Rinder schleppend, Kälber, Schake und Schweine
Dollsleisckige,
50
87
Ungejochte
87—90
. 50—52
73—78
45
75
76-84
46
80
73-76
39
74
65—70
Feinste Mastkälber
61-63 103-105
. . 40-00 80-00
40
80
52
67
52
6-7
52
67
Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.
Oft.
CD
Wetter
1911
Z
6D
Höchste Temperatur am
17.
vom
hatte aber auch als untiegrünbet
dem von aber
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0
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59
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Sonnenschein KlarerHimmel Sonnenschein
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83
88
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81
69
35
30
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55
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151,1
757,5
151,9
Tendenz: lebhaft.
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Essen weilte in seinem Fahrrad
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18.
18.
19.
DLge tit Der >te sich vesittven, eine SMtze zu sein lltttö warum etn Mann mit akademischer BUdung nicht ebenso gut in der Lage sein soll, diese Interessen zu vertreten, ist uns nicht recht verständlich. Ter Kandidat der imtionalliberalen Partei, der sich mit polittschen Angelegenheiten offenbar iwch nicht lange besaßt Und wohl auch nur deshalb den beruflichen Organisationen. (Handelskammer, Kaufmännischen Verein, Detuillisten-Verein, Gewerbeverein) und nicht der politischen Partei die Haupttätigkeit zuweisen will, sei aber hiermit darauf hingewiesen, daß unsere landständige Verfassung, wenigstens bezüglich der Volkskammer, eine Vertretung einzelner Berufsklassen im Landtage nicht kennt und daß jeder Abgeordnete verpflichtet ist, und nach Artikel 88 der Verfassungsurkunde eidlich zu erhärten hat, daß er in der Stälcheversammlung nicht das Interesse einzelner Stände, sondern nur das allgemeine Wohl nach besteigner, durch keinen Auftrag besttmmter Ueberzeugung, beraten werde.
Gießen, den 18. Ottober 1911.
Der Verein der fortschrittlichen Volkspartei.
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den Händen des Staatssekretärs, der feierlich zum Generaldirektor ernannt worden ist. Alle Frauen, die sich zu verheiraten wünschen, werden gebeten, Namen, Adresse, Photographie und Angaben über genauere Einzelheiten einzusenden. Die Kandidatinnen toerben in drei „Sorten" geteilt: 18—25 Jahre, 25—35 Jahre, 35 Jahre und aufwärts . . .
S ch a ke. Weidemastschafs . . . Schweins.
Mittlere Mast- und beste Saugkälber. 54—57 90-95
Geringere Mast- und gute Saugkälber 46—52 76—87
Geringere Saugkälber . . .... 40—44 68—71
13,2
5,1
1,1
SchlachtwerteZ höchstens 6 Jahre alt 49—51 86—89 Junge, fleischige, nicht ansgemäslete und
ältere ansgemästets...... 44—48 82—85
kirchliche Nachrichten.
Israelitische Religionsgemeinde.
Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage).
Samstag, de n 2 1. Oktober 1911:
Vorabend: 5.00 Uhr,
Morgens: 9.00 Uhr.
Nachmittags: 3.30 Uhr. Schrifterkläruug.
Sabbatausgang: 6.10 Uhr.
gewicht.......... 521/,-53l/3 66-67 53
Ueberstand: Rinder Ueberstand, Kälber und Schafe kauft, Schweine geräumt.
Durchschnittspreis pro 100 lliuud Vebenö» Schlacht ftewich:
Hebammen-Wäsche.
Der Reisende P. B. aus Frankfurt a. M. vertreibt einen Spezial-Artikel einer Frankfurter Firma, nämlich poröse Wäsche für Hebammen und Aerzte. Das Sjcntb und die Unterhose, die nach Angabe des Sachverständigen einen Verkaufswert von höchstens fünf Mark haben, werden zum festen Preise von 8.75 Mark verkauft. So erschien der Reisende auch bei den Hebammen des Kreises Friedberg. Um die verhältnismäßig teuere Ware loszuschlagen, erklärte er u. a., es sei vom Kreisgesundheitsamt Friedberg vorgeschrieben, daß die Hebammen künftighin bei Ausübung ihres Berufes die von ihm feilgebotene poröse Wäsche tragen müßten. Durch diese unwahre Angabe veranlaßte er denn auch drei Hebammen, daß sie Bestellungen bei ihm machten. Tas Schöffengericht in Butzbach sah die Findigkeit des Reisenden als Betrug an und verurteilte ihn zu 50 Mark Geldstrafe. Der Angeklagte wandte sich an die zweite Instanz, hier keinen Erfolg. Seine Berufung wurde zurückgewies en.
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entwickelte jüngere siühe und Färsen 33—37 Mäßig genährte Kühe und Färsen . . 29—32 55—64 K äl b ec.
7,1
6,1
4,8
Vollfleifchige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht .... ... . 52—53 67—68
Bollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht........52—53 67—68
Bollfleischige Schweine über 21/, Zentner Lebendgeivicht........ 50-51 */2 64-65
Fleischige Schweine unter 80 kg Lebend-
bis 18.
, 18.
Bull en.
Bollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtwertes........44—47
Fürs en, Knhs.
Bollsteischige ausgemästete Färsen höchst. Schlachtivertes........44—48
Bollstelschige ausgemästete Kühe höchst.
Schlachtwertes bis zu 7 Jahren . . 38—41 filtere ausgemästete Kühe und wenig gut
Liiedrigste , „ 17.
Niederschlag: — 0,0 mm*
Ein Fahrradmarder.
.Der Schmied G. Th. von Altendorf bei Weickartshain bei seinen Eltern. Er fuhr mit auf die Selnroder Kirmes. Tort lieh er sein Rad einem Bekannten, nahm ein fremdes Fahrrad und fuhr damit nach Hause. Alsdann begab er sich wieder zu Fuß nach Selnrod, um sich ein Alibi zu schaffen. Das Fahrrad selbst wurde erst später bei einer Haussuchung, in seinen einzelnen Teilen zerlegt, auf dem Speicher, im Strohsack seines Bettes usw., versteckt aufgefunden. L-er Angeklagte selbst ging flüchtig, wurde aber bald festgenommen. Er t|t häufig vorbestraft und wird wegen des dreisten Diebstahls zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt.
Sanatorium Lindenfels
zwischen Darmstadt—Heidelberg, 400 m hoch herrL gelegen.lss^a
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ober
Israelitische Religionsgesellschaft.
Gottesdienst.
Sabbatieier am 21. Oktober 1911:
Freitag abend 4.55 Uhr.
Samstag vormittag 8.30 Uhr.
„ Nachmittag 3.30 Uhr.
Sabbat-Ausgang 6.10 Uhr.
Wochengottesdienst: Morgens 6.30. Uhr, abends 5.00. Uhr.
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im
111
Märkte.
Büdingen, 18. Oft. Gestern fand der sonst sehr lebhafte Gallus markt Halt, der von Käuiern und Verkäufern diesmal ziemlich besucht war. Große Ausivahl au Ferkeln, Einlegern war vorhanden. Ter Verkauf war schleimend; Händler, die Spanferkel nnffonften, brachten etwas Leben in den Handel. Tie Preise waren gedrückt; Spanierkel 3—4 Mk. das Stück, 10—12 Wochen alte schöne Ferkel 16—18 Mk., Einleger 70—h0 Mk. das Paar waren die gängigen Preise. Der Krämermarft war verschwindend klein. — Auch der Ortenberger K a l t e m a r k t wird eine große Beschränkung erfahren. Pferde-, Rindvieh- und Schweinemarkt fallen der in der nächsten Umgebung halber herrschenden Maul- und Klauenseuche aus, mir der Krämermarkt findet an 3 Tagen statt.
fc. Frankfurt a. M. Schweiuemarktbericht vom 18. Okt. Aufgetrieben waren 1806 Schweine. Bollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 50.00—53.00 Mk., Schlachtgewicht 65.00-67.00 Alk., vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 49.00 — 51.50 Mk., Schlachtgewicht 63—66.00 Alk.; vollfleischig» Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 50.00—53.00. Alk., Schlachtgewicht 65—66.00 Alk.: voll fleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 51.0-)—52.50 Mk., Schlachtgewicht 64.00—65 Alk.; Fettsehweine über 150 kg Lebendgewicht 00.00 bis 00.00 Alk., Schlachtgewicht 00.00—00 Mk. Sauen 00—00 Alk« Geschäft mittelmäßig, bleibt Ueberstand.
Limburg a. d. Lahn, 18. Okt. Fruchtmarkt. Durchschnittspreis pro Dlalter. 9(oter Weizen (nassauischer) 17,20 Alk, weißer Weizen (angebaute Jremdsorte) 16,70 Alk., Korn 13,70 Alk., Gerste: ^uttergerste 00,00 Alk., Brauaerste 13,00 Mk., Hafer Alk. 8,80, LSrbfen 0,00 Alk^ Kartoffeln 8.00—8,80 Alk.
F.C. Wiesbaden. Biehhof-Marktberich: vom 18. Okt. Auftrieb: Rinder 150 (Ochsen 44, Kühe 106, Bullen 0), Kälber 260, Schafe 62, Schweine 541.
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Preis pro 100 Pfd. Vebenb» -o-ia-:« gewicht
Ochsen. von-bisvon-bi!
ausgemästete, höchsten
Das PiidaKoginm »euenheim-Heidelberff m. modern bewährten Einrichtungen für körperliche und geistige Erziehung (Sport,_ Wanderungen,, eigene Spielfelder. Werkstätte usw.) und verkürzten Unterrichtsstunden: hat Familien- und Schüler- i a’/,hnc kasernenmäßige Einrichtungen.
u erholungsbedürftige Schüler ia 1 ?111 Neuenheim-Heidelberg entließ z.
Ostci priäfun^, 1911 J Sekundaner, welche alle die einj.- erhlelte» «nd leitete Herbst 1911 wie seit vielen Jahren mit grossem Erfolge 16 seiner Schüler i n d.
I !',n?u .U/S K1J> d. Iteform Real-Gym- nasien und Oberrealschulen über. ssx/10
Gießener Strafkammer.
Gießen, den 17. Offner 1911.
_ _ Fund d i eb stahl.
Ter Taglöhner W. L. aus Burkhards hatte in einer Grube bei Friedberg einen Sack mit etwa 80 Pfund Blei gefunden. Er lieferte es aber nicht an die Polizei ab, sondern bot es einem Althändler zum Kauf an. Dieser erklärte ihm sofort, daß das Blei unzweifelhaft gestohlen sei, was auch der Fall war. Tie Tiebe selbst wurden vor einiger Zeit mit erheblichen Strafen belegt. L., der ursprünglich wegen Hehlerei angeklagt war und zurzeit eine Zuchthausstrafe von zwei Jahren verbüßt, erhält heute wegen Funddiebstahl oder Unterschlagung eine Zusatzstrafe von einem Monat Zuchthaus.
Das ungetreue Küchenmädchen.
Tie M. A. aus Wirgel war im letzten Sommer in 'Bad-Nauheim als Küchcnmädchen beschäftigt. Sie ist geständig, einem andern Dienstmädchen aus einem Portemonnaie vier Mark entwendet und für sich verbraucht zu haben. Tie Angeklagte ist wegen Diebstahls schon erheblich vorbesttaft und erhält als rückfällige Diebin vier Monate Gefängnis.
Des Himmels reichster Segen quillt 8^2ba? nentnnhQpn5 “cU£n b£!' Erde, und der Mensch
<s,c Heilkräfte der Quellen so au verwerten, fännen1ftnnÄe«fhS^a’h,tö^ HS? bcn Quellen gebraucht werden achte Sodener Mineral Pastillen sind ihren iüirf= o "ach aus den berühmten Sodener Heil- gneuen gewonnen, und wie die Quellen selbst sind nudi sie r^^»llsdwnb^/^_-^^,^aiittel bei der Bekämpfung aller katarrba- «r?nen‘ • kaust sie für 85 Pfennig die l^^M^chachtel in allen emschlag. Geschäften. ss”/i»
Ein Zechpreller.
Ter Taglöhner L. Z. von Wölfersheim machte bei einem Wirt in Friedberg eine Zeche und verschwand ohne zu bezahlen. Bei einem anderen Wirt ließ er sich gleichfalls Getränke verabreichen und versuchte unter einem unwahren Vorwande die Wirtschaft zu verlassen. Als ibm der Wirt folgte, lief er davon. Er wurde indessen erkannt und angezeigt. Der Angeklagte ist wegen Betrugs schon verschiedentlich bestraft worden. Das Urteil lautet auf eme Gesamtstrafe von drei Monaten und einer Woche Gefängnis.
EinschwererJunge.
. , Der Gartnereigehilfe »M. O. L. aus Oederan in Sachsen sah emes ^ages in Dreftden auf der Straße einen Karren mit alten Lumpen stehen. Er fuhr den Karren zum nächsten Händler und verkaufte die Lumpen für fünf Mark. Den Karren überließ er seinem Schicksal. Alsdann kam er auf der Wander- schaft nach Bad-Nauheim und trat bei einem Gärtner in Dienst.
einer Woche hatte er das Verttauen seines Herrn erworben Dann war es aber fertig. Als sein Dienstherr eines Morgens mit seiner Frau das Haus verlassen hatte, schlug der Angeklagte mit einer Axt die Haustüre und die Stubentüre ein, erbrach gewaltsam einen Schreibpult und entnahm daraus eine Schachtel mit 40 Mk. Geld, dann brach er einen Schrank auf und eignete sich eine Geldkassette mit 350 Mk. Inhalt an, die er in dem nahen Walde mit einem Hammer öffnete. Das gestohlne Geld brachte er in Frankfurt a. M. in einer Woche mit schlechten Frauenzimmern durch. Eine gleichfalls gestohlene Damenuhr machte er einer Dirne zum Geschenk. Der Angeklagte ist kein Neuling mehr auf der Verbreck^erlaufbahn und hat ein recht stattliches Sündenregister aufzuweisen. Das Gericht erkennt auf drei Jahre sechs Monate Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust. ।
Vermischtes.
j n städt i s ch e s Heiratsvermittlungsamt. Die neueste Errungenschaft der städtischen Verwaltung in Amerika ist ein von der Stadtverwaltung von Des Moiues in Iowa errichtetes „H.eirats Vermittlungsamt", ein „Clearing Seelew" Der Begründer dieser kommunales Anstalt der Bürgermeister Manna, lündigt feierlich an, daß aUe „Kunden dieses Amtes, das ein lang empfundenes Be durfnis unserer ntoberneu Zivilisation erfüllt," kostenlos ver heiratet werden. Die Führung der HciEvernEimg liegt jn
Kirnte .’ji SaBI Ebelsti ^L2diöii niü motzchlaszimm wM-Anlage, § 53W1 Onaiigcncfn •vouit ii. Familie, ■moblituiv Mob Mmer,vreioiv.r kUeib d. Geschöstg 3ii
spreche Den guten Sitten. Die angefochtene Vertragsbestimmung sei nichtig, weil sie die Freiheit des Klägers in durchaus unzulässiger Weise beeinträchtige. Die Generalintendantur habe in bewußt unwahrer Weise Behauptungen aufgestellt, die bann zur Hetze gegen Weingartner ausgcbeutet worden sind, indem man ihn als vertragsbrüchig erklärte. Dann habe Graf Hülfen-Haeseler darauf bestanden, daß vier seiner Untergebenen das Schiedsgericht bilden sollten, die über den angeblichen Kontraktbruch entscheiden sollten.
Nach längerer Beratung verkündete der Gerichtshof das Urteil auf Abweisung der Klage. In der Begründung wurde ausgeführt, daß das Gericht sich nicht hat überzeugen können, daß Weingartner sich bei Zahlung der Konventionalstrafe, sowie bei Abschluß des Vergleiches in einer Zwangslage befunden habe. Gegen das Urteil ist eine Berufung zulässig, für die wieder der Geheime Justizrat zuständig ist, gegen die erneute Entscheidung ist eine Revision ans Reichsgericht zulässig.
Eine Anklage wegen Diebstahls
Der Bürgermeister H. Sch. von Dorheim ist schon seit längerer Zeit von seinem Amte suspendiert. Da auch sein Müllereibetrieb nicht mehr ging, suchte er nach einem anderen Erwerbszweig und kam auf den tz^edanken, Konserven, insbesondere Marmelade im großen zu vertreiben. Am 12. Juili l. I. begab er sich nach Heldenbergeii zu einem dortigen Kaufmann, von dem er gehört hatte, daß er Konserven im großen fabriziere und zu billigen Preisen verkaufe. Sch. besah sich 'die Geschäftsräume, die Maschinen und fragte u. a. auch, welches Konservierungsmittel verwendet werde. Der Kaufmann zeigte ihm ein weißes Pulver und erklärte gleichzeitig, dies sei ein Geheimmittel, das er nickt verriete. Sch. erkundigte sich so eingehend nach allen Einzelheiten des Betriebs, daß der andere schließlich Verdacht schöpfte Sch sei nicht gekommen, um zu kaufen, sondern um die Fabrikation auszukundschaften. In diesem Verdacht wurde er noch bestärkt da er bemerkt zu haben glaubte, daß Sch. heimlich eine geringe Menge des Pulvgrs an sich genommen habe. Er schickte ' Sch einen Gendarm nach. Sch. leugnete zunächst, etwas dem Konservierungspulver mitgenommen zu haben, schließlich gab er es heraus. Er wurde am 5. September 1911 vuut Schöffengericht in Friedborg wegen Diebstahls mit einem Tag Gefängnis bestraft. Gegen dieses Urteil hat er Berufung eingelegt, indem er behauptet, er habe gutgläubig gehandelt Er habe das Mittel nur untersuchen lassen wollen, ob es schädliche Bestandteile enthalte, damit er als Wieder»erkäufer keine Unge- legenheiten bekomme. Das Berufungsgericht aber war ebenfalls der Ansicht, daß der Angeklagte sich der Rechtswidrigkeit seines Tuns bewußt war, denn ec hat das ihm als Geheimmittel bezeichnete Pulver heimlich und hastig in einem unbewachten Augenblick an sich genommen und später, den Besitz abgeleugnet. Das verurteilende Erkenntnis des Schöffengerichts wurde bestätigt'
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Für die Fortführung der o st afrikanischen 'Zentralbahn von Tabora nach Udjidji werden int nächsten Kolonialh anshalt Mittel angefordert werden. Die Fortführung der Bahn über Tabora hinaus hat sich ans wirtschaftlichen Gründen als notwendig erwiesen, so daß das Gouvernement den baldigen Angriff des Weiterbaues der Bahn beim Reichskolonialamt beantragt hat. Die Zentralbahn wird etwa Mitte März 1912 bis Tabora kertiggestellt sein. Wenn der Reichstag die Mittel für oen Weiterbau im nächsten Winter bewilligt und die Gründe des Gouvernements für die Fortführung der Bahn billigt, so werden dadurch erhebliche Unkosten erspart werden können, weil dann die den Bau ausführende Firma ihre Arbeiten nicht unterbrechen muß lnnd ihr Material und ihre Arbeiter sofort weiter in Tabora verwenden kann, während sie bei einer Hinausschiebung des Weiterbaues später Neu- mrwerbungen von Ungeschulten Arbeitern vornehmen müßte. Man hvfft, die Weiterftihrung der Bahn bis an den Tanganykasee mit 40 Millionen Mark durchführen zu tonnen, zumal der Bau der Strecke von Morogoro nach Tabora mit einer Ersparnis von etwa acht Millionen abschloß; es wurden statt 70 Millionen nur 62 Millionen beansprucht. Um die Verzinsung der neuen Teilstrecke über Tabora hinaus sicher zu stellen, ist eine Erhöhung der Hütten st euer in einigen Jahren geplant. Man ist der Ansicht, daß eine mäßige Erhöhung dieser Steuer sich ohne größeren Widerstand durchführen läßt, da der Neger allmählich zu begreifen beginnt, daß ihm durch die Maßnahmen des Gouvernements und durch den Bahnbau Vorteile erwachsen. Durch die Fortführung an den Tanganykasee wird vor allem dieser erschlossen und damit große Ansiedlungsgebiete für den deutschen Handel, die zu den größten Hoffnungen berechtigen.
Der „Blumenauer Urwaldbote" telegraphiert: Der durch U e b e r s ch w e m m n n g der deutschen Kolonie Blumenau angerichtete Gesamtschaden ist unberechenbar. Der Privatschaden wird auf Millionen geschätzt. ____________________________________________________
Die Lage der Arbeitrmartter in Hessen, Hessen-Nassau und Waldeck im September syp.
Der gute Beschäftigungsgrad in der Metallindustrie hielt auch im Berichtsmonat weiter an, so daß gegen den gleichen Monat des Vorjahres der Arbeitsmürkt in der Metallboanche nach den Frankfurter Berichten als sehr günstig bezeichnet wird. Die alte Klage des Mangels an Schmieden kehrt immer wieder. Die Nachfrage nach Installateuren, Elektromonteuren, Heizungsmonteuren und Kupferschmieden überstieg das Angebot. In Gießen konnten bei Kupferschmieden nicht alle offene Stellen besetzt werden.
Die Offenbacher Portefeuille- Industrie ist, wenigstens in den größeren Betrieben, gut beschäftigt und arbeitet häufig , mft Ueberstunden, doch ist auf der anderen Sette doch noch eine ziemliche Zahl Arbeitsloser zu verzeichnen, was sich wohl erst ändern wird, wenn auch die kleinen Betriebe besser zu tun haben.. Für Sattler auf Geschirr unb Treibriemenleder war in Frankfurt a. M. reichlich Arbeitsgelegenheit vorhanden.
In der Industrie der Holz- und Schnitz st offe herrschte besonders nach Möbelschreinem eine sehr rege Nachfrage; in Frankfurt a. M., Mainz, Wiesbaden und Gießen konnten nicht alle offene Stellen besetzt werden. Für Holzbildhauer war, wie Mainz berichtet, der Geschäftsgang für Ansässige gut, dagegen konnten Zugereiste nicht untergebracht werden. Der Ausstand der Schreiner in Worms, der seit dem 2. Mai dauerte, ist beigelegt; insgesamt waren 265 Gesellen im Ausstand. In Hanau am Main ist in einer Möbelfabrik Streik wegen Lohndifferenzen VUsgebrochen.
In der Industrie der Nahrungs - und Genußmittel herrschte besonders in den Wein- und Aepselweinkeltereien eine sehr rege Beschäftigui^, so daß viele Süfer und auch viele un- gelcrnte Düfsarbeiter Besänftigung fanden. In einigen Zigarren- tabmen in Gießen und Umgegend wurden im Berichtsmonat mehrere Tage gefeiert.
Dbr Beginn der Herbstsaison brachte im Bekleidungs- ^^^^,0ungs g ew erb e, wie Wiesbaden berichtet, für Schneider mehr Arbeit; dagegen war die Nachfrage nach Schnh- machern m derselben Stadt geringer. Die Offenbacher Schuh- Wbnten waren gut beschäftigt, besser als im gleichen Monat des Sooriahres.
Fast von allen Seiten des Verbandsgebietes wird über eine Tätigkeit im Baugetoerbe berichtet. Hauptsächlich Bauschreiner, Bcpiichloher, Gitterscklosser konnten sowohl in Wt genügend beschafft werden, ^r m Darmstadt ruht die Bautätigkeit.
ischenGewerbe ist eine Besserung im Be- Frankfurt a. M. berichtet, daß am Anfang des Monats durch dm besseren Geschäftsgang wohl eine , Arbeitslosen eintrat, deren Zahl aber am MseEem anC Steigerung erfuhr durch die entlassenen IFfraitfhfrtbT M*° nkwir ts g ewerb e berichten Kftpn Wiesbaden übereinstimmend, daß in der
c Vormonats infolge der günstigen Witteruna
gebaent hatten, Stellungen zu finden hPr a „ „ s 1 • .71 Ö^Sfen. We Befestigung in dem Berichtsmonat etwas nach Lin Theaterprozeh gegen den König von Preußen.
m Ä «Berlin, 18. Oktober.
Vor dem Geheimen Justizrat, .der dem Berliner Kammergericht angegltehert ist, und als ausfckließlick- 5-
alle Prozeife gegen den König von Preußen zuYtärtbia S J«s heute ein negier Prozeß des früberm l'tA..Tanb
Mm. ™b damaligen Sircttor? her Wjen^
J^b. Wei n gar tu e r gegen den König von Preußen statt. Weingartner ficht in ।einer neuesten Klaue hm im Slcn 1908 geschlossenen Vergleich an, in hem e? sich vervftick^Äkt7 nach Kündigung des Wiener Vertrages nid t in BeNzuW cherew bei einer Konveittwnalstraie von 9000 Mk. an die Witin, M Waiientasse des Kdnigttchen Orchesters. Der Vertrag wcker
stW! S-ZiM Leute zu verni m ßn der eine schöne 3 toobnuno w vemieien. kt SI.W 6042] Stfl' MM neu beroeric per sofort i 6173] Bor Mans« Nodbeimer WshW' 0SG99] Stubi ein '„'ßcrfjui 0S719J ft!eine i mieten, I. Stod
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