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26.3.1909 Zweites Blatt
 
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Nr. 7»

Krtznsrg fccr Stadtverordneten.

-* lüf) auch VE den gewählten bürgerlichen Mitgliedern. Die Stadt >f habe ihre Wumdstückc von der Bnudepmattou, die zu ditzsem Zwecke

Veranlagungskommission darüber zu entscheiden haben, aber es sei wünschenswert, wenn alle Schätzungen nachgeprüst ivürden, nament-

Ivrechende 5)altung der Konservativen die Voraussetzung für ein I durch die Stadtv. Löber und Iughardt verstärkt morden sei, schätzen ***;* *"**----- lassen: man sei auf 12 Millionen gekommen, während die staat­

liche Schätzung 20 Millionen betrage. Das fei insofern bedenklich, als ein findiger Finanzminister angesichts der schlechten «nnanz- läge des Staates auf den Gedanken kommen könne, die Grund-

Die freisinnige Fraktionsgemeinschaft verhanteite gestern «bend. Es trat die Meinung zu Tage, bafc durch ach<e der Er-, Lärung des Vorsitzenden der konservativen Reick>Swgsfraktion end

Beig. Keller lveist an der »and der hessischen Ausführungs-« lcstimmungen zum bürgerlichen Gesetzbuch nach, daß die Ber-, täufSmöglichkeit bei Strafen, öffentlichen Plätzen, Anlagen, Fried- Höfen usw. nahezu ausgescl.iossen und nur in ganz bestimmten Zällenj möglich Hl. Deshalb sei die Schätzung nach dem Vert'aufswrrt der anliegenden Grünt stücke untunlich.

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. .Von Interesse ist es, da st dieMrdeutsche Allgemeine Zeitung" in ihrer gestrigen Mmmer nur folgende Erklärung bringt: Die Prefse ergeht sich in Vermutungen über die Stellung der Ver­bündeten Regierungen zu der Reichsfinanzrefomn und den be­treffenden Beschlüssen des Reichstagsloinmissivn. Hierzu bemerken wir folgendes: Die Regierungen halten daran fest, datz tee r Bedarf der neuen Einnahmen nicht nur du r di eine Besteuerungvon Gen u stm i t te l n , die dem Massenverbrauch unterliegen, sondern oud) durch eine allgemeine Belastung des Besitzes aufgebracht werde. Sie lehnen es ab, diese Befitzbclastung in der Hauptsache durch Matrikularbeitrchze oder sonst in einer Weise geschehen zu lassen, welck)e die für die eigenen Aufgaben der Bundesstaaten unentbehrlichen Steuerguellen (Ein­kommensteuer und Vermögenssteuer) angreist. Zn einer Erwei­terung der Erbschaftssteuer erblicken sic nack) wie vor die zweck- mästigc 3'orm der Besitzbelastung. Sie vertrauen darauf, dast es gelingen wird, auf der Grundlage ihres Programms in gemein­samer Arbeit mit dem Reichstage der Finanz not des Reictes ohne Zeitverlust Abhilfe zu schaffen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: 6dnd« straste 7. Expedition und Verlag: e^6L Redaktion: 112. Tel.-AdruAnzeigerGiesten,

Auch Stadtv. Hrumm hält das von der staatlichen KvM" Mission eingefchlagene Verfahren bei der Schätzung des Straßen- gel-ändes für falsch.

Stadtv. Dr. Biermer bemerkt, die staatliche Kommissiort habe sich bei dieser Art der Einschätzung auf einem Holzweg be- mnden, der nationalökonomisch unglaublich sei. Mch allgemeinen wirtschaftlichen Grundsätzen sei es unmöglich, eine Sadjc einzu- schätzen, die als Sffentlich.es Eigentum austerhalb der Verkaufs-' Möglichkeiten liege.

Stadw. Dr. Gut fleisch schlicstr sich diesen Ansftihrunaen! an. Es fei ftir ihn unzweifelhaft, dast die öffentlichen Straßen usw. nicht einzuschätzen und zu Steuern heranzuziehen seien und, er sei unangenehm davon überrascht, dast sich Stadtveoorimew gefunden hätten, die diesem Verlangen nachgaben. Ein früheren Vorgang bestätige seine Auffassung. Als nämlich die Stadt vom ^laat einige Chausseen übernahm, habe der Staat anfänglich auch Geld dafür haben wollen, um schließlich noch Geld an die Stadt zu bezahlen, weil sie ihm die Unterhaltung abgenommen habe -Oeffentliche Wege seien Lasten, aber ferne Vermögen.

Stadtv. Petri ist ebenfalls der Ansicht, daß nttr werbende Werte taxiert werden könnten.

Der Vorsitzende gibt der Hoffnung Ausdruck, daß die Kommipion die <Dad)e wieder gut machen werde.

Ter Antrag, Verwaltungsbevicht und Redprung an die Finanz- Lnnmilfwn unter dem Vorsitz des Stadtv. Emmelius zu ver­weilen, findet Zuhimmuiig^

Schluß folgt-)

DeutZckes Reick.

Weingesetz. In der gestrigen Sitzung des Bundesrats wurde dem Entwurf eines Weingesetzes in der von dem Reichstage beschlossenen Fassung Zustimmung erteilt.

Das Schreiben des Pfarrers Tremel an den Erz­bischof Albert wird in München als ein von rem weltlichen Rücksichten diktierter Schritt aufgefaßt, nicht etwa als eine Revo- fation im Sinne des Bamberger Domkapitels.

Zusammenwirken mit der konservativen Partei entzogen würde. Die Fraitionsgemeinschaft hält an der Forderung fest, daß eine ausreichende Belastung des Besitzes durch eine Nachlaß- oder Erb- anfallsteuer gesichert und eine sofortige Herabsetzung der Liebes­gabe bei der Branntweinsteuerreform vorgenommen wird.

Ausland.

Die Demonstrationen der Tschechen gegen die deutschenStudenten nahmen gestern in Prag wieder solchen Umfang an, daß die Polizei blank ziehen und mit Unterstützung von 200 Gendarmen im Laufschritt mit Sturmsignal iden Wenzels­platz und die Tschelakowsky-Anlagen räumen mußte.

Vom Haager Schiedsgericht. Als Beginn der Ver­handlungen des Schiedsgerichts über den Casablanca-Zwischenfall ist der 1. Mai festgesetzt. Der deutsche Agent ist der Vortragende Rat im Auswärtigen Amt zu Berlin, Geheimer Legationsrat Dr. Lentze.

Die vlocttrisiz.

Aus konservativen Kreisen wird der Auslegung, die der gestrigen Mitteilung des Aba. v. Rormann an den Abg. Bassermann von feiten der natronalliberalen Fraktion ge­geben wurde, widersprochen. Herr v- Rormann hatte öerrn Bassermann lediglich mitgeteilt, daß es, wenn die Freisinnigen in der Frage der Branntweinsteuer nicht nachgeben, unmöglich sei, gerade diese Branntwein- Iteuer mit den Freisinnigen zusammen zustande zu bringen, und daß sich die Konservativen für diese Steuer eine andere Mehrheit suchen müßten, da bei völligem Wegfall der Kontingents-Bestimmungen sog. Liebesgaben) die kleinen landwirtschaftlichen Brennereien, namentlich in Süddeutschland und im Königreich Sachsen, zugrunde gehen würden. Dies nur sei der offizielle Inhalt der Unter­redung gewesen. Möglich sei, daß Herr v. Rormann bann privatim im Laufe der Unterhaltung gelegentlich die Even­tualitäten erörtert habe, die eintreten können, und daß er dabei auch gesagt haben mag, die Finanzreform müsse unter allen Umständen mit irgendeiner Mehrheit zustande kommen. Allein das seien nur private Aeußerungen eines einzelnen Abgeordneten zu einem andern.

DieKreuzzeitung" bemerkt, daß es sich um ein Mißverständnis handle; die konservative Fraktion habe'über die Blockfrage keinerlei Beschlüsse gefaßt; eine ernstliche Gefährdung für den Block sei bis­her nur von den Liberalen ausgegangen. Im übrigen hätten die Konservativen oft genug ausgesprochen, daß der Block für sie nicht Selbstzweck sei, und das Zu­standekommen der Reichsfinanzreform dürfte nicht von der Bedingung abhängen, daß die Reform von bestimmten Par­teien gemacht werden müsse.

Auf einen ähnlichen Standpunkt stellt sich die Deutsche T a g e s Ke i t u n g", die sagt, für Nervosität >ei keur Grund vorhanden. Gleichzeitig bemerkt aber das Blatt, die vorhandenen Schwierigkeiten können um so leichter besiegt werden, je entschiedener Regierung und Rechte den Willen bekunden, die Reichsfinanzreform durch- .zuführen, gleichviel mit welcher Partei. DiePost" hofft, daß sich für die Finanzreform noch eine Verständi­gung erzielen lassen möge, und daß der Block in dieser Frage nicht versage, andernfälls würden andere realere Kräfte für die Richtung der Reichspolitik die entscheidende Bedeutung gewinnen. DieVossische Zeitung" rechnet mit einer Sprengung des Blocks und einer evtl. Bülowkrisis, für welche die Schuld den Konservativen zu­zuschreiben sei. Es möge sein, daß Fürst Bülow mit Rück sicht auf die schwierige innere und namentlich äußere Po­litik nicht schon in den nächsten Tagen die Konsequenzen ziehe, aber die Konservativen mußten sich bei ihrem Schritte bewußt sein, daß sie damit einen in diesem hoch- kritischen Zeitpunkte der iniernationalen Politik doppelt be­denkliche Kanzlerkrisis herbeiführen. DasTageblatt" bemerkt, Fürst Bülow könne mit diesem Reichstage nicht weiter leben; die einzige Möglichkeit wäre eine Verschiebung der Reichsfinanzreform bis zum nächsten Herbste oder die Auflösung. In jedem Falle wäre damit das Ende der Aera Bülow nahegerückt und man weiß, daß das Zentrum den Kanzler schon bereit hält. -- Mch die demokratische Volksztg." schreibt: Das Zentrum ist am Ziele seiner Wünsche angelangt, es ist wieder die ausschlaggebende Partei und sieht triumphierend den Block Bülows zusammenbrechen. Das schwarz-blaue Kartell ist wieder da, wie es bis zum 13. Dezember 1906 bestanden hatte.

Gegenüber diesen teilweise nicht ganz leidenschaftslosen Erörterungen in der Presse mahnt dieKonservative Korrespondenz", ruhig Blut zu bewahren. Die konservative Partei will ein Zustandekommen der Reichs­finanzreform auf dem Boden der Reichsverfassung und muß daher das Schwergewicht der aufzubringenden Steuern auf die indirekte Besteuerung legen. Daneben halten wir auch eine ergänzende Besteuerung des Besitzes auf dem Wege durch die Einzelstaaten für zulässig, loobei aber d.ie finan­zielle Selbständigkeit und Existenz der Einzelstaaten erhalten bleiben muß. Ebensowenig kann die konservative Partei einer Erbschaftsbesteuernng der Kinder und. Ehegatten zn- stimmen. Es hat sich nun gezeigt, daß bei einzelnen indi retten Steuern, so der Tabak- und Branntweinsteuer und den sogenannten iöesitzsteuern unüberbrückbare Gegensätze in den Anschauungen der Blockparteien bestehen. Deshalb mußte auf Grund eines nicht wie die Presse irrtümlich behauptet, erst gevstem, sondern bereits vor Wochen gefaßten Beschlusses der Reichs tags fr aktion eine offene Aussprache über die Situation erfolgen. Die ganze Lage der Sache schließt unseres Erachtens nicht aus, daß der der Blockbildung seinerzeit zugrunde gelegte Gedanke, der gegen die einseitige Vorherrschaft irgend einer einzelnen Partei sei es früher bas Zentrum, so jetzt der Freisinnigen und auf die un­bedingte Sicherstellung der nationalen ZnterHfen gerichtet ist, nach wie vor lebensfähig bleibit und seine ge­sunde Wirksamkeit da zu entfalten vermag, wo er hingehort .und wo er das große Ganze des deutschen Vaterlandes zu .'ördern geeignet ist.

Sichtlich parteioffiziös schreibt nun aber die natfio lalliberale Korrespondenz in einem ArtikelZur . 'Jage" u. a.:Herr v. Rormann ist offenbar der Meinung, daß es ohne Zerstörung des Blocks möglich ist, die Finanz- reform mit dem Zentrum oder mit wechselnden Mehrheiten ju machen. Das ist ein Irrtum. Herr v. Rormann lehnt )ie Deszendentensteuer und das Gampsche Kompromiß ab. Das ist der Kern der Eröffnungen, und damit entfällt die : Möglichkeit, die Finanzreform mit den Liberalen zu machen. Das .Herumdrehen um angebliche Mißverständnisse nützt i nichts; wenn der Block ixe Finanzreform nicht machen kann, : ist er erledigt. Dann erhält das Zentrum die Führung, und i <s muß sie erhalten, da die Finanzreform fertiggestellt ! nnerben muß. Die Liberalen werden bei den einzelnen Ge- ' «setzen mit arbeiten und sie nach ihren Anschauungen ver- tessern; aber da ihr Verlangen nach Heranziechlng de-s Be- ; ßitzes nicht erfüllt werden iatm, so inerten fie am. letzten Gäbe die Steuergesetze ablehnen müssen. Der Block ist damit ] durch die Schuld der Konservativen erledigt. t

ft euer wieder einzuführen. An der Lahnkanalisatiou habe die Stabt allerbingS Interesse, aber nicht allein. Aud) ber StreiS, die Pro­vinz und anbere Gemeinden, sowie ber Staat - - der durch bie Ver- bilkgung ber Frachten bessere Holz preise erzielen könnte seien erheblich interessiert. Das Nebenbahn gesetz könne bei der Kosden- Derteüung keine Amoenbung finden, es müsse ein besonderes (besetz erlassen werben. Hoffentlich übernehme der Staat aHe Kosten. Bis fetzt sei man von ber Annahme ausgegangen, baß ber Staat bie Kosten ber Kanalisation unb des hier zu errichtenden Winterhafens trage, während die Stabt den Umschlaghafen zu bauen habe. Er bestätige, baß bie jetzige Entlohnungsweife ber Arbeiter nicht mit deren Einverständnis eingeführt worden sei. Heber das gute Resultat der Volksschule freue auch er sich. Der; Wunsch wegen der Eisbahn könne vielleicht im Herbst erfüllt werden, wenn man bei der Verlängerung des Vertrags enffprechende Schritte tue. Wegen ber Vergrößerung der Räume der Lesehalle schwebten gegenwärtig Verhandlungen. Dem loegen bes Theaters ausgesprochenen Dank schließe er sich an. Auch der Direktor fei mit bem Ergebnis zufrieden, wenn auch, entsprechend den ander­wärts gemachten Erfahrungen, im zweiten Jahr ein kleiner Rück­schlag eingetreten.sei. Der Direkwr sei hinsichtlich der fernere«' Entwicklung guter Zuversicht unb wolle den Gagenetat weiter erhöhen. Auch bie Uebernahmc bes Kurtheaters in Ems burch Direktor Steingötter werbe uns Vorteile bringen. Auch der An­erkennung, die bas Säuglingsheim gefunden habe, freue er sich.

Stadtv. Löber weist darauf hin, daß bei den Taxationen seither der Ertrag zugrunde gelegt wvrden sei, wiährend jetzt der! gemeine Wert genommen werde. Davon habe vorläufig der Staat den Vorteil, aber später werde er auch der Stadt zugute kommen

Stadw. Dr. Biermer führt aus, überall, wo man die Wert­zuwachssteuer ein führe, gehe die Taxation der Grundstücke ar die Höhe und es sei eine gutei Wirkung der SLen-er, haß jeba) seinen Besitz genau einschätze. Das Interesse bes Staates an der Wertzuwachssteuer sei hauptsächlich darauf gerichtet, dadurch mehr Vermögenssteuer zu bekommen. Er glaube aber nicht, daß jemand seinen Grundbesitz jetzt zu hock) einschätze, um später keine Ver­mögenssteuer zahlen zu müssen. Wenn die bcmnächstige.Gemrinte- fteuerreform die Grundsteuer nach dem gemeinen Wert bringe, würden auch die Gemeinden Vorteil von der erhöhten Einschätzung haben, deshalb solle man nicht vor ber höheren Einschätzung warnen, benn bie Einschätzung bilbc bie Grunblage ber Wertkataster, nack) Jieucn ber gemeine Wert berechnet werbe.

Stadtv. Iughardt teilt aus seinen Gfrfafjrungen als Mit­glied ber Einschätzungskoinrnission mit, baß bis jetzt fast nur Ein­sprüche wegen zu hoher Einschätzungen erfolgt seien. Die Ein- schätzung des städtischen Grundbesitzes seien deshalb zu hoch aus­gefallen, weil man das Straßengelände nach den in der Rachbar-

Aus Stadt und Land.

... .... . Gießen, 26. März 1909.

,, , T"geskalender für Freitag, 26. März: Stadt,

t h e a t e r:Die Judm von Toledo.- Anfang 8 Uhr - ^-ichtbilder ° Vortrag über Toao von Miisiono^

SqVtV ?/* im Vereinshause der Stadlmission. um «röNnung-.B-rst-Uung

*

J " LanbeSuniversität. S. K. H. der Großherzoq haben den autzerordentlichen Professor Dr. Alois Walde in Innsbruck zum ordentlichen Profefior in ber philosophischen)

G'i eßen, 25. März«., Anwesend: Oberbürgermeister Mecum; die Beigeordneten tieb

ler, Georgi und Hetzligenstaedt; die Stadtverordneten: Dr.Biermer, fj .. - , , . - -.. ,

Brück, Dr. Ebel, Cidtenauer, Emmelius, Fader, Grünewald, Dr f^k erzielten Prepen, al,o viel zu hoch erngefchatzt habe.

GEeisch Sabenid». ®r. föaterfont, velfrich. Alm, Huhn Zmm, kann mcht.»-rstch-n, w man

SuahaM, Krumm, Leib, LA>°r, Laos, OrÄig, Petri, Plank, Schaff: Alande su 30 Mark den Meter -mschatzen konnte, da Stratzcir slacdt, Smwn, Wallenfrls, Dr. WimmemLer^ Wnm. ^betvchkcrntEmnahmrn brachten

Mitteiliinaen . Stadtv. Wlnn roent darauf hin, datz man lchon bet ber Ein-

m c- . ,,. 7® * t-r ..... führung ber WertznwachssteueD der Ansicht gewesen sei, daß bie

1 0 1 C 1 cm .^anfichrelben sur bic ge- Steuer zunächst wenig einbringen werde. Die neuen Einschätzungen, lngegangen nut dem Ansugen, datz er die zugleich) die Grundlage für die Einschätzung der Venmögens-- ernver-standen )ci. (Ww wir steuer bildeten, seien, so weit er sie gesehen habe, so, wie in tep

führe!?11, Zukunst Herr ^toltc den ckimtstttelDirektor Rachcharsdiaft gekauft worden sei. UebrigcnS glaube er, daß bie

rt- < s. s. nr Steuer jetzt schon mehr embringen werde, wie der Voronschchag

Vom Turnverein ist eine Einladung zu dem am 3. April rorieb-

Aestbankett anläßlich des 50chhr. Stadw. Helfrich führt aus, die Höherschätzung des städttschon ^b^^^c^-^»^"blrhermschen Tu^krepes) emgegangeri Grundbesitzes durch eine staatliche Kommission, der er angchört

Fm % ? b1- - Eingabe des Inhalts vor, habe, sei dadurch entstanden, daß man nach den Weisungen des

hie1 D0^ Vorsitzenden das Straßengelände enffprechend dein Werte der mu

nenefmmen ^er c/iinn^ Oswalds Garten zu liegenden Grundstücke eingeschätzt habe. Bei den anderen Grund-

genehmigen -er Eingabe wird keine Folge gegeben. stücken stimmten beide Sdstitzungen genau überein.

^ct Verwaltungsbetlcht und die Rechnung Der Vorsitzende meint, es sei traurig, daß Vertretest

für 190/ haben den Vorschriften entipredjenb 8 Tage offen gelegen, der Selbstverwaltungskörper sich bei ihren Taxationen von bem* Einwendungen wurden keilte erhoben. Der Vorsitzende sdstägt Vorsitzenden Beamten beeinflussen ließen.

vor, die Angelegenheit der Fmanzkominission unter dem Vorsitz des , Stadw. Helfrid) bemerkt, sie hätten diesen Weisungen entx Ltadw. Emmelius zur Vorberatung zu überweisen. sprechen müssen.

Stadw. Krumm wünscht, in Zukunft bie Summe ber burch stadtv. Simon, ber ebenjalte Mitglied dieser Kommffsiott Zuzug v;nb infolge entdeckter falscher Angaben nachträglich ver- war, legt Verwahrung dagegen ein, daß man sich vom Vonsitzanben anlagten Steuern getrennt anzuführen unb bie Namen derer Hube beeinflussen lassen. '.Dian habe die Schätzung nach dem Wert mrtzuteilen, die sich nicht richtig eingeschätzt haben. Bei ber Neu- am 8. März v. I. vorgenotnmen.

schätzung ber Grunbsttlcksvreise anläßlich ber Einführung ber Wert- Stadtv. Löber hält dafür, daß die Differenz zwischen tert zuwachssteuer sei ter städtische Grundbesitz um 8 Millionen höher beiden Einschätzungen lediglick) aus der verschiedenen Sdstitzunc; i20 anstatt 12 Millionen) etngeschätzt »worden. Mit dieser Ein des Straßeitgeländes herrühre.- Die Grundbesitzer klagen eher >d)ätznng sei man «anscheinenb den Taffachen vorausgeeilt unb man über die zu niedrigen Schätzungen.

l-abe den |in den nächsten Jahren zu erwartenden Wertzuwachs vorweggenommen. Wenn die Schätzung allgemein so ausgefallen sei, werde die Wertzuwachsstener sobald kaum Erträge einbringen, dagegen bic Vermögenssteuer in die Höhe gehen. Bezüglich der Lahnkanalisation solle sich die Stadt nicht zu schr engagieren, die Erfahrungen der Stadt Hinsichtlid) der Bahnbaubeiträge mahnten zur Vorsicht. Die Fassung des Berichts über die Verhältnisse der städtischen Arbeiter lasse die Deutung zit, daß diese mit der letzt eiMgcfitfyrten Art her Lshnfestsetzung nach Leistungsfähigkeit einverstanden seien. Er wotte deshalb ausdrücklich betonen, daß dies nickst der Fall sei unb bitte ten Vorsitzenden, sich über die Grundsätze der Lohnbemessung zu vergewissern. Erst gestern seien wieder 10 früher bei ber Kanalisation beschäftigte Arbeiter ent lassen wvrden, bie zuletzt Notslandsarbeiten verrichteten. Diese Entlassung hätte man vermeiden müssen. Der Mißstand des Vichtreibens durch die Bahnhoffttaße bestehe immer noch: man soke erneut versuchen, Abhilfe zu schaffen. Erfreulick; sei, baß bas Ziel ber Volksschule im Berichtsjahr von 83 Proz. ber ent­lassenen Schuler erreicht roorten fei, währenb es im Jahre vorher nur von 68 Pvoz. ter Fall gewesen sei. Das wevfe ein gutes Licht auf bas Lehrerkollegium und beweise, daß tüchtig gearbeitet worden sei. Die Eisbahn, die ja auf städtischem! Besitz sei, sollte in den Abendstunden - - mindestens bis 9 Uhr für örrroadHenc ge öffnet fein, damit auch Leute, die am Tage Berne Zeit hätten, sich dem Eissport widmen könnten. Bezüglich der Lesehalle, die ein gutes Mittel zur Bekämpfung der Schundliteratur fei, fei zu wünschen, daß sie durch bessere unb ausreichende Räume gefördert werde. Vielleicht könnte aus dem Publikum heraus hierzu tei- ge fragen werten. Auch füllte öfters auf die Einrichtung hinge- wiesen werten. Das Theater habe eine gute Entwicklung ge­nommen, wofür das Personal und die Leitung des trefflicten Jmrituts Dank verdiene. Er freue sich immer, wenn er außerhalb anerfemtente Worte für diese Einrichtung höre. Der Milchküche und dem Säuglingsheim, bie jetzt schon großes geleistet hätten, sollten mehr Mittel zur Verfügung gestellt werden. Er habe tes Gefühl, baß im allgemeinen die Entwicklung ter Stabt Gießen sich angenehm und erfreulich gestalte (Zustimmung).

Der Vorsitzende sagt zu, baß bie burch Steuerhinter- zwhiingeu nachträglich entstandenen Mehrveranlagungen getrennt aufgeführt werben sollten. Die Schätzungen tes Grundbesitzes mriäsBch ter Enrfiihrung der Wertzitwachssteuer durch die staat­liche Borkomnriffivn seien allerdings durchweg viel zu hoch aus­gefallen. Ueberall da, wo Einsprüche vorliegen, würde die Stener-

Zweites Blatt ISS.Jahrgang Freitag 26. Marz IVOS

«ffchetnl täglich mtt «uSnahme des Sonntags. X A. A 44 A M A X Zk AA Rotattonsdruck und Verlag der vrühNch«

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fragen erscheinen monatlich zweimal. Seneral-Anzeiger für Gberhesftn