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145 638,31 Mk. (12), Schmalkalden-Land 57635,42 Mk. (17), Schmalkalden-Stadt 550,70 Mk. (9), Wttzenhausen 47 359,79 Mark (25), Wolfhagcn 82 430,87 Mk. (31), Ziegenhain 48396,83 Mk. (26).
sc. Frankfurt a. M., 10. Aug. Infolge des Milchpreisaufschlages der Milchhäirdlcr von Frankfurt a. M., Hanau, Wiesbaden, Höchst, Hornburg, Offenbach usw. sowie infolge der durch die herrschende Dürre hervorgerufenen nie dagewesenen Milchkirappheit haben die vereinigten Landwirte von Frankfurt a. M. und Umgegend eine außerordentliche S? a u p t D e r s a m m l u n g auf Sonntag, 13. August, im Saal des Lörsenrcstaurants in Frankfurt a. M. einberufen, um erneut zum Milch preis Stellung zu nehmen und zwar eine Erhöhung des Milchpreises auf 18 Pfg. frei Konsumsort cintreten zu lassen. In der Versammlung soll weiter «Beschluß gefaßt werden, wann diese Erhöhung eintreten soll.
Airche und Schule.
Pfarrer Jatho veröffentlicht einen weiteren Artikel als Antwort auf Haruacks offenen Brief.
Arbeiterbewegung.
Die Lohnbewegung in brr Metallindustrie.
Berlin, 11. Aug. Dreitausend Elektromon-- keure und Helfer Groß-Berlins, die im Deutschen Metallarbeiter-Verband organisiert sind, beschlossen gestern, in eine Lohnbewegung einzutreten.
darum die Schüler versammelt, Gebhart richtete im Namen der Fakultät nun folgende Rede an sie: „Webe Jungens, ihr habt letzt zwei Stunden Kr eure drei schriftlichen Arbeüen. Ich dik- trere euch zunächst zur Uebersetzung aus dem Lateinischen zwei Becken Casar. Außerdem sollt ihr in lateinischer Sprache einen Sab von o Zeilen schreiben über den Gegenstand: „Cicero emp- stehlt seinem Sohne das Studium Platvs" Schließlich werdet ihr eine zehn Zeilen lange Mhandlung in französischer Sprache über das einfache Thema „Die Jugend" abfassen. Ich verspreche ?uch im voraus, daß ihr alle durchkommt, im Schriftlichen, nrie xm Mündlichen. Nur müssen die äußeren Formen des Examens gewahrt werden, darum sollt ihr die genannten schriftlichen Ar- siten anfertigen. Ihr werdet jetzt sofort hier bleiben: und um ^ttUag mutz alles fertig sein/' Es wurde auch alles fertig Die 3iai|lingc hörten überhaupt nicht den Fragen der Examinatoren zu, und diese hörten nicht auf ihre Antworten. Mehrere antworteten unter Tränen. Als sie sich schließlich entfernten, gingen jie, trotz des bestandenen Examens, in der größten Traurigkeit weg .. — D x e h ö ch st e n F i e b e r g r a d e. In einer Arbeit über die Körperwärme, die in der Nuova Antologia veröffentlicht wird werden die neuen Forschungen von Lefßvre angeführt, der in leinen klinischen Beobachtungen außer den Fiebertemperaturen von 41 und 42 Grad auch solche von 43 und 44 sestgestellt hat.
ni te beobachtete in einem Fall von Wechselfieber sogar 4b Grad. Noch merkwürdiger aber sind die Fälle von Hvchst- temperaturen nach dem Tode. Wunderlich hatte bei einem im Starrkrampf Liegenden 44,75 Grad festgestellt, die nach dem Tode mit 45,37 stiegen. Niemand hatte jedoch bisher einen so hohen Flebergrad beobachtet, wie ihn L a v a st i n e int November 1^)9 in der Biologncken Gesellschaft berichtete. Es handelte sich um einen Alkoholiker, der an Lungenentzündung starb und bei dem 5 Minuten nach dem Verscheiden 53 Grad in den Nasenhöhlen gemessen ivurbcn und sogar 59 im Innern des Körpers. Es dauerte eine Stunde, bis die Temperatur auf 36 Grad ge sauen war Die Tatsache wird so erklärt, daß trotz des Todes - ^r??owlduumv die Zellen bisweilen noch sortleben und zwar wlbst tagelang. Wenn das Nervensnstem in voller Erregung ge-
W; so tedt sich biete auch den Zellen mit, und da die Möglichkeit der Ableitung durch die Blutzirkulation, die Atmung und den schweif; fehlt, |o bleibt ne gebunden und erwärmt so den Körper«
aber keineswegs eines untätigen Schwächlings sei. Der Papst Verfolgemiteis er nerKonsequenzseinProgramm „A l l e s erneuern i n C h r i st o". Diese Arbeit muß vor allein bei der Priesterschaft selbst beginnen. Weiter legt der Papst das größte Gewicht auf die Erziehung der Jugend, in deren Interesse er auch die frühzeitige Zulassung zur Kvm- vrunion der Kinder beschlossen hat. Der Redner kam dann ferner auf 'den M o d e r n i st e n e i d zu sprechen und wies darauf hin, daß auch in der evangelischen Landeskirche Preußens in der jüngsten Zeit ein Glaubensprozeß sich abgespielt habe. Die Zukunft des Menschengeschlechtes hänge von der Stellung der Katholiken zum Papste ab. Deshalb müssen die Katholiken dem Papste treu anhänglich sein und für seine Erhaltung beten,
Präsident Graf Galen hielt sodann die Schlußrede, in der er betonte, daß die Ergebnisse der Verhandlungen die Teilnehmer mit dem Wunsche beseelt haben, sich in den Fragen der (Seit und den Zielen und "Ausgaben der Zukunft zu orientieren. Die deutsch e katholische Presse hat eine Weltmachtstellung sich erworben: der Katholikentag ist für Glaube, Vaterland und Altar eingetreten. Mit begeisterten Worten dankte der Redner dem Papste und den Bischöfen für ihre Führung und warf einen Rückblick auf die einzelnen Vorträge, die im Geiste Kettelers gestanden hätten. Er streifte dann die verschiedenen in den Verhandlungen berührten Fragen sozialpolitischer Natur und schloß mit Worten des Dankes an alle Teilnehmer am Katholikenlag, wobei er nochmals darauf hinwies, daß Deutschland verloren sei, wenn die konfessionelle Schule nicht mehr bestehen würde.
Nach einem Dank an die Stadt Mainz bat er den Bischof !Ki.rstein um den bischöflichen Segen, den der Bischof nach einigen Dankesworten auch erteilte, nachdem er noch auf die Bedeutung der Frauen im Familienleben hingewiesen hatte.
Präsident Graf Galen schloß sodann die Versammlung mit dem Dank an den Bischof für die Erteilung des Segens und mit einem Hoch auf Bischof Kirstein. Mit dem Gesang des Tedeum schloß der diesjährige deutsche Katholikentag ab.
Zwei Hinrichtungen in Frankreich.
Eine militärische Hinrichtung hat in Frankreich seit dem Bestehen der dritteii Republik nicht mehr pattaefuiibeu, und deshalb hatte die Meldung, daß der Präsident der Republik von seinem Begnadigungsrechte gegen zwei von dem Douloner Kriegsgerichte zum Tode verurteilte Matrosen Alain Gueguin und Marcel Le Marsch al keinen Gebrauch gemacht Hatto, großes Aufsehen hervorgerufen. Eine ungeheure Menschen- menge hatte sich am Mittwoch beim Morgengrauen ans dem Platze in der Nähe des Marine-Gefängnisses von Toulon eingefunden, um der Vollstreckung der Strafe beizuwohnen. Das Verbrechen, das die beiden noch sehr jugendlichen Missetäter mit ihrem Leben zu büßen hatten, war in der Nacht vom 11. £um 12. Januar in Ajaccio begangen worden. Sie hatten einen Kameraden Pierre-Marie Carrcl überfallen und ihn durch Messerstiche ermordet, um ihn auszurauben, •sie fanden aber nur 15 Centimes bei ihm. Gueguin, der einer geachteten Matrosenfamilie der Bretagne entstammt, hatte nach der Verhaftung und der Verurteilung zum Tode zweimal Selbstiuorbsversuche unternommen, während Le Marechal, ein ehemaliger Fleischergesclle, eine brutale Stumpfheit an den Tag legte. Die Verhandlungen hatten übrigens ergeben, daß dieser letztere die Hauptrolle bei der Tat gespielt, deren Anstifter allerdings Gueguin gewesen war. a) a
'Sic Vorbereitungen für die Erschießung der beiden Mörder mürben, in der Nacht getroffen. Gegen 3 llhr morgens marschierten die Truppen auf und bildeten ein weites Rechteck, um die Tausende zurückzuhalten, die aus der Stadt und Umgegend herbeigeeilt waren. Jedes Regiment der Garnifon war durch sechs Kompagnien oder Batterien vertreten, iwährend die Schiffe des Geschwaders -Ab- teilungen gelandet hatten. Die beiden Verurteilten wurden ui der bekannten Weise von ihrem bevorstehenden Schicksale in Kenntnis gesetzt. Le Marechal erwiderte einfach mit einem ,,^-ante bestens!", während Gueguin, der wegen seiner ^elbltmordsversuche mit zwei anderen Gefangenen in einer äoF Ä Ai tollcbc und fortwährend aus-
rief „Mein Gott! Mein Gott! Oh, meine arme Mutter!" ^VÄEgte einen Beichtiger, der ihm natürlich sofort zu- geschickt wurde Auch Le ^aröchat wies den ihm zuqestan- denen Beistand eines Pfarrers nicht zurück. Beide hörten dann rn einer Ecke der Kapelle, wo ihnen Wein und Brot ausgetragen wurde, zwischen ihren Priestern und ihren Advo- e- Messe an, wobei Gueguin fortwährend stöhnend nach seiner Mutter verlangte. Mehr als eine hOJ iurpf™CJchreckliche Wartezeit, gegen die von RoA^Ernwande erhoben werden. Und dann hatten die Unglücklichen noch einen langen Weg bis zu dem yinrichtuiigsplatz zuruckzulegen. Eines war ihnen aller- nämlich die soaenannte Toilelte, mih’/p? ä"r Guillotine Verurteilten fügen
^re Gefangenenkleider ohne ?p^ &?hpr ' • rC ^unr ?Q9e öuvor bei der Degradierung
.er .Norder abgerifjen worden waren. Bei der Einrichtung .am es noch zu einer weiteren Verzögerung auf dem Platze e20 Minuten dauerte, da einige Trup- rhrn ttc-IL 2s^rcitb dieser angstvollen Erwartung sanden heftige Kundgebungen unter der Menge sich natürlich viele gemeingefährliche Äe- Manifestation nahm einen .lugcnblict einen scharf antimilitaristischen Charakter an, ° v?" ^r Gendarmerie energisch eingeschritten werden Uu-E' Afort nach ihrer Ankunft auf dem geräumten pia^e wurden die Verurteilten von einer Truppenabteilung der Front der aufgestellten Kompagnien ^Batterien geführt. Dann tourben sie jeder an einen Pfahl gebuitoen, man legte ihnen ein Tuch um die Augen, ,vährend ocu Gerichtsschreiber das Urteil verlas, durch Kis sie ans der Reihe der Lebenden geschieden werden. Zwei «Abteilungen von je zwölf Mann waren für die Hinrich.--
Arrs Statt und Land.
Gießen, 11. Angnst 1911.
** U eher Nervosität bei Schulkindern macht der Mtonaer Schularzt Dr. Herford in einem Aufsatz „Schulkind !und Alkoholfrage" in der Halbmonatsschrift „Körper und Geist" folaenbe bemerkenswerte Ausßührungen: „In der Tat stößt der Schularzt bei den nervösen Störungen des Kindesalters auffallend häufig, ja in den Volksschulen überwiegend auf den Alkoholmiß- vrauch des Vaters als wahrscheinliche Ursache; nervöse Störungen laber sind, wenigstens bei den Großstadtkindern, verhältnismätzig sehr reichlich vertreten. Schon bei den Aufnahmeuntersuchungen ist man erstaunt über die Fülle von nervösen Symptomen, dieffich bei den geistig noch ganz vor Zwang und Anstrengung bewahrten Kindern finden. Es vergeht hier in Altona kein Untersuchungstermin von derartigen Schulneulingen, bei dem nicht unter den ettoa 50 zur Untersuchung kommenden mindestens 4—5 star lnervöse Kinder festgestellt werden. Die Erscheinungen sind verschiedenartig: Bettnässen, nächtliches Aufschrecken, Reizbarkeit, Schreckhaftigkeit, Stimmungsschwankungen, Veitstanz und lon- vulsivische! Zuckungen, epileptische Krämpfe in mannigfacher Misch- üng und Kombination. Die Antwort nach dem Alkoholkonsum des Baters fällt bei diesen Kindern in den weitaus meisten Fällen beiahend aus, und es liegt deshalb außerordentlich nahe, ihn als Ursache verantwortlich zu machen, wenn man dabei auch wohl Nicht vergessen darf, daß wahrscheinlich meist mehrere Ursachen Zusammenwirken, als welche neben dem AUoholmißbrauch noch die sonstigen sozialen Mängel des Elternhauses, namentlich un- Sesunde Schlaf- und Ernährungsverhältnisse, ungleichmäßige Erziehung usw. in Frage kämen. . . Freilich handelt es sich nicht bei jebem nervösen Kinde um ein Trinkerkind, ebensowenig wie ein Trmker stets und nur nervöse oder kranke Kinder haben muß, über sicher berechtigt das Vorhandensein einer krankhaften nervösen Erscheinung dazu, an Trunk des Vaters zu denken und danach zu forschen."
**DieFliegeu-undWespenplageistin diesem Sommer außerordentlich groß. Da dieses Ung-eziefer draußen nicht die nötige Feuchtigkeit findet, so kommt es in ganzen Schwärmen in die Häuser. Die Stubenfliegen treten in ungeheuren Mengen auf, und alle Gegenmittel scheinen chre Zahl nicht zu verringern. Auch die Goldfliegen, Aasfliegen und die Schmeißfliegen sind eine große Plage geworden. Die Bremsen und andere Blutsauger machen unseren Haus- und Zugtieren sehr zu schaffen. Das wenige Gemüse leidet unter dem starken Auftreten der Kohlweißlinge. Schon jetzt sieht man zahlreiche Raupen und Lahlgefressenes Gemüse.
. ** Vogelschutzstätten. Die fortschreitende Kultivierung des Landes erschwert der Vogelwelt in zunehmendem Maße die Lebensbedingungen. In Westdeutschland ist man jetzt auf den guten (Gedanken verfallen, die stillen Stätten des Friedens dem Vogelschutz dienstbar zu
•* Zentrale. Das Won Zentrale oder Zentralflation (im technischen Sinne) bezeichnet eine Anstalt, in der Arbeit ober Kraft erzeugt wird, um von dieser Stelle aus weitergeleitet und verteilt zu werden. So spricht man von einer elektrischen, einer hydraulischen (Druckwasser-) Zentrale usw. Zn der deutschen Fachsprache und Fachpresse hat sich dafür, wie die Zeitschrift des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins mitteilt, schon seit Jahren das Wort Kraftwerk eingebürgert; „elektrisches Kraftwerk", „Wasserkraftwerk" usf. So viel bekannt, hat die Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure dieses bezeichnende Wort zuerst eingeführt. Die neuerdings zahlreich entstehenden Ueberlandzentralen zur Versorgung von Qitichaften mit elektrischem Strom sind danach Ueberland- krastwerke, wofür die vereinfachte Bezeichnung „Ueberland- werk" — ein in diesem Falle schlechthin eindeutiger Ausdruck — genügen und sich sofort embürgern würde, wenn sich unsere deutschen Behörden ihrer Pflichten gegen die Muttersprache etwas wirksamer bewußt wären und den fremdwortfrohen „Elektrotechnikern" etwas kräftiger auf die Finger klopften. Daß deutsche Elektrizitätsgesellschaften unsere deutschen Bauern fortgesetzt mit „Energie", „Transformatorenhäuschen" usw. beglücken, das kann man wirklich nur als bedauerlichen Mangel an deutschem Pflichtgefühl bezeichnen.
Kreis Schotten.
s. Ulrichstein, 10. Aug. Die etwa vierzig Jahre alte, alleinstehende ledige Emma Rühl von hier wurde seit gestern vermißt. Heute fand man deren Leiche in einem Weiher im neuen Ortsviertel. Es liegt offenbar Selbstmord vor.
Kreis Friedberg..
L. Friedberg, 10. Aug. Die Arbeiten an den nchloßgebäuden, die seit Anfang des Jahres zeitweise ehr rasch betrieben wurden, werden jetzt langsam vollendet. Ursprünglich sollte alles bis zum 1. August fertig sein, wahrend jetzt gar kein bestimmter Zeitpnntt ins Auge gefaßt ist.
O Vom hessischen Taunus, 9. Aug. Einen erfreu* Uchen Fortgang haben die Ausgrabmigsarbeiten auf dem alten Jiomertäftell Kapersburg genommen, die als eine der stärksten romychen Grenzbefestigungen am Limes zu betrachten ist. Der Haupteiugang ist iuui wieder hergestellt; das Mauerwerk erhebt sich dort iöicber bis in Mannshöhe. Verschiedene Brunnen und ein größeres römisches Bad an der dem Feindeslande zugewandten Seite des Kastells sind ebenfalls gut erhalten und in den Grundmauern freigelegt. Unter der Leitung von Professor Helmke- Friedberg sckweiten die Ausgrabungen rüstig weiter; sie werden iieM Manche wertvolle Römerfunde ans Tageslicht bringen und m nicht allzu ferner Zeck den gesamten Grundriß des Kastells der Nachwelt erhalten. Ein Ausbau des Kastells im Sinne der Saalburg ist allerdings nicht geplant, sondern nur eine Frei- legung der Grundmauern. Von Bad-Nmcheim und Friedberg ans ist die Kapersburg, deren Besuch sich jetzt sehr lohnt, in gut Zwei etuntjcn zu erreichen, Pon ILosbach v. d. H. aus in einer Stunde. Sornckags ist oben auch Wirtschaftsbetrieb. — In den gc|d]ufoten Lagen am Taunusrand tritt der allgemeine Obstfall nock) nicht so stark auf, wie am Hausberg, Wckllerstcin, JohaiuiiS- berg-. Dort verspreche z. B. die ausgedehnten Obstkulturen von Osthemi, Fauerbach und Hoch-Weisel bis jetzt noch einen reichen Obfts eg-en.
Hessen-Nassau.
llAnsKnrhessen,10. Ang. Aus dein Geschäftsbericht der kn rh e s sisch e n B r a n d v er s i ch e r nn a s- Kassel fei erwähnt: Der Geschäftsbezirk er- treckt sich auf zusammen 1552 Kommunalbezirke in zwei ^tabb un5 J2 Landkreisen. Die Gesamtvcrsicherungssumme )at sich von 33 Mill. Mk. im Vorjahr auf 40 220 700 Mark erhobt Die Aktiven betrugen 6 538 038,94 Mk., die Zasiiven 1346 721,27 Mk., das Attiv-Berrnögen 5191316,94 Mart. An Brandsteuern wurden für je 100 Mk. llm- lagefapital 14 Pfg., zusammen 1872128,33 Mk. erhoben.
^Feuerlöschwesens bewilligte die Kasse Mk. und der Merseburger Kasse für beim Feuer- Mdreust Vemrnaluckte 1990,50 Äk. Für Verwaltung wur- l in Rechnung gestellt. An Brandeut- ^^uugen wurden für insgesamt 762 Schadensfälle 1 767 013,41 M bezahlt und zwar verteilen sich diese aus Iff ^uze/nen Krelle wie folgt: Stadtkreis Kassel 35169,97 sm E- Schadensfälle), Landkreis Kassel 196 989,02 Mart (32) Eschwcge-Land 25 330,79 Mk. (191, Eschweae- e>ta.bt 19 874,19 Mk. (7), Frankenberg 52403,93 Mk (23)
MFulda-LaL 41 687,Ä Mk. M
1 7f!adt 48.->49,9< Ml. (1 <), Gelnhausen-Laub 13508,28
(7?\ ^lnhau^l-^tabt 655 Mk. (3), Gersfeld 28 78010 Mark (Io), Hanau-<-tadt 37 389,38 Mk. (331 Hanau-Land 11122 07 Mt (24), Hersfeld-Land 7149,46 Mk^ (9? Hers eld-L-tadt 1337,/4 Mk. (8), Hofgeismar 253851,23 MkZ71 > yomocEß 42 44/2 Mk. (8), Hünfeld 5210,36 Mk (17) Kircki- hani 12 e06,8/ (18), Marburg-Land 16 791,88 Mk 4<>i '£lr burg-Stadt 70^-54 Mk (13,, Melsungen 44 821,44 ^( (19 Mr, Rintclndadt 6956511'
fflaxt (Id), Diotcnburg 08618,32 Mk. (24), S^lüdjtecn
machen. Wenn man anf jedem Friedhof die Vögel schützt, würde sich verhältnismäßig rasch und leicht ein großes Netz von Vogelschutz-Gehölzen über das ganze Land ziemlich gleichmäßig verteilen. Hier sinden die Vögel vor altem Ruhe. Unbeaufsichtigte Kinder stören ebensowenig die Stille wie herumstreisende Hunde. In der Regel sinden sich ältere Bäume und niedere Gebüsche vor, oder aber diese lassen sich leicht anlegeii. Fast regelmäßig findet man auf Friedhöfen alte immergrüne Pflanzen, wie Lebensader Buchsbäume, Efeu oder dergleichen, die den Vögeln eine Stätte für Frühbrut gewähren. Auch Wasser ist meist vophandeu. Es wäre daher leicht, im Sommer auch für Vogeltränken entsprechend zu sorgen. Die Friedhöfe stellen somit allerorten die gegebenen Vogelschutzgeholze dar uud wo sie es noch nicht sind, dürfte es nicht schwer halten, sie entsprechend auszugestalten und cinzurichten. — Diese Bekanntmachung des Landrates Dr. Kirchner in Münster- berg enthält sehr beherzigenswerte Anregungen. Sie zu verwirklichen, wäre eine dankbare Aufgabe für Kircheu- gemeinden, wie auch für Vogel- und Naturschutzvereine. — Im Zoologischen Garten in Frankfurt a. M. hat man in Diesem Jahre mit der Schaffung künstlicher Nistgelegenheiten begonnen, und der Erfolg ist jetzt, nachdem die zweiten Prulen flügge -geworden, ellatant. Nie vorder hat es im Garten solche Mengen der reizenden, zierlichen Meisen, vor allem Mau- und Kohlmeisen, nie so Viel Zaun.önige, Rotschwänzchen, F.iegenschnäpper, Gartensänger, Kleiber u. a. m. gegeben als jetzt. Dieser Versuch zeigt, wie leicht es jedem Gartenbesitzer möglich ist, seinem Gelände den herrlichen Schmuck mit lebenden Vögeln zu verleihen, die nicht nur durch ihr munteres Wesen und ihren Gesang erfreuen, sondern auch den Garten stets von schädlichen Insekten gesäubert halten, ein Nutzen, demgegenüber die kleine Ausgabe sür die sehr wohlseilen Berlepsch- schen Nisthöhlen gar nicht ins Gewicht fällt. Die beste Zeit zum AuHängen von Nisthöhlen ist oer Herbst.
Gerrcinstzaat.
w. Fri cd b e r g, 9 Aug. S ch ös sen g er i ch t. Die Dienst- magb Maraaretve Schweizer au5 Bönstadt, die bei dem Landwirt Karl Rotb III. in laichen bedienstet mar, halte sich der MilchsuNchung schuldig gemacht. Als die Atilch des Roth in Araiifhirt untersucht wurde, landen stch darin 20—25 "/^Wafter vor. Eine sofort oorgenommene Stallkontrolle führte zu dem Ergebnis, daß schon vor und nach dem Melken Wasser in die Kannen geschüttet wurde. Tie Schiveizer gab zu, daß sie schon länger als zwei Jahren der Alilch Wasser zugesetzt hatte, selbstversläiidlich auf Anweisung ihrer Dienstherrin. Auch gab sie an, daß sowohl ihr Tienslherr, sowie ihre Tienstherrin sehr oft, wenn es ihnen nicht genügte, noch Wasser nachschültelen. Der bei Roth bedienstete Knecht yeinr. Mak bekundete unter seinem Eide, daß sich beide Eheleute fast immer der Milchfälsrhung schuldig machlen und daß das Ptädchen nur einem Zwange folgte. Tas Schöffengericht nahm zllgunsten des Aiädchens an, daß eS unter einem gewissen Autoritäts- verhallnis gehandelt habe, und verurteilte es z»i nur 5 Alk. Geldstrafe, während die Eheleute Roth sich demnächst wegen Milchfälschung nnb. 'Seiletlung dazu verantworten müssen.
wandern und Reisen, Säder und Sommerfrischen.
— Radium-Solbad Kreuznach. Am 5. August fand unter Beteiligung der Staatsbehörden sowie einer großen Zahl von Vertretern der medizinischen Wissenschaft, sowie der auswärtigen Presse die Einweihungsfcier des neu erbauten Badehauses für Radiumtherapie — wohl das erste feiner Art in Deutschland — statt. Nach einer Besichtigung der Kreuznacher Radiumfabrik im Salinental erfolgte die Einweihung der neuen Quellenhalle, an die sich die Eröffnung des neu erbauten Bade- Hauses für Radiumtherapie anschloß. Das neue Badchaus enthält 56 Badezeiten. Nach der Besichtigung Pcreinte die Gäste ein Festessen im ShirfaaL Am 6. August wurde der Betrieb eröffnet.
Jöefudj des Bades ist so glänzend, wie feit 20 Jahren nicht, die BcsuchSziffer beträgt bis heute 10898 Personen.


