Ausgabe 
16.6.1910 Zweites Blatt
 
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Donnerstag 16. Juni 1810

160. Jahrgang

Zweites Blatt

Nr. 138

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

Ochsen.

85

47

41

75

37

7073

35-89

78

43

73-83

40-46

38

71

68-74

37-40

Mittlere Mast- und gute Saugkälber . 505'i

. . 4550

83

41

82-84

Mastlämmer und jüngere Masthannnel 4142

67

52

5253

6768

52-53

. 5152

Mk.

83-87

46-50

70-75

42-45

7682

43-46

72-75

39-42

39-40

82-84

Lebendgewicht.

Meteorologische beobachtungen der Station Gießen.

Welter

c Y

+ 13,9 *0.

Niedrigste

Fleifchpreife in Gieße n

Brotpreije in Gießen

Getreidepreise in M a n n h e t m

Höchste Temperatur am 14. bi; 15. Juni -s- 18,9 0 0.

66

56

Weißbrot 2 Kg. 62 Ptg.

Schwarzbrot 2 Kg. 54 Pkg.

Lebendgewicht fleischige Schiveine

33

28

52

51

67

65

91-100

85-91

7783

Juni

1910

Ochsen

Kälber Schiveilie

7782

7075

97

88

79

5560

50-54

4649

Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner

Lebendgewicht

Vollsleischige Schweine über 2 Zentner

Wohl in jedem Haushalt bringt die Hausfrau geschmortes Obst auf den Tisch, jetzt Kirschen, als wohlschmeckende Speise gibt sie dazu statt Creme oder Eierschnee einen Flammeri, gekocht mit Mondamin .mb Wolkmikch. Das ist ein beliebtes und billiges Gericht, denn Kirschen sind nicht teuer, und Mondamin ist sehr ausgiebig. Lesen Sie die Rezepte auf den Mondamin-Paketen'.

3540

2630

2300

84-93

7583

6768

6466

4245

38-41

Geringere Saugkälber . Schale.

6775

5160

52-00

Weizen 100 Kg. 19.75-20.0- Mk. 'Roggen 100 Kg. 15.5015.75 Mk.

Mäßig genährte junge und gut ge- nährte ältere ' Färsen, Kühe.

Vollsleischige ausgemäslete Färsen höchst.

Schlachtipertes '

Vollsleischige ausgcmästete Kühe höchst.

Schlachtivertes bis zu 7 Jahren. . :

Sichere ausgemäslete Kühe und wenig-

Höchste Schlachtoiehpreise in F r a n k i u r l a. M.

'/, Kg. 80-88 Pkg.

, 8084 , */, , 80-96

Mäßig genährte Kühe nnd Färsen . t b e r.

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schea UnwersitätS - Buch, und Siemdruckerei. R. Lange, Gießen.

58

53

47

Ochse n.

Vollfleischige, auSgemäslete, höchsten Schlacht- wertes, höchstens 6 Jahre alt . . . . - Junge fleischige, nicht ailsgemästetc und ältere ausgeinästete.......

Mäßig genährte junge mid gut genährte ältere Bulle n.

Votlfleischige, ausgewachlcne, höchsten Schlachtiv. Färsen, K ii l; e.

Vollfleischige ausgeiii. Färsen höchst. Schlachtw.

Vollfleischige ausgemäsleieKühe höchstenSchlacht- wertes bis zu 7 Jahren .......

Aelkere ausgemäslete Kühe und wenig gut ent­wickelte jüngere Kühe und Färjen . . . .

Mäßig genährte Kühe und Färsen

Gering genährte Kühe und Färsen Kälber.

Feinste Mast-(Vollmilchmast) u. beste Saugkälber Mittlere Mast- und gute Saugkälber . . .

Geringere Saugkälber Schale.

Mastlämmer und jüngere Masthannnel . . . Schweine.

Vollfleischige Schiveme über 21/, Zentner

50 Kg. Schlachtgewicht 8387 Mk.

' Kg. Schlachtgew. 91100-151.

'/, , , 64 - 68 ,

Die«ießever Zamiliendlätter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblott für den Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. TieLandwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal.

6468

50- 62

Tie Marktpreise für Bich und Frucht uud die Gießener Fleisch- und Brorprcise am 15. Juni 1910.

vebenö- Lchlachc» .cwlche

Univeriitäts-Nachricvten.

hc. DarNi stadt, 15. Juni. Auf eil,stimmigen Antrag der Abteilung für Architektur wurde durch Beschluß von Rektor nnd Großen, Senat der Technischen Hochschule beut Mitgliede der Kgl. Akademie des Bauwesens iind der Kgl. Akademie der Künste in Berlin, Geh. Baurnl Otto March in Charlottenburg, die Wurde eines .T o k i o r - I n g e n i e u rs Ehrenhalber" verliehen, weil er die künstlerischen Bestrebungen im Städtebau in hohem Maße gefördert und die Allgemeine Slädteban-AuSslellung in Berlin 1910 geleitet hat. Marchs Tätigkeit mar vorwiegend privater Natur. Veroorgehoben sei seine erfolgreiche Beeinflussung des künstlerischen EiniannlienhauseS unter Verwertung von Studien, fcie nui mehreren Reisen in England gemacht wurden. Zahlreiche Privalbauten legen hiervon Zeugnis ab. Er wandte zum erstenmal die Bayreuther Theaterbaugedanken aui die Schauipielbühne an und zwar im Wormser Festspielhaus 1889. Er ist der Erbauer einer großen Anzahl von Schlössern und Kirchen. Geheimrat March veröfsent- lichte mehrere Schriften über evangelischen Kirchenbau.

l'Cbenb» Lcdlachl» yvo 100 Pfund geividn - "

von-diSvon-bij

Vollsteischige, ausgemäslete, höchsten

Schlachtivertes, höchstens 6 Jahre all 4549 8189

Junge, fleischige, nicht ansgemästete und altere ausgemästete .... - 4043 7378

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Verlag:^>5L Redaktion: 112. leL-Slbrj AnzeigerGießen.

uärtte.

Limburg a. d. Lahn, 15. Juni. Fruch tmarkt. Tnrch- schnittspreis pro Malter. Roter Weizen (nassauischer) 16,25 »Mk., weißer Weizen (angebaute Fremdsorteu) 15,90 Mk., Koni 10,50 Mk., Gerste: Futtergerste 0,00 Alk., Braugerste 00,00 Mk., Hafer 7,00 Alt., Erbsen 0,00 Mk* Kartoffeln 4,405,00 Mk.

14. , 15.

3us dem Strasprozehausschutz.

:: Berlin, 15. Juni.

Ter Strafprozeßausschuß sühne heute die Verhand­lung über das Ermittelung-verfahren weiter bis § 173. Bei § 168 wird durch Annahme eines Antrages Gröber bestimmt, daß den Vrozeßbeteiligten die Anwesenheit nicht nur dann nicht versagt werden darf, wenn die Vernehmung im Vorverfahren die in der Hauptverhandlung ersetzen soll, sondern and) dann, wenn ^te Joer- nehmui'.g criolgt, weil aus anderen Gründen der Beweis zu sichern ist. Jin übrigen bleiben die Bestimmnngeii der 167 bis 1/3 unverändert. Danach kann u. a. der Beschuldigte von der An­wesenheit bei der Vernehmung eines Zeugen stets ansgeichlosten werde.., wenn zu befürchten ist, daß in seiner Gegenwart der Zeuge nicht dte Wahrheit sagen wird. Die Beratung wird morgen 'ort. gesetzt. Mit Rücksicht darauf, daß die Arbeiten deS Ausschusses noch sehr im Rückstände sind, werden von nun an wöchentlich statt der vier Sitzimgen fünf abgebalten bis Mitte Juli, Mute oep- leinber wird dann dte Beratung voii neuem ausgenommen.

Kleine Tageschronik.

Gestern nachmittag wurden, wie die ZecheKonsoli­dation" mitteilt, die beiden auf der Sohle 6 noch ver­schütteten Bergleute als Leichen geborgen.

Ein Erdrutsch zerstörte um Mitternacht in Alt­dorf ein Haus. Elf Personen sind tot, drei wurden lebend aus den Trümmern hervorgezogen.

Tie Teilnehmer an einer Prozession m dem dalnialinischen Bischofssitz Trau tranken aus einer schwefel- und alkalihaltigen Quelle, trotzdem sie vorher gewarnt worden ivaren. Sie ft a d) e n dabei den Wächter der Quelle nieder. Drei Personen waren sofort tot, elf liegen im Sterben. 50 Personen wurden wegen Mitschuld an der Ermordung des Wächters verhaftet.

Tie Elektrizitätswerke der Canaba Power Development Company nt Fall cview wurden durch Feuer zerstört. Zwölf Ausländer sind in den Flammen um gekommen.

Feinste Mast- (Vollmilchmast) und beste Saiigkälber 5760 95100

gut culwickelte simgereKühe u. Färsen 3235

25-31

Der Allrnsteiner Morüprozetz.

zi. Allenstein, 15. Juni

Am heutigen Verhandlungstage teilt Rechtsanwalt Salz­man n mit, es sei sihm gesagt worden, Untersuchungsrichter Konradi habe die Leiche des Majors in der Auffassung, daß es sichum einen Selbstmord hanble und aus Pietät ms Bett legen lasten. Erst als man den nichtgcbrauchten Revolver fand, sei die Leiche wieder am den Fußboden gelegt worden. Der Vorsitzende wird die 3euqcn hierüber noch einmal vernehmen, .ter Zeuge Ritt in e i f t c r (D v ä n schildert, wie er Herrn v. Gäben aus der Wohnung abbolte nut der Mitteilung, Herr v. Schönebeck habe sich er­schossen 3>r Beuge hat aber nach seinen Wahrnehmungen den Eindruck bekommen, daß der Major erschossen worden )ct und dieie Auffassung auch Exzellenz scotti, gegemtbcr lorort }um »ua gebracht der ihn anffordette, lerne Wahrnehmungen schleunigst der gerichtlichen Kommissimt mitzuteilen. Zeugm Frau Gratz hat ihren Mann in das schone!)eck sche .Haus begleitet und hat sich sofort in das Schlafzimmer der ^rau v. Schönebeck begeben. Die Frau mar furchtbar aufgeregt, Fraulein Eue war bei ihr. Als dieses hinaus war, rief Frau v^ ^chonebeck: öft es wahr, daß mein -'Jiaitn tot ist, bitte lagen oie, datz es^nicht wahr ist. Sie beruhigte sich ein wenig als der Hau-sarzt xr meidet kanu Tie Zeugin hat die Angeklagte nnd deren Kinder dann mit sich in ihre Wohnung genommen. Auf der Hinfahrt hatte ihr bereite Herr v. Gäben' gesagt, die Angeklagte |er dem Wahnnnn! nahe, sie möchte, sie daher nicht aus dem Auge lasten '-lu Befragen bekundet die Zeugin weiter, daß die Angeklagte, al- sie bei ihr im Zimmer war, gefragt habe,, was Tut cm Schutz es geiHi'en sei, ob vielleicht ein L^ngenschuß. >;n n i ch tot Ient -- licher Sitzung wird dann über den Verkehr zwilchen den Familien v. Schönebeck und Gratz verhandelt. Intim hat die Angeklagte mit der Zeugin aus gesellschaftlichem rz-iche nicht ver­kehrt. Bon einer Zurücksetzung der Angeklagten durch die warnen

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberhchen

kirchliche Nachrichten.

)rrarsilische tteUgionsgemeinde.

Gotterdlensi in der Synagoge (Süd-Anlage), Sanis tag den 18. Juni 1910:

Vorabend 7.45 Uhr.

Morgens 8.30 Uhr.

Nachmittags 4.00 Uhr. Lchrifterklärung.

Sabbatausgaiig 9.40 Uhr.

Israelitische UeligronsgefeUschast. Gottesdienst.

Sabbatfeier am 18. Juni 1910:

Freitag abend 8.00 Uhr.

Samstag vormittag 8.00 Uhr.

Nachmittags 4.00 Uhr.

Sabbat-Ausgang 9.40 Uhr.

Wochengottesdienst: Morgens 6.00 Uhr, abends 7.30 Uhr.

Die Reid)$Derfi(t)erungsorönung.

:: Berlin, 15. Juni.

Der Reichsversicherungsausschuß setzte am Mitt­woch nachmittag feine Beratungen beim § 200 fort, der von der Hilse und Wartung der Krankenpfleger, Krankenschwestern usw. handelt. Die Vorlage will das durch Satzung fcftgelcgt wissen. Ein Antrag der Reschspartei will die Satzung ausschließen und die Krankenkassen einiach ermächtigen, diese Hilse zu gewähren. Ein sozialdemokratischer Antrag will eine diesbezügliche Muß-Vorschrift ausgenommen wissen. Die sortschrittlichc Volks Partei benatragte, den § 200 Abs. 1 folgendermaßen zu fassen:

Die Kasse kann auch Hilfe und Wartung durch die Kranken­pfleger, Krankenschwestern oder andere Pfleger gewähren, wenn die Ausnahme des Kranken in einem Krankenhaus im Sinn des § 199 -.war erforderlich ist, aber ein triftiger Grund vor- Itegt, den Kranken in seinem .Haushalt oder in seiner Familie zu behalten Sie bedarf seiner Zustimmung."

Nach Abs. 2 des § 200 der Vorlage sollen die Kosten bis zur Söäflrtc vom Krankengeld abgezogen werden können. Ein konservativer Antrag will dies nur bis zu einem Viertel gestatten, wahrend die sozialdemokratischen Vertreter Streichung dieses Passus beantragen und einen Absatz 3 hinzu- iüflen wollen, worin es heißt, die Kasse müsse eine Hauspflegerin stellen, wenn die Leiterin eines .Hausstandes erkrankt und durch ihre Erkrankung an der ordnungsgemäßen Aufrechterhaltung des .Haushalts verhindert ist. Abs. 1 wurde in folgender Fassung angenommen:

Die Kasse kann mit Zustimmung des Versicherten .Hilfe und Wartung des .Krankenpflegers, Krankenschwestern oder andere Pfleger insbesondere auch dann gewähren, wenn die Ausnahme deS Kranken in ein Krankenhaus geboten, aber nicht ausführbar ist, ober ein wichtiger Grund vorliegt, den flranfen in seinem Haushalt ober in seiner Familie zu belassen."

'Im Abs. 2 wurde stattHälfte"ein Viertel" eingesetzt. Ter von den Sozialdemokraten beantragte Abs. 3 wird abgelehnt. .$ 201 wird in der Fassung der Regierungsvorlage angenommen

§ 202 lautet nach der Regierungsvorlage:

Die Satzung kann die Dauer der .irrankenhilfe bis aus ein Jahr erweitern. Sie kann Fürsorge jür. Genesende, namentlich durch Unterbringung in einem Genesungsheim, bis zur Dauer eines Jahres nach Ablaus der Krankenhilfe gestatten."

Von fortschrittlicher Seite wird beantragt, im Abs. 2 hinter gestatten" hinzuzusetzen die Worte: . . . . und sie kann auch orthopädische Heilmittel, .die nach beendigtem Heilversahren für den Versicherten zur Erhaltung oder Herstellung seiner Arbetts- lähigllit liotwendig .sind, gewahren." Ter so geänderte § 202 wird angenommen.

§ 203 regelt die Frage derEinschränkungderUnter- stützungsdauer bei wiederholter Erkrankung tn derselben Kranlheitsursache. Tie sozialdemokratischen Vertreter beantragen, ton Anfang des § 203 dahin zu ändern:Die Satzung kann Versicherten, die von der Kasse binnen 12 Monaten . . . ni'w. nne in der Vorlage. Tas bedeutet eine Erweiterung der Vorlage. Em non der Kasse A 26 Wochen unterstützter Arbeiter würde Djon der Kassel B int Laufe der nächsten 12 Monate im Krankheits­fälle voll unterstützt werden. Die fortschrittliche Volksvartei trat in erster Linie für den Antrag cm, will aber für den Fall der Annahme der Regierungsvorlage die Worteober aus einer Ersatzkasi'«" gestrichen und stattKrankheit"Krankhettsurfache" eingesetzt wissen. § 203 wurde in der Fassung der Regierungs­vorlage angenommen, jedoch wurde stallKrankhell" das Wort Krankheitsursache" cingefügt, so daß er lautet:

Xic Satzung kann Versicherten, die auf Grund der Reichs- Versicherung oder aus einer knappschastlichen Krankenkasse binnen 12 Monaten bereiis für. 26 Wochen hintereinander oder ins­gesamt Krankenhilse bezogen haben, m einem neuen Ver- siclwruiigsfall?, der im Lame der nächsten 12 Monate cmtntt, Krankenhilse nur iür die Ge'amtdauer von 12 Wochen und in Höhe der Regelleistungen zubilligen. Ties gilt nur, wenn die Krankenhilse durch dieselbe nicht gehobene ^anthettsursache ver­anlaßt wird."

W^terberatung Tonncrstag.

Lustschifsahrt.

Z. vn

Berlin, 15. Juni. Wie hiesige Blätter melden, ist in nächster Zeit eine Fahrt desZ. VII" nach Berlin ge­plant. Vor dieser Reise soll das Luftschiff zunächst in Düsseldorf mehrere Rund- und Zielfahrten unternehmen. Auch in Köln wird es erwartet. Als e n d g ü l t i g c r Hasen ist Hamburg bestimmt.

V. II in Gefahr.

Berlin, 15. Juni. Das Militärluftschiff P. II", das heute früh zur Vornahme von Versuchen mit nahtloser Telegraphie aufgestiegen war, wurde, als es wieder landen wollte, über der Jungfernheide nach Char- lottenb-urg zu abgetrieben, weil die Mannschaften auf dem Tegeler Schießplatz daS Landungsseil nicht fassen konnten. Mit vieler Mühe gelang es schließlich, das Luft- schifs, das in Gefahr schwebte, in die Bäume hineinzu- kalten, wieder hoch zu bringen und dann nach dem Tegeler Schießplätze zurückzutehren, wo die Landung glatt von statten ging.

gewicht Mk.

des Regiments könne nicht gesprochen werden. Tie Angeklagte ragte die Zeugin einmal, ob sie etwas von ihrer, der Ange­klagten, Cvurrnacherei mit Herren gehört habe. Tie Zeugin be­jahte, fügte aber hinzu, sie halte sie für eine anständige tyrau, die die Grenzen nicht überschreite. Tie Angeklagte b bäumet, N: hätte noch am 24. Tezernlb r mit ihrem Manne Zuluuflspläne geschmiedet, er habe den V: - schied nehmen und ein größer > Jagd- gut kamen wollen. Er habe sie gefragt, ob sie ihm das Geld dafür geben werde, was sie bejaht habe. Tie Zeugin roeiß hierüber nichts. Herr v. Göben habe versucht, in ihrer Wohnung mit der Angeklagten zu sprechen: er machte sehr überschwängliche Redens­arten, nannte die Angeklagte sein Heilig.um, seinen lieben Gott, zu dem er beten gelernt habe. Ter Zeug war das unangenehm und sie schickte ihn weg. Tie Angeklag^, ivar mit der Abweisung einverstanden, sie hat auch sonst niemals nach Herrn v. Gaben verlangt. Einige Tage vor dem Begräbnis hat die Angeklagte in Begleitung der Zeugin die Leiche ihres Mannes besucht, die beceus aufgebahrt ivar. Man konnte deutlich die Schußössnung sehen. Frau v. Schönebeck kniete am Sarge nieder, verbarg ihr Gesicht in den Händen und schluchzte leise. Tie Zeugin zog ie hoch und sagte: Sehen Sie Ihren Mann an, wie friedlich er daliegt, das wird auch Ihnen Frieden geben. Tie Angeklagte bedeckte die Hand ihres Mannes andauernd mit Küssen und treichelte ihn über Hand und Gesicht. Erst nach langem Zu­reden verließ sie schwankenden Schrittes den Raum. Tie Zeugin macht dann noch Angaben über den Vergistungsversuch der An­geklagten, den diese in der Grätz'schen Wohnung machte, und der durch die Dazwischenkunft der Zeugin vereitelt wurde. Als )er Angeklagten das Geständnis Göbens mitgeteilt wurde, hat "ie ihn in Schutz genommen und die Zeugin gebeten, ihn nicht zu verurteilen, er habe aus unseliger Liebe zu ihr gehand'lt. Rittmeister Grätz bekundet noch, daß v. Göben einmal vom Korn- manbeur ausgefordert wurde, die Beziehungen zu Fran p. Schöne­beck einzustellen, v Göben habe da gesagt: Mir ist alles ganz egal, ich schieße veri'lucht gut, wer mir vor die Pistole kommt, ist erledigt, ich habe schon mand)en Menschen niedejgescho:stn. Ter Zeuge hat sogleich Verdacht gegen v. Gäben geschöpft, schon wegen der Sage der Leiche. Da die Angeklagte erklätt, völlig erschöpft zu fein, wird die Verhandlung auf morgen vertagt.

Jede Mutter ist verpflichtet

pflege ihrer Kinder eine milde, reizlose Seife zu verwenden und dafür kommt nur Myrrholinseife in Betracht, die fett Jahren unzählige Male wtsieni'chastlich begutachtet worden ist. (b8/i

Lebendgewicht 52.0055.00 64.0068.00

Fetljchweme über 3 Ztr.Lebendgew. . 52.0055.00 66.0070.00

Fleischige Schweine 52.0054.00 63.0068.00

(In einem Teil der Auflage wiederholt.)

fc. Frankfurt a.M. Vieh Hoi-M a v 11 b c r i ri) t vom 15. Juni. Austrieb: Rinder 773, b(nunter 342 Lchsen, 24 Bullen, 407 Kühe, 492 Kälber, 92 Schake, 1637 Schweine.

Tendenz: "Rinder lebboit abgesetzt, Kälber ruhig, geräumt, Schafe und Schweine gebriieft, großer llebcri'tanb.

Preis pro lOOPsd.

Lebend- Schlacht-

F.C. Wiesbaden. . ; e l» D o < - AI arttberi ch i vom 15. Juni.

Austrieb: Rinder ib, Kälber 272, Schake 17, Schweine 359.

Tendenz: Rmder, Kälber, Schake, Schweine flau.

Preis Durch- pro 100 Pfd. Ichnittspreis

c

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der Lust

Absolute

Feuchtigkeit 1

Relative 1 Feuchtigkeit

Wmd- richtung i

Windstärke

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in gehn»! her i stchld. Himmel»fl.

15.

2

751,9

15,7

10,6

80

N

2

10

15.

9»

752,9

14.6

9,8

80

N

2

10

16.

753,7

12,2

8.0

75

NNW

2

10