kräftigt Kinder!
161. Jahrgang
Drittes Blatt
tkr. 242
Effcheinl tL-Nch mll Ausnahme des Sonntags.
Parfümerien.
Warum, mein Lieber, bist du verschnupft?
Die
iun<
M
«HBU1 smm
Dl« „Gieheaer ZamMenblSUer" werden dem ^Anzeiger' viermal wöchentlich betgelegt, da- „Kntoblatl fflt de» Kreis riehen" zweimal w-cherullch. Die „rmidwirlschastltchev Selb fragen" erscheinen monatlich zweimal.
sichtbaren, standesamtlichen Ausweis nicht zu missen braucht. Tas war ehedem anders. Ta gab man dem Goldschmied ein der individuellen Geschmacksrichtung entsprechendes Goldstück in Auftrag und war dann stolz darauf, daß nicht jeder beliebige es sein eigen nennen komrte. Demgemäß war die Mode des Traurings auch keine so allgemein verbreitete wie heutzutage, noch vor 50 Jahren galt er als besonderes Schmuckstück und wurde nur bei besonderen Gelegenheiten als solck)es getragen, während die Frau von heute damit wäscht, backt und kocht, unb der pater samilias einst pflegte zum Zeichen seiner Würde vielfach den Zeigefinger mit ihm zu schmücken. So hat allo, der Industrialismus auch auf diesem Gebiet den demokratychen Gedanken, der alles gleich zu machen strebt, gefördert und popularisiert, allerdings bedauerlicherweise auf Kosten der Kunst und Aesthetik. Aber schon beginnt, wie gesagt, das aufgeklärte Publikum, vorerst in den Kulturzentren, sich auszulehnen gegen die barbarnche Geschmacklosigkeit der Tradition. Tas sollte insbesondere all den jungen Leuten, die den Bund fürs Leben schließen wollen, zu denken geben, sic sollten eine kleine Kulturtat bei der Auswahl ihrer Berlobungs- und Trauringe riskieren, Front machen gegen eine fade, vergilbte Ueberlieferung und überall nur moderne Traureifen mit Weihsprück?en oder sinnvollen Ornamenten verlangen, eine alte Sitte wieder mit neuem Leben erfüllen.
nadeln verloren gehen?
— Staatliche Heiratsvermittlerinnen. NatLr-» lich gibt es dieses Institut nicht, aber vor ein paar hundert Jahren wurde der Vorschlag gemacht, solche Beamtinnen zu schaffen. Ter Vorschlag ging von Jbem calabrischen Dominikanermönch Thomas Campanella aus, der einen utopischen Roman „Die Sonnenstadl" schrieb. Tarrn sucht er den Beweis zu führen, das; das meiste Unglück aus den unpassenden Chen stamme. Mag nun auch wohl ein Mönch, zumal jener unglückliche Campanella, der über ein Vierteljahrhundert in den Kerkermauern der Inquisition zubringcn mußte, nicht Der kompententste Beurteiler von Ehe- sorgen sein, so ist andererseits die Erfahrung oft gemacht worden, daß die sogenannten Liebesehen oft unglücklicher auslauscn, als die Vernunftheiraten; weil eben die Liede blind macht und man im Sinnenrausch der Liebe Ungleichheiten des Charakters oft übersieht. Indessen gingen die Vorschläge jenes Mönches doch wohl zu weit. Er wollte nämlich nichts, geringeres, als die Wahl der Gatten überhaupt der freien Entschließung der Menschen entzogen Kissen; staatliche Heiratsvermittlerinnen, Matronen mit reicher Menschenkenntnis, reifer Erfahrung und guter Bildung sollten die für einander passenden Menschen auswählen, die dann einander heiraten müßten. Allenfalls sollte den EhelustigM ein Vorschlagsrecht gestattet sein.
Platz gingen, viele Hunderte von Haarnadeln eiusammeln konnte. Ter erwähnte Verteidiger der englischen Frau teilt weiterhin in Der englischen Zeitschrift „Ladys Pealm" allerlei interessante Beobachtungen über den Haarnadelverbrauch in England mit. Tort gibt es gegenwärtig rund Id1,.- Millionen Frauen über 15 Jachten, und diese tragen zusammen etwa 186 Millionen Radeln im Jahr. Wenn jede Haarnadeln tragende Dame Nur täglich eine einzige verlöre, so würde dies einem täglichen Gesantt- verlust von 36 000 Mark entsprechen, was für das Jahr die gewaltige Summe von 13140000 Mark ausmachen würde; aber soll man wirklich glauben, daß jährlich 5637> 2 Millionen Haar-
$amstag, 14- Moder 19U
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universität- - Buch- und Stemdruckerei.
R. Lange, Ließen.
kf. Haarnadelgeschichten. Ms Emil Zola sich einmal wenige Monate in England ausgehalten halte, erzählte er in Frankreich, was ihm am meisten an den englischen Frauen aufgefallen fei, sei dies, daß sie unverhältnismäßig viele Haarnadeln fallen ließen; bei einem Rachmittagsspaziergange habe sein Begleiter nicht weniger als 187 Stück aufgehoben. Tic Ordnungsliebe der englischen Frauen findet jetzt aber einen Verteidiger, der in lebhafter Rede darauf hinwetst, daß gcroiß in Teutschland und Frankreich die Haarnadeln eine nicht geringere Neigung haben, den Erdboden aufzusuchen, als jenseits des Kanals: eine Annahme, die vor kurzem bestätigt worden i|t, da ein Mann
Vermischtes.
* I n bic Gesundhcitsverhältnisse der Volksschüler gewähren interessante Einblicke die Untersuchungen der Schulärzte, die — eine sehr zeitgeinäßc Einrichtung — in zunehmendem Maße in Städten und Schulbezirken angestellt werden. In besonderem Grade verdienen, nachdem die Gefährlichkeit des Alkoholgenusses für das Kindes- und Jugendalter immer mehr erkannt ist, die Beziehungen der Schüler zu den geistigen Getränken Beachtung. An vielen Orlen sind gewiß die Verhältnisse ähnliche, wie sie der kürzlich veröffentlichte Bericht des Schularztes Tr. Sing über das Schuljahr 1910/11 aus Ulm mitteilt. Cs stellte sich heraus, daß schon 56 Prozent der Schulrekruten der Volks- und Mittelschule Bier, 60 Prozent „Most",
big c Forschungs-Institute.
Professor Wettstein führte in seinem Vortrage aus: Seitdem bic wissenschaftliche Forschung nicht mehr der persönlichen Be-
l Brennessel
| Spiritus
W FI.Mk.l.-,2..u:
Berührtes Mittel
vl Schuppen, Hairci
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Verlag: 6L
Redaktion: ^^112. TeU-Adru AnzeigerLießen.
Hautausschläge—Geschwüre fennacidmen das Bemühen der Natur, die im Blute befindlichen llnreinigfciten auszuscheiden. Reine Haut hat nur dericniac, welcher reines Blut hat. Folglich 11t in solchen Fallen eine Blnlreinigungskur notwendia und die beit bekannte wird durch Dr. Weaener's Tee erzielt. Die Wirkung t|t eme rasche, angenehme und nachhaltige. . , . - ....
Dr. Wegeuer's Tee besteht aus edlen Krautern und kostet Mk. 1.50 das Paket, in Apotheken erhältlich. Wo nicht vorrätig wende man sich an die Ferromanganingescllschait, «von prinzenstraße 55, Frankfurt a. W. P />»
Nehmen Sie
täglich ein Likörgläschen Dr. Hommel’g Haematogen uumittelbar vor der Hauptmahlzeit! Ihr Appetit wird reger, Ihr Nervensystem erstarkt, die körperlichen Kräfte werden gehoben. Warnung: Man verlange ausdrücklich den Namen Dr. Hommel. Dy,
Frauen-Feuilleton.
Zur Reform des Traurings.
Neber dieses besonders unsere Leserinnen fesselnde Thema veröffentlicht Willy Bauer, Würzburg, in „lieber Laich und M er" einen Aussatz, deut hier einiges entnommen sei. xer Versal sei weist zunächst auf die einschneidenden Reformen in unieren Einrichtungen durch das moderne Kunstgcwerbe bin und bedauert mit Recht, daß von diesen Resorrnen der goldene Traureis bisher ausgeschlossen blieb. Schon ein flüchtiger Blick in eines unserer bedeutenden Museen — schreibt xr — zeigt zur Genüge, wie gedankenarm und phantasielos unsere sonst so an- spruchsvoll und sorrnenfrcudig sich gebärdende moderne Zcit^ gerade auf diesem Gebiete geworden ist — angesichts dieser tfullc des Materials an herrlichsten Edelstücken, angefangcn von den still-ernsten gotischen Ornmnentringen über die „sprechenden Reifen der spruchfrohen Minnesängerzeit hinweg bis zu den walsr- haften Goldgcdichten der Renaissance, die daS Liebespfand nut den vollendetsten Mitteln der Technik graziös, verschwenderisch, luxuriös zu variieren wußte. Erst in allerletzter Zeit hat auch hier der Reform-Gedanke eingesetzt. Mit bewundernswertem Kunit- verständnis und technischem Geschick haben einige namhafte Werkstätten den zeitgemäßen Gedanken aufgcgriffen und geschmackvolle Dessins auf den Markt gebracht. Da s'elsen wir frühgermanische, schon aus dem 4. Jahrhundert stammende Ornamentmotive der Vergessenheit entrissen, Sentenzenringe erscheincii wiederum, und wir finden künstlerisch gestaltete, zierliche Blumenmuster symbolischen Charakters und sinnvolle Blattornamente zu Rosen-, Efeu-, Akantus-, Lebensbaum-, Lorbeer-, Eichen-, Mistel- oder Myrthenbändern kourponiert, die in ihrer vornehmen Zartheit den berühmten Frangipaniring weit hinter sich lassen. Und nun dagegen der bisher übliche kahle, nichtssagende Trahtring, der keiner Individualität, keiner Geschmacksrichtung entgegenkommt, den Jedermann heute trägt, der Künstler wie der Banause —
4,3 Prozent Schnaps, 23,6 Prozent Wein getrunken hatten, und daß 19 Prozent täglich Most, 7,5 Prozent täglich Bier tranken. Milck erhielten täglich nur 44 Prozent. Ter Milch- und Alkoholgenuß siaiidcn im gerade umgekehrten Verhältnis.
-r Ein Amtsvorsteher, wi e ihn ii d> bic Pferde wüns ch e it, waltet in dem westfälischen Orte Rheine. Uns fiel ein gedruckter Brief an Fuhrunternehmer in die Härche, und wir können uns nicht versagen, diesen zur öffentlichen Kenntnis zu bringen. Es heißt darin: „Nachdem Ihnen die Arbeiten zum übertragen worden sind, richte ich an Sic die dringende Bitte zu allen bei dem Bau erforderlichen Fuhreii, Anfahren der steine, Materialien usw. mir gesunde, kräftige Pferde zu verwenden und dafür Sorge zu tragen, day^ede Tierquälerei aus das peinlichste vermieden wird. Es gibt tfubrlcutc, die auf be» weiten Wegen des Amtsbezirkes oft in der unbarmherzigsten Weise auf bic Tiere losschlagen. Ich bitte deswegen, auch Ihre Leute mit strenger Anweisung zu versehen. Sie würben mich zu ganz besonbeiem Tanke verpflichten, wenn «ic meiner Bitte entsprechen würben. Ter Amtmann." — .tiefer Brief mußte Schule machen. Handelten alle Polizeigewaltigen so, bann wurde es bald besser um den Tierschutz stehen.
Ä Mir kann so was gar nicht passieren. Erstens hab ich ein brillantes Vorbeugungsmittel, und zweitens wein ich mir schnell zu helfen, wenn sich doch mal so eine Erkältung ein- l< nisten will: ich nehme stets Fays ächte Sodener Shncral- V Pastillen, soweit em Schnupfen den Hals und die Bronchien AlA Ul Mitleidenschaft zielst, soweit werden meine Sodener auch schnell und sicher mit ihm fertig. Darum folge meinem Rat: ’ Kauf dir in der Apotheke oder Drogerie eine Schachtel Sodener für 85 Pfennig, gib aber acht, daß du keine Nachahmungen crhälst. ss’Vu
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Cvberheffen
fer«
I'vdmIiM'" >«-
n.si F.ii. J-V.
„„msiablrt BtlB“MShochl käsct
Scb»epol»2S-—TT
Markte.
fc. Wiesbaden, 12. Ott. H e li- und Stroh markt. Angesahren waren 15 Wagen mit Heu und Stroh. Man notierte: H e n 9.20—11.00 Mk , Stroh (Nichtstroh) 6.00—0.00 Mk. — F r u ch lmarkt. Hafer 19.20—19.40 Mk. Alles stir 100 Kilo.
fc. Frankfurt a. 9)1., 13. Ott. Hen- und St roh markt. Angefahreli waren 12 Wagen Heu und 1 Wagen Stroh. Man notierte: Heu ä.no—5.20 Mk„ Stroh (Kornlangstroh) 3.00—0.00 Mk., Wirrstroh 0,00—0,00 Alk. Alles für 50 Kilo. «Geschäft ruhig. Die Zufuhren waren aus Oberhessen und den Kreisen Dieburg und Hanau.
1 >ZM
Mie lücrbtR ö?.0?^ öDien:hnhtVn^ilClatl11-
Alle Sä
4. Deutscher Hochschullehrertag.
Dresden, 12. Oft.
L
Unter zahlreicher Beteiligung von Hochschullehrern aus ganz Deutschland und Oesterreich trat heute hier in der Technischen Hochschule der vierte Deutsche Hvchschullehrertag zu seinen Be ratungen zusammen. Auf der Tagesordnung stehen u. a. bic Beschlußfassung über die Satzungen bes zu grünbenden Vereins deutscher Hochschullehrer unb eine Beschlußfassung über die Leip (tiger Entschließung, betreffend den Riodcrnisteneib, bic vom Aus- Miß des Deutschen Hochschullehrertages am 7. Januar d. I. <mgenommen war. Darin bekennt sich der Ausschuß zu der Ansicht, solche Mitglieder akademischer Lehrkörper, die den Antimober iiisteneid geleistet haben, nicht Mitglieder der Vereinigung fein können, weil sie damit den Verzicht auf die unabhängige Erkenntnis der Wahrheit unb Betätigung ihrer wissenschaftlichen Ucbcrzeugung ausgesprochen und so den Anspruch auf ihre Stellung eines un abhängigen Forschers verwirkt haben. Das Programm enthält außerdem noch eine große Anzahl von Fachfragen.
Ten Vorsitz fiihrt Professor Tr. Binding (Leipzig) und ferner Professor Gurlitt (Dresden) und Professor Welt stein (Wien). Professor Binding eröffnet die Tagung. Darnach Mürbe in bic Beratungen des 4. Deutschen Hochschullehr er- tages eingetreten.
Zunächst gelangen die Satzungen zur Beiprechnng. Ter Verein erhält den Warnen „Deutscher Hochschullehrertag". Der Hochschul- Ichrertag tagt regelmäßig alle 2 Jahre Anfang Oktober.
Professor Goetz (Tübingen) begründet darauf eine Entschließung, wonach die katholischen Gelehrten, die den Modernisten- eib geleistet hätten, von dem Lehrstuhl der Hochsckmlcn auszu- schließen seien und führt aus, daß man bereits in Baden hiernach gehandelt habe. ...
Die Leipziger Entichließung wird dann nach ..längerer Aussprache einstimmig angenommen.
Professor Wettstein «Wien), be Coubres (Leipzig) unb Schröber (München) sprachen sobann über Hochschule unb selbst än-
Die Sprungfedermatratze Unerreicht bequem", sowie die 3- und bteiligc Matratze „stabil" unter D. R. G. M. 420684 und 420 685 bom Kaiserl. Patentamt ges. gesch., haben sich über Erwartung vorzüglich eingeführt! Niemand will die eisernen Matratzen ihres knarrenden, un* bequemen und kalten Lagers wegen; ebenso sind die Matratzen „Stabil" ihres fast um die Hälfte billigeren Preises gegen Roßhaarmatratzen Ungemein gern gekauft. — Vor Anlauf von Betten usw. wende mau sich um Auskunft an die Möbel- und Bettenfabrik Th. Brück, Großh. Hess. Hoflieferant, Gießen, Ecke Brandplatz. Schloßgasse u. Kanzleiberg.
'"«en,
nr^vüehst
„weil cs eben so Mode ist"! .
Daß eine berartige Armut, ja Geistlosigkeit in bet Gesten
Die schwersten englischen Zchisssgeschütze.
£ London, 13. Okt.
Aus Portsmouth wird jetzt berichtet, daß während der Schießproben des neuen Linienschiffes „Orion" beim Feuern der schweren Geschütze der Unterbau der kleineren Geschütze so sehr beschädigt wurde, daß die 4zötligen Geschütze vollständig unbrauchbar wurden.
Die schweren Geschütze, um Die es sich beim „Orion" bandelt, sind die neuen 13,5zölligen Kanonen Ter „Orion" ist das erste britische Linienschiff, welches diese Artillerie führt, und daher ist das Ergebnis dieser Schießübungen von allen Marinesachverständigen mit dem größten Interesse erwartet worden. Das Geschoß, welches die neue K'a- roiie schießt, wiegt 2300 Pfund. Die Geschosst b r lSzölligen Geschütze der Firma Vickers, die die „Dreadnoughts" bisher als Hauptgeschütze gehabt habeu, wiegen nur 850 Pfund. Die 13,.'völligen Geschütze sind früher schon einmal von Schiffen der britischen Flotte gebraucht worden, und zwar von der alten Bendow-Klasse. Aber man schaffte sie wieder ab, weil sie auf den Schiffen selbst durch die furchtbare Erschütterung zu großen Schaden anrichteteu. Die neuen 13,5zölligen Geschütze sind jedoch ganz anders gebaut als die alten. Außerdem hat man geglaubt, daß die neuesten Panzer einen weit größeren Wider- siand entgegensetzen würden. Das „Leben" dieser riesigen Kanonen ist verhältnismäßig kurz. Die Bestimmung lautet, daß n u r 80 Sch u ß für jedes dieser Geschütze mitgenommen werden dürfen. Nachdem 80 Schüsse gefeuert worden sind, gelten diese Kanonen als unbrauchbar. Sie müssen dann eine neue Seele bekommen. Die Treffsicherheit hört natürlich schon bedeutend früher auf, oder laßt wenigstens sehr stark nach. Der Luftdruck ist beim.Schießen dieser Geschütze sp gewaltig, daß der Bedienungsmannschaft ein weiches wachsartigesMaterial gegeben wird, das in das Ohr getan werden muß. Das ist eine ganz neue Erfindung, die sich sehr gut bewährt hat, besonders nachdem es sich herausgestellt hatte, daß die Watte, die früher zu diesem Zweck gebraucht wurde, bei den neuesten ib schützen absolut nicht mehr ihren Zweck erfüllte. Wie andere schwere Geschütze auch, werden die 13,5zölligen Kä- y.onen hydraulisch bewegt. Im schlimmsten Fall können sie aber auch mit der Hand gerichtet werden.
ta* Bl -flltJK fehle: Arnika-FrauzbiM 1, Arnika-Haaröl, Trcl? kcnwan'er, tkennciW ol, 'BnUantinc, Eay. rinc, Matoscne Vtf 110 fotvie
tinal- und loiUttcMk
xie NN iVhelm BeM« BUdingen. I
n Ziemlich!!
Gewerbe überwuchert hat. Millionen von einfachsten, teils un- auf Grund einer Wette aus dem Reichskanzlerplatz rn Chmrwttem echten, bloß leicht vergoldeten Ringen warf die fabrikmäßige bürg binnen ganz kurzer Zeit, allerdings an einem üiaJmittMe, Herstelluna unter die Masse, so daß auch der Aermste diesen an dem die zahllosen Besuck-er der Grunewaldrennbahn iwer diesen
I
Kuranstalt Hofheim T,l, _______(1 2 Stunde von Frankfurt a. Mj. für Erholungsbedürftige,----- Nerven- und innere Kranke. Sommer und Winter besucl ----------- Prospekte durch ----------' Dr. M. Sohulze-Kahleyss, Nervenarzt.
tieri°aD!I*cihcl
6errarl ittet^.
tnQn voneilhast bei bei ma Emil Horsl lartikcl-Fabrik, Giekev !strabe51iRiegelpfadl,r^
Spezialität: odcnbelage unb Wavi . vekleidunacn 'Ublniolch'strichböben = ,0|i oder Leion usw., btt nterlage für Linoleum -'Mest-Kuiiitbolzbödc! l/volz oder Beton uiw, nert bester Stcinboljbobt: attcnbcläge jeder Art :
Qst-M 1^^
:rti9t m ..z
tätigung einzelner überlassen, sondern bic Aufgabe öffentlicher Jnstituttonen ist, hat es in allen .Vtulturftaatcn zweierlei Forschungszentren gegeben: eincrsnts bie Hochschulen für Forschung und Lehren, andererseits Jnstittitionen, bic nur ber Forschung und neben dieser praktische 4lnfgaben dienen, wie Museen usw. Tie Beziehungen zwischen beiden werden sehr häufig erörtert, was auf Mitteilungen zurückzuführen ist, welch? im vorigen Jahre anläßlich des Berliner Universitätsjubiläums von gewisser Stelle aus gemacht wurden. Born allgemeinen Gesichtspunkt aus habe man allen Grund, die Schäftung selbständiger Forschungsinstitut? zu begrüßen. Sie dürfen ab'r die bestehenden Hochschulen nicht verdrängen wollen, sondern mühen der Ergänzung der Forschungen dienen. Bei Gründung der Forschungsinsfitut^ ist im Interesse der Wissenschaft nickst bloß auf die Unabhängigkeit und reich? Ausstattung zu achten, sondern vor allem aus die sorgfältigste Wahl der leitenden Personeii, ihrer Hilfskräfte und die Möglichkeit einer späteren YUenbcrnng bet Zweckbestimmungen.
In ber Aussprache ttat besonders Professor Lamprecht hervor. Zwischen Seminar und Institut herrsche eine gewisse finanzielle Rivalität. Besonders die Seminarbircftoren sind ber Meinung, daß die Seminare zu gering bedacht werden, sie wissen aber nicht, wie die Frage gelöst werden soll. Ob die Frage der Geisteswissenschaft aus dem Gebiet? Raturwissenschpft gelöst werden kann, ist nur noch nicht klar. Es ist aber zweisellos, daß eine Verbindung zwischen Forschungsinstitut unb Universität gesördert werben muß. Mit ber alten Form sei nichts mehr anzusaugen, cs müsse eine neue Form geschaffen werden, um in ber Entwickelung sortzuschrcitew Wie sich bic Univ?rsitäteu bazu verhalten werden, ist Tür sic und ihre «Stellung in ber Welt entscheidend. Man erwartet von uns, daß wir den erften Schritt tun. Tun wir ihn nicht, ober nicht balb, so werben ihn andere tun unb bavon die Schätzung ber beutschen Universität abhängen. Taß heute die Universität nur Kandidaten für staatliche Examina ab geben, ist unwürdig. Ich glaube, daß eine Universitätsreform, die nicht zugleich eine Wisscnschaftsresornr ist, überhaupt keine Reform genannt werden .kann, denn "eine Reform muß auch uniere persönliche Fortentwickelung betreffen.
Nach einer längeren Aussprache entschloß man sich, dem Gebrauch der früheren Hochschullehrertage zu folgen, dickes sämtlich abgelehnt haben, einen bestimmt formulierten Beschluß zu fassen.
Tarauf werben j)ic weiteren Verhanblnngen auf morgen vertagt. '____________________________
Die Eröffnung der Auromobil-Ansstellung in Berlin.
Berlin, 12. Okt. Die Internationale Automobilausstellung Berlin würbe heute in ben Ausstellungshallen bes Zoologischen Olartens eröffnet. Ein zahlreiches Publikum füllte bic Galerien. Von Fanfaren begrüßt, betrat P r i n z H e i n r i ch in Marine- uniform die geschmückte Bühne. Der Herzog von R a t i b 0 r , der Vorsitzende des Kaiserlichen AutomobilUubs, sührte in eener Ansprache aus, bic kurze Frist von vier Jahren seit Schluy ber letzten Automobilausstellung habe ber Jnbnltrie unb der Technik Gelegenheit gegeben, mit außerordentlich überraschenden Erfolgen auf den Gebieten der Automobilindustrie und der verwandten Zweige den Besuchern ber Ausstellung entgegenzutreten. Der Herzog dankte bann ben Ausstellern unb allen benen, bic an dem Ausbau ber beutschen Ausstellung mitgearbeitet hätten, und bat den Prinzen, die Ausstellung zu eröffnen. Prinz Heinrich erklärte daraus mit Genehmigung des Kaisers bic Ausstellung Tür eröffnet unb brachte ein breifaches Hurra auf ben Kaiser aus. Dann zog ber Prinz mehrere Herren bes Ausschusses unb Ehrengäste ins Gespräch unb machte einen Runbgang burch bie reichbeschickte Ausstellung.
Heute abenb fanb im Hotel Kaiserhos ein Festmahl statt. Prinz Heinrich brachte in seiner Rebe, in der er auf die großen Fortschritte des Automobilwesens hinwies, bic nur ber Friebenslicbe des Kaisers zu banken sei, ein Hoch auf ben Kaiser aus. Namens der Ehrengäste sprach Staatssekretär Dr. Delbrück, ber auf bic außergewöhnliche Entwicklung ber Automobilinbustrie hinwies, bic noch vor zehn Jahren im Stadium tastender Anfänge war und jetzt der Industrie des 'Auslandes in mancher Beziehung überlegen bastche.
y1, tinc Derartige ^innui, iu ui un.
V tog des Traurings überhaupt Platz greifen konnte, liegt letzten. ähmÖilÄT • h Sinlc!-; littöc» am Jndustrialisnms, ber allmählich auch bas Goldschmiebe- SWtei


