Ausgabe 
1.3.1911 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

IC

8.

3

3

mit

r

in

8 S e.

LS

s

& C-

?e

v tr ?!

Vie deutsche Negierung und die französische Fremdenlegion.

5eit Herr v. Schoen nicht mehr an der Spitze des beut» sch en Auswärtigen Amtes steht, scheinen die allzu weitgehen» den Rücksichten ans die nationale Empfindlichkeit von Ma­rianne aufgehört zu haben. TieNordd. Allg. Ztg." hat demTemps" einen derben Wischer versetzt, und einige französische Blätter, wie z. B.Liberte", malen schon deutsche

3

§3$ te

~ & 2

ft T

3 ati

Profeffor Glsevins unb btt Bunb bet Laobwirte.

Gegenüber der gestrigennationalliberaleii Erwiderung", die m;t keinem Worte auf unsere an Herrn Profesfor Gisevius ge- riditctc Erklärung eingeht, wiederholen wir nochmals:

1. Erne fülnende Persönlichkeit des Bundes der Landtmrte unterhandelte am Sonntag, dem .>. Februar, kurz vorüber ^Ent­scheidung der Bertrauensmännerversammlung (des B. d. ft.'nnt Herrn Professor GiseviuS und legte ihm hierbei die ^christlich formuliertenForderungen" des Bmides vor. Herr Proseffor

Gisevius erkannte dieseForderungen" ausdrück» 11 Daraufhin wurde in der nun folgenden Bertrauensnchnner Versammlung des Bundes der^Landwirte auch ausbrucklich hetovr. gehoben, da.tz beide Kandidaten - Herr Professor ®tfa sevius und Herr Tr. Werner die Forderunaen de Bundes anerkannt hätten u n d , o na ckdi c tim m cn freigegebcn werden könnten. Trohdsn cntfchied die Versammlung nahezu einstiinmig zugunsten der Munbibatnt ""t ' Wir erwarten nunmehr von Hernr Professor Gis^iuS eine bestimmte Erklärung. Eure Rede fei: Ja, ia! nem, nein. I «'» Übri9C i!t K? Storern: bet fortfdnittlid*.

Alb. Kuhlmann.

3n Frieden und Reichtum, mitten unter Festesfreuden ist der .^önig 'gestorben. Nicht dem Feiiide ist er erlegen, nicht wie grobe Helden der Vergangenlieit vor ihm der vmterlist der eigenen Sippe. Aber trotzdem klingt ein elegifcher Ton an: Attila ist nicht gestorben, wie er gelebt, als Krieger und .Lampser. Ter Tod dalnnm galt nicht als das schönste Ende eines solchen Lebens. Die Totenklage sucht solches Mißgeschick ausföhneiid zu vcrNaren; sie berichtet ausdrücklich, daß er .froh unter Freuden starb . Ucbcrall strahlen germanische Anschauungen, Ausdrucksweifen und Stilmittel durch die lateinische Paraphraie des Jordanes hin­durch: ihnen Hal Kluge iit seiner schölten lieber,ctjung eine gluck- (ufcc Form gegeben, die dies Kleinod altgermQiifchen Geistes einem Hellen Licht erscheinen läßt:

.Ter Edelkönig der Hunnen, Attila der Botelung, War Herrscher über Heldenvölker. Nie besaß ein Herr-

1 w

N

3° % ö

»ft tf

1

Das älteste ventmo! germanischer Dichtung.

Tie Gestalt des großen Hunnenkömgs Attila ist für die Geschichte der germanischen Sage von der größten Bedeutung, denn üe ist mit »ein S«-kial des irnchtmst-n brutschen S°gm° heldcn Siegfried seit frühester Zeit auss Innigste verknüpft - -v i c in unserem Nibelungenlied in Etzel die Erscheinung d^ gc^chfa)^ lichen Attila noch durchschimmert, w ist auch fckon ttuher da^ Bild dieses machtvollen Herrschers mit dem Schicksal Nibelungen verwachsen. Tie grönländischen Atttta-Lied^ der -S wohl dem 11. Jahrhundert an. Aber noch viel ^tcr-uruck lassen sich Beziehungen Attilas zu altgermanischer ft-ichtung und Sage verfolgen. ...

Ter Freiburger Germanist Prof. Friedrich Kliige weift in einem Aussatz der Deutschen Rundschau auf die Spuren euwr uralten gotischen Dichtung hin, die >ich noch aus der lateinifchen Ueberlieierung des gotischen Geschickstsichreckers Jordanes erken- neu lassen. In der Tarstellung dieses ednirtfaller--,, der last hundert Jahre nach dem Tode derGottesgeitzcl fchriJ',^^widtt sich der Wortlaut einer poetiscl^n ^otenHagc, ote bei attila. Leichcnfeier eine Rolle spielte. Eine hunnische Ueberlieferung m der Sprache der Hunnen konnte der Gote, der die hunnifcm Svrache nicht mehr verstand, unmöglich besitzen. Es mutz al,o eine gotische Totenklage auf Vai Hunnenkönig geivefen «ein, Die im Gedächtnis der Goten weiterlebtc. Hatten doch nach der derung dos Priscus, die Jordanes als Cucllc vorlag, gorifche Sänger in Attilas Halle den Ruhm des großen HeerkonigS vcr^ kündet! Ist doch Attilas weltgeschichtlicher Name nicht bunniidi, sondern gotisch'. Das gotische atta (Pater ist in das Vertier nerungswort Attila (Väterchen verwandelt. Mlugc, unternimm: cs, aus den durch den lateinischen Text bindurchschunmernden Nuaneen altgermailischen Stils Geist und Form dieses gotuchen allitterierenden Liedes in deutscher Ilcbersetzung wieder ergeben. Tie Bedeutung des Ltbbildes eines germanischen Originals, da- im siinfteii Jahrhundert entstanden sein müßte, ist nämlich einzig artig und garnicht hoch genug einzuschätzen.

Diese Totenilage, der einzige, warn anä, schwach und ver worreu zu uns I:erbringende Widerhall aus der heldenhaftrn Frutzcit germanischen Lebens in der Völkerwanderung, ist das älieste Denkmal germanischer Dichtung überhaupt Ter Tod des Huirnentönigs wird beklagl ui jenen knapoen,, ge­haltenen Forinai, in bciicn man wohl auch das letzte Lied au' einen germanischen Volksherrscher angciimmt haben macht . ~ er -Held und seine Abstanimung, sein angeeroteS Bolt und die unter jochten Völker leer ihm genannt. .Die Kan vi >: mit dein Römer reich zeigen ihn airi der Höhe seines Glücks. Alles nebenbei ist otrmieben; oic lTunnischen Waffengefährten und Kriegerscharen brauchten nGr zu erfahren, was sie persönlich nnterlebl hatten^

Also mit 2 Prozent bei Erbschaften schon von 2000 Mk. an sollte die Steuer einsetzen und nicht mit 1 ProA, wie Herr Krumm schreibt. Weiter ist in dem ganzen Anträge nirgendwo die Rede davon, daß der Ertrag der steuer zur Herab etzung der Salzsteuer unb des Pctroleumzolles bienen sollte. Der Leser ersteht daraus am besten, wie es mit den Angaben des Herrn Krumm bestellt ist.

Herr Pfarrer Korell hat in Langsdorf gesagt, Rheins Hessen sei niemals 7m Besitz der Franzosen gewesen, worauf ich ihn zu seinem sichtlichen Erstaunen darauf hinwics, datz durch den Frieden von Luneville (1801) das linke Rhernufer an Frankreich abgetreten wurde. Von den Jakobinern in Mainz, von Lauthards Sck)riften haben offenbar manche Leute noch nie etwas vernommen. ~

Ich freue mich, daß die Herren vom Freisinntreu und standhaft" die Wahrheit vermeldeten, indem sie so schreiben, wie ich es gesagt und gemeint habe. Im übrigen lasse mait jetzt dierheinhessischen Franzosen' fich bessern unb schaue aus nach mächtigereii Getsteswafsen gegen die bitterbösen Deutschsoziälen!

Ruppertenro d, am 28. Februar 1911.

Dr. Ferdinand Werner.

neuer Sterne gewesen. Es handelt sich bei diesen Himmelskörpern! nicht um solche, die dem Menschen bisher nur wegen der llnvoll» tändigkeit der Erforschung des Himmelsgewölbes unbekannt ge* blieben sind, sondern auch um solche, die wirklich entroeber neu entstanden sind, oder dock so eine große Steigerung ihrer Leucht­kraft erfahren haben, daß sie für das menschliche Auge oder für die photographische Platte zum erstenmal wahrnehmbar wurden.. Nun ist es aber zweifellos, daß derattige Katastrophen, wie sie diesen Erscheinungen zugrunde Hegen müssen, viel häufiger tm Weltraum sind, als sie zu unserer Keruunis gelangen. Es ist eben für die verhältnismäßig geringe Zahl von Asttonomen un­möglich. das ganze Firmainent so fortgesetzt unter Beobachtung zu halten, uitb auch die ausgenommenen Photographien so schnell zu studieren, daß jeder neuer Stern alsbald festgestellt wirb. Professor Turner, der Asttonom der Universität Cambridge hat nun in einer Zuschrift an dieTimes" einen Vorschlag gemacht^ der die Such: nach neuen Sternen weniger niühsam und kost­spielig mach eit könnte. Er meint, man solle die Photographin einer bestimmten Himmelsgegend nach ihrer erstmaligen ^Aus^ nähme wieder in demselben Fernrohr auf die gleiche ^stelle richten. Tann würde das Licht der bauernd vorhandenen Sterne sich mit den Lichtpimkten auf der Platte genau decken und also [ein weiteres Bild hervorbringen. Ein neuer Stern aber würde sich alsbald durch einen neuen Lichtpunkt verraten. Professor Turner gibt zu, daß die Jagd auf neue Sterne auch mit diesem Hilfsmittel noch eine äußerst schwierige Arbteit sein würde, wenn man eine vollständige Beaufsichtigung des Himmels ausführen wollte. Immerhin würde die Wahrscheinlichkeit, einen neuen, Stern unmittelbar nach seinem Erscheinen zu Mdecken, wefentlrch wachsen.

Tie Frauen und das Theater AusNeuyork wird berichtet- Ter bciaimtc amerikanische Jmpressario Charles Frsh- ntan hat in Neuvork ein interessantes Experiment durchgerührt: er hat in füur der größten Neuhorter Theater nnc Woche lang eine genaue Zählung der Besucher vornehmen lassen, um sest- zustellen. in welcher Weise Die beiden Geschlechter am Theater­besuche beteiligt sind. Tas Ergebnis war überraschend, die Statistik zeigte, daß in Neuyork auf 100 Theaterbesucher nicht weniger als 68 Frauen entfallen. Frohman stützt auf diese Zahlen die Behauptung, daß der weibliche Geschmack für das amerikanifcha Bühnenwescn tonangebend sei und daß hierin auch di? Ursache für otc Feminisierung des ameritanischeu Theatergeschmackes Hege, ,^sn allen Landern." so schließt der embrene Therttermann feine 'a-oft Heilung,wo die Bühne zu Einfluß unb Größe empor ge- : luadih n ist unb nationale Eigenarten entwickelt hat, ivar es tns Theater des Mannes, das diese hohen Ziele erstrebte mch : erreichte."

Eine Entgegnung. , .

Ohne in die Tonart deS Wahlburecrus derfvrtschnü> lichen Bolkspartei" zu verfallen, weise ich darauf Inn, daß die Erklärung des erwähntem WahlbureMts rn Nr, 49 desi Gießener Anzeigers" für die fortschrrttliche ^^^bvrier wohl besser unterblieben wäre. Es steht für feden Bet> sammlungsteiluebmer in Langgöns, der.,dre Mngc nicht durch die einseitige Parteibrille der fortscbrtttlichen Bolks^ Partei anfiebt, sondern ansiebt, Ivie sie waren, fest, daß unser Kandidat, .Herr Dr. Werner, in der erwähnten Verlamm« luug in Langsdorf den Pfarrer Korell mit fernen Ge­schichtskenntnissen gründlich auf den Sand fetzte.

Wenn weiter erklärt wird, daß ich so wenig sachtttn- dig sei, daß ich den alten Demokraten Hecker mit benti Monisten Häckel zusammenaeworfen hätte unb daß oas sechst für einen antisemitischen Generalsekretär ein starke? Stück sei, so erwidere ich darauf, daß nur durch Verseh^ bet Setzers statt Hecker Häckel gesetzt wurde. Ich habe bQÄ natürlich soßort bei dem Erscheinen der Zertung wahr« genommen, hselt eine besondere Berichtigung bet meuter knappen Seit nicht für nötig, weil aus dem ganzen Zu­sammenhänge des Artikels hervorgrng, daß nicht Hacke^ sondern nur der Tentokrat .Hecker gemeint sein konnte.

Wenn weiter dann geschrieben wird, baß Pfarrer Kvrell noch nie in Kirchheimbolanden gewesen sei, also auch ferne Gedenkrede am Denkstein der gefallenen Republikaner von 1849 dort im Juni 1909 halten konnte, so mache ich darauf aufmerksam, daß ich mud) dabei auf Angaben einer größerem, sonst gut uni er richteten nationalli beraten Zettung fttchre. Vielleicht ergreift jetzt diese Zeitung das Worb 2öetter aber richte ich an Herrn Pfarrer StoreH und an sein Wahl- hurcau bic Anfrage: ,&at Pfarrer Korell niemals etne Gedenkrede für die gefallenen Republikaner von 1849 ge­halten?" I. Henningsen, Generalsekretär.

In der gefangen NotizEine nattonalliberale Erklärung^ > ist ein sinnentstellender Druckfehler enthalten- Es muß im erften Satz bei der Wiedergabe des Jnlwlts der vorhergeheno«i Er­klärung des freisinnigen Wahlbureaus heißenes sei n i r g e n b w o nickt irgendwo) gesagt, Herr Prof. GiseviuS Hobe das Programm des Bundes der Landwirte unterschriebm."

fürst vor ihm

Die -Oberhoheit zugleich über Ofckeutc mrd Germanen. Rönierstädte hat er bezwungen, ihre beiden Reiche bedroht. Seine Gewalt fürchtet bet Wcltkreis. Aber Wohlwollen unb Huld fand

Wer um Schonung bat und SchatzspenbQi bot.

Stets war das Glück mit ihm. Jetzt liegt um er Komg

Nicht durch FeindeShand, nicht durch der Freunde Aralist. Fri^>e herrscht im Volk; ör verschied in Freud uicd Lust. Nicht uralt et hier Wehgesckick, nicht müssen Waffen l)ier räd)en."

Ein internationaler Kongreß für Philo­sophie in Bologna. Ter vierte Jnternattonale Kongretz für Philosovhie, der vom 6. bis 11. April in Bologna tagt, wird sich durch eine besondere Reickchaltigkcit seines Programms aus- zeichnen Alle spekulativen Richtungen, alle philosophischen An- fckanungcn in ihrer Beziehung zu Wissenschaft, Stuufa Geschichte unb Religion werden vertreten sein. Es haben für die allgemeinen Sitzungen, wie wir der Internationalen Wockenichrirl entnehmen, ii a Vorträge angnnelbet: er ante Ülrrhcnius über den Ursprung ocÄ Gestirnrultus, G. Barzellotti über Philosophie und Gesck'ckte der Philosophie, E. Boulroux über die Beziehungen der Philosophie zu den Wissenschaften, Rudolf Eucken über die Aufgaben der Vliilosophic im Kulturleben der Gegenwart. Wilhelm Ostwald über elementare Begriffe und die Gesetze ihrer Vcrbindnna, Henri Pomcarö über die Definition, Alois Riehl über die Fortbildung Kantischer Gebanken in ber Philosophie der Gegenwart, F. C. S Schiller über den Irrtum, F. Toceo über die platonnchc §ragc und Wilhelm Windel band über die Metaphysik der Zeit.

_ t($in neues Mittel zur Entdeckung neuer ytetßfc TaS Wt JoL Ut ronrhörr rM an dex Entdeckung

60«® K-S

LL?

vt

ip h ?

Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten.

Die Agitation im wahltteis Sietzen-Srünberg-Nidda.

Mit der heutigen Erwiderung des Herrn Tr. Werner tuf dasletzte Wort" des Herrn Krumm und mit beim Abdruck des langen Erbschaftssteuer-Antrags der sozial- Demokraten wollen wir die Aussprache über das sozial- hemolratijd)e Programm unb den Zukunftsstaat fchließen. Audi die ganz nebensächlichen Abschweifungen auf die lcheinhessisdien Franzosen" und auf die do Hfl fchulblvsen inib unbeteiligten Hecker und Häckel betrad)teii wir letzt r erledigt. Ebenso scheint uns das Thema

Gisevius und der Bund der Landwirte" nahezu

nschövsend behandelt worden zu sein. Streitigkeiten um zgorte und belanglose, in der Aussprache einmal gefallene Aeußeriinqen haben weder für die Wähler noch die Leser Mi Interesse. Run also zu n eue n Wahrnehmungen und 5Törterungen, sonst wirken lange Abschweifungen vielleicht nachteilig auf die allgemeine Wahlbeteiligung!

-koch einmal die Erbschaftssteuer unb die Sozialdemokratie

Von Herrn Dr. Werner erhalten wir folgende Zuschrift: Herr Krumm hat noch ein letztes Mal. in dieser An­gelegenheit imGießener Anzeiger" vom 28. Febmiar das Wort ergriffen und behauptet, daß bei einer Erbschaft von "000 Ml. an nach dem sozialdemokratischen Anträge teme 2 Prozent, sondern nur 1 Prozent Steuer erhoben werden sollten Weiter kommt er wieder aus die in dem Anträge angeblid) geforderte Ersparnis an Petroleum- unb Salzzoll »u sprechen Daß beide Angaben des Herrn Krumm nicht [timmen, kann ich am besten durch den vollftändigen J.t druck bei amtlichen Reichstagsdruckfache, bic den sozialdemo­kratischen Antrag wiedergibt, beweisen:

Abänderungs-Antrag zur zwcücn Be­ratung des Entwurfs eines Gesetzes, betreffend die Ordnung des Reickshaushalts unb die Tilgung der Reicksschuld Nr. 10 und 360 der Drucksachen. Eibsckaftssteuergcsetz Anlage 5.

Albrecht und Genossen.

Der Reichstag wolle beschließen:

I die 88 12, 13, 14, 16, 17, 18, 39, 50, 59, 60, 61 her Kommisswnsbescklüssc wie folgt abzuändern:

s 12 Tic Erbschaftssteuer beträgt: I. -wei vom Hundert: T für Ehegatten, S. für Kinder und Sttcrrinber, 3. für un eheliche Minbcr unb im unmündigen Alter adoptierte Kinder: II. vier vom Hundert: 1. für leibliche Eltern unb W dient, 2. für Sckwiegerkindcr, 3. für voll- und halbbürtige Geschwister: III. sechs vom Hundert: 1. für Großeltern und entferntere Voreltern. 2. für Schwiegereltern, 3. für Ab­kömmlinge eisten Grabes von Geschwifteni. IV. acht vom Hundert: für Geschwister der Mtern; V. -ehn vom Hundert jur testamentarisch beruhte Personen, die mcht unter Nr l bis IV fallen, soimc für .Körperschaften: VI. fechzehn vom Hundert' für nicht unter I bis IV aufgeführte JßAAierben. lieb ersteigt der Wert des Erwerbs den Betrag von 20 000 Mark, io wird oom lleberfchuß zwischen 20 000 Mk. und 40 000 Mk.

M. un» 80000 MI. das I'/-- iadie zwischen 80 000 Mk. unb 160 000 Mk. daS l3 »fache, 'wifaieu 160 000 Mk. unb 240 000 Mk. bas zweifache, zwilchen 240000 ÄL unb 600 000 «t hab 2V. Inch- »*[«« Mark und 1 000 000 Mk. das 2'/. fache. Swifdien l 000 000 Mk. und 2 000000 Mk. had 23 . fache, über 2 000000 Mk. da» dreifache der in Abs. 1 bcftimmten «atze erhoben.

s 13 Bon der Erbschaftssteuer befreit bleiben: 1. ein Erwerb von nicht mehr als 2000 Ml.: 2. ein Erwerb von

nicht mehr als 3000 Mk., welcher Personen zusällt, die in einem Dienst- oder Arbeitsverhältnis zum Erblasser gestanden haben.

| Ve$U Sind^einem erbschastssteuerpslicktigen Erwerber seitens desselben Erblassers innerhalb sünf fahren ^rmogei^ vorteile zugestoßen, von denen anzunehmen ist. daß die AU und Weise der Zuwendung nur zur Benneidung des höheren Steuersatzes oder zur Erlangung der Ltcuerfrelheit gewählt worden ist, so sind sie als ein Erwerb mt ^mne des Gesetzes anzusehen.

8 17 zu streichen. i

8 18. Abs. 2 zu streichen.

8 39. Folgenden Absatz als Ab,. 1 voranzustylen.Tn Wert jeder Nachlaßmasse, deren Wert vorausucktlich 1000 Mk. ückerstcigt, sowie die Wnte der aus ihr den nbschaftssteucr- vsHcktiaen Erwerbern zusließendcn Erbanteile find vom Erb- schastssteueram t festzustellcn. Die ^usführungsbefanurnlngen hierüber nläßt ber Bundesrat unter Zufttmmung bes Reichs­tages. ,

8 50. Abs. 2 zu streichen.

8 60. ^Jn ^Ws" l hinterLebenden" einzufügen(Ans- steuer, b-Äilgn^t Mw.) 6onaußn" in Zeile 1 bis

Paragraphen als § 66 an»

8^66^^Mit beni Inkrafttreten dieses Gesetzes treten die Abgabe und ber Zoll auf Salz (Salzabgabengesetz vom 8. Mai M7 mit Nachträgen unb Nr. 280 des Zolltarifsetzes vom 25. Dezember 1902), sowie bn Zoll aus Lcttolemn unb sonstige Minnalöle unb fofsckc Rohstoffe, '.Nr, -.39 des Zoll­tarifgesetzes vom 25. Dezembn 1902' außer Erhebung.

Berlin, ben 3. Mai 1906.

/zu «tah im L märj 1911

N. 51 Erster Blatt

8DLW 1 A&AttAV |HAt AAM

UM (ntCnvllvL ZlHwlUvl M--

LLZSL General-Anzeiger sur Oberyessen L-tzM

ÄÄ ..n Hnin .Bn»: nnd Steinbruderei B. Lonne. Hebattion, <kxpebiti»n unb Druderei; Scbulftraße I. Land": E.Heß; iür den

Annahme von Anze.ge, NotatfanrdruS »nd Verlag der vruhl'schen Unio.'vuch- und rtemoruaerei ü. LMSr. w Anzeigenteil: H. Beck,

hir dl- Tagesnummer Bübingen: Fernsprecher Nr. 50 Eeschaftrftelle Bahnhofstraße Iba.

bi& Dorttiilfagy V utjr.* ----- -----