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Drittes Blatt
161. Jahrgang
Nr. 152
Erscheint täglich mit LuSnahme des Sonntag».
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haltenen Materials an Das französische
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und den Kaufmann Kart
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Verantwortlich für den poliuscl-en Teil i. V.: R. Lange.
Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben.
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Wetter
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Fernsprecher 40)
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Ilahnhcfstrasse 30
um 7 Uhr um 8 Uhr
Juni Juli ivn
T>e ..«letzener ZamilirnblStter" werden dem ^Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „HreisMott für den Kreis Gießen" »wennal wöchentlich. Die „Lmidwirtschaftlichen Seit« fragen" erscheinen monatlich zweimal.
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der '?lugcflngtc aber für geheim hielt.
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bezw. Untreue und '3 ; i I , 11 i e dazu, begangen bei dem kauf des 'JiütcrguteS Groß-Grädiv im Hreife Slogan
j in n tue- Verl in wegen Betruges
Airchlicve Nachrichten.
Uattzslrschr Gemeinde. Eoltesdrcnlt.
SamStag den 1. Juli 1911:
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
Gerichtrsaal.
Juni. Kapitän
biS 30. Juni — -f- 22,4
, 30. , = -r 11,9
30. 2”
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Samstag, 1. Zull 1911
Rotationsdruck und Ver-lag der Brübl'schen Universität» - Buch- und Steindruckerei.
9t Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition und Tnickeret: Schul« straße 7. Expedition tmb Verlag: e^ 5L Redaklwweu»SllLrel.-Adr^Nn»etgerGleßen.
Kassensdiränke
Fr. Krogmann
Riesenausgebote der Tierwelt.
Wir find gewohnt, in unseren Großstädten und ttber f;auvt in unserer modernen Kultur dem Menschen al? Masse zu begegnen, aber das Tier bietet sich zumeist nur in einzelnen Erscheinungen dar, in kleineren Trupps, selten in riesigen Scharen. Dennoch gibt es in der Tierwelt Niesen Aufgebote, die an Großartigkeit und 3af)( die Ansamm langen von Menschen weit übertreffen Von solchen Riesen aufgeboten im Leben der Natur, bet denen das Tier als gewaltige Staffage der Landschaft erscheint, erzählt >l £bei müller in „lieber Land und Meer", indem er einzelne anschaulich gesehene, farbig bunte' Naturbilder entwirft.
Am häufigsten treten dem Menschen die Riesenaufgebote der Tierivelt in den Scharen der Wandervogel entgegen, die nach Süden ziehen oder in die nordische .Heimat zurück lehren. Aber nur selten gewinnen wir einen wirklich leben digen Eindruck von diesen zahllosen Vogelscharen, die hoch oben in der Lust über uns datzcrziehen Tas ift z. B. im
Höchste Temperatur am 29.
Unet) vigrte , . ‘29.
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Sicher und schmerzlos wirkt das echte Radlaucrstchc ^rihitc1 angcumittcl. AI. 00 Pfg. 'Jiur edn aus der ttroncn Vpothck Berlin \\ . 8. iepot in bett meisten Avoiheken und Troaericn. «-I'
ben Rei' irden Franz von A r n t m - Sleglin
„ um 9 Uhr: Hochnnu mit Predigt.
, um 11 Uhr: heil. Messe mit Predigt.
Nachmittags um 2 Uhr: Christenlehre; daraus Fest-Andacht mit Segen.
Freitag vormittag um 6 Uhr ist SegcnSmesse.
gelangt ift und daß der Versuch des Verbrechens gegen § 1 des Spionagcgefetzes vorliegl. Es hätte eigentlich auf Zuchtlrausstrafe crlatint werden müssen Ta der Angeklagte aber im Tienste seines Vaterlandes gehandelt Hai, wurde
Airchliche Ncschricl-ten
der evangelischen Gemeinde Büdingen.
3. Sonntag nach Trinitatis, Den 2. Juli:
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schäfer.
Vormittags 10 Uhr: Pfarrer Göbel.
Vormittags 11'/. Uhr: nindergoltesdienst.
Tie Amtswoche hat Pfarrer Schäfer.
Katholische Gottesdienftordnung.
Sonntag ben 2. ,y u 1 i 1911:
Nidda: 8^ Uhr.
Bübingen: 10 Uhr.
sind am Sonntag dem 2. Juli von 1' U!)r intiia«* bis 1Z LLr nachts
nur für dringende Fälle sicher auzatrcflen:
Dr. Richter. Frankfurter Strasse 4.
Dr. Schäffer. Plorkstr. 9.
n i in - Hamburg
Die naeii- A stellenden
RcichSgerich 1 wegen versuchten Verbrechens gegen § 1 des Spionage-Gesetzes zu s echs I a h r c n Fe stu n g s h a f t verurteilt Ter Angellagte war, wie bereits gemeldet, Leiter eines Nachrichtenbureaus in Belson und hat sich von dort mit verschiedenen Personen - in Tentschland mündlich und brieflich in Verbindung gesetzt, nm Nachrichten zu erhalten In der Begründung des Urteils gegen den .Kapitän Lux wurde vom Reichsgericht ansgesührl, daß die deutschen tebrrben von dessen Vorhaben rechtzeitig Kenntnis er halten hätten Sie haben dem Kapitän andauernd Material in die Hände gespielt, das nicht geheim war, ,va:
wird zum Märchenreich, in dem sich ein Feuerwerk ent zündet, noch löstlicher als das, was sonst Leuchtkäfer und Fcucrfliegen hervorbringen. „Es sind tanzende Sonnen- lunken mit dem Blitzen aller Art Edelgesteins, Die hierdurch die Lichtung schießen und dort dunklere Wölbungen unter den Zweigen mir farbigem Glanze durchleuchten, „Sonnenlosen , „Rofenlwuch, in finniges Feuer getaucht", wie die dichterische Sprache der Mexikaner sagt. ..Topas- lolibris", „Ru> i.rrottbiib Z „Gvlbohr ge" und „Goldschwän-
marftc.
fc. Frankfurt a. M., 30. Juni. V en- u n b St 10 bmctvfi. yingcfQbtcu waren 3 Wagen pen und 3 Wagen cirob. Man notierte: £'cu, altes, 3,00—3,30 Ml., Stroh (KonUangllroh) 2.-0 bi-s 0,00 Alk., Wirrstroh 0,00— 0,00 '2?lt. Lilles <üc SO Kilo. Geschwi langsam. 3 Wagen neues .<?cu nicht verkanst. — Tie Zustihren waren aus Sberhefsen und dem Kreise Ticburg.
Strafkammer wegen Blutschande nach den 173 und 176, 3 des R- St. G. zu einer Gesamtzuchthausstrafe von neun Jahr e n und zur Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 10 Jahre verurteilt. Die Untersuchungshaft wird nicht ungerechnet.
Heute vormittag begann vor der der Prozeß gegen den Schriftsteller i 'I ö it i g e tu 2 v d, den Kaufmann M., den Vermittler Ernst von '21 r -
hcrnSei.
* I nlänbische Ailleihe n. Für die Jmändisd)en Staats fonos ift feit langem wieder einmal, besonders für die 3 vroz. Staat«vapiere, das Geschäft reger geworben und cs konnte der 'turs von 83,-10 bis 83,70 anziehen. Tie Maßnahmen der Reichebant zum Zwecke der Lombardemnahmen zu den Quarlalfchlüifcn halten viele Bankfirmen veranlaßt, aus den Anieihebestände-i Verläufe vorzunehmen, und als in den letzten Tagen vor Ultimo eine geiuinc Geldvcrtnavvung sich bemerkbar machte, mar das Angebot in den Slaatsvapieren noch größer geworden. Tieie Verkäufe, haben nun aufgehört und man scheint vielfach geneigt zu sein, die zum Verkant gebrachten Verträge zum gleichen Kur': nm oder 3. Juli wieder zurückzuuehrncii, so daß alw. gc nisfcrrnaßen das ganze Geschäft 'ich nur als ein Lombardgeichätt DarücUi. In spekulativen «reifen ift man der festen lieber zcugung, daß der Geldmarlc schon in den ersten -ragen des Zuli eine mesentlidrc (xrleid)terung bringt. Auchi^.rd daraus gerechnet, daß im Juli und August die Verhältnisse sich derart gestalten werden, daß die Spekulation üd) wieder mehr lür den Anleihemarkt iuteteffieren rann und die in der letzten Je.t w bedeutend gewordenen Angebote höher verzinslicher Werte am- l)ört. Auffallend bleibt es immerhin rod-, schreib: ein Ber lincr Korrespondent der „F. Z.", datz die idiöitjaiigei anhaltende Steigerung in den Einnahmen an Zöllen, Steuern, aus den Eisenbahnen, aus dem Warenverkehr usw. bisher ganz ohne Ein- fluv auf die Anleihen geblieben ist.
Giehener Anzeiger
Seneral-Anzeiger für Sberhefsen
uqc", „Schmnckelsen" und „Flaggcusnlvheu", inic dicsc Tlerchen unterscheidend die Shstematil benennt
■ ■ _ • . g—■ liefert billigst die BrühPsche
kuveris mit Finna i
straf c ausgesprochen.
cidell> erg, 30. Juni. Ter ehemalige hiesige Po lizeiwachtmeistcr Marl 9Ji a i) c r wurde von der htesigeu
zur heil. Beicht.
Sonntag d e n 2. I u l i, 4. 3 o n n t a g n a ch P f i u g st e n.
Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.
~ "" Die erste heil. Vlehe.
Austeilung der hl. Mommnnioiu
Börsen-Wochenbericht.
— Frankfurt a. M, 30. Juni.
Tie Vörie hat hauplicichiid) unter dem Einfluß der lllti- m o r e g u l i e r u n g gestanden. Nachdem man mit den Vor Icrcilungcn lierzu frühzeitig begonnen hatte, hat sich das eigentliche Schiebungsgeschäft glatt vollzogen. Prolongationsgeld stellte lid) and' auf den rclano hohen Satz von 3' , bis 51 dvd' tonnte Die Börse im allgemeinen eine feste valtung behaupten. Tie burd) die Reichsbanl vorgenommene erstmalige Lombard Verteuerung hat immerhin dec Unternehmungslust einen Tämpser gegeben. Mancherseits haben weitere Positionslösungen statt gesunden, die aus die Kurse drückten, die vorzeitige Lorge um die llltimoreguliening hat dazu beigetragen, die Märkte von den chwacheir Elementen zu säubern und dadurch haben die Kurse chließlich wieder eine gewisse Spannkraft erhalten. Im allgemeinen fehlte es auch diesmal wieder an Anregungen. Bon Amerika lauten die Nachrichten weiter gut, aber es scheint, als wenn dort nach den überhasteten Steigerungen der letzten Wochen eine gewisse Ermüdung eingetreten fei, denn die Kurse wollen in Wallstreet nicht mehr recht vorwärts. Tas neue Ein '(breiten der Regierung gegen die Trusts ist wohl mehr der Voi- wand als die eigentliche Ursache des Rückfalls in Schwache, und cs wird von dort eine nachhaltige Anregung erst wieder zu erwarten icin, wenn die Taruangelegenheiten m Gang gekommen Ü.id und die Ernte unter Tack) und Fach gebracht fein wird. Die Nachrichten aus der heimischen Industrie waren wenig dazu angetan, Unternehmungslust auskommen zu lassen. Auf dem M onta n m ar ft treten die schwierigen Verhältnisse imm :r mehr in Erscheinung. Um die Aufträge auf dem Weltmärkte entbrennt die Kfinkurrenz immer fchärsex, wie die weichenden Preise in England, 7>ranireich und Belgien und kste Herabsetzung der Preise des Westdeutschen Eisenhändlerkartells auf die B'asis ocr Werfsvrcise zeigen. Tie Rentabilität der Werke wird, da- hurdi immer weiter herabgedrückt und es zirkulieren bereits meiciii Ech schlechtere Zistern für die nächstfälligen Monatsausweifc der gemischten Werke. Namentlich rechnet man mit einem größeren Gewinnruckgang bei der Phönix-Gesellschaft im Mai uno man glaubt faitm, daß die Gesellschaft mit ihrer Twidende über die vorjährige hinausgehen wird. Mont an werte zeigten sehr unregelmäßige Haltung, eine gewisse Stütze boten die zahlreichen Fusionsprojekte, von Denen fetzt keine reine Zeche mehr verschont bleibt. Tie »arvencr Gefellsdsaft, das Eoneordia-Berg- werk und der Kölner Bergwerksverein werden neuerdings als umworbene Fusionsobjekte genannt Andere ^Industrie- Udyicrc zeigten wenig einheitliche ir'aUimg. schwächer lagen Mafchinemabrikaktien, während chemische Werke recht feste S?al tung bekundeten. Braueretaklien gaben meist nach. _ dagegen sonnten einzelne Spezialitäten, wie Teutsche Verlagsanftalt, Wag- häuftr Zucker und einige Elettrizitätsaktien neue Avanzen erzielen. Großes Aussehen erregte der Kurssturz der Aktien der Mitteldeutschen Guuimiwarenfabrik Peter auf die neuen Unstimmig feiten in der Verwaltung und einen ;u erwarteiiden ungümtigen Jahresabschluß. Bahnen lagen ziemlich fest, Sck, isfahrts mene blieben behanvtet, ebenso Bauten. Heimische Fonds teilweise etwas besser, fremde Renten wenig verändert. Privat- Tiskonto 39/ic°/o.
Wasgcnivald ber Fall, wenn in bei bereit-.' zum Winker fiel) rüstenden Natur bei Bergzabern ein mächtiges Schwirren : und Saufen nm ben Abtskops geht und die „Böhämmer" 1 zu Millionen über das Tannichl jagen Ungezählte Scharen von Zugvögeln aller Art, bic vom Pfälzer mit bem Sammel namcn „Bohämmer" nach dem Hauptverkreter, bem sogen. Buhammer, belegt werben, suchen in den weiten Forsten . bei oberrheinischen Gebirge ihr Winterquartier. Ein geister hasles Leben hebt bann zivischen ben Baumen an: flamiucn ber Lichterschein erleuchtete phantastisch ben büfteren Winter walb, und die „Böhämmerschützen" suchen ihre Beute zu : Tausenden unter ben Tieren, bic in vollen Haufen auf den fast brechenben Zweigen sitzen und schlafen Im unsicheren Fackelschein werben bic Tiere mit Lehnftngeln, die man aus Blasrohren schießt, m Massen erlegt. Im hohen 'Horben und im arktischen Sübcn sind ganze Bergzüge dicht mit Vögeln besetzt. An ben 1500 Fuß hohen Küsten von Faro z. A. sitzen die Alken und Lummen in gravitätischer Ruhe auf jeber vorfpringenben Kante, auf jeder kleinsten Stelle, an ber nur die Zehe eines Vogels haften kann. An den unwirtlichen Klivpenetlanden der Südfee bilden die Pinguine solche unabsehbar weit sich erstreckenden Massen. In der Zeit, da int hohen Norden die Wildgänse mit Hellem Schrei zu Tausenden nach Süden ziehen, treten auch die Renntiere ihre Wanderung an infb sammeln stch in gewaltigen Scharen, um sturm- und schneegeveitfcht aus ewigem Ecs und Froft den Weg in die Ebene anzutreten Wahrend diese ruhig stolzen Tiere in majestätischer Still' baherziehen, zeigen andere Tierscharen ein buntes wimmelndes Leben. Ten Eindruck einer geschäftigen Stadt machen fo die Ansiedlungen der Biber, die in menschenentlegenen Gegenden Nordamerikas weite Strecken bedecken Tiefe „stummen Menschen', wie der Indianer die buittelbrannen Geschöpfe nennt, rufen das Bild eines riefigen Arbeiterheeres im Urwald hervor, wo man durch bic weite Stille schon von se'rn ein Geräusch wie Schroten unb Sägen, Brechen von Zweigen und Krachen von Stämmen vernimmt.
Ein nicht minder eigenartiges Schauspiel find die rudernden Pelilanschwärme, bic die weiten Seen Aegyptens über Meilen hin wie mit weist blühend en Rosen übersäen. Wenn sich aber dieser vielgestaltige Blütenteppich in dichr- gebränglen Scharen plötzlich in die Höhe erhebt und, in weiten Kreisen auscinanderirrenb, die Luft erfüllt, bann zaubert ber schimmernde Glanz der matlrosa angehauchten Gefieder ein Farbenspiel vor das Auge, wie es die auf ben Schiieefeldern der Alpen sich spiegelnde Morgenröte bietet. Aehnlich prächtig wirken riciigc Schwäne- und Fla- mingoscharen. Keines dieser flatternden Heere kann fich aber mit den Myriaden der nordamerikanif'chen Wander- tauben mcjfen, bic zur Frühlinge- und Herbstzeit die ganze Landschaft buchstäblich mit einem dichten Kleid überztehcn. Ter Forscher Wilson will bet Indiana einen solchen Zug von über 2000 Millionen gesehen Haven; der Lruilhotoge Auduöou schätzte eine von ihm beobachtete Völkerwanderung der Tauben auf 180 englische Meilen lang und eine Meile breit. Unter donnerartigem Getöse, in fast kompatten Massen ziehen diese Vogelarmeen oft tagelang in den Windungen einer riesenhaften Schlange daher. Tic Nacht auf Java erfüllen zwei massenhaft dort auftretende Tiere. „An den blätterlosen Aestcn ber honen Ranbuelabäume hängen schwarz und pertrocknet wuibertc großer Früchte herab Man tritt hinzu, und plötzlich regen und frümiuen sich diese Riesenfrächte, und ein leises Getreiscki läßt sich vernehmen. Mit dem Eintritt der Tämmerung hebt sich der Früchte- schwarm, zahllose Trupps von anderen Bäumen schließen lid) an, und alle flattern nun dahin, an den mantelartig ausgebreiteten Fliigeln, die sie träge bewegen, erkennbar als Kalongs oder fliegende Hunde. Tie Umrisse jedes einzelnen sind scharf gegen den Tämmeruugsfcheiu des Fimmels adgegrenzt, do sie fich in gewissen Abständen halten. Unter ihnen hin aber bewegt sich die endlos schwarze Flut eigentlicher Fledermäuse." Eine noch schauerlichere Nachtszene entfaltet sich in den Felsklnften jener indianischen Totenvögel, der Guaeaharos, im (Sariperat von Venezuela. Ttese unheimlichen Tiere, ein Gemifch^ion Papagei und 'Nachftchwalbe, mit bem racbenartigcn Schnabel bes Ziegenmeilers und langen dichten Borsten unter den Augen, die ihr Gesicht gespensterhaft verhüllen, nisten zu Tausenden in den löcherigen Felswänden als die düsteren Bewohner einer grauiig dämonischen Totenweit.
Ein lichtes Gegenbild zu dem >?öllcnipul dieser Geister vögcl bieten die Szenerien Der farbigen Pavagcienwelt, bunte Zaubtrsymphonien, Die besonders den Marannou be leben und seinen nppig otühenden Urwald in Die Wunder des Regenboaens tauchen. Noch luftig et und schimmernder sind die Kolibrischaren, Die wie blitzende Edelsteine Die lid'ten Räume Der Htstäa erfüllen. Tie wuchernDe Wildnis
(Ehmcfaiifrf.
(Für Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt Die Ziebaltion Dem Pubtiknvt gegenüber Icutcriit
Verantwortung.)
Gießen, 1 Juli.
Ter 9'«c u b a u b c - Gießener Amtsgerichts.
Tie vorgestrige Nummer des Gießener An-Nigers eint!in Die Mitteilung, daß der neue Landtags^AblNordnete für Gießen, ."Oerr 3uiii>rar Grünewatd, gemeinsam mit oein LandiagsabgeordneteN Rrl Alsfeld, in der Zireinn Kammer eine Anlage gestellt hat, die Den Zir >ck verfolgt, die von Den beteiligten Faktoren mich rei* lid’üit Erörterungen unö ErirägnN'i n bcfd.ioiiene Erridunng ein v neuen Arntegerichsgcbaude< in Gießen nickgängig tu machen Gegebeneit Falles ioll iijd* dieser Anfrage Durd; An'ügen eines Flügels an das bestehende Gerichlsgebäude allen Amorderimgen cntfvrvchen werden. ,
Es muß Befremden erregen, daß, nachdem Die Roi-banarbenen für das zu erricknende Gebäude bereits ausgeschrieben find und die Gießener Geschästslettte au* die Vergebung der Arbeiten warten, noch im letzten Angenblick von juristischer Sekte ein derartig e ciiilbriid? erfolgt. In vielen Sitzungen 1 it ers Projekt die StaDwerordneteit befa äfiigt und ne haben Durch Vergabe von Gelände, Befürwortung von Tisvenscit und Autstelluug eines Bebauungsplanes, der fich ganz Dem ,'.u errid.tendeu Neubau an paßt und auf die Fortsetzung der Landg'ca'i ustraß« Bedacht nimmt, Den Neubau in jeder Weite gefördert '.Kun soll dies alles umfonir gewesen fein und anstatt etwas praktifches zu schassen, soll ein Anbau Lusgefsthrt locrDcu, der das alte Ok'b.iuDc noch mehr v.n buntclt und sich im Verlauf weniger Jahre doch wieder als v: klein erweist. Eine Ersparnis lantt am diese Weife nicht erzielt irerben, denn wie in u manchen Fällen folgt xud
Etwe ncher naclv Wenn >?err Justizrai Grünewald es für Dir beteiligten Rechtsanwälte 1, jajt unangenehm empfindet, daß burdt eine räumliche Trennung von Land- und Amtsgericht, Die an beiden iNrgen Anwälte öfters gezwungen täte, lin? umkleiden z.. muffen, io ift Dies ja Trcdnh ein ganz plausibler Grund für ibn, beide Gebäude unter einem Tacho zu wünsch:n. Man sollte aber bodi meinen, e<- müsse der heutigen Technik ein leichte )cm, burrf) Schafümg eines gedeckten Ganges von einem Gebäude zum andern es Den Auirälten ,u ermöglid ?n, ohne Wechseln ihrer Amtstrackr von einem Gericht zum ruderest zu gelangen.
Jedemall.' wäre es rin großer Fehler, wenn hier, aus welchen Gründen es auch sein mag, enras unpraktisches oder- unzweckmäßiges geid-aT’cn wurde unb man lann nur fern allgemeinen Wunsch bei* Ulidncn, daß Regierung und Landstände Den ge'aßten Beschlüssen neu bleiben unb Der geplante Neubau wie beschlossen zur Ausführung ionimt. ________________________________
• Glogau, 30. Juni hiesigen Strafkammer l Grafen G ü n 11; c r v o n Leonhardt- Franlsurt i.
743,3
21,7
12,2
63
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4
10
Regen
743,6
15,3
11,6
89
WSW
2
10
Bed. Himmel
742 7
14,6
10.2
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Bem. Himme'


