Drittes Blatt
Nr. 207
159. Jahrgang
G^chemr täglich mtt Ausnahme beS Sonntag».
RIÄG6IS Würze
„MAGGI« gute. sparsame Küche“.
September;
Institut von Dr. Kübel
Gegr. 1874.
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Fr. C. Adams
vörien-Wochenbericht.
= Frankfurt a. M., 3. September.
wieder unter großer Tienstbotennot: der Andrang aus 100 offene Stellen bezifferte r.d) hier nur auf 52. Von den anderen deutschen Landesteilen seien sodann noch Württemberg erwähnt, wo der Andrang 44, und Hamburg, wo er 53 beträgt.
Rotationsdruck und Verlag der vrüblich« UnlversiiälS - Buch- und Steindruckerei R. Lange, Gießen.
Redaktion. Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag; eygä# 5L Redaktion:L^A112. Tel-Adr^AnzeigerGleßen.
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D«e „Siebener Zamillenblätter" werden dem ^Anzeiger' viermal wöchentlich beigeleqt, daS „Kreisblati fit öen Kreis Eiehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zett» fragen" erscheinen monatlich zweimal.
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»iß«"».
Neue Faktoren, die auf die Börse in stärkerem Maße einwirkten, find nicht in die Erscheinung getreten, die alten Argumente, die bisher von günstigem Einfluß gewesen sind — Vertrauen zur Erhaltung des Friedens, wirtschaftlicher Aufstieg, gute Wellernte und Geldflüssigkeit — erweisen sich aber so zugkräftig, daß sie die Bewegung in Fluß erhallen. Selbst an solchen Tagen, an denen die Spekulation Realisationen vornahm, Hal der Markt seinen festen Unterton nicht eingebüßt, denn das 23er trauen des Publikums ist so festgewurzelt, das; alle Warnungen vor einer zu optimistischen Beurteilung fruchtlos bleiben und dem Markte immer neue Kaufaufträge aus dem Publikum zu- strömen. Dabei gehen die Warnungen vielfach von der Industrie aus. Viele Zweige stehen natürlich erst am Anfang einer Besserung, burd) die starke Depression und die Enttäuschungen, die bisher aus ihnen lasteten, ist ihr Vertrauen so erschüttert worden, daß sie allen Symptomen einer Besserung noch mit Mißtrauen begegnen. Aber von den Leitern unserer großen Hüttenwerke wird zugestanden, daß die Aufträge sich mehren, und nur über die niedrigen Preise werden noch Klagen laut. Erweist sich die Zunahme der Aufträge von Dauer, werden auch die Preise hinausgesetzt und tatsächlich hat man bereits damit den Anfang gemacht. Unserer Eisenindustrie kommt in ihrer Stellung im Weltmärkte ledensalls zu statten, daß man auch in England dazu übergeht, soziale Gesetzgebung zu treiben. Dadurch wird aud; die englische Industrie künftighin mit höheren Produktionskosten rechnen müssen und die deutsche Industrie nicht mehr allein mit der Bürde der Lasten, die ihnen die soziale Fürsorge auferlegte, bepackt sein. Diese Aussichten sür unsere Eisenindustrie geben dem Markt für Montanpapiere trotz der hohen Kurse, die sie schon einnehmen, sesten Halt. Interesse entwickelte sick) auch für die Werte der Süd bahn. Man glaubt, daß die Vcrhand-
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Angebotsformulare können daselbst gegen Erstattung der Selbstkosten erhoben werden.
Die Angebote sind bis zum 8. September d. -ö • an 'Herrn Apotheker Welker in Alleudors a. Lda. einzureteyen.
Gießen, den 31. August 1909. <4bUt)
Der Architekt: H. Meyer.
Dienstbotenmangel.
Die Dienstbotennot ist wieder recht empfindlich: es kommen im Reichsdurchschnitt aus ic 100 offene Stellen noch nicht einmal 80 Arbeitsuchende. Es darf aber nicht übersehen werden, daß keineswegs alle deutschen Landesteile unter Dienstbotennot leiben. Ein Blick auf Angebot und Nachfrage in den verschiedenen Gegenden lehrt vielmehr, daß vereinzelt sogar ein Ueberangebot cn Dienstmädchen besteht. Männliche Dienstboten gibt es fast allerorts zuviel; einen Ueberfluß an weiblichen Dienstboten weist soeziell der Arbeitsmarkt in Posen, Westsalen, im Rheinland, im Königreich Sachsen und in Elsaß-Lothringen auf. Jn Westfalen ist das Ueberangebot nur unbedeutend, im Rheinland aber beträchtlich. Es kamen hier, soweit die öffentüdien Arbeitsnachweise darüber Auskunft geben, auf je 100 offene Stellen 110 Arbeitsuchende. Auch int Königreich Sachsen besteht ein
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politische Lagesscbct«.
Geheimkonferenzen beim Katholikentag?
Während Herr Erzberger, der mit der „Köln. Volksztg." in tfefibe lebt, im „Tag" mit Behagen bartut, baß nach der Rede les Kardinals Kopp auf dem Breslauer Katholikentag Herr Bachem IHne Resormidcen wohl aufgeben müsse, weiß die „Schlef. Volks ?tg." noch einige interessante Neuigkeiten mitzuteilen. „Der Präident und Kardinal Kopp haben,so schreibt das Blatt, „die leitenden Persönlichkeiten des Katholikentages und hervorragende Parlamentarier zu gemeinsamen Konferenzen eingeladen." Im ihrigen erhielt Herr Roeren einen Lorbeerkranz. Freilich nur für seinen Kampf um die öffentliche Sittlichkeit. Reden ließ man ihn nicht.
Giehener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberheffen
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Wir eröffnen Montag den v. September, abends i/29 Uhr im Hotel Einhorn
Lehrgänge für Stenographie sPttiö 8 Mk.) und Maschinenschreiben «Preis 4 Mk.j
für Damen und Herren. Anmeldungen an Herrn iS. Lenz, Wolfstraße 4, ober zu Beginn des Unterrichts erbeten.
Lteiloaravlicil-ktscllsAst.Habtlsberger
Arbeitsvergebung.
Die nachfolgenden Arbeiten zum 'Neubau einer Apotheke in Lollar sollen öffentlich vergeben werden:
1) Erd- und Maurerarbeiten
2) Zimmerarbeiten
Kronen zu erwarten sein wird, darum soll sich jetzt aber auch die österreichische Regierung überhaupt mehr die baldige Ordnung her finanziellen Verhältnisse der Geiellschast angelegen fern lassen Deutsche Fonds konnten sich diese Woche leickst bc- seftigen, von fremden Fonds wurden Griechen und Portugiesen besser bezahlt, letztere, trotzdem wieder em recht ungünstiges Budget aufgcftellt worden ist. Bankaktien zogen gier» falls mäßig an, namentlid) die österreichischen Gattungen, auch Schiffahrtsaktien hoben sich etwas. M o n t a n pa pierc, wie fd)on oben erwähnt, meist höher. Von Jndustrie- vapieren stiegen Chemische Albert 30°o, Scheibeanstalt und Ultramarin je 15°,b, Berliner Akkumulatoren und Deutfch Ueber- seeische je 7o,>, auch Peter Gummi gewannen 7o,'o und Preßhefe Bast 11 Wo. Geld hat leicht angezogen, der Herbst fängt an, feine Schatten vorauszuwersen. Zur Erhöhung der PrivatdiSkontoS hat die Tatsache beigettagen, daß die Reichsbank durch daS Reich wieder stärker in Anspruch genommen wurde. Privatdiskonto 21/2°/o.
Weniger Fleisch — statt dessen
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Gegr. 1874. zu Giessen
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ziemlich starkes Ueberangebot: der Andrang bezifferte sich hier im Durchschnitt auf 111 pro je 100 offener Stellen. In Elsaß- Lot bring en erreichte der Andrang sogar eine Höhe von 112,5.
Diesen Landesteilen steht nun allerdings eine Reihe anderer gegenüber, in denen die Dienstbotennot sehr empfindlich ist. So kamen z. B. in der Stadt Berlin auf 100 offene Stellen nicht mehr als 48 Arbeitsuchende, in der Provinz Brandenburg mit Ausschluß Berlins sogar nur 37. In der Provinz Sachsen ist .... — —....... ... ~ -
der Mangel weit weniger empsindlich, ebenso in Schleswig-Hol- lungen über die Tariferhöhungen in Kurze abgefchlosten fem stein und Hannover. Die Provinz Hessen-Nassau leidet dagegen werden und daraus eine jährliche Mehreinnahme von 8 Mil^
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Angehörige von 1J ler 50 Pfg.
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