Viertes Blatt
Samstag 30. Oktober 1909
159. Jahrgang
Nr. 255
trid)ernt tägllch mit Ausnahme de? Sonntags.
Auszug o. d. Stanöesamtsregijtern der Stadt Sieben.
Oktober.
23. Georg Carl, Taglöhner, mit
mit Ida Textor in Gießen.
Oktober.
ich stehe von selbst sehr früh auf.
gut und wecken auch den Hausknecht, der verschläst's jeden Morgen.
Friedrich Heinrich.
Gestorbene.
Oktober
WZ
Wetter
1909
sicher anzntreüen
l>r. Mueller, Liebigstr. 47.
Dr. Kipper, Wilhelmstr. 2.
nach
Zusammen^
Es starben an!
künstker. Daß
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alle Verstorbenen der
Nosenkranz-Andacht.
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Wilhelm Rabenau, Geometer 1. Klasse in Gießen,
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» ftraße 7. Exveduton und Verlag: 5L
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.Wann soll denn der Haus- ttor ?" — „Ist nicht nötig, - „Tann sind Sie wohl |o
Die Wahlen in Baden und Sachsen bestätigen, was wir befürchten mußten nach der letzten Reichstagsarbeit — das Anwachsen der Zahl der so s ,x*~ "
Seid einig.
Von verschiedenen Seiten sind uns Zuschriften zuge- flar. -n, die den Liberalismus bei den bevorstehenden Ar- beiten vor Zersplitterung warnen. So schreibt man uns aus Nidda:
Ehren kommen und die verdiente Ai^rkennnng ehelicher Tugnrdcn öffentlich zucrkannt erl>alten. Tie Tugenden, die Herrn
Die „Gtetzemr Lamillendlätter- werden dem „Anzeiger' vrermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatl für den Kreil Lietzen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erfdeinen monatlich zweimal.
die kühne Unerschrockenheit, mit der die Flugtechniker ihr Ringen um die Eroberung der Luft durchdampfen, nicht unbelohnt bleibt, zeigt die Liste der Honorare, die ben Teilnehmern des letzten englischen Flieger-Meetings von Doncaster ausgesetzt worden sind. Die Flugmenschen ernten mcht nur Ruhm und verdiente Anerkennung, sie verdienen auch Geld und brauchen den Vergleich mit "den Gagen der oroßen Tenöre und Primadonnen nicht zu scheuen. Für seine Flüge in Doncaster erhätt z. B. Delagrange nicht weniger ccks 120 000 festes Gehalt; dem Obersten Cody werden 50 000 Mk. bezahlt, Sommer erhält 30 000, Windham 10 000, der Graf Ban der Bourgh die gleiche Summe und 10 000 Mk. sind auch ausgesetzt für Srmoni, der im Lenkballon aufstcigt. Nur Manes begnügt sich mit 2000 Mk. In Blackpool erhält Farman 24 000 Mk., Paulhan 20 000 Mark, Rangier 16 000, Fournier 12 000 und Rue 2000 Mk. Zu diesen festen Gehältern aber treten dann noch die hohen Geldpreise, die für einzelne Leistungen ausgesetzt sind, so
Abzug von 6 Ortsfremden
em Saniiäts^Feldwebel Heinrich Karl Stock
stran den Preis eingetragen haben, werden genau ausgezählt: Er ist morgens auch vor dem Kaffee guter Laune, er überläßt seiner Frau die Verwaltung der Familienkasse, er erklärt seine Frau für eine bessere Kochkünstlerin als seine eigene Mutter, er ist pünktlich bei den Mahlzeiten, er opponiert nicht gegen „Aufgewärmtes", er ist'ein guter Plcuürerer, es ist ein Kenner weiblicher Schönheit, er ist großmütig und gutmütig und schätzt sein Heim mehr als seinen Klub. Ter Champion der amerikanischen guten Ehemänner ist 35 Jahre alt und bereits seit 9 Jahren Mustergatte.
Die nach- A a r 17 § a am Sonntag;, 31. Okt., nur von stehenden äv I L l v 12 . hr mittags bis 12 Uhr nachts für
Nachrichten.
Kütl}olifd)e oeincniöe. Gottesdienst.
Sonntag den 31. Oktober, Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.
Montag den 1. November: Fest Allerheiligen.
Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenhett zur heil. Beicht.
Vormittags um 7 Uhr: Tie erste heil. Messe.
,. um 8 Uhr: Austeilung der bl. Kommunion.
Vormittags um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
, um 11 Uhr: Heil. T'lefie mit Predigt. Mllitärgoitesdienst.
Nachmittags um 5’/, Uhr: Nosenkranz-Andacht mit Segen.
Darauf Predigt mit Andacht für die Abgestorbenen.
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Dienstag den 2. November:
mit Anna Becker in Wieseck. — 23. Friedrich Müller, Metall- dreher in Kleui'Lmden, mit Luise Wilhelm in Gießen. — 25. Heinrich iRubl, Schneider, mit Christine Lvoer, beide m Gießen — 28. Hermann Storger, Schlosser, mit Margarete Deibel, beide in Gießen. — 29. Konrad 'Martin, Installateur, mit Katharine Heinze, geb. Lenz, beide in Gießen.
Sheschliehungen.
Oktober. 23. Friedrich Dieffenbach, Apotheker in Emmendingen,
Palmitin |$eifenl ? pulvcr.j
Elise Appel, beide in Gießen. — 2d. Johann Geoi Photograph in Butzbach, mit Karoline Pfaff in Gießen. Geborene.
daß ein tüchtiger Flugtechniker die Möglichkeit hat, in wenigen Wochen ein reicher Mann zu werden.
* Der preisgekrönte Ehemann. Aus Newhork wird berichtet: Mr. S. W. Vamrostran aus Chicago kann sich rühmen, in diesem Jahre das „Blaue Band der Ehemänner" erobert zu haben: er wurde preisgekrönt bei der jährlichen „Chicagoer Männchen-Schau", der Aus^llung, in der die Muster-Ehemänner zu
ist der Name der mit Mandelmilch hergesfellteri Ptlanzen-Margarme, welche den voHkommensleß vegetabilen Butter-Ersatz darstellu
»ochste Temperatur am 28. bis 29. Oktober
Niedrigste , , 28. „ 29. „
eine Tochter, Margarete Mathilde. — 22. Dem Bureaugehtlien Karl Ludwig Möbus eine Tochter, Johanna Wilhelmine. — 22. Dem Spengler und Installateur Christian Otto Klein em Sohn, Otto Karl Wilhelm Heinrich HanS. — 24. Dem Bahnarbeiter Heinrich Hoß eine Tochter, Anna Emilie. — 24 Dem Kaufmann Wilhelm Frmtt eine Tochter, Gertrude. — 24. Dem Metzger und Wirt Friedrich Heinrich Euler em Sohn, Ludwig. — 24. Dem Schneider Heinrich Wagenbach eine Tochter, Marnarete. — 24. Dem Maler- und Weißbindermeister Wilhelm Emil Euler ein Sohn. — 25. Dem Taglöhner Konrad Eller eine Tochter, Ottilie. — 25. Dem slädt. Taglöhner Christian Balßer eine Tochter, lUorie Anna Katharine. — 26. Tein Spengler und Installateur Heinrich Blum em Sohn,
Allerseelentag.
Vormittags von 6x/2 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
7 Uhr: Hl. Messe.
A n m.: Tie in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
wird noch zunehmen. Gleichwohl wird diese Erscheinung eben nur eine Zeiterscheinung sein; man wird sich doch besinnen lernen in vürgerlichen Kreisen. Wenn das nur bald geschähe! Aus vielen Orten werden fdwn jetzt Parteiversammluugen gemeldet, so in Hungen, Lich, Nidda. Es treten die N a t i on al l i b e r a I e n aus den Plan, bann folgen die Freisinnigen. Zuletzt werden die Sozialdemokraten kommen und den Eindruck des Früheren wieder verwischen. Am 7. November soll Pfarrer Korell in den genannten Städten sprechen. Wäre es gar nicht möglich, daß die liberalen Elemente angesichts der drohenden Gesa.hr, sich zu zersplittern und damit der Sozialdemokratie zum Sieg zu verhelfen, sich vereinigten? Sollte es nicht gerade erste Pflicht der Führer der Parteien sein, statt sich in Silbenstechercien zu ergehen, offen und ehrlich einen Zusammenschluß anzubahnen? Dank erntet doch feine Partei von der Sozialdemokratie für die unfreiwillige Unterstützung der Partei. Stellt sich der Liberalismus nicht selbst ein Armutszeugnis aus, wenn er es nicht fertig bringt, wie Zentrum und Konservative und Sozialdemokraten, eine Lusammen- haltende liberale Partei zu bilden? Das Vorbild Der andern steht ihm doch vor Augen. Und wird je eine Regierung auf eine liberale Partei, sich zu stützen vermögen, wenn diese selbst in sich uneins ist? Wahrlich, es ist hohe Zeit, sich zu besinnen, wenn nicht das, was die Väter mit ihrem Herzblut errungen, wieder verloren gehen soll, oder wenn es erst auf dem Wege schwerer Kämpfe ivieder errungen werden soll. Wer die S.! affung der deutschen Einhett mit erlebt hat, fcnn nur ernst dazu mahnen.
Tuberkulose 1
Brechdurchfall 1
Krampten 1
Blinddarmentzündung 1 (1)
^°rITvctxte
Oktober. 23. Anna Margarete Weber, geb. Heilmann, 49 Jahre alt, Tieienweg 4. - 27. Johann Ganb, Kaufmann, 40 Jahre alt, Friedrichstraße 7. — 28. Dorothea Pracht, geb. Flick, 84 Jahre alt, üenselstraße 2. — 28. Pantaleon Hollmaun, Privatier, 62 Jahre alt, Neuen Bäne 6. — 28. Barbara Eckhardt, geb. Fischer, 55 Jahre alt, Saudgasse 17.
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Meteorologische Beobachtungen der Station WteHeii.
Wochen!!. Uebersicht der Todesfälle L ö. Staöt Gietzen.
43. Woche. Vom 17. bis 23. Oktober 1909.
Einwohnerzahl: angenommen zu 31 100 linkt. 1600 Mann Militär) ? Iprhlrrhfpt fAiitTPi": 1H
Nachmittags ...
Freitag um 7 Uhr ist Segeusmesse.
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