Ausgabe 
11.3.1910 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

j

des

65.30

7 181.60

Türkenlose . .

4% Griech. Monopol-Anl... 49.00

113.20

I

Prince^ Henri Eisenbahn '

-Berliner Börse, 10. März. Altai *5cm.

der letztere hinausgeivorien wurde, griff er zum Revolver und 4 Schüsse ab, die zum Glück nicht trafen. Sonucm, mit dem Hille eines Dolmetschers verhandelt werden mußte, gab an, eifersüchtiger Landsmann habe ihn erdolchen wollen. Er

91.75

69.45

100.00

108.6<l

180.90

Elektriz. Lahmerer .

Eicktriz. Sehuckert . Eschweiler Bergwerk

den Als gab mit em

3°/ ii / nf ° ii r

92 00

100.05

99.00

95.50

Berliner Handelsges. Darmstädter Bank ,. Deutsche bank . . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto - Kommandit Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . Baltimore- and Ohio- Eisenbahn .. .

Gotthardbahn . . / Lombard. Eisenbahn. Ocsterr. Staatsbabu .

. 108.00

. 135.90

. 204.30

100.50

98.20

94.70

Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Hafener Bergwerk . -.. . Laurahütte . z.; Nordd. Lloyd .r . . .

Oberschles. Eisen-Industrie

23.2-)

161.70

135.00

ILnpener Bergwerk . Laurahütte . . . . Lombarden E. B. . c..

Nordd. Lloyd

Türkenlusc . 1.

4°i0 äussere Argentinier..

3°/0 Mexikaner .

47,% Chinesen . -

nalisation in sehr schlechtem Zustand sei. Auch jenseits der Stein- 'traßc sei der Asterweg in sehr schlechtem Zustand.

Stadtv. Dr. Biermcr möchte den unwürdigen Zustand brr Lonystraße beseitigt haben. Seit zehn Jahren warte er vergebene daraus, seinen Straßenkostenbeitrag bezahlen zu können. Wmig- tens solle man für einen trockenen Zugang zu den Däusern sorgen.

Oberbürgermeister Mecum bemerkt dazu, die Befestigung der Lonystraßc bedinge die Errichtung einer Futtermauer nach der Wieseck zu und erfordere 30 000 9)1 f Ob aus anderem Wege eine Besserung möglich sei, werde gegenwärtig geprüft.

(Schluß folgt.)

3'/,77 Reichsanleihe 3°,'n - do.

203.00

176.30

liirdie und Schule»

-d. Bad Nauheim, 10. Marz. Gestern Wurde die F r ü h- a h rs k o n i e r e n z der Lehrer des Bezirks Bad Naubeim

Handel.

** Die Versendung mehrerer Pakete mit einer Postpaketadresse ist für die Zeit üom 20. b is ein ch ließ! ich 2 7. März weder im inneren deutschen Ver­kehr noch ein Verkehr mit dem Ausland ausgenommen Argentinien gestattet. Nach Argentinien können aud/ in dieser Zeit mehrere, jedoch höchstens drei Pakete, nut einer Postpaketadresse versandt werden.

Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften Frankfurt a. ML Das Vorlesungsverzeichnis fürdas am 26. April beginnende Sommersemester, das auch, sämt­liche Fächer der Handelshochschule einschließt, lototc btc Prüfungsordnungen f. d. kaufmänn. Diplom-, die -Dandelv- lehrer- n. die Versicherungsverständtgen-PruflMgen werden unentgeltlich von der Quästur zugesandt. Der Verwal- lungsausschuß: i>r. Adickes, L>berbltrgermeisler

fhv""..

9380

84.60

93.75

84.55

TeQefoniscSie Kursberichte

Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für. Hande" und IndustrieV'GiesserL

Frankfarter Börse, 10. März, 1.15 Uhr.

Antrages eine Eingabe an den Reichstag gerichtet und in dem Schlußsatz der Eingabe auf die Belästigung der Teilnehmer durch die Zählung jedes einzelnen Gespräches und die daraus sich er­gebenden Streitigkeiten hingewiesen habe. Auch die Ausfüh­rungen des Direktors Hagemann hätten ihn nicht von seiner An­sicht abgebrackst.

Stadtv. Dr. B i e r m e r führt aus, er habe durch die ihm ge­machten Mitteilungen pes Direktors Hagemann doch Bedenken gehabt, ob es richtig sei, daß eine Mittelstadt wie Gießen sich gegen die geplante Neuregelung aussprechc, da doch die größere Anzahl der .angeschlossenen Teilnehmer Vorteile von der Neu­einrichtung hätten. Er sei an der Teilnahme an der Sitzung des Finanzausschusses, in der die Eingabe beschlossen wurde, verhindert gewesen, wolle aber nicht unerwähnt lassen, daß eine Solidarität von Handel und Verkehr nicht ohne weiteres vorhanden sei. Groß­handel und '«Großindustrie hätten die führende Rolle in gemein­samen Standesfragen, 'aber ihre Interessen kollidierten erheblich mit denen des Kleinhandels und des Handwerks, sowie der privaten Teilnehmer am Telephon.

Stadtv. Krumm 'unterstützt die Ausführungen des Stadtv. Eichenauer. Damit 'ködere ihn die Neichsregierung nicht, daß er vielleicht für sich einige Mark am Telephon spare. Ihn bestimme die fortwährende Belastung des Handels stand es zu seiner Stellung­nahme. Wenn auch einzelne ein paar Mark Vorteile von der Neuerung hätten, 'so sei es doch Tatsache, daß wieder Millionen damit aus dem Handelsstand gezogen werden sollten. Handel und Industrie sollten sich solidarftch gegen diese fiskalischen Ten­denzen wehren.'

Stadtv. Heichelheim ist derselben Ansicht und gibt seiner Freude Ausdruck, daß die Stadtverordneten sich in dieser Frage mit dem Handelsstand solidarisch erklärt hätten. Auch die Handels­kammer habe eine Eingabe gegen die geplante Gebührenordnung schon vor längerer Zeit an den Reichstag gerichtet. Die Ermäßi­gung der Gesprächsgebühr mache für die, die das Telephon nicht viel benutzen, doch nicht viel aus, deshalb sei es am besten, wenn es bei der seitherigen Weise der Gebührenberechnung bleibe.

Stadtv. Dr. Biermer macht darauf ausmertsam, daß die Stadtverordneten-Versammlung nicht nur den Handel und Ver­kehr, sondern auch die Konsumenten zu vertreten habe. Wenn die neue Gebührenordnung auch aus fiskalischen Gestchtspunkten heraus entstanden sei, so sei doch nicht zu verkennen, daß mit ihr mehr Gerechtigkeit in die Gebührenerhebung komme. Jedenfalls werde Gießen nichts zu den erhofften Mehreinnahmen beitragen.

Stadtv. L ö b e r ist durch die Ausführungen des Direktors Hagemann davon überzeugt worden, daß durch die neue Ge­bührenordnung die kleineren Teilnehmer und namentlich der Mittelstaird Vorteile hätten.

Bauaesuchc.

Hermann Bender braucht für seinen Neubau Bleichstraße 3 Dispens von § 18 des Ortsbaustatuts, der befürwortet wird.

Jakob Heilbronner will auf dem Grundstück Nittergasse7 einen Neubau errichten, bei dem der Hof fehlt. Da das Haus auf zwei Seiten an Straßen steht, befürwortet die Versammlung den Drspens von § 16 des Ortsbaustatuts.

P. Christophers en hat an seinem Hause Friedrichstraße 7 einen Erker anbringen lassen, der angeblich durch ein Ver- ehen des Zimmermanns statt der genehmigten 95 Cm. 1,10 Meter in die Straßenflucht hervorragt. Aus prinzipiellen Gründen erklärt sich die Versammlung gegen die nachgesuchte nachträgliche T-isvensbesürwortung.

Der Eisvereiu beabsichtigt, auf der Eisbahn einen Musik­tempel und ein Eisvereinshaus zu errichten. Die Stadt, die Eigentümerin des Bodens ist, auf den das Haus zu stehen kommt, erklärt, sich auf Widerruf mit dessen Errichtung einverstanden und befürwortet die erforderliche Befteiung von den Bestimmungen der §§ 15 und 18 des Ortsbaustatuts.

Stadw. Huhn regt an, daß das Gebäude etwa 30 Meter von der Straße weg errichtet werden möge, damit einer späteren Ver­wertung der Bauplätze an der Straße fein Hindernis bereitet werde.

Der Vorsitzende meint, die Stadt werde mit Rücksicht auf den schönen Blick in das Busecker Tal dort keine Bauplätze verkaufen.

Ludwig Huhn will Ecke der Bleichstraße und Stephanftraße drei Wohnhäuser errichten, die sämtlich Erker mit 40 cm Aus­ladung erhalten sollen. 'Die Versammlung ist hiermit eiiroer- standen unb befürwortet weiter, daß die eine Einfahrt mir die Hälfte der vorgeschriebenen Breite erhalten soll.

Heinrich Weber will im Altenfeld, also außerhalb des Srts- bauplans, eine Halle errichten. Die Versammlung ist damit ein­verstanden, wenn der Bauherr den üblick>en Revers unterschreibt.

Wiederherstellung von Straßen 1910.

Wie der Vorsitzende mitteilt, werden für die infolge der Kanalisation in sehr schlechtem Zustand befindlichen Straßen noch 1410 000 Mk. erforderlich sein. Im vergangenen Jahr wurden für 400 000 Mk. Straßenberftellungen ausgeführt, wodurch der Voranschlag stark belastet und das Tiefbauamt so sehr in An­spruch genommen wurde, daß es nur mit sehr anstrengender Arbeit damit fertig werden konnte. Deshalb sollen in Zukunft jedes Jahr nur 200 000 bis 250 000 Mk. für die Wiederherstellung von Straßen verwendet werden. In diesem Jahr sind folgende Arbeiten vorgesehen:

Bürgersteigbesestigung in der Ebelstraße zwischen Riegelpfad und Wilhelmswaße 6600 Mk., Neubefestigung der Wetzsteingasse vom Lindenplatz bis zum GäßchenAuf der Bach" mit Asphalt

humoristischer.

* Vielsagend. . . . Der .Herr Rat scheint unter seiner verstorbenen Frau viel ausgestanden zu haben."Weshalb glauben Sie das?"Weil er seine VillaAmalienheim" jetztWilhelmsruhe" getauft hat."

* Abgeführü Köchin:Nachdem ich meinePlwtogravlste der Herrschaft eingeschickt hatte, bekam ich sofort die Stellung!" Freundin:Tie Frau ist wahrscheinlich sehr eifersüchtig!"

Hatzfeld ein Tanz ftattianb, fiel Benchardini mit seiner Frau in Saal, weil ihm Sounati angeblich ein Bein gestellt hätte.

unter dem Vorsitz von Schulrat Süß-Friedberg abgehalten. Lemer H. Wagner- Bad Nauheim iura ob überSprachlehre u n d Rechtschreiben auf der Unterstufe*. Ter Redner wußte das Thema dadurch besonders anregend zu gestalten, daß er die Konierenz hauptsächlich mit den Erfahrungen aus der eignen Praxis bekannt machte. Ter zweite Punkt der Tages­ordnung war ein Thema von mehr unterhaltender Art. Lehrer W e st p i a h l - Wöliersheim hielt einen anschaulichen, mit Humor gewürzten Vortrag über eine vom deutschen Flöt enverein ver­anstaltete Setter fahrt an die Wasserkante, an der er sich beteiligt hat. Tie Ausführungen der beiden Redner wurden mit Beifall ausgenommen. Dieselben Themen standen auch auf der Tagesordnung auf den Frühjahrskonferenzen der übrigen Bs» zirke des Kreises (Butzbach, Vilbel und Friedberg).

. ........ Aktien:

Bochum Guss . ar: -45.o0

Buderus E. W.11L70

Tendenz: fest.

GeriehtssaaL.

B. B. Darmstadt, 11. März. Tas Kriegsgericht der 25. Division verhandelte beute gegen den Ersatzreservisten Iah. Adam Berg aus Friedberg. Der lUngeflagte kam seiner Meldepflicht "bei dem Bezirkskommando nicht nach, weil er tu Nauheim einen schweren Rück'allödiebstahl verübt hatte und sich dadurch der Verfolgung der Staatsanwaltschaft in Gießen ent­ziehen wollte. Vor kurzem ist er ergriffen worden und befindet sich zurzeit in Untersuchungshaft. Für das militärische Vergehen erhielt er die M indest sträfe von 43 Tagen G e f ä n g u i s.

ss Marburg, 10. März. Ein Sieb ft reit zwischen zwei Italienern, nämlid) den Bahnarbeitern Umberto Sounati aus Seansano und seinem Landsmann Bernhardini bc- chäftlgte heute das Schwurgericht. Dec letztere hatte sich im Sauerland eine junge Frau angeschast't und diese war die Ursache, daß er sich nut seinem Freunde überwarf. Als am 7. Februar in

r-16 90 1-13.90 203.20 176.80 108.10 108.50 181.20 136.40 258.70 154.50 lo7.0u 166 00 214.25

3l/2"|0 Oberhessen « . =r.

4°/0 Oesterr. Goldrente.T. 4'/z°/ Oesterr. Silbenente.

4°/0 Ungar. Goldrente .^ .

4°,0 Italien. Rente .'«.«.i 3°/0 Portugiesen Serie I 3% Portugiesen III .

4*/,°/o russ. Staatsaul. 1905 4*/iOi'o japan. Staatsanleihe 4% Conv.Tiirken von 1903

Sitzung der Stadtverordneten.

Gießen, 10. März.

Anwesend sind: Oberbürgermeister Mecum, die Beigeordneten Keller, Georgi; die Stadtverordneten: Dr. Biermer, Brück, Dr. Ebel, Eichenauer, Emmelius, Gabriel, Habenicht, Haubach, Heichel- hc m, Helfrich, Helm, Huhn, Iann,'Jughardt, Krumm, Leib, Lover, Loos, Orbig, Petri, Plank, Schaffstaedt, Simon, Troß, Wallenfels und Winn.

Die Fernsprechgebühren.

Stadtv. Eichenauer, der seinerzeit den Antrag gestellt hat, die Stadt möge eine Eingabe an den Reichstag gegen die geplante Aendcrung der Fcrniprechgebührenordnung machen, wendet sich in längeren Ausführungen gegen den Artikel des Telegraphendirektors Hagemann zu diesem Gegenstand in Nr. 56 des G- A. Der Ar­tikel versuche nackzuweifen, daß die Fernsprechteilnehmer in Gießen und überhaupt kleineren Städten Nutzen von der beabfichtigten Aen- yhsL&m. Er (Redner) bestreite eine vorübergehend ein­tretende Ernmßigung der Gebühren für einen Teil der ange- fchlossenen Leuie^nicht Er vermifie aber in dem Artikel ein Ein­gehen auf die Tatsache, daß die Benutzung des Telephons be­ständig zunchmc. Erfahrungsgenräß wachse die Zahl der An- schlüssc in Gießen alljährlich um 70 bis 80, so daß in etwa drei Jahren die Zahl luOO erreicht sein werde. Dann werde eine bedeutende Erhöhung der Grundgebühr auf 65 Mk. eintreten. Außerdem wachse die Benutzung des Telephons täglich und bei Ein­führung der Gesprächszählung würde bei durchichnittlich 10 Ge- ivrächen täglich die Gevühr 185 Mk. betragen, bei 20 Gesprächen 305 Mk., bei 30 425 Mk. und bei 33 Vs 435 Mk. Mit der Er­reichung der letzterwähnten Durchschnfttszahl trete dann das Er­fordernis eines zweiten Anschlusses ein. Es sei aber nicht allein bi- finanzielle Belastung, gegen die er wie die gesamte Handlls- rodt sei, sondern der Geist der Fiskalität sei zu bekämpfen, der Handel und Wandel Hemmschuhe anlege, nolch dazu in einer Zeit wirtschaftlicher Depression. Wenn Direktor Hagemann darauf Hin­weise, daß der angeschlossene Teilnehmer von dem Benutzer des Telephons 10 Psg. erheben könne, so sei zu erwidern, daß dies im wirtschaftlichen Leben zumeilt ein Ding der Unmöglichkeit sein werde. Der Konkurrenzkampf werde dies nicht zulaisen und wenn es wirklich, z. B. in Hotels, burciigeiuljrt werden könne, bedeute es eine erneute Belastung des Reiseverkehrs. Er fei dankbar dafür, daß d.er .Finanzausschuß ganz im, Sinne feines.

Cauada E.B......183.70

Darmstädter Bank . . . 136.60

Deutsche Bank . . . 258.50

Dortmunder-Union C. a* . . 95.10

Dresdner Bank . . 165.70

Tendenz: behauptet.

in jeder beliebigen Schriftart und Karton' ? 1*1 forte, sowie mit Zirkeln aller studentischen

V Vereinigungen, liefert zu mäßigen preisen

tzrühl'sche UniveksMs-druckerei, Schulstrahe Z

wurde wegen T o t s ch l a g S v e r s u ch S zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt.

kW. München, 10. März. Bor der Iugenbstras - :ammer wurde heute nachmittag gegen den 18jährigen Monteurgehilsen Kellner verhandeu, der im Oktober v. I. einen Sprengstoff entwendet und einen Teil in der Nähe des Rathauses zur Explosion gebracht und einen Teil nahe beim Justizpalast niedergelegt hatte. Gleichzeitig wurde gegen drei weitere Angeklagte verhandelt, die Kellner zur Flucht verhalfen. Das Urteil lautete für Kellner auf 15 Mo­nate Gefängnis, wovon vier Monate Untersuchungshast angerechnet wurden. Tie klebrigen wurden zu Gefängnis trafen von einer bis vier Wochen verurteilt.

3'/,°/0 Konsols ?

do. MM

Hessen . te. .»

4500 Mk., Neubefestiguna der Süd-Anlage zwischen Bismarckstraße und Selters kor 31500 Mk., Herstellung non gepflasterten Fuß­gänger wegen in der Süd-Anlage 2800 Mk., Befestigung der Auf­fahrtrampe zum Stadttheater non der Iohamiesstrahe bis zur Theaterkasse 2000 Mk., Neubefestigung der Steinstraße zwischen Schiller- und Dammstraße 10 200 Mk., Desgleichen der Straße Ost-Anlage von der Wiesenstraße bis zum Walltor 30 500 Mk., Desgleichen der Senckenbergstraße 15 000 Mk., Desgleichen des Eichw-egs 4900 Mk., Neubefestigung der Straße Nord-Anlage vom Neustädtertor bis zur Steinstratze 15 800 Nik., Nord-Llnlage, Fuß­weg von Steinstraße bis Brauerei Denninghoft 5000 Mk., Her­stellung eines betieften Bürgersteigs und einer gepflasterten Gosse an der Kaiser-Allee vor den Kasernen 1700 Mk., Befestigung des Fußwegs am Treppenaufgang der Fußwegübersul)rung am Ober­hessischen Bahnhof 460 Ml., Neubefestigung der Gvethestraße zwi­schen Seltersweg und Süd-Anlage 6000 Mk., Desgleichen der Löwengasse 10 600 Mk., Desgleichen der BrAugasse 10500 Mk., Desgleichen der Mettcrgasse 3000 Mk., Desgleichen der Brand- gasse 8000 Mk., Desgleichen der Schloßgasse 6200 Mk., Desgleichen der Licher Straße 36 000 Mk. Bürgersteigbcfestigung in der Ste­phanstraße zwischen Goethe- und Bleichstraße 3500 Mk., Be­festigung der Hammstraße zwischen den Unterführungen an der Wesd-Anlage und der Neustadt 22 000 Mk Beseitigung des Zu- gangswegs zum Volksbad von der West-Anlage aus 3450 Mk., Neupflasterung der Fahrbahn der Liebigstraße zwischen Frankfurter Straße und Oberhess. Eisenbahn 3200 Mk., Neubefestigung des Großen Steinwegs 13500 Mk., Gesamtbetrag 237 210 Mk.

Stadtv. Troß erinnert daran, daß schon früher die Her­stellung der Rodheimer Straße versprochen worden sei. Wenig­stens die Bürgersteige solle man anlegen, da die Zustände sehr schlecht seien. Den Stadtteil rechts der Lahn lasse man leider immer links liegen (Heiterkeit).

Der Vorsitzende macht darauf aufmerksam, daß man mit Rücksicht auf die noch ausstehende Kanalisation des Stadtteils rechts der Lahn iwch mit der Herstellung der Rodheimer Straße warten müsse. Im nächsten Jahr werde das Schlachthaus an Den Kanal angeschlossen, so daß die Einführung der Kanalisation rechts der Lahn in den nächsten Jahren erfolgen könne.

Stadw. Krumm möchte den Zustand der Rodheimer Straße trotzdem jetzt schon verbessert haben. Weiter spricht er für die alsbaldige Neupftasterung der Wollengasse, die stark begangen sei und bei Regeiiwetter nur mit Stelzen zu passieren sei. Ieden> falls sei ihre Herstellung nötiger, als die des Großen Steiinvegs.

Der Vorsitzende erwidert, bezüglich des Großen Stcüu Weges liege ein früherer Beschluß der Stadtverordneten vor. Die Wolkengaife sei für nächstes Jahr vorgesehen.

Stadtv. L ö b c r tritt für die Neiibefestigung des Asterwegs zwischen Mrd-Anlage und .Steinsttaße ein, feer durch feie Ka-

Mädchenhandels aus eigener umfassender Wirksamkeit be­richten raun. Der Vortrag findet am nächsten Montag im Hotel Schütz bei freiem Eintritt statt.

** Verkauf v on Pflafter steinen nach Ge­wicht. Die Stadt hat einen größeren Posten Pflastersteine, die bei her Neupflasterung der Straßen ausgeschossen ist, zum Verkauf gestelli. Die Leute von jenseits der Lahn machen starten Gebrauch von der Gelegenheit, für ihre Hofreiten billige Pflastersteine zu erstehen. Da das Aufsetzen des min­derwertigen Materials um den kubischen Inhalt zu er­mitteln) zu kostspielig ist, hat das Tiesbauamt auf der Wage seststellen lassen, w-e viel Zentner die Steine wiegen und hiernach wird der Breis der Steine berechnet.

= Lich, 10. März. Die hiesigen Aufführungen des daterländischen FestspielsBarbarcs^as ErwachenDeutsch­lands Erhebung und Einigung", das bereits einen wahren Siegeslauf hinter sich bat, beginnen morgen abend. Die Besucher werden ihre Freude an dem Glanz der so über alles eindrucksvollen Szenerien haben, die Direktor Ber­ning zu einem großen, glanz-vollen Ganzen meisterhaft zu verbinden verstanden hat, und in bereit Mittelpunkt opfer­freudige Licher als Darstellerinnen und Darsteller tätig sind. Es ist viel und treu gearbeitet worden, aber der Zweck ist auch gut, und wenn sich am Schluß der Auf­führungen ein hübscher UeberschuB für die ergibt, denen die Veranstaltung zu gute tommen soll, so ist bas für alle Lohn, bar boppelt lohnt".

-r. Angersbach, 9. März. Unser Nachbarort Lan­denhausen nimmt die Feldbereinigung vor unb !An g er s b ach ist bamit vor bie Notwendigkeit gestellt, eine Grenzregulierung vorzunehmen. Ties ist für unseren Ort ein Anstoß, der wichtigen Frage der Feldbereinigung auch für unsere ausgedehnten Fluren näher zu treten. Um bie hiesigen Landwirte mehr für die Sache zu interessieren, hatte der lanbw. Verein Lauterbach heute abend hier eine Versa m inlung einberufen, in der Lanbwirtschaftslehrer Heck- Alsfeld über das Thema:Die Vorteile unb bie Not­wendigkeit der Ausführung der .Feldbereinigung" sprach. Die zahlreich) erschienenen Zuhörer verfolgten mit Interesse den Vortrag, in dem ausgeführt wurde, daß bie Felbbereini- gung für bie neuzeitliche Landwirtschaft, bie sich den gegen früher gänzlich veränderten Verhältnissen gewachsen zeigen muß, eine dringende Notwendigkeit darstellt. Namentlich ,in Oberhessen fände sich noch vielfach bie sog. Dreifelderwirt­schaft, die aus der Zeit Karls des Großen stammt und dann jahrhundertelang ausgeübt wurde, als man überwiegend nur Körnerfrüchte anbaute. Diese Methode paßt nicht mehr in unsere Zeit; die Feldbereinigung in chrer mannigfachen Wechselwirtnng stellt aber ein Mittel dar, der Landwirtschaft -ganz andere Wege zu weisen, damit erhöht sich der Boden- Vertrag ganz bedeutend, neben allgemeiner Wertsteigerung der Grundstücke. Schon bie Rücksicht auf ihre Nachkommen sollte die Landwirte anspornen, die Feldbereinigung mög­lichst bald vorzunehmeU. Der Redner wies auch die Au­fsicht als irrtlunlich zurück, als- sei die Feldbereinigung in der Hauptsache nur eine Art von Zusammenlegung der iGrundstitcke. Das letztere ist aber mchr nebensächlich unb durchaus bem freien Entschließen der Gemeinben anheim- igestellt.

k. Harbach, 10. März. Gestern abend machte der 'Schreinermeister unb Totenbeschauer Heinrich Küpper, Witwer, hier in seiner Wohnung feinem Leben durch Erhängen ein Ende. Er war ein tüchtiger, fleißiger Mann, feit vorigen Herbst war er kraul und dies scheint der Grund zu dem 'Selbstmord gewesen zu fein.

bm. Heuchelheim i. d. W., 10. März. Im Faist- ischen Saale fand gestern ein von Lehrer Maurer, dem Vor- :filjenben des hiesigen Zweigvereins des Evangelischen Bundes, geleiteter Familieuabend statt. Pfarrer Vogel von Reichelsheim zeigte in prächtigen Lichtbildern eineReise um die Welt^ und verstand es, durch seine anschaulichen, oft mit Humor gewürzten Erläuterungen die Versammelten bis zum Schlüsse der etwa zweistündigen Vorführung zu 'fesseln. Vorträge des Gesangvereins und allgemeine Lieder verschönten den Abend.

4- Albshausen, 9. März. Hier hat sich ein ^Turnverein gebildet, dem sofort 30 Mitglieder beigetreten sind. Unser Gesangverein, gegründet 1885, kommt jetzt in den Besitz einer Fahne, die am ersten Julisonntag eingeweiht werden soll.

* Aus Kurh essen, 10. März. Im Jahre 1909 brachte der Verkauf des Gerneindeobstes in Kur- hessen insgesamt 191918,57 Mk. ein gegen 242 560,43 Mk. im Jahre 1908. Am besten schnitt wieder der Kreis Hof­geismar ab, der für 32 121,30 Mk. Gemeindeobst verkaufte. Das schlechteste Geschäft machte mit 603 Mk. der Kreis Hanau.

Ki

Hl!

Tie

-eMschlai !! Iiciicu auf

Geil

Kro

M

Es

die zur U Weikbir

der Gebi ülüfilflai bc.usi. - iitt,t vife zu oena

vachüW mßbeionbi Mwu 1_____3uir

. .M jlc iiiuitüd j.' ÄÄ1 i Wntüjf

j?ie'

I. r>. Mi ; «Wiviin ||! W'bute fl 2om kW. i'oQ wiidlmii . rus für i j : wnnnben,

.. Tic b Miiern , Tic E

Wen. Ä, S find

««lleemjn

Steuer

fir ^*9C!öOti( ' ^tfenti S'tnnet - j

Alien t ®ießen

Ä.

Khnu N">

ZMi, «djiiu Ml Aller A>der

onnen 2'Mei Ä

m. 1

"A