zember unter dem Vorsitz des Landrats Röt g er abgehaltenen Sitzung der Interessengemeinschaft in voller Ueberemsttmmung ein einheitliches Vorgehen hinsichtlich der Vorarbeiten für den Luftigen Abschluß neuer Handelsverträge. Tas für bte Vorarbeiten aufgestellte Programm sieht die grundsätzliche Prüfung unseres ganzen lmndelspolitischen Systems vor und wird unter Würdigung der Wünsche der interessierten wirtschaftlichen Verbände und EtnzÄfrrmen durchgeführt.
Deutsche Kolonien*
Die Neubesetzung des Staatssekretarpostens.
Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Die Nachrichten von den Neubesetzungen der Stellen des Staatssekretärs des Neichskolonialamts und des Gouverneurs von Ostafrika sind unrichtig. Ueber die Ernennung des Staatssekretärs ist noch keine Entscheid u n g getroffen.______________
Arrr Stadt und Land.
Gießen, 4. Dezember 1911.
** Stadttheater. Am Samstag, 2. Dez., nachm. 1/24 Uhr, ging zum ersten Male vor fast ausverkauftem Hause das Märchen „Hänsel und Gretel" in S-ene. Auch diesmal wie gewöhnlich große Begeisterung auf Seiten der Kinder. Sie spielten vollständig mit. Den die Gretel suchenden Hänsel suchten sie eiligst auf den richtigen Weg zu bringen, indem sie ihm zuriefen: „Ei, sie is ja fort, da hrnnv naus", und dem vor dem Knusperhäuschen der Hexe stehenden Peter, der noch im Zweifel darüber war, ob er ein „weißes" oder „schokoladenes" Gebäck essen sollte, gab ein Heiner Feinschmecker den Rat: „Nem e schokoladnes!". Einem ettvas ängstlichen Gemüt der hinteren Reihen erschien die Hexe doch zu fürchterlich. Es fing an zu weinen Und beruhigte sich erst, als es merkte, daß sie in dauerndem ungefährlichem Abstande von ihm blieb. Verursachte die Hexe auch bei den anderen ein geheimes Gruseln, so blieb doch die Heiterkeit, die der närrische Peter in seiner Zipfelmütze mit seinen ungezählten Possen und Dummheiten auf der anderen Seite erregte, obenauf.
** Die hessische Vereinigung für Volkskunde wird am Samstag, den 9. Dezember, in der Aula der Universität zu Gießen cftien Märchen abend abhalten. Pfarrassistent Schorlemer wird ihn durch einen Vortrag über „das Familienleben im deutschen Märchen" einleiten. Dann wird Privatdozent Dr. Rauch über Ubbelohdes Bilder zu den Grimmschen Märchen sprechen. Endlich wird Frl. Ida Strack ausgewählte Grimmsche Märchen vorlesen. Die Veranstaltung ist mit Absicht auf nachmittags 51/2 Uhr gelegt, damit auch, die Jugend teilnehmen kann. Noch vor Weihnachten ist für die mittleren Altersklassen der Schüler eine Wiederholung der Märchenvorlesung (v hn e die Vorträge) in Aussicht genommen. Genaueres wird später bekannt gegeben werden.
**DerKampsum die Har em s b r aut — Der geheimnisvolle Sarg — Der Mädchenschlächter — In den Lasterhöhlen von Budapest. — 50 Millionen Mark etwa gibt das deutsche Volk jährlich aus für die widerlichen Erzeugnisse einer Literatur, deren Charakter aus diesen Titelproben schon einigermaßen zu erraten ist. JUimer neue Gerichtsverhandlungen erbringen die traurigsten Beweise dafür, wie entsetzlich verheerende Wirkungen dieser Giftstrom von Roheitsverherrlichungen, Perversitäten und jeglicher Auspeitschung aller niedrigen Triebe namentlich in jugendlichen Gemütern hervorbringen. Und zwar ist daran die Jugend aUer Stände in gleichem Maße beteiligt, und das Land kaum minder als die Stadt. Auch hier in Gießen und bis in die entlegensten Dörfer des Vogelsbergs hinein hat sich diese Schundttteratur nur allzureichlich Eingang verschafft. — Es! ist daher sehr zu begrüßen, daß die hiesige Ortsgruppe des „Allgemeinen deutschen Frauenvereins" in einer besonderen Ausstellung ollen Verantwortlichen, besonders den Eltern unserer heranwachsend-en Jugend, Gelegenheit gibt, einen klaren Einblick in das Wesen der sog. Schundliteratur zu gewinnen Diese Ausstellung gegen dieSchundliteratur findet vom 8. bis 10. d. M. im hiesigen Stadtverordnetensitzunassaal statt und bringt nicht nur reichliche Proben des Schunds, sondern als Gegenstück auch Proben guter billiger Volks- und Jugendschriften. Obenan stehen hierbei die Erzeugnisse der „Deutschen Dichtergedächtnisstiftung" in Hamburg, die ihr Mw-
ihren feurigen Atem wurde er einfach hinweg geblasen; oder als er einen Berg besteigen wollte, itmrbe dieser plötzlich lebenbig und entpuppte sich als ein ungeheurer Riese usw. Diese zuletzt erwähnten Täuschungen nun beruhen auf einem weiteren Prinzip: nämlich auf der „Kombination durch Uebereinanderdruck". Die erwähnten Riesen sind nämlich weiter nichts, als phantastisch gekleidete gewöhnliche Menschen, aus großer Nähe ausgenommen, so nahe, daß z. B. nur die Köpfe riesengroß auf der Leinwand erscheinen. Der feurige Atem dieser Riesen ist natürlich weiter nichts als Zigarrenrauch. Der Herr Professor wird dagegen aus großer Entfernung ganz winzig klein ausgenommen, unb die beiden Negativfilms werden dann in geeigneter Weise auf einem Posttiv- film übereinander kopiert. Nach diesem Prinzip lassen sich die reizvollsten Effekte erzielen: dem Träumer erscheinen winzig kleine Feen, die Blumen entsteigen und einen Reigen aufführen; oder es taucht eine Miniaturtänzerin in einem gefüllten Wasstrglase auf, um sich darin zu bewegen und dann wieder allmählich wie im Nebel zu verschwinden.
Man kann wohl sagen, daß kein Märchen so seltsam und «keine Phantasie so kühn ist, daß sie nicht die Kinematographie im lebenden Bilde verwirklichen könnte.
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— Internationale Ausstellung für graphische Gewerbe, Leipzig, 1914. Die unter dem Vorsitz von Dr. Ludwig Volkmar, dem Vertreter der Staatsvegierung, Kreishauptmann v. Burgsdorff, Geheimrat Albert-Berlin und Oberbürgermeister Dr. Dittrich am Samstag in der Gutenberghalle des deutschen Buchgewerbehauses versammelten Vertreter aller Zweige des Buchgewerbes, der graphischen Künste und der Photographie stimmten vollinhaltlich aus Grund der ihnen vorgclegten Programme der Ausführung einer Internationalen Ausstellung für graphische Gewerbe und Photographie 1914 zu. Sie werden sowohl persönlich als auch besonders durch die von ihnen venretenen Vereinigungen gerne an dem bedeutsamsten Werke mitarbeiten und für zahlreiche Beschickung ihrer Kreise Sorge tragen.
— Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Die Neue Rundschau kündigt für das nächste Jahr die Veröffentlichung eines neuen Dramas von Gerhart Hauptmann „Gabriel Schillings Flucht" an. — (5 nem Telegramm aus Paris zufolge zeigte sich Eleonore Düse wälnend ihres achttägigen Aufenthaltes in Paris den wenigen Personen gegenüber, mit denen sie verkehrte, von einer geradezu beun- ruhigendm Melancholie ergriffen. Sie hatte anfangs die Absicht, sich an einen bekannten Arzt zu wenden. Als die Zusammenkunft sckwn bestimmt war, reiste sie abee schleunigst nach Rom ab. Nach eingegangenen Depeschen hat sich die tiefe Depression int Wesen der Künstlerin bis jetzt nicht gebessert. — Die vier Nobelpreisträger, Maurice Maeterlinck, Madame Curie, die Professoren Wien aus Würzburg und Gull- st r a n d aus Upsala kommen zur Preisverteilung am 10. Dezenter pach Stockholm, um selbst die Preise in Empfang zu nehmen.
teriaT der Gesamtausstellung zur Verfügung gestellt hat. Als Wegführung durch die Ausstellung und nähere Anleitung zu ihrem Verständnis geht ihr am Vorabend, 7. Dezember, im großen Hörsacrl der Universität ein Vortrag voraus, in dem Pfarrer Schlosser-Rodheim Wesen und Bedeutung der Schundliteratur erörtern wird.
** Vom Bieberlieschen. Welch herrliche Zustände bei unserem Bieberlieschen herrschten, zeigt ein dieser Tage vorgefallenes Stückchen. Fährt da aus der Straße von Gießen nach Rodheim ein Bierfuhrwerk, dem unser Liescken begegnet. Ob die gegenwärtige Tropenhitze oder bte Hitze der Maichine so durstige Kehlen gemacht hat, ein Mann vom Personal verspürt Durst, flugs springt er in voller Fahrt ab und sichert pch eine Flasche Bier, um schleunigst wieder im Zuge zu verschwiEN, den verdutzt dreinschauenden Bierfuhrmann allem lastend. Der Fuhrmann mußte nun auf der Station Rodheim warten, wo alsdann Bezahlung erfolgte. So harmlos die Sache einesteils sein mag, so muß andererseits zugegeben werden, daß oas Lieschen immer mehr unsere Straßen unsicher macht; sind doch ruchä allein Menschen und Tiere in Gefahr, sondern auch das Flaschenbier. Vielleicht helfen jetzt auch die Abstinenzler, das Lieschen aus unserer Gegend zu verdammen. Tie Verwaltung errichtet der Sicherheit der Flaschenbierfuhrwerke halber einige Ersrifchungs- hallen zwischen den einzelnen Stationen, vielleicht nach dem Modell des Bahnhofsgebäudes Krofdorf-Gleiberg.,
Landkreis Gießen.
s. Lollar, 4. Dez. Dienstag, 5. Dez., abends 8 Uhr, findet öffentliche Gemeinderatssitzung mit folgender Tages- ordimng statt: 1. Beratung über die Rechnung für 1911, 2. Beratung über den Voranschlag für 1912, 3. Wahl von 3 Schulvorstandsmitgliedern, 4. Wahl von 3 Vertretern bei der Bezirks- sparkasse Gießen, 5. Antrag der Lehrer Jakobi und Weitzel auf Erhöhung der 'Mietentschädigung, 6. Antrag des Joh. Schäfer um Abgabe von Pachtgelände. — 'Die feit einiger Zeit zwischen der Eisenbahn-Direktion und der Gemeinde Lollar gepflogenen Verhandlungen wegen Uebernahme der alten Bahnhofstraße haben zu dem Ergebnis geführt, daß die Gemeinde die Straße unentgeltlich übernimmt. Sie erhält außerdem noch einen Betrag von 3500 Mark, welcher für Instandsetzung der Straße verwendet werden soll. — Von dem, aus der jetzt beendeten Feld- bereinigung entstandenen Massengelände waren bei der Versteigerung eme größere Anzahl Grundstücke ohne Gebot geblieben. Tie Kommission hatte daraufhin den Antrag gestellt, die Gemeinde möge das Land übernehmen. In dem kürzlich abgehaltenen Verhandlungstermin hat sich die Gemeinde bereit erklärt, einen Teil der Grundstücke zu übernehmen. Die Gesamt- Übernahme ist, vom wirtschaftlichen Standpunkt aus betrachtet, nicht angebracht, da die Zinsen des Kaufpreises für das sehr hoch bonierte Gelände mit den von der Gemeinde dafür erhobenen Pachtgeldern schwerlich in Einklang zu btinaen sind, zumal auch etwa 70 Prozent der diesigen Einwohnerschaft aus Niclstgrund- besitzern bestehen, die dadurch als Nichtinteressenten gewissermaßen indirekt zu den Kosten der Feldbereinigung beiyufteuem hätten.
Kreis Lauterbach.
— Ilbeshausen, 2. Dez. Auf der Gewerbe- und Musterschutz-Ausstellung zu Turin 1911 erhielt der hiesige Landwirt und Sechniedemeister Otto Georg auf seine Erfindung, eine Pslugvorrichtung zur Herstellung von Wiesengräben, die goldene Medaille. Die lÄfindung ist in Deutschland und im Auslande patentiert.
Kreis Schotten.
-m. Wetterfeld, 4. Dez. Im hiesigen Dcunpfsäge- werk verunglückte am Freitag nachmittag der erst seit einigen Wochen dort beschäftigte, Johannes Leidner IV. von hier. Seine rechte Hand wurde von der Kreissäge erfaßt und eS wurden ihm drei Finger abgeschnitten. Nach Anlegung eines Notverbandes mußte er in die Klinik nach Gießen verbracht werden.
Kreis Friedberg.
— Vilbel, 3. Dez. Der Gemeinderat hat, dem Beispiele anderer Städte folgend, beschlossen, den Volksschullehrern bis zu 2500 Mk. Gehalt eine Teuerungszulage in der Form eines Wohnungsgeldzuschusses von 200 Mk. und denen über 2500 Mk. eine solche «von 100 Mk. zu gewähren. Merkwürdigerweise stimmten die Sozialdemokraten geschlossen gegen die Bewilligung.
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Los Angeles, 1. Dez. In dem Prozeß gegen die beiden Brüder Samara wegen des D y n a m i t a n s chl a g es auf das Geschäftslokal der „Los Angeles Times" im Oktober 1910, wodurch 21 Personen getötet wurden, bekannte sich ein Bruder des Mordes schuldig, der andere gestand, , an der Zerstörung der Llewellyneisenwerke beteiligt gewefen zu sein. Der Gerichtshof fällt am 5. Dezember das Urteil.
Vermischtes.
* Zur Krebsforschung. Wir brachten kürzlich ine Mitteilung, daß der Kölner Krebsforscher Dr. Otto Schmidt sich um den Preis Mariani beworben habe und seine Ansprüche auf 40 mit seinem Serum geheilte Fälle stütze. Zu dieser Frage wird dem B. T. von wissenschaftlicher Seite geschrieben: „Das in Betracht kommende Präparat „Antimeristem-Schmidt" ist von zahlreichen Auwren, so auch von Czemy-Heidslberg, bei Krebskranken wiederholt angewandt worden, ohne daß es bisher auch nur in einem einzigen Falle gelungen wäre, eine Heilung herbeizuführen. In gleichem Sinne äußerte sich por wenigen Monaten toi eher um ein Autor in der „Münch. Medizinischen Wochenschrift", was Dr. Schmidt nicht unbekannt sein kann. Gleich anderen Erfindern huldigt Dr. Schmidt trotz aller Mißerfolge einem ungesunden Optimismus, der ihn auch wohl dazu verleitet haben dürfte, die mit seinem Präparat behandelten Fälle irrtümlich als geheilte anzusehen. Einer ernsten wissenschaftlichen Kritik, die ja..anläßlich seiner Bewerbung um den Preis nicht ausbleibeu wird, können solche Pseudoheilungen nicht standhalten, darüber dürfte Herr Dr. Schmidt sehr bald von zuständiger Seite aufgeklärt werden."
— Gegen den Reklameunfug. Ter Ausschuß der Salzburger Tagung für Denkmalspflege und Heimatschutz hat im September dieses Jahres den Auftrag erhalten, bei den Handelskammern und Kaufmännischen Vereinen in Anregung zu bringen, daß auch von dort aus dem Reklamewesen, soweit es eine Schädigung des Straßen-, Orts - und Landschafts bildes im Gefolge hat, energisch entgegengetreten werden möge. Zur Förderung dieses Zieles hat der Ausschuß an alle Handelskammern und Kaufmännische Vereine in Deutschland und alle Handels- und Gewerbekammern in Oesterreich eine Eingabe gerichtet, worin er der Ueberzeugung Ausdruck gibt, „daß gerade aus den eigenen Kreisen des Gewerbe- und Handelsbettiütes heraus eine wlche Einwirkung sich ganz besonders wirksam erzeigen wird. Haben diese doch selbst das größte Standesinteresse an der Verhircherung der Uebcrtrcibungen, die man als Reklameunfug bezeichnen kann und die fast in allen Kulturstaaten zu polizeilichen und gesetzgeberischen Maßnahmen geführt haben; kennen diese doch selbst am beiten die Mittel und Wege, hier aufklärend und bessernd unter ihren Standes- genauen zu wirken." >Ter Ausschuß versteht sehr wohl die Bedeutung und Notwendigkeit einer wirksamen Reklame und erkennt gern an, daß an manchen Orten bereits der Anfang gemacht worden ist, ästhetischen und künstlerischen Ansprüchen dabei gc teebt ju werden; im großen und ganzen bestehen aber die leidigen Zu stärke, die schon so manches herrliche Häuser-, Straßen- und Laich,chaftsbild aufs empfindlichste beeinträchtigt ober zerstör! haben, allenthalben noch fort und verlangen drängend nach Besse rung und Abhilfe. Diese Uebelstände liegen offen zu tage und such sowohl in Vereinen und öffentlichen Versammlungen, aP auch in den gesetzgebenden Körperschaften oft genug erörtert wor den. An der ästhetischen Kultur unserer Zeit mitzuarbeiten sollten alle Berufsstände wetteifern unb sich dabei stets Uergcgcn-
Nachweifung über den Stand der Maul- und Klauen
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vom 25. November bis 1. Dezember
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? pflegen erfahrene Herren nicht ohne 5 eine Schachtel Wy her t-Tab letten zu gehen. Wer zu Erkaltung neigt, f hat kein besseres Mittel, nm Husten > und Heiserkeit, die durch die An- ? strenpmng der Stimme meist noch -- befördert wird, rasch und gründlich .... vertreiben. Die Schachtel mit nahezu 400 Tabletten kostet in allen Apotheken nur 1 Mk. iss /o
Depot in Gieneen: Pelikan-Apotheke, Kreuz 2.
wärtigen, daß mit der Besserung offenkundiger Mißstände überall Der Anfang gemacht werden sollte. Hoffentlich fällt die Anregung des Ausschusses auf guten Boden.
* Ein Kampf auf Leben und Tod spielte sich out Freitag im Schnellzug Bordeaux—Paris der Orlcansbahn ab. Ein Erpresser, namens Lalanne, der nach Paris ins Unret- suchungsgesängnis gebracht werden sollte, öffnete die Waggontür und sprang auf das Trittbrett, um zu entweichen. Der ihn begleitende Gendarmeriewachtmeister eilte ihm nach und nach einem heftigen Ringkampf stürzten beide auf das Gel eis. Der Gendarmeriewachtmeister wurde zermalmt, der Verbrecher schwer verwundet.
* Einer, der in Monte Carlo gewinnt. Von Zeit zu Zett soll es doch vorkommen, daß jemand die Spielsäle von Monte Carlo mtt mehr Geld verläßt, als er sie betreten hat. Diesmal ist es ein Engländer, der in den letzten Wochen den Neid aller Mitspieler erregt hat. Er setzt sehr hoch auf die hohen Nummern der Roulette, unb wie sehr das Glück auch tchwankt, im Endeffekt ist er her lachende Gewinner. Am vorletzten Donnerstag begann er mtt 4000 Mk. zu spielen unb hatte einige Stunden später 100 000 Mk. gewonnen. Am Sonnabend daraus war das Glück noch größer, er gewann 240 000 Mk., aber am folgenden Sonntag rächte sich die Bank und nahm ihm den Verdienst wieder ab. Doch die Glücksserie begann am Montag von neuem, und am Dienstag verließ dieser weiße Rabe die Spielsäle mit einem Reingewinn von 160 000 Mark.
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'vud)M s> sfe «er «i k’l'tit i». 30 MW
Standesaintsnachrichten.
(Nachttäglich eingegangen.)
Echzell.
Aufgebote: Nov. 16. Rudolf Holler, Pflasterer, ntff Ottilie Knaus, beide in Echzell. — 28. Hermann Eichenmirr, Dienstknecht, zu Echzell, mit Lina Lettsch zu Leidhecken. — 30. Heinrich Mogk II., Taglöhner, zu Echzell mit Lina Müller 81 Bisses. Wilhelm Kriegk IV., Maurer, zu Gettenau mit Strati Wolf zu Echzell. •
Sterb efälle: Nov. 17. Heinrich Reitz I., Grvßh. Bürger» meister, 66 Jahre alt. •— 24. Nov. Elisabethe Stoll, gä>. Osthvllh ; 50 Jahre alt. ' e
Drucksachen aller Art Ausstattung stilrein u.preiswert —...... die Brühl'sche Unix.-Druckeret
4 Zimm
3 Zimm
TZimfi
Kreis:
Am 25. Nov. waren verseucht:
Boni 2d. Nov. bis 1. Dez. sind neu verseucht:
Boni 2ö.‘Jioo. bis 1. Dez. ist die Seuche erlolchen in:
L-M rVerschTe Äcr «s! rieten.__
Darmstadt .
Bensheim .
Dieburg . .
Erbach . . Groß-Gerau
Heppenheim Offenbach. .
Gießen . ..
Alsfeld . . .
Büdingen. .
Friedberg .
Lauterbach. Schotten. .
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Darmstadt, Wsthausen, Griesheim, Nieder- Ramsladt, Eberstadt
Bensheim, Lorsch, Bürstadt, Bickenbach, Bobstadt, Zwingenberg,
Büttelborn, Biebesheim Erielben, Rüsteisheim
Igelsbach
Offenbach, Seligenstadt, Kl.-Krotzenburg, Offenthal
Eberstadt, Steinberg, Tori-Gill, Langsdorf, Hungen, Lich, Birklar, Jnheioen, Wtefeck, Garbenteich, Villingen, Nieder-Befsingen, Winnerod , Nonnenroth, Trais-Horloff, Röogen
Ruppertenrod, Kirschgarten, Maulbach
Berstadt, Langenberg- tieim, Heuchelheim, Echzell, jRanttadt. Selters, Stockheim, Engelthal, Ober-'Mocksladt, Bingenheim, Gettenau, Letdhecken, Düdelsheim, Tauernheun, Bleichenbach , Ortenberg, Eckartsborn, Hinrbach, Hof-Lustadt, Altenstadt
Griedel, Bönstadt, Rockenberg, Beienheim, Rendel, Klein-Karben, Ober- Wöllstadt, Dorn-Affen- heim, Dorheim, Vilbel, Bruchenbrücken, Assen- heim, Nieder-Florstadt, Södel, Frredberg- Ialierbach, Nieder- Wöllstadt, Groß-Karben, Klovpenheim, Kirch- Göns, Bauernheim, Ilbenstadt, Reichelsheim, Wickstadt, Dortelweil, Wöllersheim, Bura-Gräsenrode, llstassenheim, Oppershofen, Kaichen, Staden, Rodheim, Ober-Florstadt, Wtsselshetin, Stein- iurth, Schwalheim, Pohl- Göns, Bad-Nauheim
Angersbach
Ober-Schnntten, Eichelsdorf, Freienseen Bretzenheim, Ebersheim, Klein - Winternheim, Marienborn
Weinheim
Grolsheim, Gensingen, Ockenheim, Horrweiler, Dietersheim
Wollsheim, Nierstein, Bechtolsheim, Schwabs- burg, Biebelnheim
Pieddersheim, Westhoien
Schadenbach
Lindheim Effolderbach
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Schotten
Stadecken, Biehhof Mainz Gonsenheim
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Darmstadt Wixhausen Griesheim Nieder-
Ramstadt Lorsch
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