Ausgabe 
12.7.1910 Zweites Blatt
 
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Zweites Blatt

Nr. 160

Dienstag 12. Juli 1910

Giehener Anzeiger

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

General-Anzeiger für Gberhefsen

ISO. Jahrgang

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul­straße 7. Expedition und Verlag: e^5L Redaktion:^^112. Tel.-Adru AnzeigerGießen.

DieGießener Zamilienblätter" werden dem Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Zeit­fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Die Reichsversicherungsordmmg.

:: Berlin, 11. Juli.

Der Ausschuß für die Reichsversicherungsordnung setzte am Montag die Beratung des Abschnitts: Besondere Berufszweige beim § 459 fort, der folgende Fassung er­hielt:Solange der Erkrankte die Krankenhauspflege da ab- lchirt, wo sie seiner.Zustimmung bedarf (§ 199), hat er, sofern die Satzung nicht anders bestimmt, nur auf Kranken- pflege und wenn er bisher von seinem Arbeitsverdienst Angehörige ganz oder überwiegend unterhalten hat, auf die Hälfte des Krankengeldes Anspruch." § 460 setzt fest, daß die Satzung bestimmt, ob und in welcher Höhe bei erweiterter Krankenpflege neben der Krankenhauspflege -ein Hausgeld zu gewähren ist. Angenommen wurde dazu ein Antrag der Linken, bei erweiterter Krankenhauspflege das Hausgeld nach § 201 zu gewähren, d. h. den Angehörigen ein Hausgeld im Betrage des halben Krankengeldes zu zahlen. Die weiteren Absätze, die für das Sterbegeld einen Höchstbetrag von 30 Mark festsetzten, und die die Gewährung er­weiterter Krankenpflege einschränkten, wurden g e st r i ch e n. Da­gegen blieb der Absaß erhalten, wonach die Beiträge für die Versicherten, denen der Erfiankung nur die erweiterte Kranken­pflege zusteht, zu ermäßigen sind. § 461 blieb unverändert. Die Aussprache über § 462, wonach die §§ 541 bis 544 (Ver­hältnis der Ersatzkassen zu den Krankenkassen) nicht für die Landkrankenkassen gelten sollen, wurde bis zur Besprechung dieser Paragraphen ausgesetzt.

Die §§ 463 bis 468 enthalteu Vorschriften über das Ver- HLltnis der Dienstboten zu den Krankenkassen. § 463 be­sagt, daß die §§ 447 (Befreiung von der Versicherungspflicht auf Antrag des Arbeitgebers, der gleichwertige Leistungen gewährt) und 454 bis 462 (Landkrankenkassen, erweiterte Krankenpflege, Hausgeld usw.) auch für die Versicherung der Dienst­boten gelten.

Von mehreren Seiten wurde § 463 für überflüssig erklärt. Die Regierungs Vertreter verteidigten den Paragraphen aber lebhast. Ein Dienstbote solle nicht unter allen Um­ständen ins Krankenhaus im Erkrankungsfalle gebracht werden, sondern nur dann, wenn im Interesse der Heilung die Ueberführung notwendig ist. Der Dienstbote kann bei der Herrschaft bleiben oder auch zu den Eltern gehen. Es würde in diesen Fällen sogar Krankengeld ge­währt werden küvnen. Arzt, Dienstherrschaft und Dienstbote müssen über den Modus einig sein.

Auf Antrag des Zentrums wurde hinzugesügt, daß von der Unterbringung in einer Heilanstalt abzusehen ist, wcknn der Versicherte und der Dienstberechtigte es beantragen und wenn nach ärztlichem Gutachten diese Unterbringung nicht notwendig ist. Mit dieser Ergänzung wurde § 463 angenommen, ebenso § 464, wonach der Dienstberechtigte das Krankengeld auf den Lohn anrechnen kann, den er dem Dienstboten während der Erkrankung weiter zu zahlen hat.

Nächste Sitzung: Dienstag.

Landesversammlung des evangelischen Sundes.

Mainz, 10. Juli.

Beste Kräfte waren aufgeboten worden, um der Jahres- versannnlung die' rechte Weihe zu geben. Und die Aufnahme, die sie fanden, war wahrlich der Anstrengungen wert! Der Gottes­dienste waren nicht einer oder zwei, wie sonst gewöhnlich, son­dern nicht weniger als 11, denn alle Vororte und alle ehemaligen Tochtergemeinden der Feftstadt feierten mit, bereits ein stattlicher Ilmkreis! Zwei Veranstaltungen galten ausschließlich der Jugend. Tie Redner kamen aus allen Decken Hessens, teilweise waren es ehemalige Hilfsgeistliche der betreffenden Gemeinden und auch dieses persönliche Band zwischen Festoersammlung und , Prediger erhöhte natürlich noch die Anziehungskraft. Daß die jeweiligen lokalen Kirchengesangvereine und MÄrnerchöre ihr bestes Können in den Dienst der Sache stellten, bedarf keiner ausdrücklichen! Erwähnung. Der Nachmittag brachte nach einer Sitzung der Vorstände und be£ Festausschusses die große evangelische Volks­versammlung in der Stadthalle. Der Raum faßt 6000 Per­sonen ; aber er war für die Zahl der Teilnehmer, die aus der Stadt und namentlich auch vom Lande dies- und jenseits des Rheins herzugekommen waren, viel zu klein. Es mußte eine Parallelversammlung in der Christuskirche abgehalten werden mit demselben Programm. Imponierend wirkten die einleitenden und verbindenden Gesamtchöre der vereinigten Kirchengesangvereine aus Stadt und Vororten unter der Leitung des Musikdirektors Hackebeil. Der Vorsitzende des Lokalvereins, Pfarrer B e r ck - Mombach, eröffnete alsdann mit markigen Begrüßungsworten die Versammlung. Ihm folgte als Vertreter des Zentralvorstandes Pfarrer Lic. W a i tz - Darmstadt, beide von häufigem Beifall unterbrochen. Als Antwort brausten die mächtigen Akkorde des Lutherliedes durch den gewaltigen Raum.

In das Hauptthema:Was uns Evangelische eint" hatten sich drei Redner, Universitätsprofessor D. Eck- Gießen, Stadtpfarrer Paul Klein aus Mannheim und der Vorsitzende des Haupt­vereins, Pfarrer D. Waitz - Darmstadt geteilt, von denen ersterer den Gegenstand nach Seiten des evangelischen Glaubens, der zweite hinsichtlich der evangelischen Frecheit behandelte, während der letzte sich die sittliche Seite, das evangelische Leben, als. Spezialgebiet erwählt hatte.

Das Telegramm an den Großherzog gelobt, das Gedächtnis der Helden der Reformation gegen die jüngsten und alle Verunglimpfungen in Ehren zu halten. Eine Resolution gegen die Enzyklika fand unter brausendem Beifall ein­stimmige Annahme. Eine Gabensammlung für den Protestfonds hatte guten Erfolg.

Der Abend brachte weitere Festversammlungen ins Evange­lische Vereinshaus, die mehr lokalen .Charakter trugen. Sie stand unter Leitung von Medizinalrat Dr. Balzer-Mainz, der auch das Erösinungswort sprach, und sollte uns die Vergangenheit des rheinhessischen Landes als Mahnung für die Gegenwart vor Augen führen. Es sprachen die bewährtesten Kenner hessischer Lokal- und Kirchengeschichte, Professor D. Hermann - Darmstadt und Pfarrer D. Dr. Diehl von da, der eine über die evangelische Be­wegung in Mainz im Zeitalter der Reformation, der andere über die rheinhessische Union (Vereinigung der bis dahin getrennten evangelischen Konfessionen Lutheraner und Reformierte). Leider gestattet uns der Raum nicht, auf die außerordentlich fesselnden und inhaltreichen Vorträge näher einzugehen. Interessenten finden sie hoffentlich im Druck wieder.

Die Grüße des Großh. Oberkonsistoriums hatte dessen Präsi­dent D. Nebel, der evang. Gemeinde Mainz Dekan Lic. Jacob entboten, während die theologische Fakultät zu Gießen und der Gustav-Adolf-Verein ihre Sympathie durch Professor Eck und Justizrat Dr. Lucius-Mainz kundgaben. Auch diese Ver­sammlung hatte eine Parallele in der gegenüberliegenden Turn­halle Große Freude erregte eine vom Vorsitzenden überreichte Festgabe von 1000 Mark aus Mainz und Vororten, die der Lutherkirche in Rom, dem Evangelium in Spanien und der österreichischen Bewegung zugute kommen soll.

War der Sonntag, wie sichs gebührt, hauptsächlich der ferern- beg Betrachtung gewidmet, jo tat, am Montag morgen, die eigent­

liche Arbeit, zunächst in der Mitglieder- und Abgeordneten-Ver- sammlung des Hllfsausschusses für österreichische Bewegung, die natürlich an Zahl der Besucher weit übertroffen wurde von der darauffolgenden Abgeordneten- und Mitglieder-Versammlung des Hessischen Hauptvereins. Die Berichte beider stellten ein Fori- schreiten der evangelischen Sache an Mitgliedern und an Opfer- wllligkeit fest. So wurde dem Hilfsausschuß ein Legat von 3000 Mk. aus Dauernheim in Oberhess. zugewiefen. Auch auf dem Arbeitsge­biet desHilfsausschusses, in derSteiermark, ist es vorwärts gegangen. Die Seelenzahl der Evangelischen dortselbst ist von 11 500 auf 22 000, die Zahl der Predigerstellen von 16 auf 62, der Unter­richtsstellen von 24 auf 135 gestiegen. Daran ist die hessische Pflegegcmeinde Leoben mit ihren drei Vikariaten in hohem Maße beteiligt. In Leoben wurde die Gustav-Adolf-Kirche, in Knitte- feld das Pfarr- und Gemeindehaus eingelveiht. Zu der Haupt­versammlung waren von den staatlichen und städti'chen Behörden Entschuldigungsschreiben, von dem Friedberger Predigerseminar -eine- 7warme Sympathieversicherung eingetroffen; die Innere Mission ließ sich durch ihren Vereinsgeistlichen, Pfarrer Glock- Niederramstadt, mit einer Ansprache vertreten; desgleichen der pfälzische Bruderverein durch Pfarrer Gerber aus Zweibrücken. Der Rechenschaftsbericht des Vorstandes berührte die allgemeine politische und konfessionelle Lage, wünschte ein Zusammenwirken der bisherigen Blockparteien wenigstens in allgemeinen kultu­rellen Fragen und warnte vor Nachgiebigkeit gegen Zentrums- Wünsche in Sachen der Kirchenpolitik, deren wahrer Charakter wieder durch die neueste Kundgebung von Rom an den Tag ge­kommen sei. Wer nicht bloß gegen Rom, auch gegen Materialis­mus führt der Bund den Kampf, wie die Vorträge der vorjährigen Landesversammlung und das kürzliche Auftreten des Vorsitzenden gegen Arthur Drews in Darmstadt zeige. Der Hessische Haupt­verein zählt zurzeit 146 Zweigvereine (darunter eine Ai^ahl neugegründeter), 19 angeschlossene Vereine und über 21 000 Mit­glieder; der Hessische Bundesbote hat eine Auflage von 18 000, wozu noch einige Tausend anderer Bundesblätter und Flugschriften kommen.

Das Hauptthema der geschlossenen Mitgliederversammlung lautete:Evangelischer Bund und evangelisches Gemeinde-Ideal". Professor Lic. Niebergall aus Heidelberg hatte die Bearbeitung desselben übernommen. Er ging von der großen, durch die Enzyklika veranlaßten Volks­erregung aus und betonte, daß sie ausmünden müsse in der Stärkung der evangelischen Gemeinden. Die Gemeinde sei die Grundform der Kirche nach evangelischem Sinn. Besonders seien die sog. Laien heranzuziehen zur Pflege der Armen, der Heran­wachsenden Jugend; das Gefühl der Zusammengehörigkeit be­dürfe der Stärkung. Hier sei bte einzige Stelle zu unterstützen, wo wirllich positive Werte geschaffen werden, die Rom schädigen und die deutsch-evangelische Sache fördern. Großen Eindruck machte der tiefgründige Vortrag und wird sicher nicht ohne nachdrückliche Frucht bleiben.

Hochwasser.

Mannheim, 11. Juli. Vom Oberlauf des Rheins wird fallender Wasserstand gemeldet. So fiel in der vergangenen Nacht der Rhein bei Hüningen von 420 auf 406, bei Kehl von 523 auf 492, ber M a x a u stieg der Rhein von 722 auf 741 und in Mannheim von 730 aus 742. Der Neckar stieg in Mannheim in der vergangenen Nacht von 721 auf 735 Zentimeter.

Straßburg, 11. Juli. Von der Hafenverwaltung der Stadt Straßburg wird mitgeteilt, daß die Schiff­fahrt infolge des Steigens des Rheins bis auf weiteres geschlossen werden müsse.

Straßburg, 11. Juli. Nachdem der Rhein im Rück­treten begriffen war, ist er, wie aus W a l d s h u t berichtet wird, neuerdings im Steigen begriffen. Während der Pegelstand am Lamstag noch 4 Meter 44 Zentimeter war, ist er jetzt aus 4 Meter 85 Zentimeter gestiegen.

Handel.

Landwirtschaftliche Kred itbank Frank­furt a. M. Dieses Institut, das in den letzten Jahren mehrere Male mit überaus großen Verlusten gearbeitet hat, hat für das abgelaufene Geschäftsjahr einen neuen Verlust von 900 000 Mk. erlitten, so daß eine abermalige Wiederausrichtung erforderlich! wird, die derartig geplant ist, daß die Stammaktien wegen 100o/o Zuzahlung in 6% igeu Vorzugsaktien mit Anspruch auf zwei Stimmen umgewandüt werden soll. Ob dies aber durchgeführt werden kann, ist fraglich.

Berlin, 11. Juli. Nach einer der Firma Hardy u. Co. zugegangenen Depesche betrug die Goldausbeute der in den Trans­vaal Chamber of Mines vereinigten Minen im Juni 1910 598 339 Unzen int Werte von 2 541584 Pfund Sterling gegen 606 724 Unzen im Werte von 2577 201 Pfund Sterling, die der Außendistrikte 26 842 Unzen im Werte von 114 018 Pfund Sterling gegen 27 446 Unzen im Werte von 116 584 Pfund Sterling im Mai d. I. Ende des Monats waren in Goldminen 183 431, in Kohlenbergwerken 9423 und in Diamcmtenminen 12 044, insgesamt 204 898 Arbeiter beschäftigt.

Märkte.

Gießen, 12. Juli. Marktbericht. Auf heutigem Wochen­markte kostete: Biitter pr. Pfd. 1.151.20 Mk^ Hühnereier 1 St. 78 Psg., Enteneier 1 Stück 8 Pfg., Käse pr. St. 68 Pf., Kasematte pr. St. 56 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,801,00 Wik., Hühner pr. St. 1,001,60 Mk^ Hahnen pr. Stück 0,801,80 Mk. Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Mk., Ochsenfleisch pr. Pfd. 80 bis 88 Pfg., Kuhfleisch und Rindfleisch pr. Pfund 7074 Pfg., Schweine­fleisch pr. Pfund 8096 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 8688 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 6084 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 7.50 bis 8.00 Mk., Zwiebeln per Ztr. 9,0010,00 Mk^ Milch per Liter 20 Pfg., Kirschen per Pfund 4050 Pfg., Nüsse 100 Stück 50 bis 00 Pfg., per Ztr. 000 Mk. Marktzeit von 71 Uhr.

-th. Gießen, 11. Juli. Die Zufuhren auf Oswalds Garten in Stroh haben ganz aufgehört und die in Heu haben in den letzten 814 Tagen sehr nachgelassen. Die Schuld daran trägt das nasse Wetter, das die Heuernte sehr beeinträchtigt hat. Ter Preis für gutes Heu ist wieder gestiegen; der Zentner wird nicht unter 3 Mk. verkauft.

Kartoffelmarkt-Bericht vom 11. Juli 1910. Dortmund: Blaue Mk. 4.20, Holländer Mäuse Mk. 4.70. Hagen i. W.: Frühe weiße, Kaiserkrone Mk. 3.70, Oval blaue Mk. 3.90, Nieren, Paulsens Juli Alk. 3.00, Holländer Mäuse Mk. 4.50, Belgische Mäuse Mk. 4.05. Crefeld: Frühgelbe Mk. 6.00, Nieren, Paulsens Juli Mk. 5.75. Kem p eii a. R h.: Neue lange Mk. 8.00, Holländer Mäuse Mk. 10.00, runde Eier- tartosseln Mk. 10.00. Köln a. Rh.: Oval blaue, sächsische Alk. 3.75, Belgische Nieren 3)lf. 4.00, Niederrheinische Nieren Mk. 4.20, Hannoversche rote Rosen Mk. 3.25, Frühe weiße, Kaiserkrone Mk. 3.50. Mannhei m: 9leue Pfälzer Kaiserkronen Mk. 3.50. Willich: Holländer Mäuse Mk. 10.00. (Alles für 50 Kg.)

F.C. Wiesbaden. Viehhof-Marktbericht vom 11. Juli. Austrieb.: Rinder 124, Kälber 45, Schafe 35, Schweine 27L

Tendenz: Rinder gedrückt, Kälber mittelniäßig, Schate mittel- mäßig, Schweine mittelmäßig. Preis Durch-

pro 100 Pfd. schnittspreis Gebend. Schlacht. pro 100 Pfund Ochsen. h kiL Gebend,Schlacht,

Vollfleischige, auäflemäftete, höchsten »wich.

Schlachtwertes, höchstens 6 Jahre alt 4550 8189 47 85

Junge, fleischige, nicht auSgmicislete und ältere aus^emästete 4044 7377 42 75

Mäßig genährte junge und gut ge- liährte ältere ..... 3639 7173 37 72

Färsen, K ü h e.

Vollfleischige ausgemästete Färsen höchst. Schlachtwertes 4247 8085 44 82

Vollflelschige ausgemästete Kühe höchst.

Schlachtwertes dis zu 7 Jahren. . 4044 7380 42 76

Aeltere ausgemästete Kühe und wenig

gut entwickelte jüngere Kühe u. Färsen 3639 6870 37 69

Mäßig genährte Kühe und Färsen . . 2934 5664 31 60

Kälber.

Feinste Plast- (Vollmilchniast) und beste

Smlgkälber 5963 98105 61 101

Mittlere Mast- und gute Saugkälber . 5459 9398 56 95

Geringere Saugkälber . . .... 4550 7583 47 79

Schafe.

Mastlämmer und jüngere Masthammel 4041 8082 40 81

Schwein e.

Vollfleifchige Schweine bis zu 2 Zentner

Lebendgewicht ...... 5355 6870 54 69

Vollfleifchige Schweine über 2 Zentner

Lebendgewicht . ...... 5355 6870 54 69

Fleischige Schweine 5154 6668 52 67

(In einem Teil der Auflage wiederholt.)

ie. Frankfurt a. M., 11. Juli. (Orig.-Telegr. desGieß. Anz.^) Amtliche 9lotierungen der heutigen Fruch tliiarktpreis e: Werzen Alk. 20.6021.0U, Kurhessischer Alk. 21.2500.00, La Plata Kansas Alk. 00.0000.00, Roggen (hiesiger) Alk. 14.75 bis Mk. 15.00, Gerste (Wetterauer) Alk. 14.7515.00, Gerste Franken Pfälzer Ried Mk. 16.5017.00, Kleie Alk. 00.00-00.00, Hafer 15.2516.00, Mais Alk. 15.5015.75, Weizenmehl 0 Alk. 28.00 bis 29.00, 2. Qualität Alk. 23.7500.00, 3. Qualität Alk. 22.25 bis Alk. 00.00, 4. Qualität Alk. 00.00-00.00, Roggenmehl 0 Alk. 22.0022.25, 1. QualitätMk. 19.0019.50, 2. Qual. Mk. 00 00 bis 00.00, Weizenkleie Alk. 8.50 bis Alk. 9.00, Weizenschale Alk. 00.0000.00, Roggenkleie Mk. 9100 bis Mk. 9.50, Alalzkeime Alk. 00.0000.00, Biertreber 12.4013.00 Alles per 100 Kg. ab hier.

fc. Frankfurt a. M., 11. Juli. (Orig.-Telegr. des ^Gieß. Anzeigers".) K a r t o f f e l m a r k t. Man notierte : Kartoffeln m Waggons Mk. 5.756.00, im Kleinhandel Alk. 6.507.00 für je

100 Kg.

fe. Frankfurt a.M. Viehhof-Marktbericht vom 11. Juli. Auftrieb: Rinder: 1630 (darunter 546 Ochsen [36 aus Oesterreich), 92 Bullen, 992 Kühe), Kälber 111, Schafe 289, Schweine 1569.

Tendenz: Rinder schleppend, Ueberstand unbedeutend, Kälber glatt geräumt, Schafe ruhig, Schweine mäßig, liicht ganz geräumt.

Preis pro 100 Pfd.

Lebend- Schlacht-

Ochsen.

Vollfleischige, ausgemaftete, höchsten Schlacht- wertes, höchstens 6 Jahre alt Junge fleischige, nicht aiisgemästete und ältere ausgemästete

Mäßig genährte junge und gut genährte ältere Bullen.

Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtw. 6ollsleijchige, jüngere Färsen, Kühe.

Vollfleischige ausgeni. Färsen höchst. Schlachtw.

Vollfleijchige ausgemästete Kühe höchstenSchlacht- wertes bis zu 7 Jahren ...

Aeltere ausgemästete Kühe und wenig gut ent­wickelte jüngere Kühe und Färsen .... Mäßig genährte Kühe und Färsen Gering genährte Kühe und Färsen Kälber.

Feinste Mast-(Dollmilchmast) u. beste Saugkälber

Mittlere Alast- und gute Saugkälber ....

Geringere Saugkälber

Schafe.

Mastlämmer und jüngere Alasthammel . . .

Aeltere Masthammel und gut genährte Schafe

gewicht Mk, Mk.

4754 85-94

4346 7883

4042 7477

4446 7377

3943 6571

43-48 7684

40-44 72-76

34-40 6674

25-30 5060 2022 45-49

5060 93100

53-55 89-92

5051 8487

37-39 7882

35-37 7300

S ch weine.

Vollfleifchige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht 53.00 00.00

Vollfleifchige Schweine über 2 Zentner

Lebendgewicht 54.0056.00

Vollfleifchige Schweine über 21/, Zentner

Lebendgewicht. 54.0056.00

Fettschweme über 3 Ztr.Lebendgew. . 52.5053.50

66.00-70.00

68.0070.00

70,0071.00

67.0070.00

Verantwortlich für den politischen Teil i. 23.: R. Lange.

Meteorologische Beobachtungen der Station Siehen.

Juli

1910

a ä L« Q- s_» I"

11.

11.

12.

216

745,6

19,8

11,5

67

9*

746,3

16.6

11,9

84

7

748,0

15,0

11,4

90

Höchste Temperatur am 10.

Niedrigste r 10.

Niederschlag: 0,2 mm.

Wind­richtung

Windstärke

Grad I

da Bewölkung tn gehntel der flchtb. Himmelsfl. I

Wetter

N

4

8

Bew. Himmel

N

2

8

6

Soiinenschein

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f- 21,0 0 0.

11.

= -

13,3 "0.

Das Richtige gefunden!

Stuttgart, 23. Dez. 1909. Ich gebrauche feit '/« Jahr monatlich 1 PaketBioson" bei nervös. Heräklopfew ncTVÖf.Verdauungsstörungen und überhaupt bei allgemeiner nervöser Schwäche. Ich kaim Ihnen nun erfreulicherweise Mitteilen, daß sich, seitdem ichBioson" trinke, mein Befinden bedeutend gebessert hat, so daß ich wieder eine leichte Beschäftigung verrichten kann, was gewiß viel ist, ja sehr viel, wenn man bedenkt, daß ich beinahe 2 Jahre au jeder Arbeit uusähig war. Ich gebrauchte alle möglichen Präparate, aber ohne besonderen Er­folg, bis ich auf ihrBiofon" aufmerksam wurde,- da hatte ich nun das Richtige gesunden Schon nach Verbrauch des ersten Paketes fühlte ich mich bedeutend wohler, bekam wieder mehr Selbftvcnrauen, die Verdauung wurde geregelter und überhaupt der ganze Körper kräftiger. Möge sich jeder, der Kräftigung bedarf, demBiofon" zu­wenden, es wird ihn sicher nicht im Stiche lassen. Meine Schwägerin Hal auch schon das 2. Paket,- sie trinkl es bet Blutarmut und ist sehr zufrieden damit. Hochachlend grüßt Wilh. Belz. Gerberstr. 17 I. Unterschrift beglaubigt: Dr. August Danr, Notar. Biosan ist d. beste u. billig,te Kräftigungsmittel. Paket 3 Akt. i. Apotheken, Drogerien, b3*/*