Ausgabe 
31.3.1909 Erstes Blatt
 
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Unser lieber Sohn und Bruder

Gustav Korell

Fluß- mit) Seefische

G-iessen (Gr. Steinweg 22), den 31. März 1909.

Die Beerdigung findet Freitag den 2. April, vormittags 11 Uhr, auf dem

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wurde gestern abend 9 Uhr im Alter von 32 Jahren von seinem langen, schweren Leiden erlöst.

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Ottawa: Tie kanadische M a nt in c r nahm eine Rest lution an, worin sie sich bereit erklärt, alle notwendigen Ausgaben zur schnellen Errichtung einer tanadch sch en M arine zu bewilligen in inniger Mitwirkung mit jer englischen Marine. Das kanadische Volk sei bereif, alle Opfer zu tragen, um die Ehre und den Bestand des Reiches zu sichern._________________________

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Chaussierungsarbeiten, veranschl. zu 1872.50 Mk., -sollen am 6. April, vorm. 10 Uhr, im 'Amtszimmer des Illnterzeichneten, Landgraf Philipp-Platz 3, vergeben werden.

Aoranschlag und Bedingungen liegen daselbst, Zimmer ?Nr. 22, offen und sind Angebote verschlossen bis zu ge- nanntem Termin einzureichen.

Gießen, den 30. März 1909.

Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen.

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der er um Enthebung von seiner Stellung als Kanrmer Präsident bat. Der Großherzog behielt sich seine Eul fctiliestuiig vor.

Berlin, 31. i).<ärz. (Orig.-Meld. d.Gieß. Anz." Das oderärztliche Gutachten über Fürst Eulenburg lautet auf vorgeschrittene Arterien-Berkalkung und ver nein! jede Verhandlungsmöglichleit.

Rom, 31. März. Das BlattEapitale" will erfahren hoben, daß Präsident Fallieres im Herbst einen Besuch in Rom abstatten werde.

Besserung, wenn auch ein Preisausschlag bei Rindern und Kühen nicht zu erzielen war. Recht schwer loavcn wieder sogenannte Wurstkühe uuterzubringeu, da in den Industriegebieten der Konsum an Wurst- und Fleischwaren merkbar abgeuomnieu hat. Für Kälber war der Handel wegen der bevorstehenden Feiertage recht flott, auch zogen die Preise etwas an, doch suchten die Einkäufer für die Großstädte sich gegenseitig feine Konkurrenz zu machen, weil sie wahrnahuien, daß Ware, die sie brauchen konnten, genug am Markte war. Dazu kam, daß die Gießener Metzger und die aus den Städten in der Provinz sich auf dem Kälbermarkt nicht zu decken nölig hatten, iveil es in der Provinz Ware genug gibt. Die wenigen Paare Fahrochsen, die der 'Markt hatte, gingen fort, ohne daß es zu einem eigentlichen preisbildendeu Handel kam. Der Markt wurde fast ganz geräumt, nur wenige geringwertige Kühe blieben überständig. Gehandelt wurden das Stück Kühe frischmelkend und tragend 1. Dual. 500 bis 570 Mk., 2. Qual. 100475 Mk., 3. Qual. 300 bis 375 Mk. Bezahlt wurde der Zentner Schlachtgewicht: Fette Rinder 1. Qual. 7072 Mk., 2. Qual. 67-69 Mk., fette Kühe 1. Qual. 60-62 Pik., 2. Qual. 5558 Mk., Kälber 1. Qual. 70-74 Mk., 2. Qual. 64-68 Pik., 3. Qual. 57 -a2 Pik. Gangochsen wurden das Paar zwischen 8001000 Mk. abgegeben.

fc. Frankfurt a. M., 31. Marz. Schweine markt. (Drg.* Tel. des Gieß Anz.) Zum Verkäme standen 1386 Schweine. Bezahlt wurden: für Schweine 1. Qual. 6900 Pfg., Lebendgewicht 55,0 bis 00,0 Pfg.; 2. Qualität 6768 Pfg., Lebendgewicht 54,000,0 Pfg., 3. Qual. 6266 Pfg. Geschäft gut, Ueberftanb unbedeutend.

OrrginaL-DeaytineLSuirgen.

R. B. Darmstadt, 31. März.. Die für 9 Uhr an­gesetzte Sitzung der Zweiten Kammer war bis 11 Uhr noch nicht eröffnet. Die Zuhörergalerie ist überfüllt und ncuuenb lich sind viele Mitglieder der Herrenkammer anwesend. In einer Sitzung des Seniorenkonvents der Zweiten Kammer gab der Staatsminister eine Erklärung über die gestrigen Vorkommnisse in der Ersten Kammer ab. Von den Par­teien der Zweiten Kammer wird em Vertrauens­votum für die Regierung vorgeschlagen werden, an dessen einstimmiger Annahme nicht zu -zweifeln ist. Der Präsident der Ersten Kammer Graf Görtz hatte gestern nachmittag eine längere Audienz beim Großh erzog, in

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Ut Menschen, die Pferd-Verstand Vaden, ober solchen zu haben meinen, auf bat Markt gewimmert. Zwischen 9,und 10 Uhr bi' , ifinirt der Handel lebhaft zu werden. Auf bent großen Vorführungs- ring wird es zeitweilig beängstigend lebhaft. Tie sogenannten Schmuser tun das ihrige und die Gesichter der Sandelsleute Hellen sich merklich auf, während der vorher sonnige Himmel firn mit Wolken umzieht und zeitweilig auf das Hunte Treiben des Biarktes herabblickt.

Mit bent Markt ist wieder eine Ausstellung von Wagen, Geschirren, Fahr-, Reit- und Stallutensilien und lanbrorctidmft sichen Geraten verbunden, an der folgende Aussteller beteiligt imd: Äeorg Schieferstein, Lich (Maschinen, I. .tzäuscr, Gießen -Ma­schinen), Sattler Groß, Gießen (GcschiM, M. Msenthnl, Gießen Maschinen und Geräte), August Kilbinger, Gießen Wagen imd Geschirre), Louis Faber, Gießen (Lauterbacher Wagen), Emil Psan, Kinzenbach lGeräte», DH. .vitzler, Ockstadt ^Zentrifugen), L. Simon Rieder-Walgern (Geräte), Heinrich Christ, Atzbach -Geräte-, Heinr. Meher, Grvßen-Buseck iZentrifugen), Edgar Borrmann, Gietzen Geräte), .Hermann Block, Berstadt (Geräte), Konrad Stepl-an, Grvßen-Buseck (Wagen). . _ .

Um V"9 Uhr begann die Pramrterun g. Dtc Prannle rungs- Kommission besteht aus _ Oelonomierat MAler Neulvf-Gießen, -Ookonvmierat ^fftnann - Hosgull, Gi-ts stackster Bene-Hof Altenberg bei Wetzlar, .^eisveterinärarzt Dr Knell^03ießen, Schlachthofdirektvr Modde-Gießen, Dbe$|tleut nant Schmidt>Gießen. Der Kommission wird durchgängig wunder­volles Pferdentaterial, besonders von Landwirten, die Züchter find, vvrgeführt und häufig bedauert man, daß nicht nach mehr Mittel utr Verfügung stehen, uw weitere Preise vergeben in können. Twtz der iiberaus zahlreich Vvrgeführlen Pferde geht die Preis ocrteilima doch schnell und glatt vor sich, so datz (re um 1.2 Uhr beendet ist. Voll 10 Uhr an war auf dem Markt Mtlitarkonzert. lleber den weiteren Verlauf des Marktes und das Ergebnis der Vuamiierung berichten wir morgen.

Märkte.

th. G i e ff e n , 29. März. Ter heutige Rin d v i eh m a rk t hatte einen 2luftricb von ca. 1500 Stück Großvieh und etwa 350 . Kälber. Am Mllckwiehmarkt herrschte besonders rege Nachfrage, besonders nach guter und besserer Ware. 'Außer der Gießener . Umdschaft vorn Main, Rhein, Nahe und Mosel waren für Milch­kühe auch Käufer aus Baden und Thüringen gekommen, so daß rotz des großen flln.iebois ein flotter Markt bei hohen Preisen sich mtwickelte. Viel trug hierzu bei, daß die Befürchtungen der Land­wirte, der strenge und lang anhaltende Winter hätte die Saat ver­nichtet, im großen und ganzen nicht zutresfen. Der warme Regen :er letzten Tage hat gezeigt, daß der Schaden, den der Frost an -cricbtct, nicht' sehr groß ist. - Der Fettviehhandel zeigte eine kleine

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aitv Petersburg gemeldet, das; in dem uugünstigen 3uftn nbe der Zarin in den letzten Tagen eine Ver s ch ä r f it n g eingetreten ist.

Belgrad, 31. März. Der Ausschuß der Laii desverteidigung hat sich infolge der jüngsten Er eignisse aufgelöst. Wie die Blätter melden, werde Ser bien auf der Konferenz folgende Begünstigungen erhalten: 1. freie Warendurchfuhr durch Bosnien von und dis zum Meere. 2. Sicherstellung des Baues der Adriabahn. 3. NeutralitätSerklärungSerbiens nach Muster ^cr für die Schweiz statuierten Bestimmungen.

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