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Zweites Blatt
Nr. 53
159. Jahrgang
Mittwoch 3. März 1909
Gießener Anzeiger
Erscheint ISgllch mit Ausnahme deS Sonntags.
General-Anzeiger für Gberhejjen
Notationsdruck und Derlag der Drühl'schm Unwersiläts - Buch- und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^5L Redaktion:d^KI12. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen«
Die „Lietzener Familien''lüttcr" werden dem .Anzeiger' viermal roöcben lief) beigelegt, da? „Krclsblott für den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeitfragen" erscheinen monatlich zweimal.
politische Tagesscha«.
Bayern und die Neichsfinanzresorm.
IN München fand gestern der erste b a t) e r i s ch e H a n - delskammertag statt. Ter bayerische Ministerpräsident tarn dabei auf die Reichsfinanzreform zu sprechen. Er sagte, für das deutsche Volk habe eine schwere Stunde geschlagen, eine noch schwerere für die deutschen Parteien. Unsere wirtschaftliche Lage sei Hochernst. Jlr diesem Augenblick stellten die hin und her schwankenden politischen Interessen das große Finanzwerk noch in Frage, dessen Lösung den Prüfstein des Nationalbewußtseins bilden wird. Die Bedeutung der Reichsfinanzreform überrage alles andere. Mit der unerläßlichen Besserung der Reichsfinanzcn, an der wir bis zur äußersten Gronze der Opferchilligkeit Mitarbeiten, müsse unbedingt eine Sicherung der einzelstaatlichen Finanzen Hand in Hand gehen, sonst würde das große Sanierungswerk die politische und die finanzielle Selbständigkeit der Einzelstaaten in der schwersten Weise bedrohen. Nach dieser mit großer Aufmerksamkeit aufgenommenen Rede wurde in die Verhandlungen eingetreten.
*
Aufhebung des § 15 des Zolltarifgesetzes.
Wie der „Lokal-Anzeiger" erfährt, wird dem Bundesrat binnen kurzem ein Gesetzentwurf zugehen betr. Aufhebung des § 15 des Zolttarifgesetzes, wonach bekanntlich die Mehreinnahmen aus gewissen Landwirtschaftszöllen als Fonds für die zu gründende Witwen- und Waisenversicherung aufgesammelt werden sollte. Anstatt dieser schwankenden Beträge sollen nach dem neuen Entwurf feste Reichsbezüge zur Durchführung dieser Versicherung ausgeworfen werden.
*
Die Geschäfisordnungskommisfion des Reichstages hat gestern den § 33 in folgender Fassung angenoinmen: An die Beantwortung der Interpellationen oder deren Ablehnung darf sich eine sofortige Besprechung ihres Gegenstandes anschließen, wenn mindestens 30 Mitglieder darauf em trugen. Falls der Reichskanzler auf die Aufforderung des Präsidenten, eine bestimmte Erklärung, ob und wann er die Interpellation beantworten wolle, nicht abgibt oder die Frist bis zu ihrer Beantwortung auf mehr als zwei Wochen vom Tage ihrer Einbringung an gerechnet, bemißt, so beschließt der Reichstag auf Antrag an einem der nächsten drei Sitzungstage, ob und wann er eine Besprechung des Gegenstandes der Interpellation vornehmen will. Die Beschlußfassung erfolgt ohne Diskussion.
Deutdch>es Heidi,
Der Kaiser wohnte gestern in Wilhelmshcwcn der Rekruten- vereidiguna bei.
Die Reichstags-Ersatzwahl in Verden a. d. Aller. (Amtliches Wahlergebnis.) Bei der int Wahlkreise Hannover 6 am 26. Februar statlgehabten Reichstags-Ersatzwahl wurden 22 716 gütige Stimmen abgegeben. Davon entfielen auf v. Tannenberg (Welle) 6317, Dr. Heiligenstadt (natlib.) 5883, Henke (Soz.) 3898, Harries (freifoiü.) 3453, Tr. Levin ('reis. Bolksp.) 3163 Stimmen. 1 Stimme zersplittert. Die Stichwahl findet am 8. März statt.
Der Olde nburgische Landtag hat in seiner gestrigen Sitzuiig die Vorlage, betreffend Wohnnngsgeldzuschuß der Zivil- staätsdiener und der Volksschullehrer, abgelehnt.
Ter Landtag von Sachse n - Altenburg hat das neue Wahlgesetz angenommen. Vorher hatte ein Antrag des Präsidenten Oßwald Annahme gefunden, wonach auf das platte Land zwölf Abgeordnete, ans die Städte elf und aus die Höchstbesteuerten nenn Abgeordnete entfallen. Die Zahl der Abgeordneten erhöht sich damit um z,vei.
Protestversammlung gegen die vrausteuer.
Abg. Köhler-Langsdorf ersucht um folgende R i ch t i g st e 11 n n g gegenüber den Ausführungen des Vorsitzenden, Herrn Georg Steinhäuser - Friedberg, und ersucht hiernach auch alle Zeitungen, die den Anschuldigungen des genannten Herrn Steinhäuser Raum gaben, ebenfalls entsprechende Richtigstellung ein= treten zu lassen: ‘
Rach dem Bericht des.Gießener Anzeigers führte der Vorsitzende, Georg Steinhäitser-Friedberg, aus:
Tie Reichstagsabgeordneten der in Frage kommenden Gebiete seien zur Versammlung eingeladen worden. Graf Oriola habe geantwortet, er köiine roegen einer ernstlichen Erkrankung nicht erscheinen, die anderen haben tveber geantwortet, noch sind sie in der Versammlung erschienen.
Ich stelle dementgegen fest, daß ich in der Nacht von Samstag auf Sonntag (27./28. Febr.), morgens 3 Uhr, in den Briefkasten zu Langsdorf einen Eilbrief (frankiert mit 35 Psg.» an den Geschäftsführer Müller des Brauereiverbandes Gießen und Unigegend, denselben Herrn, der mich eingeladen hatte, eingelegt habe des Inhalts:
1. daß ich ans Mangel an Gesundheit und Zeit (ich fuhr Sonntags nachmittags schon wieder nach Darmstadt zur Vorslandssitzung der Landwirtschaftskammer) nicht an der Protestversammlung teilnehmen könne;
2. daß ich insolange ein Gegner der Brausteuer sein werde, als die R e i ch s r e g i eru n g es versäume, durch ReichSeinkommen-, Erbschasts-, Wertzuwachs- und Mühlen- umsatzsteuer die Finanznot des Reiches zu beseitigen (fiele alsotatsächlich d i e B r a u st e u e r aus);
3. daß ich den Brauereiverband ermächtige, diese Nachricht durch die Zeitungen zu veröffentlichen.
Langsdorf, 2. März 1909.
Köhler-Langsdorf.
Sport»
= Fußball. Am Sonntag fand auf dem Platze des Gießener Fußballklubs 1900 das entscheidende Meisterschaftsspiel der la -Klasse des 6. Bezirks zivischen Kassel uiib Fulda ftatf. Leider ließ es der vollständig glatt gefrorene Boden nicht jjn, daß beide Teile ihre vollen Kräfte entwickeln konnteii. Nach anfänglichem Geplänkel faiid sich Fulda zuerst zusamnien. Seine Stürmerreihe liefert ein flottes Doppelspiel und Kassels Deckung hat vollauf zu tun. Bei Halbzeit führt Fulda 3:1. In der zweiten Lpielhälite wechselt das Bild. Fulda hat seine Kräfte überschätzt imd fällt nun dem eigenen Tempo zum Opfer. Kassels Qlurm drückt jetzt stark, Schuß mif Schuß saust auf Fiüdas Tor und obgleich der Torwächter von Fulda wunderbar spielt, muß er doch manchen Ball passieren lassen. Am Schluß hat Kassel mit 7:4 Morell einen sicheren Sieg und damit zum dritten Male die
Meisterschaft des 6. Bezirks errungen. Eme große Zuschauermenge wohnte dem Spiele bei.
Gcrid-tsßaaL.
s Marburg, 1. März. Ein Massenprozeß, bei beni 34 Studenten als Angeklagte erschienen, beschäftigte heute in einer den ganzen Tag dauernden Sitzung das Schöffengericht. Es banbeüe sich um die nächtlichen Tumulte mehrerer hundert Studenten, die sich in der Nacht zum 29. November v. I. vor dem Nathause aus dem Marktplatze und den angrenzenden Straßen abspielten. Aus Anlaß einer kleinen Schlägerei wurden damals zwei Studenten aus die Polizeiwache gebracht und kurze Zeit dort in Hast behalten. Ties bi-tiete die Ursache, daß aus die übliche Aufforderung „Burschen heraus" sich die Kneipen entleerten und die Zusammenrottungen und Tumulte folgten. Bei der Gelegenheit wurde gesungen oder vielmehr gebrüllt, gegen die Fensterläden geschlagen und sonstiger Lärm gemacht. Tie Hauptbeteiligten, die heute als Angeklagte erschienen, mußten eigentlich weiter nichts zu sagen, als daß sie jedensalls dabei gewesen seien, übergroßen Lärm wollte keiner von ihnen gemacht haben. Tas in den Abendstunden verkündete Urteil lautete für die tzauptübeltäter aus 100, 75 und 50 M., die andern kamen mit 25 M. davon, mehrere erzielten auch Freisprechung.
H öl«, 1. März. Eine Kellnerfrau wurde wegen fortgesetzter Mißhandlung ihrer siebenjährigen Tochter, die sie an den Haaren durch die Zimmer geschleift, getreten und der sie Speise und Trank vorenthalten hatte, zu s e ch s M o n a t e n Gesängnis verurteilt.
Getreide-Wochenbericht
der Preisberichtstelle des Deutschen Landwirtschastsrats vom 23. Februar bis 1. März 1909.
Erneute Besorgnisse wegen der Saaten und die Furcht vor politischen Verwickelungen haben die Aufwärtsbewegung auf dem Weizenmarkte in der letzten Woche wesentlich gefördert. Weiteren Anlaß zur Befestigung gaben ermäßigte Schätzungen der argentinischen Ernte und tue damit zusammenhängenden Rückkäufe der füdamerikamschen Exporteure. Diese Umstände und die allgemein spärliche Versorgiing bewirkten, daß die europäischen Einfuhrhändler von der: täglich erhöhten Offerten in ftarfeiem Blaße Gebrauch machten. Deutschland sah sich gezwungen, der Bewegung zu folgen, zumal die Nachfrage in dem crfchöpsten Jnlandsangebot kaum noch Befriedigung findet. Angesichts der hohen (Sortierungen für ausländischen Weizen haben die schwach versorgteii Mühlen ihre Gebote für deutsche Ware teilweise bis um 15 Mk. erhöht, ohne das nötige Material auftreiben zu können. Tie gleichzeitig erfolgte Anspannung von 8-9 Alk. auf bem Lieferungsmarkte war ungenügend, um eine Annäherung an den hohen Preisstand des Auslandes zu ermöglichen. Zwischen dem Bezugspreise für ausländischen Weizen und der durch Geiviiinsicherungen zum Schluß auf 226,75 Ml. ermäßigten Mainotiz liegt immer noch em Unterschied von ca. 15 Alk. Roggen wurde durch die Festigkeit des Weizeiiinarktes mitgezogen. Auch war für die vermehrte Kauflust der Umstand maßgebend, daß über kurz oder lang eine Verminderung des Wertunterschiedes zwischen den beiden Brotsrüchken zu (fünften des Roggens eintreten dürfte, zumal das Angebot dann gleichfalls nachgelassen hat und der Export andauernd stärkere Ansprüche stellt. Im allgemeinen erzielte Roggen 2—5 Alk. höhere Preise, während dec vorübergehend 4—5 Air. betragende Gewinn für Lieferungen zum Schluß auf 2—3 Mk. herabgedrückt wurde. Weitere Preisfonschritte haben in der Berichtswoche auf dem Halermarkte stastgesunden, da es an Ware fehlt und infolge unzureichender Versorgung des Konsums dringendes Kaufbedürsnis vorlag. In Berlin ivar geringer Hafer unter 175 Alk. nicht zu be= schassen; feine Qualitäten mußten mit 185 Alk. und darüber bezahlt werden. Dagegen war das Interesse für russische Gerste trotz nur wenig erhöhter Forderungen nicht sonderlich lebhaft. Auch Mais hatte verhältnismäßig rtihigen Verkehr, da bei den gegenwärtigen Preisen nur der notigste Bedarf gedeckt wird. Argeiitiuien hat die
Forderungen für neue Ernte infolge unbefriedigender Aussichten weiter erhöht.
Es stellten sich die Preise für inländisches Getreide am
in
Hafer
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(+ 8) (+ 2)
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(+ 4.75).
Juli 170.75 (- 0.75) Alk.
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5)
Königsberg Danzig Stettin Posen BreSlau Berlin Magdeburg Halle Leipzig Braunschweig Rostock Hamburg Kiel Hannover Düsseldorf Frankfiirt a.M. Mannheim Straßburg Stuttgart München
222
223
222
219
228
228
227
238 237 72 2427, 2377.
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- ., (4-77,) 240 (+ 5)
letzten Marktlage in Mark pro 1000 kg je nach Qualität, ivobei das Mehr (+) beziv. Weniger (—) gegenüber der Vorwoche
167
165
166
164
166
185
178
183
185
182
165
177
170
187
167
180 1827, 1927,
180
178 228.75
folgt: Roggen
Klammern () beigefügt ist, wie Weizen
244 (4- 12) Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Mai
Juli 226.00 (4~ 4.00). Budapest April 229.55 i-j- 3.05). Paris März 194.30 (-}- 3.75). Liverpool Mai 185.45 (-j- 5 90). Ehicago Ma: 182.20 (4- 3.60). Roggen: Berlin SDlai 176.00 ( + 1.50) Juli 118.25 ( + 3.00). Haser: Berlin Mai 170.00 (— 0.25),
Märkte.
Gießen, 2. März. Al arklb ericht. Auf heiitigem Wochen- iimitte kostete: Butter pr. Psd. 0.90—1.00 Mk., Hühnereier 1 St. 8-9 Psg., Käse pr. St. 6—8 Ps., Käsematte 2 St. 5—6 Psg., Erbsen p. Pfd. 18—24 Psg., Linsen p. Psd. 25—40 Psg., Tauben pr. Pr. 0,80—1,00 Alk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Alk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Alk., Gänse pr. Pfd. 60—70 Pf., Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Alk., Ochseufleisch pr. Pfd. 76—84 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 70—80 Psg., Schweinesteif ch pr. Pfiiiid 80—90 Pfg., Cchiveiuesleiscy, gesalzen, pr. Psd. 94 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 70—78 Pfg., Hanlinelfleisch pr. Pfd. 60—80 Psg. Kartoffelli pr. 100 Kg. 6.00—6.50 Alk., Ziviebeln per Ztr. 10,00—15,00 Alk., Milch per Liter 20 Pfg., Weißkraut per Stück 00 - 00 Pfg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. — Aepfel per Ztr. 0—00 Alk., Birnen per Ztr. 00—00 Alk. Nüsse 100 Stück 50—00 Psg., per Ztr. 0—00 Alk. Marktzen von 8—2 Nhr.
— Kartoffelmarkt-Bertcht vom 1. März 1909. Friedberg (Hessen): Rote Sorte Mk. 2.10-2.25, Maguum boiiuiii 2.40—2.50, weiße runde 2.10—2.25, Gelbsleischige, rote, 2.3 bis 2.50, iveiße 0.00—0.00. Frankfurt a. Al.: Rote Sorte Alk. 2.20—2,25, Magnum bonum 2.50-0.00, weiße runde 2.40- 0.00, Gelbsteischige,blaue,2.75 -0.00, iveiße 3.25. Wiesbaden: Alagnum bonum 2.50, meine runde 2.50, Gelbsleischige rote u.OO. M a n ritz e i m: Alagnum bonum Alt. 2.75—2.80, iveiße runde 0.00, Gelbfleisch i e bläue 3.25 bis 3.50, weiße u.OO—0.00. Köln: Rote Tab er 0.00, Alaguiim bonum 3.40-0.00, weiße runde 0.00-0.00,
Gelbfleischige blaue [0.00—0 00, rote 3.80—0.00, weiße 4.80 —0.00, Dortmund: Rote Taber 0.00-0.00, andere rote Sorten 0.00 bis 0.00, Alagnum bonum 3.40—0.00, weiße runde 0.00—0.00, Gelbfleischige blaue 0.00—0.00, rote 4 10—0.00, iveiße 0.00—0.00. Hagen i. W.: Rote Taber Ak. 0.00—0.00, andere rote Sorten 0.00-0.00, Magnum bonum 3.25—0.00, weiße runde 2.80—0.00, Gelbfl. rote 3.60—0 00, weiße 4.20—0.00. Saffig-Plaidt: Rote Taber 0.00—0.00, andere rote Sorten 3.60—0.00, Magnum bonum 3.10—0.00, weiße runde 3.00-0.00, Gelbsleischige, blaue 0.00 bis 0.00, rote 0.00—0.00, weiße 0.00—0.00. Saarlouis: Rote Taber 0.00—0.00, andere rote Sorten 0.00—0 00, Magnum bonum 0.00—0.00, iveiße runde 0.00—0.00. Gelbfleischige, blaue 0.00 bis 0 00, rote 0.00—0.00, weiße 0.00—0 00. F rantenthal (Pfalz): Rote Sorten 3.25—0.00, .Magmim bonum 2.40—0.00, iveiße runde 2.15—0.00, Gelbfleischige blaue 3.00—0.00, rote 3.00 -0.00, weiße 3.50—0.00. (Alles per 50 Kgr.).
Spklplan der vereinigten zranksurter Stadttheater.
Opernhaus.
Mittwoch den 3. März, abends halb 8 Uhr: .Der Waffenschmied/ Donnerstag den 4. Alärz*): „Versiegelt/ Hierauf: „Ter Barbier von Bagdad." Freitag ben 5. März geschlossen. Samstag den 6. Alärz: „Tiefland." Sonntag den 7. März, nachmittags halb 4 Uhr: „Ein Walzertraum/ Abends 7 Uhr: „Mauon." Alontag den 8. März, abends halb 8 Uhr: „Prima-Ballerma/ Dienstag ben 9. Alärz: „Versiegelt." Hierauf: „Ter Barbier von Bagdad/ Alittwoch den 10. Alärz: „Tannhäuser/
Schauspielhaus.
Mittwoch ben 3. Alärz*): „Die gelbe Gefahr/ Donnerstag den 4. Alärz: „Rosmersholm/ Freitag den 5. März, abends halb 8 Uhr: „Moral." SamStag den 6. März: Gastspiel von Jos. Kainz: „Torquato Tasso." (Sonntag den 7. Alärz, nachmittags halb 4 Uhr: „Heimat " Abends 7 Uhr: Gastspiel von Joses Kainz: „Faust". 1. Teil. Montag den 8. Alärz: „Rosmersholm/ Dienstag den 9. Alärz: Gastspiel von I. Kainz: „Hamlet/ Mittwoch den 10. Alärz: Gastspiel von I. Kainz: „Die Räuber/ Donnerstag den 11. Alärz, abends halb 8 Uhr: „'Dloral." Freitag, 12. März: Gastspiel voir I. Kainz: „Ter Verschwender/
*) Anfang, wenn nicht atiders bemerkt, abends um 7 Utzr.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Giefren.
März
1909
Barometer auf 0° reduziert
Temperattir der Lickt
Absolute Feuchtigkeit
Relative
Feuchtigkeit ।
Windrichtung!
Windstärke
Wetter
2. 2«
729,8
-1,3
4,0
96
NNW
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2. 925
731,7
— 2,9
3,5
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733,3
— 4,0
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Telefonische Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen.
Franklnrter Böi 3%°lt Reichsanleihe . . 96.40 3% do. . . 86.90 3Kousols .... 96.40 3-6 do.....86.90
°/e Hessen ..... 96.00 3>6*/e Oberhessen . . . —.— X% Uesterr tioldrente. . 98 25 4l/e % Uesterr. Silberrente 98 40 4-ä Ungar Goldrente . . 94.15 4-6 Italien. Reute . . . — 3-o Portugiesen Serie I . 58.50 3-6 Portugiesen „ III 60 20 4>i0/e ross.Staatsaul. 1905 98.40 4>i70 Japan. Staatsanleihe 94.90 i-z Uouv. Türken von 19U3 93.90 Türkeuiose......146.40
4% Griecb. Mouopol-Anl.. 49 75 4% äussere Argentinier . 87.50 d°/e Meukauer . . . —.— 1>»7<» Chinesen .... 99.00
Aktion:
Bochum Guss.....218.30
Buderus KW.....110.90
Tendenz: ruhig.
Berliner Börse,
se, 3. März, 1.16 Uhr.
EJektriz. Lahmeyer . . . 118.90 Elektriz. Schuckert . . . 118.70 Eschweiler Bergwerk . . 182 25 Gelsenkirchen Bergwerk . 183.50 Hamburg-Amerik. PaketL 111.00 Harpeuer Bergwerk. . . 186.30 Laurahütte......192.50
Nordd. Lloyd.....89.70
Obeischles. Eiseu-Iudustrie 95.00 Berliner Hondelages. . . 173.25 Darmstädter Bank . . . 129.90 Deutsche Bank .... 245.90 Deutsch-Asiat Bauk . . 138 00 Diskonto-Kommandit. . . 187.60 Dresdner Bank .... 150.70 Kreditaktien.....198.60
Baltimore- und Ohio-
Eiseulahn.....108.10
Gotthard bahn.....—.—
Lombard. Eisenbahn . . 17.60 Uesterr. Staatsbahu . . . 144.00 Prince-Henri-Eisenbahn . —.—
!. März. Anfangskurse.
Canada E. B. . ... —.—
Darmstädter Bank . . . 129.50 Deutsche Bank .... — Durtmunder-Union C. . . —.— Dresdner Bank ... 151.00
Tendenz: abgeschwächt.
Harpeuer Bergwerk. . . 185.75
Laurabüttg.....193.00
Lombarden E. B. ... —.—
Nordd. Lloyd.....89.75
Türkenlose......—.—
Em serWa s se r
Der nnförmine Leib bei Kindern mit Rtzachitic«, welcher durch Die stärkeren Larmgärungen hervorgerufen wird, und die Schlaffheit der Muskulatur werden am leichtesten beseitigt durch die Ermihrung mit „ St u f e t e ", welches, selbst gährurigsuusähig, im Darm des Kindes garungswidrig wirkt und audererseiks auch die Lchtaffheil der gesamten Aluskeln beseitigt.
Haftpflicht. Fast täglich lieft man in den Heilungen von Hast- pslichtvrozesfen, und die Rechtsprechung zeigt, daß die Verpflichtung zur -vattung sehr weit und sehr scharf gefaßt wird. Der großen Hastpflichlgefahren, die jede berufliche Tätigkeit mit sich bringt, ist man sich allgemach bewußt geworden, aber vielfach übersieht man, daß nicht minder schwer und umfassend die Haftpflicht ist, d.r jedermann einfach als Alensch, Familtenvorsland, Lienftherr, Mieter, Hundebefitzer, Radfahrer ustv. unterliegt. Es ist durchaus geboten, sich auch gegen diese zu decken. Denn ganz ahnungslos kann man durch einen einzigen Haftpftichtsall um seine ganze wirtschaftliche Zukunft kommen, mindestens aber hat man die Unannehmlichteiten und evtl, die Konen eines Prozesses. -Hiergegen gibt es nm einen wirk,amen -Lchutz: Die HastpfUchtversicherung. Tie Gesellschaften iiehmen vertragsgemäß die gesetzliche Entschäüiguiigspslicht auf fich, fuhren, den Prozeg und bezahlen evtl, die Kosten. Die Victoria bietet m ihrer Haftpflicht - Borsorge - Versicherung einen besonders uniianenDen Ver'lcheruiigSschutz, sowohl hinsichtlich der Bernfshaft- pflicht als auch der umfangreichen, jedermann täglich und itünDtidj drohenden Vrlvathaftpfl 1 chl. Während Der zehnjährigen Bersicher- ungsDauer bleibt Die Prämie in Der Regel unueränDeri, selbst wenn erne erörüuernnfl ober BeränDcrung Des Risikos ehuritt. Dw „Berflcherung DeS Ehegatten ist ohne weiteres mit emge- fajlonen. Tie Prämie kann in Wochenralen von einer Atark an entrichtet werben. Sie beträgt für Die Privathaftpflichl aufs Jahr berechnet ca. zehn Mark. (D7,


