0 SDt'arEur g, 2. Mcki. Am nächsten Sonntag findet die Laufe des vom Kurhessischen Verein für Luftschiffahrt -rtvorbenen Ballons „M a r b u r g" und anschließend ein Aufstieg statt. — Steckbrieflich verfolgt wird der Jäger Franz Noe, der sich vor einigen Tagen heimlich entfernt hat.
Gerichtssaal.
"Kriegsgericht in Gießen. Gestern morgen ver- bandelte dos Kriegsgericht der hessischen Division, bestehend ans Oberstleutnant v. Lindequist, Kriegsgerichtsrat Koch, Major Groß- inann, Hauptmann Schroeder, Oberleutnant Firmenich, gegen den 2 e u t n'n n t M. vom hiesigen Regiment wegen Mißhandlung eines Untergebenen. Die Anklage vertrat Kriegsgerichtsrat Obenauer. Aus der Auklageverlesuug ging hervor, daß der Angeklagte einen Mann seines Zuges gelegentlich des Exerzierens einen Stoß mit der Hand gegen die Hüfte versetzt hatte. Während der weiteren Verhandlung ivurdc die Oeffcntlichkeit wegen Gefährdung militärdienstlicher Interessen ausgeschlossen. Tas Urteil lautete auf 8 Tage Stubenarrest roegen vorschriftswidriger Behandlung und wurde öffentlich verkündet. Tie Urteilsbegründung crwlgic unter Ausschlnß der Oest'eutlichkeit.
Sport.
** Rudeln. Zu der Boots taufe des Ruderklubs H a s s i a am Sonntag hallen sich eine große Anzahl Bereins- mitglieder nebst Angehörigen, sowie Sportsfreunde eingefunden. Der 1. Vorsitzende P. IS a ft c i n schilderte den Werdegang des Vereins, der sich aus kleinen Anfängen in kurzer Zeit entwickelt habe und heute über 100 aktive und passive Mllglieder auszuweisen, habe. Durch einen von Frau Plage vorgetragenen Prolog wurde der Taufakt eingeleitet, worauf Frau Plage das neue Boot auf den Namen „Sie n e" taufte und ein dreifaches Hipp Hipp Hurra auf den Rudersport ausbrachte. Instruktor Rohrbach sprach ollen, die zur Beschaffung dieses Bootes beigetragen haben, den Dank der aktiven Rüderer aus, besonders dem Kässierer A. Staudt und allen passiven Mitgliedern. Unter Führung des Steuermanns K'aiscr wurde dann das Boot durch die Anfängermannschaft in das Wasser gesetzt und trat seine erste Fahrt an. — Das Boot „Biene" wurde als Gigvierer für Reunzwecke auf der Bookswerfr Fr. Lürsseu in Aumund-Vegesack bei Bremen gebaut, ist mit den neuesten Verbesserungen im Bootsbau versehen und zur Zufriedenheit des Vereins ausgeführt worden. Das Boot soll im Juni in Offenbach und im Jule in Mainz starten._______
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei
Verantwortung.)
In Rr. 99 des Gießener Anzeigers stand ein Artikel von Leihgestern, nach dem ein Viehhändler von hier einem Landwirt ein Stuck Vieh mit der Schlundsonde zugrunde gerichtet hätte. Von dem Artilel entspricht das meiste nicht den Tatsachen. Wenn der Berichterstatter schreibt, der Landwirt sei nicht zuhause gewesen, so ist das unrichtig. Zweitens schreibt er, der Viehhändler hätte die Schlundsonde allein eingeführt, auch das ist nicht richtig. Es waren mehrere Laiidwirte anwesend, als der Viehhändler vorbeiging. Selbstverständlich half er den Landwirten, die die Schlund- sonde schon hatten, nachdem ihm auf Befragen mitgeteilt worden war, was dem Tier fehle. Drittens ist es unrichtig, daß die Versw-erung sich an den Viehhändler halten wolle.
(Diese Einsendung läßt die Hauptsache der ganzen Sache unberührt und klammert »ich an Nebensächlichkeiten. Der Schreiber der Mitteilung in Nr. 99 teilt uns übrigens auf Befragen mit, daß feine Angaben aus amtlicher Quelle stammen. Red.)
Handel.
W-h. Gewerkschaft Gießener B r a u n st e i n - Bergwerke vor m. F e r n i c. Ter Ausweis für das 1. Quartal 1910 schließt ab mit einer Bruttoeinnahme von Alk. 147 577,92, von denen noch in Abzug kommen für Zinsen der Anleihen Mk. 31 876,25 und Amortisation der Anleihen Mk. 36750, im ganzen TIE. 68626,25,
so daß ein Netto-Ueberschuß von Mk. 78 951,67 verblcibk, von denen wieder Alk. 50000 als Ausbeute verwendet werden sollen.
Märkte.
Gießen, 3. Mai. Marktbericht. Auf heutigem Wocben- markte kostete: Butter pr. Pfd. 1.25—1.30 Mk, Hühnereier 1 St. 6—7 Vfg, Enteneier 1 Stück 8 Pfg., Käse pr. St. 6—8 Pf Erbsen p. Pfd. 00—00 Pfa, Linsen p. Pfd. 00—00 Pfg., Tauben' pr. Pr. 0,80-1,00 Mk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Alk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80Tif., Gänse pr. Pfd. 60—70 Ps., Enten pr. Stück 1 80 bis 2,20 Mk., Ochsensteisch pr. Psd. 76—84 Pfg, Kuhfleisch pr. Pfd. 60 Pfg., Rindfleisch pr. Pfund 70—74 Pfg, Schweinefleisch pr. Pfund 80—96 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psd. 96 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 80—84 Pfg., Hammelfleisch pr. Psd. 60—84 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6.00—0.00 Alk., Zwiebeln per Ztr. 9,00—10,00 Tif., Milch per Liter 20 Pfg., . Weißkraut per Stuck 10—15 Psg^ per Zentner Tif. 0.00—0.00., Aepfel per Ztr. 10—18 Mk., Birnen per Ztr. 10—15 Mk. Nüsse 100 Stück 40—50 Pfg., per Ztr. 0—00 Mk Marktzen von 7—1 Uhr.
F.C. Wiesbaden. Viehhof-Marktbericht vom 2. Mai. Austrieb: Rinder 99, Kälber 58, Schafe 56, Schweine 296.
Tendenz: Rinder mittelmäßig, Kälber lebhaft, Schafe lebhaft, Schweine mittelmäßig. Preis Durch-
Ochsen.
Vollfleischige, ausgemästete,
Schlachtivertes, höchstens 6 Jahre alt 44—47 79—82 45 80
Junge, fleischige, nicht ausgeinästete und
ältere ausgemästete 39—43 73—77 41 75
Mäßig genährte junge und gut genährte ältere......... 35—39 70—73 37 71
Fürs en, Kühe.
Vollfleischige ausgemästete Färsen höchst.
Schlachtivertes 42—47 76—82 44 79
Vollfleischige auSgemäftete Kühe höchst.
Schlachtwertes bis zu 7 Jahren. . 35—39 67—70 37 68
Aeltere ausgemästete Kühe und wenig
gut entwickelte jüngereKühe u. Färsen 30—35 60—65 32 62
Mäßig genährte Kühe nnd Färsen. . . 24—30 49—60 27 54
Kälber.
Feinste Tiast- (Vollmilchmast) und beste
Saugkälber 55—60 92—100 57 96
Mittlere Tiast- und gute Saugkälber . 51—54 85—90 52 87
Geringere Saugkälber . .... 43—50 71—82 46 76
Schafe.
Mastlämmer und jüngere Masthammel 41—42 82—84 41 83
Schweine.
Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zelltner
Lebendgeivicht 53—55 68—70 54 1 69
Vollfleischige Schweine über 2 Zentner
Lebendgewicht 53—55 68—70 54 69
Fleischige Schweine 52—53 67—68 52 67
von-biS von-bis hochsteil
Vebenb» Schiachr» aewrchc
pro 100 Psd. schnittspreis t-ebend. SLlacht. pi;o 100 Pfund gewuhk . - . - ~ - -
Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 2. Mal 1910.
Höchste Schlachtviehpreise in Franffnrt a. TL
Fleischpreise üt Gießen
Ochsen
Kälber Schweine
50 Kg. Schlachtgewicht 80—85 Tif.
'/, Kg. Schlachtgew. 96-100 Ps.
7, - , 0 >—69 „
7, Kg. 76-84 Pfg.
7» , 80—84 ,
7, „ 80-96 „
Getreidepreise in M a n n h e i m
Brotpreise in Gießen
Weizen 1UO Kg. 22.50-UO.Ou Tif. Roggen 100 Kg. 16.50—16,75 Tif.
Weißbrot 2 Kg. 62 Pfg.
Schwarzbrot 2 Kg. 54 Pfg.
katholische Gemeinde. Gottesdienst.
Mittwoch den 4. Mai:
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.
Donnerstag den 5. Mai: Fest Christi Himmelfahrt.
Vormittags von 61/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.
Vormittags um 7 Ühr: Die erste heil. Messe.
„ um 8 Uhr: Austeilimg der hl. Kommunion.
• um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
„ um 11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt. Militärgottesdienst.
Nachniittags um 2 Uhr: Feiert. Vesper mit Segen.
hv4/:
Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzen.
Mai
1910
-oaromeier aus 0° reduziert
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am 1
bis 2.
M
u = 4
11,6 6 ff.
Pciedrigste
, 1
, 2.
W
= 4-
3,7 °O.
Ich war ein vollständig gebrochener Mensch. (£öarlottenburg, 25. Sept. 1909. Seit langen Jahren leide ich nach ärztlichen Feststellungen an einem Mütfenmnrteleibcn und schon einige 11 Jahre kann ich meinem Berufe als Maschinenmeister nicht nrehr nachgehen, denn mein Störpergciuicbt und meine Kräfte wurden immer weniger und mein Aussehen ward dementsprechend krankhaft und immer verdrießlich. J-rüher hatte ich ein durchschnittliches Körpergewicht von 175 Psd. besessen, das jedoch durch meine langjährige Krankheit nur 138 Psd. surüdgcgmi icn war. Auch wurde ich nicht wenig von Schmerzen geplagt, so daß ich keine Freude mehr am Leben hatte: ich war ein vollständig gebrochener Mensch. Ich hatte schon mancherlei gegen meine körperlichen und geisttgen Beschwerden getan, insbesondere Aufenthalt in Bädern und Luftkurorten, aber alles ohne über mit geringem Erfolg. Einen unbestreitbar guten Erfolg hatte ich erst nach meinen ersten Bersuchen mit Bioson, benn baraufhtn würbe es anberä. — Das Körpergewicht nahm stetig zu, mein Aussehen besserte sich ebenfalls zusehenbS und meine Mitmenschen unb Be kannten nennen es jetzt ein sehr gutes, benn ich habe löicbcr eine volle, rote, gefunbe Gesichtsfarbe unb Helle Augen: besitze überhauvi jetzt ein zufricbenes Aeußere unb auch meine Gemütsstimmung lii eine viel bessere geworben, so baß ich gelegentlich wieber lache, viei'e, singe unb mich gern in fröhlicher Geiell,chast aushalte, iltncbbcm ich ungefähr Jahre Bioson getrunken hatte, war ich so weit gekräfiim, baß ich wieber unter Menschen verkehren mochte. Ich kaufte nur deshalb ein Jnvalibendreirad mit Handbetrieb, weil mir das Gehen schwer hakt, unb fahre bamit Sommer unb Winter leben Tag, wenn bas Wetter nicht allzu schlecht ist, Strecken bis zu 25 Kilometer. Jebenfalls ist dies bas beste Zeichen, baß wieber etwas Krast, Ausbauer unb Energie im Körper sitzt. So habe ich am „Bioson" für mich unb vielleicht auch für manchen anberen, bem ich cs ungeraten habe, ein gewaltiges Kräftigungsmittel bei meiner heimtückischen Krankheit gefuuben. Ergebensr! R o b e r t H e i n e m a n n Privatier. Unterschrift beglaubigt: Borstanb des 6. Polizei-Reviers Bioson ist bafr beste unb billigste Kräftigungsmittel. Pake 3 Mk, in Apotheken, Drogerien. Man frage seinen Arzt
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gesammelt wurden. Die Behandlungsart hat Tausenden Erleichterung und schliesslich vollständige Genesung verschafft, die schon längst an Besserung nicht mehr glaubten und von den Aerzten aufgegeben waren. Sie hat mit Geheimmitteln nichts zu tun, sie ist vielmehr, wie sie heut den Patienten vorgelegt wird, das Ergebnis des Studiums der hervorragendsten Autoren auf dem Gebiete der physikalischen Heilweise. Man adressiere an
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