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Kiffverwattaor.
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sigkeit
Zweites Blatt
161 Jahrgang
Ur. 155
Erscheint »glich mit Ausnahme beS Sonntag*.
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Man könne aber diesem liebel
Individualität näher einzugehen.
er schlage vor, anstatt der jetzigen
chülerzahl von 80 und 100
Meteorologische veobachtungender Station Gietzen.
soll.
Wetter
1911
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I höchste Lemveraluc am 3. dir 4. Juli
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Die „fltbener $amilienblätter“ werden dem »Anzeiger* viermal wöchentlich beig'legt, da- „Hreisblott für bev Kreis Giefeen" zweimal wöchentlich. Tie .Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal.
den und son-
1 Weisen in.
Tirektors der Alsfelder Grcim-Dttrmstadt. Auf ihren- sich stets gleich Rede aus. Im Namen
Sonnenschein Bew. Himmel Sonnenschein
ungeu Leuten auch keine gemeinsame Elementarausbildung teile sie doch in Infanterie, Kavallerie und Artillerie ein.
311.
c-3 Amtsgericht.
hr »ieder »'»»ei
ygg im Taunus z S 400 m ü. d. M. Ische St. Moritz) und Narvefv-Iltirart.
i, m. Frankfurt a.M.u. Wiesbaden
Müllersche Badeanstalt.
Wasse r w arme d e r L a hn atti 5. Iuli: 1 6 0 R.
dem man gestatte auch denen, die schneller vorwärts kommen wollen, wenn sie alle Kosten tragen und gewisse Bedingungen erfüllen, einjährig zu dienen. Ganz ähnlich müsse man eä auch mit den Schulen halten. Wer die Kotten trage, dem solle es mich überlasten bleibe», seine Kinder lünznjchiu.m, wo er will. Wenn '21 bg. Bach erklärte, er sei nicht gegen die Schulen, die sich selber erhielten, jo bemerke er, das; sich die Höheren Schulen doch selbst erhalten. Weiter erklärte sich der Redner dagegen, das; die Vorschulen ausgehoben werden Jluch er sei sür die Einheitsschule, aber er sehe sie nur darin, daß Einheit in Treue, Gottesnircht und Liebe zu Fürst und Land bestehe. Tie Gleichhert zeige sich nicht darin, daß jeder den gleichen Rock Nage, sondern jeber solle den Rock tragen, der ihm pa(;i
Abg. liebel Ztr.) wendet sich gegen den sozialdemokratischen Antrag. Weder die frühere Rede des Abg. Raab, noch die he» lige des Abg. Bach seien geeignet gewesen, jemand von der Güte und Richtigkeit des Antrags zu überzeugen. Durch diesen Antrag sei die Selbständigkeit der heutigen Volksschule gefährdet Man müsse nicht nur die Schule in der Stadt, sondern auch die Schule auf dem Lande in Betracht ziehen und dieser könne man nicht die gleichen Lehrziele stecken wie den städtischen Schulen, ba das Schülermaterial anders sei. Ter Redner wendet sich dann gegen die Ausführungen des Abg. Bach und betont, bajj mir ein wohlorganisiertes Volksschulwesen hätten und bannt zufrieden sein könnten. Tie nordischen Einheitsschulen fönnten nir uns nicht vorbildlich sein; auch m der Einheitsschule würden die Kinder der Reichen besser gekleidet sein als die der Armen,
Redaktion. Expedition und Druckerei: Schul- ftraee 7. Expedition und Verlag: 51.
Webaftwme«^ 112. XeL-SibuSbyetgetGhe&en.
Mittwoch, 5. 3«Ii 1911
Rotationsdruck und Verlag der vrüblichen Universuäts - Buch- und Eteindruckerei.
9L Lange, Gießen.
iingetreten.
?fbg. B a ch ■ itntl kommt zu nach ü aui die Verhandlungen der Kammer vom 23. Januar 1008 zurück und bespricht rin Anschluss daran den heute vorliegenden Antrag. Ten Punkt ö beß Antrags, wonach die Zahl der Schüler in den Volksschulen n der Regel 40 nicht überschreiten, soll, begrünt der Redner und erläutert, wie der Lehrer meist gezwungen ist, nur den Blick auf die Massen der Schüler zu richten, anstatt auf deren
übertreten lassen wollte, so würde das bedingen, daß mit dem 12. Jahre auch erst der fremdsprachliche Unterricht beginnen •'-** das sei aber doch launt möglich. Beim Militär gebe man
(ßcricbtsiciaL
Berlin, 4. Juli. Ter Kunstmaler Marie Carlo Sega n t i u i, ein Sohn des berühmten Malers, ist vom Land gericht Berlin wegen B-e t r u g e -3 zu 9 M onaten 0) e f i n g n i s Derurteilt worden. Ter 26jährige Angeklagte ahnue mehreir Bilder seines Vaters nach, versah sie mit dessen Signum und verkaufte sie als Kunstwerke des Vaters.
Lemberg, 4. Juli. Leute, am 94. Verhandlungstage, bei kündete das Erkenntnisge richt in dem Prozeß wegen bei A n s sch r ei t u n g c n an der Universität im Jahre 1910 bas Urteil. 5 Angeklagte wurden wegen öffentlicher Gc . w a l t t ä t i g k e r t zu 3 M o na: e n , 71 zu e i n e m M o n a t und 23 zu 14 Tagen Kerker verurteilt.
______or Tr. P i tz dankte in beweg leit Worten für die vielen, seiner Anstalt dargebrachtcn Glückwünsche. Tic sehr stimmungsvoll verlaufene Feiet wurde durch eine Aufführung von „Wallensteins Lager", die von Schülern der Anstalt vorzüglich gegeben wurde, beschlossen. —
Um 2 Uhr versammelten sich die Festteilnehmer zu einem
schäft schloß seine Rede. Eine weitere Anzahl von An- Ipracheu folgte noch und würzte das in allen Teilen.g it gelungene Festessen. Abends versammelten sich die Fest teilnehmer zum Festtommers im „Deutschen Kaiser", der in aiümicrteftcr Stimmung verlief und der von Titel tot Tr. Pitz und später von Kommerzienrat Grünewald geleitet wurde. Erst lange nach Mitternacht trennten sich die Kommersteilnehmer. Am Sonntag morgen fand auf dem Ludwigsplatz von 11 -12 Uhr Promcnadelonzert statt; mittags bewegte sich ein stattlicher Zug durchs die Strasten unseres altehrwürdigen Städtchens. Auf dem Fest plalz hielt Prof. Tr. Kraus m üller-Gießen die Fest rede. Unter der Leitung des Oberlehrers Mulch traten die Schüler der Sberrealschüle zu turnerischen Freiübungen an, die sehr exakt ausgeführt wurden. Turnerische Spiele ein zelner Gruppen schlossen sich daran an. Eine feenhafte Illiiiiiiiiation des neuen, prächtigen Lbettcaljchulgevätides entzückte am Abend dte Bcinchee des Fcstplatzes. Ter Mon tag vormittag galt der Besichtigung des Museums des Alsfelder Gefchichts- und Altertumsvereins im Weinhausc und des Lberrcalschulgebäiides. Am Rachmittag gab es noch die übliche Rachfeier auf dem Fcstplatz.
Tie zur Jubelfeier erschienene Fenichrift war von Direktor Tr. Pitz zusaminengest.ellt und schön ausgestattet.
nicht aus einmal steuern, ba dazu die vorhandenen Lehrer nicht ousrejchcn würden. Etwas müsie aber jcyt schon geschehen nnb
schluchzt die ^iachtiqall im
und der Abend ist schön. Tie tuhle Abendluii aber birgt bei attedein umsomehr oic Gcsahr einet Erkällung, iveil man au milden Abenden stch nicht ausreichend roihebi. Lassen Sie. wenn Sie ;n Erkältungen neigen, ob nnb 5ii eine Sodener LUneral Bn'ftlle iFaps ädite» un :Wnnbc zergehen. Die Bastillen ünd angenehm und crnndicnö, und hc schützen die Scbleimhäme der Luftwege gegen die idmDlicfjcn Eimvirlnngen der 9ma)tlnft. tzrei? 85 Pfennig vro Sckacknel überall erhäUlro
3. , 4.
bleibenden Bürgersinn Hang seine der Stadt Alsfeld und ihrer Vertretung sprach Bürgermeister Tr. B Ölung. Mit einem Hoch auf die alte treue Freund-
Oberrealschule. Geb. Lbenchuirat Grüße und Glückivünschc des ersten Realschule, Geh. Oberschnliat i. P. die liebe alte Stadt Alsfeld und
F c ft c f f c n im „Deutschen Haus". Tie Beteiligung war außerordentlich stark. Geh. Oberschulrat Scheuer m a n n brachte das Hoch auf den Landesherrn aus. Herr Gustav Rain s p eu wünschte der Alsfelder Obcrrealschule eine wei lerc gediihlichc Entwickelung: fein Hoch galt der Alsfelder- Block überbrachte die
sedriwr 1905 haoen bic to- . ÄMiidstiiäe « Vi* ,6° -unb 67 an »!
und ist zu te- „beschrankt" im Grund U diesem Kauf soll 9 t)t abtjanbcn gekommen, ii 1U» obiger Beschränkung he ien vier Aschen bei Reiher anzumelden.
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18,9 6,5
15,1 9,4
12,0 8.2
brachten mit entsprechend gehaltenen Ansvrachen: Ramons der früheren Tireltoren und Lehrer der hiesigen Realschule Dr. Jacobi-Darmstadt, iiamens des Realgpmna. slums zu Mainz Tireltor Tr. Stemmer, namens der Oberrealschule und des Realgnmnasiums Gieße,i Professor Lucius, namens des Gymnasiums Friedericianum zu Laubach Tireltor Tr Müller, namensder höheren Bürgerschulen zu Grünberg, Lanierbach und Sctzun Rektor A-oer in e s Lauterba ast . namens der anderen Als leider Lehranstalten S?auptlcbrer Rudolph- A1 -fe 1 d Sanitatsrat Tr. Schlosser-Alsfeld überreichte un icr herzlichen Glückwünschen dem Leiter der Lberrcalschule ein große., prachtvolle? Bi d. enthaltend die i- orir.it-? der bis heute an der Anstalt tätig gewesenen Direktoren. Bau rat 5 d) m a n b t * Elberfeld überreichte im Rainen der ehe maligen Schüler die bereits erwähnte Stiftung über 3000
unb bic sozialen Gegensätze zu mildern fei bie Schule nicht in Der Lage, weil ,a bic Schüler bic Geisteskraft bcr sozialen Fluter- schiede noch gar nicht innen könnten Gerade von bcr Sozialdemokratie würben bic Klassenunterschiede gefördert und kultiviert, dafür iorghn ickwn bic fozialbemokratischen Jugcnbscbriflcii Ter Redner verireßl zum Beweis dafür eine „Kavuiinerprcbigi' ans dem guten Kameraden Das fei eilt nettes Beispiel sozialdemo kratischer Jugenderziehung. Heilcrkcii Tas WickiligNe Des Schul unter richt» fei ihm der christliche Religionsunterricht, der die Klaiicnunterschiede n2± Möglich keil beicitige und die Gleich hett aller Menfchen lehre. Ten Begriif der Sozialbcmokraic!'. über die Eindeitsichule könne er nicht anerkennen: sie wollten nur das, was in ihrem Parteiinlereffc fei. Tas Allgemein- Interesse ici ihnen Rcbcnfache. Sie ständen auf dem Stand Vimti: „Unb willst bu nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein". Einem gefunden Fortschritt im Schul wesen ici er und seine Partei durchaus nicht icind. Aber die iozialdemokratifchen Schulvcstrebungen, die dahin gingen, die rc ligiöfe Erziehung des Kindes zu verhindern, werde feine Partei cntidiicbcn bekämpfen.
Geheimerat Süffert betom, daß die Regieriing nicht in der Lage ici, den Antrag gut zu beißen. Ter Redner verbreitet sich über die Verhandlungen vor 3 Fahren und bic Regierung. ciflätung zu bemselben Antrag intb legt bar, baß vom Staut den Volksschulen die größte Sorgfalt zugewendet werde, -ter Redner ircnbci sich bann gegen bic Ausführungen des Adg. Bach, dem er verschiedene Wibcrfprüche nachweist und verliest einen diesbezüglichen Artikel ans der Frantfnrtcr Schnlzcitnng über bic allgemeine Einheitsschule.
Abg. Ulrich wenbek sich gegen bic Ausführungen des Rc- gicrungsvertreters unb meint, es sei notwendig, daß aus dieiem Haus immer wieder fortschrittliche Anträge gestellt würden, auch wenn sie keine Aussicht ‘aus Annahme hätten. Es komme im Leben nicht auf die Kenntnisse in der Religion an, sondern ans die Schnlbilbung, die jeder Arbeiter haben müsse. Und diefe Schulbildnng sei ungenügend und cs müsse Wandel geschaffen werden. Ter Redner polemisiert gegen bic Ausführungen der z-fbg. liebel nnb Münch und weist bie Bemerkung des elfteren zurück, daß bcr Antrag nur eingebracht worden ici, um zu Hetzen. Heule ent-- schieden nicht bic Fähigkeiten allein, lonbcrn ui bcr Hauptsache der Geldbeutel unb die So -albcinokratcn verlangten, daß icbcr mann auch zu den hohen und höchsten Posten kommen könne. Ter Minister bestätige ben größten Tnmmkovf, aber er lehne den klügsten Sozialdemokraten ab. Unruhe und Heiterkeit. 'Jiconer cri irt zum Schluß, et habe seine Freude an den Ausführung n des Abg. Bach gehabt unb er wünsche nur, daß jeder Bvlts- ichullehrcr solche Liebe zu seiner eigenen Schule habe wie dieser unb er Hesse, daß er basür nicht gemaßregett werde. Wenn auch der Antrag heute abgclchnt werde, so würde er doch immer iiicbcrlommcn.
Abg. B a ch weist noch kurz bic Borwürsc des Abg liebel zurück unb erklärt dem Vorredner gegenüber, baß er stets seine eigene Meinung anssprechen werbe, selbst wenn er gemaßregelt werben sollte.
Bei bcr Abstimmung wirb alsdann mit allen_ gegen acht Stimmen 3 Soz., 4 Freis, unb Bach» bcr Ausschußanlrag angenommen, ben Antrag Ulrich für erledigt zu ^ildrcn. _
Tie Sitzung schließt darauf (an 1* i Ul.n. Rächne Sitzung morgen früh 9 Uhr.
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhesfen
hessische Zweite Kammer.
R. B. Dar in st a d t, 4. Juli.
Am Reglcrungstische: Sraatsminiflrr Ewald, Minister bc: Innern v. Hombergk, Gehcmcrätc Best, Süffcrl.
Vizepräsident Korcll eröünct die Sitzung um IO1 x Uhr unb mit nut, daß in der Zwischenzeit seit bei letzten Tagung zwei Fubiläen von Mitgliedern des Hauses frattgeiunben haben. tcl Präsident, Regjerungsrat Haas, hat sein 30,ährigcs Ad geordneten Jubiläum gcicicrt unb auf die ihm vom Bizevraiidetucn jufqtbrücficn Glückwünfck c ocs Hauses sei solgendes Dankschreiben äbersanbt:
Zn liebenswürdiger Weise haben Sie im Namen unserer Kammer und im eigenen Rainen mir an? Anlaß meiner 30jährigen varlamenlari'ckien Wirliamleit die herzlichsten Glück- wünsche ausgesprochen. Zch verichle nicht, Zhncn nnb den verehrten Kollegen hiernir herzlichsten Tanl barzubringen unb die Zersichcrnng beizurügen, baß Zhr freundliches Gedenken mich .-»ochcrfreul hat, sowie baß die mir vergönnte langjährige par- .amcnioriidie Tätigkeit im Znteressc nnscrcs Volkes und uniercs .vesseiilondc? mir eine Quelle größter Leiricdignng allezeit gewesen ist und baß die srcundltche Gesinnung, lvelchc mir von lollegialcr Seite stets entgegengebracht wurde, mich in^meiner an und für sich sehr bescheidenen varlamemanschen Tätigkeit gestärkt und gehoben hat. — Zch bitte Sie, den Kollegen mit meinem Tank meine besten Gruße übermitteln zu wollen. Mit bekannter Gesinnung Ihr Haas.
Vizepräsident Korcll teilt weiter mit, baß Abg. Schönberger anläßlich seines goldenen Hochzeitstages vorn Kaminer- präsidium Glückwünsdw ausgesprochen morben seien itnb bittet oann, in Rücksicht darauf, baß am nächsten Freitag bic K a in in e 11 a g ii n g zum Abschluß gebracht werben soll, sich bei den Beratungen möglichste Reserve auizucrlegen. Neu ein- getreten in bas Haus ist riir die Provinzialhauvtstadt Gießen Abg. Grünewald, der vom Präsidenten in der üblichen Weise vereidigt wird.
Tas Hans tritt nun in die Tagcsordnnng ein. Ohne Bc- Iprechnng wurde zunächst die Rcgicrungsvorlagc, beir. bic lieber sicht über bic Einnahmen und Ausgaben bcr Staats schulde n- Verwaltung für ba? Rechnungsjahr 1907 genehmigt.
Es wirb sodann in bic Besprechung über ben Antrag 111 r i ch und Genossen, betr. die
nationale Einhciteschnlc
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höchstens 50 unb ?0 Schnier zuznlassen Mit dem freuibsprach- licheu Unterricht wünscht bei Rcbncr beim zehnten Lcbetisiahr nnznsctzen: das zwölstt Jähr," wie es der wzialdcrnokratisckrc Antrag verlange, sei versehlt. Tie Forderung bcs Antrags nach Auihebnng aller höheren Schnlen teile er nicht. Tie Foiberung nach der allgemeinen BoltseiiiheitSschiilc sei nicht neu, sondern schon Zahrhuuberte alt, wie bei Rebner an verschiebenen Aussprüchen berühmter Männer näher darlut; auch Drei preußische Kultusminister hätten sich basui ausgesprochen. Auch der Redner will, daß die Schüler in den Volksschulen so vorbereitet werden, baß sic später m bas Gymnasinm eintreten können. Er müsse sich ’ aber gegen, bic obligatorische Volksschule aussprechen: man könne bie Privafschstteu nkchl'einfach beseitigen wollen. Tic allgemeine Volksschule solle als Unterbau sür die höheren Lehranstalten eingerichtet werben, wie dies auch in Bayern, Oesterreich und der Schweiz der Fall sei. Zu Muttchen hätte keine höhere Schule eine Vorschule, sondern eilte Schüler müßten erst mehrere Zähre bic Volksschule besuchen: nur etwa 300 von den 60 000 Kinberu seien bort vorn Besuch der Volksschule befreit. Aehnlich liegen die Tinge auch in (Shadottenburg, Berlin und Hamburg, wo bic Schnlen ohne Vorschulen eingerichtet seien. Tie Einführung der nationalen Einheilsschnle sei möglich Schon in bcr Schule müßte der gemeinsame Sinn gepflegt werben. Tann werbe biefe Schule auch dazu beitragen, bic zukünftigen sozialen Kämpfe zu erleichtern. Tie Kinder müßten lernen, baß sie alle einer Nation
Märkte.
fc, Frankfurt a. 2)1., 4. Zull. Heu- und S t r o h m a r 1 t. ?(iigelnl)rcii waren 7 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Mau notierte: Hell, altes, 3,00—3,40 Mr., Stroh (Kornlaugslroh) 0,00 bis 0,00 Pik., Voiufiroh 0,00^0,001'11. Alles Nir 50Kilo. 6icschäft mütci- uiaßig. Tie Zufuhren waren aus Lberhessen und bem Kreise Tieburg.
Verantwortlich für den politischen Teil i. V.: R. Lange.
Tausendfach bewährte Nahrung bei;
Brechdurchfall,
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-Krankdnkdd, Darmkatarrh, etc.
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angehörte», chicrlct, welchen Standes die Eltern seien. Tic Zrcundschatten, bic in bcr Volksschule geschlossen wurden, halten oftmals für das ganze Leben Geltung. Ter Redner tritt dafür ein, baß sämtliche Kinbcr brei bis vier Jahre zuerst bic Volksschule besuchen sollten unb bann sollten sich bie Eltern enticheiden, ob sic ihren Kindern eine höhere Bildung geben wollten. Ferner sollten Klassen eingerichtet werden, die von Schülern mit 12 bis 15 Jahren besucht werden, deren Eltern bic hohen Kosten nicht aufbringen können. Rebner ist nberzengt, daß diese Forderungen nicht ans einmal erreicht werden könnten, aber er hoffe doch, öaß sie später durchgesetzt werben würden.
Abg. Münch naiL' führt an?, baß- die heutige höhere Schule nicht allen Anforderungen entspricht. Es seien zwar viele Rcsornirorick läge vorhanden, aber sie seien alle nickt annehmbar. Wenn man bie Volksschülcr im '12. Jahre zur höheren Schule
Du 5v jährige Jubelfeier der Alsfelder Nealschule.
Alsfeld, 3. Juli.
Aut 7. Januar 1861 ist bic Realschule zu Alsfeld eröffnet worden. Tie Anregung früherer Schüler, das oOjährige Bestehen der Schule" durch eine würdige Feier zu begehen, fand frendigen Widerhall und so fand denn nach entgehen der, sorgfältiger Vorbereitung durch den Festauvfchttß die Jubelfeier in den Tagen de? 30. Juni, 1. und 2. Juli statt. Eine außerordentlich große Anzahl früherer Schüler hatte sich zu dem Ehrentage der Schule, jetzt Oberrealfchnle, ein» gefunden, erfüllt von dem Gefühle der Tankbarkeit gegen ihre alte Lehranstalt, bic ihnen die Wege für ihr späteres Leben geebnet hatte
Tie Jubelfeier begann mit einer F e st a u f f ü h r u n g am Freitag nachmittag im großen Theatersaale „Zum deutschen Kaiser", in der in vorzüglicher Tarftellung „Wallensteins Lager" von Schülern der Anstalt aufgeführt wurde. Reallehrer Dotier hatte zu dem Feste einen sehr beifällig aufgenommenen Festmarfch komponiert und Lehr- amtsasfessor Groebcr ein warm empfundenes Festgedicht verfaßt.
Am Freitag abend fand — die Aufführung am Freitag nachmittag war hanptfächlich für die Angehörigen der Schüler bestimmt — in oen Räumen der „s r c n . c m p fangs abend für die erschienenen ehemaligen Schüler und Gäste statt, die von dem stellvertretenden Vorsitzenden des Festausschusses Herrn Kommerzienrat Grünewald in herzlichen Worten willkommen geheißen wurden. Es war eine Freude, zu sehen, wie die alten LchuUameraden froh liches Wfedcrwhen feierten, manche alte liebe Erinnerung aus der Sck)ulzeit wurde ansgetauscht und die alte Freundschaft wieder erneuert. Tie am Emprangsabend oerjanimcT- ten Schüler beschlossen über ben Zweck und bic Verwenbung bcr anläßlich der Jubelfeier gemachten Stiftung, deren Zinsen in erster Linie in diskreter Weife zur Unterstützung gering bemittelter Schuler bei Klassenausflügeu verwendet werden sollen. Das Ltiftuugskapital betragt 3000 Mt. Tie Stiftung soll Der Ausdruck bleibenden Tankes der früheren Schüler sein. Bis lange nach Mitternacht dehnte sich der Empfangsabend, der die Teilnehmer in gehobene Stimmung versetzte, aus.
Ter Festakt begann Samstag, 1. Juli, 10i _> Uhr vormittags im großen Saale „Zum deutschen Kaiser", den eine stattliche Feftversammliing bis ans den letzten Platz gefüllt hatte Mil einem schön borgetragenen Schülerchor der reicht Die Hand zum Bunde" begann !■■.. Festakt Tann folgte die ansehnliche Reihe bcr Festansprachen Geh. Ober sch ul rat Scheuermann überbrachte die Gluckw.insche der obersten Schulbehörde Hessens. Darauf hielt in form vollendeter Weise Oberrealschulbirektor Tr. Pitz bie eigent liche Festrede, in der er eine interessante Darlegung über bie Entwickelung bcr aus kleinen Anfängen erstandenen Als selber Realschule bis zu ihrem heutigen Ausbau ab? Ober-
>n Anschluß hieran trug der Schülerchor das von Assessor Grocder gebuchtete und von 'Rcalieyr.r 2ottcr sür vierstimmigen ix hör vertonte stimmungsvolle Fest lieb „Hohe heilige Feierstunbe" vor. Weitere Glückwünsche übermittelten Kreisrar Tr. Heinrichs unb Bürgermeister Tr. V ö l s i n g - Ä l s f c l d. Weitere Glückwünsche, zum Teil in Form von gedruckten llrhmben, über-


