auch tür Gießen zu- träfe, suchten häufig ältere Studenten der Medizin andere Universitäten auf, wo eine Kinderklinik vorhanden sei^ a.nrdf Die c.u.jcnblidlid)c ungünstige Finanzlage d.s hesfischen Staates kann die Regierung den sdfwertvtcgenden Mangel, der durch das «zehlen eher Kinderklinik an der Landesunirersit.it tatiächlich vorhanden sei, zurzeit nickst beheben, aber sie habe sick) bereit erklärt, alle Bestrebungen zu unterstützen. Die d.e Errickstung einer Kinder- kknik in Gießen bcjivcrfen. Tcr Staat i’t bereit, einen ^.auplatz herzugeben und auch durck) anderw.iliges Entgegenkommen Die bdbige Ausführung des Unternehmens juJörDcrii. a.cm Patronat der Zentrale steht ein Kapital zur Schaffung einer Kruder- llmit zur Verfügung. Ta man fick) nun herüber einig ist, datz man eine solche Anstalt am besten in Verbindung mit der ^andev- > Universität errid)ten kann, nnd in dieser ^rage eine Jntereffen- & aemciiiidjaft zwischen Staat und Patronat besteht, und da man ferner — namentlich auch in Rückficht auf die beabuckstigtt Um, versitätsgründuilg in Frankfurt a. M — die Errichtung der ^"N" ür recht dringlich ansieht, so regt die Zentrale bei der,.^tadt- jerroaltung au, sich bei dem Bau des JNflittitcs finanziell öl _ aeteiligcu. In der Eingabe wird darauf Hingewiefeu, datz eine tanze Reihe von Städten aus eigenen Mitteln Kinderkliniken er ichtet habe, und daß sich die Gießener Stadtverwaltung nieder
. ,)olt dahin ausgesprod-en habe, nach ihren Krackten milzuwirten, im die Universität Gießen aus ihrer Höhe zu liatten.
Tie Ltadtverordneienversammlufig verweilt die Eingavc -ur Vorberatung an die Finanzdeputation _
Anträge des Stadtverordneten Sommer.
Der Stadtverordnete Sommer hat der Versammlung cincti Antrag wegen der Fortführung der Landgrafenstratze bi- »um Philosophenwald unterbreitet, den Der Gietz e n e r -l n^ e i g >. r bereits veröffentlicht hat. F-erner beantragt Profeffor -sornimr, die Frankfurter Straße bis zu Der Bahnüberführung bei Klem Linden weiter auszubanen und ferner die Fortführung der Bürgersteige in der Wilhelmstraße vorzunehmen. ^ie Anträge werden der Bandepulalion überwiesen. , . , .
Beigeordneter Keller verlieft darauf folgende Anfrag..
Tte Neuen Hess. Volksblätter l.mben vor einiger ßcit lid) mit dem Projekt Der Errichtung eines AmtsgertchtsgebauDeo i . vyitbiu uiiuuIub* —I Schlüsse des Artikels emen Pasttt- beigenigt, durch welchen Der Ansicht Ausdruck gegeben wurd., als habe her Staat mit seinem Projekt finanziellen ^nterenen Dtr Stabt Gießen nnd anDerer Grundbesitzer Vorspann leisten munen.
In Der Verhandlung der Ständekammer vom b. l.
wurde von verschiedenen Seiten der Meinung Ausdruck verliehen, daß in Der Tac die zweckmäßigere Lösung Der ivragc einer -ter mehrung Der GerickKslokalitäten — nämlich Dur» einen Anbau an das bestehende Gebäude — unausführbar gemadst worden durd) die Weigerung der Stadt Gießen, die Landgrafenstra,, um einige Meter nach der (xuldafchen Befitzung zu zu ven^eti. Der Herr Staatsminister hat schließlich ausdrücklich erklärt, dal, nur die Ablehnung Der Stam Gießen bezüglich Aenderimg D.r Ztraßenbanfluchtlinic der Landgrafenstratze den Diskus vcrhrn.
4 für 30;
Ehrenerklärungen.
Der Beigeordnete Keller verliest ein Protokoll, worin Stadtverordneter Jughardt erklärt, daß er seine Behauptungen gegen den Stadtverordneten Troß, nachdem er sich^ von ihrer Unhaltbarkeit überzeugt habe, zurücknchme, und Stadtverordneter Troß erklärt, daß er die Beleidigung gegen den Stadtverordneten Jughardt zurücknehrnc. Tie Parteien verlangten nach Dfm Protokoll, daß dessen Inhalt in öfsentlidjer Stadtverord-- neten-Bersammlung verlesen werde.
Ter Name der Irrenanstalt
Tcr Wunsch der Stadtverordncten-Versammlung, die Irrenanstalt Heilanstalt Waldheim zu nennen, hat das Ministerium zur Prüfung der Frage veranlaßt, ob es überhaupt nötig sei, den drei Landes Irrenanstalten Phantasienamen zu geben. Man ist zu her Ansicht gekommen, haß hierzu keine Veranlassung vorliegt,, will aber hon Wünschen der Stadt entgegenkommen und die Giegener Anstalt Großh. L a n d e s h e i l - und P^f l e g e a n st a l t bei Gießen nennen, wenn die zuständigen Instanzen-damit einverstanden sind. Tie Versammlung beschließt, das Ministerium zu ersuchen, den vorgesdstagenen Namen baldign, mindestens aber vor Trucklegung der Formularien für die Anftalt, zu bestimmen.
Bangksuche und Ti?penje.
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St*“- $ev'^
Bauunternehmer Wehrum hat au seinen beiden Neubauten in Der Glaubrechtstraßc Aenderungcu gegen den genehmigten Bau plan vorgenommen ies handelt sich um Anbringung verflhicserter Fachwerkwände . Es hegt ein Gesuch um nachträgliche Genehmigung vor. Tie Baudeputation schlägt vor, den Tispens nicht zu befürworten, wc,l die Stadtvcrorhilelen ein für , alle Mal be schlossen haben, daß nachträgliche Tispense sür bereits ausgeführte (iigciunäd.tigteitcn nicht m ehr gegeben iv c r - den sollen. Stadtv. Schaffstaedt erklärt, da,; es doch recht ungesunde Verhältnisse sind, wenn, die Baurevisionsbeam- ten diese Abweichungen von den genehmigten Bauplänen zu- lassen. Beigeordneter Keller verweist darauf, daß tue Beamten dies nicht hindern können, da sie erst zur Abnahme, der Bauten foinntcn, wenn die Eigenrnädstigleiten begangen nnd, die übrigens Dorgenontmni werden in der Erwartung, her Beamte übersehe hie Ungehörigkeit, ober er laße iic stillschweigenb passieren. Stabiverordiieler Eichenauer meint, baß bie Handlungsweise des Bauherrn au» im vorliegenden Falle eine grobe Mißachtung her Beschlüsse des StadtverorDnetenkollegiums darnelle, die man fid) auf feinen Fall bieten lassen bürre. Man henke häufig in ben Kreisen her Bauenben, wenn man bie Berfamm- lung vor eine vollzogene Tatsache stelle, müfi'c bicic xsa uiib sirnen dazu sagen. Talwr bitte er bie Kollegen, ^im Prinzip ben Antrag her Teputation einstimmig anznnehmen. Stabtverorbneter Troß erkennt bie Grünbe für bie Mlehnung bes Dispens gesuckfcs an, aber bei Vorwurf, her in Den 'Ausführungen des Kollegen Sa.-aifstaedt erhoben, bestehe. Ter Reoisionsbeamte hätte die Eigenmächtigleit des Bauherrn hinoern müf'en, nötigenfalls hätte er den Ban still legen müssen. Beigeordneter Keller weist daraus hin, daß der Beamte alle '-—4. Wochen auf bin Bauten kontrolliere: es genüge aber bie Zwischenzeit, um Arbeiten am Bau auszuführen, bie nicht genehmigt sinD. Ltabiv. $ u h n bemerkt, baß es ungeheuer witraubenb sei, wenn man wegen einer Kleinigkeit, die sich erst roährcnb des Bauens herausftelle, die Erlaubnis cinhole, vom genehmigten Plan abweichen zu dnr- fen Stadtv G r ü n e w a l b ist her Ansicht, haß man ben Bauenden Helfen soll. Es sei eine nicht zu beirreitc,Tti>e Tatsache, hie jedem beiannt ist, her sck)on selbst gebaut Habe, haß iid) nwbrenb des 'Hnuen- bas Leoürfnis einstelle, Veränd-.rungen am genehmigten Plan vorzunehmen. Wer iid) ein Haus bauen laßt und nicht Fachmann ist, weiß in bieien Singen nicht recht Befcheib. Es liege bei ben ganz unb gar veralteten Bcitunmungen Der Bau- orbnung tatsächlich cm Notstand vor, uni» bis die neue Bauord- uim3 einmal kommt, die ia Dann aur verfchiebenen G.bieten Wandel bringen wirb, kann es nod) sehr lange bauern. Bis bahm •ue eine Beichlcunigung Ki i.p.nser'.cDigungen not. Mau wll d^e Bürgermeisterei ermächtigen, daß biesc nach^Pruiung .dci -ad,läge kurzerhand entscheidet, ob ein erbetener -i-ispons befürwortet'wird oi.-r Nicht, rXiMit ben Baurnterenenten kein schaden durch verzögerte Fertigstellung her Bauten erwachn Bci- acotimetet Keller verweist darauf, batz in bieiem dullc bte Stadtverorhneienvcriammlung sehr lcichl Den Lntscheib der Bur- aermeisterei iimftvßen kann. >Ltahtv. H a u b a ch bemerkt, datz der Vorschlag Grünewald dem £bcrbürgcrniemer Die alleinige Entscheidung überlaise unb das hätte doch aud» »ein Mitzliches. Beigeordneter Kell e r bemerkt, baß er die Anregung Grünewald, ei' er int Interesse he- bauenden Publikums Tur zwcckmamg halt, her Baubeputation zur Lerarnng unterbreiten imrD. ViAleidu iinhet man einen gangbaren Weg, die Erledigung solcher Dispense zu bcsdfleunigen, .im vorliegenden Falle bitte er aber uni *ib-
Auf Antrag der Eisenbahnbchördc genehmigen Die Stadtver' ordneten die Verlegung eines Telephons. Ferner wirD Der Kredit bewilligt zur Hersicllung rcsp Anschlleßung em.? Bau- auartier- der Firma Winn u. Eo , Hoch- und Tiefbaugeiell schalt, an her Marburger Straße, aui dem Neubauten errichtet werden sollen. Eine Kreditbeantragimg zur Einlegung biT Gas- und Wasserleitung m der Seilenitratze au Der Marburger Straße zwischen Den Hausern 3* und 40 H. W. Rinn will Dort bauen, finbet d-.e Zustimmung der Versammlung T.'c Berechnung der Reinerträge Der Parzellenvermessung, Deren eilige Fertigstellung vom Staat gewünscht wirD, wird nad) An:rag des städtischen Vermessungsamtes an einen Geometer als Privat- arbcit zu 31 Der Taxe, Die Der Staat Der StaDt vergüte!, vergeben.— T ic Genehmigung von Rechnungen. die nur formale Bedeutung hat, wird ohne Debatte an-gesprochen. — D er Bruiinen am LudwigSvla^tz ist nach Mitteilung des Siadtv. Petri entfernt worben: Siabtbaumcstter Brau- bad) habe erklärt, daß der Brunnen ausgeleiert geweeu ieu: lir stelle den Antrag, Dort roicDcr einen Brunnen zu erneuten. Da erst DcDürfnis besieht. LtoDtv. GrünewalD spricht 'em
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhejfen
ite tatet fc!
Phrenolüßin 1 Von höchsten -£)erridmhcii am- geurteilt u. wikienichMMii'. 0. Form des.Kovieo nhb üir. Der Hand «ckickial - Jiifn
Täglich 3« sprechen. Bestimmtes Honorar wird nicht Bahnhofstraße 31, 1 L
Größerer Geinngverein'n e« 15Minuten oonGie^nc sernt, sucht vio'ort einen mchn, Dirigentei
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oen 44. d. Mts., vorvi 111 vernegeit einzureichen
^uiüilagssrist fi Kattien.
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«encniöegl8.ft. sliöjch. hl Heute Mi,tag 4 Ubr /reffen t gr- O'mmachqiir! 15731) in allen Krögen.
fielMelr, aiierkroue, vrimaLualiiär', entner 5Mk. frei Hans oftrr?
W. Hanke/
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