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4.3.1911 Erstes Blatt
 
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Amtticqer Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen.

Welteraussichteu in Hessen am Sonntag dem 5. März 1911: Trüb,' vielfach Regende, etwas kühler.

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en treib' her betrug* jt und *tc: \ ilibenrentj^' 1 regeln,

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Pa9nÄltaU88eS>Q,CTtt. Brillen, llhrrn und Silberzeug wurden bei nnem Schankwirte in Altmoabrt ermittelt, mo sie em vielbestrafter Verbrecher, der angebliche Viehhändler Starnberger, untergebracht^hatt^ anläßlich seines 80. ®cburt«taoc.

b« Kaufmann Julius Kronheimer u» Gonemschast nur seinem Bruder Josef in Melbourne 300000 Mark für wohltätige 51De3n Cochem sind sechs Wohnhäuser abgebrannt, l wodurch achtzehn Familien obdachlos geworden sind.

Der 15jährige O)uillcmetta, der kürzlich den Liebhaber seine? Mutter erschlug, weil er die Mutter grausam mifr f^nbcltc, ist von dem Schwurgericht zu Versailles frergc- jpro ckcn worden. _______________

achur ö, 3. März. Die Strafkammer verhandelte fcute gegen drei junge Burschen aus Neustadt, die am ^bend.des o Dezember auf dem Lahnho, einen sremden Reiftndeu schwer mißhandelt und bestohlen hatten. Der HaupMbeltäter wurde zu 10 Monaten, die beiden anderen zu ie 3 Monaten ^efängni» verurteilt. Ferner wurden zwei Mitglieder einer wandernden Schausvielertruppc, die in Wehrda den Nachtwächter durchge- prügelt hatten, w 5 und 3 Mönchen Gefängnis verutteftt. Der Nachtwächter, ein junger Mann, ist infolge der Mißhandlung erblind et.__________________ .

52. Val.ieologen llongreß.

Das- Unglück trug sich folgendermaßen zu. «S der Flieger sich etwa zwei oder drei Meter von dem Erdboden erhoben hatte, riß die Menge, im Glauben, daß der Abflug bereits bewerkstelligt fei, die Schranken um und drängte in die Bahrn Plötzlich senkte sich bat herab und geriet in die Menge, wobei durch die rz-lugel bei Lchroube der Frau der Kobs fa ftabgariften wurd^ Di­an der en Verletzten sind zwei Milttärpersonen, em Priester und ein hoher Beamter.__________

angerechnet.

Einen schweren Bertrauensmißbrauch hat sich der Schweizer Chr. Sch. von K. zu schulden kommen lassen, der im Sommer vorigen Jahres auf dem GutShofe zu Utphe eine gute Stelle und freundliche Aufnahme gesunden hatte. Er hat die SBertrauend) cligleit des Lberschweizers dazu benutzt, um ihm in einem unbewachten Augenblick fern gesamtes Geld ia Betrage von 126 Mk. wegzunehmen und damit zu ver­schwinden. Er wurde jedoch in Gießen alsbald verhaftet und das Geld ihm wieder abgenommen. Tas Schöffengericht vungen bat den Sch. wcgcn dieser Tat mit fünf Monaten öefananiÄ bestraft. Sch. bittet um Herabsetzung der Strafe. Mit Äück-

märtte.

-m. Friedberg, 3. März. Bei unserem Pferdemarkt wurden folaende Preise zuerkannt: A. Belgier, Klasse L ©hren* S bei i Karl Vetter, Ärmid Schwalheim, 70 Wir.

«lasse II': Wenzel Nasser, Nleder-Welsel, 65, Karl Vetter, Grund Schwalheim, 1. Preis 45, Ludw. Hahn, Nreder-Wersel, 2. VrerS 35,

Biudurg, Echzell, 2. Preis, Christ. Häuser IV.SBtiü.,1Habt!t> Weisel, 3. Preis 25, Will). Horack, ReichelSheun r. d. W 8. Preis 25 C. I. Vielchlor, Butzbach, 3. Preis -5, AloiS, Dornassen- heim, 3 Preis 25, Heurr. Schultheis, Echzell, Anerkennung 12, 3atob Häuser VIII., Nieder-Weisel, Anerkeimung 12, Wrlch Acker, Berstadt, Anerkennung 12, Otto Stoll, Heuchelhe.m Anerkennung 12. Klaffe III: C. I. Aielchior, Butzbach, 1. PrerS So, Rndol' Nehmer, Geiß-Nidda, 2. Preis 25, Gustav Mogk, Grund Schwal­heim 3. Preis 15, Gutspächler Katz, Okarben, Anerkennung 10. Wuflao Atoak, Grund Schwalheim, Anerkennung 10, ^oh. pe»nrich Piohr, Lambach, Anerkennung 10. ftlaffe IV: LomZ Rohntaler Langd, 1. Preis 25, WUH. Richter, Reichelsheim, 2. Preis 20, Otte Stoll, Heuchelheim, 3. Preis 15, Karl Rieß, WeckeSl>eim, Am erkennung 10, Marl Vetter, Grund Schwalheim, Anerkennung 10, Wilh. Acker, Berstadt, Anerkennung 10, Heinr. Schneider. Utphe, Anerkennung 10 Mk. B. Oldenburger.^ Ehrenpreise des -. Pf.cr..L. Klasse I. Konrad Echepp X , PohlgonS. EHrenprett de-

I v. Ps.-Z.-V. 70 Mark, Friebr. Schnubt, Echzell, 2. Preis 40, Lorenz I Alüller^Langenhain, Anerk. 16. Klas,e 2 : Otto Georg00111^1, -angd/Ehrin,preis bes L. Pf.-Z-V. 55, Kutspachter Katz, Okarben, l Preis 45, Wilhelm Wagner II, Kirch-Gons, 2. PrerS 3b, Burger-

I meister Reichert, Rabertshausen, 3. Preis 2b, Konrad Weitz IV., Torf Gull,- 3. Preis 25, Heinrich Diefenbach l-, Berstadt, 3. Preis 25, Otto Rieß, Meckesheim, AnnerkeNnung IS, PH. Kleberger Mel. dach, Anerkennung 12. Klasse UI: Konrad Schepp X., Vohl-Gons 1 Preis 35, PH. Reitz, Weckesheim, 2. Preis 25, LouiS Christ, Griedel, 3. Preis 15, Heinrich Heller I., Echzell, ti. PreiS 15, W. Hort Schäfer, Reichelsheim, Anerkennmig 10, Otto Spengler, Grimd Schwalheini, Anerkennung 10, Georg Walther, ^f! en heim, An­erkennung 10, Heinrich Alter, Berstadt, Anerkennung 10. KlasseUV: Wilh. Gg. Straßhenn, Griedel, 1. Preis 25, GutSpachter Katz.

IOkarben'2. Preis 20, Wrlh. Karl Schaler, Reichelsheim i d W., 3. Pre,S 15, WUH. Hensel, Okarben, Anerkenuung 10, Georg Walther, Ossenheim, Anerkennung 10, WUH. Beppler, ^'rch-Gons, Anerkennung 10, Jul. Brücket, Hoch-Weisel, Anerkennung 10 Marl.

Bad-Nauheim, 3. März. Auf unserer Saline ist mit bem L März eine alte Sitte verschwunden, ine Jahrhunderte bestand und noch an die gute alle Zett er- ui nette: DaS Salinenglöckchen, bad rnorgens jjun Dienst rief, ertönt nun nicht mehr, auch brauchen btt Ar­beiter nicht mehr zum früherüblichen

DaS Musikleben unserer Stadt hat eine Bereicherung erfahren durch die L a m m e r k o n z e r t e, die Kupellmmster I Steinmann hier veranstaltet. Der zweite, derartige Abend findet kommenden Sonntag un Sprudel-Hotel unter Mtt- Wirkung von Frau Aliee Struve-Levin (Berlin) statt.

Slarienvuig uuD DtljemiKneii.

rm. Darmstadt, 3. Marz. Zu dem Raubanfall auf dem Riegerplatz hött man, daß nach ben polijei« amtlichen Feststellungen am Tage nach der Tat, also am 1 März, ein erst kurze Zett hier wohnhaft gewesener Russe von hier ab gereist ist, dessen Personalbeschreibung auf die Angaben der Ueberfallenen paßt. Wenn die Angaben stimmen, wird man eL wohl mit dem Täter zu tun haben.

d. Mainz, 3. März. Heute nachmittag wollte ein kleines Mädchen rn der Rheinallee Einläufe für seine Eltern I machen. Auf der Straße wurde das Mädchen von eurem Mann ungehalten, der zu ihm sagte, es möge bas Geld geben, er wolle die Sachen für cs enikaufen. Das Kind erwiderte dem Räuber, daß es sein P^temonnaie mcht aus der Hand gebe, worauf dreier dem Mädchen das Porte­monnaie aus der Hand riß das Geld hcra^nahm und dann die Börse wegwarf. Der Räuber lies mit dem Gelbe davon, auf das Hilfegeschrei des Kindes verfolgten Passanten den Dieb Ein Schutzmann konnte den Flüchtling festnebmenl und auf die Polizeiwache bringen. .Bei der körperlichen Visitation wurde das geraubte Geld rm Hemd versteckt bei ihm vor gefunden, trotzdem blieb er bei fernem Leugnen, auch dann noch, als ihm das Kittt) gegenubergestcllt wurde urck ihn als Täter bezeichnete. ES ist der 30jährige Haus­diener Dollrath aus Fürth.

Kreis Wetzlar.

-- Hörnsheim, 3. Marz. Hier wird mtt Beginn neuen Schuljahres die zweite Klasse eingerichtet und das Sck)ulhaus durch einen Anbau erwcttert.

Hesseu-Nafsau.

W. Frankfurt a. DL, 3. Marz. Gestern abend starb an einem Herzschlag im Alter vor 54 Jahren der frühere langjährige Stadtverordnete Fritz Rumbler. Er stcmd gestern zur Wahl als Stadtverordneter für Sachsenhausen und sollte auf Grund des gestrigen Wahlergebnisses mtt bem Sozialdemokraten Maier in Stichwahl kommen.

w Raffel, 3. März. Die Stadtverordneten nahmen die Stiftung von 60000 Mk., die d»e Witwe Eleve zu Zwecken der Armenpflege ouSgefetzt hat, an.

Unter zahlreicher Beteiligung ihrer MitgliÄrerMis ganz Teukschland trat im Hörsaal der Berltner llntveriuats^,li- klinik die Balneologis che ^efellfcha ft zu ^r^r 32. Jahresversammlung zusammen, Der Dorsitzendc, Geheimrat Brleger (Berlin), begrüßte die Erschienenen und gedachte der großen Derdienste bei verstorbenen Professors van t Hott um bie balneologische Wissensck)aft. Nach Erstattung des Jahresbenästs durch Geheimrat Brock wurde in die Beratung der wmenschaft- lichen Themata eingelreten. Sie Mdiäftigtcn ftw sämtlich mtt | der Radiumforfchuna. Dr. Markwald (Bcrlm) sprach über dieses neuartige Metall und feine Verwendung vom chEisch- phyfikalischen, Professor Itionta (Jena) vom biologischen Stand- punkte aus. Tr. Lachmann (Landock) referierte über die Messung der Radiumemanation, Dr. Ruhemann (Berlin) über radioktiveS Gebäck, Dr. Päßl-er über die Anwendungsmoglich- keiten des Radiums für bie Heilung der sogenannten rheumaluchen Affektionen. Es wurde festgestcllt, daß eine völlige Hellwirkung bei Radüunbehandlung noch nicht zu beobachten gewesen sei. Am meisten Anivcndung findet die RadiumbehaKlung vorlaung bet chronischem Rheumat ismns und der Gicht. In neuester Zeu hat man au gefangen, bösartige Geschwülste mtt Radium zu be­handeln, und zwar zunächst oberflächliche Neubildungen. Die Erfahrungen auf diesem Gebiete lassen es aber noch nicht zu, bas Radium als ein Hellmittel gegen den KrebS zu betrachten. Dr. Fürstenberg iDerlin) machte Mitteilung von den Er­gebnissen seiner Untersuchungen, wonach das Radium in gAg- neter Dosierung schlafsörderiid wirke. Die Versammlung beschtotz schließlich, von ihnwi beträchtlichen Vermögen eine Stiftung zu gründen, aus deren Zinsen Prämien für die Lösung von Preis­aufgaben aus der Balneologie gezahlt werden sollen.

RtsacheTdaßtzch. auch noch, andere DiÄltühleverübtbatbc. stätiat das Gericht das erstinstanzliche Erkenntnis Mit derMaß- gäbe, daß vierzcM Tage Untcn'uchungshaft in Anrechnung kommen.

Der Flach der bösen Tat.

Der Taglöhner K S. von G-, der vorübergehend bei dem hiesigen Mruntrrncim« B. b-schiM-t °m Ab-^d

he* 13 T.nember 1910 für seinen Geschäfts Herrn 30 Act. ver lieferte daS Geld aber nicht ab, sondern verausgabte es tut» weise an demselben Abend in einer Wirtschaft, da ihm fern eigenes Geld nickt ausreickte. Um die von ihmbegangene Unttr- ! ffblaaiiM m orrbccken fälschte er am andern Morgen einen Etl- ftackW^^rDäf! er z° der Frachweklaration noch 20 Mk. Nachnahme hinzuschrieb, bie ihm die Fraui sein^i G<> sckästsberrn auch ahnungslos verabfolgte. Er nntb deswegen nickt nur wegen Unterschlagung, sondern auch wegen schwerer I n r(biinn sckuldia gesprochen, kommt aber Mit Ruck d^Sfdiu SugTnbfiättit w> Wochcn Befängniä davon. _______ _____-

xuftschissahrt.

Flugzeugschau Frankfurt a. M. 191L

Frankfurt a. M., 3. März AlS Abschluß des Zu- verlässigkeitsflugs durch die Oberrheinische Tiefebene in bet letzten Rttriwoche veranstalten die drei Frankfurter luft­sportlichen Vereine vvm 37. Mai biS 5. Juni in der Fest­halle eineFlugzeugschau Frankfurt a. M. 1911". Diel Schau wird acht Gruppen umfassen: Llpparate schwerer als» Luft, Flugzeuge, RLowre und Schrauben, Stohmaterial, An-I lagen für Flugplätze und Flugstraßen, Telegraphie, Werk-I zeugmaschinen, Hilfsindustrie, Wissenschaft, Wetterdienst,! Lunst und Bibliographie. An der Spitze des Unternehmens I stehen Geheimrat I. Lndreae und Prof. Wachsmuth. An! die Spitzc des Ortsausschusses für den Zuverlässigketts- flug h«ben sich Geheimrat Gans, Geheimrat Darrentrapp und W. vom Rath gestellt.

Stürmische Fahrt.

Rosenheim, 3. März. In der Nähe txm Obern­dorf landete nach vierftünbiger, aufregend verlaufener Sturm f ah rt ein Züricher Dallon mit vierJnsassen. Die In soffen waren sämtlich sehr erschöpft, eine Dame erlitt bei der Landung Verletzungen. Die Gondel schlug wiederholt hart gegen Bäume und Häuser an.

Unglücklicher Flug.

Madrid, 3. März. Während eines Schaufluges eines französischen Fliegers ftreifie dessen Flugzeug dos Publi­kum. Eine Frau wurde getötet, vier Zuscbauer schwer, drei leicht verwundet. Der Flieger blieb unverletzt. Unter den Berwundeten befindet sich der Oberst Dillor v i Villatte, der Bruder des früheren Aricgsministcrs, der den I König vor einigen Jahren nach Berlin begleitete.

(ficridttifaaL

(Mtefce« 2 Marz. Das Kr Leg S g e richt der Großh. batte sich^ wegen Acklungsverledung in zwei Fällen, ut einem I Falle vor versammelter Mannschaft, wegen Didersetzung und Beleidigung eines Vorgesetzten zu verantwotten. Der Angeklagte kam am 6 Februar ds. IS. auf das DE^ldeamt in Fried- frttfl, um sich für Rodhcim anzumelden. Wahrend rnin tne Ein­tragungen rn feinen Müttärpaz vordenommen wurden gmg SKol mit den Händen auf dem Rucken oder m den Losentaschen, m Zimmer umher. Gleichfalls erkundigte er suh, wann dtc Frül^ lahrskontrollversammlungen stattftnden würden und teilte mU.! daß er ftch 14 Tage vorher auf Reisen abmelden werde, da erl eine grokae Rette vorhabe. Während nun der Angeklagte vom Bezirksfeldwebel belehrt wurde, daß dreS nicht angängig sei, daß! er vielmehr ein BefreiungSgesuch eimerch^r müsse, AAgnete N, daß er es schon fett 10 Jahren so gemacht 0°^.

er eine gänzlich unmilttänsche valluna an und ttuaauch onst ein unbescheidenes Wesen zur Schau. Dem

I nfiinpt meldete er daß er sich über den Beztrksscldwebel bol (taten wollt, äitanw

den war, schrieb er am 7. Februar 1911 an letnra BezlNskom- manbeur und bat um über den einzusckl^enden Be­

schwerdeweg. In diesem Schreiben, sowie auf der Ddrcne, ließ I der Angellagle das WortHerr" rn der Anrede weg unb Tuflte am Schlüsse hinzu, er werde sich an Allerhöchster Stelle wenden^ I wenn er Nicht innerhalb! 3 Tagen Auskunft bekäme. Der Vertreter Iber Anklage beantragte wegen der Achtungsverletzung vor ttrc-\ Isammelter^Mannsckan auf 14 Tage strengen, wegen der ein- I fachen Achtungsverletzung auf 1 Woche mittleren Arrest und wegen der Widerfetzung und Beleidigung auf die Muidestlttafe von 6 Mo- Indien Gemngnis zu erkennen und dreie Ernzelstrafen zu erner I Gesamtstrafe von 6 Monaten 15 Tagen GesangnrS zufammen- zuziehen. Auch stellte ct dem Gericht anheim, evtl, em Gnaden- W einzureichen und wegen der hohen Strafe die vorläufige I ^csttzahme zu beantragen. DaS Gericht billigte dem Angeklagten 1 mildernde Umfüändc zu und verurtettte ihn wegen AckMngs- ' Verletzung in 2 Fällen und wegen WiderMng zu eüicr ! famtftralc von 3 Monaten und S Tagen Gefangms. Von der , Anllagc der Beleidigung wurde der Ängellaati ^ergefprochen.

Der Angellagte behielt fick eine Lrllärung übet Annahme der

Siebener Strafkammer.

)( Gießen, 3. März.

Ein böser Tag

war bet 29 Januar 1911 Tür ben Fuhrknecht I. ,T. von Ä , btt damals bei einem Landwirt in Maifenheim in Diensten I stand, fix ließ sich am Morgen des genannten TageS von I seinem Diensthtttn den gesamten fälligen Lohn geben, um an-1 geblich in Vilbel Einkäufe zu besorgen. Dort angetommen, begab I et sich zunächst in eine Wirtschaft, traf dort fröhlidjc Gesellen, I mit denen er sich an.fr eunbetc und mit denen et schließlich ©anbei anfing, in deren Verlauf et einem sein Glas mtt Biet aus den Kopf schlug. Anstatt zur Wittagszett, wie ihm besohlen, Heun- zukehren, tarn er erst nachmittags um vier Uhr nach Mafsttiheun zurück und fing hier ebenfalls Lärm an, weil ihm daS Dienst­mädchen fein Elfen nicht warm gestellt habe Als er auch mtt »einem Diensthertn anband, bedeutete ihm dieser, daß er g^en könne. Er begab iich darauf auf den Hof und machte hier einen derartigen Skandals daß sich eine große Menge von Mtti-1 schen, inäbeionbtte von Schulkindern, amammelte Während T. auf feiner Stube fein Bünoel schnürte, vermißte man eine neue Manchester Hofe, die kurz vorher noch dagehängt hatte. Nach kurzer Durchsuchung fand man bie Hose unter ben Sachen des T. und entdeckte bei dieser Gelegenheit aud^cin ebenfalls bem Dienstherrn gehöriges gestricktes Samifol, daS T. sich früher angeeignet hatte. D. bat sich deshalb wegen Körperverletzung mittels gefährlichen Werkzeugs, wegen zweier Diebstähle, begangen im strafrechtlichen Rückfall, sowie wegen Erregung tuhestörenden Lärms zu ver­antworten. In Würdigung aller Umstände erkennt das Gericht auf fünf Monate zwei Wochen Gefängnis und zwei Wocken Haft. Bier Wochen Untersuchungshaft werden aus bie Strafe

Kleine Tageschronik.

JnBerlinfuhraufder Döberitzer Heerstraße ralnto m o b i l b« Vcrkebtstruvven von hinten in ein t Jt o m b agnic des Elisabeth-Gardegrenadietreginients hinein. $ct am «expiuK marschierende Leutnant, ein ÄmttatSunteiDsfizier, ein Gefreitci und ein RektUt wurden leicht verletzt. Der ^enktt hielt die von bem letzten Mann der tfombagnic getragene Laterne für bic Laterne eines entgegenkommenden Automobil- und wat au, der bunficn Straße nach rechts in die letzte Gruppe der Som

Letzte Nachrichten.

München, 4 März. Der Prinzregent Luitpolb teilte in einem Handschreiben an den Staatsminister mtt, daß er im Hinblick auf die vielfachen Beziehungen des bayrischen Königs­hauses zur Künstlerschaft aus Anlaß seines 90 jährigen Geburts­tages ein Kapital von 100 000 Mark stifte, dessen Zinsen zu Pensionen für bedürftige Künstler ver­wendet werden sollen.

:: Rom, 4. März. (Privattelesramm.) In Kreisen, die dem Vatikan nahestehen, ü er lautet, daß der Pabst dem Kron- ptinzenpaat gegenüber keine Ausnahme machen werde, daß also kein Empfang stattfinden würde.

Lissabon, 4. März. Eine große Spinnerei toutbc vvllständig durch Feuer zerstört. Dabei wurden 2 Leute getötet und 8 schwer verletzt.

Athen, 3. März. DieAgence d'Athenes" bezeichnet dic Darstellung der türkischen Botschaft in Berlin übei den G r en z - wi s ch cn f all von Domcnikon, nach der zwer i lüttttche Soldaten von grieüj,i|ü)en Soldaten an der Grenze übet» {allen, auf griechisches Gebiet geschleppt und dort auf das roheste erschlagen wurden, sei unrichtig. Demgegenüber wird erttärt: Die beiden Solbaten wurden in einem Scharmützel getötet und sind in den Peneiosfluß gefallen; eine Leiche wurde gefunden und bestattet. Unrichtig fei ferner, daß der grieckftfche Präseb sich weigerte, die Leiche herauszugeben; denn es ist angeordnet worden, die Leiche auszugraben und dem türkischen Konsul in Larissa zu übergeben. Auch Nachforschungen nach der anderen Leiche finb anbefohlen. Die Untersuchung über den Zwischenfall wird fortgefefrt Die Regierung erließ streiiac Befehle und ist fest entschlossen, die Verantworllichteiten festzustellen und ge­gebenenfalls die Schuldigen streng zube st rasen.

Washington, 3. Atärz. Dian erwartet, daß Präsidern |Taft btc Einberufung des neuen Kongresses zu | der am 15. März beginnenden außerordentlichenSessiov am 4. März ergehen läßt. Am 3. Marz benachrickftigte der derno | kratische Führer Champclark den Präsidenten formell, daß | die Demokraten beabsichtigen, die außerordentliche Session zu | benutzen, um die Revision des Zolltarifs in die Wege | zu leiten. Aus den Verhandlungen des Senats über das Budget | ist bemerkenswert, daß das von Culberson (Texas) oorgcschlagen' | Amendement, nach dem das Tarifamt alle ihm zur Verfügung | stehenden Informationen bezüglich der Woll-,Baumwoll , | Eisen« und Stahltabellen des Tarisgesetzes vom Scp- | tember mttteilen sollte, mit 43 gegen 40 Stimmen abgelehnt | wurde, worauf Culberson sofort beantragte, daß das Tarifamt | nur Über die Wolltabellen berichten solle. Der stellvertretendc | Sekretär des Staatsdepartements Haie erklärte sich einbentanöcn

ftntnrfaa 5. Tlär*, statt. Der Schlußtermin Mr Anmal-.l ^T^ebeitfato auf ben 5. Mär- verlest- . ;

9<h (Sberftabt (Kr. Gießen), 3. Mar-. Dm bemP nrftern über unsere Gegend niebergegangenen ©enntter mit Ä Regen schlug 6et »litz^ den hichgmi Krrch- türm, ohne nennenswerten Schaden an^urichten^Bor -ttka V. Jahren erlttt unser Kirchturm ebenfalls «escho- digungen durch einen Blitzschlag . ,*** siz. irbr I

41 4iUtpbe,2. Tlär^ Heitte nachmittag gegen uvr tog ein Gewitter über die hi^ige Gegend^ ^inw^ grelle Blitze, begleitet von heftigen Donnerschlagen, durch­ruckten die Luft. Ein orkanatttger Sturm, Schaden anrichtete, brauste, und aus den Wolken strömte heftiger Regen.

Kreis Büdingen.

O Rinderbüsen, 3 Wu. ^de Mär- f^det die Einweihung unseres neu restaurierten statt. Auch eine neue Orgel, die nur das alte ^^se bc-1 halten hat, wird sich an diesem Tage in »eigen. ^Die Leitung der Arbeiten tog in bet Hand des GewerbelehrerS Müller-Büdingen.

jstanstadt, 3. Mär-. Bürgermeister Birkenstock I wurde Wied er gewählt.

Kreis Schotte«.

x Bom Vogelsberg, 3. Ntorz. Die Winter­saaten haben durch den Frost und Mäusefraß ungemein gelitten. Diele Uecker müssen im Frühzcchr nochmals bestellt I werben.

Kreis Friedberg.

«Ttebber fl. 3. Atärz. Scu^oßverwalter Obst mer rourb?mtt Wirkung vom 1. April in den R u h e sta n d v er s etzt, ^bCbtthoflatat Borger zum Schlößer wallcr ernan'tt Ruhestandsoerfetzung wird mit einer OrdenSa n fl e l e g e n 9 e 11 m Berbindmig gÄracht. Bei der russnchen Ordens«l^teiluag wurde Herrn Obst derselbe Orden zugestellt, den bte Solisten erhalten hatten, nämlich bie kleine frlberne Münze., Da nun Ver­walte CbOTmeü er Besitzer höherer Orden ist, sich fübttc, sandte er den betreffenben Orden an bas Hofmarschallamt

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Miffionlarbr; Missionen- jNtn. % ' dann, rrtJr n ihre (3^ *r 9antr. tr :en des 8r- cn wurde

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