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©ottesoumi m oer äQiiagoge (Süd-Anlage).
Freitag den 2. und Samstag den 3. Juni 1911:
Wochcusest.
1. Tag: Vorabend: 7.45 Uhr.
Morgens: 8 Uhr.
Predigt und Konfirmatiousfeier: 9.30 Uhr.
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Anzüge
Anzüge 4 -12 M. Anzahl.3. -
15-20
25-32 32-40,,
aoooooooooa NcWkonsulcni Karl Steppet Lonuenitraire 31 Tel. 634 ert Rar in Rechtssachen, emvneblt sich in Anfertigung von (besuchen, Steuerbctlaration., Jorderungs- beitreibunn, Ausstellung von Ber- mögcnb-Bcrz. und Vertretung in Erbschaitssachen vor Gericht.
Lvrcchnuudcn auch Sonntags 1/2741; von 9—2 Uhr.
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BehauMng » hat, ob hie Cw ,m 27. Mar 1S6
vermischte».
• Der Feuersee auf Sawait. Ten einzigen Lavasee auf der Welt außer dem fast erloschenen Kilanca in Hawaii schildert Tr. Kurt Wegener in einem fesselnden Artikel der .Umschau*, in dem er aus Grund eigener Anschauung den Vulkan Marawa n u, der im August 1905 tun 9lori)o|iabt;angc der Samoa-Insel Sa»va»i neu entstanden ist, ausführlich beschreibt. Tie gcm.e Insel stellt einen einzigen g rost en Vulkan dar, auf dessen mächiigem LavafchilD sich allenthalben kleine Uralerknppen, die Luichbrnchsstellen der L'ava, von 50—100, höchstens 300—400 vieler Höhe und 500 bis lüOO 'Dieter Durchmesser anffetzen. Bei der Bildung des neuen Eulkans, bet der einer der schönsten Tisirille der Insel betroffen wurde, wurden aus der neuen Ausbruchsstclle anfangs Ltcme und L'avabrocfcn in die Höhe geschleudert; bann floß zähe Lava in gröberen 'Dleugen au6, wobei sich Tämple cniiuidclicn. 1906 kam ein schmaler Strom ins gerade au die Mülle, 1907 und 1908 erfolgte dann eine grobe Lavaauffchichlnng, dis etwa 30 Quadral» lilometcr Land unter einer 5-10 'Dieter dicken Ltemkruste begrub. 3ei|l fließt die Lava in emem Dünnen Bach, aber nut einer Ge- i ichwiudigkeit von etwa 4 'Dieter in der Sekunde, ui die See. Tas war erst möglich, nachdem sich ans Dein Minier em Lavafee gebildet halte, in dem die gasbaltenden fliiffigen toeiieiiic beim Amsteigcn und bet der Abkühlung sich stärker ausdehncn als die gaSarmen und daher in die Höhe fchnellen. So springen ans Dein feurigen See überall und fortwährend Fontänen von Lava, in denen die »nfc der Lava ansgcfchieden werden und die rasch hin und her wandern. Tas Bild des rotleuchtenden Lees, der etwa 100 Dieter unter Dem oberen ÖlanDe liegt und 5/ Dieter breit und 20 'Dieter nng ist, macht einen überwälugeiideu Eindruck, befonderö zur Nacht- ■ ieit. Tie rot und ivetü glühenden 'Dlassen schwimmen hin und her 4iiö klalfchcn auifpriyend gegen Die Wände Des MralerS, während man zahlreiche, 5—10 uhelet hohe Fontänen anS dein Lee ani- IpiuiQeii ficht. Unter dem siiinverwirrenden Eindruck der Erscheinung sind die Schätzungen Der Ausmaße Dc3 Mvaterd sehr verschieden. Tie Angaben über Die liefe des Sees unter dem oberen MrQtevranb fchwanlen so zwischen 20 und 200 Dieter. Auch die Stellen, ivo die Lava in den See eintritt nnd abflieüt, sind nicht mit völliger Sicherheit zu erkennen. Nach dem Verlassen des Sces ,ließt Die Lava als unterirdischer Bach den Berg hinab, wobei ihr Weg durch einzelne Dampfftelleu bezeichnet wird, und ermeßt sich dann an der Steilküste unter mächtiger 2ainpfciiliuidelung in die Ece. Wenn sich Der enge Maual venwvft hat, sticht sich Der Bach ichch ein neues Beit in Den zahlreichen Spaklon und Hohlrännien be5 Lavafeldes. So wird allmählich der rußige Lavastrom, Der einem Gletscher ähnlich sieht, in eine dichte Gesteuismasie uer- wandelt. Ter Ausfluß der Lava in die See erfolgt an wechselnden Stellen; nur zwei Haiwtsträhne haben sich dabei als ziemlich be- tlänbtg erwiesen, und bei dem einen tritt die Lava unter mächtigen lirvlosionseischemungcil umerfcciid) auf. Tr. Wegener hat von unem Boot au5 'Dlefiuuqcn der Wasiertemperal.ir bei den Ansslnß- itellcn uorgcuommcn und sand bei etwa 100 Dieter- (intiemung bO Grad, während er vor sich Siedbewegungen sah.
• Der (Solbftront aus Amenta. Aus New Yon wird berichtet: Auf 36 Millionen Dollar, also gegen 1V,<; Milliarden Mark wird in einer soeben veröffentlichten Ausstellung
Todes-Anzeige
Gestern nacht entschlief unerwartet unser liebes Söhnchen
Arthur
im Alter von 1 Jahr.
Ties zeigen tiefbetrübt an
Georg Scheut und Frau.
Wiefeck (Gießener Str. 15), 1. Juni 1911.
Die Beerdigung findet Freirag mittag vom Trauer-
Hause aus stau.
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Oiga-Pulver l seit Jahr. bero. für Äühe u. Pferde, Die nicht rrächng werd. Pak. I Mk. Zu hab. Hirich Avotbeke Gießen
Lästige Haare 786 im Gesicht, an d. Armen, entfernt Pros. I>r. Grunwald's Enrhaar- ungsvuDer. D- L50. Niederlage: Pelikau Avotbcke, 5Keuzvlatz 2 Hotel - Ke»tanrant Kobel N, Apfelwein WL 3557J Ltr. 30 Pfg.
Pt telucgen, streckte einen Arm aus, dann den anderen, fd)Iug die Hände zusammen: der rätselhafte Schimmer folgte allen Bewegungen."
Ueber die praktische Bedeutung der Entdeck n n g dieses Londoner Gelehrten machte sein Mitarbeiter ir. Felkin einige interessante Angaben. Obgleich das Verfahren noch in seiner ersten Kindheit steckt, hat sich bei den zahlreichen Versuchen bereits gezeigt, daß es möglich ist, körperliche Schmerzempfrndung sichtbar zu machen. Denn die Aureole wechselt in Form und Dichtigkeit, in Breite und Farbe je nach dem Gesundheitszustand des Patienten. Bei einem Falle von Hüftweh konnte man deutlich beobachten, wie an den schmerzenden .Wrpcrstellen die Form und Stärke der Ausstrahlungen wesentliche Veränderungen auswies. Tie Aureole eines Hysterie- (ranfen soll wiederum völlig verschieden sein von der eines Fallsüchtigen, ja sogar starke Temperaturunterschiede prägen sich in den wechselnden Formen der Ausstrahlungen aus. So soll nach den Beobachtungen des Forschers die „Goriole" eines intelligenten, lebhastcn Kindes in ihrer Ausdehnung größer sein wie die eines schwachsinnigen und phlegmatischen Altersgenossen, und auch bei Erwachsenen findet man starke Temperaturunterschiede in Form, Größe und Dichtigkeit der Ausstrahlung ausgeprägt.
Todes-Anzeige.
Heute abend entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter und Tochter
Frau Frieda Lipfert
geb. Heydebreck.
Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen:
Paul Lipfert und Kinder.
Giessen, den 31. Mai 1911.
Die Beerdigung findet Samstag den 3. Juni, nachmittags t Uhr, von^« Kapelle des neuen Friedhofes aus statt
2. T ag. Vorabend: 7.45 Nhr.
Morgens: 8.30 Nhr. Nachmittags: 4 Nhr.
KcfteSauSgang: 9.25 Nhr.
jsrüeliii|Q)c tietlglonzgciellschast.
Gottesdienst.
Freitag den 2. und SamStag den 3. Juni 1911: Wochcnfest.
1. Tag. Vorabend: 8.15.
Vormittag: 8.00. Predigt.
2. Tag. Vorabend: 8.00.
Vormittag: 8.00. Nachmittag: 4.00.
FesleSanSgang: 9.25.
WochengottcSDieust: DiorgenS 6.00 Uhr, abends 7.30 Ubr.
Letzte Nachrichten.
Tr. Werner-Butzbach über den schwedischen Handelsvertrag.
Wir sind in der Lage, die Ncde des Gießener Abgeordneten Tr. Werner (w. Vgg , die er in der gestrigen Reichstagssitzung gehalten Hal, noch etwas ausführlicher mitzuteilen. Er jagte zum schwedischen Handelsvertrag:
Wir glauben, das; die geforderten Tarife cm naergeschenk sein dürften, weil die verschiedensten In- lcresien der verschiedensten Landesteile sich gegenübcrstehen: die Interessen von Westfalen, des Westerlandes, von wachsen, von 3übbai)crn. Ta ist es nicht möglich, emen Frachttarif zu gewähren, der tatsächlich den verschiedenartigen Industrien entsprechen würde. Tic deutsche Hartsteinindustric bestreitet, daß ihr durch .Herabsetzung des Zolls auf gespitzte Bordsteine und Werksteine ein Vorteil gewährt werde. Dieser Meinung ist auch der Vorsitzende des sozialdemokratischen Steinarbcitcrvcrbandes (Hört, hört! rechts), der in einem Briese an den Geschäftssührer der deutschen Stcinmetzgeschäfte festgestellt hat, daß er sich davon überzeugt habe, daß unter der Herabsetzung des Zolles auf Werksteine ganz zweifellos die deutsche Gran Industrie leide. Wir glauben, daß durch diesen Vertrag weder die Jnteresien der Export Industrie, noch der Kleincifeninduftrie, noch der Postlarten- inbunric, noch der Steinindustrie, insbesondere der Hartsteunndu- ftric gewahrt sind. Wir lehnen daher den Handelsvertrag ab. Die Hreunde der Schutzzollpolitik werden mir zustimmen, daß es gilt, den Schutz der nationalen Arbeit durchzusllhren, weil die iremben Völker zur Eigenproduktion übergehen. Im „Berliner Tageblatt" vom 16. April d. I. wird zugegeben, daß )id) tne amerilanische Industrie unter dem Schutz der Zollmauer glänzend entwickelt habe. Das ist der Gang der Entwicklung in allen Kullurslaalen, daran ist nicht der deutsche Zolltarif von 1902 schuld. (Beifall bei der wirtsch. Vgg.)
Schwere Gewitter in England.
London, 1. Juni. Gestern abend herrschten in London und den südlichen Grafschaften Gewitter von solcher Heftigkeit, wie man sie feit Jahren nicht erlebt hatte. Viele Gebäude sind schwer beschädigt^ In London wurden zwei Kirchen vom Blitz zerstört. Sieben P e r - fönen sind umgekommen. Auch die Wassermassen richteten großen Schaden an.
Aus Marokko.
Paris, 1. Juni. Nach Meldungen aus Fez hak der Sultan den Großwesir Gtani seines Amtes enthoben. Diese Maßnahme wird voraussichtlich wichtige Folgen haben, da die Stämme erklärt hatten, ihr Ausstand richte sich vor allem gegen Glaui, der sie ausgezogen habe. ,
M Offenbach, 1. Juni. Die S chaden er/a tzkl a g e der Stadt Offenbach gegen den Bankier Wolff in Frank- furt wegen der durch die Kaiserhofaktien-Angelegenheit entstandenen Schädigung von /OOOO Mark wurde heute von der 6. Zivilkammer des Landgerichts Frankfurt kostenpflichtig ab gewiesen ____________________________
amtlicher Wetterbericht.
Oesf entlicdc W e 11 e r d i c n st st e 11 e Gießen.
Verlan« Der Witterung feit gestern trüb: Ein lokales Teil- tief bat in Der Nacht fchivacken Regen gebracht. Doch in wieder Aniheitcrung zu erwarten, weil Die Wetterlage sehr stabil ist.
Wettcrmissicbteu m Heuen am sneitag Dem 2 Ium 1911: Heiter, trocken, sehr wann, Gewitterneigung.______________________
Verantwortlich inr „Feuilleton" und „Vermischtes":
I. V.: 21 u g u ft Goetz.
Summa: 18 (6/ 11 (5) 2 (1) —
Sin in.; -i.ic m teiuuM.teni gcicos.ii Ziffern gtucn an, wie viel Der Tobcsjalle m ber bette,। nom siiaiif6eit au, buii auswärts nach ließen gebrachte Kranke lammen.
die Geldsumme geschätzt, die alljährlich au3 den bereinigten Staaten noch dem Auslande absließt. Aus Grund von Post- statiftiken sowie von Angaben von Banken und Beamten von Dampsschiffgesellschasten wird berechnet, daß etwa 200 Milli- onen Dollar nach dem AuSlande verschickt und 136 Millionen Dollar nach dem AuSlande mitgenommen werden. Dieser amerikanische Goldflrom übertrifft bei weitem den Gesamtbetrag von Gold und Silber, der jährlich in den Vereinigten Staaten gemünzt wird. Er ist auch größer als die gesamten Zolleinnahmen und mehr als zweimal so groß wie dic gesamte Gold- und Silberproduktion des Landes, die sich im Jahre 1910 auf 127 Millionen Dollar belief. Diese beständige Auswanderung des Geldes auS den Vereinigten Staaten ist im Kongreß auch schon eingehend erörtert worden, und man hat die verschiedensten Heilmittel für diesen .ungeheuren Verlust deS Landes an produktivem Kapital' vorgeschlagen. Von den stattlichen Geldsummen, die von Einwanderern an ihre in der Heimat zurückgebliebenen Verwandten gesandt werden, kommt so gut wie nichts in das Land zurück. ES wird im AuSlande verbraucht und findet so seinen Weg in den Handel und in die Industrie der fremden Länder, für deren Entwicklung cs auf diese Weise einen bedeutenden Faktor barneOt.
* Unglückliche Liebe. Sie: „Es freut mich, daß Sie mich lieben, aber Geld besitze ick) nicht." — Er: „Mir ahnte schon, daß ich Sie unglücklich liebe!"
meine Eageschronik.
Tic Blätter melden aus Berlin: Tie Tänzerin Saba* r et bat sich in Berlin einer,Operation der linken Mntc- scheibe unterziehen müssen.
Tie Bruttoeinnahme des am 24. d. M. in Hamburg veranstalteten Kinderhilfstages beträgt 360 000 Mark einschließlich ter Einnahmen aus der zu gleichem Zweck veranstalteten Wobltatigkeitslotterie. .
Bei Bütow (Pommern) überschlug sich am Mittwoch mittag ein Automobil, in dem sich außer dem Chauffeur der Uhrmacher Melchert befand. Melcherr ist tot, der Chauffeur schwer verletzt.
Aus Petersburg kommen folgende Meldungen: ,\n ^chu- micha bei Tscheljabinsk sind40HäuserundvielcWaren- lager niebevgebrannt. Der Scyaoen wird auf eine halbe Million Rubel gesclfätzl. — In Karaulo wska bei Ufa sind 300 Wohngebäude und ein Kornspeicher verbrannt; 264 Stück Rindvieh sind miwerbrannt. .
Aus Madrid wird gemeldet: Am Mittwoch nachmittag erfolgte ein heiliges Erdbeben, begleitet von unterirdischem Getöse. Ter Bevölkerung bemächtigte sich große Erregung.
möchentl Uevmichl OerSoöestäUc L ö. Stadl Sieden.
21. Woche. Vom 21. bis 27. Mai 1911.
Einwohnerzahl.: angenommen zu 31,300 sinkt. 1600 Mann Militär.) SlerblichkeilLjiiier: 11,64
nach Abzug von 6 i»vt5fremoeii. 21,60 Vn.
Minder
vom
•15. Jahr:
ES starben au Zusammen: Erwachsene: nn
1. Lebensfayr:
Altersschwäche
2
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itebensfchiväche
2(1)
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2(1)
Tuberkulose
2(1)
2 (1)
—
Lungenentzündung
2(1)
2 (1)
—
Gallenblafeu-Ent-
züubung
KD
KD
—
Krebs
2 (2)
2(2)
—
Selbstmord
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töbl. Körperverletzung
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