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,Mvchfeier ffae Schritte heimwärts leirkten, verschweigt der Bericht er sbatter. Während des Tages waren eine große Anzahl Karten, Briefe und Telegramme eingetroffen, die Wagnis ablcgten von der allseitigen Beliebtheit des Jubi- llars. Möchte es ihm vergönnt sein, noch lange zum Segen der Gemeinde Steinbach seines Amtes zu walten!
r. Dau bring en, 28. Mai. Am letzten Sonntag ist es unserm Pfarrer (Äißmann in Kirchberg durch Beistand des Krrchenvorstandes gelungen, zuni erstenmal einen Gottesdienst in der K l e in kin d c r- Bc w ah r - An - stakt abzuhalten. Durch besondere Bemichung des Pfarrers ist hierzu ein Harmonium beschafft worden. Bon der Gemeinde wird die Einrichtung dankend anerkannt, da Greisen, Kranken, (schwachen und Bahnbediensteten nunmehr Gelegenheit geboten ist den Gottesdienst, wenn auch nur einmal im Monat, bequem zu besuchen, während seither nach der Mutterkirche in Kirchberg ca. eine halbe Stunde zurückzulegen war. Daubringen hat ca. 850 Einwohner und dürfte es wohl gelingen, ein eigenes Gotteshaus zu bauen. Gegenwärtig ist die Gemeinde noch nickt in der Lage die .Kosten aufzubringen, da durch Straßen- und Bnhnbau, Feld- berernigung, Lumdaregulrerung, Wasserleitung und Errichtung eines neuen Schulhauses, sowie Einrichtung einer Kleinlinder-Bewahr-Anstalt große Ausgaben 'zu begleichen sind.
4- Homberg, 28. Mai. DaS vermögende hiesige Frl. Kuhl, 36 Jahre alt, da? erst vor kurzer Zeit nach lOjähriger Abwesenheit von hier aus Amerika zurückkehrte und sich vor zirka 4 Wochen mit einem achtbaren hiesigen Mann von gleichem Alter verlobte, hat sich vorgestern nacht in der Wohnung eines Verwandten erhängt.
h. Frankfurt a. M., 28. Mai. Die Polizei verhaftete als Komplizen des schon längere Zeit wegen Falschmünzerei festgenommenen Schreiners Kattenbach den Chauffeur Gels he im er und dessen Frau als loisserrn. Es handelt sich um falsche Zweimarkstücke.
Gerrchtssaal.
Colmar, 29. Mai. Tie Strafkammer verurteilte den Arzt Dr. Hartmann, der ein falsches Attest ausgestellt Halle, zu der zulässigen Mindeststrafe von einem Monat Gefängnis.
wandern und Helfet?, Bäder und Zommerfrischen.
# Bad-Nauheim, 28. Mai. Auf Anregung des Gießener „Wandervogels" ist auch hier eine Ortsgruppe ins Leben gerufen worden. Die Leitimg liegt in .Händen von Oberlehrer Dr. Strecker: die Führung übernehmen Lehrer, Studenten und Schüler. Einige Ausflüge in die nähere Umgebung sind schon ausgeführt worden. Auf chnen hat man mit dem gemeinsamen Wandern von Ätnaben und Mädchen recht günstige Erfahrungen gemacht: Tas Wittshaus wird tunlichst gemieden, unter freiem Himmel wird abgekocht und gelagert; der Genuß von Alkohol ist untersagt: zur Beförderung arif der Eisenbahn dient in den meisten Fällen die 4. Wagenklasse. Die Gründung der hiesigen Ortsgruppe ist gerade für einen Ort luic Bad-Nauheim zu begrüßen. Tenn die meisten Eltern sind während des Badebetriebes nicht in der Lage, an Sonntagen und schulfreien Tagen mit ihren Kindern zu wandern. Tie Jugend bleibt sich so zumeist selbst überlassen. Tie Mügliederzahl ist auch verhältnismäßig stattlich.
— Bad-Nauheim, 28. Mai. heute besuchten mehrere Nassen der Gießener Knabenschule das Bad, die Stadt, die Anlagen und die nähere Umgebung. Durch das freundliche Entgegenkommen der staatlichen Verwaltung war es möglich geworden, daß die Kinder unter sachkundiger Führung die Einrichtungen der S a l in e und die neuen Badehäuser besichtigen konnten.
Die gestrige erste größere Veranstaltung in dieser Saison hat neben einer Lampionbeleuchtung der Terrasse auch eine Illumination des Kurhauses gebracht. Wett über 10 000 Beleuchtungskörper sind zur Verwendung gekommen. Vom Park aus bot 'ich den zahlreichen Beschauern ein geradezu bezauberndes Bild dar.
vermischter.
P fi ng st s ch n e e. Starke Niederschläge in den liefern Lagen machen sich seit Eintritt eines heftigen Wetter- sttirzes erst setzt in den höheren Berggebieten bemerklich. Das ebere Gottbardmassiv wird seit vorgestern abend von gewaltigen S ch n e e m e n g e n überschüttet. Auf dem Gottharbhospiz erreichte der innerhalb 18 Stunden gefallene Neuschnee gestern morgen die höhe von 90 Zentimetern. — Die Bahn auf die S ch y n i g e Platte bei Interlaken ist durch einen F e t s - sturz, der durch die fortwährenden Niederschläge verursacht itnrrbc, verschüttet worden. Der Betrieb auf der Bahn Lauter- brunnen-Mürren, sowie auf der Pilatusbahn mußte wegen Schneefalls eingestellt werden.
' Wie d u r ch S ck> w i ni m e lt e i n e S ch, l a ch t g e w 0 n n e n wurde. In dec in Stt'ttgatt erscheinenden Wochenschrift „Der deutsche Schwimmer" gibt der bekannte Erkämpfet: für die Ber- 'meitung der Schwimmtunst, Albert Netz lBielefsld), eine interessante Erzählung wieder, die ihm kürzlich von einem japanischen Major liber die Schlacht am Jalu im letzten russisch-iapanischeu Kriege mitgeteilt wurde. Nach der Darstellung des Javaners sei die große Schlacht von seinen Landsleuten nur deshalb gewonnen worden, weil es einem Detachement Infanterie gelang, eine siegbringende Flankenbewegung quer durch den reißenden Jalustrom auszuführen. Die.Schwimmtüchtigkeit der Solbaten, von denen kaum ein Rttmn mrückblieb, betoirfte zugleich eine so energische Unterstützung des linken lapanischen Flügels, daß die Schlacht damit entschieden war. Man darf dieses Ereignis immerhin ansühren, wenn man <rus den Wert uitb die Bedeutung des Schwimmens für Bolks- qesundung und heerestüchtigkett hinweist. In der Tat hat neuer Üngs die Wirksamkeit des deutschen Schwimmverbandes bezüglich der Vergrößerung der Zahl der Schwimmer, besonders beim Militär rmd in den Volksschulen, anerkennenswerte Erfolge gezeitigt.
kleine Dageschronik.
Infolge Ueberfülllmg kenterte die Parsower Fähre bei Körlin. 17 Forstarbeitcr sielen ins Wasser. Zwei von chnen ertranken. Einer wurde schwer verletzt.
Ein Fabrikdirektor aus M ü n st e r , der mit seiner Gattin in Waldbröl zur Sommerfrische weilte, riß sich auf einem
Bekanntmachung.
Donnerstag den 3. Juni l. Js., nachmittags 2 Ubr, wird m der Restauration der Melchior Schäfer Wwc., Kaiser Allee 4, bte Grasnutzung von den Schneisen und Wegen des Gießener Stadttoaldes öffentlich meistbietend versteigert.
Gießen, den 27. Mai 1909. . [B“/s
Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen.
____________ Z. V.: Keller._____________________
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Spazrergkurge nach hasttgem Adschred? von seiner Frau los und warf sich vor einen heranbraufenden Z u g, der ihn zermalmte.
In Münchest hat sich die 14sährige Tochter eines Fabrikanten erschossen, weil ihr die Mutter wegen eines Liebes- brie'es Vorwürfe gelnacht hatte.
In M ü u ch e n mürben auf dem Nordfriedhofe mehrere Gräber, hauptsächlich solche von hervorragenden Persönlichkeiten, über Nacht z e r st ö r l.
Ter neue Ballon „Z II" ist gestern abend in Friedrichshafen bei Regen zu einer Nachtfahrt ausgesttegen. Das Luftschiff, das vom Gras Zepveliit geführt wurde, ist unt 12 Uhr zurückgekehrt.
Der Kongreß desinternationalenolhmvischenKo- in i t c c 5 hat beschlossen, die nächsten olympischen Spiele in Stockholm abzuhalten, nachdem Deutzchland zugunsten Schwedens verzichtet hat.
Eingesandt.
(Für Form unb Inhalt 1 i icr irr Rubrik stehenden Attikel übernimmt die Redaktio' dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Seit Herbst vor. Js. finb in der Schott st raße und verlängertem Aster weg bei den letzten Häusern quer über d i e Straße Lattenzäune errichtet worden, die selbst dem armseligsten Dorfe nicht zur Zierde gereichen wurden. Weshalb finb denn nun die Zäune errichtet? Ein gemeinnütziger Zweck ist bei allem Nachdenken nicht zu ftnden. lind doch soll eine städtische Behörde den Bau der Zäune veranlaßt haben I Diese merkwürdigen Denkmäler sind nicht nur vollständig zwecklos, sondern kommen unter Umständen den anwohncnden Eltern teuer :u stehen. Tie Zäune dienen den Kindern mit Vorliebe zu Kletterubungen. Das ist ja die natürlichste Folge, und die weitere Folge ist, daß bte Kinder außer mit kleinen Verletzungen sehr ost mit zerrissenen Kleidern nach Hause kommen. Ten Schaden tragen die Eltern. Ferner ist den attwohnenden Eltern mitgeteilt worden, wenn Kinder von dem Zaune Latten abreißen sollten, würden die Eltern bis zu Mk. 30.— tu Strafe genommen werden. Ein Urteil darüber will ich mir nicht erlauben, es könnte zu scharf ausfallen, aber ,eden- falls müßte dann der Urheber der zwecklosen Zäune auch bestraft werden. Die Weferstraße ist von der Steinstrabe ab noch nicht gepflastert, und es ist bei nasser Witterung unmöglich, mit Fuhrwerk dort zu verkehren. In Schottstraße und Asterweg liegen aber noch viele Meter chaufsiertes Straßengelände hinter den „schönen" Zäunen jetzt vollständig zwecklos da und in der Weferstraße versinkt man im Acorast. Jrn Asterweg sind neue Bordsteine angefahren und vor dent Hause einzelner Anwohner abgeladen. Hier lagern die Steine schon wochenlang und versperren die ungehinderte Zufahrt. Warum werden die Steine nun nicht hinter dem Zaune gelagert ? Dort liegen sie keinem Menschen int Wege. Tann hätte der Zaun auch einen Zweck gehabt. Hoffentlich tragen diese Zeilen dazu bei, daß diese unschönen, zwecklosen Zäune, das Aergernis aller anivohnenden Eltern, baldigst beseitigt iverden.
Im Namett vteler Anwoher:
0. K.
Handel.
— Konkurse in Hessen. Ueber den Nachlaß des verstorbenen Kanzlisten Hch. Aug. Decher von Darmstadt wurde am 15. Mai das Konkursverfahren eröffnet, da der Nachlaß überschuldet ist und die Erben die Konkurseröffnung beantragt haben. Kaufmann Karl Decherk in Darmstadt wurde zum Konkursverwalter ernannt* Konkursforderungen sind bis zum 5. Juni bei dem Amtsgericht Darmstadt anzumelden. — Ueber das Vermögen der Moses Berkowitz Ehefrau, Mathilde, geb. Kahn, zu Groß-Karben wurde am 15. Mai das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Hans Keller zu Friedberg inttrbe zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 29. Mai bet dem Amtsgericht Vilbel anzumelden. — Ueber das Vermögen der Firma Kaufhaus Ludwig Halle in Auerbach und deren Inhabers Ludwig Halle daselbst rourbe am 24. Mai das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Blechner in Bensheim wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 26. Juni bei dem Amtsgericht Zwingettberg anzumelden. — Ueber den Nachlaß des Landwirts Ludwig Emmel zu Grünberg wurde am 24. Mai das Konkursverfahren eröffnet. RechtSanioalt Römheld zu Gießen wurde zum Konkttrsverwalter ernannt Konkursiorderungen sind bis zum 14. Juni bei dem Amtsgericht Grimberg anzttmeldeu.
Köln, 28. Mai. In der gestrigen Versammlung der Rh eint s ch - W c st sä l i s che n Feinblech Walzwerke in L> agen wurde festgestellt, daß die Bcsäftistigung im allgemeinen gut war. _ Lrotzdcin erhielten sich, bceinflitßt durch die Gesamtlage des Eisenmarttes, unbefriedigende Preise, weil in der Preis- ftellung die Einigkeit mangelt. Daher wurde der Entschluß zur Gründung einer Preisvereinigting gesoßt.
— Hamburg und der K a f f e e z 0 l l. Der Verein der am Koffeehondel beteiligten Firmen hat in einer an die Finonzkommission gerichteten Petition Protest eingelegt gegen die geplante Erhöhung des Kaffee-Zolls und gleichzeitig einen Zoll auf Kaffee-Surrogate vorgeschlagen.
—.Der Deutsche Verband Kaufmännischer Vereine hielt am 23. unb 24. Mai zu Eisenach seine 5)aupt- versammliing ab, bic von 92 Delegierten aus 47 Vereinen beschickt war. Von ber Regierung wohnten ihr bei: Geh. Oberregierungsrat Koch als Vertreter bes Reichsamts bcs Innern unb bes Reichsjustizamts, unb Herr Geh. Oberregierungsrat Neumann als Vertreter bes Preuß. Ministeriums für Hanbel unb Gewerbe Der Verbanb sprach sich erneut aus für reichsgesetzliche Festsetzung völliger Sonntagsruhe, Achtuhrlabcnschliiß, neunstündige Höchst-Arbeitszeit in den Kontoren, Handelsinspektoren, staatliche Pensionsversicherung der Privatangestellten, gründliche Ausbildung der Lehrlinge, Förderung des Fortbildungsschulwesens usw. und befürwortet Erhöhung des nichtpfändbaren Gehalts von 1500 auf 1800 Mk. als den heutigen Verhältnissen entsprechendes Existenz-Minimum. In den Vorstand wurden gewählt als Vorsitzender Karl Lndw. Schäfer-Frankfurt, als Beisitzer Osw. Backasch-Zwickav, Hch. Ehlers-Frapkfurt, Karl Fischer-Offenbach, Gust. Habermehl-Pforzheim, Friedr. Hertel-Nürnberg, Jos. Kinkel- Mannheim, F. Oloff-Bremen, Karl Gottlieb Schmidt-Remscheid, Otto Voigt-Berlin. Zu Rechnungsprüfern Gabr. Mittnacht-Mainz und Alfr. Schmidt-Höchst a. M. Die nächstjährige Haupt-Versammlung findet in Karlsruhe statt.
— Kolonial-Werte. Durch die von uns mitgeteilte Erklärung der Verwaltung der Dentfchen Kolonialgesellschaft für Südwest-Afrika, die eigentlich etwas früher hätte kommen dürfen, daß ein Kursstand von mehr als 1000% dem inneren Wert der Anteile der Gesellschaft nicht entsprechen dürfte, ist ein Rückgang bes Kurses der Anteile cingetreten. Auch waren die Umsätze
ziemlich geringfügig. Es dürfte wohl anzunehmen sein, daß die Kursbewertung allmählich wieder in einigermaßen normalere! Bahnen hinüber gleitet. — Die Shares der Sonth West Africa, Company, welche im Gegensatz zn den übrigen Werten des Kv- lonialmarktes vernachlässigt sind, sind an der Donnerstags-Börsc auf 34 sh. 3 d. zurückgegangcn. An der gestrigen Börse waren die Veränderung auf diesem Gebiete ziemlich unbedeutend, während sich in den Anteilen und Genußscheinen der Otaviminen und Eisenbahngesellschaft ein angeregtes Geschäft entwickette auch die Kurse einigermaßen anziehen konnten.
— Petroleum-Industrie. Von beteiligter Sette toirb' einem Hamburger Korrespondenten der Frankfurter Zeitung mtt- geteilt, daß zwischen den Bettretern des Landesverbandes ber Galizischen Rohöl-Produzenten unb ber Standarb Oil Company über die prinzipiellen Grundlagen des zu treffenden Abkommens eine liebereinftimmung bereits erzielt sei. Ueber die Ausführungs- beftimmungen werde noch weiter verhandelt.
Markte. "
fe. Wi esbaben, 28. Mai. Viehmarkt. Zum Verkauf standen: 18 Ochsen, 64 Kühe, 286 Schweine, 183 Kälber 1 darunter 00 Mastkälber, 183 Landkälber), 75 öämmel und Schafe. Bezahlt wurde für 50 Kilogramm Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. 74,00-76,00 Mk., 2. Qual. 70,00—72,00 Mk., Kühe 1. Qualität 63,00—65,00 Mk., 2. Qual. 00,00—00,00 Ml. Bezahlt wurde für 1 Kilogr. Schlachtgewicht: Schweine, vvllfleifchige, 1,34—1,36 Mk., Sauen 0,00-0,00 Mk., Eber 0,00-0,00 Mk.; Kälber: Mastkälber 0,00—0,00 M„ Landkälber 1.56—1.66 Mk.: Hämmel und Schafe 1,46 bis 1,52 Mk. — Rinder notierten: 00— 00 Mk., Ferkel das Stück: 00—00 Mk. Geschäft bei Hornvieh schleppend, Ueberstand unbedeutend ; bei Kleinvieh schleppend, Ueberstand unbedeutend. Die Zuuhren stammten aus den Kreisen Limburg und Wiesbaden Land.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
Mai
Wetter
1909
E jg w
Höchste Temperatur am 27. bis 28. Mai — 4- 16,60 C.
Niedrigste , „ 27. „ 28. „ = + 9,30 C.
28.
2”
745,5
14,6
8,7
71
ENE
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Sonnenschein
■28.
9“
746,7
12,9
9,4
86
W
2
Bew. Himmel
29.
748,8
9,0
7,6
89
s
2
Sonnenschein
und Nebel
Gießener Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung für Hessen am Sonntag dem 30. Mai: Veränderliche Bewölkung. Vielfach Regen. Temperatur wie heute. Westliche Winde.
Müller'sche Badeanstalt.
W a f f e r ro ä r m e der Lahn 1 4° R.
Origiiral.Drahttnel-ungen.
Berlin, 29. Mai. Dem Aufruf der beiden großen Handels - unb Industrie-Vereinigungen des Zeu- tralverbandes der deutschcir Banken und Bankiers und des Zeu- tralverbandes deutscher Industrieller zur Abwehr der auf die Lebens-Jnttressen von Handel und Industrie durch Einführung von Erdrosselungssteuern gerichteter Angriffe schließt sich jetzt auch der Verein Berliner Kaufleute und Industriellen an.
Paris, 29. Mai. Heute wird Clemenceau längere Konferenzen mit dem Marine- und Handelsminister haben, worin der der Kamnier zu unterbreitende Gesetzentwurf bezüglich des A u s - standcs der Seeleute endgültig festgestellt werden soll. Wie to er lautet, sollen den Reedern von Marseille 160 Matrosen vom Staate zur Verfügung gestellt werden.
Paris, 28. Mai. Der bekannte Maler D u b u f c ist gestern an Bord eines Schiffes aus der Rückreise von Buenos Ayres, wo er eine Ausstellung seiner Gemälde veranstaltet hatte, gestorben.
London, 29. Mai. Bei dem Abschiedsbankett zu Ehren der Berliner Stadtverorducttn sagte der Obmann des Empfangs- komitces Neal in einer Ansprache: „Von heute an ist es gewiß, daß Deutschland und England Freunde sein müssen." Sowohl die Deutschen als die Engländer nahmen diese Worte mit lautem Beifall aus. Alle Anwesenden sangen die „Wacht am Rhein". Oberbürgermeister Kirschner rühmte in bewegten Worten die außerordentliche Herzlichkeit des Empfanges, für die er innigen Dank jage. Die Erinnerung daran werde nie schwinden. Auch der Lordmayor hielt eine Rede und versicherte, die Verbindung Berlin- London werde viele Jahre nicht vergessen werden. Schließlich dankte er dem Oberbürgermeister für die den Armen Londons gewidmete Spende.
London, 29. Mai. In parlamentarischen Kreisen ist viel bemerkt worden, daß den Erklärungen Asguiths im Unterhause bezüglich des Z w e i nr ä ch 1 e - S l a n d a r 1 s zahl • reiche Sitzungen des Kabinetts vorausgegangen sind. Wie es heißt, ist ein äußerst heftiger Kampf zwischen Sir Eduard Grey und Haldane einerseits und Lloyd George und Churchill anderseits entbrannt. Letztere Partei betrachtet sich als Sieger.
London, 29. Mai. Der Durhamer Abgeordnete Henderson, Führer der nach Deutschland reisenden Arbeiter-Abgeordneten, erklärte, die Reise nach Deutschland verfolge keinerlei politische Zwecke, sondern habe nur das Ziel, die internationale Freundschaft zu befestigen und den deutschen Kamerade zu beweisen, daß die englischen Kameraden sich über die Marine-Rivalität stellten und ihre Vertreter im Parlament dieselben freundschaftlichen Gefühle für die deutschen Kameraden empfinden.
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Lehrlinge: 1 Bäcker, 1 Schlosser, 1 Schreiner, 1 Sattler und Tapezierer.
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1 Bäcker, 2 Schuhmacher, 1 HaudlungSgeh., 1 Schmied, 1 Kupferschmied, 2 Glaser, 1 Rahmcnglaier, 1 Schlosser und Installateur, 1 Polsterer u. Tapezierer, 1 Sattler 11. Tapezierer, 2 Schreiner, 1 landw. Knecht, 2 Hausburschen, 4 Tagelöhner, 3 Lauflrauen, 1 Laufmadcheu, 8 Erdarbeiter. 2 Waschfrauen, 2 Kindermädchen, 2 Hausmädchett, 1 landw. Arbeiterin, 2 Buchbinder, 3 Bau'chlosser, 2 Spengler und Installateure.
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