Sünftcs Blatt
161. Zahrgang
llr. 290
ttlchetni täglich mtf Hutnabme bei Corrn tagt.
das
W tn ooDer iudct jm.-amaBin, ooi. birfnt VorwrihnadttSwochen eninal bic fira
Zahn-Creme
Mundwasser
Pfeil drei eck-Seifen^
Fabrikant:
AesruMt Jarobl, DaraitadL
Samstag, 9. vezembcr 19U
Roranontbrud unb 8erlag bei Br ü hl'ktzen UniveriuLr» - Buck- unb Stein bruderd.
9L Sian o e, •ttben.
„•te||eiet fawttlleiblärter" werben bem „tlninaer* etermai roöd)entheb beigelegt, bat „Kretiblati für bei Kreis Biegen" zweimal »öcfienthdk Tie ,.r«dwirllchaNltchc> »eil»
fragte" erlchemen monatlich iroeimaL
Zu bieten jtv.n Mäl>1-cn finoet sich b ild das dr ttc
»irrte, bis das von all.n £?au6frauen nickt zu Unrecht gefürchtete Timstbotettkonzll bri^nauder ist, das an Tauer bc.- röbr dem Sfon; anj.i seliger Erinnerung gieichkommt Natu.- Üo sind auch hier die Meinungen verschieoen. Die Ztsricdeit- deil fiebt neben der Unzuft e^enhrit und erleidet oft durch b.eie eine mvlyr oder weniger erheblickie Schwankung.
Es ist daher fieber zw ckinästi^, dost sich die LauSftau in cinuuii uir ntaacn: „Warum schenk« n und „Was s X.t n tnir il) ich ?" durch
natürlich fiele Unferft&nMicbfriten ein. Auch smd bie im nlncr- zeug deftndlicken Personen, btc ja vor allem au' den .'lug- ot'varat »u achten buben, nicht imstande, die relriunkcnttationen mit der rrforberlid'cn Sorgfalt zu bebinen. L)ier ti: afto bis zur bescheiden neu Brauckbarkru noch nne grohe Sauft in uv er» winden Vollständig gelöst wird da» Problem erst mit der lang ersehnten au!oniauicbcit Stabilisierung, die dank der unermüdlichen Arbeit der Erfinder über kurz eher lang gelingen wird.
Nehmen Sie
tlglkh ein L/k&rrlloehen Dr. Heee<T» Waera&tojer. w«mittelbar vor der Hauptmahlzeit! Ihr Appetit wird re^er, Ihr Nerreniyetem «rwtarkt, die körperlichen Krifte werden gehoben. Waruing: Man rerlanze anodrteklich den Namen Dr. HeeeaL D’/,
RedakNon, (hrpebtnon und Tnirfertt: BAul- ftrotte 7. Erved Non unb Veriaa • RedakNon:«-aO 112. iel-21brjtUnieiger® tcticni
Weihnachten unserer Vienftvoten.
Don Rcsi Langer.
„Pst. Bertha, warten Cie noch mal einen Augenblick, ich viN Ihnen bloß schnell sagen., was ich zu Deihnach.en gc, kriegt habe. ErstmiS zch:t Mark. Tann brr« ö emd.it. drei P^ ar tzosen. Taschen ücher und rwch ein lanr 5V einijfcit.n "
„Na. Sie, das ist aber 'ne kia.rizc yernDart* Ich habe bteiftiq Em und ein Tuv^nd tzandrücher. zweimal Betzeug und st ein halbes Dutzend Le b> äs be b k nun n Im b n jo । . r sei Oktober dort. Wer gut arb.itet, must auch gut gcfd’eiiti frügen!"
vK unseren Dienstboten'« ........ . ben Kops gehen lästt. Gerade das Weilytaa tsseit ist ja wie kein evdercs dazu geslktassen, Freuden zu spenden und Wunsche zu erfüllen. Und diese Lust am Geben wird sich natürlich auch euf unsere G hilf in in Wttbc und Laus erstvaben. Bemerk! s i -leich. dast es einer tüchtigen Frau fast imim gc inien w rd, s di au- ihrem Tiennmädch n. sowie nur die kleinsten An a '.en d zu torfrnnben sind, enin tüdrtigcn rociblidmt Adjutanten heran» lubilbm. Natürlich must auch b mvon g Hat, dast d e Ausw.hme, ole stets im Leben, die Regel bestätigt.
„Warum schenken mir den Dienstmaddien?" Lier schon weichen Hr Me.nungen über den ib- (len (^raudge^anken d. r Be > Irnung •jr cfira grasten Fl ist und Tüdstigkeit ab, und es bilden sich oterki m ln entschuldi. eiid.' Vorwande bei unseren Lau r-n n Die einen wünsdnm ihre Emma durch ein reichliches Wef ienf zu „halten", obidwn die Leistungen nicht immer befriedigend snd, nur um dem lästigen Gudm einer neuen STrafi zu nvgeh'n Tie anderen wollen einer anderen Rosalie dadurch Lust machen zu rifrigerer Arbeit und erbvifen von der Dan.hark.it die Erfüllung ihrer Wunsd^. Id) will hi-r gar nicht mit den ii-canen von erufa- fern an die STlng mauer tuten und miteinstimmen in das M ageiied -2ber die Ti iistbotennot: denn das ist fd»n so oft intoniert und so «ibgrlriett wie ein Okmcnbauet, der über die Walze des Leier- kauens gegangen ich. Wir dürfen das fid) opfernde Magdtum trüberer Ialnhuub-rte nicht mit dem Dienst Mädchentum unserer heutigen Tag- vcrglcidjcn. xmben wir die vielen fdiöncn und an- atnebmen Neuerungen, die das zwanzigste Jahrhundert uns für JWdK und L>aus gesp.ndet hat, freudig hiiigenommen, so müssen w.r uns aud) in diese nxnigcr sdwnen und angenehmen fügen und als ütinber unterer Zeit uns nach der Decke zu strecken fiuhen. Unb das gelingt den £*au5fraucn, die mit Vkadidenken dieser Sa die Tgenübi-rfleben und sogar vielleicht nod) mit ein klein wenig -.haben freu bc an kommende Iah.Hunderte denken, fid-er. Gl ick), chel auS roeldhmt Grunde wir unseren Mädd)en etwas Irfmfen — das G schenk soll ihnen Frcuhk machen: denn nicktts widerspricht dem fröhlichen Glanze des l'irfUcrbairmeS so sthr als ein unzufriedenes Gesicht.
Börscn-Wochenbcricht.
— Frankfurts. M., 8 Dez.
Ter stürmischen AuswärtSbewegung ist eine Ernüchtern na gefolgt. An Stelle der Kauflust ist gröbere Abneigung zu 9lcalp ja.innen getreten. Tas Angebot hält fid) nvd) in m fugen Grenzen» ba die Ware ab r nidg ohne iveiteres Ausnahme sindct, sind Dir-s- rüdgängc die Folge. Noch lästt fid) schwer sagen, ob es sich bereits um den beginnenden Rückschlag liandclt. Tatsache ist, dast die Stimmung sich etwas p-rschlechtt-rl bat Tie beruf-.-niäiiigc Spekulation ennm-rt sich der Schwierigkeiten, die d.n i'Vinbir verkehr mit sich bringt. Sie Int vielfach verkauft und würde sich zu rocitm-n Leer verkaufen cnlschliesteit, wenn sie die Pa.pere zu guten Preisen los werben könnte. Die Banken zeigen keine Lust, bic gelidchten Efsektenbcstände noch vor Ialnesabfdstust auszusüllen, eb.msowenig findet fid) ba5 Privatpublikum bereit, bie bodigeiricbenen Effekten abzunehmetr. Die Khtreai'fchw.'idmng der lepten Tage haben das Publikum ans der Ruh-- aufgeriitielt und vielfach vcranlastt, mit Abgaben vorzugeben. Als Grund der Derrninberten Zuversicht ist die eingetretene mäßige Versteifung b c r Geldsä de anzusehen, Li< im Linblick aut den zuu bmenden Geldbedarf die Spekulotwn oeranlastte, daS Mast ihrer Engagements ntdrt zu sehr amuadyfen ju lasten. Ter Geldmarkt zeigt bi'her noch keinerlei beunruhigendc Symptome, doch ist zu beadjter. das, Amerika bald feine beträththdien Efuthaben bei un5 zurückztchen dürfte, zumal sich brühen die Industrie mehr zu regen beginn!. ?lnd) am Londoner Geldmarkt werden neuerdings nrohen- Anforderungen gestellt, waS auf den hamtschen MarV riutunif- Rcben den (^i-Ibbefvrgntlfen gaben auch die Doli t Urnen Verhältnisse AnlaH zu bei Erwägimg, bah bc üursniDeau hocy genug ist, um für ben Fall ernsterer politischer Verwickelungen gefährdet zu erscheinen. Eine AuSbehiiung ber friegmfdien Operationen aus die Tarbanellen, bic Lage in China und Persien unb bie wenig angenehmen Beziehungen ztm ben England unb Teutschtand rufen Deden ken hervor. Borüberg eh-ad verstimmte auch die Aussperrung der Metallarbeiter, als aber spater die Einigung gemeldet wurde, konnte sich hie Tend nz befestigen. Einige Anregung gab auch die Eisenerz-Tariserm chi- gung für Oberfchleiien. so dast M on t a n pa p ier c ihre KurS rüdgängc zum Teil wieder einholten. Besonders begünstigt waren Aumeh-Friede aus bie projektierte Angliederung von Eannstadt. Von anderen Jnbustriepapieren waren Elektrowerte er holt Einiges Interesse zeigte sich für chemische Werte, Zucker- iabriTation unb Bast-Pretzhese, bic nahezu 30 Prozent anzogen. Maschinensabriken waren teilweise besser, im übrigen sind aber Kursrückgänge überwiegend. Banken und Bahnen lagen matter, Dagegen S ch i f s a hr t s a kt i e n fest. Deimisdie und fremde Fonds abgeschwächt- Privat-DiSkont 48/» Proient
Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhefsen
Verkauf« ■teilen durch dieaca Plakat
kSebr häufig erfährt man bic Wünsche bet Tienstboten unter »der Joanb gesprädfSweife Nicht selten entringt fid) ihren Lippen, »während sie mit den stämmigen Annen ben Fleischklopfer über I einem Filet schwin-reii, der inbrünstige Wunsch: „?lch, wenn ich | doch da5 und ba-5 hätte!" Unb solche Aeusterungen, mögen sie nun beabsichtigt sein oder nicht, geben der Frau meistens einen ; larten Fingerzeig, bisweilen auch einen sogenannten Wink mit | dem ZaunpsaHl So etlvad bewahrt man für sich auf in einem aetrrucn .Werten, und es ist mir schon begegnet, bast eine folchc Ifidne Aufmerksamkeit durch Freudentränen belohnt wurde, ^.as lockert natürlich auch die Freude im Öerzen des Gebenden, und bie Weibnad)tslick>ter brennen in aller Augen. Erfährt man cuf dem Wege der anfälligen Aentzerung nichts, so ist es bcfiet — mntn man den ,.Esseklenl>esid" feiner Emma ober Rosalie nicht kennt — sie direkt um ihren Wunsch zu fragen. Tenn es ist immer bester, etwas zu schenken, was gewünscht wird, als mit ; einer ileberslüstigkeit, bic niemals gebraucht werden kann, zu | iiberrafdHm. Man kann vielmehr bann umgekehrt seine heuige Ilieberraidning erleben.
Bei der Frage: „WaS sollen wir fchenken?" wrrd m erster I Linie das „Bare" eine Rolle spielen, und die bequeme Frau F iagt sich: „Für Geld kann man sich alles kaufen", das beisti "atürlich: was im Moalicchkeitsbereich der geschenkten Summe Iliegt. Llber es ist nicht gerade gesagt, dast immer Geld dr? meiste Freude macht, und besonders dann ist es bell er, von einem reinen Geldgeschenk abzufehen, wenn bas betreffende Mädchen „von Saus aus" mit einem nicht allzu outen Geidtmack aus- . gestattet ist. Sic würde sich für gutcS Gelb etwas anschaNen, dq4 sie nicht kleidet, was ihr nid« pastl. Lier wirb die er- iabrene Lansfrau, bic im Einkäufen geübt unb cm gutes Unter* Uiichindungsvermögen hesitzt, gut tun, bie in jyragc kommenden 1 fachen selbst zu besorgen. So wirkt sic au her auf das,L>erz ihrer Bf^thiliin, das sie erfreut, auch nod) auf ben Geschmack rc)armierenb. » Es ist wirklich möglich, mit etwas gutem Willen "nein halbwegs r begabten fWäbcbfn die einfachen Grundlagen des guten Ge'chmacks I1' beizubringen, wodurch man sich selbst auf der anderen >_eite den größten Gefallen tut T-enn es ist manchmal nn ®»brer Augen schmerz, wenn man das Aeu stcre einer solchen Emma oder [ stosalie betrachtet. Nattirlich besteht auch hier, wie bei allem, v. hie Gefahr der Uti>crtrcibung: und ist diese erst in5 Srraut ge- y '(hoffen, dann ist es allerdings ein noch herberer nehmen, irre f ‘Blüten ju bcobaditcn. Takt und Geschick der 5?aussrau aber können oft diesen LluSwuckis gleich im Keim erstürm. .
Auch über bic Qualität der Geschenke für bic Tlenstvoten sei : roch etwas bemerkt. Bor allen Dingen ist eS ba erfo70^x11®, bie I Zweckmäßigkeit her zu schenkenden Gegenstände ssn berümtchhgm. I Denn von dem Standpunkt ausgegangen nnrb, „baB nrr ein | Tienstmädckien auch das Schlechteste gut genug lei", so ist das wdr. [ 'ehr unrecht. Und ebenso ist es verkehrt, wenn man einem .Juw» I chen E^cgenstände von einem Wert schenkt, den es in seinem etn- r fadien Verständnis für diese Dinge gar nickt zu fduipcn peritent. I Die Geschenke müssen von solider L-ualität ^in^dannsrnds« eine bleibende Erinnerung unb eine dauernde tyreupe. löovnocrs
Uachrichle^dienft der Lu t.
Die Probefahrt des SchüttcLanz-BallonS hat gezeigt, hast dicS vielfach angeiweifelte Stiftern fid) als flugfähig erwiefen hat. Tast noch einzelne Stockungen vorkommen, ist felostverständ- lich unb will nichts besagen. Es wurde in Fachkreisen hauptsächlich bezweifelt, dast cs möglick) sei, ein holzgerüit herzustellen, das die zugemutete gewaltige Last im Fluge tragen kann, ohne ein- zuknicken. Es könnte ja eigentlich ganz gleichgültig fein, ob wir und bei einer Luftfahrt einem Metall odi-r^Loligerüst an- vertrauen: der eigentlid)e praktische Vorteil des Schüttc-Snstems liegt aber in der Möglichkeit einer besseren Verwertung der drahtlosen Nackrichtengcbung.
Tic unstarren und halbstarren Systeme haben sich zur Aufnahme von Telefunkenstationcn nicht gerade ungeeignet erwiesen, aber bie verhältnismäßig geringe Tragkraft dieser Typen zwingt, mit jedem Kilogramm zu rechnen. Tazu kommen noch die Isoliervorrichtungen, die unbedingt nötig sind, um ein Uebcripringen von Funken aus den Hockspannungsapparalen auf bie gasgefüllte Ballonhülle zu verhindern.. Mit dieser Ausrüstung, die das Luftschiff schon fdimer belastet und bie Mitnahme von Ballast illusorisch zu machen droht, ist aber erst etwas halbes geleistet. Man farni wohl Nachricht geben, aber keine Gegenmitteilung erlangen. .
Anders ist es bei dem weit tragfähigeren starren Lufttchiff. Öier hat nun leider das Zevpclinsystem ben großen Nachteil, bast es burd, sein Metallgerivpe die Lochspannungsfunken gc rabezu anzieht! Eine zweite Gefahr besteht in dem sich bildenden Knallgasgebläfe zwischen Ballonets unb Ballonhülle. Tas durch lleberbrucf unb Tifsufion aus ben Ballonets entweichende Gas fc|<t sich in den inneren Lwblräumen des Luftschiffes fest und geht die bekannte chemische Verbindung mit der atmosphärischen Luft ein. . _ „
Beim Schütte-System fällt dieie Gefahr rum gtopen Teil fort. Es können infolge der großen Auftriebskraft umfangreiche Isolationen angeorbnet werden, und bic Anziehung der Funken durch das Metall macht sich nicht geltend. Gleichzeitig kann auch eine Empfangsstation eingerichtet werden. Wir hätten also nn Luftschiff, das allen cn einen Militärckreiner gestellten An forberungen vollkommen entspricht unb obendrein mit geringeren Herstellungskosten verknüpft ist. Immerhin ist damit das Ideal nock nicht geschaffen: das Bestreben der Ingenieure geht jetzt babtn, das explosible Gas ganz auszuschalten 4xnb damit einen Ballon zu schaffen, der den Gebrauch der FunkeMelcgroplne gänzlich griabrloc- macht.
Tic Versuche, die die Verwenbung der drabtloien Telegraphie für das Flugzeug zum Gegenstand hoben, sind noch lange nicht abgefcblos'en. Tee in Kasten mittie hm baren. Sende- und Emp- fangefiatumcn find ft> klein unb schwach, dast man fick nur auf rtma 10 Kilometer hinreichend verständigen Tarnt. Ta der Emp- fang durch das Gehör übermittelt wird, das Zknistern der Funken aber oft vom Motorgeräusch übertönt wird, so schleichen sich
^nd die Nerven Kranj^--—■ _
। 'N .....
bei Väschestücken täuscht eine hübfthc ..Aufmachung" manchmal über die 01.11? hinweg. Aber ein Maddicn mit hm richtigen Gefühl für t*icie Tinge wird cs bald heraus haben, dast ein ein«
bei dem bunte Bändchen und Schleifen die Blender find.
Von feiten der Ticnftbotcn must bei den Weihnachtsgeschenken bie soziale Stellung der Ticnsthcrrschait m Erwägung gezogen ruertxn Ein einfacher Beamter kann nicht mit einem .N’ben
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verglichen werden Tann ist eS auch nicht einerlei, ob ein Mab- chen in einer kleinen ober in einer Grovstadt dient. In einer kleinen Stahl sind die Lebeneb dingungen, die Wohnung.luietcn, aber and) die (Behälter in allen Be,d)äftigungs;wcigcn niedriger. In l»er Groststadt ivird mehr CMb verdient, aber natürlicherweise auch mehr ausgegeben. To sind es bie Qizenden Fenslerau:lagen, tie den Madcchen das Portemonnaie erleichtern he.fen, und vor allen Tina >i michcr die guten „Kolleginnen", mit denen sie
iammengekommen. Ta wird nun beratsch.agt, dast Ida genau eine iolche Bluie haben müsse wie Frieda uno Minna -mc loldK wie Anna Ckbcn die „Freundinnen " nun am Sonnton auf Len „Schwof" oder spazieren, dann triefen bie.glcidxn Binsen wie eine richtige Uniform. Aus der Farbeiuvahl spricht mandmial and) das Der; der betreffenben Ida ober Frieda, denn ihreni roten Lufaren zuliebe hat sie natürlich bad schönste Lochrot mit goldenen Kröpfen gewählt. Unb ist es fein Lnisar, sond r:i ein andersfarbiger Baierlanbavertcidi..er, bann ist bic Blusensarbe ndter eine epiclart des bitrefienncn Komuiisrockcs. T cs halb darf sich eine Frau nichi allzu sehr verwundern, wenn ihr „Küd-cn- bradre*' mit Beharrlidchnt auf einer so farbigen Bluse als Weih- naditsgrich.mk bcfielxn bleibt, t> n der man schon im vorhinein an» nehmen kann, dast sie zu dem .Amiagcstcht" nidjt paffen wird.
Tie Gesdicnke sollen im Verh^ilttüs zu dem gezahlten Lahn stehen, beim dieser steht meistens im Verhältnis zu dem Einkommen der Lerrickaft unb zu der Gröste der Wohnung. In einem grufen Laushalt ist mehr Arbeit, also auch höherer Lohn; nick es kann beiin Weihnach:sgesd»«nk, ohne dast dieses bie Lerrsdiaft belastet, rin llcorigcß getan werden. Beim Leinen .haushalt kommt daS Gegcntril in Betracht.
In diesen Tagen wird so warm für daS „denkende 'Dienste botennim" geworben, unb ebeubasselbe sollte sich diese cl/r en rolle Auszeichnung ziiiuipe niadKn und roirfiid) einmal ernstlich^üver bie Gegeniastc im Leben der Tienstherrfchaftcn Nachdenken. Tann mürbe es wohl unter dem Weilinacktsbauin weit weniger mürrische «Gefickter geben und lange nicht so feinblidje Gefühle, die ihren Gruus fast immer nur in falfdien tzeyerrien haben, zu leichtfertigen Mü” igimgen verleiten und übers Ial/r genau so unzufrieden einer anderen öerridjaft gegenüberstehen
Es gibt auch Fälle, wo gleich beim Engagement die Höhe des Wrilmad Isgesdienkcs festgelegt wird, und das ist vielleicht für manche Mensdien das Richtige. Da weist rin Mädchen, was es zu erwarten bat, und bat keinen Grund zur Unzufriedenheit. Ob diese Art aber gerade dazu bient, viel Frcube zu machen, glaube ick nicht; denn gerabc das Ahnen unb Erwarten, das nie so wie in den Weihnachtswochen in aller Lnwzen ist, fehlt immer da, wo man sicher weist, was man zu erhoffen hat.
Wso, ftöhllchc Weihnachten allen, die es angeht!
(ßcriditsiaaL
Lick, 8 Dez. Wege n W i o c r st a n b « gegen bic Etnatt- grroalt imubc am R.^eiember lt»ll vor dem hicstgen Ld osjci, er cht der Schausteller Ioimini Gärtner, brr mH feinem ?3obnroaaen m unterer Wcgeub umherveM, verurteilt, cstäitnei hatte am 10 . vcniber 1 »11 o'.m, polizeiliche Erlaubnis und trog vorher gegangener Warnung fernen Wohn mögen in verkedrstöienrer Weife nu< der CmüroBe m Lich auhieheilt. Wegen Meier UeVerirclimg follte t^iutner am nächsten Ptorgen vorn Wachtmeister l'lcfemrc bem Amisgeizcht in Lich Dergefuhit werden. Mil einer '.'Irl, tic ihm ferne Ärau jur Wenr gereicht hatte, stellte sich nun Wannet bem b-cubarmen gegenüber. Mit grober i'lnhc gelang ei hem b/arbtmemer fdiliebtidj, ibn dock) noch znm AmtSgcnd l zu bringen. " änner w.nde megen dieses geiahtU.nen Vorgehens gegen die Lvrigkeil zu vier Wochen WeiängmS und in die Hosten oe-3 *b erfahren» cenuteilt Dem Wachtmeister Ti efemer wurde von dem Gericht ferne '.’lneifcnnung hir fein ruhiges und loriettes Verhalten mit dem Bemerken anegeforocken, dag nur ba-.utd) st^cr em gröberes Unglück vermieden worden fei.


