Ausgabe 
15.7.1910 Erstes Blatt
 
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Dir. Prof. Schmidt

unserer

Amtliche BekMtmchLllgen her Ttsht Gieße«

IB12/

bei Abnahme von mindestens

6 Zentner

130

Handlung

Die Beerdigung findet in Darmstadt statt.

[3898

minern,

von

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Nnßkoks 1.25 1.20 1.15 1.10

J. Bett & Co.

rmstadt, Giessen, den 14. Juli 1910

namentlich zu .Wahlzeiten. Dank seines aufrechten Charakters und graben Wesens erfreute sich Dr. Eisenhuth allgemeiner Achtung und Verehrung und sein tragisches Ableben, das durch unheilbare Krankheit verursacht wurde, wird weit über die hessische Schul- und Lehrerwelt hinaus aufrichtige Trauer und schmerzliches Be­dauern Hervorrufen.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen.

Wetterausfichten in Hessen am Samstag dem 16. Iull 1910 Warm, flrichmeise Regen.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Otto Cramer,

ISrngt Cramer, Amtsrichter, Kobert Cramer, Eisenbahnbauinspektor.

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Karlsruhe, 14. Juli Die zweite Kammer hat heute das Finanz g es eh für das Jahr 1910/11, das mit einem Fehlbetrag von Mark 1,997,456 abschließt, einstimmig angenommen. Die Sozialdemokraten stimmten für das Gesetz.

Konstantinopel, 14. Juli. Wie verlautet, hat die Polizei inr Zusammenhang mit der Entdeckung des Ge­heimkomitees gestern weitere Verhaftungen, da­runter solche türkischer Frauen vorgenommen. Auch in Brussa sind angeblich Mei Verhaftungen erfolgt.

Kleine Tageschronik.

Bei einem Tunnelbau in Fulda sind infolge eines Seil­bruches eine Anzahl Arbeiter aus beträchtlicher .Höhe in die Tiefe gestürzte Einer lvar sofort Lot, mehrere wurden schwer verletzt.

Die Stadtverordnetenversammlung in H a n au hat aus Anlaß der 40. Wiederkehr des Sedanstages beschlossen, die Kriegs­teilnehmer von 1870/71 und der früheren Fel^üge bis zu 1800 Mark Jahreseinkommen im laufenden Jahr von der G e m e i n d e- einkommensteuer zu befreien.

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Zu miete» gesucht: 35 Wohnungen von 27 Zimmern.

Unsere «ßarke^teiürmg66 allein EcSSTnsX

Heute vormittag 11V2 Uhr verschied plötzlich und unerwartet unser lieber guter Bruder, Schwager und Onkel

Mk. 1.15

1.10

1.05

GerschtssaaL.

fc. Weilburg, 14. Juli. In dem Rechtsstreit der Krrchengemeinde Weilburg gegen ben Preußischen F iskus auf Uebernahme der Kosten für die in der hiesigen Stadt­kirche neu gelegte Zentralheizung wurde heute der Fiskus vom Landgericht Wiesbaden zur Zahlung von 14 582 Mk nebst den Kosten verurteilt. Bei der Urteilsbegründung stellte das Gericht sich auf den Standpunkt, daß zu den Kirchenbau- l a st e n im modernen Sinne auch eine Heizungsanlage rechne sowie Anlegung eines Blitzableiters. Die von der Stadt ^ei(^ bürg gestellten Forderungen seien deshalb durchaus gerechtfertigt

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I Vereinigte Chemische Werke Aktiengesellschaft.

Abteilung Lanolin-Fabrik Martlnlkenfelde. Charlottenhurg, Salzafer 16.

Verantwortlich fürFeuilleton" undVermischtes I. V.: August Goetz.

Giessen (Diezstrasse io), den 14. Juli 1910.

In der Lrchtenrader Erpressersache sind neue Drohbriefe an die Familie Kraatz .und an das Berliner Polizeipräsidium gerichtet worden.

Montag den 18. Juli abends 8 Ubr Uebung der Pflichtfeuerwehr.

Antreten am Turmhaus.

Gesaugvereiu Harmonie gcgr. 1846.

Wir erfüllen hierdurch die traurige Pflicht unsre Mit­glieder von dem Ableben unseres langjührigech Mitgliedes

Herrn Ludwig Friedrich geziemend in Kenntnis zu setzen.

De Beerdigung findet, statt: Sonntag nachm. 3 Uhr vom Portale des neuen Friedhofs aus. Zahlreiche Beteilig- U"° "wünscht Der Vorstand. «W,

Bauer'scher Gesangverein.

hiermit erfüllen w,r die traurige Pflicht, unsere Mit­glieder von dem Ableben unseres Ebrenmitgliedes

Herrn Louis Friedrich

geziemend in Kenntnis zu setzen.

Gieße n 14. Juli 1910. Vorstand.

Dre Beerdigung findet Sonntag nachmittag 3 Uhr von der .wauelle des nritrn

Molta Eli. i

Direktor: Großh. Baurat Klücher. Maschinenbau-, Hoch- u. Tiefbau. Svczialkurfc zur Verkürzuna des Studiums. Prospekt frei

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Gießen

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cinem Feldhüter und einem Korbweidendieb sto.1t. Beide stürzten schließlich ins Wasser. Hinzukommende Leute machten dem Kampfe ein Ende.

fc. Weilburg, 14. Juli. Am 30. Mai wurden vor dem Kommissar der Negierung in Wiesbaden die D omän en- Aorwerke ttntergladbacher Hof und Oberglad­bacher Hof in der Gemarkung Villmar für die Zeit von Johanni 1911- bis 1. Juli 1929 verpachtet. Der erstere hat eine Größe von 50 Hektar und war seither für 2055,75 Mk. jährlich verpachtet, letzterer ist 43 Hektar groß und betrug der Pachtzins jährlich 1933,70 Mk. Gebote legten seinerzeit nur die seitherigen Pachter Peter Roßbach V., Untergladbacher Hof, und Otto Nafziger, Obergladbacher Hof, ab und zwar in Höhe von 2055 Mk. bezw. 2000 Mk. Der Landwirt- schaftSminister erteilte nunmehr den seitherigen Pächtern den Zuschlag.

** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Lehn heim wurde Bürgermeister Seng einstimmig zum fünftenmal wiedergewählt. In Allendorf a. d. Eder sind eine Anzahl Leute an Typhus erkrankt.

Thüringisches -..... .

P n »r e» Elektro-und Maschinen-

Techmkwm Jimena»

Heute entschlief meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Grossmutter, Schwester, Schwiegermutter und Tante

Frau Antonie Cramer

geb. Briel.

Gr-giriaL-DrahtrneLSungen.

Aus der Zweiten Hessischen Kammer.

R.B. Darmstadt, 14. Juli. Die 2. Kammer überwies heute den Antrag des Abg. Leun wegen der Abänderung der Bauordnung an den Ausschuß.

Zur Wahlkreiseinteilung führte Abg. Reh (fortschr. Volksp.) aus, daß der reaktionäre Block des Hessischen Landtags mit der von ihm beschlossenen Wahlkreiseinteilung nach dem Pluralwahlrecht eine zweite Mißgeburt geschaffen habe, die vom krassesten Parteiegoismus diktiert worden sei. Seine Partei werde zunächst für ihren Antrag, dann für die Regierungsvorlage und in dritter Linie für den Antrag Bach stimmen.

Abg. Bach (Natl.) wandte sich gegen die Wahlkreis-Ein­teilung des Abg. Winckler für Rheinhessen, die geradezu Un­geheuerlichkeiten enthalte.

Abg. Winckler (Natl.) polemisiert gegen die Ausführungen des Abg. Reh. Die von ihm beantragte Wahlkreiseinteilung ent­halte nichts, was nicht jede andere Partei in gleicher Lage auch getan habe. Die Sitzung dauert fort.

Die Beerdigung findet Sonntag den 17. Juli, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 3896

Geheimerat Dr. Eisenhuth f.

R -B. Darmstadt, 15. Juli. Geheimerat Dr. Eisenhnth ist heute nacht gestorben. Der Verstorbene, der 58 Jahre alt wurde, war seit Jahren schwer zuckerkrank. Ans Verzweiflung über die unheilbare Krankheit öffnete er sich gestern abend die Pulsadern und an den Folgen der Verletzungen ist er wenige Stunden später gestorben.

Geheimerat 'Sr. Heinrich Eisen Huth war am 12. Aug. 1851 zu Vöhl (Herrschaft Itter) im ehemaligen hessischen Hinter­land geboren und bestand im Juni 1872 die akademische Schluß­prüfung in Gießen. 1873 wurde er Lehrer an der Realschule in Darmstadt, 1875 Rektor der Knabenmittelschule in Darmstadt und 1880 Direktor des Lehrerseminars in Alzey, wo er bis 1892 blieb. In diesem Jahr wurde et als Direktor der Viktonaschule und des Lehrerinnenseminars nach Darmstadt berufen. Seine Berufung in die Minrsterialabteilung für Schulangelegenheiten als Vortragender Rat erfolgte sckwn 3 Jahre später und schon 1897 wurde feine ersprießliche Wirksamkeit durch seine Ernennung zum Geh. Schulrat anerkannt. Als 1899 Ministerialrat Soldan infolge der Schillerafsäre von der Leitung der Schulabteilung zurücktrat, wurde Dr. Eisenhuth sein Nachfolger. Mit ihm trat zum erstenmal ein Fachmann an die Spitze der Schulabteilnng und das hessische Schulwesen hat dies nicht zu bereuen gehabt. Mi­nisterialrat seit 1905 Geheimerat Dr. Eisenhuth war ein gründlicher Kenner des gesamten Schulwesens und hatte einen offenen Blick für die Bedürfnisse der Schule und der Lehrerschaft Er führte sein Amt ganz im Geiste des vorbildlichen Volksschulge- setzes von 1874, dessen Revision er nicht mehr erleben sollte, und förderte auch das höhere Schulwesen, stets den Bedürfnissen der Zeit Rechnung tragend. Er war ein schlagfertiger Redner, der im parla­mentarischen Kampf seinen Mann stand. Seine Rededuelle mit dem Abg. Dr. David bildeten früher stets Höhepunkte der hessi­schen Kammerverhandlungen. Politisch gehörte der Verstorbene, der unverheiratet geblieben ist, der nationalliberalen Partei an 3n den letzten Jahren trat er, wohl infolge seiner Krankheit, politisch nicht mehr hervor, aber während seiner rheinhessischen Zeit stand er mit in der vordersten Reihe des politischen Lebens,

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Im Gaswerk findet nur Verkauf von über 5 bte meisten hiesigen Kohlenhändler verabfolgen Gaskoks auch in Mengen unter 5 Zentner. Für Anfuhr an das Haus werden 10 Pfg für den Zentner berechnet.

Für Abnehmer außerhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen sich die Preise außerdem um den Betrag der Oktroirückvergütung von 4 Psg. für den Zentner.

Lodwig F riedrich, Monteur

Um stille Teilnahme bitten

Die trauernden Hinterbliebenen.

Neue Kartoffeln

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J. Weisel, Sonnenstr. 6.

Montag den 18. Juli ds. Js.. nachm. 2 Uhr, (3903 werden auf dem Lager der Firma Bär L Wetterhahn dahier, Bahn­hofstraße, 50 Zentner Brennerei treber auf Grund handelsgesetz­licher Bestimmungen versteigert.

Geißler, Gerichtsvollzieher

Der blllrge Preis wird nur für den Koks gewährt, der bis 1. September 1910 abgenommen wird. Vom 1. September ab treten die Wintervreise in Kraft.__________________________________ ßi/7

_ _z. Ter letzte diesjährige öffentliche Impftermin für die (5MhF^tItö£. der ^tadt Gießen findet am Mittwoch den 20. Jul, d. I. statt. _________________________________________(bi5/7

Betrifft: Gesuch der Firma R. Sternberg zu Weilburg um Ge­nehmigung zumUmbau derSeifenfabrik in Gießen. Marburger Str.44. p,.. , Die Firma R. Sternberg, Weilburg beabüchligl aus dem Grund- stuck Flur II Nr. 257 und 256 9/l0 der Gemarkung Gießen eine Seifensabrik umzubauen.

n- r-, .'^äne und Beschreibung hierüber liegen 14 Tage lang, vom Erscheinen dieses in der Darmstädter Zeitung bezw. im Kreisblatt für den Kreis Gießen an gerechnet, auf dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei Gießen zur Einsicht der Interessenten offen. Etwaige Einwendungen find binnen dieser Frist bei Meidung des Ausschluffes bei Großh. Bürgermeisterei Gießen vorzubringen.

Gießen, den 11. Juli 1910.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

I. B. gez.: L a n g e r m a n n.________________(Bls/7

Der Installateur Heinrich Blum dabier ist zur Ausmbrung von Anlagen im Anschluß an das Gas- und Wasserwerk auf Grund der Bestimmungen vom 29. Dezember 190° zugelafien worden.________________________________________B15 7

Zu vergeben find 240 Mk. Zinsen der Stiftung der Friedr''. Textor Eheleute an verschämte Arme in Gaben nicht unter 50 Mk. Meldungen nimmt das Armenamt, Asterweg 9, bis 31. Juli 1910 entgegen. b,£77

Stadt. Arbeitsnachweis Gießen, Afterweg 9.

Es können eingestellt werden: bi5/7

a. bei hiesigen Arbeitgebern:

2 Schreiner, 1 Maschinenschreiner, 1 Buchbinder, 1 Weißbinder- banblanger, 1 jung. Arbeiter, 1 Ladenmädchen, 1 Laufmädchen, 1 Dienstmädchen, 1 Putzfrau.

Lehrlinge: 1 Spengler, 1 Tapezier und Polsterer.

b. bei auswärtigen Arbeitgebern:

1 Bäcker, 2 Schuhmacher, 1 Wagner, 2 Anstreicher, 5 Sattler, 2 Schmiede, 5 Erdarbeiter, 1 Ziegeleiarbeiter, 1 landw. Knecht.

Lehrlinge: 1 Schmied, 1 Wagner.

Es fuckcn Arbeit:

2 Glaser, 2 Tapezierer und Polsterer, 1 Eisendreher, ein Metalldreher, 1 Weinküfer, 1 Elektromonteur, 2 Schreiner, ein Buchbinder, 2 Weißbinder und Anstreicher, 1 Maschinist, zwei Aanschlosser, 5 Halisburschen, 12 Arbeiter, 2 Fuhrknechte, ein Zimmermann, 6 Putz- und Lauffrauen, 3 Waschfrauen, ein Laufmädchen, 1 Krankenpflegerin, 1 Büglerin, 1 Dienstmädchen, 1 Schreiber.

Städt. Wohnungsnachweis Gießen, Afterweg 9.

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