Ausgabe 
6.12.1911 Viertes Blatt
 
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161. Jahrgang

viertes Blatt

M. 287

Erfchenn fS-Iich mit Ausnahme des Smmtag«.

N? j

es6ei

Schrfinke

Akten- Fonnular-

N'oten-

Blieber- etc.

Mittwoch, 6. Dezember 19U

Reranon-druck und Verlag der Br üblichen Unu>crfu6t5 - Buch» und 6tcinbrudettL R. Lange, Dießen.

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Ostdeutsche Ausstellung Posen 1911

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r-.eGießener fiamllienblättet- werden dem Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, da« Krtlsblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. DiermibwlNschaftliche, Seit» fragen' erscheinen monatlich zweimal.

Redaktion, C^vedition und Tnickerei: Schul» siraße 7. Erved'.non uiid Verlag: 6L

Redaktion: HL. LeU-Adr-An^eigerÄtetzen.

EebrirnAe Oefcn

und Herde

und stets Dorratbi und werden ;n den btUlgiten Hreiien abgegeben. Ofengeschäft Dürbeck * ttavlansgassr, Tel. 58V. 17086

am gänzlich damit zu räumen wehr billig.

H.Ktüm. Papierhandlung.

J^ntibnk !7T#ni(lxfl

wandern und liessen.

03. H. (L Ter Zweigverein Dießen des Vogels­berger Höhenklubs nnleruahin am vergangene'i Sonntag feine V. Heremswanderung, die von Metzlar aus an' gut bezetcii- neteiii Wege (schivarzes Tieied) über den malerlfch gelegenen KalSiiinnt, am Alagdalenerhäuser-Hos vorüber zunachit zur L b e r n d o r f e r Hütte nchite. Räderwerk und Arbeiter Dielet habnk lür landwirlfchaltliche Maschinen ballen Sonntagsruhe; um |o eifriger wäre,» Die 50 Wanderer beichälligt, ihr wohlverdientes ßrübflnd zu verzehren. Nach längerer Haufe gings zum naben B r a n n' e 1S, Desien iveil in die Laude schauendes Schloß mn feinem beirlidicu Hark uetS feine alte Anzichiingskrast auf die iuvinemvelt anSübt. Ein guter Tropfen Der Brauerei Wahl. G borlicDcc lind Soli forgten dafür, die Alltagssorgen für einige Stunden zu verfchencben. Schnell fchivand Die Zeit, und neu gestärkt wurde der Weg zum Siaatsbahnbo' angetreien. - Zwar verdinderie Tezemdernebel, die landscha tlichen <-choubeiten voll zu genießen; trotzdem lonnte man mit Dem Geschauten zu­frieden fein. Tie Fernsicht vom Kalsmunt, die Ausiichten ms Lahn- und Solmsdachtal, der Blick auf das schloß, loioie das

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als Rollpulte, 6998

VcrmiicbUf.

Tie neuenMiigtieoe. w y u a n er u'ditn M a; v miliansordens. Wtc wir bereits mitteilten, hat Gerhart Hauptmann den bayerischen Marimisiansorden erbauen. Aus,ecc:m ist diese Ordeiisauszeichmtng noch einer Reche her­vorragend. i Männer der Äunft unb Wiiicufchaft verliehen worden, in der Abteilung Wissenschaft: dem Hrofessor für Mathe- mäht an der Unumitai Atuncheu Geh. Hofrat Tr. Aurel Boß, Cem Professor für Botanik an her Umotnitäl Münd)en Geh. Hoi- rai Ti r Goebel, dem Professor der Physiologie an der Unwcrntäl Leipzig Tr. C)vald gering; in her Abteilung K u n st: Dem Maler Gustav Schönleber in Karlsruhe, dem Maler Atademieproscssor Angelo Jank in München, dem Maler und Bildhauer Friß Boehle in Frankfurt a. M., dem Arckitett Brosessor Emanuel v. Seidl.

herrliche Landschastsbild, da« sich am Nachmittage von der Schloß» 1 erraffe aus bei, konnten selbst verwöhnte loutiiienauaeii entzüden. Auch der Wald halle noch manchen Schmuck zu bieten: rote und schwarze Beeren, frifchgrüue« öaniitraut, fciubläUenge« Moos, lelbft Kätzchen ter Haselnuß, die gerne zum Andenken an fröhliche Wanderstundeii nach v>au|e mitgenommen wurden.

lunn. fesselnde Charakterzeichnung, schöne Svrache und einen wahr* haft poetischen .Vaud). Solche Clgenschasien erbeben bieic Bande weil über das Niveau der zahlreichen Jugend und Hqlfvidirif* tat, die alhährhd) auf den Markt geworfen iverden. Sie feien daher als Festgcicheuke für die fugend ivarmiten» einp'ol>len. In der gleichen Sammlung erschienen früher in glcidici '..ut- ftattung und zu gleichem Preise Band 1. Brinno her Chatten- fürst. Band 2. Wel>e den Belegten. Band 3. l'inhminh.

Jairb 4. Gundakar. Alle für.' Bande ;,uiammen in seinem G - schon Har ton bllden ein ansehiUiches Festgeschenk für Minbcr vom 10. Jahre ab und kosten, wenn ans einmal bezogen, nur Mk 5 .flau Mk. 6,25) ___________________________

vüchertisch.

I m Forst Hause sfä l ken horst". Erzählungen und Schilderungen aus dem Leden im Bergforsthause und im Bergwalde von Albert Kleinschmidt. 5. Jahrgang Ver­lag von Emil Noth in Gießen. Ein neuer Falkenhorst! Tiefe Ankundiguny bedeutet für viele Weihnachtstische unserer Jugend zugleich tue Auswahl des Weihnachtsbuchcs llnb eine willkommene, geradezu mit Begeisterung begrüßte Gabe ist es vor allem für jeden deutschen Knaben von 10 bis 16 Jahren. Aber nicht nur die Knaben werden an den trächtigen gemüt­vollen Schilderungen aus dem Leben des deutschen Waldes ihre Freude Haden, and) die gleichaltrigen Mädchen werden in gleicher Weise ihren Verstand, ihr Herz und Gemüt an den naturwahren und anziehenden Schilderungen erfreuen und erfrischen. Und wenn Vater oder Mutter sichFalkenhorst" vornehmen, wird es nicht beim gehankenlosen Blättern in hem prächtigen Buche bleiben, sondern sie werden bald gefesselt fein von dem Buche, Das mehr als viele andere anspruchsvoller auftretende Erzeugnisse Der erzählenden Literatur den Namen eines echten deutschen Volks­buches verdient. EH ist das Hohelied vom deutschen Walde, oofti deutschen Familien- und Jägerleben, das uns Albert Klein­schmidt erzählt. Jetzt zum füniten Mal, gleich anziehend wie in Den früheren Jahrgängen und doch wieder völlig neu. Herr­liche knorrige Gestalten aus der grünen Zunft führt das Buch uns vor Augen. Ter erzählende Ton ist durchweg frisch gehalten und wohl jeher Leser wird die sympatischen Gestalten der Fa­milie des Oberförsters Kühn und feiner jugendlichen städtischen Verwandten halb lieb gewinnen und froh die weiteren Bände erivarten, um den ferneren Lebensweg der Heranwachsenden Knaben erfahren Tazwischen läuft eine Fülle von Mitteilungen au5 Dem Leben des deutschen Waldes, lebenswahre Bilder aus dem Tier- und Vflanzeiileben, die sozusagen unmerNich in das Natur­studium einsühren und von der Jugend sicher mit mehr Nutzen gelesen werden, als sonstige Natur- und Jagdschilderungen. So ergänzen die stattlichen geschmadvollen Bände in wertvoller Weise die naturkundlichen Lehrbücher nicht nur, sondern auch Die sonstige Jugendlektüre, ohne die schädlichen Wirkungen von Indianer- und Abenteurergeschichten zu haben. Zahlreiche präch­tige lebenswahre Illustrationen veranschaulichen die Schilde- tungern fin trefilicher Weise und es ist in der Tat erstaunlich. Daß für den Preis von 4 Mark ein so geschmackvoll gebundener Band mit so viel Bildern (darunter vier hübschen Farbendruck- bildern) geboten werden kann, llnb wer an dem neuesten Band Falkenhorst" sich erfreut hat und dadurch Lust erhält, auch seme vier Vorgänger kennen zu lernen, dem sei mitgeteilt, da; sämtliche fünf Bände in einem Futteral zu 16 Mark, also iwch wesentlich billiger, bezogen werden können. E. H.

Aus deutscher Vorzeit. Erzählungen für die

Die gemeinnützigen und unparteiischen Rechts- Aurlunstsftellen.

Ter Verband der demichen gemeinnützigen und unparteilscheii NtchisauSkunitilellen, die führende unb treibende Kraft der Rechts» au^lmiflsiieUenbeivegllng, Hal junflfi einen ausführlichen Geichaus- dericht erüatict, der über das Fortschreiten der gemeinnützigen Rechtsauskunft und des Verbandes eingehende Angaben enthalt. Tie Mitgllederzahl des Verbandes ift von 171 im Jahre IVUti auf tz07 angeivachjen, die Zahl der gemeinnützigen NechtSanskunflstellen hat eine flaue Zunahme «Vahren, Die von ihnen erteilten Aus- küntte sind von 12981» un Jahre 19u8 auf 270 824 mi Jahre i9u9 unb am 52 1 488 im Jzthre 1910 geiiicgeiu

Tie Au « kunfts ueh enden sind zum weitaus größten Teile Minderbemittelte, Denen ja die gemeinnützige Rechtsauekunst m enter Luue zu gute kommen füll; nur in fragen der gewerbllcheii und sozialen Gesetzgebung wird auch Bemittelten Auskunft erteilt.

Unter den bearbeiteten iHed)togebieten nehmen da» Mecht des ArbeilsoertrageS und der Arbeiterversicherung, das Al,et- recht und das Fanullenrecht den breiteueii Nanni ein. AIS be- fonders werwolle Enirichlung des Verbandes hat sich die Ver­tretung vor dem NeichsvernchernngSamt erwiesen, der m der Be- tnbUiCil mehr Denn 1200 Unfall- und Jnvalidenversicherungssachen zur Vertretung übertragen wurden.

Tie Mitarbeit von Juristen (amtlichen und ehrenamtlichen) hat erheblich ziigenoinmen, verjchleDentlich werden auch-den Aechls- auakunftitellen Aeierendare zur '.'lusbildiuig übcriviefen. Wichtige Minister,alerlafse ivesien aiiSdrüdlich auf den hohen AnSbilDungs- wert der genieinnützigen Nechtsauskunitstellen für die Juristen hin. Tie voii den geniemnützlgen Nechtgaustunftstellen in nmiang- reichem Maße geübte schiedsrichterliche Tätigkeit erfährt einen be- detitunaSvollen Ausba>l baburd), daß man beginnt, den Heitern öhentlicher ittechtsauskunststellen Das Amt eines Schiedsmanncv zu übertragen. Tas Archiv Des Verbandes, die von ihm heraus- gegebenen l'lertblätter und Die sonnigen Einrichtungen des Ver­bandes weisen eine lebhaite Inanspruchnahme aut. Insbesondere haben sich die Benrebungen zur Belampsung der Schivmdeinrmen als erfolgreich erwiesen. Tie Geschausilelle des Verbandes be­findet sich in Lübeck.

Lustjehiffahrt.

Ein transatlantisches Luftschiff, lieber die Plane des (atmen amerilaniidjcn Luttschifscrs I. B r u ck e r, der dic bern'vgene .'lb sicht lutt, den Flug von der Stufte der Alten ^Welt nad) Amerila zu wagen, macht der Korreivondent der Tailh Mail einige nähere Angaben. Brücker ist seit turzem wieder in Berlin und hofft, bereits in wenigen Monaten die Luftreife nach Amerika antreiuii zu formen. Sein besonders für diesen Zweck gebautes Luftschiff, herSuckard', wird demnächst nach Berlin überführt, um in Johannisthal ausgerüstet zu werden. Ter Luft- kreuzer wird 12 00U Mubitmcter Gas fassen, 220 Fuß Lang fein und einen Turchmesser von 50 Meter aunveifen. Tas Fahrzeug ist nach hem Varseval-Hrinzip gebaut, mit drei Gasfäckcn, und soll Uber eine Hebekraft von rund 9000 ttitogramm verfügen. Ein Trittei diese- Gewichtes entfällt auf das Gasolin. Die zwei Motore entwickeln 220 Hferdekräftc, die mit Unterstützung des Dassatmindes dem Luftschift eine Schnelligkeit von etwa 48 Kilo­meter in der Stunde geben füllen. Für den Fall eines Unglückes führt betSuchard" ein Motorboot mit, das den Insassen des Luftschifses im Wotrall Zuflucht gcwährerr wird. Lbgleich man dem cnhgültigen Ergebnis des Brücker scheu Planes in Berlin mit skep­tischer Zurückhaltung entgegen blickt, bat doch das heilere ver­trauensvolle unb unternehmende Wesen des roageluüigen Ameri- kaners ihm in Johanmsibal bereite viele Freunde erworben.

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(Goldmundstück)

Cigaretten für Feinschmecker!

Man hüte sich vor täuschenden,qualitativ minderwertigen Nachahmungen*

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- «artosfelmartt-Berlcht vom 4. Tezember 1911. Berlin: Note Taber - t. >.öll.7o, auDcvc rote Sorten Mk. 3.850.00, Magnum bonum Alk. 3.853.4b, weiße runde Tlf. 8.U0- 8.1U. Breslau: Note Taber Alk. 2.50-3.0 , andere rote cotten 2. .0 bis 3.00, Magnum bonum Tlf. 3.303.50, weiße runde Alk. 8.1'u - 3.20. UiegniQ: Note Taber Mk. 2.80-O.uu, anbcie rote Sorten Mk. 2.708.00, Magnum bonum Mk. 3.208.50, weiße runde 2.808.10. Leipzig: Note Taber Alk. 0.00, andere rote corteu 8 200.00, Magnum bonum 3.550 00, weiße runde Alk 8 30 - 0.00, Gelbfleischige blaue Vik. 0.00, rote Alk. 0.00-0.00, iveiße 0.00-0.- 0. Saarlouis: Note Taber Alk. 0.00-0.00, andere rote «orten Mk. 4.O0-8.30, Dlagnum bonum Alk. 0.00-0.00, weiße runde Mk. 4.000.00, Gelbfleischige blaue Mk. 0.000.00, rote O.uu bi* 0.00, weiße 0.00. tt empe n a. Rh.: Rote Taber Mk. 0.00, andere rote Sorten Alk. 0.000.00, Magnum bonum Alk. 8.500.' 0, iveiye nmbe .000.00, Olelbfleischige rote 4.00 - 0.00. Dor t ut und: Note Taber Alk. 0.00, aubere rote Sorten Mk. 0.00-0.00, Alagnnm bonuni Alk. 3.50-3.80, iveiße runde 3.U0-3.2O, Gelbsleischige blaue Mk 0.00-0.00, rote Alk. 3.40-3.80, iveiße Mk 0.00-00. Hlaibt: Rote Taber Alk. 3.70, andere rote Sorten Mk. 0.00 biü u.üO, Alagnum bonum Alk. 8.40-0.00, Gelbfleischige rote Mk. 3.60. i'.'tllcs für 50 Kg3

Eichener Anzeigen

Eeneral-Anzeiger für ©bertjejfcn

Jugend und Holf von Albert Kleinschmidt. Band 5. Gott­fried vom Rabenhote. Aus der Zeit der Kriege mit den Ungarn (910 n. Chr.) In Kalikoband gebunden mit Titelbild Mk. 1,25. Verlag von Emil Roth in Gießen. Jugend- imnften von dem Versas er der mehrmals preisgekrönten Jugcnd- schristIm Forsthause Falkenhorft" sind von vornhere.n textlich als hervorragend und packend an-usprecben. Tie solid aus- gcftatieten Bändchen bieten eine oortrefsiiche Lektüre für die deutsche Jugend, sowohl zur Unterhaltung als auch zur Belehrung. In spamiender Weise führen sie uns in das Leben, die Sitten und Gebrauche unserer deutschen Vorfahren ein, bringen eine Fülle historisch treuer Einzelheiten unb führen uns fesselnde Charaktere vor, die Den jugendlichen Leser wohl zu begeistern vermögen. Tiefe Jugend- und Volksschristen, die ein anschauliches Bild deutscher Vorzeü entrollen, haben alle Vorzüge: geschichtliche Färbung, heimatlichen und vaterländischen Geist, spannende Hand-

Höchste Auszeichnungen:

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der Internat. Hygiene Ausstellung

Dresden 1911

Beel- u4 TUf-

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