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Hessen-Nassau.
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Ä zahlreichen Blumenspendcn sagen wir allen unseren A innigsten Dank.
Familie Lchmandt.
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i, den 2. Mai 1911.
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BeUaul der Witterung seil gestern früh: TaS südwestliche Hochdruckgebiet hat sich über Teutschland ausgebreitet und heiteres, trockenes Wetter gebracht. Infolge Wärmeausstrahlung in einer klaren Nacht sank strichweise (Lauterbach) die Temperatur unter den Gefrierpunkt, lieber dem Ozean lagert wieder em ausgedehntes Tiefdruckgebiet, das morgen südliche Winde, aber zunächst feine weitere Wetteränderung bringt.
Wetteraussichten in veilen am Mittwoch dem 3 Mai 1911: Meist heiter, trocken, wärmer, mäßiger Südwind.
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Letzte Nachrichten.
Mülhausen i. E., 2. Mai. Der Oberleutnant Roser stürzte bei einem Fluge aus 60 Meter Höhe ab und wurde bewußtlos aufgehoben. Sein Zustand ist hoffnungslos. Der Apparat ist völlig zertrümmert.
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(Ein Samilenörama in Marburg.
§ Marburg, 1. Mai.
Kaum hatte sich die Aufregung über den Straßenraub bei Nieder Weimar gelegt, da durcheilt wieder eine Schreckensnachricht
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Heute morgen 7 Uhr entschlief sanft in dem Herrn unsere liebe Schwester, Tante und Schwägerin Frau Klisabtthe Reuschling geb. Medebach
im Alter von 59 Jahren.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Joh. Medebach.
Kinzenbach, den 1. Mai 1911.
Die Beerdigung findet Mittwoch den 3. Mai
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Ossenheim, 1. Mai DaS Ossenheims Wäldchen, t<i5 weit und breit bekannt ist dursH die seit alters her von tpr Bevölkerung aus nah und fern hier abgehaltene Piingfi f«cr -im Bollsmund „Wetterauer Heiratsmarkt" genannt), tyiro auch nächsten Sonntag, am Blumentag, bei günstigem Netter die ländliche und städtisck-e Bevölkerung zu einem Hellerauer Volksfest vereinigen, das im Zeichen des Blumen- tigs stehen soll.
Starkenburg und Rheinhessen
R B. D a r rn st a d t, 1 Mai. Ein tödlicher Unfall turrf) Vergiftung hat sich aus dem Kröckelsbache r H o f bei ürth i. O. ereignet. Zwei im Hofe spielende Pslegender der Eheleute Langnih wurden plötzlich unwohl und ein 3' »jähriger Knabe starb nach kurzer Zeit, während her andere nach heftigem Erbrechen angab, sie hätten „Guts" im Hofe gesunden und davon gegessen. An der von ihm angegebenen Stelle lag auch ein leeres Giftglüschen mit einigen Sublimatpillen, wie man sie *u Desinfektion Zwecken benutzt. Tie gerichtliche Sektion bestätigte als Todesursache Sudlimatvergistung, es bleibt noch festzu- fteUen, wie die gefährliche Substanz an jenen Ort gekommen |rt. Von den Pslegeeltern Langnitz soll das Gift nicht
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* In Lichtenberg ist am Montag morgen ein schwer es Verbrechen verübt worden. Gegen 8 Uhr wurde dort die 51 Jahre alte Schlächterfrau Anna Nickel in ihrer Wohnung ermordet aufgesunden. Der Täter ist unbekannt und entkommen. lieber die Tat wird berichtet: Schlächtermeister Nickel und sein 20 Jahre alter Sohn lwaren morgens schon gegen - 2 Uhr nach dem Vieh- und Schlachthos gegangen. Unterdeifen blieb die Frau mit einem kleinen aber scharten Hunde a ll e i n in der Wohnung zurück. Gegen 7 Uhr erschien bte Auswarterm. Als sie die Flurtüre öffnete, wurde sie s 0 f 0 r t wie d e r zu - gestoßen. Das Mäochen ging, um das Frühstück zu holem Als es nun nach fünf Minuten wiederkam, stand die Tur aus, und Frau Nickel lag ermordet auf dem Fußboden Ter entflohene Mörder, der vorher von dem Mädchen gestört worden war, hatte ihr eine Schlächterjacke über den Kopf gewogen, ihr mit irgend einem Wc kzeuge den Schädel zertrümmert und die Leiche nach dem Schlafzimmer zu geschleift. Es ist anzunehmen, daß sich der Mörder unter der Vorsplegelung, er sei von dem Meister geschickt worden, Eingang verschalst hat. Die genauere Besichtigung durch den Gerichtsarzt stellte fest, daß die Ermordctc ent kur; vor dem Aufkindcn der Leichegestorben teilt kann Als Täter kommt wahr|ck>einlich ein Mann aus Schlachtcrkreisen in Betracht. Der Mörder hatte eö (offenbar auf 8700 Mark abgesehen, die int vorderen Zimmer in einem Schreibtische lagen. Durch die T^öwiichenkunft der Aufwärterin ist er aber bei der Durchsuchung der Wohnung gestört worden unb ergriff dann ohne das Geld die Flucht. Der jHcgte* rungspräsident zu Potsdam l>at eine Bel 0 hnung v 0 n 1 0 0 0 Mark für diejenigen ausgesetzt, die zweckdienliche Angaben zur Ermittlung des Täters machen können.
Kleine <lagesd)ronif.
In Bonn erschoß der 25jährige Student der Medlin Leonhard Schaps seine Braut und sich selbst aus E n er sucht.
In Fulda ist der städtische Taglöhncr, Desinfektor veil, an den Pocken erkrankt. Er ist im Landkrankenhaus ausgenommen worden. _ .
Zu dem Attentat in dem Theater zu Wologda, das auf den dortigen Gefängnisdirektor verübt nnrrbe, toirb gemeldet, daß die Attentäterin aus Petersburg in Wologda crngetrosfen ist, irm den Direktor zu löten, der 15 po l it i schefBerbann t e auspeitschen ließ. Nach dem Anschlag fanden vaussuch- ungen statt, 12 Bauern wurden verhaftet.
■ ber rühren.
■ m Lffenbach a. M., 2. Mai. (Tödlicher Un- Walücksfall.) Ein bedauerlicher Unglücksfall mit tödlichem Ausgang ereignete sich gestern nachmittag gegen ■ 5 Uhr in der Glockengasse. Zwei sechsjährige Schüler ver- ■ flnügten sich dort beim Spiel, tzn dem Auaenblick, als Ifie durch die Glockengüsse nach dem Französischen Gäßchen W rannten, kamen zwei zusammenyekoppelte leere Kohlen- I wagen des Wegs daher, in die bte beiden Kinder hinein- f liefen, da ein Ausweiä^en in der engen Gasse ganz un- I möglich war. Beide Knaben wurden überfahren. Dem sechsjährigen Sohn des Agenten Valentin Hett ging ein Wagenrad über Hals und Kopf. Er erlitt so schwere Verletzungen, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Sein Spiel» lamerad, der gleichaltrige Sohn des Spenglermcisters Gre- hor Gehrt, erlitt ebenfalls erhebliche Verletzungen am rm, Gesäß und Schlüsselbein Die erste Hilfe leistete der städtische Heilgehilfe Karl Fritz, der nach Anleguna eines Notocrbandes das bedauernswerte, schwerverletzte Kind ins städtische Krankenhaus verbrachte. Die Verletzungen jirtb zwar Ernster Natur, doch hofft man, das Kind am Leben erhallen zu können. Wie Augenzeugen berichten, soll den Fuhrmann keinerlei Verschulden an dem Unfall «fen.
w. Worms, 1. Mai. Auf der Landstraße^Worms— Aheindürkheim wurde am Samstag der 60 Jahre alte befindevernrittler Andreas Bertz von einem Automobil angefahren und zu Boden geworfen. Der Verunglückte fiarb einige Stunden nach seiner Einlieferung ins Kranken
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)( Marburg, 1. Mai. Mit allen akademischen Ehren nnrrbe heute nachmittag der Professor der Geschichte Konrad »artentrapp zur letzten Ruhe gebracht. Ter gesamte Lehrkörper der Universität unb die Chargierten ber Studentenschaft mit Fahnen waren vertreten. Die geistliche I Ansprache hielt der Professor ber Theologie Dr. Rabe, währenb Geh. Reg.-wat Prof. Freiherr v. b. R 0 pp - Marburg unb Professor Wieganb-Straßburg bem Verbliche- nen namens ber Universitäten Marburg unb Straßburg
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unsere Stadt. Der Gastwirt Hermann Rhein tötete eine Frau und versuchte sich und feine Kinder
ums Leben ; u bringen, lieber das traurige Ereignis erfahren wir folgende Einzelheiten: Früh gegen 7 Uhr gewahrt: man in einem Hausgarten der Frankfurter Straße laut jammernde Kinder im Hemdchen. Beim Nachforschen erzählten die Kinder, daß ihre Eltern sich tot geschossen bäticn. Der achtjährige Sohn der Familie hatte ahnungslos das Zimmer der Eltern betreten und sie in ihrem Blute gesunden. Man drang in das Zimmer und nun bot sich ein grausiger Anblick. Tie (.vrau Rhein tag durch die Schüsse in den Kopf und einen in« Herz als Leiche im Bett. Neben ihr lag heftig blutend und laut stöhnend ihr Gatte. Ter sofort benachrichtigte Arzt Dr. Schröder und Polizcikommissar Knaufs stellten feit, daß Rhein sich zwtt tätliche Stirnschüsse beigebracht hatte. Beim Versuch, nch mit einem Rasiermesser die Pulsader zu öifnen ist er dann bewußtlos geworden und aufs Bett gesunken. Daß er die Absicht halle, die ganze Familie aus dem Leben zu schaffen, geht wohl daraus hervor, daß un Kinderzimmer, in dem die Kinder im Alter von 8, 6 und b/4 Jahren schliefen, der Gashahn offen stand. Durch den Gasgeruch war jedoch noch rechtzeitig die Mutter des Mannes aufmerksam geworden; sie öffnete die Fern ter und brachte die Kinder aus dem Zimmer. Die alte Frau halle aber ferne Ahnung, was vorgegangen war. Man fand auch enten Zettel, aul dem Rh in mitteitt, daß er mit seiner Familie aus dem Leben ichclden wolle. Rhein wurde in die chirurgische Klinik unb jeine Frau in die Leichenhalle gebracht, wo auch bald die gerichtliche Lb- duktion der Leiche stattfand. Hinzugefügt sei, daß Rhein unb feine Frau bei einem vergangene Woche in ihrem —okal abgcpaltmcn Tanzvergnügen noch luftig und guter Tinge waren. Die Ursache ist in zerrütteten Verhältnissen zu suchen.
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Aus Tichwin (Rußland! wird gemeldet: Durch Hochwasser wurden große Lager Balkcnbolz, die an den Ufern bei Siaß und feiner Nebenflüne aufgefveick>ert ivarrn, in den Lad 0 - gafes gescvwemmt. Ganze Dörfer sind überschwemmt unb viele Brücken fortgerifien worden Die Schleusendämme des T i ch- winkanals wurden bcichädigt. Der Schaden ist sehr groß, anhaltender Regen verschlimmert die Lage.
Die japanische Erpediti 0 n nach dem Südpol, die Neuseeland im Februar verlassen hotte, wurde durch Packeis und Äs berge zur Umkehr gezwungen. Dao Schilf mit den Ex- pcditionsteilnehmern ist am 1. Mai in 2ibncl) cingctroncn.
Die Sonnenfinsternis wurde an verschiedenen Punkten Australiens beobachtet. Barrachi, ber Astroiwm bei Negierung, telegraphiert von Navau, die Ergebnisse der australischen Ex- pedition seien besser al5 erwartet. ES gelang, dreißig Bilder bet Morona auszunebmen.
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