Ausgabe 
23.3.1910 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

begab sich! Organisationen bis spätestens den-^Ap^_^RertrLae bS n S Wtoilmä der Verlängerung der fetzt bestehenden Vertrage bis,;

=3

Die heutige Nummer umsaht 12 Seilen.

längstens 14. April einverstanden.

sch7n Ereig. d°rinD°r-m mit^n ^tgeberverbänden

l > 1 * - | ßejxojjenen Vereinbarungen Antwort der Aroeitneymer-

matie ist wieder einmal, wie Nisse überrascht worden.

Rom, 22. März. Der Reichskanzler 1 heute vormittag um IO1/2 Uhr mit dem Gesandten v. I ° - t0w nach dem Quirinal, wo er von dem Könige in

Privataiuidienz empfangen wurde.

Rom, 22. März. Der König verlieh dem Reich s- kan zler während der heutigen Audienz den An nun - ciatenorden. Rach der Audienz begab sichderRerchs- tanzler nach der Consulta und besuchte den Minister des Aeußern, Guiccardini; die Besprechung zwischen den beiden Staatsmännern dauerte dreiviertel stunden.

Rom, 22. März. Der Reichskanzler besuchte heute nachmittag den Ministerpräsidenten und verweilte

. 11 U 1 H ,4,1 1 11 1 vi hu; w ., . , y- rr

(Sure Königlich- Majestät! Cs ist mir erfreulich. Eure Königliche iWajcftiit auS Anlaß ^hrer Ankunft m Rußland auftickäig Willlommen zu l>eißen. £?- engen Bande, die unsere stam moorw a ndten Völker verbinden, und schon oftmals in der ruhmvollen Geschichte zu Tage getreten. Ter Besuch Eurer Majestät ist eine neue Bestätigung der Freundschaft zwischen Rußland und Serbien. Diese Freundschaft Wird zwenel^s zur F e st i g u n g des allgemeinen Friedens und d e r r d - nung beitragen, was für eine ruhige Entwickelung des serbischen Königsreiches inmitten der anderen selb ständigen Staaten der Balkanhalbinsel so notwendig ist Aus tiefster Seele bringe ich die aufrichtigsten Wunsche für das Wohlergehen Ihres Landes und sein friedliches Gedeihen zum Ausdruck. Ich trinke auf das Wohl Eurer Königlichen Majestät, des serbischen Thronfolgers, Prinzen Mäander, und auf das Wohl des ganzen Königlichen Hauses.

Der König von Serbien antwortete in' serbischer

Die Reform der englischen Oberhauses.

London, 22. Määrz. Im Oberhaus wurde ^e dritte End- schließ u^a Roseberrys, welche den Grundsatz auMellt, daß der Besitz der Peerswürde an sich nicht ohne weiterdw Mitglied'chast des Oberhauses nut firfH»ringt,- 3 7 0 gc<gen

1 7 Stimmen angenommen. Die Minderheit vestano aus dem früheren Lordkanzler Halsbury und anderen umonistischen Peers, die liberalen Peers stimmten dafür. .

Ter Staatssekretär für die Kolonien, Earl of ^ron,e* erklärt die Regierung habe damit, daß sie zunächst die Beziehungen de? beiden Häuser zueinander klarzustellen, vMes^agm habe keinesweas die Reform des Oberhauses ausgeschaltet. Auf den von Lord Halsbury geäußeicken Vorwurs, daß kein end^ültig^ Reformplan geschanen sei, erklärte Lord Roseberry sem <Zi« sei es Sicherheit dafür zu erlangen, daß. das Haus nacy oer Beratung gewisse allgemeine Grundsätze festlege, nach denen die auftaueu falle. Eine mS em,eine gehenden Wk müsse von der am Ruder befindlichen Regierung ausgehen. Nach Ostern würde er weitere Entschließungen Vorschlägen, m denen die Hauptgrundsatze der Reform dargelegt werdem ..

London, 22. März. Der Führer der Iren, Redmond, der gestern eine lange Besprechung mit Lloyd George hatte, gibt bekannt, daß die Lage sich durch diese Besprechung m keinerlei Weise verändert habe.

Ter Abschluß soll zentral erfolgen. Die vorherigen Verein­barungen der speziellen Arbeitsbedingungen sollen natfr wie vor diei-m ^Arbeitgeberverbänden und den in, betradt kommenden Ar- bcitS >crbänden der Arbeitnehmer überlassen blerbeu Jie TiSit die für die einzelnen Verbände geeigneten LochimethodM -il vereinbaren, soll durck) das Vertragsmuster gesirrt iverl^n. Eine Reduzierung der Lohnhöhe ist nicht beabsichtigt. Lae A Nvr d arbeit soll nicht nur als zweckmäßig erklärt, fonbern ilite Turchjuhrung auch int Vertrage gesichert werden. Durch crnc besondere Erklärung außerhalb des Vertrages soll cnc nina der Arbeitgeberarbei^snachweise insofern sestgelegt werden, bnß diese von den Arbeiterorganisationen m keiner Weise gestört m8d«! dürfeii. Eine geringere als dreiiahrige Ver- iragsdauer soll aus-gefchlvssen sein.

Dieser Beschluß soll den Zentralverbänden als ent­scheidende Entschließung des deutschen Arbeitgeberbundes für das Baugelverbe mitgeteilt werden. Tie Versammlung ,UL , k.... Kon 9si-ßk»,taebe'verbanden

Deutsches Reich.

Das deutsche Kabel Monrovia Teneriffch ist feierlich eröffnet worden. , . ,r c -.

Wie die Blätter berichten, greift in isuddeutschland die Lohnbewegung der Bäcker imnier '£?

Rach demVorwärts" legten in Karlsruhe J)0 Backer die Arbeit nieder und traten in den Streit

Aus Berlin wird gemeldet: Die Zahl der Mitglieder des wirtschaftlichen A u ss ch u s s es des Bei rat es für handelspolitische Maßnahmen soll ^hoht werden. Nach derNationalzeitung" nähern sich die deutsch-bulgarischen Verhandlungen über den neuen Konsularv ertrag bemMschlusse.

eine halbe Stunde.

Rom, 22. März. Heute abend fand im Quirinal zu Ehren des deutschen Reichskanzlers ein Diner statt, an dem außer dem König und Herrn v. B e t h> m a n n* $ 0 l * weg Ministerpräsident S 0 nnin 0 , der Minister des Au_->- wärtigen Guiccardini, die Botschafter Pans a und v. Jagow, die Mitglieder der deutschen Botschaft und eine Reihe von hohen italienischen Würdenträgern teil­nahmen. Nach dem Diner hielt der König Cercle.

Aus tiefster Seele danke ich Eurer Kaiserlichen Mafestat für den herzlichen und glän-enden Empfang, den ich m dem brüderlichen Rußlar h gefiinhen hccke. Empsaug

ist eine neue und wertvolle Bestätigimg der iferzlichen und engen Bande zwischen dem mächtigen slawischen Mßland und meinem Bat er lande, sowie ihrer treuen und wsten Freundschatt, deren Andenken auf so vielen Seiten der Geschichte memes Volkes aufbewahrt ist. In Befolgung der uralten serbischen Station besuchte ich zu allererst das uns verwandte slawische Rußland in dem festen Glauben, daß ich von hier meiner fveimät die frohe Botschaft bringen werde, daß es uns bei unserer selbständigen, friedlichen Entwrck- lunq inmitten der anderen unabhängigen Staa­ten ^der Balkanhalbinsel gestattet ist, aus die mächtige Freundschaft Eurer Maiestat und des großen Rußlands zu vertrauen. Die,unvergeßlichen Worte in denen Eur? Majestät gute Wunsche für das Wohl- eraehen und die Entwickeluna Serbiens auszudrücken geruhten, wäden einen bcgeisterteii Widerhall in allen serbischen Herzen finden. Erfüllt von den aufrichtigsten und herzlichsten Wünschen, erhebe ich mein Glas auf k«s kostbare Wohl Eurer Kaiserlichen Majestät, Ihrer Maiestaten, der Kaiser­innen Alejandra Fevdorowna und Maria Feodorowna, des Thronfolgers Caesarew'tsch, des ganzen Kaiserhauses und auf ben Ruhm und die Größe des unermeßlichen Rußland!

Das italienische Hunderttage-Ministenum.

Als am 2. Dezember v. I. das Kabinett Giolitti über die italienische Steuerreform stürzte, und Baron Sydney Sonnino am 11. Dezember endlich sein Kabinett gebildet^ hatte, wußte man von vornherein, daß diese Kabinetts- Herrlichkeit nicht lange dauern würde. Zwar verhielt sich die Presse aller Parteien dem Kabinett Sonnino gegenüber -unächst abwartend-wohlwollend, ja, die großzügige Rede, in der Sonnino am 11. Februar der Kammer fein Programm unterbreitete, wurde allgemein beifällig ausgenommen. Aber nur im Prinzip. Die dort angekündigten Steuergesetze, die bedeutungsvolle Schulvorlage und das Dampfersubven- tionsgesetz waren die Klippen, die Sonnino erst umschifft haben mußte, sollte von einer Dauerhaftigkeit seines Kabi­netts überhaupr die Rede sein., wenn er in der Kammer eine kompakte Mehrheit hinter sich gehabt hatte! Aber daran war kein Gedanke. Zweidrittel der Abgeordneten von Monte citario standen nach wie vor hinter Giolitti, und das übrige z Drittel war so zerklüftet, daß, wenn auch Sonnino ber nahmen. Nach dem Diner hielt der König ^ercie. seiner Kabinettsbildung den rechten Flügel dieses Drittels----

berücksichtigt hatte, doch immer noch alles daraus antam . . $ und ÖCS RönigS VON Serbien,

wie Giolitti und seine Anhänger, mochten sie im Kabinett LNM,prUlqe , * ^getroffenen

noch so sehr vertreten sein, sich zu chm stellten. Lwuchen demZ-r-n unddem zum ME g l n

Die latente Krise, wie sie jetzt nad; einer Regierung Spruch der

hundert Tagen zuungunsten des Kabinetts Sonnino ent- bemerk ^ert . nd^ ^^der^ 3^ £rb.nung hinwirten will, die schieden ist, wurde bereits am 18. Marz bei der Beratung I Entwickelung Serbiens so notwendig sei, (womit auch des Gesetzes über die Schiffahrtssubventionen akut. Das bcr D«nk Serbiens in Anspruch genontmen mirb erwiderte

Kabinett tonnte sich nur halten, wenn ihm das Gros der Sönig ran Serbien mit ben Ä^

Partei Giolitti treu blieb, aber hier waren die verschiedensten ^rch die man beinahe an die Klapstochche ^hlings^de erlnm^ Elemente am Werk, gegen Sonnino zu wühlen, obwohl Nie- wird, in der es heißt:w Naher, arme dich m^ier - -

mand die Vorzüge des Schiffahrtsgesetzes an sich bezweifelte, in der angedeuteten vauptstette uberemsttnimunden Trmhp ch Wobt setzte sich der in Ilalien hochangesehene MarineministerI waren vorher verabredet.

gegenüber darauf Hinweisen, daß sowohl Sonnino, als.auch Minister d.s Aeußeren, Iswolski, und andere.

Bettolo früher eine andere Stellung zu der Subvenfions- Pet-rsburg 22 März. Bei dem Galadiner,.das frage eingenommen hatten, indem auch sie den Grundsatz Königs von Serbien statt-

verfochten, daß die Scknffahrt, abgesehen von den Poft-brachte Kaiser Nikolaus in russischer «spräche liniert zwischen dem Festlande und den größeren Inseln, folgenden Trinkspruch aus: ..,

frei sein müsse, also nicht subventioniert werden dürfe. ~ ""

Man wird diesen Vorwurf schwer verstehen können, wenn man z. G. an die fich stetig verändernde 5>altung der deurschen und preußischen Regierung bei der Reichssinanzresorm unb| Wählreform denkt. Aber der ganze Ansturm im Parlament gigen die Schiisahrtsvorlage Sonninos, die das Land übri­gens voll und ganz billigt, ist auch nur ein Borwand. Man ist in Jialien wieder einmal eines Kabinetts müde und will selbst an die Herrschaft. Sonnino trifft dabei höchstens die Schuld, daß er die 51abinettsbildung uberuahm, ohne sich entweder vom Könige die Erlaubnis zur Auflösung der Kammer erbeten zu haben, ober, falls diese versagt wurde, [ bei der Zusammensetzung seines Kabinetts selbst Vorsorge^ dafür zu treffen, daß auch Elemente ber Linken unb selbst ber Radikalen darin vertreten waren. So lieferte er sich der Partei Giolittis von vornherein auf Gnade und Ungnade aus, unb sein fetziges Ministerium hat mit seinen hunbert Tagen gerabe ebenso lange gebauert, wie bas erste vom Jahre 1892. Trotz seiner hohen staatsmännischen Eigen­schaften, trotz seines durchaus lauteren Charakters und besten Wollens scheint Sonnino jetzt ein politisch toter Mann zu sein, weil er kein parlamentarischer Routinier ist.

Man könnte nun annehmen, bafr jetzt wieder Gio-

2hi$!an&.

Präsident Fallier cs unterzeichnete im französischen Mi­nisterrat ein Dekret, durch bas zwei Luftschiffe unb »ter Aeropl^ne, die dem Staate von der 3ettung e , n*ps angeboten worden sind, sowie ein von Paul Koecklm geftiftetep Flugapparat angenommen werden.

Die französische Kammer hat der am 8. ^uli 1908 in Paris abgeschlossenen Kouveiition zur RegelungdeA Telephondienstes zwilchen Frankreich u n d D e u t s ch land ihre Zustimmung erteilt. Kammer nahm M weiteren Verlaufe der Sitzung durch Handeausheben fast einstimmig etnett Antrag an, nach welchem der G>en er a l d i r e k t o r d e r D 0- mänen anstelle der Liquidatoren sur die OrdenSsuttt treten und deren bisherige Funktionen unter der Kontrolle des Kultus- und des Finanzministers ausüben wlk.

Im f r an z ö si, ch e n S en at wurde der Zol ltar if be­raten Von einem Redner wurde du Erhöhung der Zolle auk gewöhnliche geknüpfte Teppiche beantragt, um die französische Produktion gegen die deutsche Konkurrenz zu schützen. Auf Verlangen des Ministers, der darauf hinwies, daß du Zolle von 1892 nach den Vorschlägen des Au-fchusses bereits um. 50 Prozent erhöht würben, wurde der Antrag abgelehnt unb btc Ausschußsätze wurden angenommen. ,

In Konstantinopel besuchte der König der Bul- a a r e n am Dienstag den Großwesir und spater mit der Stomgut das bulgarische Exarchat unb empfing hort das Lehrerperfonar des bulgarischen Seminars. - «sia»

Der in der schwedischen Thronrede zur Eröffnung^ des Reichstages angekündigke, von der Regierung ausgearbecketü Gesetzentwurf betr. das A r b e its ü b er e in k 0 mm e n rwlschen den Arbeitgebern und den Arbeitnehmern ist dem! Reichstage vorgelegt worden. Der Gesetzentwurf bestimmt u. a.; daß Kollekkivübereinkommen nicht auf langer als fünf Jahre ab­geschlossen werden können; während des Bestehens eines solchen dürfen weder von den Arbeitgebern noch von den Arbeitern AuS. ^errungen, Arbeitseinstellungen oder Sympathiestreiks und Sym- pathieaussperrungen vorgenommen werden. Ferner wird du Er- ruftunq eines Arbeitsschied sgerichts mit dem! w! Swckholm vorgeschlagen, das aus drei Juristen und vier mck bat Arbeitsverhältnissen betrauten Personen bestehen soll. Den Aix beitaebern steht das Recht zu, die Arbeit zu leiten und zu bet* täten, fie müssen aber den Arbeitern die Freiheit zur Teilnahme an politischen oder kommunalen Wahlen gewahren Schließlich enthält der Entwurf Strafbestimmungen für du Veranstaltung von Streiks, die das Wohl des Staates gefährden.

Das dem Repräsentantenhanse in Washingtort zugegangene Marinebudget beläuft sich in sewen Aus- q a b e nauf 129 Millionen Dollars. Es steht bat Bau von zwei Schlachtschiffen, einem Reparaturschiff, zwa tou* zern und fünf Unterseebooten vor. Ausstellung deh Schülerarbeiten der Gewerbeschule.

b. Gießen, 23. März 1910.

In der neuen Gewerbeschule findet zurzeit die Aus- stellunq der Schülerarbeiten dieser Schule aus dem letzten Schul- iahr statt, die wieder ein erfrcuÄS Bild der Leistungen m dieser. Schule bietet

In der unteren Klasse finden wir sog. Gedächtnis- zeichnen, das eine wirksame Anregung und Stärkung des! Formcngebäd;tnisses bietet, und daran cmfchließend geometri­sches Zeichnen, angewandt auf Fußboden, Plattenbelage, Türen usw., weiter darstellende Geometrie unb bereit Anwendung auf praktische Fälle. Das F a cb i e 1 ch n en bebaitiiett einfache Stein- und Zimmerverbände, anschließend hieran Bau­formen unter Berücksichtigung der heimmllchen Bauweise sos z. B. Aufnahmen von alten Türen, Tischen, Stühlen, ~ur* beschlüge usw.

In der zweiten Klasse erblicken wir u. a. einen durch- qearbeiteten Entwurf einer Sattlerwe r k st a t t e mit allen ' Einzelheiten und Kostenanschlag. . Em zur Verfügung gestellte- ' Entwurf eines Wohnhauses wurde tn sämtlichen Einzelheiten durch- ! gearbeitet. Die Bauformen umfassen Innen- und Außenarchite^ : üiren nach Skizzen des Lehrers und ^re^ots Ausnahme durch . die Schüler, Treppengeländer ustv., lme Beispiele ans Gießen

l i t t i die Zügel der Regierung ergreifen werde. Ader wenn man auch mit ihm Wie immer die innere Politik Italiens sich gestaltet wird rechnen müssen, solange er lebt, und wenn auch seine Anhänger schon jetzt seine Rückkehr unge­duldig herbeisehnen, so läßt sich doch kaum annehmen, daß Giolitti bereits heute seine Zeit für gekommen erachtet, wo in Anbetracht der obengenannten drei höchst notwendigen Gesetze die parlamentarische Lage Italiens nach wie vor eine äußerst kritische ist. Er bleibt ja zufolge seiner Mehrheit aus Monte citorio doch schließlich der ausschlaggebende,MMin Italiens und wird es füglich anderen überlassen, sich die Finger zu verbrennen. Wer aber diese anderen sind, ift heute noch höchst ungewiß. Mau könnte an den früheren Justtzminister Orlando, den früheren Arbeitsminister Berto- llni, die Giolitti nahestehen, denken, oder auch an ein Koalitionsministerium aus Mitgliedern ber linksstehenden .

ÄÄÄW nmen ' 1 I Lntschliehungen der Arbeitgeber im Baugewerbe.

cm er üblen Lage befindet sich deshalb jetzt der deut- Die dritte a u ß er 01 d en tl r ch e H aup tv ei.^ sch° R-Msl-nzler, Herr v. Bethmann-h-Uweg. d«r. °bw°hl sa^m-m lu^k!^s^d eu N ch e i

das SOtirnfterium Sonnino bereits wackelte, dennoch die Reise w a bo2 bie März b. I abgelausenen Tarlsver- nach Rom antrat, um sich endlich dort vorzustellen unb mit ben Urbcitnehrnerorganisationen unter Zugrunbe-

den fäbrenbcn Männern der italienischen Politik Fühlung ^g^ng eines Tariwertragsrnusters erntuert werben, welche zu nehmen. Es sind lauterGewesene", mit denen er salzende Bedingungen enthaltcii u>Uen.

jetzt dort bildert, unb mit benen politische Erörterungen' zu pflegen völlig zwecklos wäre. Ta muß man sich doch fragen- War denn ber brutsche Botschafter in Rom, Herr v Jagow, nicht in ber Sage, seinen Vorgesetzten von der italienischen Ministerkrise zu unterrichten? Da bie Neu­bildung des Kabinetts einige Zeit auf sich warten lassen dürfte ist Herrn v. Bethmann-Hollwegs Anwesenhett in Rom jetzt oolttommen Überflüssig, unb es trägt nicht gerabe ba5u bei das Ansehen des Deutschen Reiches zu steigern, wenn sein Kanzler jetzt mitgefallenen Größen" diniert unb tm übrigen die Kunstschätze Roms in Augenschein nimmt Herr v. Jagow hat Herrn v. Bethmann-Hollweg in eine fatale, um nicht zu sagen lächerliche Sage gebracht, unsere Diplo-

Nr. 69 Erstes Blatt 16V. Jahrgang Mittwoch »3. März 1910

Der (Siebener Anzeiger O monatlich 75viertel-

erjcheint täglich, außer ® ä jährlich M. 2.20 durch

ssssasslniAUiyTI£7r JlIlZrlllPI stä«

blattsürdenllreisSiehen M W W Kj K&T M« M W W JF W KW W M Zeilenpreis: lokalIbPs^

(Dienstag undFrenaq); M W W. W M W W W. M W SL W auswärts 20 Pfennig.

sääwwbl> |

Fernjprech - Anschlüsse: N ff politischen Teil: August

sür die Redaktion 112 Zll* 1C 4AX Goetz; für .Feuille-

General-Anzelger für Oberheffen MM

m?'T""snwmn°r Hotafionsfcnid und Verlag der vrühl'Ichen Univ.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. Redaktion, Lxpedition und vruckeren Schulstrahe r. H. B-ck.

bis vormittags 9 Uhr. - ________