Ausgabe 
13.9.1911 Drittes Blatt
 
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idilag. Zu den stark gestiegenen Preisen schrrtt die Spekulation zu Oilallstellunqen. bie bei Roggen nm Dienstag einen Kurssturz von 1'1 f. 89 bewirkten, während Reizen und Vater Verluste non ca. uik. 56 erhibrcn. Grneute politische Besorgnisse und die mit der andauernden Trockenbeit zusammenhängenden Befürchtungen betr. der Snrtoncleniie sühnen tm weiteren Verlaine wieder eine merk­liche Beiestigung herbei, die durch den ungünst.gen amerikanischen Erntebericht und durch die stramme Haltung Rußlands noch ae- iörOcvt wurde. Als jedoch heule die amtliche Ernteschätzung für breiigen bekannt wurde, die für sämtliche Halmfrüchte eine Besserung gegenüber der Erhebung von Anfang August erkennen lies; und für Roggen sogar ein Plus von ca. 400 000 Tonnen gegenüber dem Vorjahre zeigte, wurde die Haltung ausgesprochen

Gctrcidc-Wochcnbericht

der PreiSberichrs lclle des Tcut'chcn Landwirtschaftsrats vom 5. biS 11. September 1911.

Wie vorauSiuseheii war, folgte den spekulativen Ucbertreibunqen vorangegangenen Woche diesmal der unvermeidliche Ruck-

Mittwoch, 13. September 19H

Rotationsdruck und Beriap der Br übliche» Unt»rrfitcli - Buch- und GttmbmrfertL

R Lange,leben.

politische Tagesschau.

Poftteirgt und Berkehrlinteresie«.

DieDos, Ztg." erinnert an den bei den Beratungen des Posthaushaltes von den Nationalliberalen ge­stellten Antrag, einen ständigen Beirat für Post- und Tele­graphenangelegenheiten einzurichten, der jährlich mindestens zweimal im Jahre zusammenzutreten habe Der Antrag, der dann auch den Wunsch der Sozialdemokraten berück sichtigte, es möchten in diesen Beirat aurb Arbeiter hin -ugezogen werden, sand am Schlüsse keine Mehrheit

DieBoss. Ztg." beschäftigt sich heute mit der Schmie rigkeit, die Sachverständigen auszuwählen und stellt einige berechtigte SBünfdic und Forderungen auf.

1900 waren sowohl die Komniissionsmehrheit wie die Mehrheit des Rcichslagsplenums für die nachteiligen Berkehrsrüchchrute, und die immer noch drohende Telephonverteuernng geht auf eine Reichstagsrksolntion von 1906 und 1907 zurück, Tyür die höchst mittelmäßige Reidissahrpreisresorm mit dem verzwickten fflep-.id laris hoben wir 3040 Jahre gebraucht. Und der prrufhfdic LandeSeisenbahnrat hat nichts Besseres vorzuschlagen oerftanben (Sr sagt zu den piciftcn Regierungsmatznahmen Ja und Jlmcn Wohl üben da sachverständige Fnleressenvertreter für die Guter Tarife. Meist berät man da über neue Güter AusnaInnetarise, für gebraudste Bittterlücher, ErbsschalNeie, Thotnasschlade n. dgl Bon den wissenschaftlichen Vorkämpfern für bie Personentaris re form und die Zonentartfbewegung sag nnd sitzt ober niemand darin. Tos große Publikum und die Presse ebenfowenig

Als im x\olne 1908 die neue Fernspreäigebührenordnung in einer als Postbeirat einbrrnfenat Konferenz von Handel, In­dustrie, Landwirtschaft und äanbrorrf, die auf Einladung des Staatssekretärs Vertreter entsandt hatten, vorberaten wurde, sanden die geplanten Verteuerungen schnell eine Mehrlieit, zum Schrecken des großen Publikums. Es fehlt in Bcrkchrssragen oft an solchen Persönlichkeiten, es fehlt oft an unbefangenen Sachkennern bei solche» Vorberatungen. Ter Verkehr ist immer noch Stiefkind. Es fehlt für Wissenschaftlid» vertiefte Bearbeitung der Taris nnd Verkehrsfraqen, noch eine Zentralstelle, die dem Fortschritt führend, beratend und aufklärend voranqeht, die in Tarifgeschichte, Statistik und Literatur des Verkehrswesens so gut zu Hause ist, das» sie auch den siskalischer denkenden Staatsvertretern und Vcr- kehrssachverständigen der Regierung gewachsen ist und deren Irr­tümer nicht blofe mit Gemeinplätzen anfechlen, sondern mit uutn- genden sachlichen Gründen korrigieren kann. Audi ein wissen- schastliches Crgan für diese Frage», als Gegengewicht gegen die amtlichen Verkehrs und Tarifzeitschriften, fehlt noch.

Cb der Postbeirat ständig oder gelegentlich zusammentritt, ist also weniger tmdttig als seine Zusammensetzung. Es kommt daraus an, daß aNes, nws an hervorragenden lnwkehrswissenschft- lichen und reformerisch ideenreichen Kräften im Lande vorhanden ist, ledesmal hevangezogen wird, und datz insbesondere Handel, Industrie und Verkehr in der Lage sind, burd» solche Strafte sadwerstatidig vertreten und beraten zu werden. Tann wird aud» die nickschrittliche Tendenz, bu* in letzter Zeit wiederholt er­folgreich war, nicht mehr leichtes Spiel haben.

Ei« Ehescheidungsgkskh für die Bereinigten Staaten.

Präsident Tast tritt, so wird uns aus London geschrie­ben, Freitag eine Redetour an, wobei er den ameri- kanischen Kontinent auf eine Strecke von 12 000 englischen Meilen durchqueren wird. Ern seltsamer Zufall will es,

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wandern nnd Reisen.

-l- Bom Tlins berg. 12. Eepl. Tie drückende Hitze der vergangenen Woche» ist einer erträglichen Wärme gewichen, und mancher, der bisher vor einer Fußwanderung zuruckschreckie. kann eine solche ohne Beschwerde »etzt unternehmen. Tie Lust ist rein und klar, und dem Wanderer wird von unteren Bergen au6 eine ' luencbt geboten, die ihm während der dunstig-hettzen Tage oer- schlosfen blieb. Tie noch tm prächtigsten Krim prangenden Wälder, die, allerdings nicht so üppig wie im vergangenen Jahre, nom mit .\?adirucbteii bestandenen Felder, die zwar fabicn, aber meist nod) grünen Wiesengründe, die stellenweise recht voll behangenen Cbiibaume, die Beeren-, Schlehen und ijogcbuttrnfträudic nut tbien farbigen Frudnen und nicht zuletzt das gefdmiuge Treiben □er Bewohner in den mitten im (Grünen liegenden Dörfern bieten Augenweide und Anregung in Hülle und Fülle Unser Tünsberg, der irüber viele» als ein verschlossener alter Herr eridiien, ist feit einer Reihe von Jahren zugänglicher und zutraulicher ge­worden, leit die Verbindung dahin erleichtert wurde. Tie Bieber- talbahn, der Aussichtsturni nebst Schutzhalle, bessere Wege und dergleichen haben das Risiko einer ein geregneten ober sonst ver­dorbenen Partie so gut wie ausgeschlossen, so datz auch weniger mar,dnid»eren Personen der Besuch des TünSberges möglich ist. Wer es nicht für zweckmäßig hält, das für den Bkagen Nötige an lener und flüssiger Nahrung mitziinehmen, findet Speise und Trank auch auf der Löhe des Tünsberges; Gastwirt Ludwig Schlierbach in Bieber unterhält schon seit Jahren eine Art Kantine, in der Regel Sonntags von 11 Uhr vormittags ab. Auch sonst ist der Tünsbergwirt bereit, wenn ihm vorher Mitteilung zugebt, mit allem aufzuwarten, was dem nach einer Bergpartie vorteilhaft angeregten Appetit entspricht.

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Man merke sich:

Lcoits Emulsion ist die einzige nach dem Scottschen Verfahren hergestellte, auf 35jährige Erfolge zurückblickende Lebertran- Emulsion.

Scotts Emulsion wird nur aus den allerbesten Rohstoffen hergestellt und ist da­her von sich stets gleichbleibcnder Güte.

Scotts Emulsion ist ein wohlschmecken­des, leicht verdauliches, appetitverbesserndes Kräftigungsmittel sowohl für Erwachsene als auch für Kinder.

Redaktion. Expedition und Druckerei: Schul» strotze 7. Expedition und Verlag: 5L

Retafuorce^HB. Tel.-Adr> dlnzeigerLietzen.

lengtkätchlin!

'Varenongebol vom Jnlande knapp geblieben ist und tie ;Luher- imqen dastir ferne Grmäüiquiig erlabten haben. Braugerste hielt fidi im Preise, trotzdem die Brauereien nach ivie vor sehr vov- fidnig faulen. Futtergerste wurde von Rußland weiter schr lest gehalten, doch war ans zweiter t'nnb billiger al« birch zu faulen. 'Jiege Kaustust »nachte sich bieSmal für Ulaia beiuerfbav, wozu zeit- »eile dos Gerücht beitrug, datz Frankreich den .ioll auf Fmier- rnittel an'zuheben beabsichttge. auch fdieinen sich die (>r»ieanS|ichten in cübumlanb zuletzt verschlechlerl zu Haben.

Es fiellien sich die Preise für mländisches Wetreibe am letzte» Markitag in Mark pro da« Mehr ( + ) dezw. LKniger Klammern () *"

daß er an demselben Tage, da die Hochzeit des Dfoerften Astor endlich vvnstatten gehen konnte (die Wiederverhei­ratung des von seiner früheren Gattin wegen feines Ver­schulden geschiedenen Milliardärs gab der amerikanischen Presse seit geraumer Zeit willkommenen Anlaß -u Scn- sationsaNikeln seine ".'Ibsicht bekannt gab, die Schaffung eines einheitlichen, für alle Staaten der Union gültigen Ehescheidungs-O^esehes in Anregung zu bringen Gegen­wärtig ist das Ehescheidungsgesep in jedem einzelnen Staate verschieden, und was in Nevada und Takota als hinreichen­der Ehescheidungsgrund angesehen wird, löst die ehelichen Bande nicht im Staate Neunort oder anderen östlichen Staaten. Seit einiger Seit macht sich in allen Staaten der lebhafte Wunsch geltend, eine Vereinheitlichung des Ehescheidungsgesctzes herbeizuführen. Während der letzten Session des Kongresses wurde eine Entschließung oefaßt, durch die Präsident Taft aufgefordert wurde, eine Konferenz über den Gegenstand einzubernsen. Die Ent- tchließnng wurde rion den Gouverneuren der meisten Staaten gebilligt und fand besonders auch in kirchlichen L^reisen großen Anllang.

Präsident Taft selbst huldigt auf diesem Gebiete un­erschütterliche Ueberz^ugungen und vertritt die Ansiclst, daß den Behörden die gesetzliche Handhabe zustehen sollte, die Wiederverheiratung von Personen in einem Staate zu untersagen, denen in einem anderen Staate ein Wieder^ verheiratnngsverbot anf^rlegt wurde. Nach der Ansicht des Präsidenten machen sich Personen, die auf die an­geregte Weise das Gesetz umgehen, der Bigamie schuldig.

Königsberg Danzig Stettin Pose» Breslau Berlin l'lagbeburg Valle Leipzig Dresben Hamburg Dustelbori Köln Franklurt a.M. Mannheim Straßburg Atünchen

matt, wozu übrigen« auch bet llmftanb beitrug, bat man bctr. bet politischen Lage allgemein zu einer ruht.,ne» ?li-- .i-i.ng neigte. Dazu tarn, baß ber Ervork burd) bie hohen l'reiie eine Erschwerung erfahren Halle unb bie Mühlen unter i iiuoeij batonf, baß bie Mehlpretse mit ber Bewegung be4 Rohptobutl^ gieidten Schrill gehalten hüllen, größere Borstct>l beim U infaul l efunbclen. Die Folge bavoii war, baß and) mehrfach Viefeniug gegen tjvare abgegeben würbe. Nack) beni heutigen Rückgänge belr.ui ber (eit bein letzien Montage emqetrctene Verlust bei Rogge» V 1011, bei Weizen Mf. 69. Haier stellt (id) im LieferimgSgeichäft nach mehrfachen Schwanfungen ca. Mf. G niebriger, wahrenb bat

150 Meerschamnpfeiscn. Es ist erstaunlich, daß von diesen Gegen­ständen nur so wenige wieder ausgefundcn werden können: nach den Ergebnissen des letzten VieNeljahrS gelingt es ber Polizei, in Ncutzork imtet 200 Fällen nut ein einziges Mal, die Beute der Diebe wieder auf zufinden.

'ck. T ie Frau im Zweikampk. Trotz unserer fraucn- rechllerisck) gesonnenen Zeit ist eS etwas völlig neues, baß eine Frau einen Ni an n zum Zweikampf fordert. Daher bat eS gerechtes Aufsehen erregt, daß eine Schriftstellerin Mlle. Aria Ly (Pieubonym sür Mlle. Josephine Soubon) dem Heraus­geber eines Lokalblattes ihre Cekunbantmnen mit einer Forderung zuschickte. Der Vorgang spielte sich folgendermaßen ab. Während der letzten vier Jahre hat Mlle. Aria Ly über Fragen beS Frauen­rechts geschrieben unb nimmt in ihren AuSsührnngen über bie In­feriorität bes Mannes eine recht scharse Stellung ein. Einer ihrer Artikel würbe von bem Toulouser Lokalblatt einer scharfen Kritik unterworfen. Hierdurch fühlte Mlle. Aria Ly sich beleidigt und beabsichtigte den Artikelschreiber zu forbeni. Ta dieser sich aber auf einer Reise befindet, der Chesrebakteur M. Prudent Masia aber für ihn eintrat, schickte sie diesem ihre beiden Sekundantinnen und forderte ihn. Daraus schrieb M. Prudent Massa an Mlle. Ly einen Brief, in bem er sich selbst für völlig unabqeneigt erklärte, sich mit einer Tome ju duellieren, ihr aber versicherte, et würbe einem äerm, ber für sie eintreten würbe, jederzeit zur Verfügung stehen. Tic er Vorfall gibt ber Pariser Presse zu allerlei Erörterungen An­laß. Tie Freunbe ber modernen Frauenbestrebungen erklären, daß Tille. Aria Ly völlig im Recht sei unb em besonbers freiheitlich gesonnener Herr sagt, er wurde nicht zögern b,e Forderung anzu- uehmen unb bie Dame lotzuschießen.

Im Künstler-Eafö. Gast:Kellner, eine Suppe!" Kellner:Es gibt Nudelsuppe mit und ohne Huhn." Gast:Was kostet sie mit Huhn?" Kellner:75 Pfennig " Gast:Und ohne fcuhn?" Kellner:50 Pfennig." Gast:Bringen Sie mir das Huhn."

vermischtes.

* Einen frivolen Scherz erlaubte sich kürzlich ein letzt ermittelter Schreinergeselle in Lengs darf. Er heftete dort, wie der Bonner Generalanzeiger berichtet, eine mitK ricgs- erklär ung" überschriebene Bekanntmachung an einen ^.elegraphenpsosten, die laut Unterschrift vom Bürgermeister­amt erlassen worden sein sollte und den Reichsadler als Stempel trug. Tie Aufregung, namentlich unter dem weiblichen Teil ber Einwohnerschaft, war natürlich groß, zumal die Zhriegs- bcorberung die sofortige Stellung aller diensttauglichen Mann- idjaften verlangte. Erst als durch die Polizei festgestellt wurde, das; cs sich bei der Mobilmachung um einen bösen Scherz handelte, legte sich die Ausrcgrmg. DemSpaßvogel" wird die Geschichte teuer zu stehen kommen.

* Ein gutes Ia hr für die N enyorker Diebe. Während die Hitzwelle dieses Jahres für den Unternehmungs­geist und die Arbeitslust des gcmöhnlüben Sterblichen meist ein mehr oder minder großes Heinmnis bedeutete, hat sie den Eiser der Neuvorker Diebe aufs Höchste attfacht; die Polizei ver­öffentlich jetzt eine Statistik der in Neuyork wahrend der letzten drei Monate ausgeführten Diebstähle, aus ber hervorgeht, daß die Neuhorker Spitzbuben im letzten Jahr für weit mehr als 1 200 000 Mark Bente gemacht haben. Der Sommer des Jahres 1911 wird in der Kriminalgeschichte der amerikanischen Metropole als eine Rekordzeit fortleben, denn nie vorher ist in den drei Sommermonaten so viel gestohlen worden. In ber Zeit lwm 1. Juni bis zum 26. August mußten nicht weniger als 4213 Einbrüche unb Diebstähle verzeichnet werben. Dabei geht es ben Neuhorker Verbrechern besonders gut, denn in nur ganz verschwindend wenigen Fällen ist es der Polizei gelungen, das gestohlene Eigentum den Diebeii wieder abzunehmcn. In der Tat wurde bei den 4213 Diebstählen nur in 32 Fällen der Raub wieder erbeutet. In ben Monaten Juni, Juli und August inb allein in Neuyork 788 Uhren gestohlen worben, fast burd' weg golbene Uhren, unter ihnen eine große Anzahl von kost baren Stücken, die mit Diamanten unb Perlen besetzt waren Von kostbareren Schmuckstücken, Diamanten, Brillanten, Perlen, Lhrringen, Broschen und Krawattennabeln verzeidinet bte Liste 488 Diebstähle mit einem Werte von nmb 200 000 Mark. In der gleichen Zeit wurden 289 Anzüge, Mäntel und Kleider ge- tohlen und 433diverse Gegenstände". darunter Schreibmaschinen, Pelze, Celgemälbc, Violinen, Phonographen unb eine Kiste nut

Märkte.

fc. Frankfurt a. M., 12. Sept. Heu- und Stroh markt. Angefahreii waren 10 Wagen Heu unb 3 Wagen Stroh. »Inn notierte: Heu ö.005.80 Ulf., Stroh (itomlangftroh) 2.^uv.uu 'J'/IL Wirrsiroh 0,000,00 Mk. Alles für 50 Kilo. Wc|rhmt .^oruckt Tie Zufuhren waren aus Oberhessen, dem Kreise Tiebm bem TaunuSkreiS.

Sartoffelmarkt-Bericht (Frühkartoffeln) vorn 11. £ept. 1911 Berlin: Rosen, frühe) Mk. 3..-5-3.40, frühe weiße, llaiiet-' kröne 3.253.65. Königsberg i. Pr.: Rosen (hübe) Ak 2 80 Frühe weiße, Kaiserkrone Mk. 8.00-0.00, Liltauer Blanke Mk. .100 bis o.OO. Liegnitz: Rosen (frühe) Mk. 2.503.25, Frühe weihe Kai|erkrone Mk. 3.50 bis 4.00, Ovale blaue Tlf. 3.o.uf), Jtii ibe blaue Ult. 8.003.25, Niere», 3a»lse»S Juli Alk. 3.5<'-4.0u i<eue lange Mk. 4.25, Frühgelbe Ulf. 2.50 - 8.00, Fruhrosa Mk. 2.50 bis 3.25. Magdeburg: Rosen (frühe) Mk. 8.<xi, Frühe weifte Staijerfrone Mk. 3.253.5), 9hereu, PaulseuS Juli Mk. 3.75 btt 4.1", Lrallen Mk. 4.204.33 Hamburg: 'tosen (fr. u Ulk 3.50, Frühe weiße, Kaiserkrone Mk. 3.30, Mieten, Vauljens Füll Mk. 3.804.00. Neue lange Ulf. 3.8 '-4.00, Runde blicrlartehcln Mk. 4.00. Dortmund: Nieieii, Paulsens Juli Mf. 4.30oiO, Hagen i. W.: Nieren, PaulseuS JuliUlf. 4 1". 5t t c f c i b : Nieren, PaulsenS Juli Mk. 4.50, Frühqelbc Mk. 5.00 '!emven a. Rh.: Niere», PaulsenS Juli Ulf. 4.00. Köln a. :' h .'Holen (frühe) Mk. 3.10, Niere», PaulsenS Juli Mk. 4.10-4.«, < uieS

für 50 Kg.)

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Kirche und Schule.

Ein trauriges Nachspiel zu« Falle Jatho.

Der bei der zweiten O^ardedivision amtierende Tivi- sionspfarrcr Vollmer besindet sich feit einigen Wochen in der Tr. Edelfchen Anstalt zu Eharlottenburb- Er wohnt mit feiner aus Frau und fünf Töchtern bestehenden Fa­milie im vierten Stock eines Hauses auf der Fontane-Prv' menade Nr. 9. Am Freitag abend zeigte er plötzlich Spu­ren von Geistesgestörtheit, er führte wirre Reden und ließ sich schließlich nicht abhalten, auf den Balkon zu treten und eine A n s v r a ch e zu heilten, in der er auf die Pfarrer Jatho- Angelegenheit zu fprechen tarn. Auf der Straße fammelte sich ein zahlreiches Publikum an, so daß die Polizei einschreiten mußte. Pfarrer Voll­mer war nur notdürftig belleibct, und da der llnglückliche aufgeregt wurde, drang man in die Wohnung ein. 9hir mit Mühe konnte der Pfarrer überwältigt werden. Auf Anordnung eines Arztes wurde er noch am gleichen Abend in einem Kranleuwagen nach der Anstalt überfuhrt. Ter Zustand des Bedauernswerten ist sehr ernst.

Divisionspsarrer Vollmer hatte seinerzeit zwei Pre ldigten gehalten, in freuen er sich mit dem Falle Jalho, ohne freilich den Namen zu nennen, beschäftigte. Er halte 'ich in dieser Predigt ungefähr auf den gleichen Standpunkt gestellt wie Jatho. Die Folge davon war die Ein lei- :ung eines Verfahrens gegen ihn, welches seine Ver­abschiedung zum Ziele haben sollte.

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^ez. 214.00 ( 6.50); Biidapeu Oki. 203.60 (-f- >.lu); Paris 3ept. 206.30 ( 4- 1.50); Liverpool Oll. 167.30 (-t- 1.0)); (Chicago Dez. 144.25 (-s- 3.65). Dioggeii : Berlin Sept 195.75 ( 10.75), Dez. 189.50 (- 9.75). pafer: Beilin Dez. 186.00 ( 6.30), Fntlergerlie: eil Hamburg schwim. Sept 1.-8.50 ( 3,50), Vlop. 131.00 ( 2), Tez. 182.50 ( l..^j). Mai«: Mireb 2e,.-:lavi 128.50 ( 4- 1.50), Donau Aug.-Sepl. 132.50 (4- 4.501, Cöeffa Aug.-Sepl. 182.00 (-j- 3.00) Ulf.

__- (- - Weltmarktpreise: Weizen: Berlin

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ii« 12. Septbr. - 4- 23,4C. , 12. , - 4- 3L '

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Drittes Blatt |6l. Jahrgang

Erscheint Myllch mti Nnsnahme bei EormtMss. A d

DieSiegener F^riNevblätter- w«-en bem i O äX &|| AW

.Anzeiger* viermal wöchentlich beigeleGt, bei 1 ä W » BL B X Jl W W 1 I

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