Nr. 166
Zweites Blatt
Dienstag IS. Juli 1910
GWner Anzeiger
Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags.
General-Anzeiger für Oberheffen
160. Jahrgang
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäis - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: ey^5L Redaktion: 112. Tel.-Adru AnzeigerGießen.
e Die „Gießener Familienblatter" werden dem ) »Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Krcisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal.
srwuuti niLMwmmi
Gautnrnsest des Gaues wetterau.
--M Friedberg, 17. Juli.
Deute fand das 17 Gauturnfest des Gaues Wetterau, sowie das 25jährige Stiftung3feft des Turnvereins Frrcdberg-Fauerbach hier statt. Am Mittag bewegte sich in praästvoller Zug durch die festlich geschmückten Straf;en. Zuerst kam der Faucrback>er Radfahrer-Verein mit bund- gefchniückten Rädern, dann folgte der Stadtrat, die Festjung fr aucn, die Schule sowie ein Wagen des Vaters Jahn. Damr folgten die fremden Turnvereine sowie viele Vereine von Friedberg und Fauerbach. Aufsehen erregte der Postunterbeamten-Verein, der sich in Uniform saft vollzählig dein Zuge angeschlofsen hatte. Die Musik lvurde von der Rtusikakademie gestellt. — Auf dern Feftplatz hielt der Gauvorsitzende Wilh. Dorsch von Wölfersheim die Festtede. Hierauf trug der Gesangverein Eintracht- F-anerbach mehrere Lieder vor. Pfarrer Zatzmann, Friedberg- Fauerbach ermahnte die jungen Turner, für ihr körperliches Wohl zu sorgen und schilderte den Werdegang des festgebeirden Vereins seit den 25 Jahren seines Bestehens. Sein Hoch galt den För- dercrn des Turnens, dem Kaiser und dem Grvßherzog. Fräulein M c i s r n g c r * Fauerbach überreichte dem Turnverein eine Schleife mit einer Ansprache. Der Präsident Heinrich Bilasch nahm das Geschenk mit Dairk an und brachte ein kräftiges Gut Heil aus dre Stifterinnen aus. Hierauf führten die Festjungfrauen Fauerbachs einen Stabreigen vor, der großen Beifall fand. Zuletzt kam auch das Vergnügen zur Geltung.
DaS Weitturnen hatte folgendes .Ergebnis: Oberstufe:
1. Preis Wilh. Margraf-Dortelweil mit 1427s Punkten, 2. Heinr. Meisinger-Ober-Wöllftadt 141, 3. Rud. Stubs-Afsen- hcim 1341/3, 4. K. Birkenstok-Assenheün 1327s, 5. Willi Löb- Dorheim 1317s, 6. Hch. PH. Hof^Ober-Wöllstadt 1297s, 7. Fr. Appel-Dorheim 1287s, 8. Fr. Müller-Dortelweil 128, 9. Heinr. Krämer-Heldenbergen 126, 10. Fr. Schütz-Fauerbach, Otto Fertia- Bruchenbrucken 121, 11. Albert Eimer-Reichelsheim 1197z, 12. Ferd. Rosch-Kaichen 119, 13. Karl Binz-Leihgestern (Frisch Aus) II72/3, 14. PH. Hirth-Afienheim 1177z, 15. Karl Gilbcrt-Dortel- well 117, 16. 3tud. Bopp-Wölfersheim (Frisch Auf) 1147s, 17. Franz Meisinger-Ober-Wöllftadt 114, 18. Ernst Naumann- Bleichenbach 1127s, 19. Otto Deckmann-Bleichenba ch 1117s, 20. PH. Klse-Wölfersheim (Frisch Aus), PH. Bretz-Ober-Wöllstadt 1107s, 21. Karl Koch-Nieder-Florftadt 1097s, 22. PH. Kunz- Dortelweil 109hz, 23. Georg Dousian-Heldenbergen 1087s, 24. August Roth-Dorrelweil, PH. Heß-Dortelweil 106hz, 25. Joh. Hof- Ober-Wöllstadt 106, 26. Aug. Thomas-Fauerbach-Friedberg 10ö2/3, 27. Wilh. Brückmann-To rtelweil 1057s, 28. Wilh. Leonhardi- Groß-Karben 'Vorwärts) 1042/s, 29. Gottl. Ho sm ann-R 0 dhe im v. d. H. 103^3, 30. Friedr. Eberhardt-Rodheim v. d. H. 103, 31. Friedr. Bellinger-Erbstadt, Heinrich Ernft-Fauerbach-Fried-- berg, Friedr. Nrckel-Rodheim v. d. H. 102, 32. Heinr. Baumaun- Erbstabt, Otto DÜillcr-Reichelsheim 1017s, 33. Otto Gräf- Reichelsheim 109, 34. Karl Westerweller-Bruchenbrücken 99, 35. PH. Stötzer-Nieder-Roßbach 987s, 36. Heinr. Knaub-Echzell, G. Stumps-Fauerbach, Otto Binzer-Pohlgöns, Wllh. Scpfried- Kaichen 98, 37. Heinr. Roth-Hcldenbergen 96, 38. Wilh. Appel- Wölfersheim (Frisch Auf) 957s, 39. Karl Heizberger-Dortelweil 95, 40. Peter Thäter-Kaichen 947s, 41. Tobias Weisbecker-Heldenbergcn 94, 42. Heinr. Wilhelm Wagner-Wohn- bach 932/3, 43. Karl Becker-Rodheim v. d. H. (Turngem.) 93, 44. Otto Heß-Leihgestern (Fisch Auf) 917z, 45. Einil Eberhard- Rodl)<nm v. d. H., Will). Ries-Wölfersheim (Frisch Auf) 91, 46. Emil Wehrheim-Rodheim (Turngemeinde) 907s, 47. Hermann Heßler-Wölsershelln (Frisch Auf) 90, 48. Otto Grau l-Bl eiche n- bach 88, 49. Ludw. Mogk-Echzell (Teutonia) 877s, 50. Konrad Dlüller-Schroalheim 862/3, 51. Wilh. Müller-EckMll (Teutonia) 8613, 52. Georg Fritzges-Beienheim 842/-, 53. Otto Zöller-Pohl- Göns (Frisch Auf) 83, 54. Heinr. Kraft-Bruchenbrücken 817s, 55. Heinr. Binzer-Pohl-Göus (Frisch Auf) 80r/z.
Unterstufe:
1. Preis Willi Schäfer-Fauerbach-Friedberg mit 139 Punkten, 2. Peter Gersin-Bruchenbrücken 1357z, 3. Gg. Reitz-Leihgestern l Frisch Auf) 133, 4. Karl Heier-Schwalheim 1327z, 5. Ludw. Volk-Pohl-Güns (Frisch Auf) 1297s, 6. Karl Wien-Holz Haufen 1282/s, 7. Wilh. März-Nieder-Florstadt 127, 8. Otto Schul-Nieder- Florstadt 1232/3, 9. Richard Hildebrand-Nieder-Florftadt 1237z, 10. Karl Heß-Burggräfenrod 123, 11. Anton Billasch-Fauerbach- Friedberg, Heinr. Hirsch, Nieder-Florstadt 1227s, 12. Ph. Fcrtig- Assenhcim, Otto Wolf-Berstadt, Wilh. Ulrich-Rodheim v. dH. (Turngem.) 1217s, 13. Konr. Schneider-HoÄveisel, G. ^-chmidt- Ni?der-Florstadt 121, 14. Hch. Volk-Leihgestern 1197s, 15. Karl Ktunz-Tortelweil, Wilh. Blecher, Rodheim v. d. H. (Turngem.) 1197s, 16. Christian Waimar-Schwalheim 118«/», 17. Rud. Köhler- Gettenau II72/3, 18. Wilhelm Heß-Bleichenbach 1177s, 19. Richard Schwab-Berstadt 1167z, 20. Otto Wagner-Leihgestern 116, 21. Karl Wetter-Heldenbergen, Wilh. Michel-Bruchenbrücken 1157s, 22. Ldw. Kimpel-Assenheim 112, 23. Willi Stork-Rendel, Georg. Schmidt- Nieder-Florstadt 1117s, 24. Wilh. Rühl-Berstadt 110, 25. Wilh. Rau-Berstadt 109, 26. PH. W0lf-Nieder-Florstadt 109, 27. Wilh. Alt-Nieder-Florstadt 1087s, 28. Richard Michel-Bruchenbrücken, Rudolf Brück-Wohnbach 108, 29. Wilhelm Schmidt-Nieder-Flor- ftadt IO72/3, 30. Hugo Wmzel-Gettenau, Heinr. Ulrich-Ober- Wöllstadt 1077z, 31. Ad. Eckhold-Reichelsheim, Karl Schmidt- Reichelbheim 107, 32. Karl Schmidt-Fauerbach-Friedberg IO62/3, 33. Jul. Wehrheim-Rodheim v. d. H. (Turngem.) 1067s, 34. Jean Bernhardt-Ober-Roßbach 106, 35. Karl Atohr-Dortelweil, Aug. Baumann-Erbstadt 1057s, 36. Karl Diehl-Pohl-Göns (Frisch Auf) 1057s, 37. Albert Fäth-Berstadt 105, 38. Gg. Dem-Leih- geftern 104, 39. Heinr. .Dämon-Hoch-Weisel 1032/z, 40. Heinr. Schwelzer-Assenheim 103, 41. Adolf Meub-Reichelsheim, Otto Bopp-Berstadt, Richard Treutel-Rodheim v. d. H. (Turngem.) 1027s, 42. Friedr. Eberhardt-Groß-Karben 1027s, 43. Karl Barth- Gr.-Karben 102, 44. Rud. Holler-Echzell 1017s, 45. Th. Hock-Ober- Roßbach 1017z, 46. Fr. Herzberger-Dorheim 101, 47. Emil Köbel- Rodl-eim v. d H. (Turngem.) 1007s, 48. Theodor Graß-Nwder- Florstadt, Jos. Müller-Rodheim v. d. H. iTurngem.) 1007s, 49 Richard Wolf-Berstadt 100, 50. Heinr. Silberllng-Rendel 997z, al Wilh Graul-Bleichenbach, Wilh. Breiwnefer-Affenhecm, Heinr Muhl-Weckcsheim 997s, 52. Jof. Roth-Heldenbergen, Guft Rcaley-Reichelsheim, Gust. Schultheiß-Echzell 99 53 Anton Groh- Rieder-Roßbach 987», 54. Otto Wehrmann-Lechgestern, Wilhelm Rieslettenau 987s, 55. Friedr. Aller-Berstadt, Otto Rres- Weckesheim, Wilh. Hofmann-Holzhaufen v. d. H. 98, 56. Thomas Stock-Dortelweil 977».
49. Wanderversammlung des Gberhesstschen vienen- züchtervereins.
(Nachdruck, auch im Auszug, verboten.)
r. Schotten, 18 Juli
Gestern und heute fand die Versammlung Heer auf der schützen- balle statt, der erste Tag war mehr lokale Feier, heute Ber amm> lung der auswärtigen Bienenzüchter. Der Vorfttzende Lehrer Buß- Leihgestern begrüßte am Sonntag die aus Schotten und der Umgegend anwesenden über 1000 Festbesucher, woraus Geh. Reg^° Rat Schönfeld, als. Ehrenolwsitzender eine längere Ansprache
hielt, die dem Bienenzüchter und auch den Nichtzüchtern lvesent- liche Aufschlüsse über den Wert und die Verwendung des Honigs gab. Der übrige Teil des Sonntags galt als festliche Veranstaltung. Auch heute ergriff zunächst Geh. Rat S chö n f e l d das Wort zur Begrüßung in gleich beherzigenswerter Weise, die des poesievollen Anhauchs nickst entbehrte und mit der Versicherung des Redners, mit aller Kraft für die Förderung der Sache eintreten zu wollen, von den zahlreich erschienenen Imkern mit Begeisterung ausgenommen wurde. Lehrer Buß-Leihgestern dankte dem Herrn Schönfeld für die Ehre, die er dem Oberheff. Bienenzüchterverein erwiesen habe, und bat die Versammlung, der Ernennung des Geh. Rats Schönfeld als Ehrenmttglied zuzu- sttmmen. Schotten ist das Larrd, wo Milch und Honig fließt, die Trachtverhältnisse find für die Bienen die denkbar günstigsten; vielleicht wird sich mancher Imker dazu entschließen, hier seinen Wanderftand aufzuschlagen. Im Deutschen Reich werden noch für 32 Mlllionen Mark Honig eingeführt, dazu die lebenden Völker und Wachs; die Imker müssen immer noch mehr tun, daß der Honigreichtum Deutschlands mehr ausgenutzt wird, so daß das Geld im Lande bleibt, aber auch die Volksgesundheit hiervon profitiert. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Schottener Vereins, Oberpostassistent Pfeifer, wurde zur Erledigung der Tagesordnung geschritten. 'Der Mitgliederstand betrug 1908 966 Mitglieder, 1909 991 und 1910 über 1000. Seit der letzten Tagung ist der Verein um 50 Mitglieder gewachsen. Die Bezirksvereine Lauterbach und Schlitz haben sich neu angeschlossen. Der Rechnungsabschluß der vorigen Wanderversamm- lung in Altenburg bei Alsfeld ergab einen Reingewinn von 200 Mk., im übrigen ist der Vermögensstand deS Vereins günftig. Bezüglich der Haftpflicht dritten gegenüber sind die Mitglieds durch den Hauptverein ffedeckt, er kommt für etwaige Schäden auf und hat im vorigen Jahr drei Ansprüche zur Erledigung gebracht. Der Voranschlag für 1910 balanziert in 3016,93 Mk. in Einnahme und Ausgabe. In der Besvrechung betont Lehrer Hensel- Hirzenhain, daß der Kursus zur Unterweisung der Imker geändert werden müsse, es müsse ein Kursus für Anfänger und ein solcher für angehende Züchter eingerichtet werden. Lehrer Buß sagt, daß der Oberhesfische Bienenzüchterverein mit an der Spitze aller derartigen Vereine stehe. Er befürwortet den Anfängerkursus, der auch von der Versammlung genehmigt wird. Bei der Frage, ob man nicht einen staatlichen Zuschuß herbeiführen könnte, teilt Landtagsabg. Dr. Weber mit, daß der Landwirtschaftskammer für landw. Zwecke 80- oder 100 000 Mk. vom Staat überwiesen seien; von diesem Betrag müsse ein Teil abgezweigt werden, wenn der Bienenzüchterverein auf Unterstützung rechnen will, der Verein müßte sich an die Vertreter in der Landwirtfchaftskammer wenden, die int Verein mit der Ständekammer dahin wirken könne. Lehrer Buß hat sich bereits an den Vorsitzenden des Landwirt- schaftskammer-Ausschusses gewandt, das Gesuch mußte aber ab- gewiesen werden, indessen sind von dem landw. Verein für Ober- hessen für 1909 und 1910 je 30 Mk. bewilligt worden. Der Oberhess. Bienenzüchterverein wird demnächst ein eingetragener Verein werden, wozu eine kleine Satzungsänderung nötig wurde, ein Neudruck der Satzung wird demnächst der „Biene" als Sonderbeilage beigegeben. Der Kursus 1909 wurde von 18 Herren besucht^ Erstrebenswert sei, daß der reine deutsche Bienenhonig von Staats wegen geschützt werde. Int deutschen Jmkerbund müsse mehr Einigkeit herrschen, auf der demnächstigen Versammlung des Bundes in Kassel werden sich verschiederie Meinungsverschiedenheiten klären. Int nächsten Jahre findet die 50 jährige Jubiläumsfeier des Vereins statt, als Feststadt wurde Gießen gewählt. — Das Publikum kommt immer mehr zum Verbrauch des echten Honigs, nachdem es die Wertlosigkeit der Kunstprodukte einsehe; das Depot in Gießen werde zwar nicht in dem gervünschten Maße benutzt, aber dennoch sei der Verbrauch an Honig in Gießen rege. Vielleicht lasse sich ein zweites Depot mehr in der Mitte der Stadt einrichten, auch sind Besttebungen im Gange, den Absatz des Honigs der Vereinsmllglieder in Frankfurt in die Wege zu leiten. Das Erträgnis des Jahres 1910 fei leider nicht in der gewünschten Höhe eingetreten, doch kann ein guter Nachsommer noch manches einholen.
Hierauf hielt Lehrer Hensel-Hirzenhain einen Vortrag über Königinnenzucht. Wesentlich sei die Vermeidung des Ankaufs von fremden Bienenrasfen, weil dadurch sehr leicht Krankheiten übertragen werden können, besonders die Faulbrut. Das peste Volk, das den größten Ertrag bringt und doch volkreich ist, wird anfangs Juli entweiselt. Die Königin kommt mit ein paar Waben in ein Reservekästchen, denn es wäre schade, eine solch wertvolle Mutter zu vernichten. Arn 7. Tage nimmt man das entweiselte Volk auseinander, bildet 2—3 Reservevölkchen mib schneidet in diese Reservevülkck^en von den Weiselzellen ein. Um eine gute Rasse zu erzielen, hangt man den besten Völkern schon anfnügs Juni eine Drohnenwabe ein, während man bei den weniger guten Völkern alle Drohnenentwicklung unterdrückt. Nur dadurch kann man versichert sein, daß man auf feinem; Stande allmählich eine Rasse züchtet, die das beste leistet.
Herr Heck berichtet, daß er den Versuch gemacht habe, aus den Larv' en die drei Lebewesen Königin, Drohnen und Arbeitsbienen zn erzielen, der Versuch sei völlig gelungen. Die alte Theorie, daß die Königin dreierlei Eier lege, sei damit widerlegt. Herr Adam hebt die Schattensellen hervor, die dem Züchter bei der Durchführung der Zuchtwahl nach Hensel'schem Verfahren erwachsen, indem die Drohnen ftemder Völker die Königinnen des eigenen Standes befruchten können, sofern man nicht völlig abseits wohnt. Deshalb fei eine gute Drohnenzncht Bedingung; man solle sich an die Reinzucht für deutsche Bienen des Herrn Hensel wenden. Vorsitzender Buß wünscht, daß man sich bei den Ausstellungen des Oberhessischen Obstbauvereins mit Produkten der Imkerei beteiligt, was von dem Landwirtsck-astskammer- Ausschuß genehmigt worden sei. Solche Ausstellungen finden statt in Lauterbach vom 23.—26. September, auf der Gehspitze bei Groß-Karben am 1. und 2. Oktober, in Echzell am 8. und 9. Oktober, in Grünberg am 15. und 16. Oktober. — Zur Prämiierung bei der Ausstellung des Deutsck)-österreichischeu Bienenzüchtervereins werden 50 Mark bewllligt, der gleiche Betrag für die Ausstellung in Kassel. Damit war die Tagesordnung erledigt, die Tellnehmer besichttgten die Ausstellung, inurben aber durch einen schweren Regen alsbald wieder in die Halle zurückgedrängt. Bei der Festtafel brachte Geh. Rat S ch ö n f e l d das Hoch auf Kaiser und Landes fürst aus, Bürgermeister K r 0 m m begrüßte die Versammlung für die Stadt. Herr Buß verflocht mit feinem Dank die Versicherung, daß er die Hoffnungen auf die Ausstellung übertroffen gefunden habe, er gesteht, daß die vorjährige Ausstellung in Altenburg in verschiedener Hinsicht übertroffen fei. In Schotten reiche sich alles bei solchen Veranstaltungen die Hand. Das Arrangement der Ausstellung juurbe lobend erwähnt. Runk-Okarben gab noch einige Stückchen aus dem Leben des Bienenzüchters in Humoristtscher Weise zum besten. Die heutige Nachfeier trägt ebenso wie gestern den Charakter eines Volksfestes, an dem sich die Einwohnerschaft beteiligt. Der veranstaltende Verein und dessen Ausschüsse finden iforc mühevolle Ar bell reich belohnt.
Das Ergebnis der Prämiierung ist folgendes: A. Lebende Völker. Schmidt-Vlllingen 1. Pr. und 25 Mk., Rahn- ckiudingshain Ehrenpr. und 5 Mk, Becker-Eschenrod G.-Pr. u. 5 Mk, R. Keck-Gedern E-Pr. u. 5 Mk, Hennrich-Aorsdorf Dipl u. 5 Mk, Bohner-Trohe 3. Pr. u. 5 Mk, H Keck Wwe.-Nidda Dipl. u. 8 Wk, Pfeifer-Schotten, .Dipl. —- B. Wohnungen: H.
Schminke-Sachsenburg (Waldeck) E.-Pr., H. Keck Wwe.-Nidda 1. Pr. u. 10 Mk, R. Keck-Gedern 2. Pr. u. 8 Mk., Dinges-Fischer-Glashütten 2. Pr. il 3 Mk, Franz-Nidda 4. Pr. u. 3 Mk., Müller- Rudingshain 4. Pr. u. 3 Mk — C. Honigschleudern und WachS- pressen: Buß-Wetzlar E.-Pr., Perron-Vilbel 2. E.-Pr., H. Keck Wwe. 3. Pr. il 5 Mk, R. Keck-Gedern 3. Pr. u. 5 Mk, Buß- Wetzlar E.-Pr. — D. Lehrmittel und Dekoration: Hensel-Hirzenhain E.-Pr., Schneider-Schotten Dipl, u 3 Mk, Weitz-Sckwtten Dipl., Schimmel-Egelsbach Dipl. — E. Honig und Wack-s: Pnifer- Schottein Renker-G reden Hain, Fritzges-Götzen, Rahn-Rüdingshain, Appel-Eschenrod, Schäfer-Eschenrod, Kunkel-Eschenrod, alle E.-Pr, Riedel-Assen he im 1. Pr. u. 7 Mk, Spitznagel-Stockheim 1. Pr. il 7 Mk, Heinemeier-Schotten E.-Pr., Keck-Nidda 1. Pr. n. 7 Mk, Keck-Gedern 1. Pr. il 7 Mk, Röper-Salzhausen Dipl., Hünergarth-Büdingen Dipl., Kunkel-Burkhards, Appel-Oberlais, Reinig-Eichelsdorf, Blum-Eichelsachsen, Hippel-Eichelsachsen, Schuhmacher-Schotten, Noll-Oberlais, Kaltenhäuser-Schotten, Jöckel- Grünberg, alle 2. Pr. u. 5 Mk, Maurer-Heuchelheim, Becker- Eichelsachsen, Köhler-Pohlgöns, Hofmann-Freienseen, Dambmann: Rainrod, Hausel-Eichelsachsen, alle 3. Pr. u. 4 Mk
Der Lisenbahnunsall bei Zreiburg.
Freiburg i. 93., 18. Juli. Von amtlicher Selle wird zu der gestern von uns mitgeteilten kurzer: Nachricht gemeldet: Gestern abend kurz nach 7 Uhr entgleiste bei der Station Littenweiler der Personenzug Nr. 568, der von Neustadt kam. Ein Wagen fiel auf die Seite; von den Insassen erlitten 15 Personen Verletzungen, doch nicht lebensgefährlicher Natur. Nur eine Dame verbrachte man auf Wunsch ihres Mannes in eine Klinik in Freiburg. Nach ärztlicher Aussage handelt es sich um leichte Verletzungen, und zwar Quetschungen. Die ankeren Insassen, meistens Freiburger, erllltcn ebenfalls leichte Quetsch- oder Schnittwunden, diese von den zertrümmerten Wagenfenstern. Um 9 Uhr konnte der Betrieb wieder ausgenommen werden. Das Unglück ist darauf zurückzuführen, daß der Stationsvorsteher die Einfahrtweiche vorzeitig umstellte, gerade als der lange Zug die Stelle noch nicht ganz passiert hatte. "Der Beamte hat den Dienst um 57s Uhr nach halbstmllnger Ruhepause cm» getreten. Der Minister von Marschall, der um 5 Uhr früh eintraf, sand die Aufräumungsarbeiten bereits beendet vor.
Märkte.
Gtcßeu, 19. Juli. Marktbericht. 9(uf heutigem Wochenmarkte kostete: Butter pr. Psd. 1.15—1.20 Mk., Hühnereier 1 St. 8—9 Psg., Enteneier 1 etücf 9 Psg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Käsemane pr. St. 5—6 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,80—1,00 Mk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hahnen pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80 — 2,20 Alk., Ochsenfleisch pr. Psd. 80—88 Pfg., riiindsleisch pr. Pfund 80—84 Psg., Kuhfleisch 70 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 80—96 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 86—88 Pfg^ Hammelfleisch pr. Pfd. 60—84 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 7.00 bis 8.00 Mk., Zwiebeln per Ztr. 8,00—10,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Kirschen per Pfund 40—50 Pfg., Nüsse 100 Stück 50 dis 00 Pfg., per Ztr. 0—00 Mk. Marktzeii von 7—1 Uhr.
F.C. Wiesbaden. Vieh Hof*Marktbericht vom 18. Juli. Auftrieb: Rinder 78, Halber 42, Schase 43, Schweine 274.
Tendenz: Rinder, Kälber, Schafe und Schweine gedrückt.
Preis Durch- pro 100 Pfd. schntttspreis vtbtnb. pro 100 Pfund O ch s e TL h gewuht Gebend» Schlacyc«
Dollfleischlge, ausgemastete, höchsten
Schlachtivenes, höchstens 6 Jahre alt 45—50 81—89 47 85
Junge, fleischige, nicht auSgeniäfiete und
ältere ausgemästete 40—44 73—77 42 75
Mäßig genährte junge unb gut ge
nährte ältere 36—39 71—73 37 72
Färsen, Kühe.
Pollfleischige ausgemästete Färsen höchst.
Schlachtivertes 44—48 82—86 46 84
Bollflelsthige ausgemästete Kühe höchst.
Schlacht,vertes bis zu 7 Jahren. . 39—44 75—80 41 77
keltere ausgemästete Kühe und wenig
gut entwickelte jüngereKühe u. Färsen 35—38 66—69 36 67
Mäßig genährte Kühe und Färsen . . 27—34 56— 64 30 60
Kälber.
Feinste Mast- (Pollmilchmast) unb beste
Saugkälber 59-62 98—103 60 100
Mittlere Ri ast- und gute Saugkälber . 51—58 93—98 54 95
Geringere Saugkälber . . .... 45—50 75—83 47 79
Schaf c.
Mastlämmer und jüngere Masthammel 41—00 82—00 41 82
Schweine.
Pollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner
Lebendgewicht ....... 54—55 69—71 54 70
Pollfleischige Schweine über 2 Zentner
Lebendgewicht 54—55 69—71 54 70
Fleischige Schweine öl—54 66—68 52 67
Es wurden verkauft 311 71 Mk. — 109 Schweine, zu 70 Mk. = 6 Schweine, 69 Mk. — 25 Schweine, 68 Mk. — 69 Schweine, 67 Ms. = 1 Schwein, 66 Mk. — 24 Schweine.
Meteorologische Beobachtungen der Station Gietzen.
Juli
'C
Wetter
1910
bis 18. Juli = 4- 22,7'0.
-- 16,8 eC.
18.
13,1
14,0
13,0
SSW 8 WSW
17,4
17.9
17,6
9
5
10
2
2
2
89
02
87
0«
9“
744,7 1
744,2 |
744,3
"b
G-< S 60
SH
Bf
18.
18.
19.
Höchste Temperatur am 17.
Niedrigste „ , 17.
Niederschlag: = 1,0 mm.
C>UG±
cöjo
85 5
60
Verantwortlich für „Feuilleton" und „Vermischtes,".: I. V.: Augu st G 0 eb.
Freunde und Beim,nie wunder« sich! WonnS a. Rh., 16. Dez. 1909. Ich habe zwei Pakete Bioson verbraucht und zwar in einem Zeiträume von 2 Monaten. Täglich verbrauchte ich etwa zwei Eßlöffel voll Bioson. Dasselbe habe tch genommen zur Mraftigunn bei fortwährendem Nasenbluten. Die Wirkung war sehr gut, denn seit dem (.Gebrauch Ihres Bioson hatte ich kein Nasenbluten inehr, was wohl auf die Siräftigung des Körpers zurückzuführen ist. Die Zlulahmc meines Körpergewichts beträgt ungefähr 10 Pfund, auch das Allgemeinbefinden nmr besser geworden denn mein besseres Aussehen wurde von Freunden und Bekanmen oft erwähnt Die ftr ist und Energie würbe auch gehoben. Bioson schmeckt sehr gut und dtflui -u trinken. Hochachtungsvoll Ehristian Seifert, Frtesettstr. 20. Unterschrift beglaubigt: «Scheuermann. 9iotar. Bwson ist daS beste und billigstL.Krafttguuasmittel- Paket 8$tart ui Apothek-, Drog. Verlangen Sie von dem Btosonwerkb'rankiurt a. M. einc GratiSprvbe und die Broschüren. Befragen Sie IhrenLxmSar-tt'


