ein Teil der Förderungen genehmigt werden, und Abg. Dr. Gut fleisch tritt dieser Auffassung insofern bei, cu3 Uebertragungen ohne besondere Gründe nicht mehr erfolgen sollen.
Für den Ausbau des alten Provinzialarresthauses zu Mainz wird die Uebertrcrgung einer Summe von 43000 Mark zu Wohnungen für 16 kleinere und mittlere Beamten- samilien genehmigt.
Die Fortsetzung der Haushaltsberatung erfolgt nächsten Dienstag.
Dci’mstditcs.
37-41
72-76
39
74
40-42
72—76
41
74
35-39
66-70
37
68
31—33
72-74
36
78
73—74
57
78
73—74
57
73
Handel
3°/,
Dürscu-'LsochenverlchU
116.90
< 99.95
. 258.00
Lombarden E. B,
iik.ljtcnb bn uiiy oiuar u
2
70-72
70—72
48
43
. 94.80 Nordd. Lloyd . 165.00 Tilrkeuluae ,
Elcktriz. LaLmeyer . Elcktriz. Sohuckcrt . Esehweiier Bergwerk
71
71
81
72
63
57
Hessen Uberhessen
60—65
54-60
107.30 138.00
■-10.XO' 219 7U
102.00
183.10
Indastr?e*,,(>iersen.
Börse, 21. Januar, 1.15 Uhr.
214.00
200.60
Chinesen . .
Aktien
. 184.40 . 138.70 . 257.30 . 153. hO . 1U7.60 . 164 50
. 211.90
77-85
70-75
32
27
55
55
t
251.25
, 116.00
zurzeit jogar ganz unmöglich, und was uns Zweibeiner anbetrifft, io faim feiner, der noch in anständige Gesellschaft gehen will, durch diesen 2Jioia|t Hindurchwalen. Und das in unmittelbarer Nähe der Universität. Wann wird komme» der Erlöser diesem Lande?
Berliner Handelsges. Darmstädter Bank . Deutsche Dank . . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto -Kommandit Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn ., .. .
Gotthardbahn . . a
23.60
161.60 136chO
fest, jetzt schwächer.
Börse, 21. Januar. Aufau js'c trjj. . . 181,20 ] llr.rpaner Bergwerk . . - - 138.70 Laurahlitte.....
94.20
85.40
04.20
85.30 93-20
93.00
99 90
98.90
95.90
104.60
64.65
65.50
99.65
97.40
94.70
183.40 47.90
91.40
69.60
4°/0 Couv.Türken von 1903 Türkenlosc 'l"/0 Griech. Monopol-Anl. . 4% äussere Argentinier .. i°/0 Mexikaner . . -.
Bochum Guss . . ..
Buderus E. W. . .
Tendenz anfangs
Berliner
Vauada E. B. . . . armstädter Bank .
'eutsche Bank . .
)ortmnnder-Union C.
Dresdner Bank .
Ten lenz fest
und
Frankfurter
Reichsanleihe. -. ..
gange ui 'Junnjurt,
glichet, indem cs aus führt :, wenn ber Angeklagte die Aeußerung m der Gcneralversammsung, statt nachher, getan hätte, so könnte chm der § 193 zur Seite sichen, da die Aeußerung aber nach «chluß der Gmeralversammiang gefallen ist, muß angenommen werden, er habe keme berecht gtcn Interessen wah'.nehmcn wollen. Ter Angeklagte erhob “Berufung und es wurde feslgcsiellt, daß auch noch noch Schluß der Versammlung über die Qualität des Mehlcs gesprochen worden vl; ein Mitglied hatte sogar darüber noch einen heftigen Tisvut mit dem Direktor. Nach dem Erkenntnis des Berusungsg.wichts war auch da noch der Angeklagte berednigt, vermeintliche Unrcge mäs igkeitcn zur Sprache zu bringen, olstte Nch strafbar zu machen. Ta weder aus der Form der Aeußerung, noch aus den Umständen eine beleidigende Absicht zu erkennen war, erfolgte Freisprechung.
Die Lbermockstädter Kaffenafsare
Iiinun und der i'udguii:. solu.er ^eite, bic und) ' N ach L Nationen cden dieser F.rmait .. ’.r (^eoüi-r in d.c jpdiie getrieben wurden, blieben aus die Jixutung unierer Burse um,owcniger van
Telefonisch® Kursberichte
des Giessener Anzeigers» mitgeteilt von der Bank für
Gießen, 22. Ja». Marktbericht Aul heutigem Wocheu- maille toiietc: Butter pr. Psd. 1.00—1.10 Hühnereier 1 St 9—10 Big., Enteneier 1 St. 0 Psg., Släfe pr. St 6—8 Pf., Erbse» p. Psd. 00-00 Big., Linse» p. Pfd. 00—00 Psg., Tauben pr. Pr. 0,80—1,00 Alk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Alk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80Mk., Wä»ie pr. Pid. 60—70 Pf., Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Mk., Ochsenfleisch pr. Psd. 76—84 Psg., ttuhfleisch pr. Pfd. hiO P'g., Nindsleisch pr. Pfund 70—74 Psg* Schweinefleisch pr. Pfund 80—96 Psg., Cchiveinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 96 Psg., Kalbfleisch pr. Psd. 72—76 Pig., Hamnielsleisch pr. Psd. 60—80 Psg. iJartosselii pr. 100 Zig. 5.50—6.00 Mk., Zwiebel» per Ztr. 5,00—6,00 Pik., Milch per liitcr 20 Psg., Weißtraul per istiief 10—15 Psg., per Zentner Alk. 0.00—0.00., Aepsel per Rtr. 10—18 Alk., Birnen per Ztr. 10—15 Alk. Nüsse 100 Stück 40—50 Big«, per Ztr. 0—Oü Bit Marktzeit von 8—2 Uhr.
F.C. Wiesbaden. Liehhyi-Marktbericht vom 21. Jan. Auftrieb: Rinder 75, Kälber 117, Schafe 35, Schweine 18L
Tendenz: Rinder schleppend, Kälber sehr gedrückt Schafe mittelmnjjig, Schweine mittelmäßig. Preis Lurch- pro 100 Psd. schniltspreis
Harpener Bergwerk -12.80
Laurabüttc 20U.00
Nordd. Lloyd 102.30
()berecbles. Eisen-Industrie 112.00
Gin Leidtragender.
Märkte.
Gelsenkirchen Bergwerk Hamburg - Amerik. Paketf. 131.50
* tzvwwassc r m Frankreich Infolge Stögens der Seine in Paris sind zahlreiche Unterwaschrmgen hervorgcrufen I irordcn. Ter der ts-eine oenachvarte Samineikanal wurde unter» I 31/ halb des Boulevard St. Germain überflutet: das Wasser drang!-i»
Lombard. Eisenbahn. >.«•
Oesterr. Staatsbabn . . 7 Prince - Henri - Eisenbahn'
|vi. i-i zu eiitlccif.cn oraucheu. Tic Bor-
per oUiammenoruch einiger Schrviudcl-
. - — --------- -- ------------- vas zvniier orang i uo| j.
in eine Halte der un Bau bcgnneuen Norü-Sudstreac der städtischen 31%/ Kongoü _>■'
11 ntnrnninishrtlm 0 in ST.piI h.’<S 'Kmiickvirh nrnbti' >.^ I
Marttoerjajsuug genauere, Chtgagenieniö üc» Pubki- cums nichi geringe find, sich aber doch in Kreisen besindeu, die gl sind, daß sie sich der it^enc uid>t
Berlagt.
Die vor acht Tagen verhandelte Sache gegen den Brauerei- direktor G. aus Bamberg, der wegen Bierlieferung von der Fuldaer Hofbierbrauerei nach .vartmaunshain, wegen Nichtlösens eines Gewerbescheins vom Schöfscngericht lestrast worden ist, wurde noch weiter ausgesetzt, um scstzustellen, welche Stellung er im Vorstand der Attiengesctlschast dinnimmt.
I Einfluß,^ als es sich dabei um Vorkommnisse handelt, tenen nii: lokale Bedeutung beizumessen ist und die schon häufiger sich ereignet haben, ohne daß die Weiterentwickelung des wirtschaftlichen Lebens dadurch wesentlich gestört worden ist. Mehr Beachtung als den Meldungen aus Newyork schenkte man daher auch be» Nachrichten, die neue Beweise für die fortschreitende Wieder- g e s u n d u n g d e r Ko n j u n k t u r erbrachten. In dieser Umsicht wurde namentlich auf die Dezember-Einnahmen der deutschen Eisenbahnen verwiesen, die besonders eine wesentliche Steigerunder aus dem Gütertransport stammenden Einnahmen Konstatieren ^.ie Lvsfnung, daß der allgemeine Aufschwung der Jndustri- weiter Fortschritte machen werde, findet überdies in den Berichten über die Desäiästigung in der Eisen- und Kvhlenbranche, den Meldungen über bevorstel>ende neue staatliche Bestellungen, den Nachrichten über Preiserhöhungen für viele ÜSarmgattunaen, der Bei - längcrung der Geltungsdauer bestehender Industrie-Verbände und de.t zunehmenden Bestrebungen zur Bildung neuer Interessen- Vereinigungen neue Kräftigung. Anregenden Einfluß auf die
Gießener Strafkammer.
)( Gießen, 21. Jan.
Ein gefährlicher Mensch
ist der Schweizer Josef B. aus Saulgau, der im letzten .vcrbst zu Vilbel in Tiensten stand. Kurz nach seinem Eintritt gav er an, er sei von einer Kuh verletzt worden, er wolle zum Arzt Seinem Tienstherrn wollte er die Verletzung nicht zeigen und sagte, er verlasse den Ticnst. Als ihn dieser aus die Einhaltung der 14 tägigen Kündigung aufmerksam machte, griff er in die Tasche und schric, et möge aus seiner Nähe gehen, sonst ,chieße er ihm eine Kugel durch de» Kopf. Er verlangte dann von seiner Dienstherrin den iLohn und als diese üjm erklärte, er möge warten, bis ihr Manu nach Hause Imme, rief er ihr M, sie möge ihm drei Schritte vom Leibe bleiben, sonst schietze et sie zusammen. Auch dem Bruder seines Tiimsthcrrn rief er zu, er schieße ihm eine Kugel durch den Kopf wie einem tollen Bund. Noch am nämlichen Abend suchte er einen andern Schweizer auf und foppte sich mit ihm. Tiefer forderte ihn auf, den -Stall zu verlassen und griff nach einem Besen, als er dem nicht nachlam. Sofort zog er seinen geladenen Revolver aus der Talche und rief ihm zu, er möge sich fortmachen, sonst schieße er chn zusammen. Es erfolgte seine Verhaftung und die Unter- iuchung ergab, daß der noch nicht 30 Jahre alte Angeklagte schon 43 Mal bestraft ist, darunter vielfach wegen Gewalttät.g- Zeiten. Gegen seine Verhaftung führte er beim Landgericht Beschwerde, die aber zurückgewiesen wurde. Am Schöffengericht gab er an, er heiße nicht Josef, fonbern Jöhann; er bestrttt, mit dem Täter, auf dem die Strafliste laute, identisch zu sein. Er behauptete, er habe in Notwehr mit dem Revolver gedropt. Nach dem Schöffengerichtsurleil mar seine Verteidigung klar und mit großer Schlauheit durchgeführl worden. Außed einem zeit- weiligcn Lachen ist nichts Auffälliges an ihm wahrgenomnnn worden, weshalb das Schöffengericht keine Bedcnlc» trug, ihn zu verurteilen, zumal die Zeugen von einer Geistesgestörtheit nie etwas wahrgenommen hatten. Tie Strafe wurde unter Berücksichtigung seiner Vorstrafen mit 10 Wochen Gefängnis bemessen. Tieses Urteil focht er an und blieb dabei, er sei von seinem Tienstherrn angegriffen worden. Ob sein Name Josef ober Johann ist, weiß er nicht, einmal sei er so und das a\v bere Mal anders genannt worden; einen falfdjen Namen zur Vorbeugung seiner Vorstralen will er nicht angenommen haben. Tie Behörde hatte Anlaß, Ermittelungen über seinen Geisteszustand anzustclten; auf Grund des Ergebnis,es sollte er zur Beobachtung in eine Irrenanstalt ausgenommen werden. Ta dies aber wegen Platzmangels nicht erfolgen tonnte, wurde er durch das Kreisgesundheitsamt im Arresthaus beobachtet. Nach den Angaben des Sachverständigen leidet der Angeklagte an chronischer Verrücktheit; er glaubt sich stets verfolgt, weshalb er stets den geladenen Revolver nachgetragen hat. Gegen seinen israelitischen Tienstherrn in Vilbel war er sehr mißtrauisch; da ihn dieser vielfach nach seiner Religion gefragt hat, habe er bei dem Pharisäer an einen rituellen Mord gedacht, weil er wußte, das; die Juden Christen motben, um das Blut in ihren Tempeln zu schütten^ er habe aus diesem Grunde den Revolver gezogen. Auch die Bauern, wo er früher war. hätten ihn immer halb tot geschlagen und sich dann losgckauft. Er zitiert viel Bibelsprüche und gab an, bei seinem Eintritt in das hiesige Arresthaus von der katholischen Religion zur evangelischen übergeb ten zu sein, da ihm ein Engel erschienen sei, der ihm die Bibel in die Hand gegeben habe. Er ist auch heilig und die ganze Welt wird von ihm zu hören bekommen. Sein zeitweiliges La-b.n galt dem Sachverständigen, jvcil dieser, wie die ganze vcrlehetc Welt, ungläubig ist. Ter Sachverständige hielt beit Angeklagten für gemeingefährlich und er wunderte sich, daß er nicht schon mehr angcftellt hat, zumal er an ne hm en muß, daß dieser Zustand schon längere Zeit besteht. Aus Grund dieses Gutachtens kam das Gericht zu dcr llcbcrscugung, daß der Angeklagte auch fck)on bei Begehung der Tat nicht mehr zurechnungsfähig war. Tas Urteil wurde aufgehoben und es trat Freispruch ein.
Eine Verwertung der Person
brackftc die 64 jährige Wttwe W. von Frieoberg ivegen Feldfrevels unter Anklage. Ein Feld schütz hatte in der Vad Naiihe.mcr Gemarlung eint etwa 40 jährige J-rau, die mit zwei Kindern Aechtt auttas und sich Frau Ä. aus Friedberg nannte, augezeigt. Ter Strachcfthl ging an die alte Frau W., die Einspruch erhoo und glaubte, es wäre damit abgetan. Am Feldgericht erschien sie nicht, weshalb ihr Einspruch zuräckgewiesen wurde. Sie erhav Berufung und glaubte, sie müsse sieigesprochen werden, da sic doch die- Täterln nicht sei. Nachdem ihr das Gericht tlar gemacht hatte, daß an dem Urteil nichts zu ändern sei, vielmehr Die Strafe nur auf dem Gnadenwege crlastcn werden rönne, zog sie die Berufung zurück.
Keine belcidigeude Absicht.
Eine Privatklage ov. <...-5 Diy ^chumrereius Großcn- Bufeck trug dem Laiwwiet H. G. am Schösfengericht eine Ge^d- Itcafc Don 50 Mark ein. In einer Generalveriammlung des Vereins hatte sich ein Mitglied ebne Grund in gehäsftgee Greife über die Gcichäitsjührung ai.sgclasscn. Nack Schtutz Der Bcrsammlung hat auch der Angeklagte behauptet, cs bciänden iich unter dem Metn immer einige Säcke besserer Qualität, die nur an bestimmte icu.e abgegeben würden. La-.> Schbficugericht verurteilte den A.igL- Itagteii, der den Wahrheitsbeweis i tr feine Behauptuiri iuuü antreten wollte, sondern ii^-, nur aus Wahrnehmung berechtigter Untere.)jen berief, wegen Beleidigung )amtiLu,er Botstatiosiint-
Lüdwestafrika im Sudgelaurschutz.
Berlin, 21. Jan.
Nach Erledigung des Nachtragshaushalts begann der Budget- Ausschuß am Freitag die Beratung des Haushalts für SudwesL aftika 1910. Es findet eine Aussprache statt über Selbswerwaltnng und Besteuerungsrecht der Gemeinden, Landest'onzeftionen uno dergleichen. Das Zentruui beantragt, es sollen unverzüglich Anordnungen getroffen werden, wodurch den Gemeinden in Sädwest- afrita genügend Land auch für die zulünstige Entwicklung derselben Vorbehalten bleibt und ausreichende «Steuerquellen zur Verfügung gestellt werden.
Staatssekretär Dernburg führt aus: Man könne nicht vorsichtig, andersetts freilid) auch nicht wohlwolleird genug an bieic Frage herantreten. Den Gemeinden seien große Ausgaben überwiesen. Nach Maßgabe der fortichreitendcn Bedürsniste werde man seitens der Verwaltung entgegenkommen, auch durch Bc- schaffung besonderer Mittel. Man habe von den Gemeinden Ausstellung eines ordentlichen Etats verlangt, es sei aber noch feiner oorgelegt worden. Gegen unentgeltliche Ueberla'jung von Land müsse man gewisse Leistungen verlangen. Spekulationen aus Land aber, oder gar auf Löhnungen und Mietspreise können nicht befördert werden. Der Staatssekretär macht MitteUungeu über die Zusammensetzung der Bevölkerung der Kolonie. Diese sei sehr ungünstig.
Der Berichterstatter Abg. Dr. S e m l e r (ncttl.), empfiehlt aufs dringendste Schaffung und Förderung deutschen Schulweiens in der Kolonie, wofür eine erheblich bessere Stellung dcr Lehrer im Gehalte die Voraussetzung sei. Der Staatssekretär spricht sich für die Wertzuwack-ssteuer aus.
Dcr Berichterstatter stellt als Hauptergebnis dcr Aussprache fest, daß alle Parteien der Auffassung des Siaatssekretärs über die Selbstverwaltung und deren Vorbereitung zustimmen. Der Antrag des Zentrums wird angenommen. Weitere Beratung am Dienstag.
Rheinl*che* — 1 '■■■ 1 ■■ .
Tnrhn iLitm Ri nnnn Maschinenbau,tlektrotechmk. i eCiiniKUm Qinycn Automobilbau, Brückenbau. ] yä| Cb»iifl< ■ii Miirkr. . J
* Kürzlich hat 'sich ini Virchow-Krankenhause zu Berlin, in dem schon manche eigenartige Geschichten üorfamen, eine Krantenschwester vergiftet, weil man sie beschuldigte, daß sie die Sauce von einem Gänsebraten ausgetunkt habe, der für einen Kranken bestimmt gewesen sei. Hierzu schreibt nun der B. B. C.: Der Selbstmord der Schwester Hertha im Virchow- Kranfciihause hat unter den zahlreichen Schwestern dieser städtischen Anstalt eine hochgradige Erregung und eine Stimmung hervor- gerufen, die ihnen den Beschluß bitt tert hat, am 1. Februar gemeinsam aus dem Dienste zu scheiden, falls die jetzt in dem Mrantenbaufe obwattenden Zustände, die ihnen nach ihrer Schilderung die pflichtgetreue Aufopferung, fordernden Dienstes unmöglich i vebenb» M <
machen, mast |d)ieunig!t augeiicilt werden. Sie wollen die Di- oen^t 6
rcklion durch eine Eingabe von dieser ihrer Absicht verständigen. Ochse». öon-biSnon-bis '
9Jtan kann den schwerwiegenden Be,chluß begreifen, wenn man I Junge, fleischige, nicht ausgeinaftete imd erfährt, daß die tägliche Dienstzeit der Schwestern 14 Stunden, altere ausgeinäitete bei nur halbstündiger Mittags- und halbstündiger Abendpause Färse», Kühe,
beträgt. Eine Abteilung der Schwestern speist mittags von ll/-,I Poll fleischige ausgeniästete Färse» höchst, bis 2 Uhr, die andere von 2 bis 2XA Uhr. &at nun eine Schlachtwertes ..... Schwester bei einem Schwertranken zu tun, den sie nicht ohne Vollfleischige ausgemästete Kühe lstichst. weiteres verlassen kann, und kommt verspätet, zum Mittagessen, Schlachtwertes'bis zu 7 Jahre» . . so wird darauf keinerlei Rücksicht genommen; jie erhält taltes, Aellere ausgeniästete Kühe und wenig manchmal auch gar kein Essen; die Verschiebung der Essenszeit gut entwickelte jnngeretiühe u. Färse» _ _ in solchen Fällen, die eigentlich selbstverständlich sein müßte, ist i Alaßig genährte äühc und Färse» . . 26—29 unstatthaft. Daher passiert es, daß Schwestern gelegentlich nadp ' Kälber.
scheu, ob im Eisschranr etwas übrig gebliebenes Essen vorhanden Feinste Mast- (VoUniilchmast) und beste ist, um wenigstens zu einem Imbiß zu kommen. Lediglich diesen Saugkälber 46-51 Motiven ist es auch zuzusckn eiben,, daß die unglückliche Schwester 1 'Dlittlere Al ast» inib gute Saugkälber . 41—45 Hertha einen tteinen Gän,ebratenrest, der übrig geblieben war,! Schate.
ins Schwcsternzimmer brachte. Als dann nach der Anzeige- Mastlämmer und jüngere Masthammel 36—37 erftattumg die sofortige Entlassung dcr einen Lehr- und der Schweine.
beiden Probe,chwcstern erfolgte, und Schwester Hertha vorläufig Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner vom Amt suspendiert wurde, wandten sich die übrigen Schwestern Lebendgewicht 57—58 mit bitteren Vorwürfen an die Oberin, wurden aber von ihr I Vollfleischige Schweine über 2 Zentner aboewiesen, mit den Porten, ne habe gehandelt, wie sie habe! Lebendgewicht 57—58 handelst müssen. Und auch noch nach der Sclvstmordaffärc erklärte, s Vollfleischige Schweine über 2'/, Zentner laut „B. L.-A.", die Oberin: „Mein Gewissen ist rein". Die . Lebendgewicht........55—56
Schwestern erklärten, unter der Oberin nicht mehr arbeiten zn Fettschweine über 3Zentner Lebendgew. 55—56 lönnen und verlangen bereit Entlassung; oie Oberin habe als Mitglied des Krankenhausdireltoriums die Pflicht, die Interessen der Schwestern zu vertreten, habe aber diese Pflicht in keiner Weise erfüllt.
— o *- v u 1 i u l 1 lj. M., 21. Jan.
Die Vorgänge ut ilmeitta riesen in dieser Woche ernsiece Be,orgn.,ie hervsc. Oec Vteitugungsprozeß, der sich brüten vollzieht, hat '.uleunuue bep Nuuschiags .ecleuuen lassen. Da I 4'/Z% iiü) dieser vorneistnltch aus bei inneren Verfassung der Märkte erhält, war man wenig geneigt, den wilden Poeisschwantungen in Amerika größere Bedeutung beizumessen, man zeigte allen amcr.lan.|c,eit E.iislüfsen <ji erstaunliche B.-sterstani)s-
traft. Zwischen den he.mgchen Märtten und der Börse in Öiall- stteet besteht allerdings eilt großer llntcr,:',ied. Trüben rul^n die Ei,eiten letzt DOtit.egvitü - 1 tu».-. u..tcu Hunden, nachdem die gwßen cva.ieuie Uü ?.'i. .h.. .n. die .'rusts in letzter Zeit |v viel üöar- aug-UJi-en Ltu* , a - es bie Marttverfajiuug genatteic,
durck) l tc Cem-ante p >v be.m geringiicn Anlaß
^inttgte auch eine Pri 0 atklage. Nach einer Versammlung dcr Genossenschaftsmitglieder zu Ranstadt, in der den Mitgliedern mitgeteilt wurde, für welche hohe Summen sie zu haften, - - ~ ---------—o. -----s------- —u- —,
haben, kam es in einer Wirtschaft zu aufgeregten Erörterungen, Haltung der Börse hatte auch wieder die günstige Gestaltung der da viele einsahen, daß sie um ihr ganzes Vermögen kommen. G c l d v e r hä l t n i sse, die in Tiskontermäßigungen der Bank Ter Bcuder d.s Schmiedemeisters A. M. von Over-Mocksia.t nxir 5)tl England und der Deutschen Reichsbank Ausoruck fand. Eine heftigen Angrissen ausgesetzt, weshalb letzterer für jenen Partei Störung von dieser Seite glaubt man für die nächste Zeit nicht ergriff. Der Bruder des I. W. in Bad-Salzhausen soll zu M. vefürckstcn zu müssen. Was der Gesamthaltung des Marktes zur gesagt haben, er möge seinem (M's.) Bruder sagen, er habe die besonderen stütze gereichte, war die anhaltende Kauflust für In- Moastaoter Kasse bestohlen und habe das Geld in Schüsseln fort- du st rte Papiere, die zuwteil wieder neue Avancen erzielen getragen. M. äußerte hierauf, W. möge seinen Bruder nicht so tonnten. Banken waren gleichfalls begünstigt, während von hcrausstreichcn, denn dieser sei an jenem Abend auch dabei gewesen, l.e st verz ins l ichen Werten vorzugsweise die höher vet> als K. und R. die Kasse bestohlen hätten. Aus Privatklage des W. öinslick-eu Schuldverschreibungen industrieller Gesellschaften oder verurteilte das Schöffengericht den M. wegen Beleidigung zu ^*uge fremde Fonds zum Anlauf kamen. Privatdiskonto 27/s %. 30 Mk. Geldstrafe. Der Ängetlagte focht das Urteil an; er glaubte * ~-x~- t.1 ■■1 ■.
Öen Wahrheitsbeweis erbringen zu fünn-’n, auch beriet er sich
auf Wahrnehmung berechtigter Interessen. Das Berufungsgericht iHnirfiPrn^
hielt weder den Wahrheftsbeweis für erbracht, noch konnte cs den m „ ■ - , "T r
S 193 anmenfien. 3^ Urteil fmjWb feine Scflätiguns. L,g- b^^män^ebnnKe ÄS “Ä uurr --. < . a»c X ■ t . oer eleganten Bleich- oder Goethestraße entrollt sich dem Blicke bes>
des Kuscrs K. v. m Bud i u st e n bet der Spezerei- Beschauers ein herrliches Bild dörflicher Schlichthei:. Fußhohe fa ' vemcr . ®!e. erzählte auf dem Marltc, Ackcriurchen mit trüber Schmiere gefüllt, kein Steg, um trocknen toaiäie btc ^um -beuauf beiummten öuebe tn der näm-I Fußes hindiirchzukommen, überall Schmutz, oder besser gesagt Treck, ltchen Butte, in der sie die Windeln ihrer Kinder wascht; in stein sinnverwirrender Unlerschted zwischen Fahrstraße und Fuß- *-a^cn 'ei J"> to_ schmutzig, bau man über die steig, wozu auch; doch nein, wir wollen nicht ungerecht sein, auf ^^.hkrufen fallt u. a. m. Jui ^rwattlage verurteilte sie das der Straße ist der Dreck fußhoch, an den Häusern entlang nur halb i ,3 rk m . «• 11? ^stch-, . bitten die Herren Stadtväter, recht bald einmal eine
|oct)t das Urteil an und bdjaup'-.ete, sie habe in einer Berliner Ortsbesichtigimg zu halten, damit diese schanderhaiten Zustände ver- e)CrZ CB ^tens10 fchch"^^ ^ci^aitoleutc megen ihres jchwinde». Over denkt man, das sei nicht nötig, weil hier nur ^Erhaltens bestraft worden, sic , habe aiich die Bestrasung ber (ogenanntc wfleine IZeute* wohne» ?
Klägerin Herbeisuhren wollen. Dte Klägerin dagegen bestritt diese Tie Straße ist jetzt ansgebaut, wir erwarten baldige Blenderung. Angaben und verlange, datz ihr oic Publitationsbesugnis zuerlännt Eine Fahrt mit Wagen durch diese» Feldweg ist eine Tierschinderei, werde, wett sie durch die Aeutzcrungeil dcr Angeklagten in ihrem > - ‘ r - - - - y -
Geschäft geschädigt worden sei. Ta sich die Angaben der Angeklagten als unwahr erwiesen und ihr Verhalten geeignet ist, den Kredit zu gefährden und die Kundschaft zu vertreiben, wurde das Urteil mit dem Anfügen bestätigt, daß der Beleidigten die Publikationsbefugnis zuerrannt wird.
Untergrunabaljii. Ein Teil des Bouievard mußte für den Verkehr a 1 gesperrt werden, da sich bedenkliche Senkungen , und Risse zeigten. Aus der Orlcans-Batzn mußte dcr Lercehr I-;> von dem an der e>cinc gelegenen Or,ah-Bai)icho,e eingestellt wer- 4of ()esterr Goldrente D ben, da d.e unter.roisck^ Lmw Überschwemmt ist. Die vom ,'/"<>/ Oesterr Silberreutc" Op. ruptap. na ui cen östlichen Vororten sährenoe elettrisa>e Bahn ,y< Un^ar Goldrente ntuite ihren Betrieb entstellen, weft ihre eiettrische Station bei 400 jtXu’ Reutc Jvryuuter Wasser ,teh t. Auch das 5)ochwa,ser dec R h 0 n e 3°° Portuäesen Serie I richtete gro,-.cn Schaven an. ^n L n 0 r. .aiiroc i>ie auf einem Fchß 3» ° Portugiesen III Uey.nue Morgue ivcggeschwemmt und stieß gegen einen Brücken- 4-/"°/ russ” Staatsanl 1905 bogc»: ,mchr.rc,Pcr,oncn iuxb ertrunten. 4'/'°/« Japan. Staatsanleihe


