Ausgabe 
12.6.1911 Zweites Blatt
 
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Tie «iehener Zamilienblätter" roerben dem »Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das Kretsblatt für den Kreis Giehen" zweimal wöchentlich. TieLandwirtschaftlichen Zeil- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Nr. 135 Zweites Blatt W. Jahrgang

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. W

Gießener änzeZger

General-Anzeiger für Oberhefsen

Montag, 12. Juni l9N

Rolatioiisdruck und Verlag der Brühl'fchen UnivcrsitätS - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Truckerei: Schul» slraße 7. Erpedition und Verlag: e^SfrSL Redaktion:LE 112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen,

16. Regatta Oes $üOöcutfd}en RuOeroerbanOes

dnoct'er, Professor

Treyden.

Rich

Erstcs Borrennen

Ziel weiter.

Hafsia

Hassia

in 6,56 zweites

Hauptmann

Xrotta gen.

H assia Besuches

Bon anwesend sesior Ti Präsident

Nachweisung über den Stand her Maul- und Hauen seuche iit Hessen vom 3. bis 9. Juni 1911.

Breis der Damen des Ruderklubs Hassia. Er siegte des 1. Boot des Ruderklubs Hassia-Gießen gegen ein Boot desselben Vereins 7,O3/4. *

9. Ermunterungs-Vierer.

1. Ruderklub 1907 Limburg 6,39/5. 2. Ruderklub Gießen 6,53. 3. Ruderklub 1903 Mainz 7,6>/5.

10. Tro st-Vierer.

1. Ruderklub 1903 Mainz 7,1- , gegen Ruderklub Gictzen, der das Rennen unterwegs ausgab.

Hauptversammlung der Deutschen Nolonialgesellschast.

Stuttgart, 10. Juni. Tie heutige Hauptversammlung der Teutschen Kolonialgescllichaft, der der König beiwohnte, faßte folgenden Beschluß: erstens das Rerchslolonialamr dringend zu bitten, in einem noch dem jetzigen Reichstag vorzulegenden Nach­tragsetat die Mittel für die Erbauung eines nur mit der wissen­schaftlichen Untersuchung der Tierseuchen und der Verfahren zu ihrer Bekämpfung zu betrauenden T ie r seuchen in st 11 ut e in T e u t s ch - S ü d w e st a f r i k a zu fordern; zweitens, den Aus­schuß zu ersuchen, die Besttebungen zur Hebung des Reife- Verkehrs nach den afrikanijchen Kolonien zu unterstützen: drittens, die Schonung des Wildes in den Kolonien anzustreben und geeignete schritte zur Schaffung von Natursci utzparts in den afrikanischem, Kolonien einzuleiten. Hierauf schlotz Herzog Johann Albrecht die Versammlung.

Sommer und Oberst von ausschliß bestand an» Mit

l. RuderklubGermania"-Kastel

mußte. Zweit es Borrenncu: l RuderklubGermania" Offenbach 6,23- , gegen RudergesellschaKBoruisia" Frankfurt am Main, die für das Hauptrennen ausschied. H a u p l r c ii n c n; 1.Germania" Kastel u,3J- 2.Germania" Oiienbach l>,12?;3.

Hasfia"-Gießcn gab das Rennen wegen Dollenbruch aus.

erfüllen, nachdem sie seit den französischen Revolution«- kriegen Ende des 18. Iah'.hunderts, seit dem Jahre 1796 weder in Kriegs», noch in Friedcnszciten Einquartierungen gesehen hat mir Ausnahme einer Abteilung Jäger vom 11. Jägerbataillon aus Marburg, das im Jahre 1874 in Billbach und Umgegend stationiert war, .tm der Wild biet'er ei dort Einhalt zu gebieten.

11. Achter (Ehrenpreis des Prinzen Heinrich von Preußen.

_ ® or rennen: 1 Rudcrllub Hafsia-G eßen 5,35 bet schönem etbl bricht mit 10 Längen gegen Ruderklub Amicitta-Frank- Turt a. M. der>,43V5 Zeit fuhr. Ruderklub Germania-Lssenbach ging allem über die Bahn.

Hauptrcnnen: Sieger Ruderklub Hassia-Gießen in? 5415 gegen Germania-Lssenbach, die mit 6,47;, 2. wurde.

Sei der Pre » erteilung, die Karl Kreiling von der Gießener Ruder-Gesellschaft vornahm, der als Zielrichter tätig gewesen war erkanme dreier rühmend an, daß d.r Süddeutsche Ruderveröanö das volkstümliche Rudern zu sehr anerkennenswerter Höhe r.por-- gehoben Ijabe. Was heute am wassersportlichem Gebiete gezeigt worden sei, könne sich auf jeder Regatta sehen lassen.

Hassia" Gießen 6,42' : 3. Ruderklub der für das Hauvlrennen ausscheiden

Hauptversammlung Des Deutschen privat- Vcamtenvereinr.

O Berlin, 11. Juni.

Im Kaisersaal des WeinhausesRheingold" begann heute vormittag 10 Uhr die Hauptversammlung des Deutschen Privat- beamtenvereins mit einer Festsitzung. Generaldirektor Schweitzer Magdeburg sprach in seiner Festrede über das Bereinsprograinm und nahm zu den wichtigsten sozialen Fragen Stellung. Tas hauptsächlich vereinigende, unveränderliche Ziel der Privatango- stellten bleibe und) wie vor die Sicher st ellung der Zu- , k n n s t der e i g e n c 11 P er so n und der Familie. Ter Redner geht dann aus die Gesetzesvorlage betreffend die Angestellten- Versicherung ent und betont, daß nad) wie vor der größte Wert ans die Selbsthilfe der Berufsorganisation gelegt werden muß. Ter Staat darf die Selbsthilsecinridfiungen, wenn er ihnen keinen Schutz bieten will,^menigstens nicht vernichten oder aussaugen. Tie Schaffung einer Stellungslosenversicherung hält der Redner dagegen weder zurzeit noch nach der Struktur des Ver­eins überhaupt für angebracht. Tie Hauptarbeit gegen die Stel­lenlosigkeit könne daher grundsätzlich nur in Präventivmaßregeln liegen.

Nachdem der Redner unter lebhaftem Beifall geendet hatte, ergrift zur Begrüßung im Namen des Magistrats der Stadt Berlin der freisinnige Abgeordnete Stadtrat Fischbeck das Wort. Der Kern der Berliner Bürgerschaft, so führte er aus, lei gerade ^er Stand der Privatbcamten. Ter modernen Zeit habe auch das Reich Rechnung tragen müssen und es sei ein Ver­sichern ngsgesetz für Privatangestellte eingebracht worden. Er als Vertreter der Stadtverwaltung freue sich aber, daß in diesem Verein auf die Selbsthilfe Hauptwert gelegt werde. (Beifall.)

Nachdem Professor Glatzel tm Namen der Berliner Stadt­verordnetenversammlung die Delegierten begrüßt hatte, svrad) der Abgeordnete R 0 s e n 0 w im Namen der Berliner Handels­kammer. Zum Schlüsse begrüßte noch der Abgeordnete S cli i i f e r den Verein im Namen sämtlicher politischer Parteien des Reichs­tags und Abgeordnetenhauses. Er fügte hinzu, daß man in Sachen der Privatangestellten bei allen volitischen Parteien dar­über einig sei, daß man ihnen helfen müsse und daß sie der Hilfe auch wert seien: das sei einer der wenigen Punkte, in denen die politischen Parteien einig seien. (Heiterkeit und Beifall.)

Daraus wurde die Festsitzung geschlossen. Mittags um 1 Uhr sand eine Versammlung der Begräbniskasse statt. Daraus ist hervorzuheben, daß die Kasse im Jahre 1910 einen Zugang von 342 Versicherungen mit 282 300 Mark Begräbnisgeld erzielte. Sie zahtte im gleichen Jahr an Begräbnisgeldern 46 863.30 Mk.

6,35-/5; 2. Ruderklub , Fortuna-Mainz 6,46V

gliedern der Gießener Rnderge'ellsdmii.

Tie Einrichtung der sestliann Veranstaltung zeigte, daß die Hassia gegen die Zeit vor zwei Jahren erhebliche Fortschritt* gemadit hat. Die einzelnen Rennen nahmen imdutehenhen Ver lauf:

1. Begrüß n n g s Vierer

(um den Ehrenpreis des Radklub«Germania" in Gießen).

Eine schöne Frau hne gesunden, reinen

(? \ L <AVa <c;nf . .denkbar -

einen wichen erzielen Lie durch die vieltausendfach bcwvlww ucu Aerzten auw roärmftc emviohtenen MyrryoUnsene, denn ne allein enthält den kosinet. BcnandteilMnrrholin" mu anerkannter und bewahrter Schönheitswirtung aus die Haut. b/4

6. Seui 0 r Vierer

(um den Ehrenpreis des Süddeutschen Ruderverbandes..

Er st e s Vo r rennen: 1 RndergesellschastSoruh'ii"^ erranliurt a. JA. 6,33 2. RuderklubGermania"-Ossenbach

b,39Vr; u. Ruderklub Gießen 6,47-, -, schied au« für

das Hauvtrenneu. Ziveites Vorrennen: 1. Rudersport - vercm ''-".nicttia" Frantsiirt a. M. 7,12 gegen RuderklubFor tuna "-Mainz der für das Hauvtrenneu ousschied, weil er den Gegner aus der Bahn zu drücken versuchte und dabei kollidierte H aupt rennen: 1.Amieitia"-Franlfi,rt a M 6,21> ,Boruina"'Franl'urt a. M. 6,21Germania"-Offenbach tötete unterwegs ab. Es war das interessanteste und schärfste Rennen des -tage« Die Borussia war kurz vor dem Zick etwa um 1234 Bootslänge gegen den Gegner zurück und setzte mächtig em um oeizulommen. Aber auch die gegnerische Mannschaft! hielt durd) und gewann das Rennen mit kaum 7, Meter Die Zuschauer waren bei dem Ringen der beiden Frankfurter Mann ichaften in hochgradiger Erregung geraten.

7. Einer (Lahnp 0 kak).

.r.?or^en-ncn: Ruderklub Hassia-Gießen Karl Joedt- wurde in 7,107s Erster gegen Ruderklub Alemannia-Frankfurt a M (Kail ©uglcr, der zehn Bootslängen zurück blieb. Emil Bechtols vom Ruderivortverein Amicitia-Franksurt a. M. ging in 7,19 allein ubcr die Bahn. Hauptrennen: Hassia-Gießen Karl Joedt) «regte in ,,12 gegen Bechtolf, dem unterwegs das Fußbrett im Boot zerbrach, so daß er aufgeben mußte.

8. Senior-Vierer.

bau treiben, da hier weder Obst noch Winterfrüchte gc deihen, hat die Reichsinilitärverkvaltung zu einem Uebungs- plaV, der der größte im Reichsgebiet werden wird, aus­gesucht. Das Gebiet, in dem der Uebungsplatz zu liegen kommt, das einst der französische General Jourdan die Petite Vende" nannte, war ehedem kurmaiuzisch, gehörte zum Fürstentum Aschaffenburg, wurde 1803 dem Murer,5- lanzler zugesprochen, 1806 ein Teil des Großherzogtums Frankfurt a. M., 1814 an Oesterreich abgetreten, kurz da rauf an Bayern, das es 1866 an Preußen zur Abrundung der Grenzen der Provinz Hessen-Nassau übergab. Auf dem waldreichen Gelände müssen behufs Anlegung des Truppen­übungsplatzes umfangreiche Abholzungen vorgenommen werden. Ter Wald gehörte zum größten Teil dem preußi­schen Fiskus, 511111 kleinen Teil dein bayrischen, außerdem den Gemeinden Flörsbach, Lohrhaupten (Oberförsterei FlörsbachBillbach, Lettgenbrunn, Pfaffenhausen, Obern­dorf, Burgsoß (Lberförsterei Burgjoß, Orb (Oberförsterei Orb) und Wohnroth (Bayrisches Forstamt Aura, die wei­ter von ihrem Ackerland mehr oder weniger Gebietsteile abtreten. Bon dem 3128 Hektar haltenden Order Stadt­wald werden allein 900 Hektar zu dem Uebungsplatz ge­schlagen. Tas Kirchdorf Lettgenbrunn und der Weiter Billbach dagegen gehen mit ihren Gemarkungen völlig in den Uebungsplatz auf. Lettgenbrunn zahlt 252 Einwoh­ner, der Weiler Billbach 75. Tie Bewohner der genann­ten Orte werden sich bis zum 1. April 1913 anderweitig ansiedeln, da bis zu diesem Termin die Orte geräumt sein müssen, nachdem ihnen am 1. April 1912 der Kauf chilling ausbezahlt worden ist. Ten Bewohnern der beiden zu beseittgenden Orte war empfohlen worden, sich nach dem Posenschen Ansiedelungsgebiet zu begeben uno sich nicht in der Umgegend anzusiedeln mit Rücksicht auf den wenig er­tragreichen Boden und mit Rücksicht darauf^ daß bereits vor drei Tezennien der etwa 8 Kilometer nordwestlich von Billbach gelegene Ort Friedrichstal wegen der Not im Spessart freiwillig von seinen Bewohnern verlassen wurde, die ihre Hofreiten und Gelände an den Forft- iskus verkauften. Sowohl Lettgenbrunn wie Billbach wur- )en während des dreißigjährigen Krieges von den Schwe­ren verwüstet und nach 1648 wieder aufgebaut. Tie An­lage dieses Uebungspiayes im Hinlerspc.sart ist der dor­tigen Gegend, besonders dem Bad Orb in wirtschaftlicher Beziehung von großem Vorteil, zurncu auch der Ausbau >er Bahn Wächtersbach-Bad Orb von letzterem Punkte durch >en Spessart nach dem Maintal, nach Lohr nur eine Frage der Zeit sein durfte. Tas Barackenlager für den Platz wird an der Straße Bad Lrb-Billbach in der Nähe der Orbbachquelle zu stehen kommen. Mit den Vorarbeiten

(Ein neuerCruppenübungzplatz für öar«8.Armeekorp;.

F. C. Bad Orb, 11. Juni.

Im Hinterspessart, im südlichsten Teil der Provinz Hessen-Naifau, 4 Kilometer südlich von Bad Orb, im so­genannten Order Reisig, begrenzt im Westen von der Biebereryöhe und dem Torf Flörsbach, im Süden von den Törfern Flörsbach, Lohrhaup.en, Wohnroth, im Osten von den Gemarkungen der Dörfer Wohnroth, Pfaffenhau,en, Oberndorf, Burgjoß, int Norden durch die Linie Burgjoß- Orbbachquelle-Btebererhöhe, liegt das 4600 Hektar fassende Gelände, auf dem der Truppenübungsplatz für das 18' Ar­meekorps errichtet und bis 1913 fertiggestellt werden soll. Eine waldige, kupierte, rauhe Gegend, die nur zwei Jahres­zeiten kennt, einen über sieben Monate langen Winter und einen kaum fünf Monate dauernden Sommer, abseits rom Verkehr gelegen, sparsam mit übervölkerten Ortschaften durchsetzt, bereit Bewohner einen sehr unbedeutenden Acker-

(offen für Ruderer, die im Einer noch nicht gesiegt haben).

1 RuderklubH a 11 ia"-G i cs; e 11 Fritz Schüßlcr) 7,12?/, gegen RudcrllubAlemannich'-Frankfuri a. M. (E. Gugler, 7,20' , der sich versteuerte und den Bogen auSfnhr, aber aud) ohne das nicht gesiegt haben würde.

3. Anfänger-Vierer

(Ehrenpreis von Mitgliedern des RuderklubsHassia").

Borrenncu: i. RuderklubHassia" Gießen 6,44; 2. RuocrsportvcrcmAniicitia" Franlfnri a. M. 6,49' .3.

9x über Hub 1903 Main; 6,514 ,, der für das Hauptrennen aus schied. RudcrllubGermania" ZlaßcU ging allein über die Bahn. Ha uv treu neu : 1.Amicüia"-Frankfurt a. M. 6,44, -Hai'ia"-Gießen 6,44- ., 3.Germania"-rlastcl 6,5^. Scharfes interessantes Rennen zwischen den beiden ersten Booten, sie kamen fast in gleicher Höhe vor dem Ziel an, dock. HegteAmicitia" nut 7.1 Meter Vorsprung am Ziel Ter brausende Beifall der 8ufd;aucr an beiden Ufern galt den Mannschaften in beiden Booten, die hart um den Sieg gestritten haben.

4. Senior-Vierer Stadtvrcis^.

1 Rudcrllub ,,Hass<a"-Gießen 6,1 J1' 2. Rudersportverein

Amicitia"-Franssurt 2. M. 6,177 3. übergcieilubajt Bo-

fu"ia"-J-rani'urt a. M. 6,381 Ti.Hassia". Gießen führte bereits 1000 Meter vor dein Ziel und wurde wegen ihre-i Siege-, bei der Ankunft lebhaft begrüßt.

5. I u n i 0 r - B i e r e r. (Ehrenpreis vom Apotheker Schmieder).

wird soeben begonnen, so daß in zwei Jahren die Truppen­teile oes 18. Armeekorps den Uebungsplatz um einen solchen handelt es sich hier ausschließlich und nicht um einen Schießplatz beziehen tonnen. Tie seither ab­seits von dem Getriebe der Welt liegende Gegend wird | sich dann 9 Monate im Jahre mit militärischem Leben

um eine Bootslange überholt, ruderte aber trokdem scharr auf das Ziel weiter.

1- Ruderklub 1907 Limburg 7,39; 2. Ruderklub 1903 Mainz

7,00 . Limburg hatte 900 Meter vom Ziel den Gegner bereit«

th. Gießen, 12. Juni.

gestern aus der Lahn vom G i e ß euer Rnderk 1 n 6 1 veranstaltete Regatta erfreute sich eines sehr zahlreichen aus allen Kreisen der Bevölkerung.

den Mitgliedern des El.cen Ausschujses waren 11. a.

der Rettor der Land. -unioerni.it, Gel Jnstizrat Pro- r. Biermann, Beigeordneter Emmelius, Landgerichts Tr. Güngerid), Geh. Kommerzienrat S Heichelheim-

Seer und Flotte.

Eine Taufredc des Generalfeldmarschalls Frhrn. v. d. Eolh.

Hamburg, 10. Juni. Bei dem heutigen Stapellauf des LinienschiffesErfatz Heimdall" auf der hiesigen Vul­kan-Werft hielt Generalfeldmarsckiall Frhr. v. d. Goltz folgende T a 11 f r e b e:

Auf Allerhöchsten Befehl Seiner Majestät des Kaisers und Königs bin id> beruien worden, dem Schiffe, das hier zum Stapel laus bereit liegt, die Tausredc zu halten und ihm- die ecgcncroun|d)c des Vaterlandes auf den Lebensweg milnigcben. Es ist der Ersatz Heimdall, der vor uns steht, des Schiffe«, das den Namen des wachsamen Gottes trug, der schärser hörte und sah als die Sterblichen, und stets bereit war, alle? Unheil vom Heime der Götter und Menschen sernzuhalten. Nun soll c» den Namen eines Königs tragen, der gleichfalls schärferen Anges als die Millcbendcn die Gefahren vorausfad, die cin'l Prcutzen und damit auch der Zukunft Tentfchlands drohten, und der jem fcharws Schwert zur rechten Stunde zog, um es davor zu ichutzen. Seine Eigenschaften sollst du nur den Wogen de« Meeres verkörpern, stolzes Schiss. Suche draußen aus dem Meere den schütz des Vaterlandes, wie es ber große König wollte, als er bic Verteidigung Preußens jenseits seiner Grenzen begann, wie e« treu der Tradition, unser großer Kaiser für Tcutsdilaird in zwei blu ttgen Mncgcit tat, so daß unsere geliebte Heimat deren Schrecken nicht kennen lernte. Lei scharfen Auges auf der Fahrt, deine oulirung icharsen Geistes und starken Gemüts, um früh voranszufehen, wo du deme Kräfte cinzufetzen hast, wo und wann den heimischen Gestaden Gcsahr drohen kann. Sei jederzeit kampsberett, deine Waffep zu brauchen imb den Donner deiner Geschütze erdröhnen zu laiicn, wenn die Stunde der Entscheidung naht, stets fertig suni Angriff wie das Heer deines Ahnherrn, der feinen Reiter- geschwabern befahl:die preußische Kavallerie attackicrl allemal äuerit." Möge auch dir, möge der ganzen deutschen Flotte dies .'löntgswort in der Schlacht zum Wahlspruck) werden. Sei fest und pandhast wie ein Fels von Erz, wo du, von Feinden um ringt, bid) ihrer äu erwehren hast. Heimdall, dein Borsahr war der i^ohn der Meereswogen und wird auch dem Nadstomineii hold sein. Mehre Teutschlands Ansehen in der Ferne. Was wir einst Weltgeschichte nannten, ivar nur die Geschichte eines kleinen Stücke« dieser Erde, de« europäischen Abendlandes. Heute vollziehen sich die Bölkergeschicke in einem den ganzen Erdball um spinnenden gemeinsamen Verkehr, und cs gelt nicht nur bei un seren Nachbarn, sondern aud) draußen weit jenseits der Meere unseren Namen in Ehren und in der Achtung bei allen Nationen zu hatten. Sei ein kraftvoller Rückhalt der Schiffe, deren Dienst dies in erster Linie ist; denn ohne einen solchen ist die Er­füllung ihrer Aufgabe unmöglich. Deutschland hat in seiner Ent­wicklung neue Bahnen betreten, zu deren glücklicher Vollendung wir nicht nur eines kriegsgewaltigen Heeres, sondern auch einer starken Flotte bedürfen, wie sie unser Kaiserlicher Kriegsherr, voraus­schauenden Blickes, geschaffen hat. Tankbareu Herzens dafür, daß es endlidf^ soweit gcfomnteit ist, vereinen wir uns in dem Rufe: Es lebe Seine Majestät unser allcrgnädigster Kaiser, König und Herr 1

Die Taufe des Schiffes wurde von Ihrer Königs. Hvh. ber Prinzessin Lluguft Wilhelm von Preußen vollzogen, bte ihm den NamenFriebrich ber Große" gab.

Kreis:

Am 3. Juni waren verseucht:

Vom

3. bis 9. Juni sind neu ver­seucht :

Vom

3. bis 9. Juni l'! die Seuche ei loschen in:

Darmstadt .

Ebersladt

Eberstadt

BenShenn .

Hokheinl, Groß - Rohr- beim, Biblis, Dorsch, Schwanheim, Bürstadt, Fehlheim, Bensheim

Tiebnrg . .

Erbach . . .

_

Groß-Gerau

Slocksladl, Tornheim, Erleiden, Leeheim, Trebur, flöiügftäötcn, Ast heim, Rüsselsheim, Nauheim, GmsHeim, Dorubern

Hevpeiiheini

Wimpken, Viernheim

__

Offenbach. .

6 gelsbadpRumpeiiheiin, Kleln-Steinheim,Groß.

Seligenstadt, Bieber,

Klein-Stein» heiin.Ruuipcn-

Gießen . . .

Steinheim, Hamstadt

Dudenhofen

l)kimEgclSbach

Alsfeld . . .

-

_

_

Büdingen. .

e

Friedberg .

Rieder - Erleiibach, Bruchenbrüclcn, Okar­ben, T ortelweil, Nicdcr- Eschbach, Bad-Naii- beim, Harheim

Lauterbach.

lluter-Weg'urth

_

__

Schotten. .

Wohnfcld

_

Mainz . . . Alzey....

Bieyenheim

WcndclShciin

Bingen . .

Oppenheim

Gimlersbliim, Dolges­heim , Glieder - Saul­heim, Selzen, Stacken- heim, Bechtolsheim

Guntersblum

Worms. . .

Gimbsherin, ^lobc§- heim, Westhofen, Becbt- i'cur, Heßloch, Ofssteiri, Mörstadt

Worms