161. Jahrgang
Zweiter Blatt
Nr. 54
Erscheint Ük-Nch mit Ausnahme beS Sonntags.
ici ein Scklag in* Wasser und ganz überflüssig, bi der Bundesrat
der
PreiS
vvo 100 üfb. fchnittsprei;
19
89
44—4G 83-84
47—48
85—88
6
82—86
47
84
75—76
75
40
71
63- 65 105-108
42-00
84-00
42
84
47-48
60—62
47
61
47-48
60—62
47
61
58—59
58
45
46-47
59—60
46
59
gewicht
nur tür dringende Kalle sicher anzutreflen:
D
Dr. Geyer, Seltersweg 64. — l>r. Klein, Ost-Anlage 37
Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.
160
u b a
95-106 89-93
64
60
54
45
47
36
82
Die „Gießener ZamivenblLtter" werden dem ,flnieifler* viermal wöchentlich beigelegt, »aS „Ereisblott ftr de» Kids Gießen" -weimal wöchentlich. Die .^andwirlschaftliche» Seit- frage«" erscheinen monatlich zweimal.
82-84
75-80
57—63
53—56
Katholische GotteSdicnstorduung.
S o u n l a g den 5. Dl a r z 1 91 l : Büdingen: 10 Uhr.
Nidda: 8)6 Uhr.
kirchliche Nachrichten
bcc evangelischen Gemeinde Büdingen.
Sonntag I n v o c a v i t, den 5. März:
Vormittags 10 Uhr: Pfarrer Schäler.
Vormittags 11'/, Uhr: KindergotteSdienst.
Nachmittags 2 Uhr: Plärrer (Sobel.
Tie Annswocyc hat Pfarrer Göbel.
45—47
40- 44
Line deutsche Gesellschaft für Kaufmanns' Erholungsheime.
Feinste Mastkälber Mittlere Plast- ynb beste Saugkälber . Geringere Mast- und gute Saugkälber Schale.
Weibcmasischaft........
Schweine.
Volt fleischige Schweine bid zu 2 Zentner Levendgewicht
VoUfteischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht
Redaktion, Expedition und Svudctei: Schul« strahe 7. Expedition und Verlag: e^5L Redaktion: ^sSl 12. Tel.-2ldr2ÄnzeigerGießen.
Jebenb« Sifitn.U
46
42
83
77
VollstelschigeSchweine über 2'/^ Zentner Lebendgewicht 45—46
Fleischige Schweine unter 80 kg Lebend--
chaie 5 Schweine 215. Tendenz: Rinder, Kälber,
ermöglichen.
Sic beabsichtigt zunach st 20 Heime, teils an her See -Nord und Osticc, teils im Mittelgebirge i.Harz, Thüringer- wald, Niesengebirge, sächsisches Erzgebirge, Odenwald, Taunus, Vogesen, Schwarzwald usw.), teils im Hodigcbirgc (Lbcrbaiicrn) und an fonfhgeh klimatisch und landschastlich bevorzugten Orten zu errichten.
Die feinte sollen i c l 0 0 Pcrsonen aunichmen, morur ein fi<Wiial von 230000 Marl, zuzüglich 20000 Mark für den Betrieb, Zusammen eine viertel Million für ein -Heim, erfordert werden. Diese zwanzig Anstalten wären imstande, jährlich 40 000 Personen vierzehn Tage lang ober 60 000 Personen zehn Tage lang zu beherbergen. Dos nötige Ä'vital wird auf 2 700 000 Mar" i'aneiü'.n, bu man berechtigter Weise voraussetzt, die Bau- imb Einrichtungskosten von 5 Millionen Mark (20 mal 250 000 Mark durch hypothekarische Beleihung auf die Bauten aut jenen Betrag reduzieren zu fönnen. Es sollen nun Anteilscheine, die übet je 10 000, 1000, 500 und 100 Mark lauten, ansgegebeu werden, auf die der Besitzer 4 Prozent Zinsen erhält und iodann ist eine Verlosung (mindestens 2 Prozent jährlich) vorgesehen, die die Gesamtanleihe innerhalb 50 Jahren tilgt. Die Zinsen werden halbjährlich gegen Zmsscheine bezahlt. Für Sicherheit an Kapital und Zinsen haftet das Eigentum der Gesellsd,aft, so daß bteje Schuldverschreibungen eine gesicherte Anlage barstellen: ganz abgesehen von dem gemeinraifcigen Zwecke. .
Dn, wie gesagt, das Vermögen bet Gcfellickaft ,ur die »schulb- verfchre'ibmigen haftet, und dieses Vermögen aus den ausgeführten Bauten und dem Grund und Boden besteht, welch letztere man an den Genre mden kostenfrei abzutreten ist, so sollte es Ehrenpflicht eines jeden Kaufmanns in Deutschland, der dazu in der 'Jago ist, sein, eine Schuldverschreibung zu zeichnen, jeder Kaufmann aber sollte, einerlei ob selbständig oder angestellt, mit einem seinen Verhältnissen entsprechenden Jahresbeitrag der Gesellschaft als Mitglied bei treten.
Dem Präsidium gehören hervorragende Männer des .Handels und der Industrie des ganzen Reiches an.
Vollfletfchige, jüngere . . .
Zar, en, Kühe.
Vollfftifchige ausgemästete Färsen höchst.
Schlachtwertes 45—49
Vollfftifchige ausgemäslete Kühe höchst.
Schlachtivertes vis zu 7 Jahren. . 39—42 Aeitere ausgemästete Kühe und wenig
gut cniiutdeUe inugereKühe >t. Färsen 85—38 70—73 Aläßig genährte Kühe und Färsen . . 80—34 66—68 Halber.
Tic Sprungfedermatratze „Unerreicht bequem", sowie die 3- und Meilifle Matratze „Stabil ' unter T. R. G. M. 420684 unb 420 ubö vom Kniserl. Patentamt ges. gesch., haben sich über Erwartung vorzüglich eingeführt! Niemand will die eisernen Matratzen ihres l’narrcnben, unbequemen und falten Lagers wegen; ebenso sind die Ma tragen „Stabil" ihres fast um die Halste billigeren Preises gegen Roßhaarmatratzen ungemein gern gekauft. — Vor unfauf von Betten u,m. wende man sich um Auskunft an die Möbel- und Bettenfabrik Th. Brück, Großy. Hess. Hof lieferant, Gießen, Ecke Brandplatz, Sch.oßgasse u. Stanjlciberg
Aus den RcichLtagsausschüssen.
: Berlin, 3. März.
Tas VerhaltoiS der Kraakeukasien zu den Aerzten.
Der Reid-sversicherungsausschuß kam heute, nad)bcnt die restlichen Bestimmungen über bic Dienstordnung für die Angestellten der jiranfenfanen im Sinne bet Einigungsanträge ihre Erlebigung gefunden hatten, ju der Regelung ber Aerzte frage. Die Vertreter der Ernigungsparteien: Konservative, National- liberale, Zentrum unb Wirtschaftliche Vereinigung haben sich in den Vorverhandlungen über Vorschläge verständigt, die zwischen der vom Leipziger Aerzteverbande verlangten grundsätzlichen Ein führung der freien Arztwahl und den von dem Zeniralverbande der .\irantenIaf|€Tt vertretenen entgegengesetzten System ver mittelt. Die ärztlichen Organisationen erhalten durch diese Bestimmungen bis zu einem gewissen Grade einen Einfluß au die Aerztewahl, ohne aber die Kassen zur Einführung bei.freien Arztwahl zwingen zu können. Aus der heutigen Aussprache im Ausschuß geht indessen hervor, daß die Einigung unter dem Druck der auch heule vom Staatssekretär des Innern wiederholten Erklärung zuwrnde gekommen sind, daß ein weiteres Entgegenkommen der Regierung gegenüber den Wünschen der Aerzte ausgeschlossen sei, da die Regierung das Ziueresse der Aerzte, das der Versicherten und das össentliche Interesse gegeneinander ab> zuwägen habe. Von mehreren Vertretern des Kompromißantrags wird die misdrückliche Erklärung abgegeben, daß ihre Abstimmung ihre Parteien im Plenum nicht binde.
Die Verhandlung wird am Dienstag fortgesetzt werden. Die Hauptbestimmungen der Einigung besagen: Tie Mranteiitaiien und diejenigen Aerzte, welche bei ihnen die ärztliche Behandlung übernehmen, regeln ihre gegenseitigen Beziehungen diirck) fd'riftlidTcn Vertrag. Tie Aerzte können sich beim Abschluß des Vertrags bmxi; ihre Vereinigungen ober Vrr bdtibc vertreten lassen. Die Bezahlung anderer Aerzte kann der Vorstand, von bringenixn Fällen abgelegen, ablehnen. Den Kassenmftgliedilrn soll bic Auswahl zwilchen mindestens zwei Aerzten sreibleiben, soweit es, ohne bic Staife erheblich mehr zu belasten, niöglid) ist. Die Sayung tann icdoch beninimai, daß der Behandelte wahrend deSlCiven Versicherungsl'alteS oder Oic- schäftjahrcs den Arzt mir mit Zustimmung des Vorstandes wechseln b<UT Soll ein Arztvertrag geschlossen, verlängert oder geändert werden, so tonnen bie Rromeniaiien unb die Aerzte, die darüber mit- einander bcrljanöcln wollen, bic Bilbung von Einigung.S- Ausschüssen vereinbaren unb zu bie’cn je bic Halste ber Vertreter wählen. Tie Verträge zwischen Krankenkassen unb .lcrztcn dürsen für kürzere Zeit als ein Jahr nicht geschlossen ober verlängert werden; bic Kündigungsfrist bars nicht weniger
Samstag, 4- Mrz syft
Rotationsdruck und Verlag der Drühl'schcn UnwersuätS - Buch- und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.
fc. Frautfurt o. M., 3. Atörz. Heu' und St roh markt. Slngciahrcn luaren 7 Wagen Heu unb 2 Wageii Stroh. Man notierte: Heu 3,10—3,60 Mk., Stroh (tfornlangftroh) 2,30 bis 3,5j Äik., Aiirrstroh 0,00—0,0*.) Pik. Alles für oU Kilo. Geschäft langsam. Die Zufuhren luaren aus Oberhessen.
Schaft unb Schweine mittelmäßig. “* “ Durck)-
Giehener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhefsen
r edend. Lchlach!» pro 100Pfilu> geimchk ■ -
des------------- -
sich an bic Öffentlichkeit gewcnoer hat. ------ » . .
Schrift „Ein soziales Problem des Laufmannstandes" von Zwei Baum-Wiesbaden, ein außervrbentlick-es, sehr berechtigtes Zn tGreife. T-enn der Verfasser legte sozusagen den Finger in eine offene Wunde. Er hob hervor, wie auf allen Gebieten des öffent- kidxn Lebens in Deutschland sich die Fürsorge für bic Erhaltung unb Hebung ber Volksgesundheit in der Gesetzgebung unb Verwaltung Bahn gebrochen hat, mft anher en Worten, wie sich bic Notwendigkeit allen maßgcch enden Faktoren aufgedrängt hak, bv Lösinm des sozialen Problems in einer Weise herbcizumhrcn, b*c den Minderbemittelten imb Hilfsbedürftigen den Trost gewälnt, naß bic Bcssersituierten ihnen nicht teilnahmslos gegenüberstehen, sondern alles auf bieten, um Not unb Leib ans ber Welt zu schaffen, lonxnt das Memchenkrasl vermag. Das iLstliche Gut icden Ar beüers, auf welchem Gebiete feine Tätigkeit aud) immer liegen mag, ist die Gesundheit und diese zu förbem imb zu kräftigen, das hat ftd) zunächst für die Angestellten der kauftnännisdren Betriebe vie „Deutsche Gesellschaft für Kaunnanns-Erholmigshcirnc" zur Aufgabe gemacht, um den Angestellten bic notwendige Erholung und „Ausspannung" zu ermöglichen. Wenn man sich vorstclli, oaß für fast alle Kreise, für städtische Angestellte, sür Gemcinde- heamten, Seeleute, Verkchrsbeamtc, für die Schutzmann schäft soldrc Erholungsheime bcstehcii, so ist es fast unverständlich, baß bic !aufrnännisd>eu Angestellten, deren Zahl in Deutschland über 1 7)00 000 beträgt, solcher Einrichtungen bisher entbehren mutzten.
Tic Deutsche Gesellschaft sür Kauimanns-ErholizugSheiinc be- uoeckl, burd) die Errichtung und den Betrieb von Erholungsheimen in den verschiedensten Gegenden des Deutschen Reiches männlichen und weiblichen kaufmännischen Angestellten und minbcrbemfttAtcn selbständigen Kaufleuten, ohne Rücksicht auf das religiöse Bc- lünntnis unb auf bic Zugehörigkeit zu einer politischen Partei, rür geringes, den Verbrauch zu Hause nicht nennenswert übei> tteigendes Entgeld, den Aufcnihalt in einem Erholungsheim zu
Kuverts mit Firma billigst vrühl'Iche Universitats-Drucrerei. R. Lange, Sieben
ja schon an ber Arbeit sei. _
Die Entschlie ßungen der o ; i a l b c in o r r a t c n nb ber Volkspartei werden abgclchnk und dann ic Entschließung des Zentrums e i n st i in vi i g an
Die nach- feind ani Sonntag dem 5. März
stehenden Ävl Zilv von 12 Uhr mittags ins 12 Uhr nacuu
enontmen.
Tie Untcrbca int en titel werden angenommen. Die Bittsd.riften um Erhöhung ber Bezüge und Mehreinstelluus von Unterbeamten werden durch bic Beschlüsse für erledigt rrHart Alle andern Eingaben, auck die am den Wobnungsgeldzuichutz bezüglichen, werden der Regierung als Material iibcrnncicn
Für dauernd en'orderliche H i l f s l e i it u n g e n bei bat Sei kchrsansialteil mit Ausnahme des Unterbcamtendienftes stehen 27' ' Millioneli Mark int Voranschlag, etwa eine Million mein als im Vorjahr. Von it n t i o u a H i b c r a l e r Seite wirb cm Abstrich beantragt, damit mehr Geschäfte der höheren Beim,-".: ben uliieren Stellen übertragen werden. Tic hiergegen gerichtete,( Erklärungen des Vertreters der Postverwaliung werben vom Aus dmß nicht für üderzeugenb gehalten uftb dos Reichspostanii um n-,eitere sd.rnrlide Aufklärung eriudit: die Befchlutziafiung übej-
als sechs Monate betragen. Bei Streitigkeften aus dem Vertrag entscheidet ein S ch i cds aus s ch n ß, zu dem jeder -teil zwei Vertreter benennt. Die K^ankenkassc kann nur auö einem wichtigen Grunde die Verlängerung eines am beitimmtc Zeit geschlossenen Vertrags ablehnen oder einen Vertrag kundigen. Verneint das Schiedsgericht, daß ein wichtiger Grnnd vorlicgt, so gilt Der Vertrag als auf ein Zahr verlängert. Ein wichtiger Gründ liegt jedenfalls dann vor, wenn bic Staue nachwem, baß sie bert Vertrag zu ihr günstigeren Bebnigungen aut nun- bestens ein Jahr mit einer ausreichenben Zahl geeigneter -lernte chlicßcn kann, doch ist in diesem Falle ber neue Vertrag mit ben alten Aerzten zu schließen, wenn bic .Kaue ben alten Vertrag nur mit bestimmten einzelnen Aerzten gcidimpen bat, ohne anderen Aerzten einen Anspruch aus Beitritt cinzuraumen und bic alten Aerzte bic Bedingungen annebmen wollen. Ein wichtiger Grund liegt ferner vor, wenn die Kasse bereit i|t, beit Beitrag nicht mehr nut bestimmten einzelnen Aerzten, fonbern nut allen bazu bereiten Aerzten abzuschließen^gcgen beren ^ulafiung kein wichtiger Grund vorliegt. Das ^dsicbSamt bcitclit aus dem Vorsitzenden oder Direktor des Oberveriichcrungsamtes ais Vorsihendcn, zwei seiner ständigen Mitglieder, wwie aus ie vier Kassenvertretern und Aerztevertrctcrn als Beifttzcnt. a.tc Krau kenlassc hat dem Versichervngsamt bis spätestens zwei Monate vor Ablaut des Vertrags oder, wenn sie neu ernajtet wird, vor dem Beginn ihrer Tätigkeit n a ch z u w e i s e n , d a tz sie den Vertrag mit einer ausreichenden Anzahl v v n Aerzten geschlossen hat. .Kann sic es nicht, |o hat uc oisbatd die Vermittelung des Schiebsamres an- v.uufen. Tas gleiche gilt, wenn bas VcnragsverhaltniS infolge irnvorhergesehcner Ereignisse vorzeitig gelöst wird nnb Gemhr behebt, daß, die Kasse den Vertrag nicht rechtzeitig Mit einer aiisreichciiden Zahl von Aerzten schließen famr ^.as ^chieds amt stellt die Bedingungen fest, bic für einen Vertrag bei Kaue mit den Aerzten als angemessen zu gelten haben, -labet ist auf die örtlichen Verhältnisse der Kasse unb ber Aerzte, sonne am die Leistungsfähigkeit der .Kasse Rücksidit zu nehmen, ^mrher ist allen Beteiligten Gelegenheit zur Aenßerilng zu geben. Meuter Krankenkasse unb keinem Arzte bars es verwehrt werben, das Schiedsgericht anzurufen, vor ihm zu verhandeln und Vertrage am ber Unterlage von Bcbingungen zu schließen, die das ^chieds- amt alS angemessen anerkannt hat. Entgcgenslehcnbe Zereut- barungen sind nichtig .
Kann bic Kasse bis zum Ablaut des alten Vertrags oder bis zum Beginn ihrer Tätigkeft and) zu ben vom Lchiedsamt festgesetzten Bedingungen keinen Vertrag mit einer ausreichenden Anzahl von Aerzten schließen unb wirb hierburd) oder wird durch Nidste in galten vertraglicher Vereinbarungen seitens der Acrztc die ärzckiche Versorgung bei ber Kasse ernstlich gejährbet, so ermächtigt das Oberversichei-ungsamt bic Kasse auf ihren Antrag widerruflich, statt ber Kra'.ifenpslegc ober ber sonst ^forderlichen Behaiidlung eine bare Leistung bis zur Höhe von - - des TurchschnittsbetrageS ihres gesetzlichen Krankengeldes zu gewähren.
Die entsVrcchenDen Bestimmungen gelten auch für das Verhältnis zwischen den Krantcnkassen und den Zahnärzten.
Man sihreibt uns aus Wiesbaden.
Ein weiterer sehr zu beachtender Schrirr ,zur Lösung ,o»uuer Gegensätze bedeutet bie nunmehr erfolgte Konstituierung der „Deutsche,. Gesellschaft für Kaufmanns-Erholungsheime" Diese Tatsache ist um so freudiger zu begrüßen, als erst wenige Wochen ins Land gegangen nnb, ieitbem geistige Urheber biefer Wohlmhrtsibec mit einer tm Verlage Kaufmännischen Vereins zu Wlesbaben erschienenen Broschüre Allerbings erregte bic
Junge, fleischige, nicht auSgcinuftclc unb ältere auägcmäftetc......
llngejochte..........
Bulle ii.
Dollflcifchige, ausgeivachsono, höchsten Schlachtivertes........
Ter Posthaushall im Budgetansschvß.
Der Bubgetausfchuß setzte heute zunächst noch bic Beratung des Posthaushalts fort. Zur Verhandlung steht der Unter beamtentitel. Von mehreren Seiten werden Klagen ber Untcrbcamtcn über ungenügenben Urlaub und erhöhte Dienstleistung zur Svradic gebrndit. Staatssekretär Mractfe bemerkt dazu, daß infolge, größerer Anforderungen des. Dienstes wohl gelegentlich einmal mehr gearbeitet werden müsse, von lieb er > lastmtg könne keine Rode sein. Ueberstunden werden nicht bezahlt: nur in ber Weihnachtszeit werben übergroße Leistungen aus ben Unterstützungsfonbs vergütet. Tie Urlaubs frage sei wohlwollend geregelt, und dabei werde besonders auf die älteren Leute Rücksicht genommen. Die Ressorts hoben das Bestreben, den Urlaub möglichst einheitlich zu regeln, aber gan_z ichcmalisch lasse sich das nicht machen. Tie Urlaubsverhälmisse ber Unterbeamten ber Reichspost seien besser als in Bayern unb in Württemberg.
Bon । o g i a l b c in o t r o t. Seite wirb eine Entschließung eingebracht, bie eine Abänberung ber Besoldungs- trage zur Erhöhung der Bezüge der unteren Beamten verlangt. Die Entschließung wirb damit begründet, daß die jetzigen Gehälter zu gering seien. Man könne oben die Gehälter verringern, imb was ba erspart werde, unten zulcgen. An ber Aussicht könne erheblich gespart werben. Nötig sei auch Aushilfsversonal für den Fall von Erkraiitungen und ebenso eine Verlängerung der Urlaubszeit. Der Schatzsekretär legt Verwahrung dagegen ein, daß man auf diese Weise die ganze Besoldungssragc von Neuem aufrollq. Eine Erhöhung der Bezüge der Unterbeamten müsse zu-neuen Steuern führen. J3)ie verbündeten Regierungen seien fest entschlossen, für bic nächste Zeit Aenderungen an ber Bcsolbungs- orbnnng nicht vorzunehmcn. Der Staatssekretär des Reichs Postamts weist im Anschluß hieran bar am hin, daß wegen der größeren VcrauNvortlichkcit der Untcrbcamtcn die gehobenen Stellen mit einem Gehalt von 1400 bis 2100 Mark geschaffen seien. Der Vertreter ber Volkspartei erfeftnt bic finanziellen Bebenken ber Regierung an, ist aber boch nicht mit der Richtung ber Entschließung, zugleich im Namen seiner Freunde. cinDerftanben. Die unteren Poftbeamten feien bei ber Besol dungsorbniing am schlechtesten gefahren. So hätten in Hamburg bic -Lberschaisner int Jahre 1908 an Gehalt und Wohnungs- geldzuschuß 1760 Mark bezogen, nach der Besoldungsordnung seien die Bezüge dieselben geblieben. Zu ben Kreisen ber Untere beamten herrsche große Mißstimmung. Der Vorsitzende des Aus- sdmsses, Frhr. v. G a m v -Rv. , betont demgegenüber, ba ßda-s Bkaximalgehaft ber Oberschaffner um 300 Mark erhöht worden sei. Tic Wortführer ber Nationalliberalen, des Zen t r u ms und der Wirtschaftlichen Vereinigung erklären fick gegen die Entschließung, da sie über bie Deckungs- srage ganz hinweggehe und es nicht zutrefse, daß bie Unterbeamten in ihrer Allgemeinheit schlecht weggekommen seien. Aus einzelnen Städten dürfe man keine Rückschlüsse auf andere ziehen: was not tue, sei eine Erhöhung des Wohnungsgelbzuschusses an einzelnen Orten.
Nunmehr wirb von fortschrittlicher Seite eine Entschließung eingebracht, bic bic verbünbeten Regierungen ersucht, bie unbeabsichtigten Härten, bic bei der Regelung ber Bezüge der Postunterbeamten in bic Besoldiingsordnung gekommen sind, burd) geeignete Maßregeln auszugleichen. Staatssekretär Mractfe erhebt auch gegen diese Entschließung Einspruch. Die Beamteu würden durch sie von Neuem beunruhigt. Die verbündeten Regierungen seien zum Teil nod) über die Forderungen ber Beainten hinausgegangen.
Vom Zeiurum iviro eine Entschließung auf Erhöhung des Wohuu^ngsgeldzuschusseS an einzelnen Orten beantragt. Der Schatzsekretär erinnert daran, baß der Reichsanzeiger bereits bic Mitteilung gebracht habe, daß Der Bundesrat bie Grundsätze besckloiicn habe, nach denen eine anbenueite Klassifizierung der einzelnen Orte erfolgen solle. Das Reichsschatzamt bearbeite jetzt bic zahlreichen Bittschriften nach diesen Grundsätzen. Ein konservativer Redner betont, daß auch der Reichstag sparsam sein müsse, nüfa nur ber Bundesrat. Von v olksparteilicher ^LCitc wird erwidert, Sparsamkeit sei nölig, aber am richtigen Platze. Tie Zentrumsentschließung
diesen Titel wird bis dahin ausgeietzt. .
Dienstag werden ait erster Stelle bie dem Ansfchutz über- wiesenen Teile des Haushalts bes Rcichsamts des I mietit vcrhanbclt.
Markte.
r.0. roiesbaven. Viebhof-Marktbertcht vom 3. Män. Auftrieb : Rinder 51 lOchfcn 14, Kühe 37, Bullen 0), Kälber 107,
Cdn en. von-biSvon-bis
T'oÜsleifcbige, auZgeiiiäsiete, höchsten Schlachtivertes, höchstens 6 Jahre alt 48—50 87—91
März 1911
Barometer auf 0° I reduziert !
Temperatur der Lust
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Wind- rtchtimg
Windstärke
(Brat) ba Beivötkimg i» 3ebntel ber pchld. (ilmmeltfl.
Wetter
3. 2“
153,7
8,9
5,4
63
NW
4
7
Sonuenfchein
3.: 911 ’
<54,1
6,7
6,6
90
NW
2_
10
Beb. Hiuiuiel
4.
1 '
<51,6
6,4
7,0
98
8SW
2
10
Nebel, Sprühregen
1 li „ 1 1 1
Höchste Temperatur am 2.
Sliebvigüe , , 2.
Niederichlag: — 0,1 mm.
bis 3.
, 3.
Mc
irz = -
- 9,8 ' L H 4,4 -0.


