raus ausmerksam, so hat das in den meisten Fällen beit Erfolg, bau dem Wagenführer mit otrobbritcn und An- züglick)keiten erwidert wird. Es wird deshalb von der Betriebsverwaltung darauf aufmerksam gemacht, das; die Wagenführer strengstens angewiesen sind, beschädigte Geldstücke zuruckzuweiscn und neunmalige Zahlung zu veil außen und Zuwiderhandelnde sosort zur Anzeige zu bringen. Gegen ftaljgäjte, die falsche Geldstücke cmgcivorfen hohen, wird aerichtuck Dorgegaitgen. ferner wiro nochmals darauf yingcroicfcn, baß den Anweisungen der Wagenführer sofort ft o l g e zu leisten in. da sämtliche Angestellte der Straßenbahn die Funktion von Polizei« beamten versehen Bcickwerdctt iw er den Betrieb oder die Angestellten sind bei der Tireittoii des E.ektrizitn>. «verles und der Straßenbahn vorzubringen.
Landkreis Gießen.
-r Lich, 7 Tcz Za dem Waiddistrikt Mailbach -wischen Hattenrod und Lich wird gegenwärtig ein vrilhistorische- C r a b unter Leitung des Pjarrero s m i d Cucdborn frag.‘leg . Anscheinend handelt es sich um ein Hünengrab Tas ('hab iti ein > 2 Meter lang und einen Meier breit. Rundum sieben W . -i Waiaitpiakcn. Tie schivere Steinplatte, btc das Grab tut dir, muhte zertrümmert werden.
siarliiiviirg und Nhcinl)tffcn.
= Tarmstadt, 7. Tez. Dem vierten Tätigkeit s b e r i ch l der Materialprüfungs-Austalt an der technischen Hochschule entnehmen wir folgende Bemerkung: Tic M ateri a l prü f u n g» -An st a 1 t befaßt sich mit der mcchanisch-teQ)tiiichcn Prüfung von Metallen, Hölzern, seilen, sielten, Riemen, Zement, Beton, natürlichen und lunitlichen steinen, Lei, Petroleum und ähnlichen Ma lenalicn. Tie Untersuchungen erfolgen gegen Entgelt auf Antrag von Behörden und Privaten. Tie PrufungSergeb- nifse iverden von der Anstalt geheim gehalten und nur im Einverständnis mit den Antragstellern veröffentlicht. Tas Personal der Anstalt ist auf Wahrung des Tieimgeheim nisses verpflichtet. Tie Anstalt erledigte in der Zeit vom 1. Cltober 1910 bis zum 30. September 1911 1/1 Anträge gegenüber 160 Anträgen im Vorjahre Tic Anträge verteilen sich folgendermaßen auf die Materialien: aus Metalle 76 Anträge, aus Zement 10, auf Beton 24, auf natürliche steine 8, auf tünstliche steine 15, auf Mülle 6, auf Leie 3, auf Verschiedenes 29 Anträge
Die S(t)unölitteraiur.
Gießen, 8. Dezember
Ueber ein wichtiges Gebiet in unserem volkswirtschasilu^cn 9ebcn sprach gestern abeub im allflcnieincn deutschen ftraucn- verein Pfarrer schlosser aus Rodheim: Man hat schon jahrelang ganz gerne mit Worten gegen die Schundliteratur gekämpft, mit ernster Arbeit erst in allmicuciler Zeit. Aber auch jevt noch kann man gegen dieses gemeine liebel nur in langsamer, geduldiger Arbeit ankommen. Es ist noch nicht lange bei, ah- man gan; harmlos von sdjunbromandxn in unseren ftanuLcnbliutcni Ivrach. 9?ad> mehr oder weniger langer Mhandlung „befamm lie sich". Ter Redner kommt nun aus die ersten £>interireppcn rumane. Wie fd)on der Warne sagt, waren sie ui -Unterhäusern und Tachstuben zu Hause. Ihre Ausstattung war schlecht, ibn Bilder roh und gemein, ihr Tcjt widerlich, so hat das traurig. Ende des Kronprinzen Rudolf von Oesterreich allein 80 Der schiebene bicicr zweifelhaften Erzeugnisse hervorgebradn, die unter 180 000 Abonnenten verbreitet wurden! Ein anderer sdnino roman brachte eS auf 200 Heue mit 200000 Abonnenten. Wie werben derartige Ziffern erreicht? Molportcure gingen herum und schenkten ats gute Freunde den Bewohnern der oberen stod- werkc die erste Lieferung. Rach acht Zagen schenkt er die zweite und so fort, bis nach dem 4. oder 5. vest die Spannung des Beschenkten so weit gestiegen in, daß er zum Avoiment wirb. TabeHft gewöhntid) der Roman noch gar nicht fertig, wenn mit bem Truck angefangen wird, so lange die 9lbonnentcn Ei'er »eigen, kommen auf Anraten der Jtolponcure Fortsetzungen Ter Vortragende lieft einen Brief eines Verlegers an einen Tichter vor, in dem er tadelt, daß nach vier Fortsetzungen nod) kein Mord vorgekommen fei; das „Wert' sande gar leinen Absatz, je nervenerregender solch ein schund war, desto lieber wurde er gelauft. Einige bezeichnende Titel werden genannt, sooann tommt der Reoner auf die Nie Earter-ideite sie sind in sich abgeschlossene Bände. Zrgendwo aber wird dunkel die Fort setzung angedeutet und am stfetuife jeden Bandes, wie sie ,'ich stolz nennen, der Inhalt des nächsten angegeben. Was frühn der Molportcnr machte, macht jetzt ein recht aufmllenber, minder wertiger Einband. Zn jedem dieser Blüten wird gcsc1jc"'cii, gemorbet, gerädert, verbrannt ober ähnliches.
Tie Meisterdetektivs oder Diebe, die hier auftreten, bilden aber eine de andere Miafie von Menschen, die gar nicht biftefecn lönncn. Mit ihrer Allwissenheit und Allmacht durch'chauen sie alle Plane ihrer Wegner; sie bleiben überall sieg Boxkampf, im schießen ustv. Mit ihrem Dietriche ö sncn 'sie alle -tuten. sie werben gefesselt in Flüsse ver-enki, fönnen fick) aber immer wieder retten und noch vieles andsre 2er L>cld muß ja auch weiter leben, um mit weiteren velbentaten in neuen heften die Laiche des Verlegers zu füllen. Um die Gemeinlicit uno siiivertommenheit zu zc.gen, lieit der Redner umge Absätze Dor. Richt weniger als 5*2 deutsche und österreichische Verlag, aniialicn geben «olchen schmutz heraus Gefunden wur> e auf den entlegensten Dörfern. Aber nicht nur in den unteren Mtciien, sondern auch bei denen, die gebildet sein wollen, finoen wir den schund. Es werben Stichproben aus einer hiesigen Auslage gegeben. Zn 'chöncm Einband findet man da- .teilt bißchen Lteoe. Ehrlos? AUerlci Evastochter." Wo bec Lite, harmlos erfchemt. sprechen die Bilber.
Unsere ZeuunLen bringen unter dem strich schöne ArütU gegen die Schundliteratur, abir über dem strich leien wir E rrchtsverhandlungeii, Mord und andere Tinge. Der Redner kam: aber nicht umhin. Die Presse in schütz u nehmen, oa die Ücier bet artige Tinge verlangen. .'Iber Die ftamilimblatter mui-en bei «er werben, sherlock volm e Artikel gekoren auf feinen hinein. Lobend wird die Unic.-paltungeb ilage so^ialoemolrat.iu.c. blätter erwähnt, deren Znhalt literariid) Zweck uno Ziel hat Auch die Mlnematogravheniheater neben nodi mat übira'l auf der vöhe. xurd) Die Zensur ist ja vieles beiitr g ig.- aber den äauptteil nehmen nod? oft Mord und <Jtia'icg ir Die Beiucher glauben natürlich, daß dies alles wahr in M i es ist ja photographiert. Welcve Verbreitung die scijuiulitfi • hat, zeigt, batz jährlich m Deutschland für 50 Millio."en °.?c,5rc äü)n- und Zwanzig.P'cnnig-vefte gekauft werden 80 Buchhändler venrewen sie. Aber nicht nur Buckhano! ' Zn . ijnicure, Warenhäu-er, Äolporteure und anbei'- n c b'irg*n Den syunb unter die tcu: Ranch, heben icgar .
eingerichtet, .jn sthuien haben sich Ric Eaner-G . . •? jn g - bubet, on Worms hatten hohem sujutcr die .,oc|t. an ^oltL fauler 5um halben Preis neiitrgegeben. Welch?n schoben dick x.inge anrtchten, zeigte der Redner an einer Fülle von Ver-
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Die ^Gießener ZamlllendläNer" werden bem ^ttnteiqer* viermal wöchentlich beiqelegt, das „Krrisblatl für Del Krell Gießen" zweimal wöchentlich. Die „tandwirtschastltcheo Lett- kragen" erschemen monatlich zweimal.
Arbeiterbewegung.
TerAusstandder Taxameter- u-idAutomobil- d r o s ch k e n f ü h r e r in Sl ö n i g s b e r g iit am Donnerstag mittag beendet worden.
Eine strafjcnlunbgcbung von etwa 3000 au6* ständischen Konfektion-fchneidermeistern erregte am geiirigin Tonnci^ag nachmittag in der fluten Zakobstraße zu Berlin lebhaftes Aufiehen. Ein Komitee von 32 ÜonicLiono- laincibermciiicrn hatte Diejenigen MoUcgen, d.e gegen die Fon- icvuug des Ausstandes sind, zu einer Versammlung eingclubcn. Lvwohl ocr Zutritt nur gegen Vorzeigung einer Eiiuabungslarie gestattet luar, hatten |iaj La* u/cgiier i.i ,o großer Zaht cingciunmn, t ab lie die erdrücke>roe Mehrheit bildeten, sobald der Eiu- lerufer zu iprcajcit begann, verüolcn die Gegner einen rasenden Darm. Die '.Lvriainnuuiig luniuc nicht aogeha.ten lucroeii. Als der Wirt die Abhaltung einer neut.i Vcr^amiinung b.r Ausstand.sdjcii verweigerte, zogen öine in geichloj.encm Zuge nad) ‘einem anderen Lokal, wo eine Entschließung in ihrem sinne bcjchloiien wurde.
Aus S.aSt und Land.
G testen, 8. Dezember 1911.
•• Ordensverleihung. Tem Lokomotivheizer I. Reinig wurde beim Uebcrlrill in Den Ruhestand von dem König von Preußen baS Allgemeine Ehrenzeichen verliehen.
" Hessischer Verein für Luft schiff a hrt. Dieser
Das englische Köiiigspaar in Jnöien.
Delhi, 7. Tez. Ter ttuiiig unb die stönigin von England sirid hier eingetroffen und feierlich eingezogen. Am Bahnhof waren der Vizetönig, die GouocrniAtre der Provinzen und zahlreiche angesehene Per,onlichtcilen erschienen. Ta» königspaar begab sich zu Fuß zum Fort, wo sic die regierenden Fürsten empfingen. Daraus zog der Zug durch btc stabt zum kaiserlichen Lager, der Aö» n ig in Feldmarf chaNunisorm zu Pferde, mit glanzendem Gefolge, die Königin im sechs- 1 p ä n n i g c n Wagen. Tie prächtig geschmückten strafen waren von einer begeisterten Menge besetzt. Weiße und tiiigcborcnc Truppen bildeten Spalier uno gaben Feeuben- chusfe ab.
^edersort^ Material °°^* Ausführr.'
Ttutidje Eisclibahnpolitik.
Die „Rorddeulsche 'Allgeinemc Zcnnng^ schreibt: Unter dem Tnel,Deutsche Eisenbahngemeinschaff hat der frühere Direktor im Mintfterinm der Oeffentlichen Arbeiten, Lirchhoff, eine kleine Schrift veröffentlicht, auf die ein von der Verlagsbuchhandlung herauegegebener, m einzelnen Zeitungen abgedruckle Prospekt die allgemeine Aufmerksamkeit lenkt. Tic erste Hälfte bringt nach einigen Bemerkungen über die preußische Verstaatlichungs- Politik eine etwas ausführlichere Vorgeschichte des oreußisch-h eff >schen Gem einschaf tSVertrages. Es folgt die Taiflellung weilcicr GemeinfchaflSbcsirebungcn, die noch manchem Wechsel in den Anschauungen zur Schaffung des Staatsbahnivagenverbandes führten. Dieser genügt ttirchhoff nicht, er will mehr; er will die volle deutsche E l s e n b a h n g e m e i n s ch a f t.
Glaubt er wirklich, so schreibt die „dtorddeutsche Allgemeine Zeitung^ hierzu, daß die deutschen Btittelstaaten um ein solches Linsengericht, wie ihnen hier vorgesetzt wird, auf ihre Eisenbahnhoheit, und daß die deutschen Landtage auf die Beratung der Eisenbahnsinanz- und Verkehrsangelegen- beiten verzichten werden?
ag, den lOxTt;te SSeiuun - stroue-a a. ilbiabrt nad) » - jw Uhr nadjm. S- Stunben.
flF Notiz! 'M
16. Tcvtnber ’ abends 8 Utit ( klll-W'M- idibcficn im tan, 3. R^Mr ; W-Uckil
Prof. Brcdt infolge anderweitiger Znanspruchnahme seine ^iilgliedschaft un Vorstande nieberlegcn müsse, nachdem er seit Begründimg des Vereins ihm angehvrt und sich mehr- fach um den Verem große Verdienste erivorben hat. Mit Dem Ausdruck des Bedauerns über fein Ausscheiden wurde Prof. Bredt der wärmste Dank des Vereins ausgesprochen. Hierauf wurden erstattet die ZahreSberichte über Die Vereins- sttzungen und die Ballonfahrten. Privaldozent Dr. Helliuger berichtete über die vom Znfpeltor Hohler und ihm vorgenommene Hafjciireoifion. Tem Sa;agmeiner Bang wurde Entlastung mit lebhafter Anerkennung für feine Tätigkeit erteilt Hierauf wurde auf Vorschlag von Tr. EallieS durch Zuruf Der Vorstand neu-, bezw. iviedcrgeivählt, der nunmehr betehl auS Prof. Richarz, Vorsitzender; Oberst SUauie, stellv. Vor- Ubenbet; Fabrikant B. Schäfer, Schriftführer; Bankier Bang, schatzlneister; Prof. Gärber, Vorsitzender des FahrtenauSschuffeS; Dr. Wegener, Stellvertreter desselben; Haiiptmann o. Harmer, Aechtsauwalt Tr. Slülj, zusammen nut Prof Bredt und stiechts- amvall Mo em helfe (Gießen) Mitglied des NechtSauSichuffeS; Stadtverordneter Herrng, Geheimrat Prof, ftriimmel zusammen mit Tr. Wegener und Tr. Stuchtey Uiitghefeer des Prusungs- ausschuffeS für Ballonführer, Prof. Sievers, Gießen, Aechis- anwalt und 3lolar ÜLoemheld, Giegen, Bankdirektor Grietz- bauer, Gießen, Lehrarntsaffeffor Tr. Peppier, Gietzen.
M Stadttheater. ÄtochmaiS fei auf den einmaligen Vortragsabend von Prof. Vtarzell Salzer am kommenden Montag abend 8 Uhr hingewiesen. — Zn der Schüler-Vor- iteUung von Goethe'S ,3p feige nie' am Samstag, S. Dez., nachmittags 31/, Uhr, wird feie Titelrolle von ftrl. Hoer- mann. Der Orestes von Herrn Haifer gegeben werden.
Tas malerische Gießen. Tas diesjährige W.'ih- nadtsfcst wird vielen Gte^ncrn und ausiväriigeu Freund.n Gictzens EriuUuiig eines langgcl-cgten Wunicoes bringen. Es ist schon lange als Mangel empruiwen worden, daß von Gießens srhens- rvürDigieitcn leine bildlichen T-ariteluingen in eiiiheulicher Form und m einem der modernen, tjocheiruv.aetten bicv; .^ui.ion.jtr fahren existieren, wie sie viele aiuxre siftue bereits beiueiL Zwar gibt es eine Anzahl Amichislarten uno mehrere Lsthograpyien aus älterer Zeit, Die indenen eine derartige Mappe nicht erirycn koimen. Es ist d.sha.b mit Freuden zu begrüßen, daß der Kasseler Maler Karl A r m b r u st die,cm Bedürfnis abgefeolfen und cm Kunstwerk geschaffen hat, das auch Den verrröbnti’ien Änsprüch.n genügen durfte. Tie von ihm geschasienen 10 Blätter in Viel» färbend ruck fuhren uns eine öieihe ma.cri,cher stellen u.i tret stabt, ihrer Umgebung uno Burgen im Bude vor; nicht mit bx.r iroftigm Drockenh.it des vhotographischen Lbjektes, sondern geschaut durch das Sluge des Künstlers und festgebannt in einer Stimmung, in der sie all ihre Schönheiten offeruaren. ES ist sicherlich ein Ver. dienst des Huniilctt-, menaj veroorgene oder urteriannte Schönheit unserer Heimat in das rechte Licht gesetzt zu haben. Die Moppe wird morgen zur Ausgabe gelangen und darf sich gewiß dankbarer Aufnahme erfreuen, umiomepr, als sie liefe in hervorragender Weise al-:- Weihnacrisgeschent für dieses Zaor eignet. — Hunü> freunde seien Darauf auimerifam gemacht, daß Die Original» Ölgemälde, nicht nur Der jetzt in PiepcoDuuion veröffenthcfeien 10 Bilder, sondern auch einige anderen noch nicht gedruckten, hier in Gießen zu sehen sind. Der Maler Armbrust hat sie Der Z. Ricke rjchen Univ. »Buchhandlung zur Ausstellung über- lassen, die zu unentgeltlicher Besichtigung einläb.
** Don der Straßenbahn. Es ist in letzter Zeit häufig oorgekommen, daß in die Zahl kästen der Straßenbahnwagen schleckte, nicht mehr kurs- fähige und falsche Geldstücke eingeworfen wurden. Machen die Wagenführer die betreffenden Zahrgaste da-
Zur gesetzlichen Regelung des Thealetwe'ens
I schreibt man uns:
Tie Beratungen über die gesetzliche Regelung des Thea- I terwesens, die am 15. Tczember im Reichstage zwischen Vertretern der Regierung und -rhealerjachmannern ge- I pflogen werden sott, Dürfen höchstens zwei Tage in An- » fpruch nehmen. Tie Regierung wird bei Oiefcn Leratungeii den sachverständigen die Gruiiozuge des Entivuries beiännt geben und Gutachten über die Materie durch die Saajver- ftänbigen einholen. In Buhnentreifeii scheinen auf den ? Entlvurf sehr große Hoffnungen gesetzt zu werden, es muß deshalb schon jetzt getagt werden, daß der Entwurf allein - das Theaterwesen gesetzlich regeln will, dagegen in interne Bühnenfragen nicht eingreifen wird. In I der Hauptsache wird beabsichtig., die E n g a g e m e n t s a n - | sprüche der schauspieler gi.,etzlich sicher zu stellen und in sozialer Beziehung Reformen aus dem Tljcatergcbieie ft einzufuhren. Dagegen wird der Entwurf Gehalts - und Ko st um frag en nicht berühren, da diese ftragen * nicht durch Reichsgesetz geregelt iverden tonnen und eine ; solche Regelung gewisserntaßen als ein Eingriff tn die Ge- werbesreii-eit gedeutet werden könnte. Ter Entwurf wird | später veröffentlicht werden.
Tage sand in Marburg feie IafereS-Haliptversauimluug Dlacfe Begrüßung deS Lchriftfüfercrs der Ortsgruppe Overlchrcr Tr. Baffe, teilte der Vorsitzende mit, öau
politische Tagesschau.
Arve Aibeit für den neuen Reichstag.
Der dem neuen Reickstage vorrulegcndc gesetzgeberische Stoff ist im allgemeinen in den Ressorts sonn.it vorbereitet, daß die neuen Vorlagen, die dem Reichstage in seiner nächsten Session zugehen sollen, zu Beginn des neuen Jahres dem Bundesräte werden vorgelegt toerbat können. Zn Vorbereitung finden sich neben dem neuen Voranschlag folgende Vorlagen:
Eine Novelle zur Reform der bemühen Fahrkartensteuer; ein Entwurf betreffend die U n f a 11 f ü r s o r g e bei Arbeiten. die freiwillig zur Rruung von Pcr,oncn unb zur Bergung von Gegenstäicheii in Notfällen vargenonimat w.rd.n: ein Eniwuri eine» S eeu n f a 11 g c f e tze s, d.i das Gcietz beireiiend die Untersuchung von L«Unfällen aus dem Zähre 1877 abänbetn soll, um eine Beschleunigung der sceamtlichen luuerfud ungcit in Anlehnung an das gcritfcllidK Strafoerfaltrcn hcrbei-uführen; ein Entwurf über feie fb a f t p i l i d) t b e r straf c n b a fe n e n für Sachschäden^ tem aud) die Nebenbahnen unterworfen fein sollen: ein Entwurf betreffend die Revision des Lpionagege setze», der gewisse UnfhmmiQleucn in den istraibfUimmungcn über Spionage beseitigen soll, um oic Möglichkeit zu geben, mit Ausnahme von vochverratsoerbrechcii bei Spionage mildernde Umstände zuzubilligen und für Zuchthaus Festungshaft cuijufüfercn; eine Novelle zum Patentgefetz, ein Entwurf Über die gesetzliche Regelung des Theaterwesens: ein Enlwurf über die gesetzliche Regelung des P o st s che ck v e r k e h r s: ein Entwurf eines N a h - rungsmittelgesetzes: eine Novelle zum Brieftauben- gesetz: ein Entwurf über die Neuregelung der Sonntagsruhe im bandelsgewerbe: .in Entwurf über den Erwerb unb
Verlust der Staatsangehörigkeit: ein Entwurf betreff» Einschränkung in der Erteilung von W anberge io erbe idjei» nen- eine Novelle zum Reichsbeamiengeietz betreffs Einführung des Wiederousnahmet erfahrens im T ' eine Vorlage über die Verwaltung
Aidc^X
von deutsch n Stationen übtr 500 Kilometer soll ein stredenfafe von l Pfennig für den Tonnenkilometer unb eine 9lbferiigunti:- gebbül r ton 6 Pfg. für 100 Kilogramm, den Tarifen von Cbcr- iimid lagsplätzen nn slrcdenfab ton 1 Pfg. und eine Abfertigunas- gebühr ton 3 Pfg. rugrunt. gelegt werben. Tiefe Tarifcrmam- flungen sollen zunächst auf Drei Zahre emgeftifert werden Tu Tarifermäpigungen für Euenerz von Seehäfen füllen nur für die Beförd.rung in geschloffenen Zügen gelten. Ten Vorschlägen Der ständigen Tarifiommision wegen Tarifierung von G e - mi f che n, insbesondere ton Futtermittel- unb Tüngcrgemischen sowie wegen Nntortnung der Tarifpositionen Volz unb Volz- waren der Spczialtarife nnirbe beigctreten. Ter von der fian- feigen lanftommifiioir f rner bcichloifcnen Aufnahme von Eisen- betonroaren in den Spezialtarif 3 wurde nut der Einschrän» (uno zugcsummt, daß Sollen, s.üücii. Trüget, Plast en unb 'Schwellen ausgeschlossen bleiben. Tic Beschlu^sauung über feie Aushebung der Lusnahinefracht'Ützc für Getreide ufio. zur ?tus- fufer naa) auf erbcundjai Vaiibcrn wurde vertagt. Tic Geltung des Ausnahmetarifs für entrindetes Fichtenholz ton Ostpreußen nad) Stationen über Berlin hinaus bis zur Elbe soll ein Zahr verlängert werden. Ter vor gelegte Entwurf des internationalen llkbereinkommens für die Beförderung von Personen unb Reisegepäck wurde zur Turchführung empfohlen.
Oer £anöeseifenbal;nrat in Berlin
folgcnbc luiajrigcreii Bcsci)lü,sc von allgemeinem Zn- treffe:-
... .Zur llnterfttifung der oberschlesischen (rifeninbuftrie ist die MMhrung ermäßigter Ausnahmetarife für Eisenerz zur ver- i-e.iung von Ei-.n nach Lo.rsa)lesten uno für Fertigen en von Jteria,ieiten zui- Ausfuhr nach aus-erdeutschen t'änbcrn btfurroonci t<ci)£1L -Ai Tarifen für Eijenerze von Stenin und Tanzig sowie
m: Hermann w-
KÄS*; ,s ihr Wf! siivicl ViUiam ^baie W tM,b£na9fl5C3 u::
gaben des ReidjS unb die Errichtung eines beutfdjen Rechnungshofes (Reichskomptabilitätsgesetz).
Außerdem werden noch eine Üteiije kleinerer Vorlagen den Reichstag befchästigcu, darumer ein Aussührungsgeietz zur Bedampfung des M ä d ch e n h a n b e l $. Tie im alten Reichslabe unerledigt gebliebenen Vorlagen werden vorläufig nicht ivieder vorgelegt werden.
iteiim
rziiglich zum
♦Ad, bau ^0 y$: ÄW“<3.- Pfarrer t- V:
Nr. 289 Zweites Blatt i6f. Zahrgang
Erlchemt täglich mit «usnabme des Sonntag«.
Gzetzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhesjen
Zreitag, 8. vezemöer 19U
RotauonSdruck und Verlag Der Br üblichen Unwersttäts-Buch- und GteinbrudeteL R. Lange, Gießeri.
Redaktion, (ETPfbüion unb Druckerei: Sckuk» st ritze 7. Erved'tion unb Perlaa: e*» 5L Rebaktion:^silL Tell-Adr- AnjeigerGießen.


