Ausgabe 
5.12.1911 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Nr. 286

Erschein! tSgllch mb Au»nahme bei Bomrtdgk

General-Anzeiger für Oberhessen

i

r

7H6

am 9. Dezember dS. Js. erbeten werden kann,

der An

klopfen, hinschicken können.

erfolgen

Kühen des Publikums beschleunigt.

K.

a hierdurch «"

rstß'm

stein

i

Gießen werden

über VachaFulda Gießen 836,u km

atwurst wurst ttwurst

über VachaHulda (Rieben 507,6 km

über VachaFulda

ist daS Robiirg

n,*h, Mk. n

über VachaFulda

(hießen 397,8 km

Ü

W

alit&ten ::

8im

lSer>hei!:

Käse :e Käse

Doch nicht mit Gewalt hätte müssen, vielmehr gan; in

Dienstag, 5. Dezember IW

Rotationsdruck und Verlag der vrüblich« UnuHrfuätt - Cncb- undtembrutfettL Ä. Langs, Sieben.

kürzer über Vacha Fulda-Gießen:

kürzer über Vacha oulda(hieven:

47,8 km

kurzer über Vacha

j3,3 km

kurzer über Vacha FuldaGießen;

A km

Neda'non ErvedMon und Druckerei: Sckul- ftroße 7. iirvedinon und vertag: Rebafiiorce^^ 112. r«l.-Ad^Anze»gerGietzen.

Die ,,-letzeaer StmilleablStter werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich delg-kegt. das Kreiiblfltl für den Krell Gießen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschastllche» -eit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Zellpunkt brauchte nicht angegeben

m Betracht kommenden VerleHrSinteressen der Stadt lind von Lberhessen m kioburg unschwer vertreten können.

WaS diese VerleHrSinteressen selbst betrifft so mcnique, was aus der Jnteicssentenversanimlnng in

die Besitzergreifung aller Ruhe, ein

Line Maroitoveriammlung.

Gießen ö. Dezember.

Nach einleitenden Worten des Vorsitzenden sprach am gciiri- efen 2tbcnd in Steins Garten in einer von der Lrtsgrupve Gießen des AUdcutschen Verbands einberufenen öfsemlichcn Versammlung Srofcifov Tr. Richard Graf du M o u l i n - E ck a r i München iber die Marotiovolitik, die er deutscherseits für vollständig vcr- Ichlt hält. Er füyrte aus, wie in den letzten Jahrzehnten das deutsche Prestige im Ausland immer mehr gelitten habe und ist Ler weiteren Ansicht, daß es kaum anders als durch einen itueg

zu werden, die Besiedelung konnte allmählich vor sich gehen, io bap, uns das von selbft juiuiicn mußte. Lioer untere Diplomaten waren niemals onciuicrt gewesen. England, Frank­reich und Italien machen sich gegenteilige Zugeständnisse, und erst Jahre lang darnach werden diese Verträge seilens Italiens dem befreundeten Teutschland mitgeteilt. Seil der Algeciras- konserenz, wo England tapfer am der Seite Frankreichs stand und Italien sich eine Extratour mit Frankreich erlaubte, hat Frankreich Tag für Tag diese Akte gebrochen, und Teutschland hat ruhig -ugeiehen. Durch den folgeschwcrcn F-coruaroertvag gingen wir immer vorwärts mit den Franzosen. Toch wir können allen den Böllern nicht bös sein, sie hiben eigene Politik ge­trieben und unsere Tiplomaten haben alles getan, was für das Ausland nur gut war. Am 1. Juli wurde dann plötzlich btc Welt von der Tatsacke überrascht, daß das deutsche Panzerschiff Panther" vor Agadir liegt, Ter kaiier abrvesend, Leer und Marine unoerbcreilet, so sahen wir uns plötzlich am Vorabend eines drohenden Krieges. Frankreich wendet sich an seinen eng­lischen Freund, der tritt in die Bresche, droht sogar, und das deutsche Voll steckt ruhig die Trohung ein. Frankreich halle den ftxieg nicht gewagt und England auch nicht, denn sie wußten nicht, auf welcher Seite der Erfolg ist. Liegt es da nicht nahe, auf das Jahr 180.5 aufmerksam zu macken, dem ein Jahr später ein Jena folgte? Tie schwarze Gefahr ist nicht so ohne werteres von der fcanb zu weben. Turch Einführung der allgemeinen Wehrpnicht können 400 OüO Mann aus der Kolonie im Norden Afrikas gezogen werden, und man weiß, daß die Bcrdersiämme tapfere Soldaten liefern. Tas durch die Kaiserreise nach Tanger geprägte Wort von der offenen Tür, sowie dem Schutze, der dem Sultan von Marokko, ivie überhaupt den 300 Millionen werden soll, lut durch den Marokkovertrag lehr starte Einbuße erlitten uiis das von Frankreich an Teutfch- land aLgetretene Kongogebiet ist ein sehr geringwertiger, frag- lieber Ersatz für die in Marokko vreisgegebenen Rechte. Ter lKebner schloß: Aber in dem deutschen Volt liegt immer noch ein starker, g^under item von ungeheurer Äraft, die nicht verloren geht. Clnstweilen kann Germania ihr Hauvt noch verhüllen, aber aus dem Lckleier stehen die Worte: Wer soll leben? T^s bcutime Poll soll leben! Unter andauerndem Bei'all schloß der Borsiyende die Versammlung.

Mainz

Prell M'ttwo«

Supp*

fleisch

U' I

I

kt-Anzeigt

-Markt in Sikhn' LI

PllWi i

"Nach dem Ergebnis dieses Vergleichs muffen Vei- binbungszüge LtchlenfelS Meiningen Vacha Fulda Giefzen angebracht erscheinen. Eine Schwierigkeit, das 'Jiäl)crc dazu zu veranlassen, besland bisher darin, daß keine Handels­kammer, der ja fönst diese Ausgabe zufallen würde, auf dem ganzen Gebiet von Gießen bis LichtenselS zuständig iit. Tieie Schwierigkeit ist durch die Liebenswürdigkeit des Präsi­denten der Eisenbahndircktion Erfurt, lluidecmann, beseitigt, welcher nach dem Bericht der Torfzeltung auf den 9. Dezember 1911 nach lloburg eine Jnterefsentenversammlung zur Be­ratung des Etsenbahnsahrplans einberustn hat. Hier ist die Möglichkeit gegeben, auch solche VerleHrSinteressen, Verkehrs- interesseii iveilerer ftrctfe und verfchicdener Staaten, zu ver­treten, für die eine offizielle Vertretung noch nicht vorhanden Hl. Wenigstens auf schriftlichem Wege dürften die hier mit

Sparsamkeit im Staatshaushalt.

Man schreibt uns:

Im Königreiche Sachsen scheinen Maßltahmen ge­hofft n zu werden, die eine wesentliche Ukreuiiaaiung des Geschäftsbetriebs bei den Amtsgerichten und dadurch eine Ersparnis zur Folge haben.

In der Thronrede, mit der S. Majestät der König von Sachsen am 9. November den sächf. Landtag eröffnete, findet sich folgende Stelle:

Tas Beurlundungsweseu bei den Amtsgerichten soll durch Erweiterung der ZustänDigieit der Gcrichtsfchrciber in dem Maße, als es die Reichsgc>etzgcbuua zulaßt, aut eine breitere Grundlage gestellt werden Zu dem Zwecke ivird Ihnen ein Entwurf zur Aenderung des Ausmhrungsgcsetzcs über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterbreitet."

Die konservative Fraktion hat weiter folgenden Antrag (Landgerichtsrat Mangler und Gen.) im Landtage ein- gebracht:

Die Kammer wolle beschließen, die Kgl. Staatsregierung zu ersuchen:

1. der Standeversammlung einen Gcsctz.'sciUwurf vorzulegen, der ui Aiischunq der im Gebiet des Königreichs Sachsen gelegenen Grundstücke bestimmt

a) daß für die Beurkundung bed im g 313 BGB. bezeichneten

Vertrags, sowie für die nach § 873 Abs. 2 BGB. zur Bindung der Beteiligten erforderliche Beurkundung der Er­klärungen außer den Gerichteit und Notaren auch die Ge- richtSschreibcr zuständig sind,

b) daß die Einigung der Parleicn in den Fällen der §§ 925, 1015 BGB. auch vor den Gcrichtsschreibern erklärt werden kann,

2. zu erwägen, daß für gewisse Fälle neben den Richtern auch die Gerichtsschreiber ju Grundbuchbeamten bestellt werden können.

(Ein früherer türkischer Minister über die Kriegslage.

Berlin, 5. Tcz. Ter frühere türkische Minister Mahmud M o u k h t a r, der gestern im Berliner Hotel Adler" von vier Zeitttngsbcrichierstaltcrn gefragt wurde, üußerte sich nach einem Bericht desBerliner Tageblattes" Über die Kriegslage:

Wir Türken können mit der augenblicklichen Kriegslage durch- fcu8 zufrieden fein, die Nachrichten lauten für uns sehr günstig. Immer mehr Stämme stoßen aus T r i p o 111 a n i e n zu unseren Truppen, die Kampfessreudigkeit steigt täglich. Unsere Taktik in Tripolis muß daraus bestehen, daß wir die elementaren Waturfräfte, die unsere Bundesgenossen sind, ausnützeu. Zn diesem Zwecke wäre ein Rückmarsch unserer Truppen in das Innere von Tripolis erwünscht. Wir würden uns sein freuen, wenn die Italiener es unternehmen würden, in die T a r b a n e 11 e n hineinzufahren, ein Eindringen wäre ohne den Verlust des größten Teils ihrer Flotte kaum möglich und die Schiffe, die die Tnrchfahrt erzwangen, dursten schwerlich wieder aus den Dardanellen herauskommen. Ich glaube, daß der Krieg noch lange dauern wird, solange, bis tr zu unseren Gunsten entschieden ist.

Heber den Zweck ,etner R e 11 c äußerte der Gene­ral: Ich bin lediglich im Jrlleresse einer erkrankten Ver­wandten, die in Berlin operiert wird, hierhergelommen. Ich habe keinen Auftrag, in Teutschland Kriegsschiffe oder Kriegsmaterial für die Türkei anzukaufen.

Ter Vertreter derBofsischen Zerrung" fragte Moukh- tar, wie die Türkei die Haltung Deutschlands im Kriege beurteile. Der Offizier ertlärte herb: Wir find jetzt überzeugt, daß wir von Deutschland nichts mehr zu erwarten haben. Wir werden uns am Ende des Krieges einer neuen politischen Gruppierung gegenübersehen. Wenn wir England als ^reund zur &eite gehabt hatten, wäre alles anders gekommen.

Beschießung Tagiuras.

Tripolis, 4. Dez. (Agence Haoas.) Tas Linien­schiffRe Umberto" hat mit der Beschießung Tagiuras begonnen, nachdem ein Torpedoboot in seiner Begleitung einen Drachenballon von Tripolis dorthin ge­schleppt hatte.

Ein türkischer Angriff bei Ben Ghafi.

Ben Ghasi, 4. Tez. Agenzia Stefani. In der lebten Nacht griff der Feind eine der italienisch en Schanzen an und versuchte sie zu umgehen. In einem Augenblick wurde das Feuer aus färntiiaien Schanzen er­öffnet und der Feind mir schweren Vertu ft en zu­rück g e w o r f e n, doch war es einigen Arabern gelungen, bis dicht an die Schanzen heranzukommen. Tie Italiener hatten drei Tote und fünf Verwundete.

11 *

wieder gewonnen werden könne. Tas sei der Erfolg ober besser Mißerfolg der deutschen Diplomatie feit ben 90 er Jahren. Ta müsse das deutsche Volk zeigen, daß die seitherige Politik versagt habe und daß wir eine Vertretung nach außen verlangen, die der Würde des Reiches entspreche. Teutschland stehe allein, auf Italien sei tein Vetiaß und von Oesterreich sei nach den neuesten Erösinungen Achrentha.s nichts zu erwarten linier diesen Um- standen b.eibe nichts übrig, als an sich zu beulen und sich aus seine eigene Kraft zu stutzen. Wenn der durch Bismarck zu Ehren und Ansehen gekommene beutfche Name noch einen guten Miang habe, so fei dies keineswegs bas Verdienst unserer Tivl0' malen, denn diese hatten seit 1390 immer versagt, die letzten 21 Jahre seien politisch betrachtet eine ungeheure Niederlage des deutschen Volks gewesen. Es fehle in Teutichland an der politischen Schulung, nicht bloß der leitenden Kreise, auch des Bolls Tann feien uns die Engländer bebeuteno überlegen, von ihnen müßten wir lernen. Was nun die Matokkopoliiii' anbetriitt, fuhr der Redner fort, so berufe man sich so gern auf ein Wort Bismarcks, das er dem Vertreter Frankreichs gegenüber bei den Verhandlungen wegen Abtretung Elfatz- LothringenS an Teutfchlanb geäußert hat:galten Sie sich schadlos durch Gründung von itoloniin". Tie Franzosen, denen man lange Zeit die Fähigkeit der Melonn'ation ab.prechen m.llte, haben dieses Wort Bismarcks e.ngcloit und treu erfüllt. Mada- gasiar ist eine glänzende Eroberung gewesen, und heute scpon fpricht man in Frankreich vonun.erein Nüücrrcid) in Noroasrua", wo man einen Kolonialbesitz von 10 Million Quadratkilometern gewonnen hat. Von ben Engländern aus Aegypten verdrängt, entschädigten sie sich durch Die Erweroungen im Westen Afrikas, es fehlte nur noch Marotta, dieser Diamant im schönen Schmucke, und der ist ihnen jetzt von uns geschenll worden. Es fet ganz eigenartig, wte die Marolloirage bei uns und in Franlreich fick entwickelt hat. Tie Franzosen fetzen fick privaterseits in Marollo fest, die Teputierten beschäftigen sich mit Marolko, und nun kommt Der Staat, schützt feine Leute und legt seine Land auf das Land. Für Teutichland lagen die Verhaltnisie genau gerade so, aber wenn es daraus anfommt, Die Deutschen Pioniere zu schützen, Da ocriagt Der Staat, uni ja nicht bei anDeren Staaten anzuftotzen. So hat England zuerst Die ostindische Kompagnie arbeiten lassen, sie Dann unterstützt und zuletzt in ziemlich rück­sichtsloser Weise abgelöst. Tie für TentschlanD güni.ige Ge­legenheit, sich in Marolko, Denen ungemeine wirts^astlime Be- Deutung von dem All Deutschen VerbanD jederzeit hervorgehoben wurde und heute nicht meyr bestritten wird, festzusetzen, ließ man ungenützt vorub.rgehen. Im Jahre 1901 hat Frankreich an Teutschland das Am innen genellt, Marolko zu teilen, 19u2 wurde das Ansinnen wiederholt. Nach Dem Stur; Telcas.es war Minister Rouvier bered, mit uns zu paktieren. Warum ist man nicht Darauf eingegangen? Man wußte doch, baß unser deut­sches Volk Neulano braucht, wo es feinen Menschettüberschuß in klimatisch günstigen Landern anfiebein kann. Es entipricht keines­wegs Der Wirklichkeit, wenn man vorgibt. Die Sonne scheine Dort zu heiß, oDer Teutschland habe überhaupt kein Bedürfnis, seine Bauern sonstwo zur Ansiedelung zu veranlassen, da Die LanDwirtschast trcrbcnDe Bevölterung an Zahl zurückgehe. Tie Statistik lehrt, Daß Die AbwanDerung in Die StaDt in die Fabrik hinströmt. Jedenfalls aber hatte man die aus Ruß­land kommenden 100 000 Bauern, die an die Tür

lärimntentbal Hagen: über Würz- <urgBetzdorf L.'ü.I km (15 r i in in c n t b a l Eodlenz: über Würz­burg ö82,b km

Vicbtenf elöpa gen: über BambergA.ui-' bmg - Beydon Ö4i,lkui tt o b u r g - Eo b l eu z: uber BambciqWürz­burg 419,7 km

tWB

Hefl"»"" Sln

- fczdr-1

g, btVgilt:

i*

1,1

in , W ^4:1#^ «dhe3,1

bereu Vorbildung und jahrelange Praxis eine Gewähr für die sorgfältige Erledigung folcher Arbeiten bietet, die selb­ständige Beurkundung sokcher Verträge vorzuenthalten. In der Praxis wird es schon von jeher so gehandhabt. Sonder­barer Weise hat man die Beurkundung der obkigalorischen Bersteigerungeii den r?rtsgerichtsvor,tel-ern, ulfo einer untergeordneten Dienststelle, übertragen. Man sollte daher nicht so ängsllich sein und die Hebung, wie sie in Hess an schon lange besteht, auch zum Gesetz erheben. Diese Ein­richtung wäre in Hessen sehr zu begrüßen. Es würden dadurch die Richter entlastet uno der Gesck)äftsbetrieb zum

Zweiter Blatt 161. Jahrgang

Gießener Anzeiger

LineNbiurzun g öcs vcrtehkL oomkhein nach Thüringen

Wir erhalten aus der Wetterau folgende Zuschrift:

Von Köln und Limburg an der Lahn ist noch dem Bericht der Preße der Ausbau der Lmie Gießen Als­feld Niederaula Hersfeld als Volldahn au. geregt worden, um einen etwa eine Stunde Fahrzeit kürzeren Weg nach Thüringen zu geromnen. Schon heute Dürften sich nach einem Teile Thüringens über Gießen julDaHünfeldVachaSalzungenViemingeu kürzere Ver- dindungen hrrslellcu lassen. Ihnen wird ebenfalls später der AuLdau der Linie GtetzenAlsfeld zur Vollbahn zu stallen kommen, während sie zugleich für die Stadt Fulda einen Ausgleich bedeuten. Die m eine direkteste Verbindung GießenAlsfeld Niederaula HerSseld nicht einbezogen werden kann; die Stadt Gießen aber kommt an zwei wettere TurchgangZlinten zu liegen. Tie Vorteile einet direkten Berd.....

folgender Vergleich:

Gr im mentha 1 über Vacha^ukda kürzer über Vacha Köln: über WürzburgEießen 3-^ km oulDa-toieycu:

Bingen 475,4 km bti,9 km

Es handelt sich in den vorliegenden Fällen um .Kauf­verträge, Auflas,ungen, Bestellung von dinglichen Rechten. Seltarewee Wie jeder in solchen Sachen fchon bei Gericht anwesende Laie weiß, werden in Hes.en diese Bcurtunden schon ftets durch

die Gerichtsschreiber angefertigt, nur werden sie außer mit feiner Unterschrift noch mir der Unterschrift des Richters versehen. Dadurch wird in der Regel die Beurtundung verzögert, weil der Richter öfters anderweit von dienst­lichen Arbeiten in Anspruch genommen ist.

Es liegt auch gar fein Grund vor, den Gerichtsschrcibern,

gen.

bac

schluß der Züge der Strecke Salzungen Vacha Hünfeld an Die Züge der Strecke Fulda Gießen. ES scheint aber weiter der Wunsch berechtigt, Städte wie Hoburg, Meiningen, Fulda, Gießen durch Eilzüge unter sich direkt zu verbinden. Und wenn man sieh gegenwärtig hält, daß wohl noch Jahrzehnte die heutige Linie GießenFulda VachaMemmgen die schon 40 Jahre vergeblich erstrebte direkteste Durchgangslinie GießenFuldaLLüstensachsen Meiningen wird ersetzen müssen, so wird man sich auch mit dem Gedanken vertraut machen, daß die Linie Gießen FuldaVachaMeiningenLichtenselS auch berufen ist, den Verkehr von Ütachtzügen zu übernehmen, wte ein solcher schon letzt von lloburg in der Richtung Eisenach erstrebt wird. Dabei würden in geeigneten Fällen bis zur vollen Ent­wickelung des Verkehrs zunächst Triebwageneilzüge ge­fahren werden können.

Möchte das gemeinsame Interesse am 9. Dezember Thüringen und Hessen in ftoburg vereinigen, wenigstens auf schriftlichem Wege.

------. 1 1____ ______-

Die Linwuhung öcs neuen v H L. Hauses auf dem hoherodbkopf.

E. F. Gießen, 4. Tez.

In verhältnismäßig kurrer Zeit folgen sich die Feste im Vogelsberaer Höhen-Club. Nachdem vor l»/2 Jahren der gewaltige Bismarckturtn auf dem Taufstein dem Verleh/e übergeben und im ^ommcr dieses Jahres das 30jähr. Be­stehen des Vereins in Schotten festlich begangen ioorden war, fand am «onntag die Einweihung des neuen Klubhauses auf dem Hoherodskops in überaus schöner Weise statt. Vom besten Wmiderwetter begünstigt, hatten sich zu dieser Feier Vertreter fast aller Zweigvereine in großer Zahl auf der Höhe eingefunben. Ter geräumige Saal des neuen Hauses war nicht imstande, alle Erschienenen zu beherbergen und viele mußten in den Räumen des alten Klubhauses Unterkunst sucheir. In einfacher, schlicht- vornehmer Weise ausgeführt, präsentiert sich der neue D<iu, in freundlichem Rot gehalten, mit dem dunkeln Lberwald im Hintergründe als ein recht schmuckes Bildchen, das vor­trefflich in die Landschaft paßt. Auch die inneren Räum­lichkeiten machen einen hübschen, behaglichen Eindruck und sind vor allem mit den modernen Errungenschaften als Blaugasbeleuchtung, Wasserleitung und -Spülung versehen. Mit der Uebergabe des Schlüssels durch den Vorsitzenden vom Bauausschuß, Zahnarzt I ä g er-Gießen, an oen Vor­sitzenden des V. H. E., Loeramtsrichter N i s pe l-Schotten, begann die feierliche Handlung In markigen, von echter Heimatsliebe durchdrungenen Wortetl hielt fodann Prof. Bender-Franksurt die Weiherede, die in kurzen Umrissen den Werdegang des B. H. E. und den Tank an ben Bau­ausschuß und die Ausführenden enthielt und in einem Frisch auf auf den Lchirmherrn des Vereins, den Großherzog, ausllang. Nachdem noch ein Huldigungslelegramm an den Landesfurften abgesandt wurde, begann das Festes sen, das der nuche des üiubwirts Stein alle Ehre machte und die Prädikate: gut. reichlich und billig verdienie. Während und nach dem Piahle erfolgten verschiedene Reden, bei denen man manch trefflich Wörtlein hören konnte. So fprackeir u. a. Kreis rat Tr. wr an zbühl er-Schotten sowie d\' Landtagsabgeoroneten Tr. Web e r- xonraosdors und S t ö p 1 e r - Lauterbach, letzterer in äußerst humorvoll: Weise. Auch einer Anzahl )inniger Eefchente tonnte sich bet Verein erfreuen. So überreichte Lehrer Link- Rnding? dain für ben Zwcigverein Hoherodstopf eine prachtolli verein zwei wertvolle Bllder, das Großherzogspaar uüi ftellenb, Heusoh n - Hanau ebenfalls zwei Bilder zur Au. schmückung des neuen Heims und E Fa b e r - (Ließen |n »einen Verein eine Sammelbüchse, eme ziemuck getm Nachbildung des Taufsteinturmes, die fia> infoiern als ein prattisches Geschenk erwies, daß ue nach einem :kundgar das stattliche Sümmchen von Mark enihiei: Ss oc. ; ten Ansprachen mit -Lefang- und .QlatiiercoriugLr. . j;u )u schnell icblug bie Ab sc.' hs stunde ! / m Monc

schein zogen die Teilnehmer über die gefrorenen uno teil­weise verschneiten Bcrghänge nach allen Windrichtungen der Heimat wieider zu.