Ausgabe 
12.5.1911 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Zweites Blatt

16|. Jahrgang

Nr. W

Lifcheint täglich mit Ausnahme deS Sonntage.

Rcbattion, Expedition und Druckerei: Schul- ftroye 7. Expedition und Verlag: dl.

Redaktion: «Eil». Tel.-Adr^AnzeigerGieben.

grcitag, 12. Mai 19«

Rotationsdruck und Verlag der Brühpfchen Unwersuäts - Buch- und Sieinbruckeret.

R. Lange, Gießen.

TieGießener ZamMendlLtter" werden dem ^Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das Krellblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Ti«Landwirtschaftlichen Leit­fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhejjen

dauert das Turnen lvährend dcs <

jonderS in Arbeiterortcn.

annftflbt und ("eitbdft«?

Stäbicn sprechen Psarrassistcitt ?y u 11

t wer

bürg).

Heidelberg, 11. Mai.

gemeinde.

3n der Johannerlirche.

Meteorologische Beobachtungen der Station Eiehen.

Mai

Wetter

1911

Sonnenschein

bis

11 Wlai = + 18,4'2,

1L

-t- 10/)C.

mit den Turnvereinen möglichst angebab» den soll.

Prosessor D. Schöll- 5ricbbtrg spricht über ba$

Lehren aus der b i ö b c r i g e n 3 u g e n b p i l c g c".

Thema Seine Arbeit

gründliche technische Bildiutg für die Arbeit ist erforderlich, die Leiter lollcn genügend mit dem Gebiet der 3ugcnbpilcgc betraut sein. Zu diesem Jrocdc findet auch seit 5. Mai wieder in Gießen cm AusbildungslursuS für Jugendhclfer statt.

Tann fand Beratung der Labungen start Es besteht nämlich die Absicht, im 8 - die Wortea n s c v a n g e l i sch emBo d e n", zu streichen, um io auch mit der staatlichen, städtischen und mit der latholischen Jugendfüriorge iuiammengeben ,;u können. Es konnte jedoch lein Beschluß gefaßt werden, da die Beratung der Satzungen nicht auf der Tagesordnung stand. Ter Vorstand ivutbc beauftragt, das nötige Material zu sammeln unb imRatgeber" zu ver­öffentlichen Im 3-rübhcrbft soll eine außerordentliche Bcrsamm- lung stattfinden, um über die beabsichtigte Aenderimg zn be­schließen.

lieber die Verhältnisse in größeren

Wallenrod nnb Lehrer st o cli 3rindern halten dte Turnvereine für eine geeignete Einrichtung hei Jugendfürsorge, sie füllen die Lucke znnschen Schule nirb Militärieii au». Tre oberen Stäube halten sich leiber fern Pfarrer unb Lehrer sollt.n in die Turn vereine geben. Tie Mitarbeit in Turnvereinen in noch der aus- sicht-vollste Weg, (riniluf auf die Jugend zu gewinnen '.'lebttiüh svrechen nd> 'Btarrer Göthe Wörrstadt und GeschäftSstihrer Rothe Frauttiirt aus, letzterer wundert -ich uber^den Pessmiis MUS mancher Brieie unb spricht für Auslüae an Sonntagen, br

Der SchiffaHrttabgaben-Ausschus;

faßte am Donnerstag einen Beschluß über den § 11, betreffend die Ä b g a b e n e r h e b ung auf Grund einer im llnteransschuß

Verständigung, '.'uicti bet (Einigung soll die Abgaben erbebung beginnen: #jür den Rh ein verband, wenn hie Regulierung Smtberhauien- Straßburg, sowie die Mainkanal, iatum von Aschaffenburg bis zur Mündung in den Rhein nnb die Aeckarkanalisierung von Heilbronn bis zur Mündung in den Rhein icrtiggcftcllt sind. Außerdem ^ist der Beginn der AbgabenerHcbung aus der Riosel mit der Saar, der Lahn, dem Rhein oberhalb Straßburg, dem Main oberhalb Aschaffenburg und dem Neckar oberhalb Sjeilbronn abhängig von der bergwärts fortschreitenden Vollendung der Regulierungs- nnb Stanaliiic- rungsarbeiten

Tie Abgabenerhebung soll im Weser verband beginnen, wenn einschließlich der Bauziusen brciüicrtel ber veranschlagten Gcfamtlostcn verausgabt sind und der Weser ans dem Waldccker Sammelbecken Wasser in regelmäßigen Betrieben zugesührt wird.

Beim Elbverband soll mit der Abgabenerhebung be gönnen werden, wenn einschließlich der Bauziusen dreivicrtcl der veranschlagten Geiamtkosten für die in der Vorlage vorgesehenen Baiiteu verausgabt sind unb minbeftend die Hälfte der vor­gesehenen Mindestverlieniugen des Fahrwassers auf der ganzen (strecke erreicht ist.

Ter Ausschuß hat sich in dem Anträge noch dahin ver tänbigt, baß für den Rbeinverbanb als Abgabe höchstens drei viertel der Tariisätze erhoben werden sollen, bis die vorgesehene Wassertiese von 21/» Meter zwisckien Mannheim unb St. Goar bcrgeftcllt ist.

In der weitergesührten Anssprack-c über den fortschri11 lichen A n trag betreffend Einführung von Strom b c i t r ä g c n für d i e ostm ä r k i schen Wasserstraßen wandle sich der v o I k s p a r t e 11 i ch e Antragsteller gegen die Ausführungen des Ministers v Breitcichach und suchte den Rach weis zu führen, daß die Erhebung von Abgaben aus den ost märttschen Wasserstraßen gegen die Rcichsverfassung verstoße. Ein 3 c n t r u m y a b g c o r b n c t c r wideripratt) diesen Ausführungen und legte Verwahrung ein gegen das unbegrenzte Mißtrauen des fortschrittlichen Redners. 3m preußischen Ministerium der öfsentlichen Arbeiten säßen nicht nur Bureattkraten, sondern auch annähernd vernünftige Menschen (Heiterkeit), die auch etwas vom praktischen Leben verständen. Von nationalliberaler Seite verlangte man, daß eine verschiedene Strompolitif^inner­halb des Trutschen Reiches vermieden werden müsse. Tie Strom politil müsse einheitlich sein. Tie Verhandlung hierüber wird Freitags wcitergeführt.

Das Jubiläum des Deutschen Handelslager.

Ter Deutsche S?aitbcl»tcfl begeht in diesem Fahre da. HuBilänm seines 50jährigen Bestehens mit einer festlichen Tagung in .Heidelberg, wo er im Jahre 1861 gegründet worden ist In der Fesrsißnng am 13 h. M. wird General jefretär T-r. Soctbeer die Entwicklung des Deutschen Handelstags im ersten halben Jahrhundert in großen Zügen darlegen Außerdem erschein! 311m Festtage der erste Band einer Geschichte des Deutschen HandelstagS.

Am 13. Mai Ihtil trat zum ersten Male der Teutsche Handelstag in Heidelberg zii'ammen Unter schwarz-rot- goldener Fahne pereinigten sich Industrielle und Kaufleute aus dem Zollverein, den Hansestädten und Cefterreidi In sechstägigei Verhandlung wurde eine Reihe bedeutender Gegenstände erörtert: einheitliches Maß und Gewicht, ein heitltche Münze, Organisation des Zollvereins, Einführung des Handelsgesepbuchs, »Handelsgerichte, Einheitssätze für die Eisenbahntarife, Handelsverträge, Abschaffung von Transitabgaben und Flußzöllen.

Auf der zweiten Vollversammlung, 1862 in München, wurde wiederum über die Organisation des Zollvereins, im Zusammenhang damit über die ^lleinigung mit Leslcr- reich und über den von Preußen abgeschlosienen, von Oester­reich bekämpften Handelsvertrag mit Frankreich verhan­delt. Es kam zu erbitterten Mampfen zwischen den An­hängern der preußischen und denjenigen der österreichischen Handelspolitil. Die ersten siegten: aus dem Deutschen HandelStag schieden die österreichischen Mitglieder bald wie­der ans, die letzten 1867.

Auch in der Folge führten ain ehesten die Zollfragen zu Streitigkeiten innerhalb des Deutschen Handelstags, so Ende der 1870er Jahre die Frage der Eisenzölle, Mitte der 1880er Jahre die Getreidezölle Serbe Male trat eine Reihe von Mitgliedern aus, und erst 1899 wurde es er­reicht, daß sämtliche Handelskammern dem Deutschen Han delstag angehören.

Unübersehbar ist die Reihe der weiteren Verhandlungs­gegenstände aus den Gebieten des Geld- unb Bankwesens, der Börse, des Verkehrswesens, der Versicherung des Schutzes des gewerblichen Eigentums, der Steuern, der Sozialpolitil, des Handelsrechts, des Mlcinhandels, der agrarischen Bestrebungen und tnanchen anderen Gebieten.

Ter erste Präsident des Deutschen Handelstags war David Hansem amt, Gründer der Aachener und Münche ner Fenerversichernngsgesellschaft und der Direktion der Diskonto-Gesellschast, 1848 prenßtscher-Handels und Finanz- Minister, bis 1851 Ehef der Preußischen Bank. Ihm folgten v. Beck erat h (ISrefclb , Reichsfinanzminister von 1848, H. H. Weier 1 Bremen), Gründer des Rorddeutfchen Lloyd, .Gustav Dietrich (Berlin, Benjamin Liebermann (Berlin, dann von 1870 bis 1890 Adalbert Delbrück, von 1890 bis 1905 Adolf Frentze 1 (beide Berlin). Von weiteren Ausschußmitgliedern sind hervorzuheben Adolf S 0 e t b e c r (Hamburg, Göttingen 1, Weigel (Breslau, Easset), Russell (Berlin), H a m m a ch e r (Berlin), Di s f c tt ä (Mannheim , Michel (Mainz), W 0 e r m a n n (Ham-

P'arrer W e 1 v

eine Rcihc von Besichtigungen mbuitricUcr Anlagen, namentlich in dem benachbarten Industriezentrum Mannheim.

Ter BegrüßungSabend.

Aus dem heutigen, von etwa 700 Vertretern von 150 beut (hen unb 11 ausländischen Handelskammern, insgesamt von etwa 800 Herren und Damen besuchten Begrüßungsabend brachte beim Festmahl in ber Stadthalle brr Vorsitzende des babiidwn Handclstages, Kommerzienrat Engelhard- Mannheim,^ als erster Redner ein begciücrt aufgeuommenes Hoch aus Malier, Fürst und Vaterland aus, wobei er daraus hinwies, baß heute erreicht ei, was vor 50 Jahren so heiß ersehnt unb vor 40 Jahren so blutig erkämpft wurde, ein einig starkes T^ulicbland unter dem Schutz und Schirm der machtvollen Hohen zollernkrone, alS sichere Bürgschaft für die Wohlfahrt unb beit Fortschritt des Vaterlandes.

2er .Heidelberger Handelskaminerpräsident, Mommerjicnrat Schott, toastete aus Deutschlands Handel und Industrie. Namens der Stadt Heidelberg bewillkommnete Oberbürgermeister D r. Wilkens die Versammlung, indem er daran erinnerte, daß er schon vor 25 Jahren die gleiche ehrenvolle Aufgabe zu er­füllen hatte.

Namens ber Gäste dankte ber Präsident des deutschen Handels tages, Stadtrat Maempff für die Bewillkommnung und schloß mit einem Hoch auf das herrlidie, gastliche Heidelberg, bett ba bischen .Handelstag, und aut Mannheim unb die Mannheimer Handelskammer unter bewundernden Ausdrücken für die groß, artige Mannheimer Industrie.

lünf Leitsätze finden allgemeine Zustimmung: 1 Meine hat Bestand, die nicht tlar und fest das Ziel der Jugenderziehung erfaßt bat, nicht Bewahrungsanstalt unb lliitcrhaltungsstatte soll bic Jugendpflege m erster Linie sein; 2. Tie Arbeit muß sich der Jugend anpafsen: Weitgehendste Selbstbetätigung im Verein und SelbÜPerrualtiing des Vereins durch die Jugend ist erforder lief); 4. Tie Persönlichleit des Leiters ist.das Entscheidende;>. Eine

Vormittags 8 Uhr : Pfarrer Au 4 leld.

Christenlehre für die Nenkonftrmierteii auS der Johannes- gemeinde.

Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Bechtolsheimcr.

Vormittags 11 Uhr: fttiiberfudje für die LukaS gemeinde.

Pfarrer Bechtolsheim er.

ttalholische Gemeinde.

Sotterdtcnst.

SamStag den 13. Mai 19 11:

Nachmittags um 0 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.

Sonntag den 14. Mai, 4. Sonntag nach Cftern:

Vormittags von 67, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.

, um 7 Uhr: Tie erste heiß Messe.

, um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.

um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.

, um 11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt.

Nachmittags um 2 Uhr: Christenlehre, darauf Andacht.

Tienstag und Freitag abend nm 6% Uhr ist Maiandacht.

3ugenöfürforgc in Hessen.

x 5 r i c b I^c r g , 10. Mai. Tic hessische Jugend Helfer-Vereinigung hielt heute nachmittag in denDrei Schwertern" ihre Hauptversammlung unter starker Be­teiligung ab. Professor Dr. Schöll rulyrtc den Vorsitz. 2er Schriftführer Pfarrer di 1 0 f i e; Rodheim erstatt die Tätigkeit im Jahre 1910. Im April wurde ein Jugcndhclser lursus abgehaltcn, der 100 2cUnehmet zahlte. Durch Gründung eurer Fachbivlwthck wurde an ber Jugendarbeit eifrig gewirkt. Im Winter fand ui Gießen eine <stitbcniemxriammlung statt, um den Studierenden die soziale Bedeutung der Jugendhiltc nahe zu legen. Tu Versammlung war gut besucht, und mit den Burschen schastlern wird heute noch schriftlich verkehrt. In Rheinhessen fand eine Versammlung für Pfarrer und eine für Lehrer statt. Tas Organ der hessischen Jugcndhitte ist derRatgeber", ber in Berlin erscheint. , ,

Pfarrer Mar x Walldori berichtete über4- a s Verhalt nis der Jugend Hilfe zu den Turnvereinen". Um dte Tatigteft und das Wirken der Turnpercmc in den Gemeinden Hessens leunen zu lernen, hat sich ber Redner an 182 Geistliche in 182 Crtcn Hessens gewandt. Er verliest eine Anzahl dies r Briefe, die teils Vorschläge für cm Zusammenarbeiten mit den Turnvereinen machen, teile Bedenken hiergegen haben, teils sogar scharf mit den Turnvereinen ins (Bericht gehen unb sie als geistige und sittliche Jugendbildungsstätte verwerten. In 43 Orten bc fanben sich ferne Turnvereine, 139 Crtc hatten 191 Turnvereine, alio sind in manchen Orten mehrere Vereine, 159 sind nichtsozia! demokratisch, 111 gehören ber deutschen Turn erschau an, 6 dem Lahn Diinsberg Bund, 9 dem Gau Wetterau, 7 gehören lern cm Pcrband an, 32 sind ausgesprochen 'ozialdcmotratisch. Tiefe kommen für unsere Bestrebungen nicht m Betracht, sic wollen uns auch nicht haben. Schwierig ist auch die Sache in Orten, wo 5iuci oder mehr Turnvereine neben-, oder gar gegeneinander be- stehen. Tie sittliche Ausgabe ber Tunterer wird zu wenig gc würdigt. Tic Gründung von Schülerriegen wurde von manxhen MrcisuhiiUommiiwncn abgclehnt. Dte JugendvereinigungWan dervogel" ist zu billigen. Auch die gründliche Erneuerung der Spinnstubcn wird von manchen ^endterfuttern vor geschlagen Andere Geisttiche haben mit den Turnvereinen gute Erfahrungen gemacht, sic verlangen, daß Geistliche unb Lehrer den Turnvereinen britreten. Etn V'arrer schreibt, daß feine Söhne als Wetturncr ichon manche Preise errungen hatten Tic Verbindung von Volks­bildung und Turnn er innen scheint sehr gut möglich, Leseabende unb belehrende Vorträge sind cinznrichten, Spiel plane anzulegcn. Gerneindehauscr zu erstreben, bamtt die Tunwerctne vom Wirts- haus frei werden. Andere Stimmen gehen dahin, daß Jüngttngs- vcreine eine verfehlte Spekulation feien, man müsse mit den Turn- r er einen Fühlung nehmen. Auch der Berichter,'tatter hält dies für möglich und empfehlenswert. Eine lebhafte Ausfpraclie schloß iich an. Sic zeitigte gänzlich verschiedene, sich stark widersprechende Urteile der P'arrer. Pfarrer B e ck c r - Düdelsheim, Vorsitzender

Turnvereins, ist scltr zufrieden mit der körperlichen unb jitt- litfrai Arbeit Der Turnvereine. Dekan Strack- Leihgestern bc-

Höchste Temperatur am 10.

Niedrigste , , 10.

Niederschlag: 1,1 mm.

? sie« s

Spielplan des tturhaus-Theaters Baö Nauheim.

Akontag den. Aiai:Ter Slauhnann von Venedig." Mitt­woch den 17. 2)lai: ,3ugcnbitcunbc.e Freitag den 19. Mai: ,Ter Vetter", dazu: .Erster Klaffe.- Sonntag den 21. Mai: .Glaube und Heimat." Montag den 22. Mai: ,Ter Schwur der Treue."

kirchliche Nachrichten^

Evangelische Gemeinde.

Sonntag den 14. Mai, Kantate: Gottesbicnft.

3n ber Stabthrdjt

DormittagS 8 Uhr: Pfarrer Schwabe.

Zugleich Ehristenlehre für die Neukonftrmicrten au8 ber Markus gemeinde.

Vormittags 91/. Uhr: Pfarrer D. Schlosser.

Vormittags 11 Uhr: ttuiderkirchc für die Matthäus-

Mit einem Emvsangsabend im großen Saale der Stadthalle, tnrgcboten vom Badischen Handelstage, begannen heute abend bic Veranstaltungen der dicsiährigcn Tagung des Deutschen Haudels tages, denen man angesichts des Umstaiides, daß der .Handelstag zugleich die Feier feines 50jährigen Bestehens feiert, mit ganz bc lonbercm Interesse cntgcgcniieht. 2lus Anlaß der Jubelfeier haben dec Syndikus der hiesigen Handelskammer Di. Schupp ^uitd Ti. Wett st ein eine Broschüre erscheinen lassen, die den Titel tragt:Tie Entstehungsgeschichte des ersten allgemeinen deut scheu Handelstages", unb die das Erinnerungsfest wie folgt würdigt. ...

Nach Heidelberg ist der diesiährigc Handetslag cinbcrufcn* Ein tieferer Sinn ist dieser Wahl zugrunde gelegt. Nicht des altstolzen Schlosses mahnungsreiche Trümmer, nicht des tagciu umwobenen Neckartales stromgegliederte Auen, iwch ber weisheits­vollen Ruverto Carola magnetischc Mächte sollen heute aitbc währte Zugkraft ausüben Ein ernstfreubiges Fest ber Erinnerung ist es, das den deutschen Mausmantt^vou fern und nah der alt­ehrwürdigen Neckarstadt herbeirust. Fünfzi«z Jahre sind ins Land gegangen, seitdem zum erstenmal nach Heidelberg zu einem all­gemeinen deutschen Haudelstag von .Heidelberg^aus der Ruf er klungen. Wie wenn früh morgens der erste Sonnenstrahl über die dunklen Waldesränder des Königssttihls glühend zu Tage schießt und drunten der hei neben c Auen scuervergoldet, so leuchtete vor einem halben Jahrhundert in dem rauhen Arbeitsfeld des deutschen Kaufmanns gleichsam als Vorahnung einer neuen Zeit ber Gedankc na di beutf che r Einigung auf Es wurde der Wunsch rege, sich über die zwischen den einzelnen beundjen Staaten errichteten Zollschranken hinaus zu verbinden, um unter Zurückstellung trennender Beweggründe^ die großen grn e 1 n 1 a in c n Ziele des Handels und der JnduMie in gemein­samen Beratungen zu erkennen und gemeinsam zu verfolgen. Dieser Gedanke, entsprossen dem Lande, dessen Fürst später das erste Hock) aus des Teutschen Reiches Kaiser ausbringen sollte, war der nationalen Einigung vorn usgc eilt. Ter deut­sche Mauimann darf stolz daraus bleiben, daß er der Zeiten Flügelschlag rechtzeitig vernommen und in kluger Vorausncht mit als erster in seinem Wirkungskreis deutsche Einigkeit zu schaffen bestrebt gewesen ist." . .

Diesen stolzen Erinnerungen entsprechend wird die Jubclieier mit gam besonderem Glanze unb in breitem Rahmen vor sich gehen. Tie Tagung zerfällt in eine A r b e it s s i tz u 11 g und eine Fests 1 tz u n g. Tie erste sieht neben der Erledigung geschäft­licher Angelegenheiten und der Entgegennahme des Geschäftsberichts die Erörterung solgender Themata vor: Mauimänmi(hcT Unter­richt Vortragender Geh. Regierungsrat Tr. Stegemann : Inter­nationales Wechselrecht Richard Schmidt-Leipzig ; Topvelbe,teue- rung durch die Stempelgesetzc der eiitzelnen Bundesstaaten Moni- meiyicniat Blcll Brandenbur.i und die mirnd>aftli(he Bedeutung des deutichcn Besitzes an ausländischen Wertpapieren Fran; von Mendels'ohn Berlin. An der Festsitzung am Sonnabend, die in der Aula des neuen Mollegiengebäudes ftattfinbex, wird and, Großherzog Friedrich II. von Baden teiliielnnen, jerner er­wartet man sicher das Eintreffen des R e > di s k an z l c r s von B e t h nt a n 11 H 0 11 w e g. Tie amtliche Festrede wird der Präfi deut des Tcutfdjen Handelstages M aemp f halten und ;ioar über das ThemaDeutschlands Industrie und Handel während der 50 Jahre seines Bestehens". Der Generalsekretär Tr. Soct­beer wird über die Arbeiten und Erfolge des Teutschen Handels tages im vergangenen halben Jahrhundert berichten, woraus die Äiüchoüusche der befreundeten Organisatisnen usw. entgegeuge- nommen werden sollen. Hand in Hand mft den Beratungen gegen

führet S pc 11 sei vom Wartburgverein 111 Frankfurt: biet sind nach ihrer Ansicht nod) Jugendvcreiuigungen zu gründen. Die 1 einen Sportvereine wie Fußballklubs. Rabfahrcroerelue und 'Jltb- letenllube- iinben keine Zustimmung. Lehrer ft 0 di Fnebderg hält Neugrünbungen für einen Fehlet unb ermahnt zu in Aufdiluß an die Turnvereine. Zu einem Beschluß über das Verhältnis bei Jugendhilfc zu den Turnvereinen kam es nickst, docki scheint bu* Ansicht ber Mehrzahl dahin zu gehen, bar eine V e r st ä u b 1 g u n g

Vermischte».

* Ter Tod einer M ü n ft l e r i 11 aus Ehrgeiz. Aus Ncustork wird berichtet: Tie Zurückweisung ihres Werkes nahm sich die Bildhauerin Mrs Elizabets St Fostn Matthews so sehr zu Herzen, daß sie bald daritach in ein Mranfcnljauf- überführt werden mußte und starb. Ter Pale->llub hakte ihr den 'Jluftrafl gegeben, eine Büste des Präsidenten Taft zu schaffen, roofiir sie ein Honorar von 20 000 Mk. erhalten sollte. Sie machte sich mit größleni Eifer ans Werk; aber als sie die Büste dem Ausschuß zeigte, zu dem u. a. Andren' Earnegie gehörte, wurde sie zurückgewiesen. Diese Enttäuschung erregte die herzleidende Künstlerin so tief, daß sie erkrankte, und ocr sie behandelnde Arzt stellte fest, daß ihre jtzrankheit und ihr Tod durch dte urditbare Aufregung verursacht sei Mrs. Matthews war durch eine Anzahl Werke, die in Ausstellungen in Amerika wie int Auslände gezeigt wurden, bekannt.

* Wenn zwei dasselbe tun . . . . Lehrer:Du hast mir diesmal eine miserable Schrift geliefert, bu wirst and) bie Be- merlnng in deinem Hefte gesunden haben." Schüler;H.'rr Lehrer, ich kann diese Bemerkung nicht lesen."

11. 2

743,8

16,2

11,0

80

SE

-

9

11. b-

744,0

13,7

10,2

88

SE

2

10

12.

<44^

13,0

9.6

87

N

-

9

Dir I 3151

rbani, :streit

lstigung.

am Somüttag < anbflailc, Glitite aüenitt. 01 tciiflcid)., henklut

»Miii tgen.

Wcllcrsbur«".

Einlriii m.it'

prifffartoirtlB Bonnm öerfenta 1 L"i) pro Jcntncrf ft üffl.i'aitmubnic: nehmet biWt- »hl Wwe. * Igt vtzhanp berg H-

nb biöißit arl steh, r undIWittrr iroigeplab 11 _

eifeflP^Z