Ausgabe 
10.5.1911 Drittes Blatt
 
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Nr. 109

Drittes Blatt

161. Jahrgang

Erscheint täglich mit Ausnahme bcS Sonntags.

TieOiehener Zamilienblätter" werden dem Anzeiger^ viermal wöchentlich beiqelegt, da- KreUblatt für den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. Tie ..Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweunal.

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberheffen

Mittwoch. 10. Mai (0U

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversttätS - Buch- und eiembnttfeteü R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und. Dinckcrei: Sckul- straße 7. Expedition und Verlag: 51.

Redaktion: 112. Tel.-2ldr.:Anze,gerGreben.

wir auck diesen Anträgen nicht zustimmen.

mit großen, kifhinß'

ZN tun.

um

der Vorlage biuauszui

Beratung dc» § 210 (Wochenhilfc) wird fort-

zubringen.

ozialdemokratic.

sie habe heillose Ang st vor der

Nie­

der

Auslande.

Märkte.

Schachtel und und überall erhältlich.

den

Sie

Die gcscht.

mb Deutscher Reichstag.

170. Sitzung, Dienstag, den 9. Mai.

2m Tische deö BundcSralS: Delbrück. Caspar.

flieh: bchörde mus; daS ja geuchmigcn, so lange er 44 Pioz. der Beiträge 1 inauvflcljen; so wen

Hätten wir ic> nur wäre cS lcickter.

ist den Eltern das Kind, und alle K raste der Ellern gelten dem Bestreben. Kinder gesund »u erhalten und fröhlich ge­deihen zu lassen. Kinder und nun aber mehr noch als Erwachsene den Gciahren ausgetev», die aus Erkaltungen entliehen, und eben darum gehört m jeden Haushalt das ideale Svecincum gegen alle formen der Ertalrungcn der Vuüroegc: Fays achte Sodener ^liueral PajiiUen. Tie Pastillen sind ein Schatz im Haushalt, den verständige Müner nicht mehr entbehren tonnen; sie kosten 85 Pfg. vro

BS21,!,

Tövelmauu.) Tein Laicn ist Harnack ja weniger als Inhaber de? Berliner Lehrstuhls üir liirchengeschichle und Generaldirektor unserer größten deulichen Biici erjaiumlung, der Königl. Bibliothek zu Berlin, beim als glanzender Schnststeller, als liitl egrünber und nun auch schon langjähriger Vorsitzender des Evangelisch-sozialen Kongresses und seit fungsier Zeit auch als Präuöenl der Kaijer-Wlchelm-Gesell- scha't zur Forderung der -issenichasten bekannt, und wir werden das Urteil eines jo unnasseuden Eeijles über Luther gern wieder einmal sludleren, um von neuem inne zu werden, was wir an Eroßein, Gewaltigem, für alle Zeilen Dauerndem und Vorbild­lichem in Luthers Werk geivomien und als unser kostbares Gut zu hüten und zu wahren haben.

Rein, er ist V c r f o l g u n g S w a h n s i n n. (£>ciferLit.)

sozialpolitischen Fürsorge. (Lcbh. Beifall der Eoz.)

Abg. Fegler ($p.) fpridit gegen dic Landkassen. Geben Sic Landarbeitern da? glcick'e SclbstvcrlvaltungSrecht. behandeln sic nicht als Arbeiter zweiter Klasse.

Abg. Hufnagel (Kons.):

halten unseren Antrag, den gestern Abg. Irl begründet burd)nn3 berechtigt. Die Ausführungen Dr. David?

Wir

Hot, für

mals hat die Sozialdemokratie die Lrlölrankenkasscn zu Partei- zwecken mißbraucht. (Soeben.)

Abg. Schmidt-Berlin (Soz.): Mit den Deiricbkk.ankenkasscn hat man e5 in Rheinland und Westfalen zuwege gebracht, daß die Arbeiterschaft mit vierzig Jahren verbraucht ist und keine Arbeit mehr auf den Werken bekommt. Die Jrmungökraukcnkasien sind geradezu MaßregelungSbubeau?. führen schwarze Liften gegen dic kranken, elenden Arbeiter. Da? ist der schlimmste Mißbrauch

zen für die Glückwünsche zu seinem Geburtstage.

Die zweite Lefung der Reidisverlidierungsordnung.

4. Tag.

Diese haben ja aber auch dic Mügliclikeit. über die Leisiungen Versut»ertcii haben ja Zwcidiitiel-

?rbg. Dr. Mugdan (Dv.)

empfiehlt fretfinnige Anträge, die ebenso wie die sozialdemokra- tischen, statutarisch zu gewährende Leistungen obliga- torisch machen wollen. Gestern ging uns noch eine Petition der preußischen LandeSzcntrale für Säuglingsfürsorge zu. Eie fordert dasselbe, was wir, und was die Sozialdemokraten ver­langen. Und an der Spitze dieses Verbandes stehen der Kai se r und d i e K a i s e ri n , alle diensttuenden Kammerherrcn und alle bekannten Professoren der Hygiene! Wollen Eie da immer noch unsere Wünsche ablehnen? Tief bebaue« ich die Vorwürfe die Dr. David gegen die bürgerlichen Frauen gerichtet bat, dic er in Gegensatz zu den vroletarisclen gestellt hat. DaS war em Unrecht. Auch die bürgerlichen Frauen tun ihre Pflicht als Mutter. Unsere Anträge liegen im Interesse der -Lehrkraft und der Zukunft unseres Volkes. .Hier stehen höhere als Qfclbintcrc||cn auf dem Spiel. (Lebhafter Beifall links.)

Abg. Bebrcn» (Wirtsch. Vgg.) rechtfertigt sich und die Ar- bcitervertrcter des Zentrums gegen den von den sozialdemokrati­schen Rednern gegen sie erhobenen Vorwurf deS Umfall» bei den Betriebskrankenkassen. Sie wißen ja, daß in der ersten Lesung die Lücke entstand und wir vor dem Unan­nehmbar der Regierung standen. In der GcsckäftS- ordnungSdcbatte entschieden wir niiS dafür, weiter zu verhandeln. Wenn wir nun in der gegenwärtigen Situation für die Aufrecht­erhaltung der Detriebökrankcnkasieu stimmen und die? auch her­nach schon in der Kommission getan haben, so tun wir e5, um der Arbeiterschaft die großen Vorteile der VersicherungLordnung nicht vorzuenthalten. Wir halten das für unsere Pflicht. (Be­fall.)

ALg. Schmibt-Derlin '(Soz.): Würde,die Regierung da» Ge'etz an der Frage der Dctriebskronlenkasien scheitern Iahen, bann würde sie sich ganz außerordentlich blamieren. Jcdcr Vcr- sichcrungStechniker weiß, daß die Zentralisation der Kranken­kassen die einzig sichere und gute Grundlage ist.

Der Antrag der Eozialdeniokraten wird abgelebnt.

Mit § 236 beginnen die Vorschriften über die Landkran« k e n k a s s e n. Der Regierungsentwurf bestimmte, daß OrlS- und Landkrankenkaffen in der Regel für den 23 c a i r f ewcS LersicherungSamts zu errichten sind. Tie Kommission bat glatt für den Bezirk" gesetzti n n c i L a I b des Bezirkes . Die Sozialdemokraten beantragen Wiederherstellung der Enttvurfkbc- stimmung.

Abg. Molkcnbuhr (Soz.): Tic Vorlage der verbündeten Re- gierungen ist doch gewiß schleckt genug; aber Zentrum und Kon­servative haben es doch mck fertig gebracht, sic zu verschlechtern. Der Entwurf sah im Bezirk eim ? VersickerungSamtZ in der Rege, nur eine Kaffe vor. Die Mehrheit hier will noch weiter zer­splittern. Und vom Zentrum ging in der Kommission der Antrag auS, entgegen der Stellungnahme des Zentrums.

Abg. Bcckcr-ArnSberg (Zcntr.): Das im Zentrum die Anschau­ungen über die Zentralisation d.'- Krankenkassen geteilt sind, ist durchaus nichts Neues. Ich bin heute noch für größere Zen- tralisation. Aber man kann auch den Standpunkt anderer ver­stehen. Allzu große Krankenkaffen brauchen noch lange nicht z" billigerer Verwaltung und zu größeren Leistungen zu führen. Zn Rheinland-Westfalen aibi e5 Bezirke wo die Ueberspannung deS Zentralisationsgedankens direkt schädlich wäre. Unsere Fassung 1 gibt nur die Freiheit, besonderen Bcdürstiiffcn Rechnung zu tragen.

Tie Anträge der Soz aldcmokraten werden hier wie bei den folgenden Paragraphen über die LandeZkrankenlaffen abge­lehnt.

Abg. Fegter (Vv.) warn' di? Rechte davor, die Landarbeiter schlechter zu behandeln als die anderen, um nicht der Landflucht Vorschub zu leisten. Ich bin nicht so schadenfroh, zu wünschen, daß die Herren drüben die Schädigungen durch diese Paragraphen am eigenen Leibe empfinden; mich leitet daS Interesse der Land­wirtschaft.

Da ter Redner sich mit mehreren Paragraphen bitte» W- schnitte? beschäftigt, schlägt Präsident Graf Schwcrjn-2öwitz vor, die restlichen Paragraphen über die Landkassen, bis einschließlich § 2IS, zusammcnzuiastcn. TieS " ' eht widerspruchslos.

Deiterberaiunq: ithrodj 1 Uhr.

* Schluß nach Uhr.

gegen ihn scheinen aber zu beweisen, daß er an Klarheit inandNi- vermissen läßt. Sir ziehen i h n daher vorläufig zu- r ii ck und behalten unS vor, ihn bei der dritten Lesung wieder ein-

Für den Posischcckvcrke h r im Reichspostgebiet hat der Monat April das ersreuliche Ergebnis gezeitigt, daß auf den Postscheckkonten zum ersten Male an Gut- und Lastschriften je ü der 1 M i ( f a r b e 9.U a r k gebucht worden sind, nämlich 1023 Millionen Mk. Gutschruten und 1006 Mlllionen '2'1 f. Laitjchristen. 'Auch die Zahl der Kontoinhaber hat im Monat April allein um über 1000 zugcnommen, jo daß sie jetzt ans über oo 000 gestregen ist. DaS (Gesamt guthaben der Kontoinhaber betrug Ende ^tvril 105^ Millionen lHarf, ihr durchschnittliches Gesamtgulhaben während desselben MonatZ 122Aiillwnen Mk. Im Verkehr der

vüchettisch.

Just zu seinem 60. Geburtstage, am 7. Mai, ließ Adolf Öarnack seine formvollendete Rede über.Martin Luther in seiner Bedeutung für die Geschichte der Wissenschaft und der Bildung' m 4 durchgesehener Auflage wieder neu auSgehen. (Gießen, Alfred

Tr.ifibrrt Graf Schwerin-Löwitz eröffnet di: Sitzung

1 Uhr 13 Mm. und verlieft ein Dankschreiben deS Kromprin

Sport.

v. Süddeutscher R u d e r v e r b a n d. Sonntag, 14. Mai, hält der Siidd. Rnderverband fein Anruder n in iiranf- furt a. M. ab. Hieran iverden sich die VerbandSveremc vom Main, Rhein und der Lahn beteiligen. Am Nachmittag wird ein Dampferansflug mit Musik nach Schwanhemr unternommen ; dort- selbst ist großes Famitieiifest.___________

sind aber die meinen flauen noch lange nicht.

Abg. todi (Scz.): Ja, gerade darum verlangen wir ja obligatorische Vorschriften.

Der Antrag wird abgclchn 1.

Bei § 235. der grundsätzlich neben den Ortskrankenkassen Land«, Betriebs- und n n u ii g S I r a nfcnlaffcn Vorsicht, beantragen die Sozialdemokraten die unein- geschränkte Zentralisation in Ortskranken, lassen.

?lbg. Eevcrinq (Soz.) bezieht sich für b:c Forderung der Be­seitigung der Belriebskraiikenkaffen auch auf dic christlichen Ge­werkschaften, die er gegen daS Zentrum ausspielt. Gegen die Weiterbildung des Gedankens der Zentralisation sind vor allem politische Gründe maßgebend. Der Staatssekretär bat m der Kommission/ zugegeben, mehr werde auS pol.tischen Okünbcn gegenwärtig nicht zu erreichen sein. Herr v. Kröcher bat am Sonnabend in Köln der Rcgiermia den Vorwurf gemacht,

70 MiÄionen Starr DaS^lmt die Regierung selbst ausgerechnet. Und davon wollen d,c Arbeiter l'ezahlen, die Arbeitgeber sollen nur ;; beitragen. 5kin Arbeiter sträubt sich, diese Lail für Weib und Kind auf sich zu nehmen. Die Arbeitgeber aber lungern sich. Tie Schamrote sollte ihnen inS Gesicht steigen. lBeisall der Soz., Unruhe bei den bürgerlichen Parteien.) Tie letzten Rechte nill man den Arbeitern abschachern, man will sic mit Gewalt Inebeln. C?ibg. Bebel (Soz.) ruft: Pfui!) Herr HauSmami will das Gesetz unter allen Umständen machen. Er folgt da der Direktive der »Deutschen Tageszeitung", die die Vorlage nur ja nicht dem neuen Reichstag überlassen will. Seien Sic bloß nicht zu sicher! Roch öcrbanbelt ja die Regierung mit den Konser- latiücn und dem Zentrum! Noch ist man nickt einig! Wer weiß, was dabei herauskommt! Sicher ist nur, daß eS nichts taugen wird. (Beifall bei den Soz.)

Abg. Stolle (Soz.) weift nochmals darauf hin, daß die Säug­lingssterblichkeit auf dem Lande größer ist als in der Stadt.

Abg. Äulcröh (Pole) erklärt sich im wesentlichen für dic sozialdemokratischen Anträge.

Abg. Dr. David (Soz.) erwidert auf Dr. Mugdan. Ick habe den biiracrlichen Frauen nicht vorqeworfcn, daß sie ihre Kinder nicht stillen wollen. Ich habe den Ausdruckbürgerliche Frauen" gor nicht gebraucht. Ick habe nur festgestellt, daß c5 Damen gibt, die ou8 Eitelkeit nicht stillen.

Abg. Dr. Mugdan (8p.): Wenn ein sozialdemokratischer Abgeordneter vonDamen" spricht, meint er die bürgerlichen Frauen.

Abg. Dr. David (Soz.) widerspricht.

"In namentlicher Abstimmung wird der sozial- demolialische Antrag zu ts 210 mit 240 gegen 63 Stimmen bei zwei Enthaltungen abgelehnt. § 210 bleibt unticraubcrt, ebenso die §§ 210a und 211.

Die fortschrittliche Dolkspar tei beantragt, dem § 212 folgende Fassung zu geben: Die Kasse hat allen weiblichen VersicherungSpflichtigen unter der Voraussetzung des § -10 Abi. 1 Hebammendicnste und ärztliche Geburtshilfe, die bei der Aiederkunft erforderlich werden, zuzubilligen.

Der Antrag wird in namentlicher Abstimmung mit 183 gegen 122 Stimmen abgelehnt. Dafür stimmten mit den Antragstellern die Sozialdemokraten, die Polen und ein Teil der Rationalliberalen. Die §§ 212a und 213 bleiben unverändert.

§ 214 setzt als Sterbegeld das Zwanzigfache des Grund- lohns fest.

Aba. RoSke (Soz.) begründet einen Antrag, wonach da? Sterbegeld m i n d e ft e n s 60 Mk. betrogen soll. 21an empfindet c5 als unwürdig, wemr ein Begräbnis in dürftigster Form statt-

Reieb/poslfcheckäinler mit Dem Postjpartasienainl in IJien, Der Postsparkasse m Budapest, den jchiveizeriscken Postichecklineans und der bclgi'd)cu Postverivaltiiiig luurDen inehr als 4*/i iüidltoncii JJu. itmqeicnt und zwar au' 2uo0 Hebertragungen in Der Richtung nad) itnD auf 8200 Hebertragungen in Der Richtung aus dein

Abg. HanSmann (92atl.):

Ich muß die Angrifte zurückweiseu, die in der lozialvemo- kratischen Preise gegen unS erhoben werden. Man wirst um- iinscrc Abstimmungen vor. und vor allem, daß wir uns nraii auf lange Debatten e i n I a f)' e n. (Lebhaste Znit'm. mung der Soz.) DaS können Sie un5 nickt verdenken, denn die Sozialdemokraten haben fast alle ihre Anträge, Die bereit- in Der Kommission abgclcbnt wurden, hier wieder crng_cbrart.it. ~btr babc» in der Kommission die Fragen arffi eingehendste bciprodicn, die Begründer der Anträge wiederbolen hier nur ihre Reden aus der Kommission. Da haben wir gar leine Veranlagung, mitzumachen. (Lebhafte Zustimnning bei den bürgerlichen Par- feien ) In der vergangenen Wort'e ist. von einigen agitatorischen Entgleisungen abgesehen, durchaus sachlich gearbeitet worden. Fetzt scheint c S aiiderS geworden zu sein, (^he- Rufe bei den Soz.) Herrn Hue hat e5 beliebt, hier sehr ein­gehend über Dic Bergarbcitersrage zu fpred'cn. '(Unruhe bei den So^.) Dr. David bat ebenfalls eine viel zu lange Rede gehalten I (Lärm bei den Soz.) ES war ein ausgezeichnet.'r Vortrag, von hohen Gesichtspunkten getragen. 'Zurus bet den Soz.: Ra also!) Aber der Vertrag gehörte nicht hierher. (Wider- soruch bei den Soz ) Er gehörte in eine medizinische Gcwllscka^ (Lacken bei Den Soz. Befall rechts und im Zentrum ) Wa^ sollen wir denii auf eine solche Rede antworten? (Große? Ge- lachter bei den Soz.) Dr. David sprach lange über die innere flonslitution der Frau. Darüber können wir hoch hier nicht debattieren. (2ad)cn bei Den Soz.) Wenn jemand nch benagen Tann, so sind wir eS, n^il unsere Kommiss,onsbesrtilussc von den SezialDemolratcn so mißachtet werden. (Lacken bei den Soz.) Wir stehen auf realem Boden und halten uv.5 an Die KommnuonS- bcfdjhinc. Wir wünschen lebhaft eine Förderung DeS SKiittcr» und SänglingSschutzeS. Aber alle Wünsche sLertem an Der floiicu- fraac Die Ersüllung der sozialDcmokrati'cken Anträge wurde eine Milliarde kosten. (Hörtl Hört!) Wir wollen etwa? zustande bringen. Wenn cS nach mir ginge, konnten w,r bis Weihnachten hier sitzen. (Hortl Hörtl) DaS große Werk muß zustande kommen! Wir werden alles tun. um alle Hindernisse zu beseitigen. Wir können aber nur ctwaS erreichen, wenn mö7lichsi wenig an Den KommisiionSbcichlun.'n geändert wird. Darum lehnen wir alle Anträge ab. (Lebhafter Beifall rechts, im Zentrum und bei den Nationalliberalen.)

sind das $Deal. "5Särcn Die* 'PliTlef vorhanden, wir . "bu. letzten, die nicht dazu Ja und Amen sagten. Ader nod Dem orhin die von uns beantragten Mußvorfchrinen abgelehnt find, können

Karlosiclmarkt-Bcricht vorn 6. Mar 1911. Harn- bürg: Magnuin donurn 3.3U-0.00, weiße runde 2.20-0.00, ®elbfleiid)me rote Mk. 2.00, weiße 3.-.0-4.30. 2111 o n a: Rote^aber 0 W rote Torten Btk. O.OO-U.OU, Magnuni bonunr Btk. 3.20, we.ge runbe l'if. O.Ou0.00, Geldfleiiehige blaue Mk. 0.000.00, rote 0.00 ht^ 0 00~ ineii-c 4.10 bis 0.00. Dortmund: Rote Lader0.00- 0.00, andere rote Sorten Mk. 0.00- 0.00, Magnum bonuni ^t.3.80-0^0 weise rnndc 2.9uo.tO, Geldsteijchlge blaue 0.000.00 rote Ml. 400-0 00. Krc seid: Role 2aber Mk. 0.00-0.00, andere rote Sorten 0.00 0.00, Magnnm bonum Blk. 4.504.70, iveitzc nmbe oooO.OO, Geldfleischigc rote Blk. 4ch04.70, weige 'Mk. 4.aC hl3*4 70 TI agD c bürg: Role Laber Mk. 2.250.00 anbere rote -orten TIL 2.00-2.15, Tlagnum bonum Btk. 2.70 bt5 2.9p, roeiKe runbe Mk. 2.002.25, Gclbfleijchige blaue 0.000.00, weiße o 80_ 2 95. 9)1 iinchen: Rote Laber Bit. 0.00, andere rote «Lorten 2Jlf 3.500.00, Magnuni bonum Mk. 4.000.00, Gelb fleischige weiße Mk. 4.500.00, (Alles zn 50 Kilo.)

Arbeiterbewegung.

Kopenhagen, Mai. Rachdcni Der Verband der Klempner den Vorschlag der Vermittler mit 4.2 gegen 314 Stimmen abgelebnt bat. teilte der Verband Der Arbeitgeber den Vcreiniaten Fattwerbanden mit, daß ab 16. Mai die trüber an- gvlünbigtc c r w eiterte A uS s pe r r.u rt g , die vorläufig vcr ichobeu worden war, in Straft tritt, falls nicht bis Danin die Veiiuittlungsvorschläge angenommen werden cm <yalle öcr er­weiterten Aussperrung bcirag: d .abi D<- -i..--;'i^iMii'.ii

mehrbeit. Die Ai die Kassen nickt üb

finden muß.

Abg. Dr. Doormann (Bp.) lehnt den sozialdcmokratitchcn Antrag ab.

Der Antrag wird a b g c l e h n t.

Zu § 215 beantragt die Sozialdemokratie in jedem Falle die Zahlung des Sterbegeldes, wenn ein flaffjnmitglicb binnen einem ^ahr nach Ablauf Der Krankenhilfe stirbt und bi-Z zum Tode arbeitsunfähig gewesen ist. Rach der Vorlage loitb DaS Sterbe- gelb nur in Dem Falle gezahlt, wenn der Tod durch dieselbe Krancheit verursacht ist.

Abg. Büchner (Soz.) begründet den Antrag und wendet sich erregt gegen die Abwürgung aller Abänderungsanträge durch die Mehrheit. (Lachen rechts und im Zentrum.)

Abg. Dr. Doormann (Bp.): Der Inhalt des Antrages ist uns shmpathisch. ?fber er ist unglücklich gefaßt unb, es sprechen auch zu gewichtige Bedenken gegen ihn. Die hoch sollen Denn rann Die Beiträge sein? Der Antrag kann unmöglich durchgeführt

Abg. Molkcnbuhr '(So;.): Unmöglich ist nichts. Viele Kassen erfüllen schon heute dic Forderungen unseres Antrages.

Der Antrag wird abgelehnt.

§ 218 ermöglicht sahungSgemäß F'a m i li e nh i l fe: Kraiikenpflege, Wochenhilfe und Sterbegeld. Tie Sozialdemo, fraicn beantragen auch hcr den Ersatz der fakultativen Bestim- mimgen durch obligatorische und eine Erhöhung te5 Sterbe­geldes über die Sätze der Vorlage.

Abg. flunerf (So;.) spricht zu dem Anträge. Statt jamilicn- Hilfe Mutterschaftsversicherung. All die humani­täre Hilie, die 2l?argucritcntage, sind albern. Wenn bic Koni- miffionsbeschlüsse im Plenum bestätigt werden soUt-n, so wäre d.iS eine sozialpolitische Nichtswürdigkeit, für b:e Die Mehrheit tc5 Reichstages und die Regierung die Verantwor- tung tragen würden.

Vizepräsident Sckulb: DaS ist durchaus ungehörig. Sie dürfen auch nickt hnpothe'tisch eine solche Acußerung tun.

Abg. fluiicrt (Soz.): Kein, Herr Präsident, ich rede über -twaS. was schon geschehen ist, die Kommission hat daS schon de- schlossen und die Regierung hat das verlangt. Ich spreche asto nirfü über etwa?, was erst geschehen füll; eS ist eine sozial, politische ?kicktS würdig leit. (Unruhe.)

Vizepräsident Sckulv: Ich rufe Sie zur Ordnung und verbitte wir, daß Sie Dinge wiederholen, die ich Ihnen schon einmal verboten habe. «

Abg. flunert (Soz.): Herr Prmident, ick wurde einen nar- feien Ausdruck gebrauchen, wenn er mir im Augenblick zur Ver­fügung stehen würde. ,

Vizepräsident Schultz: Es ist ganz ungehörig, wie Sie pch der Rüge des Präsidenten gegenüber verhalten.

Abg Kunert (Soz.): Der nicht für unseren Antrag stimmt, beweist feinen Haß gegen die Arbeiterklasse.

Abg. Hormann (Vp : Ter Antrag ichießt tont über da- Ziel hinauf. Mußvorschiiften sind auf allen Gebieten populäiei,

Abg. Frssr. p. Gamp (Rv.)'.

Ich kann Herrn Dr. Magdan in toesontlichcn Punkten An­stimmen. Es muß auf Dem Gebiete der Säuglingsfürsorge inten- ü" gearbeitet werden. Diese Bewegung ist aber auch schon Ge- nieiugut der Ration geworden. In allen Orten arbeitet man in dieser Richtung. Die ganze Bevölkerung ist eifrig dabei tätig, darüber gibt eS keine Meinungsverschiedenheit. ES bandelt stck nur um die Frage: Soll c? ein Akt der flranfenfurforge fein ober ein Akt der bürgerlichen Gesellschaft? Ich halte c5 für eine Vilickt Der bürgerlichen Gesellschaft, diese Frage zu lösen und auch die notwendigen Opfer zu bringen, nickt bloß an Geld und Gut, sondern auch an SicbcStätigfcit und praktischer Arbeit von scitcn unserer Frauen. DaS ist Der gegebene Weg, beim cS handelt sich hier gar nicht um Krankenfürsorge. Wir lehnen die Anträge ab.

Al'g. Hoch (§oz ):

Die hüi.vGesellschaft t * eben ihre PAicht nickt. Rickt eine Milliarde würden unsere Anträge kosten, jondern nur

Ein sonniger, wonniger Znkunttstraum

NESTLE

Altbewährte Nahrund f fÜrKinder und Kra nke