Ausgabe 
20.6.1910 Erstes Blatt
 
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«Hb Betraut wurde, nehmen die biplomatifcgen Schritte einen langsameren Weg. Die Mgierung wird deshalb acht £agc auf die verlangte (Genugtuung warten. Wenn jedoch nach Ablauf dieser Frist eine (Genugtuung ausbleiden sollte, wird die Regierung alle notwendigen Maßnahmen $ur Wahrung der Interessen und der Würde Rumäniens ergreifen. ________________________________

Das amtlicheLrgebnis derWahI inZriedberg-biidingen.

Friedberg «Hessen, 18. Juni. In der Reichstags-Ersatz­wahl Friedberg-Büdingcn sind nach endgültiger Feststellung 20 351 Stimmen abgegeben worden und zwar für Schreinermeister B u - sold ^Sozialdemokrat> 9551 Stimmen, für Rechtsanwalt 2r. v. H elm o l t (Bund der Landwirte) 6395 (Stimmen, für Professor van Calker (Nationalliberal) 4397 «Stimmen: acht Stimmen waren zersplittert. Es findet Stichwahl statt zwischen Busold und Helmolt.

Wahl Humor. In einem kleinen Taunusdörfchen fand sich in der Wahlurne ein Stimmzettel mit folgender, Inschrift:

Ich wähle Busold nicht, denn er ist rot;

Ich wähl Oriola nicht, denn er ist tot;

Ich.wähl von Helmolt nicht, er ist geadelt; Ich wähl van Calker nicht, er wird getadelt. *

e. Ostheim, 19. Juni. Hier und in den umliegenden Ortschaften Langenhain, Fauerbach v. d. H., Münster, Hoch- weisel sprach heute Lehrer Dem- Neu-Isenburg 'über die bevor st ehende Stichwahl und forderte die Wähler auf, äusammenzustehen gegen die Sozialdemokraten. In Niederweisel sprach Herr Hirschei-Friedberg.

DK Bewegung gegen die Enzyklika.

Gießen, 20. Juni.

Vom Evangelischen Bund wird uns geschrieben:

Unter dem Eindruck der imposanten P r o t e ft - V e r s a m m - lu n g gegen die Borromäus-Enzyklika, die von dem hiesigen Zweigverein des Evangelischen Bundes veranstaltet war, seien noch einige Bemerkungen gestattet: Immer mehr bricht sich die Ueberzengung Bahn, das die offizielle Note des Vatikans vom 13. Juni cujc hinreichende Genugtuung nicht gibt: die Beschimpfung des Protestantismus wird in vollem Umfang aufrecht erhalten. Ja, nach neueren telegraphischen Meldungen scheint es fast, als ob der Vatikan in Abrede stelle, daß ein ausdrücklicher Befehl an die deutschen Bischöfe ergangen ist, die Enzyklika nickt von den Kanzeln und in Verordnungsblättern zu verösfcnt- liciven. Im besten Falle hätte die Staatsaktion nichts gebracht als die praktisch bedeutungslose Maßnahme der Nichtveröffent- lichung von den genannten Stellen aus. Sodann ein päpstliches Bedauern, das tatsächlich nichts zurücknimmt. Nunmehr muß die Hoffnung und Arbeit des EvangelischenBundes darauf gerichtet sein, immer mehr Mitglieder zu gewinnen und zu werben, damit er in Stund gesetzt wird, in den gewiß noch bevorstehenden sckpveren Zeiten für die Segensgüter der deutschen Re­formation und die Weckung evangelischer Gesin­nung noch entschlossener und tatkräftiger zu arbeiten.

Berlin, 19. Juni. Im Zehlendorfer Teil des Grünewalds veranstalteten heute der Evangelische Bund und der Gustav - Adolf-Verein eine Massenkundgebung unter freiem Himmel gegen die Borromäus-Enzpklika. In einer Entschließung, in der die tiefste Entrüstung über die in der Enzyklika enthaltenen SckwräHungen ausgesprochen und die Ant­wortnote des .stardinalstaatssekretärs nicht als Abschwächung oder Zurücknahme 0er Beleidigungen anerkannt wird, werden von der Reichsregierung und den Bundesstaaten Maßnahmen gefordert, die eine derartige Störung des konfessionellen Friedens in Zu­kunft unmöglich machen. Die Entschließung wird dem. Reichs­kanzler überreicht werden.

Roosevelts Rückkehr nach Amerika.

N c w y o r k, 18. Juni. Unter stürmischen Ovationen enter großen Menschenmenge ans allen Staaten Amerikas traf Roose­velt an Bord derKaiserin Augusta Vietoria" in der Quaran­tänestation am .Hudson ein. Roosevelt ging an Bord eines Zoll­kutters, begrüßt von Sirenensignalen sämtlicher Schiffe. Eine große Menge Fahrzeuge mit verschiedenen Korporationen folgten. Am Batteryparl, wo Roosevelt landete, war eine Tribüne er­richtet, auf der sich 2500 geladene Gaste, Mitglieder des Kabi­netts, Bundessenatoren, Kongreßmitglieder, Mitglieder des diplo­matischen Korps in Washington, Gouverneure verschiedener Staaten, Bürgermeister vieler Städte und andere im öffentlichen Leben bekannte Persönlichkeiten, befanden. Bürgermeister G a y n o r hielt eine Begrüßungsansprache, auf die Roosevelt erwiderte. Namens des Präsidenten Tast wurde Roosevelt von dessen Ad­jutanten, Kapitän Butt, dem Marinesekretär Meyer und dem Sekretär des Ackerbaudepartements Wilson bewillkommnet.. Als­dann fuhr er, begleitet von einer dreihundert Mann starken Abteilung seiner alten Rauhreiter, über den festlich geschmückten Broadway nach dem Zentralpark, wobei er von zahlreichen Organi­sationen, der (Vereinigung der Veteranen des spanisch-amerikanischen Krieges und einer unabsehbaren Volksmenge stürmisch begrüßt wurde. Hierauf begab sich Roosevelt nach der Osterbay, wo die Nachbarn gleichfalls eine herzliche Kundgebung veranstalteten.

Aus Stadt und Land.

Gießen, 20. Juni 1910.

"Der hessische Städtetag, der am Samstag in Mainz stattfand, sprach sich einstimmig gegen den Antrag der Ersten Kammer auf Besteuerung des landwirtschaftlich benutzten Grundvermögens nach dem Ertragswert auf der Basis der jetzt gültigen Grundsätze des Vermögenssteuergesetzes aus. Bezüglich der Einführung der Billett st euer nach der Vorlage des Landtags ist der Städtetag der Ansicht, daß sie von den jeweiligen örtlichen Verhältnissen abhänge.

** Tie Provinzial-Siechenanstalt war nach dem letzten Jahresbericht für 1908/09 mit 162 Männern und 163 Frauen, im ganzen also mit 325 Pfleglingen be­legt. Ihrer Konfession nach waren 284 Evangelische, 36 Katholiken und 5 Juden in der Anstalt. Unter den Pfleg­lingen waren 215 ledig, 25 verheiratet, 83 verwitwet und 2 geschieden. Unter den Siechen befanden sich 25 Selbstzahler, 12 Pfründner der Plockschen Stiftung in Gießen. 2 auf Kosten der Freiherrl. Riedeselschen Ren klammer in Lauter­bach untergebrachte Pfleglinge; 286 der Insassen waren auf Kosten der Armen pflege ufttK aufgenommen.. Die letzteren verteilen sich auf die Kreise wie folgt: Alsfeld 35, Büdingen 28, Friedberg 84, Gießen 91, Lauterbach 30 und Schotten'16, ferner ist noch ein Pflegling auf Kosten der Krankenkasse Nicder-Wöllstadt und ein Ortsfremder auf öffentliche Kosten in Pflege. Im Laufe des Betriebsjahres war die Männer- ckbteilung stets voll besetzt und 12 bis 25 Personen waren zur ständigen Aufnahme vorgemerkt. 5 angemeldete Per­sonen starben, ehe ihre Ausnahme bewirkt werden konnte. Auch die Frauenabteilung war meist voll belegt. Von den Insassen starben 31 und zwar im Alter von 20 bis 30 Jahren I, bis 40 Jahr 1, bis 50 Jahr 1, bis 60 Jahr 3, bis 70 Jahr 8, bis 80 Jahr 12, bis 90 Jahr 5 Pfleglinge Zur Ent­lassung aus der Anstalt kamen (int ganzen 19 Pfleglinge- 5 in andere Anstaltspslege, 8 verließen die Anstatt hcuulich,

um nicht wteder zurüekzukehren, 5 mutzten wegen bewußter Widersetzlichkeit aus der Pflege entlassen werden und ein 12jähriger Knabe wurde von seiner Mutter zuriickgeholt, weil er Heimweh hatte. In der Oetvnvmie der Anstalt wurden 300 Zentner Kartoffeln geerntet. Die Schweine­mast gab einen Reingewinn von 2600 Mk. JSie Hühner­haltung hatte c^s Erträgnis 270.1 Eier. Die Siechenanstalt hal für das Rechnungsjahr 1910/11 eine Ausgabe von 143 010 Mk., dem stehen an direkten Einnahmen 73 040 Mk. gegenüber, wozu Zuschüsse des Staates in Höhe von 20 000 Mart und der Provinz in Höhe von 50000 Mk. hinzukommen Außerdem trägt die Provinz die Verzinsung der auf der Anstalt in Höhe von 600 000 Mk. ruhenden Schuld zu 3i 2 Proz. mir 21000 Mk. int Jahr.

** Besichtigung des Schlachthofes. Die Pharmazeut. - n a h r un gsmi t t elchein isch e Ab­teilung des chemischen Laboratoriums veran­staltete gleichzeitig mit dem Ext'ursionSamt der freien Studentenschaft am letzten Samstag unter Führung des Abteilungsvorstehers Privatdozent Tr. Feist eine Be­sichtigung des Schlachthofes, dessen Einrichtungen von Di- rettor M odde nach der technischen und wissenschaftlichen Seite hin erläutert wurden. Den Beispielen am lebenden und am frischgcschlachteten Tiere gesellte sich noch eine lehrreiche Uebersicht ertränkter Organe, parasitärer Schäden und Vergleichsproben gesunden und beanstandeten Mate­rials, so daß die Teilnehmer sich den Führern in diesem wichtigen, sonst schiver zugänglichen Wissensgebiet zu großem Dank verpflichtet fühlten.

** Die Heugrasversteigerung auf den im Besitz der Stadt befindlichen Wiesen (122 ha) brachte einen Erlös von 20 100 Mk. gegen 22 531.75 Mt. im Vorjahre. Tie Versteigerung^ der Kreszenz auf den Feld- und Waldwegen an der Wieseck-Böschung, der Kläranlage, am Friedhof und auf dem teilweisen Gelände des Stadterweiterungsfonds ergab 1549.30 Mk. gegen 774.50 Mk. des Vorjahres. Der Erlös ist bei dem fetzt recht niedrig stehenden Preis des Heus recht gut zu nennen.

* * Der Eisenbahnerverein unternahm gestern einen Ausflug nach Mar b u r g und den umliegenden Aus­lugsorten. Tie Beteiligung war sehr zahlreich. Die zweite Abteilung des Vereins macht nächsten Sonntag denselben Ausflug.

* * S ch ü tz e n f e st. Ende Juli veranstaltet der Schützen­verein wie "alljährlich ein volkstümlich ausgestattetes Schützenfest auf dem Schützenplatz an der Kaiser-Allee.

* * Silberne Hochzeit. Tie Eheleute Schutzmann Bernhard Krause hier begehen Mittwoch, 22. d.'Mts., das Fest der Silbernen Hochzeit.

* * Stadttheater. In der morgigen Aufführung der bekannten OperetteDer Vogelhändler" lvirken amtliche ersten Operettenkräfte mit, die Damen Brill und Rosarita, sowie die Herren Seybold und Wernert. Tie Regie liegt in den bewährten Händen des Herrn Norden und es darf nach allen Vorbereitungen eine sehr hübsche, abgerundete Vorstellung erwartet werden .

** Einen außer ordentlichen turnerischen Er­folg hatte gestern der hiesiige Turnverein bei dem alt- lerühwten Feld berg fest. Er hatte dahin 10 Wetturner entsendet, von denen die Hälfte preisgekrönt wurde. Die Anforderungen, die auf diesem klassischen deutschen Volks­turnfest diesmal gestellt wurden, waren außerordentlich hoch, so daß von den 1180 versammelten Wetturnern aus nah und fern etwa 900 leer ausgingen. Die beste Leistung überhaupt hatte ein Gießener Turner zu verzeichnen, Heinrich Noll, der als vorjähriger erster Sieger außer Wettbewerb mitturnte und den diesjährigen ersten Sieger um 6 Punkte überholte. Er erzielte 87 von 90 höchst­erreichbaren Punkten. Auch die übrigen Turner hielten sich recht wacker. Es erhielten Ludwig Bepler den 6. Preis, Karl Müller den 20., Nud. Wenzel den 22. und Karl Loos den 26. Preis. Den 1. Preis errang Josef Lindner von Frankfurt, der im vorigen Jahre in Cincinnati auf dem deutsch - amerikanischen Bundesturnfest erster Preis­träger war.

* * Unfall. Heute nacht stürzte der Müllerknecht M. Philipp in angetrunkenem Zustande aus dem Fenster seiner im 1. Stock des Hauses Schützenstraße 17 befindlichen Wohnung in den Hof. Außer Verletzungen am Kopf trug er anscheinend schwere innere Verletzungen davon und mußte durch Mannschaften der Sanitätskolonne in die Klinik ge­bracht werden.

* * Neue Kehrichtwagen hat die Stadt angeschafft und in der vergangenen Woche in Gebrauch genommen. Die Wagen sind in Eisen hergestellt, sind bequem und leicht bou einem Arbeiter zu fahren. Sie sind mit einer Ein­richtung versehen, um den Kehricht leicht von der Straße aufzunehmen und .mit einem einfachen Handgriff in den Wagen zu befördernd Vorerst sind 12 solcher Wagen im Gebrauch.

Wisselsheim, 19. Juni. Das BezirkSkrieger-- rcft für den Hassiabezirk Friedberg fand heute hier in Verbindung mit der Fahnenweihe des hiesigen Krieger­vereins statt. Um 2 Uhr bewegte sich ein Festzug von fast 40 Vereinen durch das schön geschinückte Dorf nach dem am Ortsansgang nach Bad-Nanheim zu gelegenen Festplatz. Die Fell- und Weiherede hielt Pfarrer Weck-Steinfurth. Der hiesige Kriegerverein nnirbc 1901 gegründet und zählt nahezu 50 Mitglieder.

A Aus dem Hütten berg, 19. Juni. Das Hütten­berger Sängerbundesfest wurde heute in dem schön ge­legenen Nieder-Kleen abgehalten. Zahlreiche auswärtige Sänger aus dem Hüttenberg, den: Kleebachtal, Blitzbach, Großen-Linden und Lang-Göns, im Ganzen 19 Vereine, nahmen am Feste teil. Der Bundesvorsitzende, Lehrer Guentzer - Nieder-Kleen, hielt die Festrede über die Be- beutung des Gesangs und das deutsche Lied. Daran schlossen sich die Gesangsoorträge der Vereine.

A Bad-Nanheim, 19. Juni. Heinrich Langs­dorf IV., der frühere langjährige Beigeordnete und Orts­gerichtsvorsteher unserer Stadt vor Einführung der Städte­ordnung, ist gestorben.

1 Hoch weise!, 19. Juni. Sonntag, 3. und Montag, 4. Juli, feiert der hiesige, unter Leitung des Lehrers Metzler stehende Mannergesangverein sein Fa h n e u w ei h f est. Eine große Anzahl von auswärtigen Vereinen hat sich be­reits angemeldet.

fc. ©arm ft ah t, 19. Juni. Oberlandesgerichtspräsident Kullmann, der einen längeren Urlaub zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in Hofheim i. Taunus verbringt, wird am 1. August d. I. die Dienstgeschäfte wieher aufnehluen.

Das 5. vundesseft des Lahwvünsberg-Turnbundes.

8. Odenhanf en a. d. Lahn, 19. Juni. Ter Turnverein "eierte heute, begünstigt vom schönsten Wetter, das Fest seiner a b n e n w e i h e, verbunden mit Vern 5. Bundes fest de? Lahn-Dünsberg-Turner blindes. Schon am Samstag abend waren Abordnungen fast sämtlicher Bundesvcreinc erschienen. In der Frühe des Sonntag morgen tagte auf dem an der Lahn brücke gelegeneil Festplatz auf derPfingstweids das Kampf­gericht unter der Leitung des Bundesturnwattes Schund! Launs- back Um 8'> Uhr traten 96 Turner zum Einzelwetturnen am Um die Mittagsstunde füllte sich der geräumige Feftplatz mib um 2' - Uhr konnte der stattliche Feftzug, der sich aus 30 Vcrenicn zusammensetzte, ausgestellt lverden. Nach hem Umzug wurde zu­nächst die von der Firma Hisgen-Lich ausgeführte Fahne, ihrer Bestimmung übergeben. Vorsitzender Bechthold sprach nach einer kurzen Begrüßung allen Spendern, besonders dem Grafen. Eberhard von Schlvettn, Dank aus, worauf Frl. El. Rohrback einen gut gesprochenen Prolog vortrug. Der vom Gesangverein unter Leitung des Herrn Schönhaber vorgetragenc Fcftgruß:Gut Heil, so schallt es in die Runde" (v. Schrebold) sand großer: Beifall. Inzwischen wurde imcber flott geturnt 19 Musterriegen und zwei Damenriegen sanden viele Zuchauer. Es war eine Lust, den Freiübungen der 140 Turner zuzusehen. Ebenso fanden bie Stab- und Freiübungen der Damcnrtegen lebhafte Anerkennung. Gegen 7 Uhr konnte ber Bundeslwrsttzende 2 aubert - Wißmar die Preisverteilung bekannt geben. Pretje erhielten im

Einzelwetturnen: . m

Heinrich Rohrbach, Dollar, 69'/, Punkte, Preis; Baltt). Bonarius, Gr.-Bufeck, 65, 2.; Lubw. Ho'mann, Lollar, 6o, 2: Karl Winter, Launsbach, G4%, 3 ; Karl Klinke!, Lollar, 64%, 3.; Wilh. Frank, Lollar, 63%, 4.; Ludw. Hofmann, Wieseck, 62%, 5.; cherb. Will, Launsbach, 62%, 6.; Rob. Eifeubut, Wieseck, 62'/«, 7; Karl Öövr, Launsbach, 61*/,, 8.; Ehr. Karber, Odenhausen, 60%, 9; Wilh. Schreiner, Wieseck, 60, 10.; Wilh. Ott, Ruttershausen, 59%, 11.: Gust. Weller, Wieseck, 59%, 12; Wilh. Junker, Wieseck, 59%, 13; Georg Becker, Wieseck, 59%, 13: Wilh. Schwalb, Daubrmgen, 59%, 14.; Herrn. Trommersh., Wißmar, 59%, 15; Lubw. Krast, Obenhcuüen, 58%. 16.; Lubw. Klinkel, Lollar, 58%, 17.; Lubw. Pfeiffer, Launsbach, 58%, 18.; Karl Hitz, Lollar, 58'/«, 19.: Ernst Will, Launsbach, 58, 20; Karl Schlierbach, Rodheün, 57%, 21; Vnbiu. Müller, Lollar, 57%, 22; Otto Lehr, Daubrmgen, 57%, 23; Wilh. Schicierstem, Launsbach, 57%. 23; Ernst Teibel, Lollar, 56%, 24; Heim. Kloos, Gr.-Buseck, 56%, 25; Heinr. Hofmann, Lollar, 56%, 25; Wilh. Schmibt, Waldgirmes, 56%, 25; Heinr. von der Heidt, Haufen, 56%, 25; Wilh. Walker, Gr.-Buseck, 56%, 26; Christoph Rohrbach, Gr.-Buseck, 55%, 27; Bhil. Wagner, Gr.- Buseck, 55%, 28; Heinr. Waller, Gr.-Buseck, 54%, 29; Ludw. Lotz, Wieseck, 54%, 30; ' Gg. Kratz, Gr.-Buseck, 54, 31; Gottsr. Speier, Obenhcuüen, 53%, 32; Lubw. Oswalb, Lollar, 53%, 33; Otto Hartmann, Ätzbad), 53, 34; Karl Weller, Atzbach, 52%, 35; Heinr. Lewst, Rodheun, 52%, 36; Heinr. Spaar, Wißmar, 52%, 36; öcinr. Atzbach. Steinbach, 52%. 37: Gg. Sdmübt, Robheim, 52%, 37; Herrn. Schmibt, Launsbach, 52%, 37: Arm. Krämer, Rutters­hausen, 51%, 36; Wilh. Dambmann. Gr.-Buseck, 50%, 39 ; Karl Wagner, Wißmar, 50%, 39; Ph. Klein, Lollar, 50%, 40.; W. Weller, Atzbach, 50%, 40.; H. Frank, Wißmar, 49%, 41.; Will). Lehr, Da ubringen, 48%, 42; Heinrich Deibel, Wieseck, 48%, 43.; Ludw. Weber, Atzbach, 48%, 43.; W.Henkelmann, Wißniar, 48'/«, 44.; Emil Bergen, Allendors, 47%, 45.; Wilh. Wehn, Mainzlar, 47%, 46.; Ernst Schwarz, Ruttershausen, 47%, 46.; Wilh. Teibel, Lollar 47%, 47.; Willy Jung, Dorlar, 47, 48.; Jak. Schnetder, Stein; bad)', 46%, 49.; Ludw. Schlund, Hausen, 46%, 50.; Reinhardt Lotz, Allendori, 45%, 51.; Friede. Kienholz, Fellingshausen 45% Punkte- 52. Preis.

M »l st e r r i e g e n:

1. Preis Launsbach mit 34,92 Punkten, 2. Preis Wieseck mit 33,80, 3. Preis Großen-Buseck mit 33,32, 4. Preis Lollar (Akt.) mit 31,90, 5. Preis Wißmar mit 31,13, 6. Preis Lollar (Zögt.) mit 31,08, 7. Preis Steinbad) mit 30,32, 8. Preis Ovenhausen (9(ft.) mit 30,26, 9. Preis Annerod (Akt.) mit 30,16, 10. Preis Odenhausen (Zögt.) mit 29,32, 11. Preis Launsbach (Zögl.) mit 29,03 12. Preis Robheim (Zögl.) mit 27,96,. Preis Annerod (Zögl.l mit 25/4, 14. Preis Garbenleich mit "25,53, 15. Allendors a. d. Lda. mit 22,84, 16. Preis Torlar mit 22,00, 17. Preis Taubringen mit 21,24 Punkten.

Tie diesjährige Bundes-Turnsahrt wurde dem Turnverein Launsbach, für den letzten Juli-Sonnlag d. Js., und das nächst­jährige BimbeS-Turu'est dem Turnverein Atzbach übertragen. Für den Herbst (September) ist ein Berg-Turnfest, vielleicht aus dcni Schifienbcrg, in Aussicht genommen.

Mainzer Ruder-Regatta.

Mainz, 19. Juni.

Zu der diesjährigen Jubiläumsregatta des Mainzer Ruder- vereins, ber sich erst kürzlich in Berlin ivieb-cr als einer der besten gezeigt hatte, war eine außerordentlich große Anzahl von Meldungen eingelaufcn, darunter die des besten Gegners. Es standen schöne und spannende Rennen in Aussicht, und was die Fahrtenliste versprach, die Ruderer haben es gehalten. Es kamen saft durchweg gut geschulte, regelrechte Kräfte an bett Start, der biesmal wegen des Brückenumbaues etwas weiter stromauf gelegt worden war.

Selbst die Sonne ist den Siegern hold, denn trotz der Morgens regenschwerer Schwüle, erstrahlt sic am Nachmittag in rundlicher Fülle und übergießt die wogende Bahn und die bunt- bewimpelte^ Dächer der Tribünen mit heiteren Farben. Nebenbei brennt sie "auch hart auf die bewegten Scharen der Zuschauer, die unter ihrer drückenden Last den Beginn des Rennens Zehn- lichft erwarten. Das bedeutendste Ereignis des ersten Tages bildete der Sieg Ernst M a s ch m a n n s von der Mainzer R.-45 ber als Junior eine bessere Zeit fuhr (8,46) als die Senioren heute (Sieger 9,00V Er gewann im Einer gegen den vor jährigen Sieger in ber Rheinmeifterschast, M ü l l er , von ber Frankfurter R.-G., ber das Rennen aufgab, weil er schlecht vom Statt fani. Maschmanns Sieg gewinnt noch dadurch an Bc bcuhing, daß der Ruderer zum erstenmal int Einer startete. Aum ber Vierer ohne Steuermann, ben ber Mainzer R.-V. gegen den Lubwigshafener gewann, gehörte zu benEreignissen".

1. Rhein-Vierer. (Herausforderungspreis%Wasser­sport Düsseldorf" 7,39 Sieger gegenKölner Ritder-Vercin" 7,44 mit 2 Längen. An dritter StelleGießener Rnber-Vcr- c i n" 7,45.

2. Einer. (Meisterschaft auf dem Rhein.) Sieger:,Mosch mann" (Mainzer Ruder-Gesellschaft) 8,46,. Nünning h ost Ruh rott. 8,51, Müller von Frankfurter RudergesellschaftGermania" gab auf.

3. Gaftviere r. (Wanderpreis der Stadt Mainz.) Der Ludwigshafener Ruder-Verein geht allein über die Bahn 8,14.

4. Beschränkter Vierer. Rudervereist Sturmvogel Karlsruhe 82/ö, Ruderklub Wiesbaden 8%. Diese Fahrt brachte einen äußerst interessanten Schlußkampf zwischen den beiden ange­führten Vereinen, außer benen noch beteiligt waren: Ruder-Ge­sellschaft Heidelberg 8,15, Ruder-Klub Frankfurt 8,45.

5. Zweiter Eine r. (Ehrenpreis. ! Sieger: Hch. «Bog! (Frankfurter Ruder-Gesellfchaft Germania) mit 8,44, Roßkath (Köln-Wafscriport) 8,48, Vögele-Ulm 8,52.

6. Zweiter Vierer. Sieger: Frankfurter Rudervercin 7,50 gegen Kafteler R. G. 7,58, Mainzer R G 8,01, Heilbromter R. G. 8,08, Frankstirt führt das Rennen und siegt mit 2 Längen.

7. Anfänger-Vierer. Kafteler Riibcr-Qyeseilsebast ge winnt mit 8,50 gegen den Mainzer Ruder-Verein 8,58, Düne! borfer Ruder-Verein 8,58 und die Gießener R n d e r - (v c f e l l s ch c f t 9,09.

8. Doppelzweier ohne Stcuerman n. Wegmi Kol > lision. zwischen den beiden ersten führenden Booten ^KölnerWafser- spart" und Frankfurter Rudergesellfktmft Germania ^beginnt ev> neues Rennen, anbeiWassersport" ansscheidct. Sieger blieb ber Ulmer Ruder Klub Donau mit 7,58 bei großem Vor'prung. 2. R.-G. Ruhrott 8,05, 3. Essener Turn- und Fechtticgc 8,0J.