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Freitag, 8. September 19U
161. Jahrgang
Erstes Blatt
Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten.
reinen fleincn Abständen Der
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Telcphonie in Betracht kommen, bei törrr Ikbcittnflima über lange Trabt- unt> Ma bell errungen in üendn ebenem Wafje gcfrimpu wer- Den, wodurch eure Verzerrung her spräche bervorgcruien wird. Eine wichtige Rolle in langen Veilungen fpteli oud, jene In- buitionseridiniuing, die wir unter dem Ramm „selbuinbultton" kennen und d,e sich dadurch äufem, datz beim lrntittl)cii ooer $et» schwinden eines Stromes in der Veitung IiibukttonSUrvm. tm ersten jalle entgegengesetzt, im »weilen gleid gerichtet auitreten. Bei richtiger Abmessung der sclb'Unduklion und MDpaytät m einem Stromkreis kann man die SSirlungen beider Juibebn Wan tonnte also btc Wirkung bei Mapajität ciner Veitimg durch ent» sprechende Selbstmbuktton auibeben, ivenn man die Selbstinduktion ebenso gleichmätzu, über die Veitung verteilen konnte, wie die Alapa- jität es ist Bon dieser Uebetkgung ausgebend, bat tlupm eine Verbesserung der Ferniprech-Fermcirungen durch punlnormig vet- teilte sclbinnbuktwnen selbNinduktionsrollen oder ihivutipulcn) eryelt. seine Erfindung beliebt allo in der cmidjaliung von genau bemessenen Selbsnnbuttionsrollen in die Vcitungen in ge» wissen kleinen Abständen Tcr 3pulenabftanb stelll sich bu Freileitungen aui etwa acht Silometer. ba ttabellcuungcn ist ec
Gin ReichNa^abgeordneter a!8 angeblichtr „blinbtr" Passagier.
Ein „blinder Passagier" bcuu^lc die erste Klasse des Personenzuaes nach Braunschwctg. so mctdetc de. amtliche Polizeibertcht non Braunschweig. Bei Feststellung der Personalien des Ucbcltatcro wurde ,eitgestellt, das; es sich um den Reichstagsabgeordneten Bäckermeister R i e f c berg aus Quedlinburg bandelte, der sich tm Bc sine seiner roten Aus weis karte befand, die bekanntlich zur freien F-ahrt in erster Masse auf allen Eisenbahnen des Deutschen Reiches berechtigt. Herr Rtcseberg mar m Halberstadt ahnungslos in ein Abteil erster Klasse eingestiegen, hatte cs sich dort als schlichter Mann bequem gemacht und sogar — eilt Prischen genommen Tas schien einem Assessor, der in demselben Abteil erster Masse säst, nicht zu behagen, und er mag die Frage ventiliert haben, wie dieser einfache (Vast in die erste Klasse gekomnsen. Als nun der Bäckermeister bei der Antunst in Braunschweig sich in die Bahnhosswtrtschaft begab und dort eine Tasse . gasfee trank, erschien auf Beranlasfung des Mitreticndeu
politische Tagesschau.
Eine konservative Kandidatur in Leipzig.
Die .Nationalliberalen Blätter" enthalten eine interessante Zuschrift aus Leipziger 'Parteikreiseti, in der es
«e)i0»rei*i
•nonatltATblTt^üierlel- ädckich Mk. I»; bunt) Ylbbole- u. Zweigstellen monatlich 66 Pldurch ?iePoi'iMk.r.—viertel- i.tbrt. ausichl. Bestell-, iedenprert: lokal l6Pi^ aulioärt» 20 Mennig. G befrrbatieur : 1L Boe st. verantwortlich für den polnischen 5teil: 9luau<t <^oe*; für .Feuille- u>n*, .Verwischle»' und .®end)i«|aal": st. Reu- ratb; hu .Eiabt und
iliiieigenitil; H. Beck.
Deutscher Pfarrertag.
:: Eisenach, 7. Sept. Schlutztag
Nach einem Festgollcsdienu nui brr Wartburg wurde dir Teutfchc Piarrertag in feiner »weiten und letzten öanptDeriamm* lung zunächst von den Bertretern der kirchlichen und städtischen Bclwroeii begrüßt. _ .,
.’öicraui erstattete der Veibandsvoriitzenbe Tekau ztiB' mann Eubach, den Jahresbericht, wobei er einen Blick aus die i"e samt läge der cpangelischeu ft i r dj c in T e u 1 i d) l a n b warf und als allgemeinen Eindruck tonnatierte.
Kanjkr und Staatsfefretär.
„Nordd. Allg. Itg " schreibt :
Reichskanzler, der am Mittwoch abend von
Nervosität in Metz
Metz, 7. Sept. Nach einer Auskunft der Direktion der städtischen Sparkasse beträgt die Summe der in den ersten Tagen der Woche infolge von striegsgeruchten abgehobenen Einlagen insgesamt rund BTOCO'j Mk. ^n- znuschen hörte die Erregung auf. Heute ist niemand zur Abhebung von Einlagen erschienen.
Verbcficrungen im Zernsprechverlchr.
1er Satz, dost neue Mittel und Wege nicht nur den vor- fanbenen Verkehr tu iörbern, sondern Jogar ein bi- babin gänzlich fehlendes vertehrSbedrirstus ins Veden zu rmen vermögen, wirb am besten illustriert burch die gewaltige ^Entwicklung der Telephone in den drei letzten 3abr.;ebnten. Tte pbone, die aus Amerika zu uns kamen, würben wobt als eine wunderbare Erfindung angcitaunt, landen jedoch nur in de schrankt em Matze praktische V.i wendung. -tte ersten Aoparau litten noch an dem liebeluanb, datz der llebertragiing aui grotz Entsernungen btc bohen Tone i'iibältnu'mäyig ,,ar^cril,v't*yTfl^‘ geben wurden alS die tiefen, ind die )ti<mgiarbe ipeienthd) ourc die Starke der Qdertöne bedingt war. -»-'esc Mitzitande wurden bedeutend abgcidiwadit durch Simchaltung des Mr^ophot^. da.- mir Hilse eines Batteriestromc» geimgend krai.,ge ^thwingungei. in der empfangenden Telephonmeinbmne ermöglichte
Deutschland war daö erst« Vand, daS den sZernsprecher aud dem Stadium der Versuche in die 'Braju? überführte. 3m Januar 1861 würbe das erste Lnsfermprechnetz m Mui haue im Eliatz dem Verkehr übergeben und am 1. Avni desselben Jahres folgte bic Stadl.Ferniprechemnchtung in oerlut nut iyo ^vrechsteilen — etwa? wenig im Verhältnis zu den svrecv- stellen, mit denen das Mu!Hauser Netz eröffnet wurde. ES mutet eigenartig an, datz der größt. Verkehrstechmker seiner Zeit, der Generalpostmeister 2 t c p b a n, der allgemeinen ßujTüörung oe. uernsprecherS sehr skeptisch gegenüberstand: er wollte den telc- Pbonndnm Verkehr nur als Monopol der Regierung gelten lauen. Unter anderem wurde der Einwaiid erhoben, es könne tn Berlin eine Revolution ausbrechen und Nachrichten hierüber durch das Telepbon nach auswärts gesandt werben, ohne datz bic Regierung eine Kontrolle darüber hätte Trotz dieser kleinlichen bureau- lratischcii Bedenken hat der Fernsprecher btc Welt erobert: immer dichter werden die Maschen des Semsprcchnetzes und immer großer btc Entfernungen des telephonischen Verkehrs.
Die Fcrnsprechverbindunasleimngcn im Reichstelegravhenge- biet Haden im Vauie der letzten Jahre eine so starke Ausgcstairung und Verdichrung erfobren, datz alle vauvtlatchstratzen und die meisten sonstigen Landwege nut obcrirötftben Vmicn besetzt ,md. Zahlreiche fvernsprcchleiningen verlauten auch lang-.- der epen- bahitcn, teils an den vorl)andenen xdcgrapbenlinun, teils cn befonders errichteten Gestängen. Mit der zunehmenden Belastung der Vmicn wird cs aber immer schwerer, neue Vnrungen durch
^^Vtun ist also glücklich eine konservative Kandidatur in Leipzig zustande gekommen Es war cm saures -stuck Arbeit. Schon im Mai vorigen Jahres hatte der fonieroatiDc Verein der Presse nutgeteilt, datz die Ausstellung k»ner „eigenen Kandidatur" beschlossene Sache fei, und noch weit trüber hatu dtc ftreuutitung" dem nationalliberalen Reickstagsabgeorduelen zt.
(fine Unterredung m t Zoffuf Ojiebfn.
Tcr türkische Throniolger ivor am Mittwoch abend im „frankfurter Hof" beim Diner zu 23 Gedecken Im Verlauf des Mahle- brachte der kommandierende General v. Eichhorn einen Trinkspruch auf die kilrkische Regierung aus, den der Kämmerer Enver Ben ermtbcrtc. Alsdann erhob sich der Thronfolger au euiem Toast au s die deutsche Regierung, welche der türkischen die so hervorragende und treue Vehrmeisterin gcivesen sei
Bor dem Diner empfing der Thronfolger einen Vertreter der „Frankfurter Zeitung", dem er erzählte, dvP er ;u den begeisterten Verehrern Friedrich» des Großen und Kaiser Wilhelms 1. zähle. Man Unbc für ihn eigens die Geschichte des Großen Friedrich ins Türkische übkrsetzen miissen, doch sei es bezeichnend, daß dies erst vor zwei Jahren, nach der Absepung Abdul Hamids, geschehen durfte Während feines Berliner Aufenthaltes gab der Thronfolger seiner marinen Verehrung auch äußerlich Ausdruck. Er legte im Mausoleum dieser Herrscher Kränze nieder imb verweilte lange an deren Ruhestätten. Der Prinz, der abends von Frankfurt aus ein in den herzlichsten Worten abgefaßteS Tanhelcgramni für die ausge zeichnete Aufnahme, deren er am deutschen Kaiserhof teilhaftig wurde, an Kaiser Wilhelm absandte, drückte den Wumch auS, dem Vertreter der „Frankmrier Zeining" zu versichern, welchen tiefen Eindruck er von seinem Besuch in Deutschland in seine Heimat mitnehine Er erblicke in dem glänzenden Empfang den Ausdruck wärmster H e r z c n S j n m p a t h i e des zroßinächtig vorwärts- schreitcnden dLittfchen Volkes für die ottomanstche Wahoij, welche diese Sumvathie in ihrem Lanzen Werte »t würdigen wisse. Die E r i h n e r ii n g , die er von seinem Besuche nltknchmc, werde für ihn unauslöschlich fein. 5ic zähle zu den schönsten und crhabcndsten seines Lebens.
____ Berlin eintraj, hatte nach feiner Ankunft eine längere Befprechnng mit dem staatsfekre- tdr de» Auswärtige n V. K i d e r l c n - W ä ch t c r; am Donnerstag schloffen sich m e h r f a ch e K o n f e r e n z e n an Die nächste Besprechung des Staatssekretärs mit dem französischen Botschafter findet vorausfichttich Donnerstag abenb oder Freitag früh statt.
Inztvifchen ist nichts weiter verlautet Auch die vor stehende Meldung beweist, daß der „glattere Verlauf", den die ,,'Jtorbb. Alla Zta" vor drei Tagen in Aussicht ste.lte, keineswegs verbiirgl ifi Es fei denn, daß die deutsche Re giernng sich unter das französische Joch beugen «volle Dazu wären aber keine langen Konferenzen erforderlich Ein sehr törichtes 6k*riitht aus England darf nicht unerwähnt blinber. Ter Berichterstatter der „Dail y Mail ui Berlin telegraphiert feinem Blatte:
Ich bin in der Lage, eine sehr b e z e i ch n e n d c A e u tz e r un g zu wiebcrholeii, die xxrr von Kiderlen-Wächter zu Bc ginn bet legten Woche den zwei sonbergefanbten einer tremben '"7ad)t gemeint ist natürlich Amerika — getan hat. Nachdem er sich über die Marokko-Uragc geäutzerk hatte, erklärte bei Staatssekretär: ,.Es wirb nicht z u m Krieg kommeu llnseic Meimmgsverichwdenbciten mit Frankreich sind tm Be griffe, sich ;u ordnen Wir werden die offene Tur in Marokko und territoriale Eiitsckwdigungen von Frankreich erlwUen. Kem beniidKi Kanzler fonnic e» tragen, dem Reichstag gegenüber einen Krieg wegen ein paar marokkanischer Land- bügel zu rechtfertigen Ehe der Reichstag am 10. Chöbet wieder eröffnet >oird, durste bic ganze Frage erledigt lern.
Wenn der Staatssekretär wirklich so unbcgrcdlimc An fichten hegte, würde er fich doch wohl kaum mit langen Verhandlungen plagen Er müßte sich sagen, daß in dem Augenblick, wo die Wett von seinen Aeußernngen erfahren ttnlrbc — unb das konnte auf keinen Fall auSbleiben — ce Herrn Cambon gegenüber keiner diplomakifchen Künste mehr bedürfte, beim dieser Herr würde sich ja zweifellos danach richten. Wir halten es für beschämens hast cd einige denljchc Zeitungen gibt, die das Geschwap des englischen Herichlerslatters, der einfach wieder einmal zu einer Erfindung gegriffen hat, ohne itommentar roicbergcgebcn
gewählten Herren künftig jeder Unterstützung unwürdig $adi : bicier Krieqsansage konnte man meinen, die koniervative Partei werbe es für eine Ehrensache halten, den besten Mann aus ihrem ( Vager gegen Tr. ?mncf vorzuichicken Denn seine liberale Politik j war es hoch, bie ihren Groll erregte, unb es mußte ihr baraui j anfommni, ben Beweis zu lieinn. um roteviel bester ihr Manu , mit einer aut konservaiioen Politik ben Wählern zu imponieren oerstebr Wcrthalb Jahre bat der konservative Verein gc braucht, um bie „eigene Kandidatur zustande zu bringen. To» liebe, als enclidi in diesen Tagen der Erkorene genannt unb bekannt würbe, ba erhob sich ein gelinbcs Erstaunen xenn (in entidiloiiener Xärnvier für die konservative ^adn- m Marrne- piarri i a I Wange in a n n aus Gautzsch gerabc nicht In bem streng verttaulidien Rundschreiben, mU welchem brr komer vatiuc Verein zur Aistsiellung be> Herrn Wan.i.maiiil bie Ihr traufiiomännei ciitlub, unb bas von bei ioviilbemofrotudicn „Veipüger Volkszeitung" ab.ieiangen unb veröffentlicht würbe, wirb bei ^nnbtöat miebrüdlid) bamit empfohlen, bau er „kein 9a r tri mann" fei. Ader was soll er? Welche Auigabe nt ihm geil eilt? In wenigen Zeilen bringt es bic „Krcuzzeituiui in einer Zistchnst ans Sachsen fertig, zu veriichern, bau bie nanbibatur Wangemann bestimmt Ie,, b i e W > ebciwal, l bev T r. 3 und ju | i di e r n , fie soll einen Ri ttungsait vor stellen aber gleich baraui heißt t» „Diese «anbibatnr ist keineswegs als bloße x*,ähltanbibatur gebucht, wubein |ic bietet qar nicht ungunütge Aussichten " Man will also, wenn möglich, Tr 3und aus bei Stichwahl ansschetben, und hofft bann, mit bem eigenen Manbibatcn zu fiegen. co einfach liegen btc Tut^c aber nicht Man vergißt, baß es nicht bloß aui btc Partei luganiiation ankom.nt. sondern auch auf eine qrouc Menge von Wählern, bie iur 3und zu haben sind, bic aber, wenn fte ihn Der (onicruativen Wahlvolitik wegen unterliegen sehen lolltcn. sich s<ineswcgs iiigunücn seines Wegners emo Einichwenkung bc fehlen lasten werben Dies um io weniger, als 'Viarrer Wange nann iidi der Wirtschaftlichen Bereinigung an mschlietzcu gedenkt ' e
Zum tfrlatj eine« Neichstheatergesehes wird uns geschrieben:
Tic Vorarbeiten für ein Reickistheatcrgesep und megen einer Reihe besonderer Schwierigkeiten ins Stocken geraten, so daß eine Einbringung eines Lheatergefcßcs fui bic erste -ession bev neuen Reichstags lau in zu envaricn stehen durfte Vorausficntlich meiden im Vmnc des Herbstes nut ' bekannten Theatermänncrn Besprechungen übet diese Ma- 1 teric cingeleitet iveroen. um neue Grundlagen für den Entwurf zu schaffen: auch bic Vornahme von amtttchen Erhcbuugeii über eine Reihe von Fragen, bie burd) ben Ent- 1 nmrf berührt werben, ist vorgesehen
iemmgen auf etwa acht Kilometer:
wegen der hoben Kapazität bedeutend fleinet uho be i gt nur 1,5 Kilometer Das Pupustnstem bietet iur Ierniprech-Fem- lettungen iowohl technstch wie wirndrofthdi groue Vorteile Es wird Me schädliche Einwirkung bei Xapa iiät b.r Vc.tuni-brähte au'gchobeii unb eme ©erftänbigung auf bebcutenb gröbere Entfernungen ermöglicht oder mH anderen tioricn. mit einem gleichen Aufwand von Vnuuig=tupier wird ein. um 3<XJ bi- 400 Prozcm bessere Uebatragur., als ohne Eni'd»al'.ung bei Jupm- f pul en erreicht Tte ersten Vcr'uche mit diesem Loste« auf untembticfcnn Kabel wurden zwischen Berlin ur.b Poteoam mU bestem Erfolge durchgefübrt. Man wird daher in Zaiunii immer mehr dazi. übergehen, tue Fernsprechleikungeu am große Entfernungen in Kabeln unimrciidi zu verlegcn Tamil wirb Dann auch den $emeb*unttrbrediungcn abgehoben sein, tic bei den oberirdischen Vmien infolge von Stürmen, Zchncebclastung der Trabte vsw. öfter eintreten unb den Verkehr ichwer benachteiligen. Tte großen Vorige des Telephonoerkehrs über untenrbndi vet- [egte KabcUcitungen mit Pupimputcn gaben auch ocn .1 Heften her Kaufmannschaft von Berlin Beranlai'ung, nunm;I;t beim Staats''ekretär des Reich-Postamts vorftclhfl zu werben wegen Verlegung eines deutsch-englischenFerns-rechkabels! zwisi^n Berlin und London.
zu lesen mar, daß der Inhaber derfelbcn der Reick'Stagsabg Bäckcrmcfter Rteseberg ans Quedlinburg je» Ader das genugte dem diensteifrigen Beamten mdit. denn die Marie konnte jn gestohlen sein Jetzt wurde bu -adic fruUdi bodi als » elfer in der ersckneti plötzlich ein Bekannter des Herrn Riefeberg, brr in ber Lage war, ben vermeiutltthen .blinden" Passagier yi legitimieren. Tieser zog es nun vor fidi der roten «usweiskarte nicht mehr zu bedienen, loste vielmehr ein Billett zweiter Klasse unb bampitc nach diesem Intermezzo vergnügt nach Gifhorn ab
Zur angeblichen Abschaffung ber kSeldbrieslrager, bie noch in der letzten Nummer de ..Tag" besprochen mürbe, wirb uns von zuständigei -eite miiflctcitt. daß dte in ba Presse aufgetauchte Nadi richt nidit zutrifft Uno Ab- schassung ber Geldbestellung burdi besondere Beamte ,n den großen 'täbteii ist nidit beabsichtigt Tic Gelbbestellung burdi die geivöhnlidien Briefträger läßt sich gar nicht bnrch- fübreit, weil babiirdi bic Botengänge zu sehr aii^.'bebut mer ben unb bie planmäßigen Bestellung Zeiten nicht eingehalten Hierbei, konnten. Es mußten somit mein Briefträger eingestellt werben, eine Ersparnis würbe also nicht eintreten
iiibringen, unb die Tclegraphenix'rwaltung sieht "ch vor btc 9Un- gabc gestellt, beizeiten Maßnahmen zu treffen, nm den weiteren Ausbau des Iernfpicchnctzes auch für die Iulunu ucher ;>i liclltn. । r ui Ai nonimen, au: den Hauptstn
brähn-K Kabel untcnrbiid) zu verlegen, die mit Pupi n , vulen ausgerüstet werben iollai Zunächst ist cm wlches Kabel von Berlin nach Magdeburg geplant, ba; ipätcr abid)nittwnfc über £(Onnover nam bem rbciniidj wfitialiidjcn Inbustricbezirke ver- (ängert werben soll. Es wirb fünfzig Toppdabem enthalten, von benen ic zwei mittels Toppcljprcdjid'aliung zu einem iwikren Stromwege vereinigt werden tonnen, io b.itz im ganzen co Zer» binbungen zur Benügung stehen. Tas kabel wirb, wenn es in faner ganzen Vangc vollendet ist, cmitroeilcn ans reichen, .im alle <iauvwlätze gut bem Wege von Berlin nach dem Rheinland und Westfalen mii unterirdisch.n Fernsprcchperbindungen zu venorgen Da» von bem Professor M ichae 1 l'iiDin errunbene System zur Verbesserung der Fernsprcchfernleimngen ermöglicht er» den Tclephonverkehr aui große Entfernungen. Früher war ein Telephonieren nur am mehrere Hunden Kilometer ^möglich, und t:c längste Entfernung, über die ein öffentlicher prcchverkchr de- stand, wac Berlin—Pans mit einer Ennernung von etwa Kilometern. Bei sehr langen Vtirungen gewöhnlicher Art, besonders bet UntcrgrmiMabeln, ist nun die Kaparuat und ber Widerstand des Veuungöwege» so bcbcutenb, bap von der au&ge« fand!en, an sich schon iehr genngen otromenergte nur ent io Keiner Bruchteil am ErnpKmgsort anlangt, datz bie VautWirkung iebr beeinträchtigt wird, und eme Verständigung nicht mehr möglich ift Tee Tclerbonfirom ist ein Wechselstrom, besten Pcrwdenzahl der Schwingungsradi des übcrticgrnen Tons entspricht. Ta nun den r-erid;icbaun Tönen periduetkne Lustichwingungszahlen ent- sprechen so wird auch der Wechselstrom, je nach der An des Zone, verschieden? Perioden zahlen fnben. Ein Vaut abo, der ja eme 3uiammeniepung von vtricfcicocncrt ionen nt, witt» daher durch einen Wechselstrom übcnraß.n, ocr »eine ^erwdenzahl ben cinzttnen Tönen en sprechend ander:. Tic P^wdcn- ober Lchwmgungszabl bM Telcphom'rroms ist narurgemao eine ziemlich hohe unb betragt tm Mittel etwa 800 enoben in ber Sekunde. Bei einem Wechselstrom von io hobm Perioden zahlen macht sich natürlich der cmlutz der Ko Parität der Vcttung -Aufnahmefähigkeit für Elektrizttat bedeutend gelinn. Durch ben Widerstand und btc Kapazität der Leitung tritt eine Schwächung des Stromes ein.
Die Verständigung wird auch noch dadurch ersch-veN, daß Wcchftlstromc vcrlchicden großer Periodenzahlen, wie ite für btt
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Tet Siebener Sozelße, erscheint täglich, äuget eonntagl. - Beilagen: viermal wöchentlich OlehenerHamll lenbliNer zweimal ivddientl.Kithi tzlaNkSrbraXrruSle-en (Lienslag und Freuag' . <imcl monatl. tont
„Jrreuiieitung oem naiionaiui'1 laicn ........ - - , uanee trani, ermnrn um wiuiuununy ... ...
jund wie ben anberen „jungliberalen" jadmidicn flbgcorbiicten ll)..hd) clu Ponzeibeamtcr, ber ben Bäckermeister sistierte Tr. ©trefemann unb Ir Weber oncnc Fthbe ongeiagt , d bQl (unauszukommen Hier wies ber angebliche g .nTfoSümSdfc ..blmdo- Pa,i->ü-cr ...» äu^^taite aui
GiehenerAnzeiger
MJW General-Anzeiger für Gberheffen
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