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22.6.1910 Erstes Blatt
 
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9Zr. 143 Erstes Blatt 160. Jahrgang Mittwoch SS. Juni IS 10

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wittschastlich« Seitfragen EM Hg O |jf >jA Lhesredakteur: A. Goetz,

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TLS General-Anzeiger für Oberheffen DW

Annahme von »«zeigen v ** . .. IB . , «aal-. E. Heß; iür den

sür bte Tagesnummer iiotafionsbrtKf und verlaq der vrübl'schen Univ.'vuch- nnt Steinöruderei R. Lange. Redaktion. (Erpeottion UNS vruderet: stpuiftrage r. ^zeiqemell: H- deck. bi§ vormittags 9 Uhr. ____

Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten.

vH. (Großstädte vH.)

Großstadtbevölkerung

10

Hauptberuf . . . 3 196 301

c Bevölkerung

Angehörige . . 16 239 846

den Großstädten:

von der

Erwerbstätige . Dienende . . . BerukSlvseSelbst- ständige . .

14 738 310 638 189 467

44 872

56 949

i im Reich

14

16

1

7

unbe­kannt 38

1

7

33,82

27,21

30,93

8,03

0,01

unter 14 12101

2318

72 417

unbek.

2748

40

1480

680

2 876 138 907 52 027

8 536

5163

14 bis 30

2 400 161

326 777

24 863

969 516

30 btS 60

2 356 737

68114

240 501

1 369 124

60 u. da­runter 213 526

5152

293 796

170 559

der Zahl nach

. 16 885 499

. 13 584 623

. 15 445 089

. 4 008 351

4 948

3060

10 210 535

107 923

762 086

4 364 595

60u. dar.

1 695 665

17 406

1319 911

975 369

2 248 353

3 887

155 597

1853 094

14-30

9 651 166

710 069

285 959

2 937 429

klebrig unter 14

284 685 26 955

334 013

27,84 32,15 34,22

5,70 0,00

Während bei den Erwerbstätigen der Anteil der Verheirateten in den Großstädten geringer ist als im Reich im ganzen, sind unter den Angehörigen m den Großstädten 32,5 vH. verheiratet, tm Reiche dagegen ein geringerer Verhältnissatz, nämlich 26,1.

Inoden 42 Großstädten des Reichs sind 8,39 Millionen evam gelisch, 3,04 Millionen der Gesamtbevölkerung katholisch und 269 827 jüdisch. Im Reich insgesamt sind 38,37 Millionen Evan­gelische gezählt worden, die Katholiken sind mit 22,54 Millionen in der Gesamtbevölkerung vertreten und insgesamt und 066 999 Israeliten ermittelt, so daß also nahezu die Hälfte aller Juden in den Großstädten lebt.

Erwerbstätige (AE) Dienende bei der Herrschaft Berufslose Selbständige Angehörige ohne Hauptberuf

272 984

9 966

300 025

573 075

in

26 892

1 281 109

559 054

68 471

269 227

ErwerbStätigesAE) Dienende (bei der Herrschaft- . . . Berufslose Selbst­ständige . . . .

Angehörige ohne

Aus Heften.

Eine Anfrage der Abgg. Reh, Damm, Dr. Gut°- fleisch und Dr Mols ist der Zweiten Kammer wegen der Maßregelung des Oberlehrers Dr. Strecker gn. Bad-Rauheun zugegangen. Sie lautet: Ist es wahr, daß

1) Land- und Forstwirtschaft, 2) Industrie und Bergbau, 8) Handel nitb Verkehr, <) Mitarbeit wechselnder Art ober per­sönliche Dienstleistung nicht bei der Herrschaft lebender JSerionen, 3) Oefteutlicher Dienst und freie Berufe.

1593 16 757 11115

2 886 3 898

Berufsftatiftif.

93tnt den 61,7 Millionen der Reichsbcvölkerung lebten nach der Zählung am 12. Juni 1907 11792 019 Personen ober 19,11 vH. in den 42 Großstädten bcs Reichs. Bon der Großstabt- bevölkerung sind 3 283137 oder 27,84 vH. Kinder unter 14 Jahren, int Alter von 14 bis 30 standen 32,15 vH. (3 791 317) ; 31,22 vH. (4 034 476) waren 30 bis 60 und 5,79 vH. C683 033) 60 Jahre und darüber alt. (56 Personen imbekannten Alters sind aufgeführt, das sind 0,00 vH.) Die Altersklassen, welche die Jahre der eigentlichen Erwerbsfähigkeit umfassen, sind bei der Großstadtbevölkerung stärker besetzt als bei der übrigen nicht- großstäbtischeit Bevölkerung, eine Folge der Zuwanderung. Zum Vergleich sei hier die Verteilung der Gesamtbevölkerung der übrigen nichtgroßstädtischcn Gemeinden auf die entsprechenden 4

abteilung

A1)

BT) 1

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O D) E *)

Wie

Die Stichwahl in $rieöberg = Bübingen.

Das Präsidium her KriegerkameradschafL ö assi a" veröffentlicht in der am 23. Juni, dem Vorabend der Stichwahl, erscheinenden Nummer desHess. Kam." einen Aufruf an die Kriegervereinsmitglieder, in denp zu einmütigem Eintreten für den bürgerlichen Stichwahl- kandidaten 'Dr. v. H e l m o l t aufgefordert wird.

Auch der Deutsche Bauernbund fordert hierztz mit folgenden Worten auf:

Wir möchten es unseren Freunben ans Herzlegen, in der Stichwahl nick)t nur M au n für Mann den Kan­didaten des Bundes der Landwirte zu wählen, sondern auch auf andere Wähler in diesem Sinne einzu­wirken."

Der Wahlausschuß der fortschrittlichen Volks« partet dagegen fordert die linksliberaten Wähler auf, in. der Stichwahl aus tattifchen Gründen für den fozialdemo- kratifcheu Kandidaten Bus old einzutreten, um den in, der tzauptwahl begonnenen Kampf gegen rechts fortzusetzen:..

49 928 510 100,uu 10o,u)

Der Kflifer unö England.

£ London, 20. Juni.

TieDaily Mail" kommt in einem ausnahmsweise sehr sympathisch geschriebenen Leitartikel auf die Erkran­kung des deutschen Kaisers zu sprechen und drückt zunächst den deutschen Vettern ihr Beileid aus. Das Blatt inbet es vollständig natürlich, daß bei dem regen Anteil, )en der Kaiser immer an allen wichtigen Angelegenheiten zu nehmen pflege, auch eine vorübergehende Unterbrechung einer Aktivität mit einer gewissen Sorge betrachtet werde, auch wenn man, wie es hier, Gott sei Dank, der Fall sei, genau wisse, daß es sich um nichts Ernstes und BedeuNiches anbele. ,

Der deutsche Kaiser, so fährt dieMarl" dann fort, hielt eine so hervorragende und wichtige Rolle auf dem Welttheater, daß sogar eine vorübergehende Indisposition einerseits allerwegen zu Sorgen Anlaß 'gibt. Wir in diesem Lande haben einen besonderen Grund, ihm alle unsere -Lyrn- pathien zuzuwenden, denn wir erinnern uns nicht nur, daß er em Mitglied unserer eigenen königlichen Familie ist, sondern daß er auch kürzlich an unserer Nationaltrauer einen so großen Anteil genommen hat. Was immer für Streitigkeiten zwischen den beiden Döaiionen entstehen mögen, wir werden niemals unsere Bewunderung für Kaiser Wilhelm vergessen. Jedes Nachlassen seiner Attivität würde cm großer Verlust sein und zwar nicht mir für Deutschland allein, sondern für die ganze Welt, denn wenn er auch ge­legentlich Anlaß zur Beunruhigung gibt, so besitzt er doch auch gleichzeitig wreder einen ganz außerordentlich wirkenden Einfluß, der es seinen Kritikern und seinen Gegnern un­möglich macht, sich allzulange in dem Gefühl der Sicherheit in imegen und sich der Ruhe hinzugeben, die daraus erwächst. Unsere Nation verdankt dem Kaiser Wilhelm außerordentlich viel. Mebr denn irgend ein anderer Mann oder irgend ein Ereignis hat er uns aus dem Schlaf geweckt, der aus dem allzulangen Wohlergehen entstanden war. Er hat dadurch, daß er uns einen energischen Konkurrenten schaffte, uns wieder zur Handlung und zu ernstem Nachdenken gezwungen. Ebenso wie Deutschland brauchen wir einen Kaiser Wilhelm, und wir können nur hoffen,-daß er uns recht lange erhalten werde, unt uns daran zu erinnern, daß die Welt nicht für die Trägen und die Furchtsamen geschaffen ist.

Die neuerliche Erkrankung Kaiser Wilhelms hat Anlaß zu verschiedenen, natürlich sehr übertriebenen Gerüchten üb er­ben Ernst des Leidens Anlaß gegeben. Die Londoner Presse bat sich, von einigen Ausnahmen abgesehen, aber diesmä etwas mehr zurückgehalten als gewöhnlich und von der Veröffentlichung solcher unkontrollierbarer Gerüchte abge­sehen. Gestern behauptete jedochReynokia Newspaper" zu wissen, daß ein Herr aus der Umgebung des Kaisers, Der gegenwärtig in England weile, bestätigt habe, daß das Leiden, welches den Kaiser jetzt an sein Zimmer fessele, schon seit Längerer Zeit zu Sorgen Anlaß gegeben habe. Während seiner letzten Anwesenheit in England habe der Kaiser bereits einen Anfall davon gehabt, aber es fei der ärztlichen Kunst damals noch gelungen, die Krankheit so schnell zu beheben, daß der Kaiser nach Deutschland zurück- tehren konnte. Tas Blatt fügt hinzu, daß nur em Mann mit einem eisernen Willen, wie ihn der Kaiser besitze, es hätte fertig bringen können, so an allen den Beisetzungs- feierlichkeiten tei^zunehmen.

Altersklassen gegeben: unter 14 Jahren . 14 bis 39

30 biß 60

60 und darüber . unbekannt . . . insgesamt " ' 7

Zinnlandr Geschick.

Im ruft. Reichsrat führte Ministerpräsident Skoly- ?in in einer Rede über die Gestaltung der Verhältnisse Finn- lands aus: Ter Geseyentivurf über Finnland sei bereits von allen Seiten beleuchtet worden. Gegenwärtig halte er ür notwendig, die Aufmerksamkeit auf die prinzipielle Seite der Frage zu richten, weil russische Opponenten, wie auch ausländische, den Negierungsentwurf als eine grobe Rechtsverletzung betrachteten. Die Negierung müsse vor allem das Interesse Rußlands im Auge haben und nur die Hintansetzung der russischen Interessen ür schmählich halten. Der Beweisgrund der Gegner be- tehe außer den Hinweisen auf die unerschütterlichen schwe­dischen Gesetze und auf die Unmöglichkeit, die finnische Konsti­tution ohne Zustimmung der Finnländer zu verletzen, noch darin, daß Artikel 2 des russischen Grundgesetzes auf be- ondere Bestimmungen Finnlands verweise. Diese Bestimm nungen könnten ohne den finnischen Landtag nicht aufge­hoben oder abgeändert werden. Ich kann erklärte Sto­lypin nicht zugeben, daß eine allgemein staatliche Frage Sache einer autonomen Provinz sei. Den Vorschlag, eine solche Frage zuerst durch den Landtag und sodann durch unsere gesetzgebenden Institutionen zur Entscheidung zu. bringen, wurde ich für fruchtlos halten, erstens, weil c# fetten gelingt, auf solche Weise eine Entscheidung herbeizu- ühren, und weil zweitens nach Ansicht der Finnländer selbstz auch dieser Weg kaum weniger gegen die Konstitution ver­stößt als der von der Regierung vorgeschlagene. Der juri­dische Standpunkt in der finnischen Frage ist äußerst frage, und fick) darauf zu stützen ohne Rücksicht aus die politischen, ökonomischen und historischen Elemente würde sehr gewagt fein. Im Wege paralleler Gesetzgebung würde es unmög­lich sein, die russischen Reichsinteressen zu wahren. Eine solche Eesetzgebung konnte nur damals erfolgreich fein, als einerseits die Landtage nicht berufen wurden und wir ander­seits keine repräsentativen gesetzgebenden.Institutionen be­saßen. Ms diese patriarchalischen Zustände vorüber waren, als man begann, die Landtage zu berufen, und als diese an­singen, sich mit Fragen zu beschäftigen, welche die nllfischen Jnlcressen emvfindlich berührten, da begann sich sofort die gebieterische Notwendigkeit einer allgemeinen Reichsgesetz­gebung fühlbar zu machen. Die Landtagsordnung, die irrt Fahre 1906 ausgearbeitet wurde, hatte mit der allgemeinen Reichsgesetzgebung unbedingt nichts gemein. Die gesetzgeben­den Institutionen des Reiches können den provinziellen Jn-- ftiiutionen nicht gleichgestellt werden, sondern müssen eine Kompetenz über jebe andere Kompetenz besitzen. Rußland, ist lein Vernichter der Kultur. Rußland schreitet selber auf dem Wege seiner Bervolllommnnng kühn vorwärts. Ruß^ land ist nicht bestimmt, nur ein Nährboden für fremde Kultur und für fremde F-ortfchritte zu werden. Jetzt müssen die Gesetzgeber entscheiden, ob die allgemeine ReichsgesetzgebunL zugunsten des finnländischen Provmziallandtags aufzugeben ist oder ob sie es für ihre Pflicht halten, das zu bewahren» was dem ganzen Staate gehört.

25 063

1 059 795

572 450

79 225

180 817

: Gemeinden

geberzettel-Held hat einen neuen Fußtritt erhaltens«ht >en Füßen nach vorn hinausgeworfen" usw. -so ubt jeder seinenGeist" in Rocheforlscher Form, um eine ge­hässige Gemeinheit vorzubringen. Die Schlüsse stimmen darin überein, daß der alte-Eombismus und dasBloctum eine schallende Ohrfeige erhalten hätten. Und der Miß­erfolg hätte darum eine besonders attueUe Bedeutung, wer! der General Andre von dem Exelutivkomitee der radikaler und sozialistisch-radikalen Partei energisch gegen seinen links- republilanischen Widersacher unterstützt wurde, tatsächlich ist der neue Senator Dr. Ehauveau ein recht guter Republi­kaner, der mit vielen Radikalen in der Vertverfung des Unterrichtsmonopols und in dem Verlangen nach der Pro- wrzvertretung übereinflimmt, also deshalb noch keineswegs u der Opposition gerechnet werden darf. Peinlich bleibt die neue Mederlage des ehemaligen Kriegsministers für )ie Sozialistifch-Radilalen allerdings und so wird ihnen auch von befreundeter Seite der Rat gegeben, nicht unmög­lich Gewordene ob mit Recht ober Unrecht, bleibe bahrn- gestellt dem allgemeinen ober dem beschränkten Stimm­rechte gewaltsam aufhalsen zu wollen. Sieht man aber bre Lache unbefangen an, so steht ber General Andre unter dein Bann eines bedauerlichen Irrtums der Massen, die daran festhalten, in ihm den Urheber der Angeberei in der Armee zu sehen, die ohne sein Mittun fron seiner Umgebung ge­fördert wurde.

Sowohl unter den Erwerbstätigen als auch den Angehörigen ohne eignen Hauptberuf zeigt sich bas gleiche Verhältnis emes geringeren Anteils der Kinber und ber Alten und enter höheren Besetzung der mittleren Altersstufen in den Großstädten gegen­über dem Reichsburchschnitt. Unter ben Erwerbstätigen der Groß­städte sind 0,24 vH. Kinder unter 14 Jahren unb 4,29 vH. 60 Jahre und darüber, in den übrigen Gemeinden ist ber Verhältms- anteil bet Kinder 1,31 unb der Alten 7,76 vvn ber Gesamtzahl der Erwerbstätigen. Das gleiche Büd geben die Verhältniswahlen für die Angehörigen. Von 100 Angehörigen in den Grotzstadteu inb 56,02 Kinder, 16,99: 14 bis 30 Jahre alt, 24,00: 30 btt, 60 Jahre alt unb 2,99 älter, während von den Angehörigen tm Übrigen Reichsgebiete 66,24 auf Kinder, 11,98 auf 14- bis 30- fährige, 17,80 auf 30 bis 60 Jahre alte und 3,98 vH. auf über 60 iährige entfallen Die frier Bevölkerungsgruppen, die sich nach ihrer Beziehung zum .Hauptberufe bilden, verteilen sich nämlich nach dem Alter in folgender Weise:

Die Betrachtung ber Anteile der Altersstufen an der Zahl der Erwerbstätigen der einzelnen Berufsabteilungen in den Grotz- städten gegenüber denen in den übrigen Gemeinden gestaltet sich ebenso wie die Verteilung für die Erwerbstätigen ^7" (eine Ausnahme macht allein die Altersstufe 16 btö 30bei ber Berufsabteilung D . Der Zahl nach verteilen ,ul) bic Erwerbs­tätigen der Altersklassen auf die Berussabte.iluugen wie folgt: Berufs- unter 16 16-30 30-50 50-70 70u.dar. unbek.

Gesamtzahl ber int Reiche gezählten Erlverbö- tätigen ber beiden BeruiSabieiluiigen C unb D die tn ber Groß­stadt lebenben, im Handel und Verkehr erwerbend Tätigen etwa^ über ein Tritte! und die mit Lohnarbeit wechfelnber Art ,ich Ernährenden sogar nahezu die Hälfte aller im Reiche betragen, so ist auch der Anteil jeder der einzelnen Altersklanen ber grotz- städtifchen Erwerbstätigen dieser beiden Be^ifsabteckungen am größten, den Durchschnitt des Anteils der Großstädter an per ReichSbevöllerung am wertesten überftetgenb. Den Hochstgmeil fron 47,85 vH. aller Erwerbstätigen der gleichen Berufsabteüung und der gleichen Altersstufe erreichen die 30- bis oOiabngen Lohnarbeiter wechselnder Art rDt m der Großstadt und untet den Erwerbstätigen des Handels die grotzstäbttichen E-Perionen der Altersklasse 16 bis 30 (mit 43,7/ . Unter beu 50- bis 70- jäbrigen Personen ber Abteilung D entfallen 42 80 derun Reiche gezählten auf bic Großstadt. Die entlfrrechende Zahl Tur bic 16 bis 30 Jahre alten großstädtischen.Lohnarbeiter (wechiel^r Art und persönlicher Dienstleistung stellt sich mit 41,98 vH. unb für die in der Großstadt gewählten jugendlichem , lnc im .Handel beschäftigt sind, auf 40,46. Die 30- bis i>0 mbrigen und die 50 bis 70 Jahre alten S^stadtuchen nnHanbelBrrm^ tätigen überragen auch noch den Durch,chnitt weitaus, die Groß­städter umer ihnen machen 38,75 bezw. 34,39 vH. der im Reiche ermittelten gleichaltrigen Berufsgenosstn aus.

Von der Gesamtbevölkerung der Großstädte ,md 6,875 Mil­lionen ledig, 4,261 Millionen verheiratet (oder getrennt lebend) und 656 050 verwitwet oder gerichtlich gegeben. Diele Zahlen verteilen sich auf Otc Bevölkerungsgruppen in folgender JBeiie: ledig verheiratet verwitwet 2 461 226 388 509 245 962

3 779 341

Sine Schwester der Kaiferm gestorben.

Karlsruhe, 21. Juni. Prinzessin Feodora zu Schleswig-Holstein, die jüngste Schwester der Kaiserin, ist heute vormittag in Ober-Saßbach bei Ach em, wo sie zum Besuche der Freifrau fron Roeder wellte, an Herzschwäche gestorb en.

Prinzessin Feodora ist am 3. Juli 1874 geboren, sie war unvermahlt. .

Heber die Todesursache meldet uns uoch ein Telegramm : Lber-Saßbach, 21. Juni. Die Prinzessin weilte seit drei Wochen bei Freifrau von Roeder in der Billa Hoch selb. Sie war gestern zur gewohnten Stunbe aus. gestanben unb hatte sich noch mit ihrer Umgebung unter- hallen: gegen 10 Uhr wurde sie fron einem plötzlichen Unwohlsein' befallen unb bewußtlos. Man telegraphierte sofort an ben Bezirksarzt Tr. Schneider in Achern, ber al-bald hier ein traf, aber nur ben inzwischen eingetretenen Tod feststellen konnte, ber anscheineub infolge von Em­bolie eingetreteu ist. ...

Die Kaiserin hat sich mit ber Prinzessin ^riebrrch Leopold nach Dber-Saßbach begeben, wo bic Ankunft heute früh erfolgte. Auch ber Kronprinz und Prinz Ab al­bert von Preußen sinb hierher abgereist._________

ver Rückgang de; Lombismus in Zranireich.

O Paris, 21. Juni.

Tie neue Wahl nieder läge des Generals Andre, ber in der Lote b'£r für ben bnrch den Tob des Radikalen Ricard erledigten Senatorensitz erfolglos kandidierte, wird, wie man nicht anders erwarten konnte, von der nationalisti­schen unb klerikalen sowie auch ber gemäßigten Preße reich­lich ausgebeutet, um alle eureitfrarjen wieber heroorzuzerren. Tas merkt man schon an ben Tttellt, wieDer alte An-

882 058

3 251 536

3 299 994

2 121 496

256 261

750

561 374

3 630 337

3 142 203

1 039 353

74 956

811

76 575

718 216

904 808

361 404

31 614

879

19 970

94 632

86 337

59 969

6 756

40

18 282

682 871

364 369

143 002

13 677

268