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§ 408, der von der Aufsicht handelt, zur
Anstellunasverbältnisses der
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36
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63-65 100-108
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60—62
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58-59
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59—61
46
Zahn-Creme
Mundwasser
«a
557 271
518 429
76-82
83-89
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57
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80
75
23 574 100
10 077 097
9 689 392
8 659 942
7 387 185
5 376 042
2 218 849
1 780 130
1 202 537
560 383
(3 263 670)
(2 511 310)
46-49
60—53
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49
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Tonnen- Kilometer.
7 985 403 455 160 959 552
30 791 567 7 976 222 211 748 808
“ffiilbelmfttafct i Löhnung nebitLEr u. allem tzubeh. p, 1360) M. yra
104
95
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86
atrdelt, den Btz"reinbarungen zwischen der Krau- enkasse und den Apothekern beizutreten.
Tonnen zu 1900 kg 38 521 903 3 270 668 359 514 48 094 1 425 250
60 geringer
Lebendgewicht
Vollfleischige Schweine über 21/, Zentner Lebendgewicht .......
Fleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht . . .
Halber.
Feinste Diastkälber
Nach Erledigung dieser Frage deS Verhältnisses der Kvanken- kassen zu den Aerzten, Zahnärzten und Apothekern wandte sich die Verhandlung beim § 408, der von der Aufsicht handelt, zur
(155 161 411) (18 818 231) (44 4053-1) (40 175 036) (15 042 879) (18 644 421) (26 530 972) (11 810 496)
(3 339 905) (600 755)
Erden Kaumaterialien mit Ausschluß von Holz Mahrungs- und Genußmittel (ohne Salz) «Erze Holz Misen, Eisenwaren, Maschinen. . . . Düngemittel..........
Mineralöle und andere fossile Rohstoffe «Sämereien Drogen und Chemikalien (ohne Farb- waren) Dielte und Oele .....
auf dem Rhein .....
, „ Main
, „ Neckar
auf der Mosel in Preußen . .
, „ Weser
Schafe.
Weidemastschafe Schweine.
Voll fleischige Schweine bis zu 2 Zentner
fc. Fraukftrrt a.M., Il.März. Heu-und Strohmarkt. Angefahren waren 9 Wagen Heu und 3 Wagen Stroh. Man notierte: Heu 8,00—3,50 Mk., Stroh (Kornlangstroh) 2,40 bis 2,'.O Mk., Wirrstroh 0,00—0,00 Mk. Alles für 50 Kilo. Geschäft langsam. Die Zufuhren waren aus Oberhessen, dem Kreise Dieburg und dein Obertaunuskreis.
Die durchschnittliche Beförderungsstrecke der Güler stellte sich Set dem Rhein auf 207,3 Kilometer, beim Main auf 49,2 Kilometer, beim Neckar auf 85,6 Kilometer, bei der Mosel auf 165,8 Kilometer und bei der Weser auf 148,6 Kilometer. Auf je 1 Kilometer der Flußlänge entfielen an beförderten Gütern: beim >Rhein 55 587,2 Tonnen, beim Main 6900,1 Tonnen, beim Neckar 1912,3 Tonnen, bei der Mosel in Preußen 200,4 Tonnen und bei der Weser 3188,5 Donnen.
Einen bedcuteirden Anteil am Rheinvcrkchr macht der Grenz» 'verkehr aus, insbesondere derjenige an der niederländischen Grenze, der nach den Anschrcibungen des Hauptzollamts Emmerich beim Ausgang über die Grenze 9 964 662,5 Tonnen, beim Grenzeingange 14 881299,5 Tonnen, zusammen 24845 962 Tonnen betrug.
mfirfte.
F.C. Wiesbaden. Viehhof-Marktbericht vom 10. Märzr, Austrieb: Rinder 41 (Ochsen 21, Kühe 20, Bullen 0), Kälber 79, Schafe 26, Schweine 211.
Tendenz: Rinder, Kälber, Schafe und Schweine mittelmäßig. Preis Durch-
Ueberstand: Rinder, Kälber, Schafe und Schweine lleberftanb.
Lebendgewicht 47—48
VoÜfleischige Schweine über 2 Zentner
gefügten Zahlen geben dabei die entsprechende: Güterbeförderung jver Eisenbahnen an:
Kohlen, Briketts, Koks und Torf . .
pro 100 Pfd. schnittsvreis fiebenb. Schlacht. pro 100 Pfund gewiche _ vebenb» Schla»t. nemtcht
Schlachtwertes, höchstens S^ahre alt 47—49 85—89 Junge, fleischige, nicht ausgemästete und
ältere ausgemäslete 44—46 88—84
Ungejochte ... 48—50 87—91
Bullen.
Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten
Schlachtivertes 43—45 78—82
VoÜfleischige, jüngere ..... 40—42 75—76 Färien, Kühe.
Vollfleischige ausgemästete Färsen höchst.
Schlachtivertes 45—49 32—86
VoUfleischlge ausgemästete Kühe höchst.
Schlachtivertes bis zu 7 Jahren. . 39—43 75—76
Sichere arisgemästele Kühe und wenig
gut entwickelte )üngereKühe u. Färsen 85—38 70—78
'Mittlere Mast- und beste Saugkälber . 54—60 90-100
Geringere Mast- und gute Saugkälber
Geringere Saugkälber
Kuverts mit Firma
-..... • liefert billigt! ° ■ -
BrühHdie Unlperntäfs-Druckerel • Gieftsa
O chs en. von-bisvon-bir
Vollfleischige, auSgemästete, höchsten
Angelegenheit deS AnstellunaS Verhältnisses der Kassenbeamten zurück. Es entstand eine lebhafte Aussprache über die Gründe, die zur Entlassung non Kassenbeamlen berechn tigen. Es kommt schließlich folgende Bestimmung zur Annahme: Liegt ein wichtiger Grund vor, einem Angestellten zu kündigen oder ihn zu entlassen und macht der Vorstand von seinem Kün- digungs- oder Entlassungsrecht keinen Gebrauch, so kann ihn die Aufsichtsbehörde dazu anhalten. Auf Beschwerde des Beamten entscheidet das Oberversicherungsamt endgültig.
Die Bestimmungen über die Aufsicht sowie über die Beiträge werden unverändert noch den bisherigen Beschlüssen angenommen; es bleibt also die bishmige Drittelung der Beiträge bestehen.
Damit ist die zweite Lesung der Reichsversicherungsordnung erledigt. Die nächste Sitzung wird frühestens nach acht Tagen, Freitag, stattfinden. Man wird sich dann darüber verständigen, welche Punkte zur dritten Lesung gestellt werden sollen.
— Natürtunnel in Jndochina. In den Bergen von Laos, einer Provinz des unter fvanzösischer Verwaltung stehenden Jndochina, besteht eine Reihe von natürlichen Tunnels, die zusarnmen eine Länge von beinahe zwanzig Kilometern haben. Im ganzen sind es sieben große Tunnels. Sie wurden im Laufe der Jahrtausende durch die Nebenflüsse deS Mekong, die sich ihren Laus durch die Felsen brachen, gegvaben. In den letztin Jahren wurden sie zum ersten Male mit Hilfe von Flößen, die auf dem Wasser hirrdurchgetrieben wurden, untersucht, und man fand dabei Stalaktitenbildüngen (Zapfen und Säulen aus Tropfstein) von den eigenarttgsten und großartigsten Formen.
* E i n Selbstmörder a u s E l t e r n l i e b c. An die vielfachen Erörterungen, die die zurzeit aktuelle Frage des Selbstmordes bervorgenlfen hat, anknüpfend, bringt ein englisches Blatt einen Bericht über einen Selbstmordversuch, der wegen der damit verknüpften eigenartigen Umstände ein gewisses Interesse verdient. »Den Rekord in Bezug aus die Anzahl hält Deutschland/ heißt es in dieser Notiz, .und besonders mit Bezug auf Jugendliche: aber den Rekord der ältesten Leute, die freiwillig aus dem Leben scheiden wollen, hält Ungarn. Im Jahre 1888 sprang in Budapest Janos Meryessi, der 84 Jahre zählte, von der Hängebrücke m die Donau. Er wurde gerettet und erklärte, als er nach dem Grunde seiner Tat befragt wurde, daß er zu sterben wünsche, da er nicht mehr tn der Lage sei, seine Eltern zu ernähren. Diese Begründung ries großes Aufsehen hervor, zeigte sich aber als den Tatsachen entsprechend, da Meryessis Vater und Mutter, die sich noch am Leben befanden, 115 und 100 Jahre alt waren; und nun wurde eine öffentliche Sammlung zugunsten der armen Familie veranstaltet, die so viel ergab, daß die alten Leute ohne Sorgen leben konnten."
• Wie ein Ochse eine verlorene Uhr sand. Von Mürzzuschlag wird dem „Wiener Extrablatt" folgende seltsame Geschichte berichtet: Zu der Christbaumfeier in Naxen, die der alpine Verein .Neißlhaler* in Wien veranstaltete, war auch das VereinSmilglied Herr Oskar Voith aus Wien gekommen. Nach der Feier vergnügte sich Herr Voith mit Skilaufen, wobei er seine wertvolle goldene Uhr verlor und trotz eifrigen Suchens nicht mehr finden konnte. Jetzt, nach zwei Monaten, da der Föhn den Schnee zum Schmelzen gebracht hatte, führte der Bauer Peter Holzer mit einem Paar Ochsen Dünger auf jene Wiese, wo Voith damals sich auf den Skiern getummelt hatte. Als er nun die Ochsen heimführte, bemerkte er, daß ein Ochse auf einem Fuß hinkte. Er hob den Fuß des Ochsen auf und fand zwischen den Klauen die Uhr des Skifahrers vollständig unversehrt vor. Tie Uhr, auf die der Ochse getreten war, ivar zwischen die Klauen eingeklemmt worden. Ter Verlustträger, dem die Uhr übermittelt wurde, war nicht wenig überrascht, als er von der so seltsamen Ausfindung seines Chronometers vernahm, und übermittelte dem redlichen Besitzer des „Finders* eine angeinessene Belohnung.
Au; den Reichrtagrausschüffen.
:: Berlin, 10. März.
Die Einigung über die Apotheker und Drogisten hat der Reichsversicherungsansschuß in bet Hauptsache angenommen. Doch wurde die Bestimmung des Einigungs- antrages, wonach zur 'Eungung über den Abschluß, die Acnderung oder die Verlängerung von Vertragen von den beteiligten Krankenkassen und Apothekern Einigungsausschüsse gebildet werden können, gestrichen. Auf Antrag des Zentrums wurde beschlossen, daß, wenn die Berechtigten Handverkaufsmittel zu einem Preise, der die Festsetzung durch die obere Verwaltungsbehörde nicht übersteigt, aus einer Apotheke beziehen, ungeordnet werden kann, daß oie j Kasse die Bezahlung nicht deshalb ablehnen darf, weil sie mit Arznerlxmdlern anderer Art niedrigere Preise vereinbart hat. Abgelehnt wurde ein Zentrumsantrag, der auch den Drogisten die Möglichkeit geben wollte, soweit es sich um die frergegeheneq Arzneimittel
verniiiscbtes.
* Das g eheimnisvo ll e Verschwinden des Kanf- mEnns Joh. G i r m e s aus Krefeld, der am 21. Februar die Fahrt an Bord des Dampfers „Bremen" von Newyork an- getreten hatte. In der Nacht vom 1. auf den 2. März verschwand er plötzlich vor Seilly (Island) von dem Dampfer. In dieser Nacht fand eine Leichenfeier an Bord statt und Girmes hatte sich mit mehreren Passagieren verabredet, dem Versenken der Leiche in das Meer beizuwohnen. Er erschien aber zu der Feier nicht und wurde überhaupt nicht mehr gesehen. Vom Kapitän angestellte Nachforschungen blieben ohne Ergebnis. Es ist unaufgeklärt, ob Girmes Selbstmord beging oder das Opfer eines Unglücksfalles oder eines Verbrechens wurde. Der Dampfer „Bremen" traf am 4. März in Bremerhaven ein.
* Pulverexplosivn in den Vereinigten Staa - ten. Nach einem Telegramm aus Quessant Prairie (Vis- eonsin) sind fünf Magazine einer Pulverfabrik mit einem Inhalt von 180 Tonnen Sprengstoffen in die Lust geflogen. Tie ganz« Anlage, sowie mehrere hundertHäuser sollen zerstört, sowie die Däuser in einem Umkreise von zehn Meilen beschädigt sein. Die Explosion wurde hundert Meilen weil verspürt und verursachte ht den Theatern von Chicago und anderen Städten unter den Zuhörern großen Schrecken. Es sollen eine Person getötet und 350 verletzt sein. Der Schaden wird auf eine halbe M illion Dollars geschätzt..
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5tatW der vlnnenschlffahtt.
lieber den Güterverkehr auf den deutschen Binnenwasserstraßen tm Jahre 1909 werden in dem ersten Teile des Bandes 235 der Statistik des Deutschen Reichs Nachweisungen veröffentlicht. Sie bilden den wichtigsten Teil der Ergebnisse der nach den Bundesratsbestnnmungen vom 25. Juni 1908 umgestalteten, zum ersten Male für daß Jahr 1909 erhobenen Statistik des Verkehrs nud der Wasserstände auf den deutschen Binnenwasserstraßen.
handel und verkehr, volkswirticbakt.
= Wetzlar, 10. März. In der heuttgen Auffichtsrat». Sitzung der Buderus'schen Eissnwerke wurde der RechnungSabl- schluß für das Jahr 1910 vorgelegt. Der Rohgewinn stellt sich auf 2 613 722,84 Mk. in 1910 (im Vorjahre 2 522 461,28 Mk.), nach Abschreibung in Höhe von 1 352 280,84 Mk. (1 312 361,—) Zuweisung zur Erneuerungs-Rücklage 360 000,— Mk. (350 000,—) zusammen 1 712 280,84 Mk. (1662 361,—) verbleibt ein Rein> gewinn von 901 442,— Mk. (860 100,28), zu welchem der Vov» trag aus dem Vorjahre mit 220 591,43 Mk. (173 939,78) tritt. Es wurde beschlossen, der im April d. Js. in Frankfurt a. M. stattfindenden Hauptversammlung folgende Gewinnverwendung vorzuschlagen: Zuweisung zur gesetzlicher Rücklage 45 072,10 Mk. (43 005,01); 5V- v. H. Dividende (i. Vorjahr 5 v. H.) auf 12 500 000— Mk. Aktienkapital 687 500,— Mk. (625000,—); Vertragliche und satzüngsmäßige Vergütung an Dufsichtsrat, Vov- stand und Beamte 94 348,67 Mk. (85 443,62); Belohnungen an Beamte und für gemeinnützige Zwecke 25 000,— Mk. (20 000,—); Belohnungen an Arbeiter 45 000,— Mk. (40000,—); Vortrag auf neue Rechnung 225 112,66 Mk. (220 591,43).
zusammen . . . 70 601357 (340 303 387)
An sonstigen Gütern sind auf dem Wasser 2 755 709 Tonnen, [fluf den Eisenbahnen 25 011553 Tonnen befördert worden, so Laß sich für die Wasserstraßen eine Gesamtbeförderung von *73 357 066 Tonnen, für die Eisenbahnen eine solche von 365 314 940 Tonnen ergibt.
Die tonnenkilometrrschen Berechnungen, die nach den Dov- .schriften des Bundesrats ^ur Feststellung der Leistungen der »hauptsächlichsten Binnenwas) erftraßen anzustellen sind, stießen bei her unvollständigen Nachweisung des Verkehrs im ersten Er- hebungsjahr auf Schwierigkeiten; insbesondere war das Material für die Elbe und die östlichen Wasserstraßen nicht geeignet, eine Mch nur einigermaßen zuverlässige Grundlage für Derartige Beirechnungen zu geben. Versuchsweise wurden jedoch Ermittelungen -Über die Leistungen einiger wichtiger Wasserstraßen, und zwar für den Rhein, den Main, den Neckar, die Mosel und die Weser .angestellt.
Es wurden befördert oder geleistet:
Die Kalipropaganda im Budgetausschuß.
Der Budgetausschuß setzte beim Haushalt deS Reichsamts des Innern oie Verhandlung über die auf die Verwendung der Kaliabgabe bezüglichen Anträge fort. Die Konservativen haben einen Antrag eingebracht, der die Verwendung anders spezialisiert als der Zentrumsantrag. Für praktische Versuche, sowie für wissenschaftliche Arbeiten und Veranstaltungen zur Hebung deS Kaliabsatzes nach (näherer Bestimmung des Bundesrats sollen im Inland eine Million Mark verwendet und davon an landwirtichastliche Korporationen, Genossenschaften und Verbände 500 000 Mark und zur Förderung der Moorkultur 100 000 Mark gegeben werden, im Auslande 1 900 000 Mark. 100 000 Mark sind zur Vergütung an von der Verteilungsstelle zu bestellende Kontrolleure und Probenehmer, und 300 000 Mark als Beitrag zu den Kosten der Untersuchung von Empfängerproben bestimmt. 500 000 Mark sind zur Deckung der Unkosten des Reiches bestimmt und der Rest der Kaliabgabe in Höhe von 1 000 000 Mark zur Bildung eines Reservefonds. Zugunsten dieses Antrages zieht das Zentrum seinen Antrag zurück.
Inzwischen sind weitere Anträge eingegangen. Die Sozialdemokraten wollen im konservativen Antrag das Wort .Landwirtschaftliche" streichen, die Volkspartei die gleiche Absicht wie die Sozialdemokraten erreichen durch Einfügung der Worte „kaufmännische und industrielle" Korporationen, Genossenschaften und Verbünde. Diesen Antrag lehnt Unterftaatssekretär Richter, der sich im allgemeinen mit dem konservativen Antrag einverstanden erklärt, ab; der Reichskanzler werde dadurch vor eine unerfüllbare Ausgabe gestellt, da es im Handel und der Industrie an geeigneten Organisationen für die Verwendung des Propagandaaeldes fehle.
Die Polen haben ihren Sitz einem bayerischen Zen - trumsmitgliede abgetreten, der von seiner Fraktion in den Ausschuß nicht hineingewählt ist und der bett bisherigen Ausschußberatungen nur als Gast beigewohnt hat. Dieser nimmt sehr scharfe Stellung gegen die Hergabe von Kaligeldern an den Bund der Landwirte und andere großen Zentralverbände, die gar nicht in der Lage seien, die örtlichen Bedürfnisse zu beurteilen und eine richtige Propaganda zu treiben.
Ein Vertreter der Reichspartei beantragt die Mittel, die der konservative Antrag für Moorkultur auswirft, auch für die Heidekultur zu verwenden. Die Fortschrittler und Sozialdemokraten verlangen in einem Antrag die Vorlegung der vom Kalisyndikat geschlossenen Vertrüge. Der fortschrittliche Antragsteller meint, es sei interessant, daß während die Regierung früher eine Spezialisierung für unmöglich gehalten habe, sie nunmehr mit Rücksicht auf die Anträge des Zentrums und der Konservativen andern Sinnes geworden sei. Er verlange eine präzise Antwort, ob es in dem Plan des Reichskanzlers liege, künftig dem Bund der Landwirte Beträae aus dem Propagandafonds zuzuwenden. Wenn die Mittel dem Kalisyndikat übergeben würden, so müsse Auskunft verlangt werden bezüglich der Form der Kontrolle über die Verwendung der Mittel seitens der landwirtschaftlichen Korporationen.
UnterftaatsfeFretär Richter führt aus, der konservative Antrag bedeute, daß die Propagandagelder direkt ohne Vermittelung des Kalisyndikats an die landwirtschaftlichen Verbände gegeben werden sollen. Der Unterstaatssekretär erllärt, daß der Reichskanzler dazu bereit sei. Die detaillierten Vorschläge des Kalisyndikats und der Genossenschaften werde er prüfen. Nur möchte der Reichskanzler für diese Prüfung gern bestimmte Kriterien haben, an denen es fehle. Auf die von fortschrittlicher Seite gestellte Frage könne er sich nicht näher äußern. Er könne darin dem Bundesrat nicht vorgreifen.
Der Vertreter der Sozialdemokraten stellt die Frage, ob auch der Verein der Landarbeiter und die Konsumeinkaufsgenossenschaft Beträge aus dem Propagandafonds erhalten würden. Ein Vertreter der Volks Part ei bemängelt das Ausbleiben der Antwort auf die von feiten der Volkspartei gestellten Fragen. Er hält den Einspruch gegen die Hergabe der Mittel an den Bund der Landwirte aufrecht; wer bestreite, daß der Bund ein poetischer Verein sei, dem fehle es entweder an Einsicht oder an gutem Willen. Der Redner betont den gleichen Anspruch der kaufmännischen und industriellen Organisationen an den Propagandageldern wie der landwirtschaftlichen. Gegen die Bildung eines Reservefonds erhebt er etatrechtliche Bedenken.
D i e Verhandlung wurde hier abgebrochen. Am Montag wird zunächst über andere Etattitel des Reichsamts des Innern erörtert werden. Wann die Kalierörterung fortgesetzt wird, ist noch unbestimmt.
<Bcrid)t*faaL
Berlin, 10. März. Dio Verhandlung vor dem Obeckkriegs- gericht gegen den Fahnenjunker v. V iebahn, der auf der Wache in der Jungfern Heide einen Mann erschossen, endete ebenfalls mit Frei spruch, da das Oberkriegsgericht weder beabsichtigte noch fahrlässige Tötung, sondern „Putativnotwehr" als vorliegend erad'tete. Ein neues Moment für die Entlastung des An- gellagten war, daß vor dem Wächter flüchtende Holzdiebe über das militärische Gelände eilten, von denen v. Viebahn einen beschoß, da «r auf dreimaligen Anruf nicht stand, daß die Ku g el sich aber verirrte und den am Boden kauernden Diann traf, darb. Viebahn nicht gesehen hatte.
Danach sind auf bet etwa 15 000 Kilometer langen schiffbaren Wasserstraßen des Deutschen Reichs an Gütern 73 357 066 Tonnen (zu 1000 Kilogramm) und 69 992 Stück lebendes Vieh befördert worden. Der Viehtransport auf dem Wasser spielt im Vergleich zu dem der Eisenbahnen, die im gleichen Jahre 47 695 472 Stück beförderten, eine unbedeutende Rolle. Die iSumme der auf den Wasserstraßen bewegten Güter stellt sich dagegen auf 20,1 vH. des Gütertransports der Eisenbahnen ck365 314 940 Tonnen). Dabei ist zu bemerken, daß int ersten Mrhebungsjahre der neuen Statistik die Erfassung des Verkehrs «an den Löschorten mannigfache Schwierigkeiten bereitete, so daß Die Ergebnisse in manchen Stromgebieten Lücken aufweisen.
Der Wechselverkehr der 62 deutschen Schifsahrtsbezirke unter* «nander betrug 37 732 827 Tonnen, der Lokalverkehr, unter dem bet Verkehr innerhalb des gleichen, oft eine ganze Provinz um» ! fassend en Bezirkes zu verstehen ist, umfaßte 7 408 755 Tonnen; ''bet Versand nach dem Auslande stellte sich auf 11 047 472 Tonnen, ;bet Empfang aus dem Ausland auf 17 164 812 Tonnen. Die Durchfuhr von Ausland zu Ausland ist unbedeutend.
Werden die lediglich im Jnlaitde beförderten Güter bei der Ein- als auch bei der Ausladung gerechnet, so ergibt sich ein Gesamtumschlag von 90 283 164 Tonnen, denen der Verkehr mit dem Auslande mit 28 212 284 Tonnen hinzutritt; bei letzterem überwiegt der Empfang aus dem Auslände den Versand um 6 117 340 Tonnen. Von diesen 118 495 448 Gütertonnen entfallen auf das Rheingebiet 58 390 068, auf die Märkischen Wasser- )straßen 20 898 783, auf das Elbegebiet 17 380 644, auf das Odergebiet 8 485 005, auf das Weser—Emsgebiet 7 962 984, auf die 'östlichen Wasserstraßen 4 708 377 und auf das Donaugebiet 669 587.
Der Anteil des Rheingebiets betragt mithin nahezu die Hälfte itzeS ganzen Verkehrs. Am Verkehre mit dem Ausland ist das -Rheingebiet mit 87,6 vH. beteiligt. Das Elbegebiet steht erst an dritter Stelle; doch darf angenommen werden, daß es ohne Ijrie gerade am Elb ströme vorhandenen Lücken in den Nachwei» •fungen die zweite Stelle einnehmen und höhere Zahlen als die 'Märkisckien Wasserstraßen aufweisen würde.
Von den einzelnen Verkehrsbezirken überragt der Bezirk 28 (Duisburg—Ruhrorter Häfen) mit 18 840 971 Tonnen Gesamt- werkehr jeden anderen Bezirk. Es folgen Bezirk 34 (Ludwigs- chafen, Mannheim, Rheinau) mit 9 905 218 Tonnen, Bezirk 8a Aie Elbe bei Hamburg) mit 9 435 123 Tonnen, Bezirk 17c (die Märkischen Wasserstraßen ohne Berlin und Umgegend) mit <8 999 451 Tonnen und Bezirk 16a (Berlin—Charlottenburg—Rit- fborf) mit 8 318 270 Tonnen. Der Versand überwiegt den Emp- jsang von Gütern sehr bedeutend bei den Duisburg—Ruhrorter (Häfen und bei den Märkisckien Wasserstraßen ohne Berlin. Der sEmpfang übersteigt den Versand, und zwar sehr beträchtlich bei lLudwigshofen, Mannheim, Rheinau und bei Berlin—Charlotten- fknrg—Rixdorf.
In zloei Btzirken übertrifft die Leistung des Wasserweges biejmige des Schienenweges, und zwar an der Elbe bei Hamburg nebft Unlerelbe, und im Bezirk Ludwigshafen, Mannheim, Mheinau. Mehr als die Hälfte der auf den Eisenbahnen beförderten Gütermengen erreicht die Leistung der Wasserstraßen in ^Berlin und Umgegend, in den Duisburg—Ruhrorter Häfen und !Lm Großherzogtum Hessen ohne Oberhefsen. In allen anderen (Berkehrsbezirken tritt der Wasserweg gegenüber der Güterbeförderung auf den Bahnen beträchtlich zurück.
Von den auf den Wasserstraßen beförderten Gütern stehm die nachstehenden Warengruppen obenan; die in Klammem btt*
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