nur zu
Freitag 21. Januar 1910
160. Jahrgang
Zweites Blatt
Nr. 17
Erfchetm tö-Nch mit Ausnahme des Sonntag».
end!
der (Srfcr nv
Drama-
Handel
3’ /,•/• Reichsanleihe
3°/,
do.
das Statut
einen anderen
das Ort 3®
gl/, W'
ud» 9 /»
116.40
■; 100.00
Aktien:
Börse, 20. Januar. A-ntaaystaraa.
165.30
Walleniels, gegenüber der
0410 55.10 04.20 85.15
9320
93.00 99 85
99.10
95.85
180.60
138.1.0
258.20
107.50
138.25
213.25
221 90
131.90
214.00
201.00
103.00
111.90
184.40
138.60
258.20
153.50
1.8.50
165 40
211.90
angenommen.
Bon Christoph Schmidt ist ein
214.00
201.50
23.50
102.50
.«7 252.00 ... 116.10
50 und
■r Musikalien- ‘ Abendkasse
441
*amm.
’» von:
on> Alexander
n> Rideainus lQdwig Thuma’,
mit der Sache weiter keine Zeit zu verliere,!. •
Stadw. Grünema ld meint, der betr. Beamte müsse viel Zeit haben, wenn er sich mit solchen Sack>en beschäftigen könne. Vielleicht könne bei ihm der Staat mit den gewünschten Ersparnissen anfaNgcn.
Für Garten ft raße, Molt ke st raße und Hofmann-- ftraße wird' um Weiterungen zu vermeiden, derselbe Wortlaut
Bochum Guss . .. ....
Bäderus E. W.
Tendenz fest
Berliner
Canada E. B. . . .
Darmstädter Bank .
Deutsche Bank . .
Dortmunder-Union C.
Dresdner Bank .
Ten<lenz fest.
Rotationsdruck an» Verlag der vrühllch« UnwersuälS - Buch- und SteinötudereL R. Lange, Dreßen.
Harpeaer Bergwerk Lanrahütte . . . Lombarden E. B. . .. Nordd. Lloyd ». . S Türkenluäo , , ,
47»% Chinesen
silra Hl 95 PI.
haben bei Georg 88“/tt
rau
rmelerzeil, u A- . Haus Fttdtl ter.
noire.
e. Dialog mub bm cf.
i Zigamngeschasten lugten täglich ab 71/» ubt ßintritt frei.
-t Rappma>’n.
Redaktion, ExvedMon und Druckerei: Schul» ftraße 7. Expedition und Verlag: e=a®> 5L Redaktion:^S113. TeL-Abr^ AnjergerGreßeru
Vordergiebel in Holzfaä-werk aus führen will.
Ein Baugesuch von H. W. Rinn für die Marburger Straße wird abgclchnt, da das Bauguartier noch nicht eröffnet ist und es sich nicht um ein Eckgrundstück handelt,
Friedrich Amxnd will bei seinem Neubau Neustadt 45 einen Erker anbringcn. Er erhält Dispens unter der Bedingung, daß der Erker nicktt mehr als 45 Zentimeter Ausladung erhält.
Ein Baugesuch des Hch. Tichy für die Löwengasse, für das die Deputation Ablehnung beantragt hat, wird aus Wunsch der Stadwv. Huhn, Löber und Haubach an die Baudeputation zurückverwiesen.
Wilhelm Seipp III. will an seinem Hause in der Rovnftraße das Obergeschoß in Holz und Schiefer aussühren, was gutgeheißen
d! 8'-, Uhr
23.60
161.50
136.00
essen.
:: Televhon OK Ikllfch li dö 8'/, Mr: drung er
z z Telephon W r Pordellllllg, >-UM Sein MaSkemmo^ Tamcll Masken.
Das Üon:N
Die »Otetzener Lamiltendlattef' werden dem ^UlnieiQer* merinal wöchentlich beigetegt, da» „Kretsblati ffit den Kreis Stehen" zweimal «öchentltch. Die „randwirlschaftUcheo Seit- frageiT erscheinen monatlich zweimal.
ich'ttaße 1- t Sich irtiger $«*{ Hon.
TeSeiomsche Kastrsfoerächäe des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fUr Tinfl In(lnstrt0<*,C!!<»q<(ene
Frankfurter ütörse, 20. Januar, 1.15 Uhr.
37,°/0 Konsols ,. 1. 3% do. ».
S1/,0/» Hessen .A.tz'.L. 3'/,"ln Oberhessen . -.^s- 4% Oesterr. Goldrente. 4,/r,’.'o Gestern Silberrente. 4‘7O Ungar. Goldrente . . 4°, Italien. Rente' . . .. 3°/0 Portugiesen Serie I .• 3°;0 Portugiesen n III . 4*/,?/, rusg. Staatsau!. 1905 4*/3?/o japni). Staatsanleihe 4°/n Gouv.T|irken von 1903 Türkenlose......;
4% Grieeb. Monopol-Anl. . 4% äussere Argentinier 3% Mexikaner . .......
lach io th,
1 w
Aus Hessen.
Aus Mainz berichtet die F. Z.: Die Mandats- Uiederlegung "des nationalliberaleu Landtagsab^eord- neten Dr. Pagenftech er gab dem Stadtv. Börckel m der letzten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung Veranlassung, die Bürgermeister ei zu befragen, ob die Mitteilung eines Blattes richtig sei, das; Beigeordneter Berndt sich bereit erklärt hätte, das erledigte Mandat des Dr. Pagenstecher anzunehmen. Dr. Börckel hebt hervor, daß er bedauern würde, wenn diese Nachricht den Tatsachen entspreche und wenn nunmehr die Mitglieder der städtischen Verwaltung mit der seitherigen Gepflogenheit sich über die Parteien zu stellen, brechen und sich einer politischen Partei anschließen würden, wie dies mit der Annahme des erledigten Laitdtagsmandats der Fall wäre. Stadtv. Molt han trat diesen Ausführungen entschieden entgegen und erklärte, daß er es begrüßen würde, lvenn Beigeordneter Berndt deu Platz Dr. Pagenstechers einnehmen würde; gerade in dem Landtage sei eine wirksame Vertretung der Stadt Mainz möglich und dazu sei auch Herr Berndt die berufenste Persönlichkeit. Beigeordneter Berndt erklärte darauf, daß er ein Mandat.für den Landtag nicht an- nehmen werde.
Für die Bergstraße wurde früher ein Ortsbaustatut be- fchlosien, das offene Bauweise vorschreibt. Das -Ministerium hat inhaltlich genchmigt, wünscht aber verscknedentlich l Wortlaut, Tie Versammlung stiinmt dem zu, um
statut für die Gutenbergstraß« eingegangen. Bei Befolgung der vvrgsfchriebenen offenen Bauweise und der Bestimmung, 3 Meter von bet Naächargrenze zu batten, könne, er nur noch ein Haus von 8 SDteter. Front bauen, wodurch sein Grundstück entwertet werde. Die Baudeputation beantragt, diesett Einspruch zurück! ^uwersen, da sich Herr Schmidt durch frühere Verkäufe von Land selbst in die Lage gebracht habe.
Stadtv. Haubach möchte dem Wunsche des Besitzers, auf die eine Grenze bauen zu dürfen, entsprochen haben.
Der Vorsitzende macht den Vorschlag, dem Ortsstatut einen Zusatz zu geben, daß mit besonderer Genehmigung Doppelhäuser errichtet werden könnten. Hiermit werde Herrn Schmidt geholfen.
Stadtv. Huhn bittet, die Errichtung von Doppelhäusern nicht vvrzusehen, aber Herrn Schmidt auf die. Grenze bauen zu lassen.
Stadtv. Winn meint, ein Doppelhaus werde ganz gut aussehen.
£,tabto. Grünewald spricht sich für genaue Einhaltung! des beschlossenen Ortsstatuts aus. Was dem einen recht sei, sei dem anderen billig.
Stadtv. Dr. Haber körn ist derselben Ansicht, hauptsächlich aus gesundheitlichen Gründen.
Stadtv. Haubach weist darauf hin, dah Schmidt bei den früheren Gcländekäusen nicht gewusst habe, das; ein solches OrtS- statut fontmen werde. Deshalb solle man ihm entgegenkommen, zumal ein HäusckMN von 8 Meter Front reckst häßlich wirken werde.
.■ 63.65 . 65.2.) . 99.45 j 97.60 i 94.70 ; 183.50 . 47.90 . 91.70 . 69.40
Giehener Anzeiger
General-Anzeiger für Sberhejfen
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Ich habe,in letzter Zeit mehrmals 13 jährige „höhere" Töchter aus der Straße Ziragettenrauchend in traulichem Vercrn mit gleich-- altrigen und ebenfalls rauchenden Gymnasiasten promenieren und) dechtelmechteln gesehen.
Ta'ich selber sehr selten auf die Straße komme und mit den modernen Verhältnissen nicht mehr vertraut bin, wäre ich für eine Belehrung recht dankbar, ob diese Sitten sich allgemein als anstandslos und zeitgemäß eingebürgert haben, ob die Sck^lck nichts dagegen tun kann und will, und ob vor allen Dingen die Eltern solch Treiben billigen und mit ihren Erziehungspflichteni für vereinbar halten.
wird.
Die Firma Birken stock it Schneider erhält für den Neubau in der Friedrichstraße nachträglich Erlaubnis, bei der Umfassungsmauer HolzDnstrul'tion zu vertuenden,, trotzdem die Ausführung sckVN erfolgt ist. Man beschließt dabei grundsätzlich (wie schon früher), in Zukunft in derartigen Fällen den Dispens zu versagen.
Wilhelm Reu sch hat schon früher Dispens für den Selters- weg erhalten, die Einfahrt statt 2 Meter 1,30 Meter breit zu bauen. Ter Dispens wird wiederholt genehmigt. Ta hierdurch das Kochsche Nachbargrundstück seine Einfahrt verliert, wird auch deshalb nachträglich Dispens erteilt
Stadtv. Wi n n weist darauf hin, daß in Darmstadt fast nirgends Einfahrten vorhanden sind und regt an, beim Miu> ftermm vorstellig zu werden, daß auch hier die Sache so gehandhabt wird.
Beig. Keller bemerkt dazu, daß in solchen Fällen hier fast immer der Dispens erteilt wird.
Eugen Kaufmann hat vor einigen Jahren für den Schiffen- berger Weg die Erlaubnis erhalten, das Hintergebäude zuerst zu errrcksten. Wie schon mehre rem a le, erhält er auf sein Gesuch die Frist zur Errichtung des Vordergebäudes um weitere 2 Jahre, also bis zum 1. Januar 1912, verlängert.
Glaser Hch. Baum will an seinem Haus Bleichstraße 2 einen Schaukasten anbringcn, her 2 Zentimeter in die Straße vor- sprinaen würde. Du Paudeputation befürwortet das» Gesuch unter der Bedingung, daß Herr B. eine An-erkennungsgebühr von jährlich 2 Mark bezahlt.
Stadtv. Dr. Biermer meint, der Kasten, könne mit Leichtigkeit innerhalb des Gartens angebradji werden, womit die Jip- ansprarchnahme der Straße vermieden werde.
Auf Vorschlag des Beig. Keller geht das Gesuch rwchmals an die Boudeputation.
Der Metzger und Wirt Fritz Euler ist aufgefordert worden, sein Grundstück vor dem Hause Hainmstraßc' 15 einzufriedigen und einen Vorgarten anzulcgrn. Ssin Gesuch um Befreiung von dieser Auflage wird abaelehnt, damck die Hammstraße endlich geordnete Verhältnisse erhält.
Kurl S t ü ck r a t h will am alten Steinbacher Weg eine Holz- haüe errichten. Ter erforderliche Aspens (die Halle kommt außerhalb des OrtSbauplans zu stehen) wird gütgeheißen.
Straßen« und Grnndstucksangelegenheilen.
Stadw. Wallenfels ist ebenfalls für Entgegenkommen! und beantragt Zurückverweisung an die Deputation.
Dieser Antrag wird angenommen. .
Stadtv. Huhn regt an, den Stadtverordneten ernt übersichtliche Zusammenstellung der bestehenden Ortsbaustatute zugänglich zu machen, da so niemand wisse, welche Statuten vorhanden seien.
Ter Poriitzende sagt dies zu.
Gegen den Bebauungsplan für das Gebiet zwischen der Frank- furter Straße, der Manr-Weser-Bahn und der Veterinäranstalt hat Herr Oskar Gutmann Einspruch erhoben. Ter Einspruch rickitct sich gegen die geplante Straße in der Richtung der Main- Weserbahn, bte das Gutmannsche Grundstück durchschneiden würde. Der Einspruch sucht in längeren Ausführungen nack>zuweisen, daß für diese Straße kein öffentliches Interesse vorliege und das Gelände Gutmanns erheblich entwerten werde, besonders auch die Aufhebung seines Eisenbahnanschlusses zu befürchten sei.
Ter Vorsitzende führt aus, daß ein offenklickies Jntereffs für die spätere Durchführung der Straß« vorhanden sei, da sonst Die Straße südlich des Wetzlarer Weges und die Buddestraße Sackgassen blieben. Ten Gleisanschluß werde die Stadt ohne zwingende' Gründe nicht kündigen. Tie Baudeputation beantrage! Verwerfung des Einspruchs.
Stadtv. Haubach weift darauf hin, daß der Gleisanschluß eher von der Bahn gekündigt werde. Tie Stadt habe gar kein Interesse.daran, einen Steuerzahler zu schädigen. Vielleicht tonne man zusichern, daß man den Gleisanschluß längere Zeit belassen! wolle.
Stadw. Dr. Biermer meint, man solle sich nicht auf lange Zeit hinaus binden, aber man könne erklären, daß man nicht ohne dringende Gründe die Beseitigung des Gleisanschlusses verlangen werde.
Stadtv. Grünewald führt aus, bei der Frage des Gleisanschlusses handle cs sich um eine privätrechtlick)L Frage, weshalb der Einspruch gegen den Ortsbauplan deplaziert sei.
Nacktem Stadw. Dr. Ebel iwch bemerkt hat, er glaube nicht, daß das Ministerium dem Einspruch Gehör schenke, »oird der Einspruch einstimmig zurückgewiesen.
Bei der Versteigerung der Massengrund stücke bei der Fcldbereinigung links der Lahn, hat Oberbürgermeister MecuM eine Wiese zwtsck-en der Wieseck und dem Wiesecker Weg von 1446 Quadratmeter zu 150 Mark gekauft. Nach der vorzunehmen-. den Verbesserung ist eine Rentabilität der Wiese von etwa zehn Prozent zu erwarten.
Stadtv. Grünewald spricht sein Bedauern darüber aus, daß bei bet Feldbereiniaung rücksichtSbos die Hecken beseitigt worden seien, ohne daß irgend ein Grund dafür ersichtlich fei. Durch dieses radikale Vorgehen der Feldbereinigung werde der Vogelschutz außerordentlich gesck>ädigt, was gerade im Interesse der Landwirffchast außerordentlich zu bedauern sei.
Stadtv. Helfrich erklärt, die Feldbereinigung beseitige die Hecken nickst, sondern die Besitzer der zugeteilten Grundstücke.
Nach einer Mitteilung des Deig. Keller ist für das städtische Gelände bte Beibehaltung der Hecken angeordnet worden.
In der weiteren Aussprache hierüber sprechen sich noch die Stadtvv. Simon, Krumm und Grünewald für Schaffung von Nistgelegenheiten für Vögel, etwa durch Hcckenvflanzungen aus LLnlanb aus. Auch an den Flust. und Bachufern sollten im! Interesse der Fischzucht Bäume intb Sträucher nicht radikal beseitigt werden.
Bei der allgemeinen Versteigerung der Reftgrundstücke wurden für den Stadterweiterungsfonds wich rund 1500Q Quadratmeter für 10 112 Mark erworben.
Zwei Kauf- bezw. Tauschverträge mit Architekt Huhn über Gelände an der Hardt und in der Stephanstraße werden genehmigt. Tie ^stressenden Besitzwechsel wurden bereits früher genehmigt.
Ein Stück St a dt bachgelände an der Nord-Anlage wird an Dr. Ploch verkauft.
(Schluß folgt.)
ElekUiz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schachert .
Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk . . . Laurahtitte ...... >ordd. Lloyd .
Oberschles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges. . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . . Deutsch-Asiat. Bank .
Diskonto - Kommandit . . . Dresdner Bank . . . . Kreditaktien . . .> Baltimore- und Ohio- "■r^" Eisenbahn . .
Gotthardbahu . . . .y.- Lombard. Eisenbahn.. .g. Oesterr. Staatsbabn .
Prince - Henri - Eisenbahn $.
Sitzung -er SLa-tveror-neten.
Gießen, 20. Jün.
Anwesend sind: Oberbürgermeister Mecum: Beigg. Keller imb Heyligenstaedt^. die Stadtverordneten: Dr. Biermer, Brück, Tr. Ebel, Eichenauer, Gabriel, Grünewald, Habenicht, Dr. Haber» körn, Haubach, Heichelheim, Helfrich, Helm, Hulm, Jann, Jug» Hardt, Krumm, Leib, Löber, Loos, Orbig, Wank, Schasfstaedt, Simon, Twß, Wallenfels, Dr. Wimmenauer, Winn.
Miltkilungen.
Ratsdiener Moll hat seinen Dank füt den ihm zugesprochenen Ruhegehalt ausgesprochen. Er .ist freiwillig auch nach seiner gruhestandsversetzmig noch tätig.
Drrn Oberbürgermeister find.am 7. Januar von einem Un- bekamsten abermals 1000 Mark für ein Den km al für Landgras Ludwig dem Begründer der Universität, nigegangctt, wamst die Spende des inibefannten Gebers aus 3300 Mark steigt Außerdem hat-der Rektor der Universität 1000 Mark erhalten und von aoberer Seite ist für den glcichon Zweck gesammelt worden, so daß die Sache w)hl zustande kommen wird.
Bei einer früheren Gelegenheit wurde darüber gesprochen, ob die F e t t s ch m e l z e n der Metzger unter den Begriff Talgschmelze fallen und damit nad) ber Gewerbeordnung kon^esslonspflichr.g sind. In einem ähnlickM Fall, der in Mainz spielt, hat buy Ober- landesaericklt so entschieden, so daß die dortigen Metzger nack>- träglich um die Konzession nachsuchtcn. Dasselbe wird auch hier geschehen müssen.
Vom Bürgerverein ist eine Ciltladung zu der heute statt findenden Versammlung eingegaiigen.
Baiigefuche.
Bei einem Baugesuch des Löb Süß für die Marktstraße 9 sind wegen des Hofraumes ujw. mehrere Dispense erforderlich, die befürwortet werden.
TaSsclbe wird beschlossen bei einem Gesuch deS Eugen Wallenfels für Mvltkcslraße 3, der bei einem Hintergebäude den
Statistik der deutschen Eisenbahnen.
, Von der im Reichs-Eisenbahnamt bearbeiteten Statistik der im Betriebe befindlichen Eisenbahnen Deutschlands, abgesehen von den sogenannten Kleinbahnen, ift der die Er- aeiniffe des Rechnungssahres 1908 umfassende Band 29 & er lag. der Kgl. Hosbuchhaildlung von E. S. M.ttler u. Sohn) erefdnenen. Nachstehend werden einige wesentliche Ergebnisz<tl)len des Werkes mitgeteilt und — soweit angängig — den entsprechenden Angaben aus dem vor zehn Jahren erschienenen 19. Band gegenübergeistellt:
Tie Eigentums länge der deutschen vollspurigen Eisenbahnen ist von 48 280 Klm. am Ende 1898 aüf 57 354 Klm. am Ende 1908, also um 18,8 v. 5)., gewachsen. Bon dieser Lange entfielen 1898: 44 579 Klm. oder 92,3 V. H. auf Staatsbahnen uiib 3701 Klm. oder 7,7 v. H. aüf Privatbahnen, 1908 dagegen 53102 Klm. oder 92,6 v. H. auf Staatsbahnen und 4252 Kl»L oder 7,4 v. H. auf Privatbahnen. Nach der Betriebs^ art waren 1898 32 200 Klm. oder 66,7 v. H. Hauptbahnen und 16 080 Klm. oder 33,3 v. H. Nebenbahnen, 1908 dagegen 34 038 Klm. oder 59,3 v. H. Hauptbahnen und 23 316 Klm oder 40,7 v. H. Nebenbahnen vorhanden. Tie Hauptbahnen haben somit nur um 5,7 v. H., die Nebenbahnen aber um 45,0 v. H. ^genommen.
Bei einem Flächeninhalt von rund 540 778 Quadratkilometer besaß das Deutsche Reich 1898: 48 228 Klm., 1908 dagegen 57 125 Klm. vollspurige Eisenbahnen, so daß auf 100 Quadratkilometer entfielen 1898: 8,92 Klm. und 1908: 10,56 Klm. Eisenbalm en. Auf 10 000 Einwohner, deren im Reich im ersteren Jahr 54,31 Millionen, im letzteren 62,98 Millionen gezählt mürben, tarnen 1898: 8,88 Klm. und 1908: 9,07 Klm. Eisen- babnen.
Zur Bewältigung des Verkehrs standen den vollspurlgen beutfdKn Eiseilbahnen im Rechnungsjahre 1908: 25 634 Lokomotiven, 53 586 Personenwagen einschließlich 223 Triebwagen und 535 999 Gepäck- und Güterwagen einschließlich 2 Triebwagen zur Verfügung. Gegen 1898 hat bet den Lokomotiven eine Zunahme von 45,5 v. H., bei den Personenwagen von 52,7 v: H und bei den Gepäck- und Güterwagen von 39,7 v. H. statt- gesundem. Die Beschasfungskosten der Fahrzeuge haben sich von 2182,16 auf 3621,87 Millionen Mark oder um 66,0 v. H. erhöht. Davon entfallen 1287,80 Mill. Mark auf Lokomotiven nebst Tendern, 14,08 Mill. Mark auf Triebwagen, 729,58 Mill. Mark auf Personenwagen und 1590,41 Mill. Mark auf Gepäck- unb Guterwagen.
Tie beförderte Nutzlast^ die sich aus dem Gewicht der Personen nebst Handgepäck (zu 75 Kilo gerechnet), des Gepäcks der Hunde, des Bichs, und der Güter aller Art zusammensetzt, ift von 33 939,37 auf 52176,24 Millionen Tonnenkilometer, also um 53,7 v. H. gestiegen.
An der Ge s a m t e inn a hme war die Etnnahme aus dem Personen- und Gepäckverkehr mit 28,61 v. H. gegen 27,54 v. H im Jahre 1898 beteiligt Tie eigentliche Personenbeför-- berung einschließlich Militär- und Sonderzuge hat ein Mehr von 253,86 Millionen Mark oder 52,0 v. H., die Beförderung von Gepäck und Hunden ein solches von 9,67 Millionen.Mark oder 60,4 v. H., äufzuweisen, während die Nebenerträge einen Zuwaäts Von-'2,12 Millionen Mark ober 64,2 v. H erzielten.
Der Anteil der Wagenklassen an der Gesamteinnahme aus der Personenbeförderung stellt sich im Jahre 1908 auf 3,16 v. H. in der 1. Klasse, 17,84 v. H. in ber 2. Klasse, 41,67 v. H. in der 3. Klasse, 35,49 v. H. in ber 4. Klasse, 1,84 v. H. bei ber Militärbeförderung, gegen 4,31, 23,20, 48,25, 21,54, 2,"70 v. H. im Jahre 1898. Auf leben Einwohner Deutschlands entfielen im Jahre 1908 durchschnittlich 22 Eisenbahnfahrten gegen 14 im Jahre 1898; die durchschnittlich zurück- aelegte Wegestrecke ist von 23,08 auf 22,75 Kilometer gefallen. Die durchschnittliche Einnahme für ein Personenkilometer hatte im Jahre 1898 2,77 Pfg. betragen und ist auf 2,40 Pfg., also um 13,4 v. H. im Jahre 1908 zurückgegangen.
Wie ber Personenverkehr hat auch der Güterverkehr hinsichtlich des Umfangs und ber Erträgnisse in ber Zeit von 1898 bis 1908 eine erhebliche Steigerung erfahren. Während die Einnahme im Jahre 1898 1195,34 Millionen Mark betragen hat, ist sic im Jahre 1908 auf 1726,84 Millionen Mark gewachsen, mithin hat eine Zunahme von 44,4 v. H. stattgefunden. Jedes Kilometer brachte eine Einnahme von 25 069 int Jahre 1898, dagegen 30 465 Mark im Jahre 1908, also 21'5 v. H. mehr. Die Einnahme auf je 1000 Achskilometer ber Güterwagen hat sich von 99 Mark auf 104 Mark gehoben. An ber Gesamt- emnahme war bie Einnahme aus dem Güterverkehr mit 63,89 v. H. gegen 64,88 v. H. im Jahre 1898 beteiligt
Die Anzahl ber zurückgelegten Tonnenkilometer der gegen Frachtberechnung beförderten Güter mit Ausschluß des Postgutes ift von 30 783,27 im Jahre 1898 auf 45 839,81 Millionen im .Jahre 1908, also um 48,9 v. H. gestiegen.
Tie Anzahl ber Beatnten und Arbeiter einschließlich der Handwerker, Lehrlinge und Frauen betrug im Jahre 1908: 699 156 Personen, mithin kam auf je 90 Einwohner ein Eisenbahnbediensteter. Gegen das Jahr 1898 hat eine Vermehrung der Beamten und Arbeiter um 188143 Personen oder 36,8 v. H. ftattgefunben, wahrend in gleicher Zeit die Eigentums länge ber Eisenbahnen nur um 18,8 v. H. gugenommen hat.
Die Besoldungen unb sonstigen persönlichen Ausgaben für Beamte unb Arbeiter betrugen im Jahre 1908 unter Hinzurechnung von 63,21 Millionen Mark für Wohlfahrtszwecke im ganzen 1144,90 Millionen Mark gegen 662,23 Millionen Mark un Jahre 1898; jie haben mithin um 72,9 v. H. zugenommen. Tie Gesamtsumme der persönlichen Ausgaben ist hiernach bettächtlich mehr gewachsen als die Gesamtzahl ber Beamten unb Arbeiter.
innige 1
1 's. J


