Ausgabe 
13.5.1911 Erstes Blatt
 
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Die etwas starker hervörtretenbe Mode in I Mänteln läßt dem Geschmack und der Liebhabe­rei den weitesten Spielraum. Da aber der Mantel entweder dem praktschcn Gebrauch oder nur dem Schmuck dient, und gerade dem Zweck entspricht, wofür er eigentlich ge-

macht ist, daher empfiehlt es sich, autz einer großen Auswahl das Nichtige zu bestimmen.

Diese Auswahl bieten wir in der umfassendsten Weise.

Jeder einzelne Genre bildet ein Sortiment, ein Ganzes für sich uirö enthält in den Preis-

Paletot in blauen Che­viot und Stoffen nach englischer Art.

Ml. 10.50 bi« 22 re.

Emreihrg geschloffene, halbanlicgcnde Form mit Niegcl-Rüaen.

Diverse Ausführungen

Paletotform in.Raglan­ärmel in den Preislagen

zu Ml. 27.bis 89 rc.

lagen der Konsumsorten sowohl mit in der ele­ganten Ware vielseitige Auswahl. Lange For­men kommen in diesem Frühjahr zumeist nur in Frage.

Zuerst die eng­lischen Paletots in wirklich echt englischen Stoffen und solchen deren Charakter. Auch hier dominiert das große Herrenrevers: einreihig oder zweireihig geknöpft ist der Schluß. Im Rücken wenig geschweift oder ganz lose gearbei­tet, mit oder ohne Rie­gel, zeigen viele Modelle Alenbenaufsätze in Em­pireform, oder diese ist durch den durchgeschnit­tenen Rücken bei kurzer Taille festgelegt. Chale- artige Formen sind durch Schrägschluß ver­treten, wobei die Kra- genpartie mit gestreif­tem oder gepunktem Foulard garniert ist.

Unsere Abbil- düng zeigt unten­stehend ein solches Modell in blauem Che­viot mit blau-grün ge­streiftem Fonlardbesatz zu Mk. 52. Die neben­stehend abgebildeten Pa­letots zeigen einige von den vielen Formen der täglichen Gebrauchsware. Diese Arten sind in Dia­gonalgeweben der ver­schiedensten Melangen vertreten, entweder ein­farbig oder meliert, mit

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zu Mk.22.bis»b.-rc.

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und ohne eingestreuten Noppen.

Besonders große Vor­räte halten sich in den Preislagen von Mk. 18 bis Mk. 120.

derdienen die grauen und braunen Fantasie- Getvebe, welche doppel­seitig bergestellt sind. Die Rückseiten, welche abweichend vom Grund- stoff gewebt wurden, bil­den dann den Besah für Krag»* und Aermelauf- schläge. Diese Art Män­tel sind in einfachen Stoffarten fast ebenso schön gemacht, wie die der besten Qualitäten. .$fn blauen Paletots sind die gleichen Formen maßgebend, wie über­haupt die vielseitige Verwendbarkeit eine blauen Paletots eine be­sondere Nachfrage nach ihm gerechtfertigt er- scheinen läßt.

Jeder Paletot in eng­lischem Geschmack dürfte sich Heute für den Sport eignen. Für Tennis wird gerne ein weißer Cheviot-Paletot zur Ver­wendung kommen und das Auto beansprucht in den meisten Fällen einen dickeren weichen Mantel, welcher auch besondere Weiten in der Form auf- weisen mutz.

Mit und ohne Ka- puze. Gegen Staub sind besondere Stoffe für Automäntel in Wolle und Seide verwendet.

Als Straßen- und Besuchs in ä n t c l er­scheinen neben schwarz die einfarbigen Tuch- und Seidenmäntel. Hier herrscht, soweit diese Stoffe in Betracht kommen, namentlich weil diese Art Mäntel and) als Abendmäntel der-

wendet werden, die E m - Piroform in allen möglichen Variationen.

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Täglich Eingang von Frühjdhrs-Neuheiten schwarzer u. färbiger

in allen Stilarten, Formen und Stoffen.

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In der Taille kurz, gebunden entweder mit Passementerieschnur, welche HerabHängend in Quasten endigt, ober mit Stickerei, sind diese Mäntel die Repräsen­tanten der weich fließen­den Linienform. Kragen und Revers sind groß gehalten, finden in' d?r Vordertaille ihren Ab­schluß und zeigen als Garnitur die verschiede- nen Besätze als Einlagen nur, oder als Ganzes. Sehr hübsch wirken die gepunkten Foulards auf dunklem Grunde bei ab- geftimmten Farbtönen mit der Hauptfarbe des Mantels.

Gestreifte Foulards- besäße wirken sehr schön auf blaue und schwarze Paletots. Daß die Man­schetten gleichartig mit Kragen und Revers gar- itert sind, ist wohl selbst­verständlich.

Die Rückenschnitte zeigen glatte, fest aus- liegende Taille, oder daS Rückteil ist nach der Schnur zu ein wenig eingekräuselt. Capuchon- artige Stornierungen dürften Anklang finden, auch wenn sie abstechend in den Farben erscheinen.

Halb auf Seide ge­füttert, die eleganteren Mäntel sind ganz aus weiche Seide gefüttert, variieren die Preise von

28 brt 190.

Sind schon die Tuch- mäntel eine große Neu- heit, zeigen die Em- p i r e £02 ä n t c I in Seide eine besonders vornehme elegante Neu­heit. Diese Seidenstoffe sind ganz weiche Satin- gebinbe, welche durch ihren matten Glanz einen brillanten Ein­druck hervorbringen. Ganz schwarz sind diese Mäntel gehalten, da­neben solche, welche eine farbig an gewebte Rück­seite zeigen und wieder andere sind in Chan- geant-Farben hergestellt.

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